Tag 579 + 580 – 3. Mose 21

Wie Priester leben sollen

1 Gott hatte dann noch ne Nachricht für die Priesterfamilie vom Aaron, die er durch Mose ausrichten ließ: „Hört zu, Leute, keiner von euch Priestern darf sich dadurch verdrecken, dass er eine Leiche anfasst!

2 Eine Ausnahme sind eure nahen Verwandten, wenn die gestorben sind, die dürft ihr anfassen. Also die Mutter, den Vater, den Bruder oder die Kinder.

3 Man kann auch zu der Gruppe noch die Schwester zählen, falls sie noch nicht geheiratet hat und noch mit ihrem Bruder in der gleichen Bude wohnte.

4 Ihr dürft aber die Leiche von eurer Schwester nicht anfassen, wenn die schon verheiratet war.

5 Wenn einer aus der Familie gestorben ist, darf sich der Priester deswegen nicht gleich die Haare abrasieren, den Bart kürzen oder sich was in die Haut ritzen. Das machen nur die okkulten Trottel.

6 Ein Priester soll so drauf sein, dass er ganz radikal für mich lebt. Er soll für meine Sache da sein und sie respektieren. Priester verbrennen Sachen auf dem Opfertisch, dem Altar, für mich, was ja sozusagen mein Essen ist, darum müssen sie einen großen Bogen um alles machen, was ätzend ist und ,unrein‘.

7 Sie dürfen auch keine Hure heiraten und auch keine Frau, die nicht mehr Jungfrau ist. Ich will auch nicht, dass sie sich eine Frau nehmen, die schon mal verheiratet war. Priester gehören Gott, radikal.

8 Priester sollen bei euch die Stellung haben, dass jeder weiß: Den hab ich mir extra ausgesucht, weil er für mich die Opfersachen macht. Ich bin Gott, und ich bin anders. Ich hab euch extra ausgesucht, ihr gehört alleine mir.

9 Wenn die Tochter von einem Priester auf die schiefe Bahn kommt und auf dem Strich landet, zieht sie ihren Vater mit in den Dreck. Darum muss sie sterben, sie soll verbrannt werden.

10 Der Oberpriester darf bei einer Trauerfeier seine Haare nicht offen tragen oder seine Klamotten öffentlich zerfetzen. Er ist für mich in diesen Job eingesetzt worden und mit den dafür angesagten Priesterklamotten ausgestattet worden.

11 Er darf auch nicht einen Totenbesuch abstatten, dadurch wird er dreckig, er wird ,unrein‘. Das gilt auch, wenn der Tote seine Mutter oder sein Vater ist.

12 Solange in seinem Haus ein toter Mensch irgendwo rumliegt, darf er es nicht betreten. Er soll dann im besonderen Zelt bleiben. Wenn der jetzt nach Hause gehen würde und sich mit dem Toten verdreckt, würde er das besondere Zelt besudeln, weil er ja mit dem besonderen Öl aus dem besonderen Zelt zum Oberpriester gemacht wurde. Ich bin der Chef, ich bin Gott!

13 Er darf auch nur eine Frau heiraten, die vorher noch keinen Sex hatte.

14 Sie sollte auch keine Witwe sein, nicht schon vorher mit jemand anderes verheiratet und auch keine Hure sein. Er muss eine Frau aus dem eigenen Volk heiraten.

15 Sonst würde es passieren, dass seine Kinder nicht okay wären, sie sind dann auch ,unrein‘. Ich bin Gott, und ich habe ihn extra für diesen Job ausgesucht.“

16–17 Gott hatte Aaron noch mehr durch Mose zu sagen: „Wenn einer aus deiner Familie krank ist, dann darf er nicht zum Altar kommen, um für mich ein Opferritual durchzuziehen. Dieses Gesetz ist wichtig und gilt für immer.

18 Zugelassen für den Opferjob werden nur Leute, die keine Behinderung haben.

19 Auch Leute mit nur einem Arm oder Bein dürfen den nicht machen.

20 Oder Leute mit einem Buckel oder Sehfehler, oder Liliputaner, oder Leute, die die Krätze haben oder andere Hautkrankheiten, und auch keiner, der mal ordentlich einen auf die Eier bekommen hat und die jetzt kaputt sind.

21 Keiner von den Nachkommen vom Priester Aaron darf, wenn er irgend so einen Schaden hat, so ein Opferding auf dem Tisch für mich verbrennen.

22 Er darf aber von den Sachen essen, die man für mich geopfert hat. Von den besonderen und auch von den ganz krass besonderen Sachen darf er alles spachteln, wenn er will.

23 Aber weil er irgendwie krank ist, darf der nicht zum Vorhang in dem besonders krassen Bereich gehen, und er darf auch nicht zu nahe an den Altar ran. Er würde sonst das besondere Zelt und die ganzen Sachen, die da drin stehen, zu etwas Stinknormalem machen. Aber ich bin der Gott, der sie zu etwas ganz Besonderem macht.“

24 Mose erzählte Aaron und seinen Söhnen diese neue Order und dann auch allen Israeliten.

(Volxbibel)

Mein Schlüsselvers für heute

Gib Aaron Folgendes weiter: Sollte einer deiner künftigen Nachkommen mit einem Gebrechen behaftet sein, darf er nicht zum Altar kommen, um die Speise seines Gottes zu opfern.
(3Mo 21:17)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Benachteiligte Gott behinderte Menschen, als er sagte, sie dürfen keine Opfer darbringen? Genauso wie Gott anordnete, dass nur fehlerfreie Tiere geopfert wurden, forderte er, dass behinderte Priester keine Opfer bringen durften. Das war nicht als Beleidigung gemeint, es hatte vielmehr damit zu tun, dass der Priester so weit wie möglich dem vollkommenen Gott , dem er diente, ähnlich sein musste. Natürlich wurde eine solche Vollkommenheit vor dem Kommen von Jesus Christus nicht erreicht. Als Leviten wurden die behinderten Priester geschützt und mit Nahrungsmitteln aus den Opfern versorgt. Sie waren nicht im Stich gelassen, sondern verrichteten viele andere wichtige Dienste innerhalb der Stiftshütte.
Man mag das doch ein bisschen ungerecht empfinden, wir als Menschen mit unserem beschränktem Verstand. Gerade in der heutigen Zeit, wo Inklusion ganz, ganz groß geschrieben wird. Aber ich denke es ist auch das, was uns Menschen so unzufrieden macht, sich nicht in ein großes Ganzes einfügen zu können und an dem Platz, den Gott uns zugewiesen hat, glücklich zu sein, diesen Platz auszufüllen und nicht ständig zu hadern und unbedingt das Gleiche zu wollen, wie sein Nachbar. Vater, dessen Kind unbedingt das Auto des Vaters fahren möchte, wird dies nicht zulassen, weil das Kind es einfach nicht kann, nicht abschätzen, nicht die Gefahren erkennt. Mein Vater im Himmel tut das Gleiche, die Dinge, die nicht gut für mich sind, lässt er nicht zu. Tue ich es trotzdem, um meinen Willen durchzusetzen, weil ich ja genau das möchte, was alle anderen haben und können, dann geht das in die Hose. Mein Denken. Mein Glauben. Mein Zufriedensein. Danke, Vater, dass du da bist und die Regeln in deinem Buch hast aufschrieben lassen. Du bist der Schöpfer, der Souverän dieser Welt und weißt am Besten, wie wir Menschen funktionieren und was gut für uns ist. Bitte, Vater, zeig mir meinen Platz in diesem Leben, den ich ausfüllen kann und der nach deinem Plan ist.
Amen.


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