Tag 411 + 412 – Psalm 35

Pass auf mich auf, Gott

1  David sagt: Gott, kämpfe für mich mit den Menschen, die mich abschießen wollen.

2  Zieh die schusssichere Weste an, mit der Knarre geh vor gegen diese Prolls.

3  Voll Power stell dich mit der MG auf den Weg vor die, die hinter mir her sind. Bau mich auf, sag mir dann, dass du mir helfen wirst, weil ich doch dein Kind bin.

4  Meine Feinde sollen dumm dastehen, es soll ihnen nur noch peinlich sein. Die fiese Pläne für mich aushecken, sollen verrecken, würg ihnen bitte eins rein.

5  Wie Toastbrotkrümel auf dem Teller werden sie von dir einfach weggepustet. Dein Angestellter aus dem Himmel, so ein Engel, hat sie ganz schnell weggehustet.

6  Ihr Leben soll nur noch im Dunkeln, im totalen Siff und Schlick verlaufen. Ein Engel soll sie jagen, sie verfolgen, bis sie ganz und vollkommen absaufen.

7  Denn ohne Grund waren sie hinter mir her und haben mir Fallen gestellt. Ohne Grund machten sie mir ständig Probleme, haben mich schlichtweg reingelegt.

8  Plötzlich soll mein Feind von dir kaputt gemacht werden, du musst ihn reinlegen! In die Falle, die er für mich aufgebaut hatte, soll er jetzt selbst reintreten.

9  Ich werde feten, eine große Party feiern, weil mein Gott mir geholfen hat.

10  Mit allem, was ich hab, werde ich sagen: „Gott, du sprengst total den Maßstab! Du hilfst den schlaffen Leuten, die keine Kraft mehr haben, um zu kämpfen, rettest sie vor Menschen, sorgst dafür, dass sie gerade noch rechtzeitig wegrennen.“

11  Am Ende stehe ich vor ihrem Gericht, und sie kommen mit falschen Zeugen. Sie fragen mich Sachen, die ich nicht weiß, versuchen, das Gesetz zu beugen.

12  Für meine guten Dinge, die ich getan habe, wollen sie mich jetzt bestrafen. Alle meine Freunde, Verwandten und Geschwister haben mich im Stich gelassen.

13  Kann’s kaum fassen, denn als es ihnen früher selber mal beschissen ging, hab ich mit ihnen gelitten, für sie gebetet, was anderes kam mir nicht in den Sinn.

14  Ich hab sie behandelt wie meine besten Freunde, wie einen meiner Brüder, hab mit ihnen geweint, wie bei der Trauerfeier meiner eigenen Mutter.

15  Jetzt reiben sie sich die Hände und freuen sich sehr, weil ich gefallen bin. Sie treffen sich mit fiesen Hooligans und zerreißen sich ihr Maul über mich.

16  Ich werde fertiggemacht, ich hab mich versteckt, sie ziehen ein Fratzengesicht, zeigen mir den Fuckfinger, ballen die Faust, mal nett sein kennen sie nicht.

17  Gott, wie lange wirst du noch zuschauen und nichts tun, bitte hilf mir! Rette mich vor diesen Monstern jetzt, beschütze mich vor diesem Tier.

18  Ich werde mich dann immer bei dir bedanken, vor der ganzen Gemeinde. Egal, wer dort steht, ich werde für dich Lieder singen, auch vor deinen Feinden.

19  Sie sollen sich nicht dadrüber freuen können, wenn ich versage und falle. Die mich ohne Grund hassen, sollen nicht vor Freude in die Hände klatschen.

20  Wenn sie den Mund aufmachen, kommen da nie wirklich gute Sachen bei raus. Gegen nette Leute in der Gemeinschaft denken sie sich fiese Attacken aus,

21  reißen ihr Maul auf, sagen: „Wie lustig, jetzt haben wir es ja selbst gesehen!“

22  Gott, leg endlich los, du bist mein Zeuge, du darfst jetzt nicht einfach gehen.

23  Setz dich für mich ein, kämpf für mein Recht, Gott, mach das zu deiner Sache.

24  Sorge für Gerechtigkeit, mach es korrekt, Gott, dass sie nicht mehr über mich lachen.

25  Ich will nicht, dass sie sagen: „So ist es gut, wir haben gewonnen! Er ist kaputt!“

26  Sie sollen sich schämen, es soll denen peinlich sein, die dachten, ich wäre jetzt Schrott. Die mich arrogant von oben betrachten, sollen den Schwanz einziehen und abdampfen.

27  Und die Leute, die sich mit mir freuen, die sollen dann nur noch ablachen. „Gott ist der Größte, er ist obergenial“, kommt aus ihrem Mund nur noch raus. „Er sorgt dafür, dass sein Mann mit Frieden regiert in seinem Haus!“

28  Ich werde allen Leuten erzählen, dass du, Gott, immer total treu zu mir warst. Du bist korrekt, das sag ich ganz laut und wiederhole es an jedem Tag.

Mein Schlüsselvers für heute

Als sie erkrankten, zog ich den Trauersack an, ich quälte mich ab mit Fasten. Nun kehrt mein Gebet sich gegen mich selbst.
14 Er war mir wie ein Bruder und Freund. Ich litt wie um die eigene Mutter, ging bedrückt und traurig umher.
(Ps 35:13-14)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Als David fastete und betete, ohne gleich eine Besserung zu sehen, war er traurig. Wenn nicht sofort etwas geschieht, meinen wir gleich, dass Gott unsere Gebete nicht beantwortet. Gott hört jedes Gebet, doch wie er darauf reagiert, wird durch seine Weisheit bestimmt. Wir dürfen uns nicht dazu hinreißen lassen, an Gott zu zweifeln oder uns über ihn zu ärgern oder uns über ihn zu ärgern, weil er die Situation nicht sofort verändert. Stattdessen können wir die Gelegenheit dazu nutzen, unseren Glauben zu vertiefen, indem wir unser Vertrauen nicht wegwerfen. So die Theorie. Und mir geht es gar nicht gut. Ja, als ich Gott die Angelegenheit wegen der Wohnung abgegeben habe, habe ich mich leicht und frei gefühlt. Aber als D. mir sagte, dass es nicht ohne Stress gehen wird, hat es mich derart tief nach unten gezogen, dass ich wieder in der Depression gelandet bin. Ich habe mir alle Schreckensbilder ausgemalt und keine einzig Lösung gefunden. muss es ja Stress geben. NEIN. Statt zu antworten, Gott wird es gut machen, bin ich abgestürzt. Stimmts, Gott, du wirst es gut machen? Du machst doch alles gut! Nochmal: nimm diese Wohnung, sie gehört dir und tue, was du damit machen möchtest und für richtig findest. Mir ist diese Sache zu schwer. Bitte Vater. Dass ich dich jetzt zum zweite Mal darum gebeten habe, hat nicht mit meinem Vertrauen zu dir zu tun, sondern, weil mich ein einziger Satz von D. sofort wieder aus dem Gleichgewicht gebracht hat und ich wieder in meinen Frieden kommen mochte. Ich danke dir Vater, dass du da bist, immer da bist und mir zuhörst.

Amen.


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