Tag 353 + 354 + 355 – Lukas 24:1-35

Das Grab ist leer

1 Am Sonntag, als der religiöse Feiertag Sabbat vorbei war, gingen die Frauen ganz früh mit dem ganzen Zeug für die Einbalsamierung wieder zum Grab.

2 Als Erstes sahen sie, dass der Stein, der vor dem Grab lag, weggerollt war.

3 Vorsichtig gingen sie in die Grabkammer und bemerkten sofort: Sie war leer!

4 Verwirrt redeten sie darüber, was man jetzt tun sollte, als plötzlich zwei Männer in krass strahlend weißen Mänteln vor ihnen standen.

5 Panisch sahen sie auf den Boden, weil sie sich nicht trauten, diesen besonderen Männern in die Augen zu sehen. Einer von denen fragte sie: „Was macht ihr hier? Warum sucht ihr jemanden, der lebt, an einem Ort, wo nur Tote liegen?

6 Jesus ist nicht hier! Er ist wieder lebendig geworden! Schon vergessen, was er euch in Galiläa gesagt hat?

7 Er meinte doch: ‚Der Auserwählte muss an Leute ausgeliefert werden, die Gott dissen. Sie werden ihn töten, aber nach drei Tagen feiert er sein Comeback, er wird von den Toten auferstehen.‘“

8 Jetzt kam’s den Frauen wieder.

9 Sie rannten, so schnell es ging, zurück in die Stadt, um den elf Schülern von Jesus und den anderen Freunden zu erzählen, was sie gerade erlebt hatten.

10 Zu den Frauen, die dabei waren, gehörten Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter von Jakobus.

11 Den Schülern kam die ganze Geschichte aber echt strange vor. Sie konnten das einfach nicht glauben.

12 Nur Petrus ging aus dem Haus, um das Grab zu untersuchen. Er beugte sich rein und konnte auch nichts weiter als die leeren Tücher da rumliegen sehen, in denen die Leiche eingewickelt gewesen war.

Jesus trifft seine Schüler

13 Zwei von seinen Schülern waren an dem Tag auf dem Weg nach Emmaus, das etwa zehn Kilometer von Jerusalem entfernt liegt.

14 Auf dem Weg sprachen sie die ganze Zeit über das, was in den letzten Tagen passiert war.

15 Mitten im Gespräch war Jesus plötzlich auch bei ihnen und ging neben ihnen her.

16 Sie waren aber so verpeilt, dass sie nicht kapierten, wer das war.

17 „Worum geht es gerade?“, fragte sie Jesus. Die beiden blieben voll traurig stehen.

18 Der eine von ihnen (der Kleopas hieß) meinte zu ihm: „Mann, Sie sind wohl der einzige Mensch in Jerusalem, der die neusten Nachrichten noch nicht gehört hat?!“

19 „Was für Nachrichten meint ihr denn?“ ─ „Das, was mit Jesus passiert ist, dem Typen aus Nazareth! Er war voll der Prophet, er kam direkt von Gott, er hat irre Wunder getan und heftige Worte zu uns gesprochen.

20 Aber die Chefetage, die obersten Priester und die anderen Leiter haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tod verurteilt und man hat ihn an einem Kreuz hingerichtet.

21 Dabei hatten wir so sehr gehofft, dass er der Auserwählte sei, der Christus, der Israel in die Freiheit führt. Das alles ist vor drei Tagen abgegangen.

22 Heute Morgen waren zwei Frauen von unserer Gruppe bei seinem Grab. Schon vor dem Sonnenaufgang waren sie da, aber sie konnten ihn nicht mehr finden.

23 Stattdessen trafen sie dort zwei seltsame Männer, vielleicht Engel, und die erzählten, dass Jesus lebe!

24 Ein paar von uns haben das gleich abgecheckt. Sie sind dort hingelaufen, konnten aber auch keine Leiche mehr finden. Es war genau so, wie die Frauen es erzählt hatten.“

25 Jesus war etwas fassungslos: „Mann, warum kriegt ihr das nicht gebacken? Warum ist das so schwer vorstellbar, was die Propheten in den alten Schriften vorhergesagt haben?

26 Haben sie nicht die Ansage an alle gemacht, dass der Auserwählte durch diesen ganzen Dreck durchmuss, damit Gott ihn auch zum Meister über alles, was es gibt, machen kann?“

27 Und dann erklärte Jesus den beiden die ganze Geschichte, was in den heiligen Schriften über ihn gesagt wurde, von den Büchern von Mose bis zu den Prophetenbüchern.

28 Als sie kurz vor Emmaus waren, tat Jesus so, als wollte er sich von den beiden verabschieden.

29 Die beiden fragten ihn aber: „Wollen Sie nicht noch hier übernachten? Es wird ja schon dunkel draußen!“ Also blieb er noch eine Weile bei ihnen.

30 Als sie sich dann zum Essen hinsetzten, nahm Jesus etwas von dem Brot, betete darüber, zerteilte es und gab die Stücke an die anderen weiter.

31 Und ganz plötzlich erkannten sie, dass es Jesus war. Aber in der Sekunde löste er sich in Luft auf und verschwand!

32 Plötzlich war alles ganz klar. „In uns drin haben wir doch voll gespürt, dass es Jesus war, der da mit uns geredet hat, oder? Als er uns aus den alten Schriften zitiert hat, da wurde mir ganz anders!“

33 Sofort machten sich die beiden auf den Weg nach Jerusalem, obwohl es schon richtig dunkel geworden war. Als sie bei den elf Schülern ankamen, die sich gerade alle dort trafen,

34 kam schon gleich die Nachricht an: „Jesus ist wirklich zurückgekommen! Petrus hat ihn getroffen!“

35 Jetzt erzählten die beiden ihre Story, dass sie Jesus auf dem Weg nach Emmaus gesehen hatten und dass sie das erst gepeilt hatten, als er an sie das Brot weitergab.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Frage des Tages
  3. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn. …
(Lukas 24:31)

Meine Frage des Tages

Als er „das Brot … gebrochen hatte“, und es ihnen gereicht hatte, „wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn“ zum ersten Mal.
Hatten sie die Nägelmale an seinen Händen gesehen? Oder warum erst jetzt?

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, du bist einfach großartig! Wie oft habe ich gebeten für T. und gerade jetzt, wo ihr am Monat die OP bevorsteht. Sie hat so große Angst und ihr Bein schmerzte wahnsinnig, dass manchmal sogar die Opiate nicht helfen konnten. Aber gestern schrieb sie mir, sie hat seit 2 Tagen keine Schmerzen mehr. Vater, wie hast du das gemacht? Ich bin mir zu 100% sicher, dass du es warst, der hier eingegriffen hat. DANKE! Heute muss sie zu den Voruntersuchungen. Sie sollen 4 Stunden dauern. Bitte sei auch da ganz dolle bei ihr, vor allem das ihr Wunsch, entstanden aus ihrem Kindheitstrauma, kein männlicher Arzt möge sie behandeln, ohne Kommentare berücksichtigt wird. Du weißt, was damals alles mit ihr passiert ist und das sie schwer daran zu tragen hat. Bitte hilf ihr, damit es nicht zu noch mehr Komplikationen kommt. Das ist mein allergrößtes Anliegen für den heutigen Tag. Bitte sei bei ihr, behüte und beschütze sie und auch mich und D., A., die Jungs, J. und R. und lass es einen guten Tag in deinem Sinne werden.
Amen


Veröffentlicht in Lukas

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s