Tag 344 + 345 + 346 – Lukas 22: 35-62

35 Und dann sagte er zu allen: „Erinnert ihr euch, als ich euch losgeschickt habe, um die gute Nachricht allen Leuten weiterzuerzählen? Da solltet ihr euch ja nichts mitnehmen, keinen Rucksack oder Kleidung und so. Habt ihr in der Zeit irgendetwas vermisst?“ Die Jungs antworteten: „Nein, haben wir nicht!“

36 „Okay, aber wenn ihr jetzt losgeht, vergesst nicht, Geld einzustecken und nehmt einen Rucksack mit. Wer keine Waffe hat, sollte ein paar seiner Sachen verkaufen und sich von dem Geld eine Knarre besorgen.

37 Denn jetzt geht los. Was in den alten Schriften steht, das passiert jetzt: ‚Er wurde zu einem Terroristen erklärt.‘ Alles, was die Propheten über mich gesagt haben, wird jetzt passieren.“

38 „Meister, wir haben aber nur zwei lange Messer dabei!“, antworteten seine Schüler. „Genug jetzt, ihr checkt es nicht“, sagte Jesus.

Im Park Gethsemane

39 Jesus und seine Schüler verließen den Raum. Wie so oft, gingen sie auch heute zum Ölberg.

40 Als sie da waren, sagte Jesus zu ihnen: „Ihr müsst jetzt beten, dass ihr es schafft durchzuhalten, damit ihr nicht verführt werdet.“

41 Gleich um die Ecke kniete sich Jesus hin und betete:

42 „Lieber Papa, wenn es für dich okay ist, dann organisier es, dass ich das nicht durchmachen muss, was mich jetzt erwartet. Aber ich will das tun, was du möchtest, nicht das, was ich will.“

43 Plötzlich kam ein Engel vorbei und stärkte ihn.

44 Jesus hatte sehr viel Angst. Er betete so intensiv, dass sein Schweiß wie Blut aus einer Wunde floss und auf die Erde tropfte.

45 Jesus sah nach seinen Schülern und musste feststellen, dass sie völlig depri und eingepennt waren.

46 „Warum schlaft ihr jetzt?“, rief er ihnen zu, „kommt hoch und betet mit mir, damit ihr stärker seid als die Versuchung!“

Jesus wird verhaftet

47 Er war noch nicht am Ende, da hörte man eine Truppe von Männern näher kommen. Vorneweg ging Judas, einer von den zwölf Schülern von Jesus. Er ging auf Jesus zu und begrüßte ihn mit einem Kuss auf die Wange.

48 Jesus sagte zu ihm: „Was, Judas, du verrätst den Auserwählten mit einem Kuss?“

49 Jetzt hatten die andern Schüler auch begriffen, was hier gerade abging. „Sollen wir kämpfen?“, riefen sie ihm zu.

50 Einer von den Schülern zog sein langes Messer und griff damit einen der bezahlten Wachleute der Oberpriester an. Im Kampf haute er ihm gleich das rechte Ohr ab.

51 Aber Jesus hielt ihn zurück. „Genug Widerstand geleistet!“, sagte er. Dann ging er zu dem verletzten Wachmann hin, berührte sein Ohr, und es war sofort geheilt!

52 Danach sagte Jesus zu den obersten Priestern, dem Befehlshaber der Wachleute und den Gruppenanführern: „Bin ich ein Top-Terrorist? Warum müsst ihr hier gleich schwer bewaffnet anrücken, um mich festzunehmen?

53 Warum habt ihr nicht die Chance genutzt, als ich noch jeden Tag im Tempel war? Nun ja, jetzt ist wohl gerade eure Zeit, heute hat die Dunkelheit die Macht.“

Petrus tut so, als würde er Jesus nicht kennen

54 Sie verhafteten Jesus und brachten ihn in das Haus vom Oberpriester. Petrus folgte der Menschengruppe in sicherem Abstand.

55 Als die Wachleute eine Feuertonne im Hof angesteckt hatten, stellte sich Petrus zu ihnen.

56 Eine Hausangestellte erkannte im Feuerschein sein Gesicht: „Du gehörst doch auch zu diesem Jesus!“, sagte sie.

57 Petrus stritt das sofort ab: „Mann, Alte, ich kenne diesen Typen überhaupt nicht!“

58 Kurze Zeit später sah ihn ein anderer Mann an und sagte: „Sie gehören doch auch zu dem da, oder?“ ─ „Nein, verdammt, Sie verwechseln mich!“

59 Ungefähr eine Stunde später war sich ein Typ ganz sicher: „Hundertpro! Der gehörte doch zu seinen Schülern, der kommt auch aus Galiläa, so, wie der redet!“

60 Petrus tat aber ganz entrüstet: „Wovon reden Sie eigentlich?“ Und in dieser Sekunde schlug die Uhr zweimal.

61 Jesus sah sich nach Petrus um. Und da erinnerte der sich, dass Jesus ihm die Ansage gemacht hatte: „Bevor es zwei Uhr wird, hast du mich dreimal verraten.“

62 Und Petrus ging raus und fing voll an zu weinen.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

„Vater, wenn du willst, erspare es mir, diesen bitteren Kelch auszutrinken! Doch nicht mein Wille soll geschehen, sondern der deine.“
(Lukas 22:42)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Theokratisch: „Wir meinen, dass dieses Gebet folgendes bedeutet: ‚Wenn es irgendeinen anderen Weg gibt, auf dem Sünder gerettet werden können, als dass ich ans Kreuz gehen muss, dann offenbare ihn jetzt.‘ Die Himmel schwiegen, weil es keinen anderen Weg gab.“ (Quelle: William MacDonald, Kommentar zum Neuen Testament)

Glauben ins Leben umgesetzt

Wenn ich vor wichtigen Entscheidungen stehe, wenn ich in einer Krise stecke oder sonst irgendetwas ganz Wichtiges ansteht, ich Gott anflehe, doch dies oder jenes zu tun, füge ich meistens „Aber dein Wille geschehe“ hintenan. Und das ist dann keine Floskel, sondern ganz ernsthaft gemeint. Weil ich nicht den Überblick über die Situation habe, weil Gott viel weitreichender sehen kann, alle Umstände kennt und er mich vom Ziel aus sieht, dann vertraue ich ihm. Auch wenn es letztendlich bedeutet, dass sich die Situation für mich nicht nach meinen Wünschen ändert. Dieses große Vertrauen habe ich. Das macht ruhig und nicht panisch, dann weiß ich, dass sich jemand anderes kümmert und dass es gut für mich ausgehen wird.

Mein Gebet für den Tag

Vater, du hast in letzter Zeit ganz viel meine Gebete erhört, auch wenn es „nur“ um Alltagskram ging. Wie letztlich mit der Defekthexe. Und tatsächlich, nachdem ich dies hier geschrieben hatte, ging ich eine halbe Stunde später in die Küche und die Kaffeemaschine ging wieder. Es zauberte mir sofort ein Lächeln ins Gesicht. Es ist belangloser Kram und trotzdem ist es für mich der Beweis, dass du immer da bist, immer mir zuhörst und dass du das dann auch tust, wenn ich in komplizierten Situationen stecke. Das gut so gut zu wissen. Was ist bessert, als an die größte Kraft des Universums andocken zu können! Und dafür bin ich dir von ganzem Herzen sososo dankbar!
Heute nun möchte ich dir wieder T. ans Herz legen. Noch eine Woche bis zu ihrem OP-Termin. Sie hat so fürchterliche Angst. Vielleicht kannst du sie ihr ein bisschen nehmen, dass du ihr irgendein Gedanke in den Kopf pflanzt, der es ihr etwas erleichtert?
Heute kommt sie wieder zu mir und wir wollen ganz leckere Kaffeesorten testen. Ich danke dir sehr für diese kleinen punktuellen Alltagsinseln. Lass es einen guten Tag werden auch für D., A., die Jungs, J. und R.
Amen


Veröffentlicht in Lukas

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