Tag 359 – Jona 2:1-3:10

Jona betet und wird gerettet

1 Kaum war Jona ins Meer gefallen, da kam ein heftiger Pottwal, öffnete sein großes Maul und verschluckte ihn in einem Happen. Jona verbrachte dann drei Tage im Bauch von diesem Fisch.

2 Und Jona betete zu Gott, seinem Chef, während er im Bauch von diesem Riesenviech saß:

3 „Als es mir richtig dreckig ging, habe ich angefangen, zu dir zu beten, und du hast mir geantwortet! Ich war schon mit einem Bein in der Hölle, und von dort hab ich zu dir gerufen, und du hast mich gehört!

4 Du hast dafür gesorgt, dass ich mitten im Meer krasse Probleme bekommen hab! Deine Wellen waren gigantisch hoch, sie sind über mir zusammengebrochen.

5 Ich dachte schon, das wäre es jetzt gewesen, du hättest mich verstoßen und ich würde nie wieder den besonderen Tempel sehen können.

6 Das Wasser stand mir bis zum Hals, und ich bin tief ins Meer gezogen worden. Mein Kopf war voll mit Algen.

7 Ich sank immer tiefer. Ich war schon fast auf dem Meeresboden. Schließlich war ich so gut wie tot. Fast wurde die Tür zum Leben für immer hinter mir zugemacht. Aber plötzlich hast du, Gott, mich gepackt und aus dem Tod rausgeholt.

8 Kurz bevor ich ohnmächtig wurde, hab ich noch an dich gedacht! Ich habe zu dir gebetet, und meine Worte haben dich in deinem besonderen Tempel erreicht.

9 Die Leute, welche in solchen Situationen zu peinlichen Plastikgöttern beten, sind dir nicht treu.

10 Aber ich will anders sein, ich werde mich bei dir bedanken, und ich werde für dich ein paar Opfer verbrennen! Was ich verspreche, werde ich auch halten! Gott, du bist der Einzige, der wirklich helfen kann!“

11 Gott sagte dann zu dem Riesenfisch, dass er Jona beim nächsten Strand ausspucken sollte, und der machte das auch.

Jona predigt in Ninive

1 Dann redete Gott zum zweiten Mal mit Jona über seinen Auftrag:

2 „Hey, Jona, ich will immer noch, dass du in die Stadt Ninive gehst und dort in der Fußgängerzone eine Predigt für alle Bewohner hältst!“

3 Jona packte dann seine Sachen und fuhr sofort nach Ninive, weil Gott ihm das so gesagt hatte. Ninive war eine recht große Stadt, zu Fuß brauchte man drei Tage, um sie einmal zu durchqueren.

4 Als er in der Innenstadt angekommen war, stellte er sich auf eine Kiste und rief den Leuten zu: „Alle mal herhören! Gott sagt: ‚In vierzig Tagen ist Ninive nur noch ein Schrotthaufen!‘“

5 Tatsächlich machte seine Ansage die Bewohner voll betroffen, und viele fingen an, ihr Vertrauen wieder auf Gott zu setzen. Man organisierte überall Gebetstreffen, verzichtete auf Essen und zog sich schwarze Klamotten an, um deutlich zu machen, wie ernst es ihnen war. Alle machten dabei mit, vom Hartz-IV-Empfänger bis zum Superreicho.

6 Auch der Bürgermeister der Stadt hatte die Worte von Jona gehört. Er stand sofort von seinem Schreibtisch auf, zog schwarze Trauerklamotten an, ging auf die Knie und betete.

7 Dann erließ er ein neues Gesetz, das für die nächste Zeit jegliches Essen und Trinken verbieten sollte. Das betraf nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere!

8 Jedes Lebewesen in der Stadt sollte sich so verhalten, dass deutlich wird, wie leid es ihnen tut, dass sie so viel Mist gebaut hatten. Alle Bewohner sollten volles Rohr zu Gott beten, aufhören, Mist zu bauen, und ihr Leben grundlegend ändern.

9 „Vielleicht können wir Gott noch umstimmen“, sagte er. „Vielleicht bringen wir Gott durch diese Aktion wieder gut drauf, und er ist nicht länger sauer auf uns. Vielleicht können wir so überleben!“

10 Gott bemerkte, dass alle Menschen in Ninive ihr Leben änderten. Es tat ihm leid, dass er diese Stadt plattmachen wollte, und er änderte seine Pläne.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Er ging einen Tag lang und rief: „Noch vierzig Tage, dann ist Ninive völlig zerstört!“
(Jona 3:4)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Was würde heute passieren, wenn ich durch die Straßen laufe und dies kundtue? Echt, man würde mich für bekloppt halten. Es würde NICHTS passieren. Es glaubt ja nicht mal von den Atheisten, dass es einen Satan gibt (nur diese Kasperpuppe aus dem Kasperletheater) oder dass Jesus wiederkommt. Auch nicht, dass Gott diese Welt vernichten und es eine neue Erde und einen neuen Himmel geben wird.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich sitze hier auf meinen grünen Sofa und fühle mich körperlich total kaputt. Mir tut einfach alles weh. Zwei Tage Katzendienst für T. haben mich geschlaucht, aber es ging alles gut. Viel besser, als ich befürchtet habe. Ja, ich weiß, du hast alle Hände über mich gehalten. Ja, ich weiß es, sonst hätte ich es nicht geschafft. Und es ist ein verdammt gutes Gefühl, anderen helfen zu können, gerade auch weil ich mich für völlig überflüssig halte und mich nur als Last für andere empfinde. Du hast mir gezeigt, dass es doch möglich ist, anderen eine Hilfe zu sein, etwas zu können. T. kommt heute wieder aus dem Krankenhaus und kann ihre Katzen wieder selbst versorgen. Aber vielleicht hat sie noch andere Hilfe nötig, aber das werde ich ja sehen.
Und R. hat jetzt gestern und heute früh meine Hilfe gebraucht und mich angerufen, ob ich die Morgenrunde mit ihrem Hund gehen kann. Klar habe ich, obwohl es bei mir morgens kräftemäßig schlecht geht, größere Runden zu laufen. Aber auch das habe ich geschafft! Durch dich! DANKE! Nun sitze ich zwar platt auf dem Sofa und ich kann meine Putzarbeiten für heute abhaken, aber das ist egal. Putzen kann ich immer noch später oder morgen oder es sein lassen. Helfen ist besser, helfen macht ein gutes Gefühl. Staubkörner jagen, ist eher frustrierend.
Vater, du kannst meine Kräfte einschätzen und du weißt ganz genau, was ich zu leisten vermag. Bitte plane weitere „Einsätze“ so, dass es nicht zu viel wird, dass ich das gute Gefühl behalte.
Und bitte, kümmere dich um R. Ihr geht es so richtig schlecht. Sie tut mir so leid, weil ich es nachvollziehen kann. Hilf ihr, bitte. Beschütze und bewahre sie, wie auch D., A., die Jungs, K., J. und auch mich. Wir sind alle auf deine Gnade angewiesen. Segne unseren Tag.
Und T. hab ich vergessen. Sei auch bei T., schenk ihr die große Freude, ihre Katzen wiederzusehen und lass bitte ihre Wunden ganz schnell heilen. Lass diesen Tag nicht zu stressig für sie werden, lass es fließen und schenke ihr die nötige Ruhe dazu. Bitte.
Amen



Veröffentlicht in Jona

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