Das Buch Jona – eine Einleitung

Das Buch Jona ist eine außergewöhnliche prophetische Schrift. Sie beschreibt einen bestimmten Teil seines Dienstes. Aber die erzählte Geschichte ist eine Prophezeiung, dargestellt in der eigenen Person des Propheten.

Jona ist weder eine sagenumwobene Person, noch ist sein Buch poetischer Phantasie entsprungen. Er lebte wirklich, und was in seinem Buch erzählt wird, geschah tatsächlich. Jona wird auch im 2. Könige 14:25 erwähnt. Jene Stelle beweist, dass er ein Prophet war, der wirklich gelebt hat.

Der wichtigste Beweis ist jedoch, dass der Herr Jesus verschiedene Male von Jona als von einer Person sprach, die früher gelebt hatte. Der Herr sprach über das, was von Jona in seinem Buch geschrieben wurde. An drei Stellen finden wir Hinweise auf ihn (Matthäus 12:38-41; 16:4; Lukas 11:29-32). Aus diesen wird deutlich, dass die beiden wichtigsten Ereignisse im Buch Jona durch den Herrn bestätigt werden. Es sind dies: erstens, dass der Prophet im Bauch des Fisches war, und zweitens, dass er anschließend nach Ninive ging, um dort zu predigen.

Soweit wir wissen, ist er der einzige Prophet, der im Namen Gottes einen bestimmten Auftrag unter den heidnischen Nationen zu erfüllen hatte. Alle anderen Propheten wirkten unter den Menschen in Juda und Israel. Es konnte sein, dass sie zu bestimmten Zeiten über die Landesgrenze hinaus einen Dienst an einzelnen Personen ausüben mussten. Oder sie haben, wie Daniel, ihren Dienst zugunsten des Volkes Israel in einem fremden Land getan. Aber ihr Auftrag war nie an die Nationen gerichtet.

Alles, was Jona widerfuhr, ist prophetisch. Mit dem, was Jona erlebte, wollte Gott ein Bild von Israel zeichnen. Dieses auserwählte Volk hätte einen Segen unter den Nationen sein sollen. Das Wort des HERRN gelangte zu diesem bevorzugten Volk, und es sollte gemäß diesem Wort leben, damit die Heiden dadurch angezogen und einen Segen empfangen würden. Doch Israel tat dies nicht. Im Gegenteil, durch ihre Sünden und Bosheiten wurde der Name des HERRN unter den Nationen verlästert. Israel begegnete den Heiden mit Stolz. Es betrachtete sie als Hunde. Der Gedanke, dass Gott diesen Gnade erweisen und ihnen vergeben würde, war für Israel – wie auch für Jona – eine unerträgliche, überaus beleidigende Vorstellung.

Schließlich ist Jona, der drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches zubrachte, ein Hinweis auf Christus, der Sohn des Menschen. Der Herr Jesus selbst sagt in Matthäus 12:40 zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, die ein Zeichen von Ihm forderten: „So wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des großen Fisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein.“


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