Einleitung in den Jakobusbrief

Dieser Brief ist eine Besonderheit im Neuen Testament, weil Gott in seiner Gnade sein irdisches Volk anspricht. Jakobus richtet sich an gläubige und ungläubige Israeliten. Sein Brief ist ein sehr praktischer, der zum Leben des Glaubens in der Gesinnung des Herrn Jesus ermahnt – eine Botschaft, die auch uns angeht. Ein solches Leben zeigt sich durch ein entsprechendes Verhalten, durch Glaubenstaten, die die Menschen sehen können.

Wenn Jakobus von einer Rechtfertigung aus Werken schreibt, dann steht dies nicht im Widerspruch zur Lehre im Römerbrief, wo Paulus von der Rechtfertigung allein aus Glauben redet.

Wenn Paulus in Römer 3:28; 5:1 und Galater 2:16 von der Rechtfertigung aus Glauben spricht, meint er damit das Verhältnis des Menschen zu Gott. Vor ihm kann kein Mensch durch gute Werke oder Erfüllung des Gesetzes gerechtfertigt werden. Als Sünder ist er dazu unfähig. Nur der Glaube an den Herrn Jesus führt zur Rechtfertigung vor Gott. Diese Rechtfertigung ist eine Gerechtsprechung vonseiten Gottes.

Wenn Jakobus von einer Rechtfertigung durch Werke spricht, dann denkt er an Gläubige, nicht an Sünder. Die Werke von denen er hier schriebt, sind nicht Gesetzeswerke, sondern Glaubenstaten (meine Einfügung: z.Bsp. Nächstenliebe). Die Rechtfertigung erfolgt nicht vor Gott, sondern vor den Menschen. Diese Werke sind Beweise für den im Herzen vorhandenen Glauben. Wenn man bei einem Menschen keine Auswirkungen seines Glaubens in Form von Werken sieht, ist es fraglich, ob er überhaupt Leben aus Gott hat.

(Quelle: Tägliches Manna 2011)


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