Tag 350 + 351 + 352 – Lukas 23:26-56

Auf dem Weg zur Hinrichtung

26 Als Jesus abgeführt wurde, kam gerade zufällig ein Mann vorbei, der Simon hieß und aus Kyrene stammte. Er war gerade auf dem Weg von seiner Arbeit nach Hause. Sie zwangen ihn, hinter Jesus herzugehen und das Kreuz zu tragen.

27 Sehr viele Leute folgten dem Zug, darunter auch viele Frauen, die laut weinten.

28 Jesus drehte sich um und rief ihnen zu: „Ihr müsst nicht um mich weinen! Ja, ich meine euch Frauen aus Jerusalem! Weint lieber um euch selbst und um eure Kinder!

29 Es wird mal eine Zeit geben, da wird man der Meinung sein, dass die Frauen, die keine Kinder haben, die noch nie eine anstrengende Geburt hatten und die noch nie ein Baby stillen mussten, gut dran sind.

30 Den Menschen wird es so dreckig gehen, dass sie sich darüber freuen würden, bei einer Naturkatastrophe umzukommen, sie würden am liebsten irgendwie tot sein.

31 Wenn schon die Menschen, die nichts verbrochen haben, so leiden müssen, was haben dann erst die Schuldigen zu erwarten?“

Die Hinrichtung

32 Gleichzeitig mit Jesus wurden noch zwei andere Verbrecher hingerichtet.

33 Der Hinrichtungsort nannte sich „Totenschädelplatz“. Dort nagelte man Jesus an ein Holzkreuz. Die andern Verbrecher wurden links und rechts von ihm gekreuzigt.

34 Jesus fing dabei an zu beten. Er sagte: „Papa, vergib das diesen Menschen, sie haben überhaupt keinen Plan, was sie da tun.“ Unter dem Kreuz würfelten die Soldaten um die Kleidung von ihm.

35 Es waren viele Schaulustige da, und die Leitungsebene der Israelis riss die ganze Zeit ein paar dumme Sprüche über Jesus: „Er hat so vielen Menschen geholfen, wenn er wirklich dieser Christus ist, dieser Auserwählte, dann kann er sich jetzt mal selber helfen!“

36 Auch die Soldaten machten da mit. Erst gaben sie ihm einen nassen Schwamm zu trinken, der mit einem essighaltigen Mischgetränk vollgesogen war.

37 Dann riefen sie ihm zu: „Wenn du ein Präsident bist, der Präsident der Juden, dann kannst du dir ja auch selber helfen, oder?!“

38 Über seinem Kreuz hatte man ein Schild aufgehängt: „Dies ist der Präsident der Juden.“

39 Einer der anderen Verbrecher, die neben Jesus hingerichtet wurden, fing auch an, Jesus zu verarschen: „Hey, du bist der Auserwählte? Dann mach mal ein paar deiner Zaubertricks und hol uns hier runter!“

40 Der auf der anderen Seite stauchte ihn aber zusammen: „Sag mal, blickst du es noch?! Du hast noch nicht einmal Respekt vor Gott, wo du kurz davor bist zu sterben!

41 Wir beide haben diese Strafe verdient, dieser Mann hier hat aber nichts verbrochen, er ist unschuldig!“

42 Dann sah er Jesus an und fragte ihn: „Jesus, kannst du bitte an mich denken, wenn du in deinem Land im Himmel angekommen bist?“

43 Jesus antwortete ihm: „Eins kann ich dir sicher versprechen: Du wirst heute mit mir im Paradies landen!“

Jesus stirbt

44 Inzwischen war es zwölf Uhr mittags. Plötzlich wurde es in ganz Israel dunkel, und zwar drei Stunden lang!

45 Während dieser Sonnenfinsternis zerriss plötzlich der Vorhang im Tempel in zwei Teile, hinter dem die oberderbsten, heiligsten Dinge aufbewahrt wurden.

46 Jesus schrie noch einmal laut auf: „Papa, ich lege mein Leben in deine Hände!“ Dann starb er.

47 Als der Hauptmann von den römischen Soldaten, der den Befehl über diese Hinrichtung bekommen hatte, das alles sah, meinte er nur: „Also, ich bin mir sehr sicher, dieser Mann war wirklich unschuldig!“

48 Und die vielen Schaulustigen, die das alles miterlebt hatten, schämten sich plötzlich sehr und gingen voll betroffen nach Hause.

49 Die Freunde von Jesus, inklusive der Frauen, die aus Galiläa mitgekommen waren, hatten sich das alles aus der Entfernung angeschaut.

Jesus wird begraben

50 Zu dieser Zeit lebte in der Gegend ein Mann, der Josef hieß. Josef war sehr korrekt drauf, er war auch ein Mitglied des hohen Rates,

51 hatte aber dagegen gestimmt, als es um die Verurteilung von Jesus gegangen ist. Er kam aus der Stadt Arimathäa in Judäa, und er lebte auch in der Erwartung, dass bald eine neue Zeit beginnen würde.

52 Dieser Josef ging zu Pilatus und stellte bei ihm einen schriftlichen Antrag auf „Überführung der Leiche zwecks Bestattung“.

53 Dem Antrag wurde stattgegeben. Josef nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in ein langes Stück Leinenstoff und legte die Leiche in ein neues Grab, das man aus einem Felsen rausgehauen hatte.

54 Das passierte alles am Freitagabend, kurz vor Beginn des Sabbats, des religiösen Feiertags der Juden.

55 Mit dabei waren auch noch ein paar von den Frauen, die aus Galiläa nach gekommen waren. Sie haben gesehen, wie die Leiche von Jesus in das Grab gelegt wurde.

56 Danach gingen sie wieder nach Hause. Der Plan war, die Leiche von Jesus noch mit Öl und Kräutern einzuschmieren. Dies war so ein Ritual, was man normal eigentlich nur mit ganz besonderen Menschen machte. Aber als sie die Sachen fertig vorbereitet hatten, hatte der Sabbat schon begonnen und damit war jegliche Arbeit verboten.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Die Frage des Tages
  3. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
(Lukas 23:43)

Die Frage des Tages

Diese Aussage verstehe ich nicht. Warum sagte er „heute“? Jesus ist doch erst nach drei Tagen wieder auferstanden und Wochen später in den Himmel aufgestiegen. Warum sagte es also Jesus? Oder liegt es an der Übersetzung? vielleicht so: „Heute sage ich dir, du wirst mit mir im Himmel sein?“ Würde mehr Sinn machen, ist es aber auch richtig?

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute hänge ich wieder hier und der Tag erscheint mir schwer und mühsam. Kraft für nix. Das ist aber auch okay, denn gestern war es ganz gut, konnte sogar einen Großeinkauf bei Rossmann machen. Es sind die vielen kleinen Dinge, die wir auch dort kaufen und uns gar nicht bewusst ist, wie haben die Frauen das nur früher gemacht? Ich habe Waschmittel gekauft.Wie einfach ist es doch jetzt: Waschmittel in die Maschine, angestellt und 2 Stunden später ist alles sauber. Wie mühsam war es doch noch vor 100 Jahren. „Nur“ 100 Jahre früher. Frauen haben den Waschkessel anheizen müssen und die Wäsche kraftaufwendig stampfen müssen. Ich kenne es noch von meiner Oma, die eine ganze Woche gewaschen hat. 2 Tage einweichen, 1 Tag stampfen und waschen, 1 Tag spülen und wringen und dann je nach Wetter trocknen lassen. Danach alles legen, rollen, bügeln … Oh man, was danke ich dir, dass ich erst jetzt geboren wurde und mir diese Kraftanstrengung erspart bleibt. Wie so vieles andere auch. Heute eben mal ein Dankeschön an dich, dass du mich nicht schon vor 100 Jahren auf den Weg geschickt hast. Und so ist dieser heutige kraftlose Tag gar nicht schlimm. Ich danke dir!
Amen


Veröffentlicht in Lukas

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