Tag 347 + 348 + 349 – Lukas 22:63-23:25

Die Soldaten schlagen Jesus

63 Die Soldaten, die Jesus bewachen sollten, verarschten ihn und prügelten auf ihn ein.

64 Sie verbanden ihm die Augen, schlugen Jesus mit einem Stock und wollten dann wissen: „Na, wer war das jetzt?“

65 Auf diese Art folterten sie ihn eine ganze Zeit.

66 Gegen sechs Uhr morgens kamen die Führungsriege des Volkes und die Oberpriester sowie die Theologen zu einer außerordentlichen Gerichtsverhandlung zusammen.

67 Jesus wurde befragt: „Sagen Sie uns, sind Sie der Auserwählte, dieser Christus?“ Aber Jesus konterte nur: „Selbst wenn ich es euch sagen würde, glauben würdet ihr mir eh nicht.

68 Und wenn ich euch was fragen würde, bekäme ich auch keine Antwort.

69 Aber bald werde ich, der Auserwählte, gleich neben Gott sitzen.“

70 Da rasteten alle total aus: „Sie behaupten also, der Sohn von Gott zu sein?“ Jesus antwortete: „Genau! Ihr habt es ja selber gerade gesagt!“

71 „Warum noch eine Zeugenbefragung? Jetzt hat er es ja selber gesagt!“, brüllten sie durcheinander.

Die Gerichtsverhandlung vor Pilatus und Herodes

1 Die gesamten Mitglieder des Gerichtshofes führten Jesus ab, um ihn vor den römischen Gouverneur Pilatus zu bringen.

2 Dort erstatteten sie Anzeige gegen ihn: „Dieser Mann versucht gerade, eine Revolution anzuzetteln. Er erzählt den Menschen, dass sie der Regierung in Rom keine Steuern zahlen sollen. Und außerdem sagt er, er wäre der neue Präsident, der Auserwählte, der Christus, den Gott eingesetzt hat.“

3 „Entsprechen diese Aussagen der Wahrheit?“, fragte Pilatus den Angeklagten. „Sind Sie wirklich der neue Präsident der Juden?“ ─ „Genau so ist das, du hast es kapiert!“ antwortete Jesus.

4 Pilatus sagte zu den Oberpriestern und zu den Zuschauern: „Also, ich kann nicht sehen, dass der Mann irgendein Verbrechen begangen hat. In meinen Augen ist er unschuldig!“

5 Die waren damit aber gar nicht einverstanden: „Überall, wo der ist, gibt es Ärger, in ganz Judäa. In Galiläa hat er damit angefangen, und er ist sogar bis nach Jerusalem gekommen, um die Leute aufzuhetzen!“

6 „Dieser Mann kommt also aus Galiläa?“, wollte Pilatus wissen.

7 Als das bestätigt wurde, orderte Pilatus sofort eine Verlegung der Verhandlung zum Präsidenten Herodes Antipas. Galiläa unterstand nämlich seiner Rechtsprechung. Herodes war über die Feiertage gerade in Jerusalem.

8 Der freute sich übelst, Jesus endlich mal persönlich kennenzulernen. Er hatte schon viel über ihn gehört und wollte schon immer mal ein paar Wunder von ihm sehen.

9 Er befragte Jesus einige Zeit, aber der gab einfach keinen Mucks von sich.

10 Schließlich standen die Oberpriester und die Theologen auf und beschuldigten ihn volle Breitseite.

11 Jetzt fingen auch Herodes und seine Soldaten damit an, sich über Jesus lustig zu machen. Dann zogen sie Jesus weiße Klamotten über und schickten ihn wieder zu Pilatus rein.

12 Herodes und Pilatus konnten sich bis zu dem Tag auf den Tod nicht leiden, aber ab dann waren sie plötzlich die dicksten Freunde.

Ein getürktes Urteil: Todesstrafe!

13 Pilatus rief alle in den Raum rein und hielt eine kleine Ansprache vor den Oberpriestern, den Theologen und dem Teil Bevölkerung, der gerade dort war:

14 „Ihr habt diesen Mann zu mir gebracht und beschuldigt ihn, eine Revolution anzuzetteln. Nach meiner gründlichen Befragung, die ja alle Anwesenden auch bezeugen können, kann ich keinen berechtigten Anklagepunkt finden.

15 Herodes, der zum gleichen Ergebnis gekommen ist wie ich, hat ihn zu uns zurückbringen lassen. Im Sinne der Anklage ist er freizusprechen, er hat nichts getan, was nach dem Gesetz die Todesstrafe rechtfertigen würde.

16 Darum hab ich folgendes Urteil beschlossen: Erst kriegt er die üblichen 39 Schläge mit der Nagelpeitsche, dann kann er wieder abhauen.“

17 Nun war es so vorgeschrieben, an jedem Passa-Feiertag einen Gefangenen zu entlassen.

18 Aber die Menge tobte, als das Thema angeschnitten wurde. Sie schrien alle wie verrückt: „Tod für Jesus, Barabbas frei! Tod für Jesus, Barabbas frei!“

19 Barabbas war ein Terrorist, der bei einem Anschlag in Jerusalem maßgeblich beteiligt gewesen sein sollte. Außerdem saß er auch noch wegen einer Mordanklage im Knast.

20 Pilatus wollte eigentlich lieber Jesus freilassen und versuchte vergeblich, die Menge umzustimmen.

21 Die waren aber nicht davon abzubringen, sie brüllten: „Todesstrafe, Todesstrafe, ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz!“

22 Pilatus unternahm einen dritten Versuch: „Warum denn? Was hat er denn Schlimmes verbrochen? Ich habe keinen wirklichen Anklagepunkt gegen ihn, der ein Todesurteil rechtfertigen würde!“

23 Aber die Leute waren jetzt in Stimmung, sie verlangten noch lauter, dass Jesus hingerichtet werden sollte. Sie schrien so laut, dass Pilatus sein eigenes Wort nicht mehr verstehen konnte.

24 Also gab Pilatus klein bei und nahm den Weg des geringsten Widerstandes.

25 Er ließ wunschgemäß den Typen, der wegen Mord und Terrorismus einsaß, laufen und Jesus wurde verurteilt, so wie es die Schreihälse wollten.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

… und erklärte ihnen: „Ihr habt diesen Mann vor mich gebracht und behauptet, er würde das Volk aufhetzen. Nun, ich habe ihn in eurem Beisein verhört und keine einzige von euren Anklagen bestätigt gefunden.15 Auch Herodes hat nichts herausgefunden, sonst hätte er ihn nicht zu uns zurückgeschickt. Ihr seht also: Der Mann hat nichts getan, wofür er den Tod verdient hätte.
(Lukas 23:14-15)

Meine Erkenntnis des Tages. MEIN Pünktchen

Gefühlsmäßig tut mir der Pilatus schon wirklich leid. Er erkennt, dass Jesus unschuldig ist, möchte ihn freilassen und kann es nicht. Weil … ja, ohne es zu wissen, Jesus nicht Gottes Auftrag ausführen kann und wir heute nicht die Bibel hätten, kein Christentum, keine Rettung, kein gar nix. Verloren …

Glaube ins Leben umgesetzt

Für diesen Text fällt mir einfach keine Umsetzung in mein Leben ein

Mein Gebet für meinen Tag

Oh, Vater, wie sehr merke ich wieder, wie du dich um mich kümmerst, wie sehr du da bist. Schrieb ich doch, dass T. nächste Woche ihren OP-Termin hat und sie mich fragte, ob ich in dieser Zeit ihre 3 Katzen versorgen könnte. Natürlich habe ich „ja“ gesagt, obwohl ich wusste, wie schwierig das für mich wird. Nicht das Katzenfüttern als solches, sondern der Aufwand, der damit verbunden ist. T. wohnt nicht in der Nähe und koset mich viel Kraft 2x am Tag dorthin zu fahren mit den Öffis und das nicht nur einmal. Ich habe mich schon gar nicht getraut, dich nach einer Lösung zu fragen, weil es keine Lösung gibt und ich T. nicht hängen möchte. Aber DU hast es gesehen und so sagte sie am Samstag, dass V. aus Antalya sich für Samstag sich angemeldet hat und einige Tage bleiben möchte bis sie am 4.3. wieder zurückfliegt. Welch eine wunderbare Lösung hast du da geschaffen! Ich bin dir sosososo dankbar!!! Damit war einfach nicht zu rechnen. Nun sind nicht nur die Katzen versorgt, sondern sind auch nicht allein. Perfekt! Und so weiß ich wiedermal, wie sehr ich dir am Herzen liege, wie du sorgst und beschützt. Mich kleinen Schwächling, der nichts kann, nichts hat und nichts ist. DANKE!


Veröffentlicht in Lukas

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