Keine falsche Zurückhaltung

Die Bibel fordert uns auf, zu tanzen, Musikinstrumente zu spielen und alle möglichen äußeren Dinge zu tun, um unsere Anbetung für den Herrn zum Ausdruck zu bringen (siehe Psalm 47:2; 150:3-4). Diese äußere Form ist nötig. Sie setzt in unserem Leben etwas frei, sie ehrt Gott und sie trägt dazu bei, den Teufel zu vertreiben.

Es reicht nicht, zu sagen: „Gott weiß, wie ich für ihn empfinde. Ich brauche das nicht groß zur Schau zu stellen.“ Das wäre nichts anderes, als wenn Sie sagen würden: „Gott weiß, dass ich an ihn glaube. Es ist eigentlich nicht nötig, dass ich mich taufen lasse.“ Oder: „Gott weiß, dass ich meine Sünden bereue. Deshalb brauche ich meine Sünden nicht zu bekennen und von ihnen umzukehren.“ Wir erkennen sofort, wie dumm das wäre. Christen aller Konfessionen würden zustimmen, dass wir getauft werden und unsere Sünden bekennen müssen. Aber nicht alle Gemeinden lehren, dass wir unseren Lobpreis und unsere Anbetung äußerlich zum Ausdruck bringen sollen. Einige lehren, dass stille Anbetung die einzig angemessene Anbetungsform sei. Tatsächlich sollten wir manchmal still und ehrfürchtig vor Gott sein, aber wir sollten unsere Gefühle auch in hör- und sichtbarer Anbetung ausdrücken. Ich bin überzeugt, dass uns Gott unsere Gefühle nicht nur gegeben hat, damit wir bei einem Fußballspiel enthusiastisch werden oder uns über ein neues Auto freuen. Gott will, dass wir unsere Gefühle auch zum Ausdruck bringen, wenn wir ihm unsere Liebe und unsere Dankbarkeit zeigen.

Ich will Sie nicht zu ungezügelten Emotionen auffordern. Menschen, die beim Lobpreis die ganze Zeit „emotional“ sind, lenken andere zu sehr ab. Es kommt auf ein gesundes Gleichgewicht an. Ich persönlich glaube, dass wir unsere Gefühle weniger auf unangemessene Weise ausleben, wenn wir sie bei der Anbetung und beim Lobpreis auf gesunde Weise zum Ausdruck bringen. Unsere Gefühle sind genauso Teil von uns wie unser Körper, unser Verstand, unser Wille oder unser Geist. Gott hat uns Gefühle gegeben. Sie müssen genauso wie der Rest von uns gepflegt werden. Wir sollen uns von Gefühlen nicht beherrschen lassen, da sie bekanntermaßen unbeständig und unzuverlässig sein können, aber wenn wir sie ersticken wollen, hat das negative Folgen.

Ich halte es für tragisch, wenn Menschen die Freiheit verwehrt wird, ihre Gefühle und ihre Liebe zu Gott auf angemessene Weise zum Ausdruck zu bringen. Es ist falsch, wenn man so sehr befürchtet, etwas könne aus dem Gleichgewicht geraten, dass man es vollkommen beschneidet. Es ist auch keine gute Idee, Dinge immer auf dieselbe Weise zu tun, weil „man das schon immer so gemacht hat.“ Wir müssen offen sein für Wachstum und das ist immer mit Veränderungen verbunden. Jesus hat gesagt, dass es nicht gut ist, neuen Wein in alte Schläuche zu füllen (siehe Matthäus 9:17). Das heißt, dass einige alte Methoden aufgegeben werden müssen. Die Menschen müssen Altes loslassen und Neues, Frisches zulassen. Erkenntnis und Offenbarung sind progressiv: Wenn etwas, wie zum Beispiel Ihr Lobpreis, nicht vorankommt, stirbt es.

Ich möchte Sie ermutigen, in Ihrem Lobpreis und in Ihrer Anbetung ausdrucksstark zu sein. Falls Sie in eine Gemeinde gehen, in der es nicht angemessen wäre, das in einem Gottesdienst zu tun, dann tun Sie es zu Hause. Beten Sie mit mir, dass alle Christen lernen, Gott so anzubeten, wie er es verdient.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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