Tag 357 – Jona 1:1-7

Jona hat keinen Bock, das zu tun, was Gott von ihm will

1 Es gab einmal einen Typen, der hieß Jona. Jona war ein Sohn von Amittai. Irgendwann redete Gott mit diesem Jona. Er sagte:

2 „Hey, Jona! Ich will, dass du in die Stadt Ninive in Assyrien gehst. Dort sollst du dich in die Fußgängerzone auf eine Kiste stellen und den Leuten sagen, dass ich die Schnauze voll hab! Ich beobachte schon seit langem ihren fiesen Lebensstil, und ich kann das nicht länger durchgehen lassen.“

3 Aber Jona hatte überhaupt keinen Bock drauf, das zu tun, was Gott von ihm wollte. Er packte seine Sachen und fuhr mit dem Bus genau in die entgegengesetzte Richtung. Jona floh vor Gott und auch vor seinem Auftrag. Schließlich wollte er in der Hafenstadt Jafo auf ein Schiff, das nach Tarsis in Spanien fuhr. Er kaufte sich das Ticket und ging an Bord.

Gott schickt einen heftigen Sturm

4 Kaum war die Fähre auf dem Meer, organisierte Gott einen heftigen Sturm. Die Wellen waren so krass, dass man das Gefühl hatte, das Schiff würde gleich auseinanderbrechen.

5 Sogar die Besatzung schob voll die Panik, alle schrien durcheinander, und jeder betete zu seinem Gott. Damit das Schiff in dem Sturm besser fahren konnte, warf man alle Container und Autos über Bord. Aber Jona war in seine Kajüte gegangen und hatte sich pennen gelegt.

6 Schließlich weckte ihn der Kapitän auf und sagte: „Hey, verdammt, was soll das? Wie kannst du dich hier so seelenruhig in die Koje hauen? Los, wach auf und fang an, zu deinem Gott zu beten! Vielleicht wird er ja an uns denken und dafür sorgen, dass wir nicht alle ersaufen müssen.“

7 Die Seeleute an Bord kamen dann auf die Idee, dass diese Katastrophe mit jemandem zu tun haben müsste, der auch auf dem Schiff war. „Wir müssen herausbekommen, wer uns diesen Scheiß eingebrockt hat“, sagten sie. „Am besten, wir ziehen Lose.“ Also zog jeder Mann, der an Bord war, einen Zettel aus einem Hut, und bei Jona war dann das Kreuz drauf.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Aber Jahwe schleuderte einen gewaltigen Sturm über das Meer. 
(Jona 1:4)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Jona wollte vor Gott flüchten. Wobei er eigentlich hätte wissen können, dass das nicht funktioniert. Es funktioniert nie. Und Gott schickt Sturm.
Eines meiner Gebete ist, wenn ich nicht weiß, ob ich mich richtig entschieden habe: „Vater, wenn dies der falsche Weg ist, wirf 1000 Steine in den Weg“.
Damit bin ich bisher immer gut gefahren. Wenn es lief, war ich mir sicher, dass Gott nichts dagegen hatte. Es gab aber auch ein richtig großes Ding, wo Gott ganz viele Steine warf und ich trotzdem mit dem Kopf durch die Wand ging. Ähnlich wie bei Jona. Gott fand auch das nicht lustig. Wie bei Jona. Und es hat 3 Jahre gebraucht, bis ich wieder auf den richtigen Kurs war. Mit ganz vielen Schmerzen und Verzweiflung. Dann mal doch lieber gleich hinhören.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute hab ich etwas ganz banales. Meine Lampe im Flur ist kaputt und ich habe mir schon eine neue gekauft. T. hatte zugesagt, dass sie sie mir anbringt. Nun aber hat T. übermorgen den OP-Termin und es wird wohl 6 Wochen dauern bis sie wieder auf die Leiter kann. Im Gespräch mit meiner Nachbarin gestern erfuhr ich, dass ihr Papa Elektriker ist und für ihn das Lampenanbringen ein Klacks ist, während T. auch erst gucken muss, wie sie es am Besten macht. Kurz gesagt, der Papa der Nachbarin würde die Lampe gern anbringen, er kommt am Mittwoch. Ich hab dann gestern doch die Lampe ausgepackt und gesehen, das der Lampenschirm zerbrochen war. Mist. Ich hab dann darüber gegrübelt, ob du es vielleicht nicht gut finden würdest, wenn es der Nachbarinnen-Papa macht, sondern lieber T. Vielleicht ist sie aber auch nur einfach so kaputt, ohne Hintergrund. Nach dem Sturm für Jona ging mir das wieder durch den Kopf. Und ja, ich hab mich noch nicht getraut, T. davon zu erzählen, dass die Lampe jemand anderes anbringen wird, weil sie sich vielleicht zurückgesetzt??? Ja, ich weiß, es gibt weitaus schlimmere Probleme als die Lampe. Es ist sozusagen ein „Luxusproblem“. Aber für T. könnte es eine große Enttäuschung werden??? Deshalb, Vater, bitte ich dich, mir nochmal zu zeigen, was ich machen soll. Vielleicht ist ja dann die neubestellte Lampe wieder kaputt? Ich nehme das jetzt mal so als Zeichen von dir. Ist die neue Lampe wieder kaputt, dann warte ich auf T.s Gesundsein.
Ohje, Vater, mit was für banalen Dingen du dich herumschlagen musst. Aber für T. ist es vielleicht wichtig. Es ist eine Sache des Gebrauchtwerdens für sie. Warum ich dann der Nachbarin überhaupt von der Lampe erzählt habe? Keine Ahnung. 6 Wochen ohne Lampe ist ja nun wirklich nicht schlimm.
Vater, bitte entschuldige, wenn ich dich wegen so einer Sache um Rat frage, aber manchmal sind auch für andere die kleinen Dinge ganz wichtig.
Ich danke dir, dass du mir zuhörst und mich ernst nimmst, danke!
Amen


Veröffentlicht in Jona

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