Tag 550 + 551 – 3. Mose 10

Ein gigantischer Fehler und seine Folgen

1  An einem Tag nahmen Nadab und Abihu, zwei Söhne von Aaron, eine Stahlpfanne, legten da glühende Holzkohle und Räucherstäbchen rein und gingen damit in das ganz besondere Zelt. Aber sie hatten dabei einen Riesenfehler gemacht, weil sie es nicht so machten, wie Gott es gesagt hatte. Denn der wollte ja, dass für solche Sachen die Holzkohle immer von dem großen Tisch, dem Altar, genommen werden sollte.

2  Plötzlich kam ein Blitz aus dem Himmel, und die beiden fielen tot um.

3  Mose sagte zu Aaron: „Jetzt ist genau das passiert, wo Gott uns schon mal ne Ansage drüber gemacht hat. Er sagte doch: ,Mit mir kann man keine Spielchen spielen, ich bin heilig. Die Leute, die mir ganz nahe kommen dürfen, sollen sich richtig vorbereiten und die Regeln beachten, die ich dazu gegeben habe. Ich will, dass alle Leute sehen, dass ihr Respekt vor mir habt.‘“ Aaron war voll fertig.

4  Dann holte Mose die Söhne von Aarons Onkel Usiel, Mischael und Elizafan. Zu denen sagte er: „Los, jetzt schafft die Leichen von euren Verwandten aus dem besonderen Zelt raus. Bringt sie vor das Lager!“

5  Die gehorchten Mose sofort. Sie brachten die beiden Leichen in ihren Priesterklamotten an einen Ort, der außerhalb des Lagers lag.

6  Mose meinte dann: „Eure Brüder und auch die anderen Israeliten können ruhig trauern, dass die beiden Männer von Gott bestraft worden sind, das ist okay. Aber euch soll man das nicht anmerken. Ihr sollt ganz normal gestylt rumlaufen und keine schwarzen Sachen anziehen. Sonst werdet ihr auch sterben, und Gott wird richtig angefressen sein, auf euch und auf die ganze Gemeinschaft.

7  Auf keinen Fall dürft ihr euch zu weit vom besonderen Zelt entfernen. Wenn ihr das tut, seid ihr tote Leute. Ihr seid ja schließlich durch das besondere Öl an Gott übergeben worden, ihr seid Priester! Vergesst das nicht!“ Aaron und seine Söhne taten alles genau so, wie Mose es ihnen gesagt hatte.

Gott sagt noch mal genau, was ein Priester draufhaben muss

8  Gott sprach dann mal selbst mit Aaron:

9  „Hör mal, wenn einer von euch Priestern, also egal ob du selber oder einer deiner Söhne, in das ganz besondere, heilige Zelt kommt, dann muss er da auch drauf vorbereitet sein. Er sollte keinen Alk drin haben, sonst wird er sterben! Dieses Gesetz gilt ab heute für immer.

10  Ihr müsst einfach lernen zu unterscheiden, was stinknormal und was heilig, also was ganz Besonderes, ist. Ihr müsst unterscheiden können, wann etwas okay und sauber ist und wann nicht.

11  Aaron, es ist total wichtig, dass ihr den Israeliten die Gesetze beibringt! Ihr müsst ihnen alles erklären, müsst ihnen erzählen, was ich durch Mose den Leuten für Ansagen gemacht hab!“

12  Später besuchte Mose dann Aaron und seine beiden Söhne, die noch übrig geblieben waren, den Eleasar und Itamar. „Die Reste von den Essensopfern, die ihr durchzieht, könnt ihr behalten. Aber tut keine Hefe dazu!

13  Das könntet ihr dann beim Altar verspachteln. Dieses Essen ist etwas ganz Besonderes, es ist heilig. Diese Ansage hab ich von Gott. Die Reste von dem Essensopfer gehören dir, Aaron und deiner Familie. Das gilt ab jetzt für immer.

14  Die Brust und das Bein von den Tieren, die als Dankopfer verspachtelt werden, gehören auch euch und euren Familien. Ihr könnt die Sachen an einem guten Ort essen, der okay ist für Gott. Und bei dem Essen können alle aus der Familie dabei sein, deine Kinder und auch die Frauen.

15  Vorher sollt ihr aber beides zusammen mit den Fettteilen vom Tier, das ihr geschlachtet habt, an den Altar bringen. Dort sollt ihr es dann durch Hin-und-her-Schwenken symbolisch Gott übergeben. Danach könnt ihr damit machen, was ihr wollt, es gehört euch. So soll das jetzt für immer abgehen. Gott hat das so befohlen.“

16  Mose fragte dann mal nach, was eigentlich aus der männlichen Ziege geworden war, die man für dieses Opfer geschlachtet hatte, das man macht, wenn man aus Versehen Mist gebaut hat. Es stellte sich heraus, dass sie es falsch gemacht hatten. Sie hatten auch das ganze Fleisch und das Fell mit verbrannt. Mose war richtig angefressen auf Eleasar und Itamar.

17  „Mann, was sollte das denn bitte? Die Ansage war doch, dass das Fleisch von dem Opfer im Hof vor dem besonderen Zelt gegessen werden soll. Das ist doch total heilig! Gott hat es euch anvertraut, weil ihr zwischen ihm und den Leuten vermitteln sollt. Ihr könnt dadurch die Sachen wieder in Ordnung bringen, wenn sie Mist gebaut haben!

18  Das Tier hätte nur dann verbrannt werden dürfen, wenn man das Blut vorher in das besondere Zelt zu Gott gebracht hätte. So wie ihr das jetzt durchgezogen habt, hätte man das Fleisch aber direkt im Hof vom besonderen Zelt essen müssen. So hatte ich es euch doch gesagt!“

19  Aaron meinte zu Mose: „Hey, du hast doch mitbekommen, dass mir heute so etwas total Bescheuertes passiert ist. Meinst du, Gott hätte das okay gefunden, wenn wir heute das Fleisch von dem Opferritual gegessen hätten, mit dem man Sachen wieder in Ordnung bringt?“

20  Als Aaron das gesagt hatte, war Mose wieder besänftigt. Er ließ die Sache dann in Ruhe.

Mein Schlüsselvers für heute

 Zwei Söhne Aarons, es waren Nadab und Abihu, nahmen ihre Räucherpfannen, legten Glut und Räucherwerk darauf und brachten Jahwe ein unerlaubtes Feueropfer, das er ihnen nicht geboten hatte.
Da ging Feuer von Jahwe aus und verzehrte sie. So starben sie vor Jahwe.
(3Mo 10:1-2)

Meine Erkenntnis des Tages

Was für ein anderes Feuer haben Nadab und Abihu dem Herrn gebracht? Das Feuer auf dem Brandopferaltar durfte nie ausgehen, was darauf hinweist, dass es heilig war. Möglicherweise brachten Nadab und Abihu Kohlen von einem anderen Feuer zum Altar und entheiligten dadurch das Opfer. Es wird ebenfalls angenommen, dass die beiden Priester ein Opfer zu einer unvorschriftsmäßigen Zeit darbrachten.
Gleichgültig welche Erklärung richtig ist, steht fest, dass Nadab und Abihu ihr Priesteramt mit einer ungeheuren Handlung der Respektlosigkeit gegenüber Gott missbrauchten, der kurz zuvor mit ihnen die korrekte Durchführung des Gottesdienstes genau besprochen hatte. Als Führungspersönlichkeiten hatte sie eine besondere Verantwortung, Gott zu gehorchen. In ihrer Stellung konnten sie leicht viele Menschen irreführen. Wenn Gott uns beauftragt hat, andere zu führen oder zu unterweisen, müssen wir darauf achten, nahe bei ihm zu bleiben und seine Anweisungen zu gehorchen.
Aarodns Söhne achten nicht auf die Befolgung der Opfergesetze. Deshalb tötete Gott sie mit einem Feuerstrahl. Die Opferhandlung war ein Akt des Gehorsams. Ihre richtige Ausführung war ein Zeichen für die Hochachtung, die sie Gott entgegenbrachten. Auch wir (ICH) werden leicht nachlässig in unserem Gehorsam gegenüber Gott und leben so, wie wir es für richtig halten, anstatt uns nach Gottes Willen auszurichten. Es ist aber nicht leicht in dieser verrückten Zeit. War es jemals denn leicht? Nein, natürlich nicht.
Gott hat stets gute Gründe für seine Gebote, und wir setzen uns immer einer Gefahr aus, wenn wir Gott bewusst oder unbewusst ungehorsam sind. Nein, vermutlich kommt kein Feuerstrahl vom Himmel, aber wir können völlig abtriften und es wird sehr schwierig und bringt viel Leid mit sich, wieder auf den richtigen Weg zurückzukommen. Ich weiß, worüber ich spreche. Ja, Gott hat mich zurückgeholt, aber das Tal war sehr sehr sehr tief…

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich bin dir so dankbar, dass du mich nicht hast ganz fallen lassen, sondern mich zurückgeholt hast. So bist du wieder bei mir und führst mich durch die Tage. Heute früh habe ich eine Vorabankündigung per Mail bekommen, dass ich einen Brief vom Amtsgericht bekomme und ich hab keine Ahnung, was das sein könnte. Vater, du weißt es, kannst du mir nicht die Grübelei abnehmen? Die einzigen beiden Male, wo ich Post vom Amtsgericht bekommen habe, war jemand gestorben und ich wurde darüber informiert. Ist wieder jemand gestorben? Ich werde diese Vorabankündigung wied4r abbestellen. Es hilft mir nicht weiter, wenn ich dann über jeden unerwarteten Brief nachgrüble.
Vater, ich habe noch ein ganz dringenden Wunsch. Vater, du kennst A. und du kennst seine Situation mit seiner Wohnung. Du weißt auch, wie sehr ihn das belastet und er alles erdenklich Mögliche versucht, was in seiner eigenen Kraft steht … Ausgang ungewiss. Bitte, lieber Vater, kannst du dich nicht um diese Wohnung kümmern? Bitte! Du kennst alle Umstände, du kennst ihn, du kennst den Verwalter. Du weißt, was richtig ist und am Besten für alle. Das wäre so gut. Dann kann ich ihm am Sonntag sagen, dass ich es an dich abgegeben habe. Dass du dich kümmerst und es macht dir die Ehre, dass du der Souverän über alles ist, auch über eine 41qm große Wohnung. Das übergebe ich dir im Namen Jesu.
Es ist so gut, dass es dich gibt.
Amen


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