Edelsteine #27

… Aber David holte sich Mut bei Jahwe, seinem Gott.
(1Sam 30:6)

Als David nach Ziklag zurückkehrte, da hielten er und seine Männer sicher schon nach ihren Häusern Ausschau und freuten sich auf den Willkommensgruß ihrer Frauen und Kinder. Aber welch ein Schrecken befiel sie an der letzten Straßenbiegung! Sie sahen nicht mehr die Stadt Ziklag bis auf den Grund zerstört und Frauen und als Kriegsbeute mitgenommen. „Da erhoben David und seine Leute, die bei ihm waren, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten“ (Kap. 30:4)

Auch die beiden Frauen Davids waren gefangen genommen worden. Er geriet in große Bedrängnis; seine Leute waren zornig auf ihn, machten ihn Vorwürfe und wollten ihn steinigen. Aber jetzt sehen wir die Größe Gottes in diesem Mann. Der Heilige Geist lässt uns sehen, wie er ein Überwinder wurde und den Sieg über diese schwierigen Umstände davontrug. Bevor er in dieser Notlage irgendetwas unternahm, „stärkte er sich in dem Herrn“.
Er hatte wie jeder andere um seine Familie geweint und wusste, wie töricht der Versuch wäre, durch eigene Kraft aus den Schwierigkeiten herauszugelangen. Um einen Ausweg zu finden, „… stärkte er sich in dem Herrn, seinem Gott.“ Wir wissen, dass er ein Meister des Lobpreises war. Vielleicht hat er sein Herz und seine Stimme zu Gott erhoben. Er stärkte sich in Gott, zog aus, besiegte die Amalekiter und befreite alle Familienangehörigen.

Überlege einmal, wie viel besser wir unsere Probleme lösen würden, wenn wir zuerst zum Herrn gingen, ehe wir irgendetwas unternehmen. In ihm ist unsere Hilfe und Zuflucht, und in ihm finden wir Antwort auf all unsere Nöte.

Ein Edelstein für heute: „Wir wissen aber, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten mitwirken lässt, also bei denen, die er nach seinem freien Entschluss berufen hat.“ (Röm 8:28)

(Tim Ruthven)

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Tag 183 – 1. Samuel 30:1-10

1 Als David mit seiner Truppe zwei Tage später nach Ziklag zurückkam, lag alles in Schutt und Asche. Die Amalekiter waren auf einem Feldzug durch das Südland auch in seiner Wahlheimatstadt eingefallen und hatten alles plattgemacht.

2 Dabei war aber keiner umgebracht worden, die Männer waren ja nicht da gewesen, und alle Frauen und Kinder aus der Stadt hatten sie gefangen genommen und verschleppt.

3–4 David und seine Kollegen kriegten voll den Heulflash, als sie kapierten, dass ihre Frauen und Kinder einfach geklaut worden waren. Sie weinten so lange, bis sie total erschöpft waren.

5 Auch die beiden Ehefrauen von David waren weg: Ahinoam aus Jesreel und Abigajil, die Witwe von Nabal aus Karmel, beide waren von den Feinden gefangen genommen worden.

6 David hatte jetzt ein echtes Problem am Hals, denn seine Leute gaben ihm die Schuld dafür und wollten ihn am liebsten sofort umbringen. Sie waren einfach megatraurig und stocksauer, weil ihre Frauen und Kinder weg waren. David bekam dann aber neue Power von Gott.

7 Er organisierte ein Treffen mit dem Priester Abjatar, der ein Sohn vom Ahimelech war. Die Tasche mit den besonderen Losen sollte auch mit am Start sein.

8 Dann fragte er Gott: „Was meinst du? Soll ich dem Feind hinterher oder nicht? Werden wir schnell genug sein? Packen wir das, Gott?“ Er zog die Lose, und das Ergebnis war: „Ja, du wirst sie einholen, und du wirst eure Frauen und Kinder befreien!“

9 Sofort wurde die ganze Truppe startklar gemacht, und David rannte mit 600 Soldaten los. Am Bach Besor machten sie eine kurze Pause.

10 Die ersten 200 Soldaten machten hier schlapp, sie waren zu fertig, um über den Bach Besor zu ziehen. Also ging David nur noch mit 400 Mann weiter.

Mein Schlüsselvers des Tages

David kam in schwere Bedrängnis, denn die Leute sprachen davon, ihn zu steinigen, so erbittert waren sie über den Verlust ihrer Söhne und Töchter. Aber David holte sich Mut bei Jahwe, seinem Gott. 
(1Sam 30:6)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Nun war David vollkommen unten angelangt. Er durfte nicht für die Philister kämpfen, wurde nach Hause geschickt und zu Hause war sein Dorf abgebrannt, Frauen und Kinder weg. Seine Leute gaben ihm die Schuld und wollten ihn steinigen. Und jetzt, erst jetzt, tat David das einzig Richtige. Er fragte Gott. Und seine Erkenntnis war perfekt, in den Psalmen steht darüber:
„Es war gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, so lernte ich deine Ordnungen neu.“ (Ps 119:71) und Vers 67: „Ich irrte, bevor ich gedemütigt war, / jetzt aber halte ich mich an dein Wort.“
Warum müssen wir Menschen erst immer wieder auf die Nase fallen, damit wir es verstehen?

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Botschaft ist so klar: Immer im Gespräch mit Gott bleiben! Wer einmal gespürt hat, wie es ist, wenn Gott schweigt und die Standleitung gekappt ist, der hat fürs Leben gelernt. Glaube ich. Wer kann das besser wissen, als ich. Es war sooo knapp, dass ich heute noch hier sitze …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, immer wieder habe ich für A. gebetet, dass du ihn beschützen mögest, dass er erkennt, dass er sich verrannt hat. Nun passieren Dinge, die sich D. einfach nicht erklären kann. Plötzlich fängt er an, sich wieder für die Jungs zu interessieren, nimmt Lappalien, um Kontakt zu knüpfen. Sie verstehen es nicht. Und, und das ist das Traurige, D. und die Jungs blocken. Zu tief sind sie verletzt, z viel ist passiert. Vater ich bitte dich sososososo sehr, ich flehe dich an, lass deren Herzen nicht hart werden. Lass sie erkennen, dass andere Fehler machen und diese auch bereuen können. Und vielleicht sagst du A. auch, dass es gut wäre, sich zu entschuldigen. Aber vielleicht interpretieren ich die Geschehnissen auch komplett falsch. Nur du weißt, was in A. wirklich vor sich geht. Bitte Vater, es ist so wichtig, dass alle Frieden finden, hilf ihnen doch bitte!
Und mir geht es gut. Es war ein guter Tag gestern, ich hab zwar nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, aber es lag daran, dass es zu viel war, aber ist okay. Bitte führe mich auch heute wieder durch den Tag, zeig mir nachher, was ich für Themen mit dem Therapeuten besprechen kann, wo er mir einen guten Rat geben kann. Ich bin so dankbar, dass ich ihn habe.
Beschütze und behüte mich und wirklich bitte, kümmer dich bitte um D., dass sie die richtigen Entscheidungen trifft, dass ihr Herz nicht hart wird.
Danke, dass du da bist, danke, dass du mir zuhörst, danke, dass du dich kümmerst. Einfach nur ein dickes Danke ehrlichen Herzens. DANKE
Amen.

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Tag 182 – 1. Samuel 29:1-11

1 Und es war Krieg. Die Philister zogen ihr Heer bei Afek zusammen, während sich die Israeliten gegenüber, bei der Quelle vor der Stadt Jesreel, aufstellten.

2 Die Chefs der Philister organisierten einen großen Truppenaufmarsch. Alle Soldaten zogen an dem Balkon vorbei, wo die Chefs drauf saßen. Ganz zum Schluss kamen die Truppe von David und die von Achisch, dem Präsidenten von Gat. Als die Chefs der Philister die Truppe von David sahen,

3 fragten sie Achisch: „Was haben denn diese Israeliten da bei uns verloren?“ – „Der da vorne, das ist David, ein Typ, der mal in der Truppe vom Saul war, dem Präsidenten von Israel. Der hat eigentlich immer für diesen Saul gekämpft, aber seitdem er zu meiner Truppe übergelaufen ist, hat er immer einen sehr guten Job gemacht. Ich hatte nie was an ihm zu meckern.“

4 Die Chefetage der Philister war aber ziemlich sauer deswegen. Sie forderten Achisch auf, David sofort aus dem Dienst zu entlassen. „Der soll da hingehen, wo du ihn hast wohnen lassen. Er darf nie und nimmer an unserer Seite kämpfen, das wäre nur ein Unsicherheitsfaktor in unseren Reihen! Was ist, wenn der mitten im Krieg die Seiten wechselt? Für ihn wäre das doch die Top-Gelegenheit, sich bei seinem Präsidenten Saul wieder einzuschleimen, indem er ihm unsere Leichen vor die Füße knallt.

5 Außerdem ist das doch genau der David von diesem Lied, was zurzeit auf jeder Party läuft, oder? Dieses ,Saul hat früher tausend Feinde erschlagen, aber bei David ging’s Zehntausenden an den Kragen!‘“

6 Achisch ging in sein Büro und ließ David zu sich rufen. „Ich schwöre bei Gott, Sie sind immer eine sehr zuverlässige Unterstützung gewesen. Ich bin froh, dass Sie mit mir in den Krieg ziehen. Seitdem Sie Teil meiner Truppe sind, haben Sie alle Aufgaben zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Trotzdem muss ich leider sagen, dass die anderen Chefs der Philister Ihnen nicht vertrauen.

7 Darum wäre es besser, Sie wären heute bei unserem Einsatz nicht mit dabei. Gehen Sie wieder nach Hause, damit Sie sich nicht bei uns unbeliebt machen.“

8 „Aber warum denn?“, sagte David. „Womit hab ich das verdient? Hab ich schon mal irgendwas getan, was Sie nicht so toll fanden, seitdem ich für Sie arbeite? Warum darf ich nicht mit in den Krieg ziehen, gegen Ihre Feinde, die Feinde von meinem Präsidenten!“

9 „Schon klar“, sagte Achisch. „Für mich sind Sie der Beste, ich mach mir da überhaupt keine Sorgen. Aber wie gesagt, sehen das die anderen Chefs der Philister nicht so. Deren Entscheidung war ganz klar, dass Sie auf keinen Fall mit uns in diesen Krieg ziehen sollen.

10 Packen Sie also am besten schon mal Ihre Sachen, und ziehen Sie morgen mit Ihren Männern ab, am besten ganz früh, gleich nach Sonnenaufgang!“

11 David und seine Leute zogen dann also am nächsten Morgen ganz früh wieder zurück in das Land der Philister. Die Soldaten der Philistertruppe starteten dann aber in Richtung Jesreel.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

David erwiderte ihm: „Was habe ich denn getan? Hast du irgendetwas an mir auszusetzen, seit ich in deinen Dienst getreten bin? Weshalb soll ich nicht gegen die Feinde meines Herrn und Königs kämpfen?“
(1Sam 29:8)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Nun entschieden die Philister doch, dass David nicht gegen Israel kämpfen sollte. Zu groß war das Risiko, dass David evtl. vielleicht doch überlaufen könnte. Aber David verstand diese Entscheidung nicht.
Er nannte den gottlosen Achisch „mein Herr, der König“ und sein eigenes Volk, dessen gesalbter König er war „die Feinde“
Geht es noch tiefer?
Ins Heute übersetzt könnte man sagen: Ein weltlicher Christ verliert die Sympathie der Welt und die Anerkennung Gottes. Und dann?

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Sache aus heutiger Sicht betrachtet, ganz weit weg und nicht betroffen, kann man ja ganz leicht urteilen. Da sieht alles so klar und eindeutig aus. Aber wenn man mittendrin steckt in diesem Strudel ist es so schwer, das alles zu erkennen. Meistens wird man erst wach, wenn man unten hart aufschlägt oder ein Ereignis einem derart wachrüttelt, also das Eingreifen Gottes. Um wie viel ist es leichter, sich immer wieder zu hinterfragen: Findet Gott das gut, was ich mache. Aber tut das wirklich jeder Christ. Ich nicht. Leider. Wäre mir viel erspart geblieben.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, als ich begann, heute deinen Text zu lesen, fragte ich mich, was will er mir bloß heute damit sagen. Aber dann galoppieren die Gedanken in die richtige Richtung. Es ist unglaublich, was der heilige Geist dann in meinem Kopf daraus macht. Und heute dachte ich dabei an zwei Dinge. Erstens, wie ich damals unter die Räder kam, wie ich auf keinen mehr hören wollte, meinte, die anderen hätten kein Verständnis für mich. Wie ich mir meine Entscheidungen schön geredet hatte und wie ich erst ganz, ganz unten aufgeschlagen bin. Und zweitens dachte ich an A., wie er sich gerade verstrickt hat, wie er sich alles schön redet und die Hilflosigkeit, dass man dabei zusehen muss, bis er gegen irgendeine Wand läuft und wach wird. Ich hoffe so sehr, dass sie bald kommt. Diese Wand. Bitte baue ganz schnell diese Wand auf, dass nicht noch mehr schief läuft. Bitte Vater, hilf ihn. Nur du kannst es noch!
Heute ist Montag und ich bin ganz gut gestartet und habe große Hoffnung, dass ich meine Tagesstruktur schaffe. Ich habe zur Zeit ein so großes Bedürfnis, meine ganzen Sachen einmal durchzusehen und Überflüssiges auszusortieren. Bitte Vater, hilf mir dabei, ich will mich nicht zumüllen. Ich möchte wieder klare einfache Dinge. Zuerst habe ich mir einen ganzen Monat Konsumverbot aufgestellt. Erstmal einen Monat. Nur noch Dinge kaufen, die ich für mein tägliches Leben wirklich brauche. Ich wäre dir wirklich sehr dankbar, wenn ich das hinbekomme. Das ist gerade meine nächste „weltliche“ Aufgabe.
Und möchte ich dir noch den heutigen Tag übergeben, pass gut auf mich auf, auf A., D., T. und die Jungs. Lass uns bitte mal wieder erkennen, was wirklich wichtig ist und das uns diese Welt viel zu sehr vereinnahmt. Lass es ein guter Tag werden. Dein Wille geschehe, nur deiner.
Amen

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Licht für den Weg #9

Aber Saul schwor bei Jahwe: „So wahr Jahwe lebt, in dieser Sache wird dich keine Strafe treffen!“ 
(1Sam 28:10)

In den früheren Jahren seiner Herrschaft hatte der König Saul bestimmt, dass alle, die Geisterkult trieben oder als Medium dienten, aus dem Land vertrieben werden sollten. Einige Zeit später fing es an, bergab zu gehen mit seinem persönlichen und mit dem politischen Leben. Nach dem Tode Samuels versammelten sich die Philister in Gilboa gegen Sauls Heer. Und als er kein richtungsweisendes Wort vom Herrn bekommen konnte, fragte er in Endor eine Wahrsagerin um Rat. Sie erinnerte ihn voller Furcht daran, dass er doch selbst das Vertreiben aller Zauberer und Wahrsager dem Land befohlen hatte. Doch da beruhigte sie Saul und sagte: „So wahr der Herr lebt, es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen.“

Habe ich eben „sie“ gesagt? Vielleicht sollte ich stattdessen doch „wir“ sagen. Denn wir alle neigen dazu, uns von den Aussagen der Schrift zu drücken, sie passend zurechtzubiegen und abzuschwächen, wenn wir nicht gehorchen wollen.

Es gibt zum Beispiel ganz deutliche Hinweise zur Rolle der Frauen in der Gemeinde. Offenbar sind diese Anweisungen aber ein Streitpunkt für die gegenwärtige feministische Bewegung.

Also, was tun wir? Wir argumentieren, dass diese Gebote auf dem Hintergrund auf die damaligen Kultur zu verstehen sind und sich auf uns heute nicht mehr anwenden lassen. Natürlich können wir auf diese Art spielende fast alles Unangenehme in der Bibel loswerden, wenn wir einen solchen Grundsatz ersteinmal übernommen haben.

Manchmal geraten wir an einige Sätze des Herrn Jesus über die rechte Jüngerschaft, die uns schwer treffen. Wie schnell halten wir dann den Satz parat: „Jesus hat damit nicht gemeint, dass wir es tun sollten, sondern nur, dass wir bereit sein sollten, es zu tun. „Und wir machen uns selbst vor, dass wir dazu bereit wären, auch wenn wir in Wirklichkeit nie die Absicht haben, so weit zu gehen.

Wir können beispielsweise sehr nachgiebig verlangen, dass Übertreter nach den strengen Forderungen der Bibel zur Rechenschaft gezogen werden. Aber wenn sich herausstellt, dass ein solcher Übertreter ein Verwandt oder Freund von uns ist, dann bestehen wir plötzlich darauf, dass die Forderungen der Schrift lockerer gesehen oder ganz beiseite gelassen werden sollen.

Ein anderer Kunstgriff besteht darin, dass wir die Gebote der Heiligen Schrift einteilen in „wichtige“ und „nicht so wichtige“. Diejenige, die eher unbedeutend sind, kann man außer acht lassen — jedenfalls reden wir uns das so ein.

In all diesen falschen Überlegungen verdrehen wir eigentlich die Heilige Schrift und bereiten uns damit selbst Unheil. Gott will, dass wir seinem Wort gehorchen, ob uns das gerade passt oder nicht. Nur das ist der Weg zum Segen.

(William MacDonald)

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Tag 180 + 181 – 1. Samuel 28:7-25

7 Dann hatte Saul die dumme Idee, so eine Hexe zu befragen, die mit toten Menschen reden konnte. „Holen Sie mir mal so eine Hexe her! Ich muss das jetzt unbedingt wissen!“, sagte er zu seiner Sekretärin. „Soweit ich weiß, gibt es da eine Frau in En-Dor, die so was machen kann“, antwortete die.

8 Saul zog ein paar einfache Klamotten über, klebte sich einen falschen Bart an und ging mit zwei seiner Männer dorthin. Mitten in der Nacht klingelten sie bei der Frau. „Sie müssen für mich mit jemandem sprechen, der schon tot ist!“, sagte er zu ihr. „Der soll mir nämlich sagen, was in der Zukunft abgeht. Ich werde Ihnen genau sagen, mit wem Sie sprechen sollen.“

9 „Aber entschuldigen Sie, mein Herr“, antwortete die Frau. „Sie wissen doch genauso gut wie ich, dass auf Anordnung des Präsidenten Saul so was verboten ist! Er hat angeordnet, dass alle Wahrsager, Hexen und Okkultisten aus dem Land geschmissen oder getötet werden sollen. Ist das hier eine Falle, oder was? Wollen Sie, dass ich auch sterbe?“

10 „Hey, nein, keine Sorge!“, redete Saul auf sie ein. „Ihnen wird nichts passieren, das schwöre ich!“

11 „Hm, um wen geht es denn?“, fragte die Frau. „Ich will mit Samuel sprechen!“, antwortete Saul.

12 Dann ging es los. Als die Frau mitten in der Session plötzlich Samuel sah, kapierte sie auch, wer ihr da eigentlich gerade den Auftrag gegeben hatte: „Sie haben mich betrogen, Sie sind es ja selbst, der Präsident“, schrie sie los.

13 „Ich sage es noch mal: Sie brauchen keine Angst vor mir zu haben! Jetzt sagen Sie endlich, was Sie sehen!“, redete Saul weiter. „Also, ich seh da so einen Geist, der aus der Erde hochkommt!“ antwortete sie.

14 „Und? Wie sieht der aus?“ „Es ist ein alter Mann, er hat einen langen Mantel an, wie ihn Propheten normal immer tragen.“ Für Saul war jetzt klar: Es handelte sich um Samuel. Sofort warf er sich auf die Erde.

15 Samuel sprach jetzt mit ihm: „Hey, Mann, warum stören Sie mich? Warum musste ich zu Ihnen kommen?“ Saul antwortete: „Ich bin in Lebensgefahr! Die Philister haben Stellung bezogen und wollen gegen uns in den Krieg ziehen. Gott hat mich verlassen. Er redet nicht mehr mit mir! Sowohl durch die Propheten als auch durch Träume kommt keine Nachricht mehr rein. Darum hab ich mal bei Ihnen angeklingelt. Können Sie mir sagen, was ich jetzt machen soll?“

16 „Was fragen Sie mich noch? Haben Sie noch nicht kapiert, dass Gott nicht mehr auf Ihrer Seite ist? Sie kämpfen jetzt auch gegen ihn, er ist Ihr Feind geworden.

17 Er zieht das Ding gnadenlos durch, das er mir schon vor einiger Zeit gesagt hatte. Ich hab ja immer schon gesagt, dass Gott Ihnen Ihre Präsidentschaft wegnehmen und sie dem David geben wird.

18 Sie haben damals nicht das getan, was Gott von Ihnen wollte. Sie sollten alle Amalekiter plattmachen, Sie sollten die Rote-Karte-Aktion dort durchziehen, aber das haben Sie nicht getan. Darum hat Gott Ihnen heute nicht geholfen, darum geht er so mit Ihnen um.

19 Gott wird alle Israeliten, alle Soldaten und auch Sie an die Philister ausliefern. Morgen werden Sie und Ihre Söhne tot sein.“

20 Saul traf buchstäblich der Schlag. Wie ein nasser Sack fiel er der Länge nach auf den Boden. Er hatte richtig krasse Angst, weil Samuel ihm diese Sache angekündigt hatte. Außerdem war er sowieso schon sehr schwach auf den Beinen, weil er den ganzen Tag nichts gegessen hatte.

21 Die Hexe hatte auch schon kapiert, dass Saul voll kaputt war. Sie sagte zu ihm: „Ähh, mein Präsident, ich hab jetzt alles getan, was Sie von mir wollten, oder? Dabei hab ich sogar mein Leben riskiert.

22 Bitte essen Sie jetzt endlich was! Und wenn es nur ein kleiner Happen ist. Sie müssen was zwischen die Kauleisten -kriegen, bevor Sie sich auf den Weg nach Hause machen, sonst brechen Sie noch zusammen!“

23 Saul hatte aber kein Bock auf Essen. „Nein, ich will jetzt nicht!“ Aber die beiden Männer, die ihn begleitet hatten, und auch die Frau redeten so lange auf ihn ein, bis er sich breitschlagen ließ. Er stand auf und setzte sich an den Tisch.

24 Die Frau hatte noch ein Kalb im Stall stehen. Das wurde jetzt schnell geschlachtet, in Stücke zerteilt und auf den Grill gehauen. Dazu backte sie noch ein paar Fladenbrote im Ofen.

25 Sie deckte den Tisch, und Saul und seine Begleiter nahmen Platz. Nach dem Essen machten sie sich noch am selben Abend wieder auf den Rückweg.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du meine Ruhe gestört, dass du mich heraufsteigen lässt? Saul sprach: Ich bin in großer Bedrängnis, die Philister kämpfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Träume; darum hab ich dich rufen lassen, dass du mir kundtust, was ich tun soll.
(1Sam 28:15)

Meine Erkenntnis des Tages

Weil Gott schweigt, geht Saul nun zu einer Wahrsagerin und lässt Samuel rufen. Ich kann Sauls Verzweiflung schon verstehen. Wenn Gott schweigt und man ist selbst in Panik, weil man nicht weiß, was man tun soll, dann greift man unter Umständen zu solchen Sachen. Nur geht das in den seltensten Fällen gut aus. Hier wurde Samuel gerufen, aber man tritt in ein Reich ein, dessen Wirkungsweise uns völlig unbekannt ist. Und Satan nutzt solche Dinge, gerade wenn wir dahin gehen, weil die Verbindung zu Gott fehlt. Und nein, es ist keine Spinnerei mit dieser anderen Welt. Sie existiert. So ganz merkwürdig ist es ja mit dem Pendeln. Viele denken, das ist Umbug. Nein, ist es nicht. Ich habe es in der Zeit, als meine Verbindung zu Gott weg war, ausprobiert. Ich habe meine Hand völlig still gehalten und das Pendel schlägt aus aus. Ich habe dann auch festgestellt, dass es auf meine Gedanken reagiert. Denke ich: Jajajaja, dann macht es bei mir eine kreisende Bewegung, denke ich in diese Bewegung: neinneinneinnein, das fängt es aus der drehenden Bewegung heraus zu schwingen an. 1000x probiert, ob ich nicht vielleicht doch unbewusst die Muskeln in meiner Hand bewege. Nein, es ist wirklich so. Soll heißen, ich kann mit meinen Gedanken in eine Welt eintauchen, die ich nicht kontrollieren kann. Und das ist soooooo gruselig. Man sollte sich auf keinen Fall darauf einlassen. Finger weg! Nicht umsonst gibt uns Gott diese Anweisung!

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja die Versuchung ist groß, einfach einen Verstorbenen anrufen, zu dem man Vertrauen hatte und nachfragen, was man tun soll. Oder eben auch Pendeln. Man fragt das Pendel und es sagt Ja oder Nein. Wie einfach, damit wären alle Probleme dieser Welt gelöst…. Aber nicht umsonst verbietest du es in deinem Wort! Du tust es nicht, um uns zu ärgern, sondern um uns zu schützen. Es ist das Einfallstor zu einer Welt, in der auch Satan herrscht, die wir nicht kontrollieren können, die uns noch mehr in die Abwärtsspirale ziehen kann. Und trotzdem versuchen es so viele Menschen. Einfach aus der Bedürfnis heraus, eine Antwort auf die vielen Fragen der Zeit zu bekommen. Bitte Vater, all jene, die dies nur aus Verzweiflung tun, weil sie nicht weiter wissen, hilf du ihnen, zeig dich ihnen und lass sie nicht in den Strudel hineingeraten. Eine Frage hätte ich aber noch zu dem obigen Bibelabschnitt. Es steht geschrieben, dass Samuel zu Saul sagte: Morgen wirst du bei mir sein. Was heißt das? Heißt das, Samuel war zu dieser Zeit noch gar nicht in Gottes Welt? Denn dahin wird ja der Saul nicht gekommen sein. Heißt das, es gibt ein Totenreich, wo alle erst einmal hinkommen bis du dann alle auferstehen lässt? Ja, ich habe mich mit diesem Thema noch nicht wirklich intensiv beschäftigt, weil es da so viele unterschiedliche Auslegungen von Christen gibt, die meinen, es ganz genau zu wissen. Es gibt da ja auch noch die Geschichte von Jesus über den Abraham und Lazarus, die im Himmel bzw. Hölle sind und sich austauschen. Die wären ja dann schon dort. Ach, ich weiß es wirklich nicht. Vater, ich bitte dich, wenn es wirklich wichtig für mich ist, dieses zu wissen, dann erkläre es mir bitte. Schick mir in den nächsten Tagen dann dazu einen Vortrag oder eine Predigt oder so etwas. Wenn nicht, dann ist es auch okay, dann muss ich es eben jetzt auch nicht zwingend wissen.
So starte ich dann mal in den Tag, heute Nachmittag kommt T. Lass es eine angenehme Zeit sein, beschütze und behüte uns alle, D, A, T, die Jungs und ich möchte ab jetzt auch noch J. mit einschließlich. Ja, er hat mir verdammt weh getan, aber er wusste es einfach nicht besser. Und C., die jetzt verrübergehend bei D. wohnt. Allen soll es gut gehen.
Und so lege ich dir dieses Gebet zu Füßen in Jes Namen
Amen.

Edelsteine # 26

„Er fragte Jahwe, doch Jahwe gab ihm keine Antwort …“
(1Sam 28:6)

Wenn wir diese drei Kapitel lesen, die von soviel Unglauben, dann bekommen wir gleichzeitig einen Eindruck von Gottes Barmherzigkeit. David verliert den Mut und hört auf, in allem seinen Tun wie bisher von Gott abhängig zu sein. Er schließt sich den Feinden Israels an. Er lügt und findet sich schließlich in der misslichen Lage, gegen sein eigenes Volk kämpfen zu müssen. Aber Gott bewahrte ihn wiederum davor, einen schweren Fehler zu begehen.

Saul gerät in immer schrecklichere Tiefen hinein. Er ist weit von der Haltung entfernt, in der er zuerst David begegnete Bedroht von einem feindlichen Angriff, fühlt er sich unfähig, irgendeine Entscheidung zu treffen. Samuel ist tot, und Gott ist nicht mehr bereit, mit Samuel Verbindung zu halten.Saul nimmt seine Zuflucht zum Spiritismus und gerät tiefer und tiefer in den Ungehorsam, den die Bibel Zauberei nennt.

Findet sich in deinem Leben etwas Ähnliches? Ist dein Leben Tag und Nacht voller Vertrauen auf Gott? Suchst du den Herrn von ganzem Herzen in seinem Wort? Bleibst du gehorsam? Bist du immer sofort bereit, jeden Ungehorsam als Sünde zu bekennen? Nimmst du dein Versagen zum Anlass, alles, was du erstrebst, allein von Gott zu erwarten? Oder besteht dein Leben darin, dass ein kleiner Ungehorsam dem anderen folgt? Dass ein kleiner Unglaube den anderen nach sich zieht, bis dich dieses Nachgeben völlig beherrscht, bis du von Gottes Gnade abgedrängt bist, das Richtig zu tun? Es kann geschehen, dass wir unseren Weg als Christen mit einem nur teilweisen Gehorsam beginnen und niemals zu dem frieden und der Ruhe gelangen, die Gott für uns bereithält.

Wenn der Herr uns nicht mehr antwortet, ist es höchste Zeit, dort anzuhalten, wo wir gerade sind, unser Leben zu durchforschen, unsere Sünde zu bereuen und bei Gott ernstlich die vollständige Erlösung zu suchen. Ein echter Christ wird einen Text wie diesen sehr aufmerksam in sich aufnehmen und sich dazu bringen zu lassen, noch abhängiger von Gott zu werden und ihn von ganzem Herzen zu suchen.

Ein Edelstein für heute: Wenn Gott schweigt, dann versuche zu klären, was deine Verbindung mit ihm blockiert.

(Tim Ruthven)

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Tag 179 – 1. Samuel 28:1-6

1 Irgendwann planten die Philister mal wieder einen Krieg gegen die Israeliten. Als sie ihre Truppen zusammenzogen, fragte Achisch bei David an: „Ist doch wohl klar, dass Ihre Männer an meiner Seite kämpfen und mit mir in den Krieg ziehen, oder?“

2 „Ja, logo, machen wir!“, antwortete David. „Dann haben Sie auch mal einen Beweis dafür, dass wir hundertpro auf Ihrer Seite stehen.“ – „Okay, Sie haben dann für die ganze Zeit dieses Krieges den Job, für meine Sicherheit zu sorgen!“

3 Zu der Zeit war der Prophet Samuel gestorben, und man hatte seine Leiche in seiner Heimatstadt Rama beerdigt. Überall in Israel war eine große Trauersession angesetzt worden. Saul hatte übrigens alle Hexen, Okkultisten und Wahrsager aus dem Land rausgeschmissen.

4 Die Philister sammelten ihre Truppen und rückten bis nach Schunem vor. Saul zog mit der ganzen Armee der Israeliten auf das Gebirge Gilboa und baute dort sein Lager auf.

5 Als Saul das erste Mal die ganze Armee der Philister überblicken konnte, kriegte er echt Panik und fing voll an zu zittern.

6 Er versuchte bei Gott anzuklingeln, was er zu der Sache zu sagen hatte, aber bekam keine Antwort. Die Propheten hatten nichts von Gott gehört. Saul hatte auch keinen Traum oder so was und noch nicht mal mit den besonderen Losen bekam er eine Antwort.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Er fragte Jahwe, doch Jahwe gab ihm keine Antwort, weder durch Träume noch durchs Los noch durch einen Propheten. 
(1Sam 28:6)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Allein in dieses 6 Versen ist die ganze Verfahrenheit zu spüren. Die Philister wollten wieder Krieg mit den Israeliten, David hatte sich auf ihre Seite gestellt, Saul kriegte das große Fürchten, fragte Gott, aber dieser antwortete ihm nicht mehr. Und Samuel war gestorben.
Absolute Ausweglosigkeit.
Und nun?

Glaube ins Leben umgesetzt

Zu dieser Situation konnte es kommen, weil Saul sich von Gott abgewandt hatte und David aus Furcht vor Saul in des Land der Philister geflüchtet war. Ob er sich damals der Konsequenz bewusst war? Und ist es heute nicht immer noch so? Aus Furcht vor irgendetwas suchen wir unsere Sicherheit bei allem anderen außer Gott. Bei vermeintlicher Sicherheit durch Geld, Haus, Job … alles die falschen Götzen und wundern uns dann, dass das irgendwann in die Aussichtlosigkeit verknoten kann. Nein, nicht gleich, da fühlt es sich noch gut an … Später, irgendwann. …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, gestern habe ich dich angefleht, irgendetwas zu tun, um D. zu helfen. Ich hatte irgendsoetwas im Kopf. A. schickt ihr eine Nachricht und hilft ihr oder ein noch Unbekannter taucht auf und hilft ihr oder soetwas eben. Und nun haben wir wiedermal ein so gutes Beispiel, dass du eben anders denkst als wir Menschen. D. rief gestern Abend an und ich: „Na, ist irgendetwas passiert, irgendetwas?“ Si wusste nicht, dass ich so intensiv für sie gebetet hatte. Sie: „Neeeeiiiin. Nur ich habe so ein komisches Gefühl bekommen, ich kann es nicht so richtig erklären. Es ist so eine Art Aktzeptanz. Aktzeptanz, dass ich jetzt die ganze Situation annehmen kann. Es ist eben jetzt so! Punkt.“
Vater, ich bin dir sowas von dankbar! Akzeptanz ist die perfekte Situation. Akzeptanz bedeutet, es annehmen zu können, innerlich nicht mehr zu rebellieren, aufhören gegen etwas zu kämpfen, was sich nicht mehr ändern lässt.
Und ich weiß wiedermal, dass du da bist, dass du alle Fäden in der Hand hältst, dass du dich um uns kümmerst. Dafür danke ich dir so sehr!.#
Behüte und beschütze uns auch heute, führe uns gut durch den Tag und zeig mir, was ich für dich tun kann.
Ich danke dir soooo sehr!
Amen

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