Tag 148 – 1. Samuel 15:24-35

24 Saul verstand jetzt, warum er gerade den totalen Bockmist gebracht hatte. „Ich hab Scheiße gebaut! Ich hab die Ansagen von Gott nicht ernst genommen und hab nicht exakt das getan, was er von mir wollte! Weil ich Schiss hatte, bei meinen Männern untendurch zu sein, hab ich sie machen lassen.

25 Bitte verzeihen Sie mir! Tut mir echt leid! Bitte kommen Sie noch mal mit, damit wir zusammen zu Gott gehen können! Ich will ihm zeigen, dass ich Respekt vor ihm hab, und ihm sagen, wie gut ich ihn finde!“

26 Aber Samuel antwortete: „Dafür ist es jetzt zu spät. Sie haben etwas gemacht, worauf Gott überhaupt keinen Bock hat, und darum hat er jetzt keinen Bock mehr auf Sie. Ihre Zeit ist abgelaufen. Sie können nicht mehr der Präsident von Israel sein!“

27 Samuel wollte sich gerade umdrehen und rausgehen, da packte ihn Saul am Ärmel. Samuel blieb aber nicht stehen, darum riss der Ärmel einfach ab.

28 Daraufhin meinte Samuel: „Genauso wie Sie mir gerade den Ärmel von meiner Jacke weggerissen haben, so wird Gott Ihnen heute Ihren Präsidentenjob entreißen. Er wird die Macht über Israel einem anderen geben, der es besser drauf hat als Sie.

29 Gott ist gut, und wir sind alle voll stolz auf ihn. Er wird sein Urteil nicht zurücknehmen. Er ist nicht wie wir Menschen, die mal dies sagen und dann wieder das, die ständig ihre Meinung ändern.“

30 „Ja, Sie haben ja recht“, antwortete Saul. „Ich hab Mist gebaut, aber richtig. Aber bitte sagen Sie das nicht gleich allen Leuten, das ist mir zu peinlich. Erzählen Sie das nicht den Clanchefs von den Israeliten, ja? So viel Respekt müssen Sie vor mir haben. Lassen Sie uns zusammen zu Gott gehen und uns dort vor ihm hinschmeißen, ja?“

31 Samuel ließ sich überreden und kam mit. Als Saul sich dort auf den Boden geschmissen hatte,

32 befahl Saul einem seiner Soldaten: „Bring mir sofort den Präsidenten der Amalekiter, diesen Agag, her!“ Als Agag gefesselt hergebracht wurde, sagte er zu Saul: „Der Tod ist echt scheiße! Ich habe keinen Bock zu sterben!“

33 Aber Samuel schrie ihn an: „Deine Waffen haben vielen Müttern die Söhne gestohlen!“ Er nahm sich ein Samuraischwert und schlug den Agag dort direkt vor dem Tisch von Gott in Stücke.

34 Anschließend ging Samuel wieder nach Rama zurück. Saul ging nach Gibea, wo er zu Hause war.

35 Für den Rest seines Lebens wollte Samuel den Saul nie mehr sehen. Er war einfach total traurig wegen ihm. Gott bereute es aber voll, dass er ausgerechnet Saul zum Präsidenten über Israel gemacht hatte.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Tages

„Ja, ich habe gesündigt“, sagte Saul. „Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich mich vor Jahwe, deinem Gott, niederwerfe!“ Samuel tat es und ging mit Saul zurück. Und Saul warf sich vor Jahwe nieder.
(1Sam 15:30-31) 

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Wie verlogen ist das denn?
Saul machte nochmal den Versuch und wiederholte: „Ich habe gesündigt“. Aber mit diesem Bekenntnis will er eigentlich nur seiner Strafe entgehen. Damit ist die Anbetung völlig nutzlos.
Da macht Gott die Ohren zu.

Glauben ins Leben umgesetzt

Und auch heute wird mir hier wieder klar und deutlich gezeigt, wie sehr ICH gesündigt habe und meine Gebete in dieser Zeit auch völlig nutzlos waren, weil ich es nicht eingesehen hatte, was ich falsch mache. Wie kann ich Gott bitten mir zu helfen, wenn ich gar nicht bereit dazu bin, die sündigen Dinge aufzugeben? Auch da hat Gott die Ohren zu gemacht. Und ich hab
Und erst jetzt beginne ich zu verstehen. Und ich finde diesen Gott so großartig, dass er mich (wenn auch über die ganz harte Tour) wieder auf die richtige Straße gebracht hat. Ja, es war hart, weil ich es nicht verstand, aber ich weiß auch jetzt und dadurch, Gott wird mich nicht fallen lassen, aber seine Korrekturen können sehr sehr schmerzhaft sein.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir so sehr, dass du mir auch heute wieder bewusst gemacht hast, an der Geschichte von Saul, wie sehr du mich liebst. So sehr, dass du mich eben hast nicht fallen gelassen hast, dass du immer da warst und im Hintergrund hart um mich gekämpfst hast. Du bist sososo großartig!
Gestern Nachmittag war ich mit T. in diesem Diakoniezentrum, um uns umzuschauen, ob das eine Wohnform ist, die auch nichte nur etwas für T., sondern eventuell auch für mich ist. Und was soll ich sagen, das Konzept ist einfach großartig. Es ist wie ein kleines Dorf, mit Kita, Schule, Seniorenheim, mit Behinderten, Gesunden und Alten… Mit Kirche und Café und ganz viel Wald. Es ist einfach genial. Aber was mich wirklich stört ist, dass die Gebäude und Wohnhäuser im 70er Jahre Stile gebaut sind. Lange Flure, viele Türen, Fußboden mit Linolium. Wäsche wird im Waschkeller (ziemlich verkeimt) gewaschen und getrocknet. In den Wohnungen gibt es nur eine kleine Kochnische, dafür eine Kantine mit täglich einem warmen Essen für 3€.
Und es ist seeeehr weit draußen. Arztbesuche werden dann zur Weltreise. Was meinst du? Sollte ich mich dort mit auf die Warteliste setzen lassen? Ich werde auch älter und dort ist die Versorgung und Hilfe geregelt. Oder hast du einen anderen Ort für mich bestimmt? Bitte sag es mir!
Heute regnet es draußen, es ist ganz wichtig für deine Natur, es ist alles sososo trocken. Heute Nachmittag werde ich wieder zum Gottesdienst gehen. Ja, ich war einige Wochen nicht, aber ich kriege es bei der Hitze einfach nicht hin. Es kostet mich derart Kraft, dass ich lieber zu Hause geblieben bin. Aber M. hat mir gestern Abend noch geschrieben, dass er mich heute abholt und mich mit dem Auto hinbringt. Hast du das ihm ins Ohr geflüstert? Ich danke dir! Und ihm natürlich auch.
Das alles lege ich dir vor die Füße und bitte dich, mich zu behüten und zu beschützen und mir die Kraft für diesen heutigen Tag zu geben. Bitte kümmere dich weiter um T. und D. und A. Bei T.leistet du zur Zeit wirklich ganze Arbeit, sie freut sich so, dass sie nun auch Katzenbaby M. bekommt und dass sie einen Spender für den Besuch zu Valerie in die Türkei bekommen hat. Das alles war nicht zu erwarten. Danke, danke, danke!
Du bist großartig!
Und das alles trage ich dir vor in Jesu Namen
Amen

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Auf den Punkt gebracht #12

Saul hatte seine eigenen Ansichten darüber, wie Dinge geschehen sollten.
Als ihn der Prophet Samuel einmal ermahnte, weil er das nicht getan hatte, was ihm gesagt worden war, lautete Sauls Antwort: „Da habe ich mir gesagt …“ (1Sam 13:12).
Dann erklärte er, was er getan hatte, damit die Dinge so liefen, wie sie seiner Meinung nach laufen sollten (vergleiche 1. Sam 10:6-8 mit 13:8-14). Samuels Antwort auf König Sauls Einstellung lautete: „Ihm zu gehorchen ist sehr viel besser als ein Opfer zu darbringen“ (1Sam 15:22).

Wie viele Kinder Gottes scheitern daran, „über Sünde und Tod (zu) siegen und (zu)leben“ (Röm 5:17), weil sie nicht das tun, was Gott ihnen aufträgt, sondern stattdessen das, was er ihrer Meinung nach will?
Wenn wir an einem Punkt stehen, an dem Gehorsam verlangt wird, ist es gefährlich zu sagen: „Ich denke dies“, oder „ich will jenes.“
Vielmehr sollten wir Gott fragen: „Was willst du, was ich tue?“, und ihm dann gehorchen.
Wenn Jesus nicht der Herr über alles ist, ist er überhaupt nicht unser Herr.
Er mag unser Erlöser sein, aber nicht unser Herr und Meister.
Überlassen Sie Gott seinen rechtmäßigen Platz in Ihrem Leben, den erster Platz bei allem.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Gehorsam ist besser als Opfer

Als mich der Herr in seinen Dienst berief, forderte er mich auf, meine Arbeit zu kündigen. Ich sollte darauf vertrauen, dass er uns mit allem versorgen würde, was wir über das Gehalt meines Mannes benötigten, und mich auf meinen künftigen Lehrdienst vorbereiten. Die Vorstellung, kein Geld zu verdienen, fiel mir sehr schwer. Ehrlich gesagt, jagte sie mir sogar Angst ein. Ich hatte seit meinem 13. Lebensjahr gearbeitet und war es gewohnt, finanziell unabhängig zu sein. Aus Angst beschloss ich, meine Vollzeitstelle aufzugeben und eine Teilzeitstelle anzunehmen, statt das zu tun, wozu mich Gott aufgefordert hatte. Diese Teilzeitstelle hatte ich nur für kurze Zeit, dann wurde mir gekündigt. Ich war eigentlich eine gute Arbeitnehmerin und der Grund für diese Kündigung hatte nichts mit meiner Arbeit zu tun, mein Chef hatte eine persönliche Abneigung gegen mich. Ich war Gott ungehorsam gewesen und er hatte mir in dieser Arbeitssituation seine Gunst verweigert. Ich hatte versucht, Gott teilweise zu gehorchen, und musste lernen, dass Gehorsam nur echter Gehorsam ist, wenn er vollständig ist.

Genauso wie Saul hatte ich ein Opfer gebracht, statt gehorsam zu sein (siehe 1Sam 15:22). Gott hatte gesagt, dass ich meine Arbeit kündigen solle. Das hatte ich getan, aber ich hatte sie durch eine Teilzeitstelle ersetzt. Meine Teilzeitstelle kam einem „Teilzeit-Ungehorsam“ gleich. Oft denken wir, wir könnten mit Gott aushandeln, aber das funktioniert nie. Es gibt nur einen Weg, und das ist sein Weg. Es gilt: Alles oder nichts!

Der ist in Bezug auf Ungehorsam sehr deutlich. Er sagt, dass Ungehorsam Auflehnung ist und in der Bibel wird Auflehnung sogar mit Zauberei gleichgesetzt (siehe 1Sam 15:23). Wir meinen vielleicht, unsere Gedanken wären besser als Gottes Gedanken, aber er bezeichnet diese Einstellung als Eigensinn und vergleicht sie mit Götzendienst (siehe Vers 23). Warum Götzendienst? Weil wir unsere eigenen Ideen zum Götzen machen und sie über Gottes Anweisungen erheben.

Saul lehnte sich auf und verspielte damit die Chance, König zu bleiben. Wie viele Menschen denken wohl, sie würden Gott gehorchen, obwohl sie ihm in Wirklichkeit ein Opfer bringen, das für Gott nicht annehmbar ist? Diese Menschen führen ein kümmerliches, unerfülltes Leben und geben Gott oft die Schuld für etwas, dass sie sich selbst zuzuschreiben haben.

Gott verlangt sofortigen, vollständigen Gehorsam, nichts anderes ist ausreichend. Wenn wir das, was er von uns verlangt, als zu schwer empfinden, dürfen wir nicht vergessen, dass er verheißt, uns dabei Gnade zu schenken. Wir müssen nur dafür offen sein.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Licht für den Weg #6

Merk dir: Gehorsam ist ihm wichtiger als Opfer, / auf ihn zu hören, ist ihm mehr wert als das Fett vieler Schafböcke. 
(1Sam 15:22)

Gottes Anweisungen für KJönig Saul waren klar: Erschlage die Amalekiter und vernichte all ihren Besitz. Alles, ohne Ausnahme. Mach keine Beute. Aber Saul verschonte König Agag und jeweils die besten Schafe, Ochsen, Mastkälber und Lämmer.

Als Samuel Saul am Morgen in Gilgal begegnete, verkündete Saul selbstbewusst, dass er genau das getan habe, was der Herr befohlen hatte. Aber in diesen Augenblick stimmte ein „Stallchor“ sein Oratorium an — Schafe blökten, und Ochsen brüllten. Äußerst peinlich!

Samuel wollte natürlich wissen, warum die Schafe blökten, wenn Saul sie alle getötet hatte. Der König versuchte daraufhin seinen Ungehorsam zu verschleiern, indem er dem Volk die Schuld gab und sie gleichzeitig unter einem religiösen Vorwand entschuldigte. Er sagte: „Das Volk hat die besten Schafe und Rinder verschont, um sie Jahwe, deinem Gott, zu opfern.“

In diesem Augenblick schleuderte ihm der Prophet Gottes die schneidenden Worte ins Gesicht: „Ungehorsam ist für ihn eine Sünde wie die Zauberei, / Auflehnung gegen ihn so schlimm wie Götzendienst.“

Gehorsam ist wichtiger als Rituale, Opfer und Gaben. Ich hörte einmal von einer Familie, die ihre Mutter mit kühler Verachtung und Ungehorsam behandelte, solange sie lebte. Als sie aber starb, kleidete man ihre Leichnam in einem echten Dior-Kostüm. Ein verachtenswerter und vergeblicher Versuch, Jahre der Rebellion und Respektlosigkeit wiedergutzumachen!

Oft hört man, wie Menschen ihre unschriftgemäßen Auffassungen oder unschriftgemäßen Verbindungen damit verteidigen, dass sie dadurch angeblich mehr Einfluss ausüben können. Doch Gott lässt sich durch solche Scheinargumente nicht betrügen. Er will unseren Gehorsam – um unseren Einfluss kümmert er sich schon. In Wirklichkeit ist es so, dass unser Einfluss dann negativ, wenn wir ungehorsam sind. Nur wenn wir in Gemeinschaft mit dem Herrn wandeln, können wir auf andere einen Einfluss im Sinne Gottes ausüben.

William Gurnall sagte einmal: „Opfer ohne Gehorsam ist Frevel.“ Und es ist noch weitaus schlimmer, wenn wir unseren Ungehorsam mit einem frommen religiösen Vorwand tarnen. Gott lässt sich nicht hinters Licht führen.

(William MacDonald)

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Edelsteine #21

Samuel war tief betroffen und schrie die ganze Nacht zu Jahwe. 
(1Sam 15:11)

Gott flüsterte wiederum in Samuels Ohr und sagte zu ihm: „Es ist mir leid, Saul zum König gemacht zu haben, denn er hat sich von mir abgewandt und meine Befehle nicht befolgt.“ (1Sam 15:11). Der Apostel Paulus sagte eteas Ähnliches, als er an die Christen in Rom schrieb: „…, denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ (Röm 3:23). So   wie Saul hinter den Maßstäben zurückblieb, die Gott für das Königsamt aufgestellt hatte, so bleiben wir alle zurück und verlieren seine uns zugedachte Herrlichkeit.

Saul leistete nur teilweise Gehorsam. Er wollte König sein und die Macht eines Königs ausüben. Aber er maßte sich an, in der Abwesenheit Samuels in die Befugnisse eines Propheten und Priester einzugreifen. Gott befahl ihm, die Amalekiter gänzlich, samt ihren Rindern, Schafen, Kamelen und Eseln, zu vernichten. Aber Saul schonte das Leben des Königs Agag und schaffte die besten Rinder, Schafe und Lämmer auf die Seite. Er unterließ es also, Gottes Befehl auszuführen, und darum „reute“ es Gott, Saul zum König gemacht zu haben.

Wir leben in einer Zeit, in der jeder mit seinen eigenen Dingen beschäftigt ist. Viele unserer christlichen Unternehmungen beginnen mit Gottes Offenbarung an uns und enden damit, dass wir nur teilweise ausführen, was er befohlen hat. Leider müssen wir für solch einen unvollkommenen Gehorsam einen teuren Preis zahlen.

Samuel „schrie die ganze Nacht zu Jahwe“ und so war Saul nicht ohne einen Fürsprecher. Auch wir haben einen Fürsprecher und können aus Sauls Fehlern lernen. Wir wollen nicht zögern, uns an Jesus, unseren Fürsprecher und König zu wenden. Wir wollen ihm unseren Ungehorsam bekennen und ihn drängen, dieses Bekenntnis vor den himmlischen Vater zu bringen. Preist den Herrn, dass das Blut Jesu Christi uns von aller Sünde reinigt. Nimm Gottes Vergebung an. Gehe in der Freude über Gottes Güte und Gnade deinen Weg. Wenn wir sehen, wie ein Bruder oder eine Schwester den Worten Gottes nur unvollständig gehorcht, dann wollen wir wie Samuel die ganze Nacht zum Herrn schreien.

Ein Edelstein für heute: Ein unvollkommener Gehorsam bringt nur unvollkommenen Segen und kann zu unserem Untergang führen.

(Tim Ruthven)

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Tag 147 – 1. Samuel 15:1-23

1 An einem Tag kam Samuel mal bei Saul zu Besuch. Er sagte ihm: „Saul, ich hab ne Nachricht für Sie. Gott hat mir ja immerhin damals den Job gegeben, Sie zum Präsidenten über seine Leute, die Israeliten, zu machen. Darum sollten Sie mir jetzt auch gut zuhören, kapito?

2 Das ist es, was der Chef dieser Welt, unser Gott, Ihnen heute sagen will: ‚Ich möchte, dass die Amalekiter jetzt dafür bluten müssen, dass sie Israel gedisst haben, als die auf ihrem Weg raus aus Ägypten waren. Sie haben ihnen damals einfach den Weg versperrt.

3 Also, auf geht’s! Sie sollten gegen die Typen in den Krieg ziehen und sie komplett plattmachen. Die Rote-Karte-Aktion muss bei denen radikal durchgezogen werden! Jeder muss sterben, ohne Gnade, alle Männer und Frauen, Kinder, Babys, Kühe, Schafe, Katzen, Pferde, einfach alles.‘“

4 Saul unterschrieb einen Einzugsbefehl von allen wehrfähigen Männern. Die sollten sich in der Kaserne in Telaim zur Musterung sammeln. Insgesamt waren das 200 000 Soldaten, dazu noch 10 000 Mann aus Juda.

5 Mit dieser Armee zog Saul bis in die Nähe der Hauptstadt von den Amalekitern und versteckte sich da im Tal.

6 Dort lebten auch die Keniter, die entfernt mit den Israeliten verwandt waren. Die bekamen von Saul noch ne Warnung rein: „Verzieht euch schleunigst von hier und trennt euch von den Amalekitern! Sonst werden wir euch mit denen zusammen komplett ausradieren müssen. Ihr seid ja immerhin nett zu uns gewesen, als wir euch auf unserer Reise aus Ägypten getroffen haben.“ Die Keniter nahmen die Warnung ernst und verschwanden schleunigst aus der Gegend.

7 Und dann startete Saul den Angriff auf die Amalekiter. Der Sieg war überwältigend, von Hawila bis Schur an der ägyptischen Grenze wurden die Feinde geschlagen.

8 Der Präsident Agag wurde von Saul verhaftet und abgeführt. Bei dem Rest der Amalekiter zog er die Rote-Karte-Aktion durch, alle wurden per Genickschuss getötet.

9 Allerdings wurde die Aktion nicht an Agag ausgeführt und auch nicht bei den Tieren. Alle Schafe, Ziegen und Rinder, zumindest die gesunden Tiere, das Mastvieh und so, alles was irgendwie Kohle gebracht hätte, wurde nicht getötet.

10 Gott hatte dann mal wieder ein Gespräch mit Samuel.

11 „Ich glaub, das war ein großer Fehler, Saul zum Präsidenten zu machen. Er hat keinen Bock auf mich und tut, was er gerade lustig findet, und meine Befehle führt er nicht aus.“ Samuel war echt am Ende, als Gott ihm das gesagt hatte. Die ganze Nacht betete er wie blöd und versuchte Gott umzustimmen.

12 Am nächsten Morgen packte er seine Sachen und fuhr los, um mit Saul zu sprechen. Er hatte gelesen, dass Saul gerade in der Stadt Karmel auf Besuch gewesen war, um sich dort so ein Denkmal einzuweihen, was an den letzten Sieg im Krieg erinnern sollte. Danach wäre er weiter nach Gilgal gezogen.

13 Als Samuel dort ankam, begrüßte ihn Saul am Eingang. „Hey, Samuel! Gott ist voll auf Ihrer Seite! Ich hab alles genau so durchgezogen, wie Gott es gesagt hatte!“

14 „Hä? Und was sind das dann für Schafe und Rinder, die da rumblöken?“, fragte Samuel.

15 „Ach, das sind nur ein paar der besten Schafe und Rinder, die meine Leute extra nicht getötet haben, damit wir sie Gott in einem Opferritual schenken können. Den Rest haben wir komplett plattgemacht!“

16 „Halten Sie die Klappe! Ich muss Ihnen jetzt erst mal die Sachen erzählen, die Gott mir letzte Nacht gesagt hat!“, unterbrach ihn Samuel. „Dann legen Sie mal los!“, antwortete Saul.

17 „Hören Sie zu: Sie sind der Chef von allen Israeliten, der Präsident. Obwohl Sie immer gesagt haben, dass Sie das gar nicht verdient haben, hat Gott Sie trotzdem zum Präsidenten gemacht.

18 Er war es, der Sie zu den Amalekitern geschickt hat, oder? Seine Ansage war klar und deutlich: „Bekämpfe sie so lange, bis alles bei denen tot ist, keiner soll überleben. Zeig ihnen die rote Karte!“

19 Und warum haben Sie das nicht gemacht? Warum haben Sie dem Befehl von Gott nicht gehorcht? Warum haben Sie sich die Sachen von der Beute gezockt, obwohl Sie wissen, wie ätzend er das findet?“

20 „Äh, aber wieso, ich hab doch alles gemacht, was er wollte!“, stammelte Saul. „Ich hab den Amalekitern die rote Karte gezeigt, ich hab den Präsidenten Agag hierhergebracht.

21 Die besten Tiere haben meine Leute nur deswegen nicht getötet, weil wir sie hier in Gilgal für Gott abfackeln wollten!“

22 „Okay. Worauf steht Gott mehr: auf ein nettes Dankopfer oder ein Abfackelopfer? Oder da drauf, dass seine Leute genau das durchziehen, was er ihnen gesagt hat? Gott zu gehorchen ist tausendmal besser als so ein Opferritual! Und Gott wirklich zuzuhören ist besser als das fetteste Steak von einem Rind.

23 Nicht zu tun, was Gott gesagt hat, ist genauso schlimm wie Satanismus, und sich gegen das zu stellen, was er will, ist genau so schlimm wie zu Plastikgöttern zu beten. Weil Sie nicht das getan haben, was Gott von Ihnen wollte, hat Gott keinen Bock mehr auf Sie. Ihre Präsidentschaft ist hiermit vorbei!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Doch Samuel erwiderte: „Freut Jahwe sich mehr über Opfer,  die man schlachtet und verbrennt,  als daran, dass man ihm gehorcht?  Merk dir: Gehorsam ist ihm wichtiger als Opfer,  auf ihn zu hören, ist ihm mehr wert als das Fett vieler Schafböcke. 23 Ungehorsam ist für ihn eine Sünde wie die Zauberei,  Auflehnung gegen ihn so schlimm wie Götzendienst.  Weil du das Wort Jahwes verworfen hast,  verwirft er auch dich als König.“
(1Sam 15:22-23)

Oh Mann, da hat Saul einen eindeutigen Auftrag von Gott bekommen und führt ihn nur halbherzig aus. Dass, was er anders sieht, tut er einfach nicht. Und kommt dann mit Ausreden, er wolle diese Dinge doch Gott opfern.
Dass das Gott nicht lustig findet ist klar und hat Konsequenzen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Aber tun wir es nicht oft ähnlich?
Zum Beispiel Steuern. Verheimliche ich bei der Steuererklärung etwas, weil ich nicht möchte, dass mit „meinem“ Geld Dinge finanziert werden, die ich nicht mag (diese Dinge werden sowieso finanziert, ob ich nun die 2 Euro angebe oder nicht). Oder verschweige ich Einnahmen, weil ich eh schon soviel Steuern zahle und ja auch jede Menge für die Gemeinde tue. Da gebe ich lieber mehr in den Klingelbeutel als dem Finanzamt. Auch das ist Eigenwillen, denn Gott hat dazu eine klare Meinung. Ganz klar. Es gibt sicherlich noch tausend andere Beispiele, dass ich mir nur das aus Gottes Wort herauspicke, was mir gefällt, dass andere mache ich halt anders.
Nein, an dem heutigen Beispiel mit Saul kann man sehen, wie Gott darüber denkt. Eindeutig.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute zeigst du mir wieder ganz eindeutig, wie du darüber denkst, wenn wir uns an deinem Wort vorbeimogeln wollen. Und ich denke mal, es gibt sicherlich in jedem Leben so ein Punkt, wo wir innerlich murren, wenn wir nicht damit einverstanden sind, was du sagt und von uns möchtest.
Ich habe es ja selbst erfahren mit J. Ich wusste, wie du über Ehe denkst, wusste es ganz genau. Von mir kam aber eben dieses „aber ich“ „ich bin doch ein Sonderfall, da musst du es doch anders sehen ….“ Nein, tut er nicht. Und dann kommt der Fall. Am besten gleich und tief, damit man es merkt und nicht schleichend und in Raten.
Ich habe daraus gelernt und trage noch die Narben davon. Und wünsche mir so sehr, dass es mir nicht noch einmal passiert. Bitte, Vater, beschütze mich davor. Führe und leite mich sanft, aber sag mir bitte ganz genau, was du von mir möchtest, was ich tun soll. Bitte.
Gestern war D. wieder so zerstört, sucht tausend Fehler bei sich, die sie nicht begangen hat. Bitte hilf ihr doch, dass sie nicht mehr so verzweifelt ist. Ihre Katastrophe ist nun 9 Monate her, 9 harte Monate. Ich fände es gut, wenn du ihr jemand vorbei schickst, der ihr Selbstwertgefühl wieder stärkt und ihr Kraft gibt. Du hast so viele Engel. Ein einziger würde reichen.
Und das trage ich heute vor dich in Jesu Namen.
Bitte Vater, hilf ihr! Bitte!
Amen

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