Tag 391 + 392 + 393 – Psalm 22

Warum hast du mich verlassen?

1  Ein Lied von David, vorzusingen nach der Melodie von dem Jodelsong „Der Hirsch, der morgens früh gejagt wird“, bitte mit Akkordeon.

2  Mann, Gott, mein Gott, warum hast du mich nur verlassen? Hast du mich vergessen? Kann es sein, dass meine Schreie verblassen?

3  Gott, ich bete zu dir täglich, doch es scheint vergeblich. Die ganze Nacht liege ich wach und denke, nicht mal du verstehst mich.

4  Aber ganz tief in meinem Inneren weiß ich, du besitzt die Macht, bist besonders, bist heilig.

5  Die Leute vor uns hofften auf dich, sie haben dir vertraut.

6  Und schien es noch so aussichtslos, du halfst ihnen aus allen Gefahren raus.

7  Ich bin nur eine kleine Wurst, kein Mensch, eher ein Haufen Mist, alle Menschen lachen mich aus, werd von jedem Heinz gedisst.

8  Sie kichern und reden – und sie verstehen mich gar nicht.

9  Sie sagen: „Wenn Gott dich ganz toll findet, hilft er dir, sei nicht panisch!“

10  Gott, du hast meine Geburt zugelassen und seit meiner Kindheit auf mich aufgepasst.

11  Und von Anfang an warst du mein Gott, bis zu diesem Tag.

12  Bitte, komm in meine Nähe, ich hab Angst und fühl mich alleine, so viel Hilflosigkeit, aber Hilfe erkenne ich keine.

13  Ich sehe so viele Gefahren und Probleme, Angst und Verderben.

14  Ich fürchte die Angriffe, die Fallen, den Tod und das Sterben.

15  Ich fühl mich ausgelaugt, kraftlos, ohne Saft, einfach schwach. Mein Herz fühlt sich an wie zerschmolzenes Wachs.

16  Ich bin völlig ausgepowert, mein Mund ist vertrocknet. Ich warte auf die Hilfe meines großen Gottes.

17  Ich bin umgeben von Hunden, Ganoven und bösen Menschen, und sie alle greifen nach meinen Füßen und Händen.

18  Ich bin total abgemagert, aber sie machen weiter.

19  Sie rauben mich aus und teilen sich meine Kleider.

20  Aber du kommst, um mir zu helfen, du siehst, ich liege ganz unten.

21  Befreie mich von Verbrechern, Ganoven, den Hunden!

22  Hilf mir aus allen Gefahren – ja, du bist wieder da für mich.

23  Ich will allen erzählen, wie obergenial du bist.

24  Alle sollen ihn loben, Gott, den Allerbesten. Alle Menschen im Norden, Süden, Osten und Westen.

25  Er hat mich nicht vergessen, nicht verlassen, nicht verstoßen. Als er mich hörte und mich dort liegen sah, hat er mich aufgehoben.

26  Ich will allen sagen, wie groß du bist, auch in der Gemeinde. Alle, die an dich glauben, sollen sehen, dass ich mein Versprechen halte.

27  Wenn jemand am Ende ist und Hunger nach dir hat, zeigst du dich ihm, und du machst ihn wieder satt.

28  Die Menschen, die nach dir suchen, werden dich finden, und ihr Herz wird sich für immer mit dir verbinden.

28  Und irgendwann wird dich die ganze Welt anbeten.

29  Denn Gott macht keine Ausnahmen, er liebt jeden.

30  Selbst die Toten werden nur noch von dem einen Gott reden. Alle werden ihm Respekt geben, ob sie gestorben sind oder leben.

31  Es wird Prediger geben in allen Generationen,

32  und diese sprechen von Gottes Korrektheit zu den Nationen. Und irgendwann können sie vielleicht das Unfassbare fassen: Gott ist treu und gut, auf ihn kann man sich hundertprozentig verlassen.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
    Glauben ins Leben umgesetzt
  3. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Aber ich bin ein Wurm und kein Mann, ein Spott der Leute, verachtet vom Volk.
(Ps 22:7)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Wenn uns andere verachten und ihren Spott über uns ausgießen, behandeln sie uns unmenschlich. Wenn wir wie David, häufig Herabsetzung erfahren haben, kann es passieren, dass wir uns so elend wie ein Wurm vorkommen. Wenn wir den Stachel der Ablehnung spüren, müssen wir uns daran festhalten, dass Gott uns Hoffnung uns Sieg verspricht. So die Theorie. In der Praxis ist das sososo schwierig. Ich hatte vor ein paar Jahren soviel Ablehnung erfahren und das Vertrauen zu Gott habe ich mir gleich mit klauen lassen. Ich schrie Gott um Hilfe, aber er antwortete nicht. Ich war so tief unten, tiefer geht es, glaube ich, gar nicht. Ich hatte einen Riesenfehler gemacht, habe eine falsche Lebensentscheidung getroffen, die ganz klar gegen Gottes Gebote ist und Gott hat sich stumm gestellt. Im Hintergrund war er zwar mächtig am Arbeiten, aber das wusste ich ja nicht. Erst im Nachhinein kann ich alles überblicken und erkennen, aber damals habe ich mich noch niedriger als ein Wurm gefühlt. Lehre für mich: An Gottes Gebote halten, auch wenn es manchmal schwer ist, aber Gottes Schweigen in meinem Leben will ich nie wieder erfahren.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir so sehr, dass du wieder für mich fühl-, spür- und hörbar bist. Dafür kann ich dir nicht genug danken. Ich danke dir auch, dass du mir diese schlimmen Schmerzen vom Trigeminusnerv letzte Nacht genommen hast und ich schlafen konnte. Ich danke dir, dass du da bist und dich um mich kümmerst. DANKE! DANKE! DANKE!
Im Moment bin ich noch so müde, vielleicht sind das noch die Nachwehen der vorangegangenen Nacht. Am liebsten würde ich wieder ins Bett gehen, aber ich habe noch ein wenig nachzuarbeiten, weil mich dieser doofe Nerv zwei Tage außer Gefecht gesetzt hat.
Aber eine Bitte habe ich auch heute wieder. Du weißt, dass die Sache mit H. und dessen Beerdigung nun bei D. gelandet ist, obwohl sie gar nicht verwandt mit ihm ist, keine Erbin und auch sonst keine innere Beziehung zu ihm hatte. Bitte Vater, kläre das, dass sie nicht auch noch die Kosten tragen muss, wenn sie sich um den Friedwald kümmert. Sie hat ja schon so viele Lasten zu tragen. Auch was sonst mit dem ganzen Nachlass wird. Bitte finde für sie eine gute Lösung. Ich habe keine Idee, wie das alles gehen kann, aber ich vertraue dir, du kennst alle Umstände, die kennst H. Willen, seine Idee dahinter, wie er es sich letztendlich vorgestellt hat. Bitte Vater hilf ihr dabei!
Das ist heute mein ganz großes Anliegen. Lass alles so geschehen, wie DU es für richtig hältst. Dein Wille geschehe!
Amen.


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