Tag 444 – Psalm 57

Auf der Flucht

1 Dem Chef von der Band. Nach der Melodie: „Verdirb nicht!“ Von David. Als er vor Saul in die Höhle floh. Aber keine Angst, er stirbt nicht.

2 Sei nett zu mir, Gott, sei mir gnädig, mein Innerstes versteckt sich bei dir auf ewig. Im Schatten deiner Flügel berge ich mich nie vergeblich, so lange, bis die Gefahr endlich aus dem Weg ist.

3 Ich glaub dir, Gott, dass du meine Dinge gut für mich zu Ende bringst.

4 Rette mich vor meinem Feind, bis er händeringend zu Boden sinkt. Rette mich vor den Feinden, wie wilde Tiere wollen sie mich beißen,

5 mich mit ihren Waffen reißen, mit ihrem Gerede zerfleischen.

6 Erhebe dich über den Himmel, zeig allen, wie gigantisch du bist. Wenn du auf mich aufpasst, weiß ich, heute sterbe ich nicht!

7 Sie haben mir Fallen gestellt und mir so die linke Seite der Welt gezeigt. Aber wer andern eine Grube gräbt, fällt selber hinein.

8 Und deshalb hab ich keine Angst, diese Zeit hat mich hart gemacht.

9 Ich will Musik machen und rappen so lange, bis der Tag erwacht.

10 Und ich hör nicht auf, bis diese Story die ganze Welt erfährt. Ich weiß, manche sagen, heute gibt es keine Helden mehr,

11 aber Gott, du bist mein Held, und ich weiß, mit dir werd ich alt.

12 Erhebe dich über den Himmel und zeig allen deine heftige Art.

Mein Schlüsselvers für heute

Gott, mein Herz ist nun fest und bereit. Ich will singen und spiele dazu.
(Ps 57:8)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Davids Gottvertrauen hebt sich deutlich von der lügnerischen und prahlerischen Haltung seiner Feinde ab. Wenn ich mit Worten angegriffen werden, ist es die beste Verteidigung, ruhig zu bleiben und Gott zu loben und zu erkennen, dass ich seiner Gnade und seiner Treue vertrauen kann. Es ist nicht gut, sich in Selbstmitleid zu baden oder Rachegefühle zu entwickeln, sondern nach oben zu schauen, zu Gott. Selbstmitleid kann ich gut ….

Mein Gebet für meinen Tag

Guten Morgen, Vater. Es ist Pfingsten. Wieder 3 Feiertage. Ich mag sie nicht, diese Feiertage. Egal, ob am Telefon oder draußen, immer wird man angesprochen, was man denn macht, ob man zu den Kindern fährt oder die Kinder kommen …. NEIN, Vater ich will das nicht. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen, warum ich zu Hause bleibe, warum kein Kind kommt, warum ich nirgendwohin fahre, nicht eingeladen bin oder sonst irgendetwas. Ich will nichts erklären müssen. Das gleiche ist zum Geburtstag, zu Ostern, Weihnachten … Ich weiß, es ist oft nur so eine small-talk-Frage, aber ich kann es nicht hören. Seit U. gestorben ist, kämpfe ich damit. Vater, kannst du mir nicht eine Lösung sagen? Wie kriege ich das in meinem Kopf gerade gerückt? Die erste Frage dieser Art hatte ich schon heute morgen bei der morgendlichen Hunderunde. Und jetzt sitze ich hier und habe Grummeln im Bauch. Hoffentlich gehen diese drei Tage schnell vorbei. Bitte, Vater, verschließe allen Menschen den Mund, die mich heute, morgen und übermorgen soetwas fragen wollen.
Ich kriege das Grummeln im Bauch nicht weg, zumal ja am Montag noch N. Geburtstag hat und ich keine Chance habe, hinzufahren. Mist.
Vater, bitte hilf mir über den Tag. Bitte.



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s