Tag 552 + 553 + 554 + 555 – 3. Mose 11

Gottes Schöpfung … @weena
Gesetze, welche Tiere man essen darf

1  Gott hatte dann noch für Mose und Aaron eine Ansage.

2  Sie sollten den Israeliten Folgendes ausrichten: „Es gibt Tiere, die dürfen auf eurer Speisekarte stehen, und es gibt andere Tiere, die sollt ihr nicht snacken.

Welche man von den Tieren, die auf dem Land leben, essen darf

3  Von den Tieren, die auf dem Land leben, dürft ihr alle essen, die erstens ’ne gespaltene Hufe haben und zweitens nur Pflanzen futtern.

4  Ihr dürft aber nur die Tiere essen, auf die wirklich beides zutrifft und nicht nur eine Sache. Dazu kommen jetzt mal ein paar Beispiele. Einmal sind da die Kamele. Kamele sind für mich dreckige Tiere. Die sind zwar Pflanzenfresser, aber sie haben keine geteilten Hufe.

5–6  Und auch Kaninchen und Hasen sind nicht okay. Die fressen zwar nur Pflanzen, aber die haben keine geteilten Hufe.

7  Auch Schweine sind nicht okay. Die haben zwar gespaltene Hufe, aber sie fressen nicht nur Pflanzen.

8  Von diesen Tieren dürft ihr nichts essen. Und wenn ihr davon mal ein totes Exemplar rumliegen seht, dürft ihr das auf keinen Fall anfassen. Diese Tiere zählen zu den Sachen, die nicht gut für euch sind, sie sind ‚unrein‘ und zwar komplett.

Welche man von den Tieren, die im Wasser leben, essen darf

9  Was die Tiere angeht, die im Wasser leben, gilt Folgendes: Alles, was Schuppen und Flossen hat, egal ob das jetzt in einem See lebt oder im Meer, das dürft ihr gerne essen.

10  Aber die Teile, die keine Schuppen und Flossen haben, die sind total eklig. Da lasst bitte die Finger von.

11  Von denen dürft ihr auf keinen Fall was essen, und wenn davon mal ein totes Tier am Strand rumliegt, dann macht einen großen Bogen darum.

12  Alle Tiere, die im Wasser leben und keine Flossen und Schuppen haben, da sollt ihr die Finger von lassen.

Welche man von den fliegenden Tieren essen darf

13–19  Mit den Vögeln ist das so ne Sache. Adler, Geier, Eulen und alle anderen Raubvögel, die sind auch nicht okay. Außerdem auch noch die Krähen, Schwalben, Möwen, Störche, Reiher, Straußvögel, Wiedehopfe und Fledermäuse, die sollt ihr auch nicht essen.

20  Die Insekten mit Flügeln und vier Füßen, die sind auch eklig.

21  Als Ausnahme gelten hier nur die Teile, die auf der Erde rumhüpfen können.

22  Alle Arten von Heuschrecken sind also okay.

23  Aber die anderen fliegenden Insekten mit vier Füßen gehen gar nicht.

Wie man mit Tieren umgehen muss, die schon tot sind

24–25  Folgende Tiere dürft ihr auf keinen Fall anfassen, wenn sie schon tot sind.

26–28  Das gilt für alle Tiere, die Hufe oder Pfoten haben.

29–30  Von den ganz kleinen Tieren gilt das für folgende: Mäuse, Maulwürfe, alle Arten von Eidechsen und das Chamäleon.

31  Wenn einer so ein totes Tier irgendwo rumliegen sieht und es berührt, dann ist er für den Rest des Tages auch eklig, er gilt dann als ,unrein‘. Und wenn jemand so ein totes Tier in den Müll schmeißt, dann muss er anschließend erst mal anständig unter die Dusche und seine Klamotten waschen.

32  Auch die Gegenstände, die mit einem toten Tier in Berührung kommen, werden dadurch dreckig. Egal aus was für einem Material die sind, ob aus Plastik, Holz, Leder, Fell oder sonst was. Auch egal wofür man die benutzt hat, die Sachen müssen sofort gewaschen werden und sind dann für den Rest des Tages dreckig, sie sind ,unrein‘.

33  Wenn so ein totes Tier in einen Eimer fällt oder in einen Topf, dann müsst ihr das Teil wegschmeißen und auch die Sachen, die da drin waren. Sie sind dann dreckig.

34  Jedes Essen, das mit Wasser gekocht wurde, das in so einem Eimer drin war, ist dreckig geworden, es ist ,unrein‘. Das Gleiche gilt auch für jede Art von Getränk.

35  Und wenn so ein totes Tier auf einen Herd in der Küche fällt, dann gehört das Teil auf den Schrott. Er ist nicht mehr zu gebrauchen, er ist auch ,unrein‘.

36  Falls jetzt so ein Tier mal in einen Brunnen fällt oder in ein Schwimmbad, dann ist das noch okay, es wird dadurch nicht gleich ,unrein‘. Allerdings wird derjenige, der das Teil da rausholt, erst mal dreckig.

37  So, und wenn jetzt ein totes Tier in einen Beutel fällt, wo Weizensamen oder so drin sind? Die Sachen bleiben okay, sie werden nicht ,unrein‘.

38  Wenn das Ganze jetzt aber gerade in einem Behälter mit Wasser lag, wo die Samen schon am Keimen waren, dann wird es dreckig, es ist dann ,unrein‘.

39  Das Ganze gilt auch für die Tiere, die ihr normalerweise essen dürft; wenn die irgendwo schon tot rumliegen, dann dürft ihr die nicht anfassen.

40  Wenn jemand so ein totes Tier entsorgt oder sogar was davon gegessen hat, dann muss er sofort seine Klamotten waschen.

Kriechtiere darf man nicht essen

41–42  Diese ganzen kleinen Tiere, die auf dem Boden leben, die sind nichts für euch. Ihr dürft sie auf keinen Fall essen, sie sind eklig. Egal ob die wie ein Wurm auf dem Bauch kriechen oder sich auf vier oder sogar tausend Füßen fortbewegen.

43  Wer das trotzdem tut, den finde ich erst mal total eklig, er wird dann auch ,unrein‘.

44  Hey, nicht vergessen: Ich bin der Chef, ich bin Gott und ich bin euer Gott! Ich bin etwas ganz krass Besonderes, ich bin heilig. Und darum sollt ihr auch etwas Besonderes sein! Verdreckt euch nicht mit Tieren, die auf dem Boden rumkriechen.

45  Ich bin Gott! Ich habe euch aus Ägypten rausgeholt, weil ich euer Gott sein will! Ihr sollt anders leben, ihr sollt etwas Besonderes sein. Denn ich bin auch etwas Besonderes, ich bin heilig!“

46  Diese Ansagen waren dafür da, damit die Leute unterscheiden konnten, welche Tierarten sie essen durften und welche nicht.

47  Sie wurden aufgeschrieben, um eine Hilfe zu geben, wie man zwischen Tieren, die gut oder eben „rein“ sind, und Tieren, die schlecht oder eben „unrein“ sind, unterscheiden kann. Die einen darf man essen und die anderen nicht.

Mein Schlüsselvers für heute

Denn ich bin Jahwe, euer Gott. Heiligt euch! Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig! Verunreinigt euch nicht selbst durch all das Kleingetier, das sich auf der Erde regt.
Denn ich bin Jahwe, der euch aus Ägypten geführt hat, um euer Gott zu sein: So sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig!“
(3Mo 11:44-45)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

In diesem Kapitel geht es um mehr als nur um richtiges Essen. Diese Verse sind der Schlüssel zum Verständnis all der Gesetze und Vorschriften im dritten Mosebuch. Gott wollte, dass sein Volk heilig ist. Er wusste, dass sie nur genau zwei Möglichkeiten hatten: entweder ausgesondert und heilig zu sein oder ihren heidnischen Nachbarn gegenüber Zugeständnisse zu machen und verdorben zu werden. Deshalb rief er sie aus Ägypten heraus und sonderte sie als einzigartiges Volk aus, dass ihn allein anbetet und ein moralisches Leben führt. Unter anderem aus diesem Grund erließ er Gesetze und Einschränkungen, die ihnen halfen, sowohl gesellschaftlich als auch geistlich von den sündigen heidnischen Völkern, auf die sie in Kanaan stoßen werden, getrennt zu bleiben.
Auch wir Christen sind aufgefordert, heilig zu sein (1Petr 1:15). Wie die Israeliten sollen wir geistlich von der Sündhaftigkeit der Welt getrennt sein, obwohl wir im Gegensatz zu ihnen täglich mit Ungläubigen Umgang haben. Es ist nicht leicht, in einer unheiligen Welt heilig zu sein. Doch Gott verlangt nicht, dass wir das aus eigener Kraft zustande bringen. Durch den Tod seines Sohnes „hat er euch mit sich versöhnt, um euch wieder in die Gegenwart Gottes zurückzuholen und euch heilig und makellos vor sich hinzustellen“ (Kolosser 1:22). Ist jetzt schwierig für einen Nichtchristen zu verstehen, ich finde es aber genial, wie Gott das gelöst hat. Wie alles genial ist, was er tut.

Mein Gebet für heute

Vater, ich glaube, ich beginne immer mein Gebet, dir aus vollsten Herzen zu danken. Ich meine es so tief und ehrlich, es ist keine Floskel und das weißt du auch. Ich danke dir einfach heute, weil mir wieder bewusst ist, wie großartig alles ist, was du tust, wie viel Liebe dahinter steckt und ich bin froh, nicht zu biblischen Zeiten Israelit gewesen zu sein, sondern dich heute im Hier und Jetzt kennengelernt zu haben. In der Zeit der Gnade. Dass ich eben keine Tiere opfern muss, um rein vor dir stehen zu können. Ich danke dir so.
Heute Nachmittag habe ich mich mit A. verabredet. In L.. Das wird für mich ein ganz schön anstrengender Tag. Nach dem letzten Treffen brauchte ich einen ganzen Tag, um mich davon zu erholen. Das macht mich unendlich traurig, dass ich so viel Kraft für Normales brauch, worüber andere gar nicht erst nachdenken müssen. Aber es stimmt, sich mit anderen zu vergleichen, ist der beste Weg, um unglücklich zu sein. Du hast mich so geschaffen wie ich nun mal bin. Und es war genau dein Plan. Warum sollte ich also unglücklich sein? Ein Gott, der mich genauso geschaffen hat, wie er wollte und wie es genau in seinem Plan passt, dass ich ein winziges Rädchen in seiner Schöpfung nicht umsonst bin, sondern eine wichtige Aufgabe habe. Nein, ich habe nicht die EINE GROßE wichtige Aufgabe, es sind die ganzen kleinen Puzzelteilchen. Auch die sind wichtig, sonst wird das Bild nicht komplett. Ich schreibe und schreibe und die Worte fließen aus mir heraus, so als wolltest du mich für heute aufrichten, mir Mut machen nach dieser schlechten Nacht und das wütend sein auf mich, weil ich nichtmal in der Lage bin, einen Lattenrost fürs Bett auszutauschen. T. hat sich schon angeboten, das tun. Danke Vater, danke. Danke, dass du dich um mich kümmerst. Sei heute bitte auch T. und lass sie in ihrem Umzugschaos nicht verzweifeln. Ich würde ihr so gern helfen, aber ich schaffe es nicht. Bitte, Vater, schicke ihr jemand vorbei, der ihr hilft. Es ist so wichtig für sie. Bitte Vater! Und so starte ich in diesen Tag und lass mich auf ihn ein, weil ich weiß, du bist bei mir, beschützt und behütest mich.
Amen


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