Tag 535 + 536 + 537 – 3. Mose 4

Gottes Schöpfung … @weena
Opferrituale, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat

1  Dann hatte Gott noch ne Ansage für Mose:

2  „Mose? Bitte richte deinen Leuten Folgendes aus: Falls einmal irgendjemand von euch aus Versehen Mist baut, ohne dass er das eigentlich wollte, dann gilt folgende Regel:

Wenn der höchste Priester Mist gebaut hat

3  Wenn der höchste Priester bei euch versehentlich eins von den Gesetzen bricht, müssten dadurch eigentlich alle Leute leiden. Aber wenn er so ein Opferritual mit einem Stier macht, der voll okay ist, dann geht das wieder klar.

4  Er muss mit dem Stier zum Eingang vom besonderen Zelt gehen und seine Hand dort auf dessen Kopf legen. Dann schlachtet er es an der Stelle vor dem Zelt.

5  Als Nächstes nimmt er in einem Becher ein wenig von dem Blut mit in das Zelt rein.

6  Jetzt soll er sieben Mal mit seinen Fingern in das Zeug reintunken und das Blut vor dem Vorhang, der vor dem allerderbsten Bereich hängt, auf den Boden tropfen lassen.

7  Dann soll er etwas von dem Blut an die Hörner streichen, die vorne an dem Tisch sind, wo die Räucherstäbchen drauf abgefackelt werden. Der steht ja im vorderen Bereich vom Zelt. Den Rest soll er unten an den großen Opfertisch schütten, der am Eingang vor dem Zelt steht.

8  Als Nächstes sollen die Fettstücke von dem Tier rausgeschnitten werden, also das ganze Fett, was an den Eingeweiden im Inneren von dem Tier liegt.

9  Die beiden Nieren mit dem Fett, das da dran ist, und auch das Fett von der Leber musst du auch rausschneiden.

10  Im Grunde alles genau so, wie du es bei dem Dankopfer mit dem Rind machen sollst. Diese Fettstücke müssen alle auf dem Altar verbrannt werden.

11  Das Fell von dem Tier, das ganze Fleisch, sein Kopf, die Beine, die Eingeweide inklusive der Scheiße,

12  also den ganzen Rest von dem Tier soll man dann rausbringen aus eurem Lager. An einem Platz, den man sauber halten muss und wo man auch die Asche hinschüttet, soll man dann das Ganze auf einem Holzfeuer verbrennen.

Wenn alle Israeliten Mist gebaut haben

13  Was, wenn jetzt mal die ganze Gemeinschaft der Israeliten aus Versehen richtig Mist gebaut hat und sie das noch nicht mal selbst gemerkt haben? Was, wenn sie unabsichtlich gegen irgendeins von den Gesetzen verstoßen haben?

14  Wenn sie bemerkt haben, dass sie gerade total danebenlagen, sollen sie einen jungen Stier nehmen und so ein Opferritual machen, womit man Dinge wieder in Ordnung bringt. Das Ganze bitte vor der Tür von dem besonderen Zelt.

15  Die Chefs der Gemeinde sollen dann den Stier nehmen, ihre Hände auf seinen Kopf legen und dann, mit Gott als Zeuge, das Teil schlachten.

16  Der Oberpriester soll dann ein bisschen von dem Blut nehmen und es in das besondere Zelt tragen.

17  Dann soll er seine Finger in das Blut reintauchen und es siebenmal auf den Boden vor dem Vorhang tropfen lassen.

18  Dann soll er noch etwas von dem Blut an die Hörner von dem Tisch für die Räuchersachen schmieren, im Zelt. Den Rest vom Blut soll er unten an dem großen Tisch, dem Altar, ausschütten, der am Eingang vom Zelt steht.

19  Das Fett von dem Tier soll er aber aufheben und es auf dem Altar abfackeln.

20  Er soll alles genau so durchziehen, wie er es auch sonst mit dem Stier gemacht hat, wenn jemand Mist gebaut hat. Dadurch sorgt der Priester dafür, dass alle Fehler verziehen sind und wieder alles okay ist zwischen den Menschen und mir, eurem Gott.

21  Was von dem Stier übrig bleibt, muss (genau wie bei dem Opferding für den höchsten Priester, wenn der Mist gebaut hat) aus dem Zeltlager rausgebracht werden. Dort soll man es verbrennen. So geht das Opferritual, bei dem das ganze Volk der Israeliten Dinge mit mir, eurem Gott, wieder in Ordnung bringen kann.

Wenn der Chef von einem Familienstamm Mist gebaut hat

22  Was, wenn jetzt ein Chef von einer Familie bei euch aus Versehen Mist gebaut hat, obwohl er das eigentlich gar nicht wollte?

23  Dann soll der, sobald ihm klargeworden ist, dass er gerade Scheiße gebaut hat, sich eine gute und gesunde Ziege organisieren.

24  Er muss dann seine Hand auf ihren Kopf legen und sie am Eingang vom besonderen Zelt schlachten – genau dort werden ja auch die Tiere geschlachtet, die für ein Abfackelopfer verwendet werden sollen. Das nennt man dann ein ‚Opfer, das Dinge wieder in Ordnung bringt, wenn man Mist gebaut hat‘.

25  Der Priester taucht dann anschließend seine Finger in das Blut von der Ziege und streicht es an die Hörner von dem großen Tisch, dem Altar. Den Rest vom Blut kann er auf den Boden vor dem Altar schütten.

26  Das ganze Fett soll er genauso verbrennen, wie er es auch bei dem Dankopfer gemacht hat. Wenn das so gemacht wird, kommt der Chef von dem Familienstamm wieder mit mir in Ordnung, und alles ist gut.

Wenn sonst irgendwer Mist gebaut hat

27  Wenn sonst irgendjemand aus Versehen gegen meine Gesetze verstößt,

28  soll der sich, sobald er kapiert, dass er gerade richtig Mist gebaut hat, so ein Opferritual machen. Dafür nimmt er eine gute und gesunde Ziege.

29  Dann legt er seine Hand auf den Kopf von der Ziege und schlachtet sie genau an der Stelle, wo man die Tiere schlachtet, die als Abfackelopfer verbrannt werden sollen.

30  Anschließend nimmt der Priester was von dem Blut und streicht es an die Hörner, die an dem großen Opfertisch sind. Den Rest vom Blut schüttet er unten hin.

31  Die Fettteile von dem Tier werden genauso rausgeschnitten wie bei dem Dankopfer. Der Priester verbrennt das Fett für mich, und ich freue mich darüber. So bringt man Sachen wieder in Ordnung, und ich, euer Gott, verzeihe demjenigen, der Mist gebaut hat.

32–35  Man kann übrigens auch ein Schaf nehmen, wenn gerade keine Ziege am Start ist. Es muss aber ein weibliches und ein gutes und gesundes Tier sein. Man zieht das dann ganz genau so durch wie bei der Ziege. Die Fettteile werden schön vom Priester auf dem Altar abgefackelt. So bringt er Sachen wieder in Ordnung, die zwischen Gott und ihm standen. Der verzeiht dann den ganzen Mist, den er gebaut hatte.

Mein Schlüsselvers für heute

Jahwe sagte zu Mose:
„Gib den Israeliten weiter: Wenn jemand unabsichtlich etwas tut, was Jahwe verboten hat, und gegen irgendein Gebot Jahwes verstößt, gilt Folgendes: …
(3Mo 4:1-2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Wer hat nicht schon mal etwas Unrechtes getan und erst später bemerkt? Jeder. Ich. Obwohl die Sünde unabsichtlich geschehen ist, ist sie trotzdem Sünde. Eine der Absichten von Gottes Geboten war, den Israeliten ihre unabsichtlich Sünden bewusst zu machen, damit sie diese Sünden bewusst zu machen, damit sie diese Sünden nicht wiederholen und damit ihnen diese Sünden vergeben werden konnten.
Das Sündopfer galt den Menschen, die 1) eine Sünde begingen, ohne es zu merken, oder 2) eine Sünde aus Schwäche oder Nachlässigkeit begingen, im Gegensatz zu offener Auflehnung gegenüber Gott.
Was für mich bis jetzt völlig neu ist, dass Gott beim Sündopfer Unterschiede gemacht hat, von WEM sie begangen wurden. Sie richteten sich danach, welche Verantwortung sie trugen. Ein Priester oder die ganze Gemeinschaft oder der Stammesfürst oder jemand aus dem Volk. Gott wichtet also die Sünden unterschiedlich.
Nun geht mir durch den Kopf, wie ist es heute? Für Gläubige, die Jesus als ihr Opfer anerkennen, ist es doch egal??? Und für Ungläubige dann doch auch? Sünde zieht doch immer den Tod nach sich.
Für uns hilft doch das Lesen über diese ganzen Opfer doch vor allem darin, Sünden zu erkennen, sie bewusst zu machen, sie abzustellen und sie vor Jesus zu bringen.
Also im Moment bilden sich gerade Knoten in meinem Kopf …. Ich glaube, ich muss noch ein bisschen darüber nachdenken und bitte meinen großen Gott, dass er mir den Heiligen Geist vorbeischickt, um diese Knoten zu entwirren, denn eigentlich dürfte das doch kein schwieriges Thema sein. Und wenn nicht heute oder jetzt, dann verstehe ich es bestimmt, wenn ich das nächste Mal im 3. Buch Mose vorbeischaue. Das Bibellesen beginnt ja immer wieder neu. Eine Endlosschleife … und bei jeder neuen Schleife verstehe ich ein bisschen mehr, kommen neue Fragen und neue Antworten ….


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