Tag 315 + 316 – Lukas 14:1-24

Und wieder: Heilen am religiösen Feiertag, ja oder nein?

1 An einem Sabbat, dem Feiertag der Juden, wurde Jesus von einem der Chefs von dieser religiösen Streberpartei zu einem großen Essen eingeladen. Die andern Gäste beobachteten dabei jeden Schritt von Jesus und nahmen ihn voll unter die Lupe.

2 Plötzlich stand da ein Typ vor ihm, dessen Arme und Beine krass dick angeschwollen waren. Er hatte eine Stoffwechselerkrankung, die man Wassersucht nannte.

3 Jetzt hatte Jesus mal ’ne Frage an die religiösen Profis und Streber: „Wie sieht’s aus, meine Herren, ist es gesetzlich verboten, Menschen am Sabbat zu heilen oder eher nicht?“

4 Nachdem keiner eine Antwort hatte, berührte Jesus den kranken Mann. Der wurde sofort gesund! Danach schickte ihn Jesus nach Hause.

5 Jesus sagte zu den Leuten: „Wer von euch würde am Sabbat denn nicht arbeiten, wenn Not am Mann ist? Wenn euer Sohn oder nur euer Pferd in eine Baugrube fällt, dann würdet ihr ihn doch auch da rausholen, egal, ob heute Sabbat ist oder nicht?!“

6 Wieder wusste keiner, was er dazu sagen sollte.

Wer bekommt die besten Plätze auf der Ehrentribüne im Himmel?

7 Irgendwann beobachtete Jesus, wie die Gäste beim Essen um die besten Plätze am großen Tisch kämpften.

8 Er nutzte die Situation als Beispiel und sagte: „Wenn du auf eine Hochzeit eingeladen bist, dann setz dich nicht gleich auf den besten Platz. Könnte ja passieren, dass du zum Beispiel auf dem Sitz vom Brautvater landest.

9 Und dann würde der Gastgeber ankommen und zu dir sagen: ‚Sorry, der Platz war für den Vater der Braut reserviert!‘ Wie peinlich, dann musst du vor allen Gästen aufstehen und dich auf den allerletzten Platz setzen, gleich neben den Herrenklos!

10 Mein Tipp: Wenn du eingeladen bist, such dir einen Platz in der letzten Ecke. Wenn der Gastgeber dann ankommt und dich da sitzen sieht, wird er sagen: ‚Hallo, mein Freund! Komm doch weiter nach vorne, wir haben bestimmt noch einen besseren Platz für dich!‘ So stehst du gut vor den anderen da.

11 Jeder, der darum kämpft, besser zu sein als der andere, wird runtergemacht werden. Wer still ist und sich kleiner macht, als er wirklich ist, den wird Gott groß rausbringen.“

12 Schließlich sagte Jesus zu seinem Gastgeber: „Wenn du dir was zu essen machst oder eine Party veranstaltest, egal wann, dann lade nicht unbedingt deine Freunde ein oder deine Geschwister, irgendwelche Verwandte oder die Millionäre von nebenan. Was du da bestenfalls als Belohnung erwarten kannst, ist eine Rückeinladung, weiter nichts.

13 Besser ist es, die Obdachlosen von der Straße, die Kranken und die Behinderten einzuladen, nämlich Leute, die es nötiger haben als die Menschen, denen es sowieso gutgeht.

14 Dann hast du Leuten geholfen, die dir das nicht wirklich zurückgeben können. Stattdessen wird Gott dir das zurückgeben, er wird dich krass dafür belohnen, wenn du irgendwann in der anderen Welt nach dem Tod sein wirst.“

Die letzte große Party bei Gott

15 Einer von den Gästen hörte Jesus die ganze Zeit zu und rief dann laut: „Wie geil muss das sein, bei der Party von Gott auf der Gästeliste zu stehen!“

16 Jesus antwortete mit einer Geschichte: „Ein Typ organisierte eine ganz fette Party, echt viele Leute waren eingeladen.

17 Als die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen waren, ließ er alle geladenen Gäste von einem Hausangestellten anrufen: ‚Ihr könnt jetzt kommen! Alles ist fertig!‘

18 Einer nach dem anderen sagte aber plötzlich ab. ‚Ich hab mir gerade einen neuen Computer gekauft, den muss ich noch einrichten! Tut mir leid!‘, sagte der Erste.

19 Der Nächste meinte: ‚Ich hab mir gerade ein neues Auto gekauft, das muss ich heute noch unbedingt einfahren.‘

20 Der Dritte sagte: ‚Ich hab diesen Abend schon lange meiner Frau versprochen, sorry, geht echt nicht. Wir sind erst ein paar Tage verheiratet!‘

21 Der Angestellte erzählte seinem Chef von den Gesprächen und den Entschuldigungen. Der wurde voll sauer und sagte zu ihm: ‚Dann geh los auf die Straßen, zum Hauptbahnhof und unter die Brücken. Lade alle Obdachlosen, Junkies, alle Kranken und Behinderten zu mir ein und bring sie hierher!‘

22 Gesagt, getan, und als er wieder da war, meinte er zum Gastgeber: ‚Ist erledigt. Es sind aber immer noch Plätze frei!‘

23 ‚Dann geh los und lade jeden ein, der kommen will, geh auf die Straßen und in die Clubs, geh in jede Kneipe und lade alle ein, damit die Bude voll wird!

24 Ich kann euch sagen, Leute: Keiner der Menschen, die von Anfang an eingeladen waren, wird von den fetten Sachen, die ich vorbereitet hatte, auch nur einen Nachtisch abkriegen.‘“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Dann wandte er sich an seinen Gastgeber: „Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, dann lade nicht deine Freunde, deine Brüder oder deine Verwandten ein, auch nicht deine reichen Nachbarn. Denn sie würden dich wieder einladen, und das wäre dann deine Belohnung.13 Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Behinderte, Gelähmte und Blinde ein!14 Dann wirst du dich freuen können, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten. Gott aber wird es dir bei der Auferstehung der Gerechten ersetzen.“
(Luk 14:12-14)

Meine Erkenntnis des Tages
Glauben ins Leben umgesetzt

Diese Verse habe ich ja noch nie gelesen. Oder überlesen.
Wie wahr ist das doch! Dieses „wenn dieser oder jener mich eingeladen hat, dann muss ich auch auch …“
Ich fand das immer schon sowas von daneben. Wenn ich jemand einlade, dann weil ich es gern mache und nicht mit dem Hintergedanken, dass dann ja wohl auch eine Einladung von demjenigen ansteht.
Nun bin ich beruhigt, dass mein Gefühl völlig in Ordnung war, ich aber auch im umgekehrten Sinne kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich eingeladen wurde, aber nicht „zurückeinlade“. Menschliche Spielchen …
Aber die Idee, mal jemand einzuladen, die gar nicht „zurückeinladen“ können, aus welchem Grund auch immer, die finde ich gut.
Muss ich drüber nachdenken.

Mein Gebet für meinen Tag

Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit habe ich das Gebet nicht schriftlich festgehalten.


Veröffentlicht in Lukas

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