Tag 434 + 435 – Psalm 50

Drauf sein, wie Gott es gut findet

1 Ein Beat von Asaf, der klarmacht, dass, wenn Gott redet, alles stillsteht. Wenn Gott gerufen hat, die Erde auf ihn hören soll, egal, wo man grad geht, ob du im Osten bist, in Bagdad oder in Bahrain, in München, in New York oder in Köln am Rhein.

2 Auf dem Berg Zion kommt Gott an, mit seinem Ultraglanz.

3 Und er kommt nicht nur an mit Hans und Franz, er kommt mit Feuer, und es bricht um ihn ein Tosen, auf Wellen reitet er, er braucht keine Almosen!

4 Denn nur der Himmel und die Erde stehen als Zeugen, wenn er die Völker zu sich ruft, dass sie sich beugen.

5 „Zieht meine Leute ein und bringt alle zusammen, mit denen ich Verträge hab, die werd‘ ich nicht verdammen. Sie haben mir schon damals ihre Treue fest geschworen und standen stets zu ihrem Wort, waren auserkoren.“

6 Gott ist immer korrekt, er ist der Richter, das bestätigen der Himmel und auch ich als Psalmdichter.

7 „Hör mir mal zu, du, Israel, ich klag dich an! Ich bin dein Gott und ich muss dich jetzt mal verwarn’!

8 Nicht weil du dein Opfer korrekt hast durchgezogen, auch was du für mich sonst abgefackelst, ungelogen.

9 Aber dein Opfer ist mir, ehrlich gesagt, total egal, weder die Plattensammlung aus dem Schrank noch das CD-Regal.

10 Die Sachen gehören mir sowieso, brauch ich nicht mehr, und auch den MP3-Spieler gibt’s im Himmel doch viel besser.

11 Ich kenne jeden Beat auswendig, kann dir jedes Liedvorsingen, nicht nur die Top-Ten-Hits sind mein, auch Punksongs kann ich dir bringen.

12 Und wenn ich Hunger hätte, würde ich dich nicht um Essen bitten, weil mir ja alles eh gehört, die ganzen Steaks und alle Fritten. Ja, alles, was auf dieser Erde mal gewachsen ist, gehört mir, und alles was da auf ihr lebt, jede Pflanze, jedes Tier.

13 Glaubst du in echt, ich wollte dir den Burger vom Teller stehlen, was soll das für ein Opfer sein? Willst mich mit dem Zeug wohl quälen!

14 Das Opfer, wo ich voll drauf steh, ist ein Versprechen, was du mir mal gegeben hast. Das darfst du nicht brechen.

15 Wenn du am Ende bist, dann ruf mich schnell herbei, ich rette gerne und habe Kraft für drei. Du kannst mir gerne für die Sachen wieder danken und meinen Weg mit krassen Lobliedern flanken.“

16 Wenn jemand Gott disst, geht Gott richtig ab und sagt: „Was laberst du über die Ansagen, die ich gemacht hab?

17 Aber das, was ich von dir wollte, war am Ende trocken Brot. Du tust, was du für richtig hältst, wirfst meine Pläne über Bord.

18 Mit denen, die andere abzocken, steckst du voll unter einer Decke, mit Ehemännern, die betrügen, ziehst du noch abends um die Ecke.

19 Fiese Wortattacken kommen dir wie Spucke von der Lippe, wenn du auch nur den Mund aufmachst, dann stinkt es schon nach kalter Kippe.

20 Über die Leute, die dich mögen, lästerst du den ganzen Tag und streust lauter fiese Gerüchte über Leute, die du magst. Über deinen Bruder ziehst du total fies her,

21 bis jetzt hab ich dazu geschwiegen, aber, Mann, das geht ab jetzt nicht mehr. Vielleicht hast du dabei gedacht, du bist mir plötzlich völlig wurscht, aber ich mach dir heut die Ansage: Hör auf damit, du Horst! Ich halte dir mal deine ganze fiese Untreue vor die Nase,

22 du hast mich schlicht einfach vergessen, mich so behandelt wie ’ne Luftblase. Jetzt höre auf die Worte, die ich dir zu sagen habe, sonst muss ich dich ganz einfach plattmachen, dann hilft auch kein Gehabe. Es kommt für dich dann jede Rettung glatt zu spät.

23 Wer mir fett ‚danke‘ sagt, für den bin ich sein Held. Ich freu mich über jeden, der mir was aus Dankbarkeit bringt, seine Zeit, Lieder oder Geld, wer sich an mich wendet, den werd‘ ich retten aus seiner Not. Für den, der immer zu mir hält, steh ich bereit, ich bin sein Gott.“

Mein Schlüsselvers für heute

Nicht wegen deiner Opfer tadle ich dich, / deine Brandopfer sind immer vor mir.
(Ps 50:8)
Opfere Gott Dank / und löse ihm deine Versprechen ein!
(Ps 50:14)

Meine Erkenntnis des Tages

Gottes Heiligkeit verlangt es, dass Sünde mit dem Tod bestraft wird. Doch durften Menschen Tiere als Ersatz für sich selbst opfern, um ihren Glauben an den gnädigen, vergebenden Gott zu symbolisieren. Nun boten die Menschen nur noch Opfer dar, ohne sich über die Bedeutung im Klaren zu sein! Die Tatsache, dass sie Gott überhaupt Opfer brachten, zeigt, dass sie sich einmal bereit erklärt hatten, Gott von ganzem Herzen nachzufolgen. Aber jetzt waren sie nicht mehr mit dem ganzen Herzen dabei. Wir (ich) können in die gleiche Falle tappen, wenn wir (ich) nur aus Gewohnheit an religiösen Aktivitäten teilnehmen, den Zehnten geben und den Gottesdienst besuchen, und nicht aus herzlicher Liebe und Gehorsam. Gott möchte, dass wir (ich) ihm unser (mein) ganzes Leben schenken, nicht nur leere Rituale.

Mein Gebete für meinen Tag

Vater, heute hast du mir wieder sehr eindringlich vor Augen geführt, dass alles dir gehört. Alles, was hier auf der Erde existiert, dürfen wir nur benutzen. Benutzen, dass etwas daraus entsteht, um dich zu ehren. Immer wieder vergessen wir das … Ich vergesse das. Wir denken sooft, dass das, was wir besitzen, uns ja erarbeitet haben oder dass dass uns irgendwie „zusteht“. Nichts steht uns (mir) zu. Alles ist ein Geschenk von dir.
Und als Dank dafür, meckern wir rum, wenn wir irgendetwas nicht bekommen, häufen an und wollen immer mehr als wir wirklich brauchen. Und dich ehren? Da laufen wir meist höchstens sonntags in die Kirche oder sprechen Tischgebete. Als Ritual, als vermeintliche Pflicht. Nein nicht alle, aber viele. Ich will mich nicht ausnehmen. Bitte Vater, gib mir immer wieder das Bewusstsein, dass alles, aber auch alles dir gehört, dass mich tiefe Dankbarkeit erfüllt.
Heute wird ein schwieriger Tag, heute ist die Urnenbeisetzung von H. Bitte Vater, sei bei mir und lass mich bitte auch nicht vergessen, dir für jede noch so kleine Kleinigkeit zu danken. Ja, dankbar bin ich, aber ich möchte es auch so formulieren und mir ins Bewusstsein rufen. Danke, für die wundervollen Rosen, die ich mitnehmen werde. Du hast sie wirklich wunderbar gemacht. Danke, dass es Bahnen gibt, die mich zum Friedwald fahren. Danke für D., dass sie alles organisiert hat, danke für H., die auch kommen wird und danke für die vielen kleinen Dinge, die mir auf den Weg dorthin begegnen werden und von denen ich jetzt noch nichts weiß. Vielleicht solle ich hier abends eine kleine „Dankrubrik“ einführen, wo ich abends alles aufschreiben werde, wofür ich dankbar bin. Mal sehen …



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