Einführung in das Buch der Psalmen

Die Psalmen schildern nicht so sehr die Ereignisse, sondern die Gefühle und Empfindungen der Glaubenden in verschiedenen Situationen. Unter der Leitung des Geistes Gottes bringen sie ihre Hoffnungen und Befürchtungen, ihre Schmerzen und ihr Gottvertrauen zum Ausdruck.

Die Psalmdichter lebten in einer anderen Zeit als wir. Sie kannten das Erlösungswerk des Herrn Jesus noch nicht und besaßen deshalb keine Heilssicherheit. Weil sie in der Zeit des Gesetzes lebten, baten sie um Rache und Vergeltung an ihren Feinden. Außerdem hatten sie eine irdische Hoffnung: Sie erwarteten den Segen des Reiches Gottes im Land Israel.

Aus diesem Grunde tragen die Psalmen einen prophetischen Charakter. Beim Lesen hören wir die Stimme der Glaubenden aus dem Volk Israel, wie sie in der Not der zukünftigen Drangsalszeit zu Gott rufen und auf seine Hilfe hoffen. Einige Psalmen bringen auch die Gefühle des Herrn Jesus zum Ausdruck, wenn Er prophetisch über seine Leiden und seine Herrlichkeit spricht (Lukas 24:44; 1. Petrus 1:11).

Wir können also nicht jede Aussage in den Psalmen direkt auf uns Christen übertragen. Dennoch gibt es vieles, was in diesem Bibelbuch auch zu unserer Ermunterung und Ermahnung geschrieben ist:

  • Wir lernen, wie wichtig das Gebet für uns ist. Gott hört und antwortet, wenn wir zu ihm rufen.
  • Das Gottvertrauen der Pslamdichter spornt uns an, geduldig auf die Hilfe des Herrn zu warten.
  • Gottesfurcht ist ein Kennzeichen aller Gläubigen, die mit Gott leben und Ihm gefallen möchten.

(Quelle: Tägliches Manna 2019)



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