Tag 436 + 437 – Psalm 51

Nimm die Lasten von mir weg, Gott

1  Dieses Teil hier wurde geschrieben, als David totale Scheiße machte

2  und in dieser Nacht mit Bathseba fremdgeschlafen hatte. Nathan hat ihn anschließend übelst angepisst und ihn ernsthaft gefragt, was für ein Idiot er doch ist.

3  Jetzt betet er zum Chef: „Hab Mitleid mit mir, nimm meinen Mist weg und tu so, als wäre das nie passiert.

4  Wasch mir den Kopf und spül den Müll aus mir raus,

5  ich peil jetzt meinen Fehler, doch er bleibt vor meinem Auge.

6  Ich habe dich verarscht, und ich wollt dich hintergehen. Du bist im Recht, und deswegen musst du mir auch nicht vergeben.

7  Seit mein Dad mich gezeugt und meine Mum mich ausgetragen hat, merk ich, wie der Scheiß in mir aus mir einen Sklaven macht.

8  Ich weiß, dass du es feierst, wenn man ehrlich und authentisch ist, darum zeig mir jeden Tag aufs Neue, wo die Grenzen sind. Mach aus mir ’nen Mann, der weiß, was gut und richtig ist,

9  und nimm den Dreck von mir, der allmählich bis zum Himmel stinkt. Dann weiß ich, was es heißt, wirklich sauber zu sein. Ich schau auf dich, und sofort ist mein Glaube gereinigt.

10  Du hast mich bestraft, und zwar so hart wie noch nie. Verschränk nicht auf ewig deine Arme vor mir, bitte nimm mich wieder an – gib mir die Atemluft zurück.

11  Und nimm die Lasten von mir – jeden Tag ein kleines Stück.

12  Veränder die Gedanken – gib mir Kraft, es durchzustehen.

13  Schenk mir deine Energie – ich will das alles noch erleben.

14  Zeig mir, was es heißt, in wahrer Freiheit zu leben, ich will dir folgen, bis ich mal das Zeitliche segne.

15  Ich will den Leuten zeigen, die fertig und ausgebrannt sind, dass es einen Weg zurück in deinen weiten Arm gibt.

16  Ich hab jemand einfach den Atem genommen, und das nur, um mal ’ne kleine Runde mit der Alten zu poppen. Mach mich frei von diesem Müll, der mich quält. Ich will dann losziehn, um deine Größe weiterzuerzählen.

17  Gib mir dazu die Worte und die Fähigkeit zu denken, und ich fange an, für dich ein paar Berge zu versetzen.

18  Ich will mich nicht verstecken hinter Gottesdienstbesuchen. Du gibst ’nen Scheiß darauf, wenn wir vor dir knien und rufen und es nicht ehrlich meinen – das ist alles aufgesetzt.

19  Du willst lieber einen Menschen, der am Arsch ist und verletzt, wenn er gegen dich voll die Scheiße gebaut hat. Wenn er sich dann bemüht, dir zu gefallen, ist das ehrlich und vernünftiger.

20  Gib uns deine Liebe – mach uns stark und unsre Hoffnung groß!

21  Dann nimmst du’s ernst, wenn wir beginn’n, dich als unsern Gott zu loben. Wir schrein dann wieder laut: „Der Chef ist wieder da!“ Und schicken die Gebete zu dir auf den Altar. David sagt …

Mein Schlüsselvers für heute

Obwohl sich David mit Batseba vergangen hat, sagt er, dass er gegen Gott gesündigt hat. Wenn jemand stiehlt, tötet oder lästert, gibt es ein Opfer, das darunter leidet. Nach weltlicher Anschauung ist außerehelicher Geschlechtsverkehr zwischen zwei willigen Erwachsenen akzeptabel, solange niemand zu Schaden kommt. Es ist aber so, dass trotzdem Menschen verletzt werden – in Davids Fall wurde sogar ein Mann getötet und außerdem starb ein Baby. Jede Sünde verletzt sowohl uns als auch andere. Im Endeffekt wird jedoch Gott beleidigt, denn jede Art von Sünde ist eine Auflehnung gegen seine Vorstellungen für unser Leben. Wenn wir versucht sind, etwas Unrechtes zu tun, müssen wir bedenken, dass wir damit gegen Gott sündigen würden. Das kann uns helfen, auf den richtigen Weg zu bleiben. …. ….. …. Natürlich weiß ich das alles. Theoretisch. Aber heute nach dem Lesen des Abschnittes ist es mir ganz eindringlich bewusst geworden, ist es mir ins Herz gerutscht. Aufhören zu sündigen klappt sicher nicht, wir sind sündige Menschen und wurden als solche bereits geboren. Aber die Einstellung dazu kann man ändern und dann doch vielleicht genauer hinschauen und so manches lassen ….


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