Tag 487 + 488 – Jesaja 38

Gott hört auf das Gebet von Hiskija

1  Dann gab es mal eine Zeit, wo Hiskija plötzlich todkrank wurde. Der Prophetentyp Jesaja kam auf Besuch vorbei und hatte keine so tollen Nachrichten. „Gott hat mir gesagt, Sie können sich schon mal dadrauf einstellen, dass Sie bald sterben werden!“

2  Hiskija drehte sich in seinem Bett zur Wand und fing an zu beten:

3  „Mann, Gott, das kann doch nicht wahr sein! Hör mal, ich hab doch immer alles getan, was du wolltest, ich war dir treu. Ich hab immer radikal mit dir gelebt und alles durchgezogen, was du zu mir gesagt hast.“ Hiskija heulte voll los.

4  Plötzlich redete Gott mit Jesaja. Er sagte ihm:

5  „Geh noch mal zum Hiskija und richte ihm Folgendes aus: ,Das kommt jetzt von Gott, dem Gott, an den auch dein Urgroßvater David geglaubt hat: Ich habe deine Gebete gehört, und ich hab auch gesehen, wie du geweint hast. Pass auf, du kriegst noch mal 15 Bonusjahre dazu.

6  Ich werde dir auch bei dem Problem mit diesem Präsidenten von den Assyrern helfen, und Jerusalem werde ich auch beschützen.

7  Damit du glaubst, dass diese Nachricht auch wirklich von mir, Gott, kommt, werde ich folgendes fette Wunder tun.

8  Und zwar werde ich die Zeit jetzt einfach mal zehn Stunden zurückdrehen.“ Und als er das Hiskija sagte, passierte genau das! Zack, plötzlich drehten sich alle Uhren um zehn Stunden zurück!

Ein Gebet von Hiskija

9  Als Hiskija wieder gesund war, hat er folgendes Gebet aufgeschrieben:

10  Als ich völlig kaputt und am Ende war, sagte ich: ‚Gott, soll ich etwa jetzt schon sterben? Und das, obwohl ich gerade mal vierzig bin? Zockt man mir meine letzten Jahre einfach weg?

11  Ich werde bald tot sein, und dann darf ich Gott nicht mehr live und in Farbe erleben. Wenn ich bei den Toten bin, kann ich ja auch keine Menschen mehr treffen, die noch lebendig sind.

12  Mein Haus wird abgerissen, alles wird mir weggenommen. Sie bauen mein Leben ab wie ein altes Zelt. Wie einen Socken, der fertiggestrickt wurde, so wurde mit mir Schluss gemacht. Ich wurde von seinem Wollknäuel losgeschnitten. Die ganze Zeit spüre ich, dass es bald mit mir zu Ende geht.

13  Schon frühmorgens bin ich total fertig. Ich schreie um Hilfe, aber wie ein Pitbull einen Knochen zerbeißt, so wurde ich zermalmt. Jeden Tag hab ich ständig das Gefühl, dass du meinem Leben heute ein Ende machen wirst.

14  Wie eine Schwalbe oder eine Drossel zwitschere ich zu dir, oder wie eine Taube gurre ich dich an. Ich sehe mit meinen schlaffen Augen zu dir nach oben. Es geht mir beschissen, Gott! Jetzt hilf mir endlich!‘

15  Aber mal im Ernst, was soll ich mir den Mund fusselig reden, nachdem er mir diese Ansage gemacht und mir geholfen hat? Stattdessen will ich Gott jeden Tag sagen, wie genial er ist, ganz egal, wie ich gerade drauf bin.

16  Gott, ich vertraue dir! Du hast mich abgecheckt. Du hast mich gesund gemacht.

17  Du hast mich immer aus den fiesesten Situationen rausgeholt. Du hast mich davor beschützt, zu sterben. Den ganzen Mist, den ich gebaut hab, hast du einfach hinter dir in den Müll geschmissen.

18  Wenn man erst mal tot ist, gibt es keinen, der einen noch toll findet. Niemand schreibt dort ein Lied über dich, und auf deine Hilfe, Gott, kann man dann erst recht nicht mehr hoffen.

19  Nur die Menschen, die noch leben, können dich toll finden und dir danke sagen, so wie ich das gerade mache. Ein Vater schwärmt seinen Kindern vor, wie treu du bist.

20  Gott war bereit, mich aus der Scheiße zu holen, er war bereit, mich zu retten. Darum sollten wir ihm immer Lieder singen oder mit Bands für ihn gute Songs in seinem Tempel spielen.

Jesajas Behandlungsmethode

21  Jesaja sagte noch, als er bei Hiskija war, dass dessen Angestellte etwas Apfelbrei nehmen und den auf seiner Haut verstreichen sollten. Dadurch wurde Hiskija dann ja wieder gesund.

22  Der fragte aber vorher noch: „Krieg ich irgendwie noch einen Beweis von Gott, dass diese Worte auch wirklich eintreffen werden?“ Und dieser Beweis war, wie gesagt, dass sich alle Uhren um zehn Stunden zurückstellten.

Mein Schlüsselvers für heute

 Herr, davon lebt man, und darin lebt auch mein Geist, dass du mich gesund und lebendig machst.
Doch zum Heil wurde mir das bittere Leid! Du hast mich liebevoll umfangen und mein Leben vor der Grube des Verderbens bewahrt. Ja, alle meine Sünden warfst du weit hinter dich.
Denn das Totenreich kann dich nicht loben, kein Toter preist dich mit Gesang. Im Grab hofft niemand auf deine Treue.
(Jes 38:16-18)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Hiskia begreift, dass sein Gebet ihm Errettung und Vergebung gebracht hat. Seine Worte „das Totenreich kann dich nicht preisen“ bedeuten entweder, dass er noch nicht um den Segen des ewigen Lebens bei Gott für die, die auf ihn vertrauen, wusste, oder schlicht, dass ein Leichnam Gott nicht loben kann. Klar ist, dass Hiskia weiß, dass er von Gott das Leben wiederbekommen hat und dass aus dem Bitteren, dass er erlebt hat, Gutes entstanden ist. Wenn wir (ich) das nächste Mal in Schwierigkeiten stecke, werde ich dich du großer Gott bitten, mir zu zeigen, was Gutes an dieser Situation ist.
Vater, ich habe gester das Buch „Über den Tod und das Leben danach“ gelesen. Auf einem Rutsch. Es ist kein christliches Buch. Die Autorin ist Wissenschaftlerin. Und soviel in diesem Buch deckt sich mit der Bibel, mit Deinem Wort. Und ich bin so froh und so dankbar, nun bestimmte Wahrheiten auch von anderer Seite gelesen zu haben. Ja, dein Wort ist war, es gibt ein Leben nach dem Tod und es wird wundervoll sein. In diesem Buch stand, dass wir von den Menschen nach dem Übergang abgeholt werden, den wir am meisten lieben. Ich will das so sehr glauben. Es wäre so wunderwunderwunderbar, wenn mich mein Mann als erster dort begrüßen wird. Und ich freue mich heute schon wahnsinnig darauf. Endlich, endlich sind wir dann wieder zusammen und können gemeinsam weitermachen. Ich freue mich so. Dieses Buch, auch wenn es nicht von dir kommt, hat mich weiter und dichter zu dir gezogen, wie so vieles in letzter Zeit. Ich komme mir gerade vor, als bereitest du mich auf etwas etwas ganz Bestimmtes vor, du führst mich, du ziehst mich und ich lasse es zu, weil du MEIN Gott bist, weil ich dir vertraue, weil du der Souverän des Universums bist, die stärkste Kraft, die es gibt.
Und um mich kleines Nichts kümmerst du dich. DANKE!


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