Tag 425 + 426 – Psalm 44

Warum siehst du weg

1  Song von Korachs Söhnen. Zum Nachdenken.

2  Gott, unsere Väter haben uns erzählt, was du für Wunder getan hast.

3  Als du sie groß gemacht hast, hast du ganze Nationen geschasst.

4  Denn nicht alleine haben sie geschafft, das Land einzunehmen, du hast für sie gekämpft und ihnen alles gegeben.

5  Gott, du bist mein Präsident, steh uns bei, hilf uns weiter bei allen Dingen.

6  Durch dich werden wir Feinde besiegen, jeden Gegner bezwingen.

7  Ich weiß, du rettest mich, und ich vertraue nicht meinen Waffen.

8  Du rettest uns vor den Feinden, nur mit dir können wir was schaffen.

9  Dich wollen wir loben und dir den ganzen Tag danken, dich ehren.

10  Doch du hast uns verworfen, nicht mehr gekämpft mit unsern Heeren.

11  Wir haben gekämpft und verloren, die Feinde haben sich gefreut.

12  Du hast uns zur Beute gemacht und uns unter die Feinde zerstreut.

13  Du hast uns verkauft und dabei noch nicht mal Gewinn gemacht.

14  Du hast uns lächerlich gemacht und vor den Nationen dahingerafft.

15  Wir sind ein Witz für die anderen, ein Kopfschütteln, ein Achselzucken.

16  Es ist so peinlich für mich, ich kann ihnen nicht mal in die Augen gucken.

17  Denn ich höre sie ablästern, ich höre sie über uns lachen, ich spüre täglich die Feinde, und ich fürchte ihre Rache.

18  Dies alles mussten wir ertragen, doch wir haben an dich geglaubt,

19  immer an dir festgehalten und dir immer vertraut.

20  Selbst als wir merkten, wie du uns zerschlagen hast, als du uns fallengelassen und nicht mehr getragen hast,

21  haben wir zu dir gehalten, haben an dich geglaubt in unserem Herzen.

22  Denn wir wussten, du kennst uns, würdest jedes Misstrauen merken.

23  Ja, deinetwegen werden wir gekillt, werden behandelt wie Schlachtvieh.

24  Ich frage mich, ob du wach bist, denn eigentlich schläfst du doch nie.

25  Warum guckst du weg, siehst du nicht, wie wir hier leiden? Willst du weiterhin jeden Kontakt mit uns vermeiden?

26  Denn wir sind schon ganz unten, unser Bauch liegt auf Erden.

27  Steh auf und hilf uns und lass uns bitte nicht sterben.

Mein Schlüsselvers für heute

Erwache doch! Warum schläfst du, Herr?  Wach auf! Verstoße uns nicht für immer!
(Ps 44:24)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Die Worten des Psalmisten deuten daraufhin, dass er nicht glaubt, dass Gott das Volk verlassen hat. Gott hat immer alles in der Hand, doch er scheint zu schlafen, und der Psalmist fragt sich, warum. Im Neuem Testament fragen sich die Jünger, wie Jesus schlafen konnte, während sie seine Hilfe im Sturm brauchten (Markus 4:55-41). In beiden Fällen war Gott bereit zu helfen, wollte aber das Vertrauen in seine Jünger stärken. Ich selbst habe mich das ja nur ein einziges Mal gefragt, warum Gott mir nicht antwortete, als es mir so schlecht ging. Heute weiß ich, warum. Nein, er wollte nicht meine Vertrauen prüfen, sondern ich hatte einen ganz falschen Weg eingeschlagen, obwohl ich hätte wissen müssen, dass Gott das nicht gut findet. Ich hatte es mir einfach schön geredet. Hatte die Bibel so verdreht, dass es passte. Das gefiel Gott ganz und gar nicht. Damals hatte ich diese Erkenntnis noch nicht.
Aber jetzt bei unserem derzeitigen Corona-Mist frage ich nicht, warum Gott nicht eingreift, ich habe das Vertrauen, dass er es könnte, wenn er es wollte. Aber was sollte er denn tun? All diese kleinen Tierchen (Viren) einfangen und vernichten und wir Menschen machen weiter wie bisher. Weiter, besser, größer, schneller? Ich weiß, ich sitze im Trockenen, hab meine Wohnung, habe meine Erwerbsminderungsrente, ergo auch zu Essen und anzuziehen, hab meinen kleinen Hund und muss keine homeoffice machen, keine quirligen Kinder hüten und nicht um meine Existenz bangen. Ich sitze mit meiner Bibel im Trocknen und kann also sehr klug daherreden. Aber ich weiß auch, dass das nicht selbstverständlich ist und bin Gott auch sehr, sehr dankbar. Und nun starte ich in den Tag und bete, dass Gott mich behüten und beschützen möge. Gott möchte bitte auch seine Hand über heute Nachmittag halten, wenn ich zu J. gehe, einfach nur für eine Tasse Kaffee. Nun grüble ich schon, was ich denn anziehen könnte, bei ihr ist es immer richtig kalt. Auch das ist ein Luxusproblem (das Grübeln über die Anziehdinge), wenn der genügend im Kleiderschrank ist. Ja, ich bin Gott dankbar und für heute ist mein größter Wunsch, dass Gott auch bei D. ist und ihr normaler Stress etwas gemildert wird, so dass sie den Kopf wieder etwas frei kriegt. Vater, bitte, hilf ihr!


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