Tag 300 + 301 – Lukas 10:25-42

Ein Typ aus Samarien hat ein gutes Herz

25 Irgendwann kam mal einer von den Theologen vorbei, um Jesus auszutesten. Er stellte ihm folgende Frage: „Herr Lehrer, was muss ich denn Ihrer Meinung nach tun, um ein Leben von Gott zu bekommen, das nie mehr aufhört?“

26 Jesus antwortete: „Was steht denn zu dem Thema in den Gesetzen, die Gott uns gegeben hat? Was kann man dazu lesen?“

27 „Du sollst deinen Gott radikal lieben“, sagte der Mann auswendig, was in den Büchern vom Mose stand. „Mit deinen Gefühlen, mit deinen Gedanken, mit allem, was du hast. Und die Menschen um dich rum, deine Nachbarn, die sollst du auch lieben, genauso wie du dich selber liebst.“

28 „Richtig“, sagte Jesus, „das ist es! Wer das befolgt, bekommt das Leben von Gott, das nie mehr aufhören wird.“

29 Der Mann kam nicht so richtig darauf klar. Er fragte noch mal nach: „Wer ist denn das konkret, der Mensch um mich rum, mein Nachbar?“

30 Jesus antwortete mit einer Geschichte: „Es gab da einmal einen Mann, der gerade auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho war. Plötzlich kamen ein paar asoziale Hooligans aus dem Gebüsch und verprügelten ihn mit Baseballschlägern. Sie zockten seine Kleidung und seine ganze Kohle. Anschließend stießen sie ihn in einen Graben am Straßenrand und verschwanden.

31 Zufällig kam ein Priester vorbei, doch als der den Mann daliegen sah, wechselte er schnell die Straßenseite und verpieselte sich.

32 Dann kam ein Angestellter von der Kirche vorbei und sah ihn auch daliegen. Aber er wechselte auch die Straßenseite und ging schnell dran vorbei.

33 Und dann kam noch ein Typ aus Samarien vorbei, einer von diesen Leuten, die für euch die letzten Penner sind. Als er den Mann daliegen sah, hatte er voll Mitleid.

34 Er beugte sich zu ihm runter, machte eine Erste-Hilfe-Notversorgung, verband seine Wunden und so weiter. Dann brachte er ihn noch in ein Hotel in der Nähe und versorgte ihn da.

35 Am nächsten Morgen gab er dem Hotelbesitzer 300 Euro und bat ihn, sich um den Mann zu kümmern. ‚Sollte das Geld nicht ausreichen, bezahle ich den Rest, wenn ich das nächste Mal hier bin!‘

36 Preisfrage: Wer von den drei Männern war jetzt so drauf, wie es sich für einen Nachbarn gehört?“

37 „Natürlich der Mann, der nett zu ihm war und ihm wirklich geholfen hat!“ ─ „Genau“, meinte Jesus, „also geh los und mach es genauso!“

Maria und Marta

38 Auf dem Weg nach Jerusalem kamen Jesus und seine Schüler in einen Ort, wo sie von einer Frau namens Marta zum Essen eingeladen wurden.

39 Die Schwester von Marta hieß Maria. Die hing ständig bei ihm rum und hörte Jesus gespannt zu.

40 Marta war die ganze Zeit in der Küche und bewirtete die Gäste. Irgendwann war sie echt genervt und meinte zu Jesus: „Sag mal, Chef, siehst du nicht, wie ich hier rumschufte, und meine Schwester hängt die ganze Zeit nur rum und hilft mir kein Stück! Kannst du ihr nicht sagen, sie soll mal in die Küche kommen und mir helfen?“

41 Jesus meinte zu ihr: „Meine liebe Marta, du machst dir ständig voll den Kopf um alle möglichen Sachen.

42 Aber jetzt gibt es gerade nur eine Sache, die wirklich wichtig ist. Die Maria hat sich für das Richtige entschieden, und darum werde ich ihr das auch nicht verbieten!“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Marta, du bist beunruhigt und machst dir Sorgen um so viele Dinge!
(Luk 10:41)

Meine Erkenntnis des Tages

Gott spricht mich heute ganz persönlich an, losgelöst vom Bibelkontext: Weena, du bist beunruhigt und machst dir Sorgen um so viele Dinge!

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich fühle mich gerade überfordert. Alles ist mir viel zu viel. Es gibt so viele Dinge, um die ich mich kümmern möchte. Und bei Kleinigkeiten bin ich schon erschöpft.
Soll heißen: Weena, vereinfache dein Leben, wenn du alles nicht schaffst!

Mein Gebet für meinen Tag

Oh mein Gott, Vater, da hast du heute wieder zwei Nägel genau auf den Kopf getroffen. Nagel Nr. 1, siehe Lukas 10:41. Vater, bitte hilf mir und zeige mir, was in deinen Augen wichtig ist und was ich lassen sollte oder irgendwie umorganisieren. Wenn du schon mit dem Finger drauf zeigst, dann zeige mir doch bitte WIE!

Nagel Nr. hat mich heute morgen noch im Bett getroffen. Durch einen Text von Spurgeon hast du mir gesagt: „Höre nicht auf für D. zu beten!“ Ja, tatsächlich habe ich aufgehört. Es tat mir gut, für sie zu beten und zu bitten. Aber seit sie nicht mehr anruft, fehlen mir die Themen. Ich weiß von ihren täglichen Sorgen nichts mehr. Und trotzdem sagst du mir, ich solle nicht aufhören. Aber Vater, wie soll ich das tun, wenn ich nichts mehr von ihr an aktuellen Dingen weiß? Es kommt mir so hohl vor, jeden Tag zu bitten, sei bei ihr und beschütze sie. Immer das gleiche. Vater, meinst du das? Meinst du, ich solle ich jeden Tag darum bitten? Möchtest du das? Auch dieser 2. Nagel ist mir noch etwas unklar.
Bitte Vater, sag mir noch mehr von den Dingen, die du mir heute gezeigt hast und wie du das ganz konkret meinst. ich brauch noch mehr Wissen dazu.
Und so wie du mir heute zwei Aufgaben gestellt hast, frage ich dich 2x zurück. Diese beiden Dinge lege ich dir vor und warte auf eine Antwort.
Amen


Veröffentlicht in Lukas

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