Tag 489 – Jesaja 39

Gott findet es nicht so toll, was Hiskija dann macht

1 In der Zeit war in Babylonien gerade Merodach-Baladan an der Macht, der aus der Familie von Baladan kam. Als der hörte, dass Hiskija schlimm krank gewesen war, es ihm jetzt aber besser ging, schickte er einen Blumenstrauß, einen großen Obstkorb, Schokolade und einen Brief. Das Ganze wurde von ein paar Angestellten Hiskija persönlich überbracht.

2 Hiskija freute sich voll dadrüber. Er lud die Angestellten zu sich nach Hause ein und zeigte ihnen sein ganzes Anwesen. Schließlich gab es sogar noch eine Führung durch das ganze Regierungsgebäude und seine eigene Villa. Er zeigte ihnen seinen privaten Waffenschrank, seinen großen begehbaren Kühlschrank mit Spezialitäten aus aller Welt, seine Sammlung von voll teuren Parfüms, seine Antiquitätensammlung, den ganzen Goldschmuck, den er besaß, und am Ende ließ er sie sogar in seine Kontoauszüge sehen, um zu zeigen, wie reich er ist.

3 Als die Männer wieder weg waren, kam der Prophetentyp Jesaja mal auf Besuch vorbei. „Was wollten diese Männer eigentlich hier?“, fragte er Hiskija. „Und woher kamen die?“ – „Die kamen aus dem Ausland, aus Babylonien“, antwortete er.

4 „Und was haben die sich in Ihrem Haus alles angesehen?“ „Eigentlich alles“, lachte Hiskija. „Es gibt nichts, was ich ihnen nicht gezeigt hätte, inklusive meiner Kontoauszüge und des ganzen Goldschmucks, der mir gehört.“

5 „Hm, hören Sie mal, was der Chef von allem, Gott selbst, dazu zu sagen hat:

6 ,Es wird eine Zeit geben, da kommt alles, was dir gehört, also der ganze Besitz, inklusive der Sachen, die du von deinem Vater geerbt hast, nach Babylon. Nichts wird davon hierbleiben.

7 Viele deiner Söhne werden nach Babylon verschleppt, und zwar auch die, die du erst noch bekommen wirst. Sie werden direkt beim Präsidenten in seinem Privathaushalt Zwangsarbeit machen müssen.“

8 „Gut, wenn Gott das so sagt, dann ist das wohl okay für mich“, meinte Hiskija. Dabei dachte er: „Solange alles friedlich abgeht, während ich noch lebe, ist das für mich okay so.“

Mein Schlüsselvers für heute

Da sagte Hiskija zu Jesaja: „Das Wort Jahwes, das du mir gesagt hast, ist gut.“ Und er fügte hinzu: „Wenn nur zu meinen Lebzeiten Frieden und Sicherheit herrschen!“
(Jes 39:8)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Hiskia ahnte nicht, dass die Babylonier, denen er so bereitwillig alles zeigte, die nächste Bedrohung werden und dass sie (und nicht die Assyrer) seine Stadt erobern würden. Jesajas Prophezeiung war umso erstaunlicher, als Babylon damals noch selbst unter der Oberherrschaft Assyriens war. Aber Hiskias sorgloses Prahlen mit seinen Schätzemn sollte sich bitter rächen. Seine Reaktion auf Jesajas Botschaft mag uns kurzsichtig erscheinen, aber er war froh darüber, dass wenigstens zu seinen Lebzeiten noch Friede herrschen würde.
Aber ist es nicht heute heute genauso? Ruinieren wir nicht unsere Erde genauso zu Lasten kommender Generationen? Auch sie müssen hier noch leben und sich ernähren können, solange Jesu noch nicht wiedergekommen ist. Oder auch die ganzen Staatsverschuldungen. Unsere Regierung wirft ja zur Zeit nur so mit den Milliarden von Euros um sich. Oder auch die Verschuldung Amerikas. Nie kann das jemand jemals zurückzahlen. Alles zu Lasten der, die vielleicht noch nicht mal geboren sind. Wie Hiskia verhalten wir uns. Auch ich will mich da nicht ausschließen. Auch ich nehme die Plastik-Obsttütchen oder die Plastik-Hundetütchen zum Beseitigen deren Hinterlassenschaften. Und ich nehme auch die Einweg-Masken, weil ich unter denen besser atmen kann als unter Stoffmasken. Und anschließend wandern sie in den Müll. Ich weiß nicht, wie ich mich aus all dem Herausnehmen kann. Ja, es sind „nur“ kleine Dinge bei mir. Ich fliege nicht, ich fahre kein Auto, mein Kleiderschrank ist überschaubar. Aber auch auf die kleinen Dinge kommen es an, denn die summieren sich auch zu einem großen Berg. Wie kommt man heraus aus diesem Hamsterrad, dass sich immer schneller dreht? Ich weiß es nicht. Ich hoffe nur, dass Jesus bald wiederkommt. Sehr bald.


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