Tag 513 – Jesaja 53

Der neue Held kommt von unten

1  Wer hat damals diese Nachricht wirklich geglaubt? Wer hat die Kraft von Gott wirklich live mitbekommen?

2  Der neue Held kam ganz von unten, wie eine kleine Pflanze wuchs er aus einem ausgetrockneten Boden raus. Er kam nicht heftig rüber, er sah nicht wie ein großer Held aus. Als wir ihn bemerkten, machte er keinen großen Eindruck auf uns, es war nicht so, dass wir ihn sofort supergeil gefunden hätten.

3  Die Menschen hatten überhaupt keinen Bock auf ihn und behandelten ihn wie den letzten Dreck. Er musste heftige Schmerzen kennenlernen. Es war so, dass wir ihn einfach ätzend fanden, wir hatten keinen Respekt vor ihm.

4  Aber er hat die Bestrafung für unsere Fehler übernommen. Wir dachten uns, dass er das verdient hat, dass das eine Bestrafung von Gott wäre und dass der ihn schlägt und runterdrückt. Dadurch ging es ihm auch echt dreckig.

5  Aber in Wahrheit musste er wegen unserem Mist so heftig leiden. Weil wir Dinge tun, die Gott uncool findet, wurde er fertiggemacht. Er übernahm die Strafe für uns, damit wir frei werden. Durch seine Schmerzen und Verletzungen kam bei uns alles wieder in Ordnung.

6  Wir waren total durcheinander, wir hatten uns alle verlaufen, so als wären wir in einer fremden Stadt ohne Stadtplan. Jeder hat getan, was er gerade für richtig hielt. Trotzdem hat Gott ihn für unseren ganzen Mist bluten lassen.

7  Er wurde geschlagen, aber er hat alles mit sich machen lassen und sich nicht beschwert. Es war fast so wie bei einem kleinen Schaf, was man zum Metzger bringt, damit es dort getötet und geschlachtet wird. Oder es war wie bei so einem Schaf, das sich ohne zu blöken die Wolle abrasieren lässt. Er hat einfach nichts gesagt.

8  Der Knast und die Gerichtsverhandlung haben ihm den Rest gegeben, aber kein Schwein hat sich dadrum gekümmert. Man hat ihn aus dem Leben rausgekickt, er wurde zum Tod verurteilt, wegen der Verbrechen, die eigentlich seine Leute gemacht hatten.

9  Sein Grab war in der Ecke vom Friedhof, wo nur Verbrecher wie Geldhaie und andere Abzocker liegen. Denn er hatte nichts ausgefressen, er hatte noch nicht mal gelogen oder so was.

10  Trotzdem wollte Gott das so. Er wollte, dass er kaputt gemacht wird, und er hat ihn leiden lassen. Weil er sein eigenes Leben einsetzt für den Mist, den andere gebaut haben, wird er wieder lebendig werden. Sein Leben wird verlängert, und er wird noch mit seinen Kindern und Enkelkindern spielen können. Alles, was Gott will, wird dann durch ihn passieren.

11  Weil er so derbe gelitten hat, wird sehr viel Gutes daraus entstehen. Er wird wieder nach oben kommen und satt werden. Er hat kapiert, worum es geht. Dieser korrekte Typ, der Mitarbeiter von Gott, wird vielen helfen, gut draufzukommen. Er wird die Strafe abbekommen für den Mist, den andere gemacht haben. Er macht alles wieder gut.

12  Darum will ich, dass er einer von den ganz Großen wird. Er wird sich mit den Mächtigen dieser Welt die Beute teilen. Weil er komplett tot war und weil er sich wie ein Schwerverbrecher behandeln ließ, wird das so sein. Er ließ sich für die Verbrechen der Leute bestrafen. Er hat sich für die, die Mist bauen, eingesetzt.

Mein Schlüsselvers für heute

Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt.
Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält.
Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz, und durch seine Striemen sind wir geheilt.
(Jes 53:4-5)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

In diesem Kapitel wird das Thema de Messias Jesus, der für die Sünden aller Menschen leidet, weiter ausgeführt. Es ist eine erstaunliche Prophezeiung. Kaum zu glauben, dass Gott die Welt nicht durch einen triumphierenden König rettet, sondern durch einen demütigen, leidenden Knecht. Das geht völlig gegen den Strich unseres menschlichen Denkens und Stolzes. Aber Gott geht oft Wege, die wir nicht erwartet haben. Die Stärke des Messias zeigt sich gerade in seiner Demut, seinen Leiden und seiner Barmherzigkeit.

Wie konnte ein im Alten Testament aufgewachsener Mensch den Gedanken, dass Christus buchstäblich an unserer Stelle starb und die Strafe für unsere Sünden auf sich nahm, verstehen? Es gab natürlich den Opferkult, aber es ist eine Sache, ein gewöhnliches Lamm zu opfern, und eine ganz andere, Gottes erwählten Diener als Opferlamm zu sehen. Gott zieht hier den Vorhang der Zukunft ein Stück zur Seite, um den Zeitgenossen Jesajas einen kleinen Blick auf das Leiden des kommenden Messias und die daraus entstehende Vergebung für alle Menschen zu gewähren.

Ob die Menschen es wirklich verstanden? Oder nur einige? Wenn ich heute die Offenbarung lese (das ist ja auch ein „Zukunftsbericht“, dann verstehe ich nur Bahnhof. Aber es gibt doch auch einige, die das verstehen oder glauben, es zu verstehen. Oder Gott hat es mir noch nicht erschlossen, weil es jetzt nicht wichtig für mich ist. Ich bin überzeugt davon, dass alles, was für jetzt und heute eine Bedeutung für mich hat, Gott mir beibringt, ich auch verstehen kann. Und irgendwann kommt auch die Offenbarung….


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