Tag 313 +314 – Lukas 13:10-35

Was ist wichtiger: der Mensch oder die Gesetze?

10 Am religiösen Feiertag, dem Sabbat, gab Jesus in der Synagoge wieder Unterricht in Sachen Glauben.

11 In der Menge entdeckte er dabei eine Frau, die durch einen fiesen Geist körperlich behindert war. Seit 18 Jahren waren ihre Muskeln am Oberkörper total verkrampft, sodass sie einen Buckel auf dem Rücken bekommen hatte. Sie war einfach nicht in der Lage, sich gerade aufzurichten.

12 Jesus sah diese Frau, rief sie zu sich und meinte zu ihr: „Hey du! Du bist jetzt frei von dieser Krankheit!“

13 Er legte seine Hände auf ihren Körper und sofort verschwand der Buckel. Die Frau war hammerglücklich und dankte Gott für diese Heilung mit allem, was sie hatte!

14 Der Leiter der Synagoge fand das aber ziemlich ungeil, dass Jesus ausgerechnet am Sabbat Leute heilte. Auch ein Arzt durfte nämlich an dem Tag nicht arbeiten. Er sagte zu den Leuten, die da waren: „Die Woche hat doch insgesamt sechs Tage, an denen man arbeiten kann, oder? Also kommt in der Zeit her, um euch heilen zu lassen, ja? Muss doch nicht ausgerechnet am Sabbat sein!“

15 Jesus war sauer: „Ihr alten Pseudos! Was macht ihr denn, wenn ihr am Sabbat eurem Hund Futter und Wasser hinstellt?

16 War es nicht viel wichtiger, dass ich diese Frau wieder gesund gemacht habe und von dieser ätzenden Krankheit befreien konnte, auch wenn wir gerade Sabbat haben?“

17 Dazu konnten sie nichts mehr sagen, es war jetzt schon zu peinlich für sie. Alle Leute freuten sich aber voll über die guten Sachen, die Jesus so brachte.

Große Dinge fangen bei Gott immer klein an

18 „Wie kann ich euch klarmachen, wie das mit dem neuen Land abgeht, in dem Gott das Sagen hat?

19 Das ist wie mit einem kleinen Kirschkern. Ein Typ spuckte den Kern in seinen Garten und buddelte etwas Erde da drüber. Dort keimte er dann, schlug Wurzeln und wuchs zu einem riesengroßen Baum, in dem Vögel Nester bauen können.“

20 Dann brachte er einen weiteren Vergleich: „Was für ein Beispiel fällt mir noch zu dem Thema ein, womit kann man das ganz gut vergleichen?

21 Dieses neue Land ist wie ein Stück Hefe, das man braucht, um ’ne Pizza zu machen. Eine Frau nimmt ein Kilo Mehl, vermischt die Hefe mit dem Mehl, tut etwas Wasser dazu und knetet das ganze Teil durch. Und dann ist der ganze Teig plötzlich voller Hefe und geht auf.“

Warum es einige packen, zu Gott zu kommen, und andere nicht

22 Jesus war auf Tour in Richtung Jerusalem. Überall machte er Zwischenstopps in den Dörfern und hielt Unterrichtsstunden in Glaubensfragen.

23 Ein Mann wollte etwas von ihm wissen: „Entschuldigen Sie, ich hab da mal ’ne Frage: Können es nur ganz wenige mit Gott schaffen? Werden nur ein paar gerettet?“

24 Jesus’ Antwort war: „Kämpft dadrum, in den Himmel zu kommen, es ist alles andere als easy! Die Tür, wo man durchgehen muss, ist ziemlich klein. Viele werden es versuchen und es nicht schaffen.

25 Wenn der Hauseigentümer abends die Tür abgeschlossen hat, dann ist sie zu, und man kommt nicht mehr rein. Egal, wie viele dann draußen stehen, die Klingel drücken und rumbetteln: ‚Bitte machen Sie auf!‘ Er wird dann nur antworten können: ‚Wer seid ihr? Ich kenne Euch nicht!‘

26 Dann antwortet ihr: ‚Aber wir haben doch zusammen gefeiert, gegessen und getrunken, wir waren sogar bei dir im Gottesdienst und haben deiner Predigt zugehört!‘

27 Aber seine Antwort wird sein: ‚Verschwindet! Ich hab keine Ahnung, wer ihr seid! Mit solchen unkorrekten Typen wie euch will ich nichts zu tun haben!‘

28 Wenn ihr dann von draußen so Leute wie Isaak, Jakob und die ganzen Prophetentypen in Gottes Land seht, werdet ihr voll gefrustet sein, ihr werdet wütend und heulen.

29 Und dann werden Menschen aus allen Ecken der Erde dort reinkommen und mit Gott eine Party feiern.

30 Macht euch das klar: Die jetzt ganz hinten anstehen, die die Letzten sind, die Unwichtigen, die werden dann groß rauskommen! Und die Leute, die jetzt ganz vorne stehen, die den dicken Macker markieren, die werden dann die hintersten Plätze belegen.“

Jerusalem wird es übel ergehen

31 Ein paar Minuten später kamen ein paar von den religiösen Strebern vorbei und warnten Jesus. „Verschwinden Sie besser von hier! Präsident Herodes plant ein Attentat und will Sie töten!“

32 „Ihr könnt dem Schlaumeier Folgendes ausrichten“, sagte Jesus, „sowohl heute als auch morgen werde ich weiter das tun, was ich die ganze Zeit gemacht habe: Dämonen aus Menschen rausschmeißen und Leute heilen. Heute und morgen werde ich das auch noch tun, aber nach drei Tagen wird mein Ding hier zu Ende sein.

33 Ich muss in drei Tagen diesen Ort sowieso verlassen. Es ist nicht angesagt, dass ein Prophet von Gott irgendwo anders getötet wird, als in Jerusalem!

34 Oh, Mann, Jerusalem, was ist bloß mit dir los? Bei dir werden Propheten ermordet, und Menschen, die eine Nachricht von Gott haben, werden einfach hingerichtet! Schon so oft wollte ich euch alle zu mir ziehen, ich wollte euch so nahe sein, wie eine Henne ihren Küken nahe ist, wenn die unter ihren Flügeln Schutz suchen, aber ihr hattet da keinen Bock drauf.

35 Passt auf, euer toller Tempel wird bald leer sein, Gott zieht dort aus. Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr es selber kapiert habt und alle bei euch sagen: ‚Hurra, dieser Typ ist der Größte! Der da gerade kommt, wurde uns von Gott geschickt!‘“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Frage des Tages
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Tages

… „Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?“ …
Lukas 13:23)

Meine Frage des Tages,
Glauben ins Leben umgesetzt.

Wie viel sind „wenige“? Ich habe es so im Kopf, dass Jesus gesagt hat (an einer anderen Bibelstelle), es werden nur wenige sein, die den schmalen Pfad zum Himmel gehen. Aber wie viel sind wenige? Wenn ich die Christen weltweit sehen, sind es doch eine ganze Menge. Und da meine ich nicht die „Namenschristen“. In der Offenbarung steht etwas von 144000. Wobei ich nicht weiß, ob die Zahl buchstäblich zu sehen ist. Das wären „wenige“. Das werde ich wohl erst sehen, wenn ich „oben“ angekommen bin. Ich wünsche mir so so sehr, dass mein bereits verstorbener Mann und meine Tochter dabei ist. Aber diese Entscheidung liegt dann wohl nicht bei mir.
Das Einzige, was ich tun kann, meinen Gott zu lieben, demütig zu sein und meinen Nächsten zu lieben (Micha 6:8). Alles andere kommt dann von allein.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja, es treibt mich um, dass ich gern wieder als Familie zusammen wäre, dabei sagst du in deinem Wort, dass im Himmel, in der Ewigkeit alles so ganz anders sein wird. Wir werden sein, wie die Engel (Markus-Evanglium), das heißt, geschlechtslos und nicht in Familienstrukturen. Wie auch immer, es wird so viel schöner sein als jetzt in dieser chaotischen Welt. Trotzdem würde ich die beiden so sehr gern dort wieder begegnen. Ja, ich weiß, das steht bereits fest, du weißt es schon, aber ich sehne mich so sehr nach einem Wiedersehen. Mir geht auch nicht aus dem Kopf, was U. im Krankenhaus zu mir gesagt hat: „Wenn er das überstanden hat, fangen wir neu an“. Ich war total irritiert, weil wir eine keine Konflikte in der Ehe hatten, nichts, was diesen Ausspruch rechtfertigen könnte. Aber vielleicht hat er da schon den Himmel offen gesehen, das da alles neu ist. Ein neuer Anfang. Ich freue mich so sehr drauf. Vater, du weißt es. Und du weißt auch, wie sehr ich im Alltag zu kämpfen habe, jeden Tag aufs neue. Bitte hilf mir diese Zeit gut zu überstehen, mir zu helfen und mich zu beschützen, bis ich dann endlich auch bei dir sein darf. Die Freude, die Hoffnung, die Zuversicht …. Das ist das, was mich hält.
Amen


Veröffentlicht in Lukas

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