Tag 326 + 327 – Lukas 18:1-17

Bei Gott auch mal rumnerven

1 Jesus benutzte irgendwann mal wieder einen Vergleich, um klarzumachen, dass man beim Beten auch mal rumnerven sollte und so lange durchbeten, bis Gott handelt.

2 „In einer Stadt lebte ein Typ, der am Gerichtshof den Job eines Richters hatte. Er war bekannt als harter Hund, dem total egal war, was Gott und die Menschen über ihn dachten.

3 Eine alleinstehende Frau, deren Mann vor einiger Zeit gestorben war, erhob Anklage gegen jemanden, der sie betrogen hatte. Dafür kam sie immer wieder persönlich in das Büro des Richters, um ihm zu sagen: ‚Bitte helfen Sie mir, zu meinem Recht zu kommen!‘

4 Der Richter schob den Fall immer wieder beiseite. Weil die Frau aber jeden Tag auf der Matte stand und rumnervte, sagte er sich schließlich: ‚Also, Gott und die Menschen sind mir eigentlich total egal,

5 aber diese Alte raubt mir echt den letzten Nerv! Ich werde ihren Fall vorziehen und schnell über die Bühne bringen, damit sie mich endlich in Ruhe lässt!‘

6 Kapiert ihr, was ich damit sagen will?“, fragte Jesus.

7 „Wenn selbst so ein ätzender Richter bereit ist, so jemandem Recht zu verschaffen, dann wird Gott doch erst recht sofort zur Stelle sein, wenn seine auserwählten Leute Tag und Nacht zum Himmel schreien.

8 Ich garantiere euch, er wird sofort ankommen und für Recht sorgen! Die Frage ist für mich also nicht so sehr, ob Gott handelt, sondern vielmehr, wie viele Leute noch da sein werden, die dem Menschensohn, dem Auserwählten, auf diese Art und Weise vertrauen, wenn er dann irgendwann auf die Erde zurückkommen wird.“

Noch ein Vergleich zum Thema Beten

9 Jesus erzählte mal wieder eine Geschichte. Er wollte diesmal einen Text in Richtung der Menschen ablassen, die sich für die Coolsten überhaupt hielten und auf alle anderen runtersahen.

10 „Also, da waren mal zwei Leute, die im Tempel ’ne Runde beten wollten. Der eine gehörte zu den religiösen Strebern, der andere war ein Geldeintreiber, der für die Besatzungsmacht die Steuern einzog.

11 Der Streber fing an zu beten und sagte zu Gott: ‚Oh, danke, mein Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen hier! Ich habe niemanden bestohlen, ich bin sehr gläubig, ich habe meine Ehefrau nie betrogen, wie gut, dass ich nicht so bin wie dieser Geldeintreiber!

12 Ich faste ja auch zweimal die Woche und gebe immer die vorgeschriebenen zehn Prozent meines Einkommens!‘

13 Der Geldeintreiber blieb total schüchtern am Eingang stehen. Er traute sich noch nicht mal, nach oben zu sehen, als er anfing zu beten. ‚Gott, tut mir total leid, dass ich so viel Mist gebaut habe! Bitte verzeih mir.‘

14 Ich schwör euch, dieser Mann wird sauber und ohne irgendwelche Schulden bei Gott zu haben wieder nach Hause gehen können. Der eingebildete Streber aber nicht. Denn solche arroganten Menschen, die sich selber in den Himmel loben, werden ganz unten sein; die aber nichts von sich halten, werden am Ende groß rauskommen.

Jesus liebt Kinder

15 Einmal brachten ein paar Eltern ihre Kinder zu Jesus. Sie wollten, dass er für die Kleinen betet. Die Schüler von Jesus fanden das aber nicht so toll, weil sie meinten, Jesus hätte mal Feierabend verdient, und schickten sie einfach wieder weg.

16 Jesus wollte die Kinder aber bei sich haben und sagte zu ihnen: „Jungs, lasst die Kinder doch mal durch! Schickt sie nicht weg! Denn so wie sie muss man drauf sein, um in Gottes neuem Land dabei zu sein.

17 Habt ihr das immer noch nicht kapiert? Wenn jemand nicht so drauf ist wie ein Kind und Gott auf diese Art vertraut, der wird nie in Gottes Land ankommen können.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
(Luk 18:16-17 LUT)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Vers 16
Dieser Vers wird sehr gern benutzt, um die Kindestaufe zu rechtfertigen. Aber von „Taufe“ steht hier gar nichts.
Neulich habe ich in einem Vortrag von Willy Zorn gehört, dass dieser Vers eine Antwort darauf ist, was mit Kindern passiert, wenn sie sterben und sie eben nicht getauft sind. Ihnen gehört das Himmelreich! Sie sind also dort.

Vers 17
Das ist mein Lieblingsvers, wenn ich von mir behauptet wird, ich hätte einen naiven Kinderglauben, weil ich die Worte Jesu so nehme und für wahr halte, wie sie eben nun mal dort stehen. „Wer nicht glaubt wie ein Kind ….“

Mein Gebet für meinen Tag

Ach, Vater, gestern Abend war ich wieder so tief unten. Ich war bei einer neuen Augenärztin.Sie war total nett und kannte sich auch mit meiner Grunderkrankung gut aus. (Und das ist schon nicht selbstverständlich). Sie sagte, dass meine Augen, also die Hornhaut gar nicht gut aussehen. Das hat mich erstmal ganz schön runtergezogen. Aaaber ich bin auch sehr dankbar, dass ich nun in ihr eine gefunden habe, die die ganzen Zusammenhänge kennt. Nun muss ich wieder jede Stunde tropfen. Ja, ich weiß, ich hab es in letzter Zeit schleifen lassen … Bitte, Vater, erhalte mir meine jetzige Sehkraft solange ich noch hier lebe. Und ja, ich füge mich aber auch, wenn du anderes mit mir vor hast. Dein Wille geschehe, nicht meiner.
Amen


Veröffentlicht in Lukas

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