Tag 464 + 465 – Psalm 71

Faltig und ohne Bodyguard?

1  Gott, ich suche Schutz bei dir, lass nicht zu, dass ich mein Leben verlier. Meine Feinde wollen mich völlig zerstörn, hilf mir, du musst mich endlich erhörn. Verhindere, dass meine Feinde mich killen, wenn’s so weitergeht, kann ich nie wieder chillen.

2  Gott, mein Chef, du bist gerecht, drum hilf mir und schütz mich im Gefecht. Hilf mir doch, erhöre mein Gebet, rette mich, sonst ist es zu spät!

3  Schenke mir Geborgenheit, zu dir kommen können will ich jederzeit. In deinen Tempel nach dem Fight, meine erste Anlaufstelle weit und breit. Mich zu retten ist doch dein Beschluss, dann rette mich aus dem reißenden Fluss. Du bietest mir Schutz in deinem Bunker und liebst mich so, als wär ich ein Klunker.

4  Gott, die Leute, die dich nicht schnallen, halten mich gefangen in ihren Fallen. Sie schrecken vor keiner Gewalttat zurück, gehen gegen mich vor jeden Tag, Stück für Stück. Rette du mich aus ihren Klauen.

5  Dir will ich vertrauen, immer auf dich bauen. Bist meine Hoffnung, Gott, immer mehr, ohne dich wäre ich so leer. Schon immer, seit ich laufen kann, vertraue ich dir, ich bin dein Mann!

6  Ja, seitdem ich das Licht der Welt erblickte, hast du mich gehalten, wenn ich einknickte. Wie der Stiel die Blüte hält, bist du bei einem, wenn man fällt. Vom ersten Tag an hast du mich versorgt, mir immer deine Liebe geborgt. Und jetzt will ich dich loben mein Leben lang, dich ehren, dir danken, mit Jubel und Gesang!

7  Viele sahen meine Not und mein Leiden und dachten, Gott wird mich für immer meiden. Doch du hast dich als Beschützer gezeigt, machtvoll, stark, nicht wie Cola light. Denn du stehst nicht auf fettarm und Diät, wenn’s um die Errettung deiner Schöpfung geht.

8  Deswegen bist du meine Nummer eins, dich zu loben ist der Grund meines ganzen Daseins. Tag für Tag will ich dich preisen mit allen möglichen Lebensweisen.

9  Jetzt, da ich alt bin und Faltencreme brauch, mich meine Kräfte verlassen und auch mein Lebenshauch: Verlass du mich nicht, sondern bleib bei mir, verstoß du mich nicht, mir geht’s nur gut bei dir.

10  Meine Feinde treffen sich schon zusamm’, ich bin hilflos wie ein gefallenes Lamm. Sie wollen wieder an mich ran, planen einen Anschlag, bald greifen sie an.

11  Sie sagen: „Gott ist nicht mehr bei ihm geblieben, keiner schützt ihn jetzt mehr vor unseren Hieben. Nun ist der beste Zeitpunkt, Leute. Auf ihn, packt ihn, die ganze Meute.“

12  Gott, warum bist du so weit weg? Ich verzweifle hier in meinem Dreck. Komm doch, schnell, ich brauche dich. Bitte lass mich jetzt nicht im Stich!

13  Sie wollen mich ins Unglück stürzen, mit jedem Mittel mein Leben verkürzen. Nichts lassen sie unversucht, sehen mich schon tot, haben mich verflucht. Bitte, Chef, lass ihnen nichts gelingen, befreie mich aus diesen Todesschlingen. Ich hab keine Kraft, um mein Leben zu ringen. Aber du kannst sie zu Boden zwingen.

14  Meine Hoffnung auf dich stirbt zuletzt, ich will für dich rocken, dass es fetzt. Immer mehr, immer länger, für immer bin ich dein „Dankliedsänger“.

15  Auf diese Aussage mach ich den Lauten, alle, die beharrlich auf dich bauten, wissen genau, auf dich ist Verlass, du errettest Mengen ohne Hass ‚en masse‘. Ich will erzählen, wie du aus der Not befreist, du tust viel mehr als jeder erfundene Schutzgeist.

16  Deine machtvollen Taten sind die besten, das werd ich jedem eintrichtern, allen Dichtern, allen Gesichtern, auch den Hochzeitsgästen auf allen Festen. Du hältst Wort, gehst nicht hinfort, bei dir ist der Heilort, du heilst sofort. Das allein werde ich allen verchecken, auf der ganzen Welt, an allen Ecken.

17  Von dir habe ich alles gelernt, schon als ich ein Teen war, hast du dich nicht von mir entfernt. Seit damals bis heute, von diesen Ausgangsdaten, erzähle ich allen von deinen Wundertaten.

18  O Gott, lass mich jetzt bloß nicht im Stich, ich bin alt, grau und bitte dich ausdrücklich: Gib mir noch so viele Lebenstage, dass meine Kinder und Enkel deine Ansage in meinem Leben noch von mir erfahren, deine mächtigen Taten in all den Jahren.

19  Deine Treue geht bis zum Mond und zurück, du gibst uns den ganzen Kuchen, nicht nur ein kleines Stück. Gibt es jemand, der so cool ist wie du? Niemand, mein Gott, so „I really love you!“.

20  Not und Leiden hast du mir zwar nicht erspart, aber mich vor dem sicheren Tod bewahrt!

21  Du schenkst mir mehr Ansehen als je zuvor und gibst mir mehr Kraft als jeder Atomreaktor. Du ehrst mich, hebst mich von der Gesellschaft empor, das tröstet mich mehr als jeder Seelendoktor.

22  Drum schließ ich die Gitarre am Verstärker an und danke dir für deinen genialen Plan. Mit dem E-Bass lob ich die Treue des heiligen Gottes Israels, weil ich mich so freue.

23  Ich singe und springe vor lauter Freude, während ich keine einzige Sekunde dabei vergeude, dich zu loben ohne Rast, weil du mich mal wieder gerettet hast.

24  Du hast wirklich Wort gehalten, mit Liebe mich immer aufrechterhalten. Meine Feinde haben es nicht geschafft, und nun sind sie dahingerafft!

Mein Schlüsselvers für heute

Doch ich will jederzeit hoffen und vermehren dein Lob.
(Ps 71:14)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Der Psalmist ist alt und sieht sein Leben als stilles Zeugnis, damit andere sehen sollen, was Gott an ihm getan hat. Wenn wir uns dem Lebensabend nähern, erkennen wir, dass Gott in der Vergangenheit unsere beständige Hilfe war. Ich bin mittlerweile 63 Jahre und kann das nur bestätigen. Zurückblickend sehe ich den roten Faden, den Gott durch mein Leben zieht, wo er überall „da“ war, wo er mich aus schlimmen Situationen gerettet hat und ja auch Wunder getan, wo es so gar keine menschliche Erklärung dafür gibt und ich nur staunen kann. (Und ja, ich getraue es mir auch keinen zu erzählen, man würde mich für bekloppt halten und nicht das Wirken Gottes). Aber Vater, ich weiß, dass es dein Werk war und dass du mich weiter bis ans Ende meiner Tage führen wirst. Ich habe manchmal Angst vor dem, was die nächsten Jahre kommen kann und ich versuche immer wieder sie wegzuschieben, mir sagen, dass du mich bis hierher geführt hast und es auch weiter tun wirst. Aber eine Restangst bleibt. Bitte Vater, nimm sie mir, lass mich den jeweiligen Tag leben, leben für dich und nicht darüber grübeln, wie schwer es werden könnte. Aber ich freue mich auch, wenn ich endlich diesen Leben geschafft habe, dass die ganze mühsame Zeit vorbei ist und dann endlich alles gut wird. Gut für immer. …


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