Tag 438 – Psalm 52

Ich vertrau Gott

1  Ich muss mal wieder jemanden unterweisen. Gott ist mein Zeuge, dabei werde ich bestimmt nicht übertreiben.

2  Doeg, der Edomiter, hat mich auf meiner Flucht an Saul verraten, und Saul war sofort hinter mir her mit seinen Soldaten.

3  Warum bist du nur so stolz auf deine Bosheit? Gottes Liebe gilt den ganzen Tag und deshalb für ihn diesen Lobpreis.

4  Du planst nur Böses, redest Scheiße am laufenden Band.

5  Nicht einmal sagst du Wahres, aber Lügen für tausend Mann.

6  Du liebst das Böse und Schlechte, du Betrüger, aber hör mir zu: Da steh ich voll drüber!

7  Gott wird dich zerstören, wo du auch bist, er wird dich kriegen. Es wäre besser, du fängst schon mal an, dich zu verabschieden.

8  Die Korrekten werden sich fürchten und gleichzeitig lachen:

9  „Der Mann hat Gott nicht vertraut, sich nur auf seinen Reichtum verlassen.“

10  Ich hingegen bin wie ein blühender Baum im Hause Gottes, ich vertraue auf ihn und seine Liebe, auch wenn ihr mich verspottet.

11  Ich werde für immer mit Gott dort sein, auf der Straße und im Hauskreis. Ich werde dir danken, weil du mein Gott bist, und das ohne Aufpreis.

Mein Schlüsselvers für heute

Damals war der Edomiter Doëg zu Saul gekommen und hatte ihm berichtet, David sei bei Ahimelech gewesen.
(Ps 52:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

In diesem Psalm geht es um Doëg, den Edomiter, der Ahimelech und David verriet und dann Gottes Priester tötete (1Sam 21:7; 22:9-23). Doëg hielt sich für einen ganz großen Helden – er prahlte sogar mir seiner Tat. In Wirklichkeit hatte er sich boshaft und schlecht verhalten. Sein Handeln war eine Beleidigung Gottes. Wem etwas gelungen gelungen ist, der kann leicht zur der Überzeugung kommen, er hätte etwas Besonderes geleistet. Aber nur weil etwas gut gemacht oder gründlich vorbereitet wurde, bedeutet das nicht, dass es auch gut ist (es gibt beispielsweise gute Glücksspieler oder geschickte Lügner). Wir müssen alles, was wir machen, an Gottes Wort messen und nicht daran, wie gut es uns gelingt. … Soviel wieder zur Theorie. Für mich heißt das, dass ich nicht denke, andere sind etwas besseres als ich. Auch sie kochen nur mit Wasser. Andere sind kein bisschen besser oder schlechter als ich. Wir sind alle Sünder. Jeder. Vor Gott. Gott bewertet, das ist nicht mein Job. Geht das mal in mein Hirn?

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute fühle ich mich wieder klein und hässlich. Mir ist gestern der Tag wieder völlig entglitten. T. war da, wir haben Erdbeerkuchen gegessen und so über alles mögliche und unmögliche geredet. 3 Stunden. Danach war ich so fertig, dass nichts mehr ging, ich unendlich viel Eis in mich hineingestopft habe (in der unbewussten Hoffnung, dass es mir besser geht). Ging es natürlich nicht. Hab mich wieder aufgekratzt und zugeklebt, bin ganz spät ins Bett und um nicht weiter nachzudenken, aber ich auch noch gut Medikamente genommen, dass ich schlafen kann. Shit ohne Ende. Vater, ich weiß nicht, wie ich aus solchen Situationen herauskommen kann. Mit einfach Willen, geht das nicht. Ich bin gefangen in mir selbst und schaffe es nicht. Heute morgen ist natürlich der Katzenjammer groß, ich ärgere mich halbtot und weiß nicht, wie ich es beim nächsten mal anders, besser machen kann. Heute passiert nicht mehr viel. Ich werde nachher noch den Gottesdienst auf youtube anschauen und heute Nachmittag werde ich sehen, ob etwas geht oder auch nicht. Vater, bitte, hilf mir über diesen Tag, hilf mir, dass ich nicht wieder in diesen Strudel gerade, wo ich mich nicht allein wieder herausziehen kann. Gib mir bitte irgendetwas an die Hand, dass ich den Stop-Knopf finde und bremsen kann. Ich will das nicht und finde keinen Ausweg. Deshalb bin ich heute so durch … morgen geht es wieder besser. Bestimmt. Ganz bestimmt ….


Tag 436 + 437 – Psalm 51

Nimm die Lasten von mir weg, Gott

1  Dieses Teil hier wurde geschrieben, als David totale Scheiße machte

2  und in dieser Nacht mit Bathseba fremdgeschlafen hatte. Nathan hat ihn anschließend übelst angepisst und ihn ernsthaft gefragt, was für ein Idiot er doch ist.

3  Jetzt betet er zum Chef: „Hab Mitleid mit mir, nimm meinen Mist weg und tu so, als wäre das nie passiert.

4  Wasch mir den Kopf und spül den Müll aus mir raus,

5  ich peil jetzt meinen Fehler, doch er bleibt vor meinem Auge.

6  Ich habe dich verarscht, und ich wollt dich hintergehen. Du bist im Recht, und deswegen musst du mir auch nicht vergeben.

7  Seit mein Dad mich gezeugt und meine Mum mich ausgetragen hat, merk ich, wie der Scheiß in mir aus mir einen Sklaven macht.

8  Ich weiß, dass du es feierst, wenn man ehrlich und authentisch ist, darum zeig mir jeden Tag aufs Neue, wo die Grenzen sind. Mach aus mir ’nen Mann, der weiß, was gut und richtig ist,

9  und nimm den Dreck von mir, der allmählich bis zum Himmel stinkt. Dann weiß ich, was es heißt, wirklich sauber zu sein. Ich schau auf dich, und sofort ist mein Glaube gereinigt.

10  Du hast mich bestraft, und zwar so hart wie noch nie. Verschränk nicht auf ewig deine Arme vor mir, bitte nimm mich wieder an – gib mir die Atemluft zurück.

11  Und nimm die Lasten von mir – jeden Tag ein kleines Stück.

12  Veränder die Gedanken – gib mir Kraft, es durchzustehen.

13  Schenk mir deine Energie – ich will das alles noch erleben.

14  Zeig mir, was es heißt, in wahrer Freiheit zu leben, ich will dir folgen, bis ich mal das Zeitliche segne.

15  Ich will den Leuten zeigen, die fertig und ausgebrannt sind, dass es einen Weg zurück in deinen weiten Arm gibt.

16  Ich hab jemand einfach den Atem genommen, und das nur, um mal ’ne kleine Runde mit der Alten zu poppen. Mach mich frei von diesem Müll, der mich quält. Ich will dann losziehn, um deine Größe weiterzuerzählen.

17  Gib mir dazu die Worte und die Fähigkeit zu denken, und ich fange an, für dich ein paar Berge zu versetzen.

18  Ich will mich nicht verstecken hinter Gottesdienstbesuchen. Du gibst ’nen Scheiß darauf, wenn wir vor dir knien und rufen und es nicht ehrlich meinen – das ist alles aufgesetzt.

19  Du willst lieber einen Menschen, der am Arsch ist und verletzt, wenn er gegen dich voll die Scheiße gebaut hat. Wenn er sich dann bemüht, dir zu gefallen, ist das ehrlich und vernünftiger.

20  Gib uns deine Liebe – mach uns stark und unsre Hoffnung groß!

21  Dann nimmst du’s ernst, wenn wir beginn’n, dich als unsern Gott zu loben. Wir schrein dann wieder laut: „Der Chef ist wieder da!“ Und schicken die Gebete zu dir auf den Altar. David sagt …

Mein Schlüsselvers für heute

Obwohl sich David mit Batseba vergangen hat, sagt er, dass er gegen Gott gesündigt hat. Wenn jemand stiehlt, tötet oder lästert, gibt es ein Opfer, das darunter leidet. Nach weltlicher Anschauung ist außerehelicher Geschlechtsverkehr zwischen zwei willigen Erwachsenen akzeptabel, solange niemand zu Schaden kommt. Es ist aber so, dass trotzdem Menschen verletzt werden – in Davids Fall wurde sogar ein Mann getötet und außerdem starb ein Baby. Jede Sünde verletzt sowohl uns als auch andere. Im Endeffekt wird jedoch Gott beleidigt, denn jede Art von Sünde ist eine Auflehnung gegen seine Vorstellungen für unser Leben. Wenn wir versucht sind, etwas Unrechtes zu tun, müssen wir bedenken, dass wir damit gegen Gott sündigen würden. Das kann uns helfen, auf den richtigen Weg zu bleiben. …. ….. …. Natürlich weiß ich das alles. Theoretisch. Aber heute nach dem Lesen des Abschnittes ist es mir ganz eindringlich bewusst geworden, ist es mir ins Herz gerutscht. Aufhören zu sündigen klappt sicher nicht, wir sind sündige Menschen und wurden als solche bereits geboren. Aber die Einstellung dazu kann man ändern und dann doch vielleicht genauer hinschauen und so manches lassen ….


Tag 434 + 435 – Psalm 50

Drauf sein, wie Gott es gut findet

1 Ein Beat von Asaf, der klarmacht, dass, wenn Gott redet, alles stillsteht. Wenn Gott gerufen hat, die Erde auf ihn hören soll, egal, wo man grad geht, ob du im Osten bist, in Bagdad oder in Bahrain, in München, in New York oder in Köln am Rhein.

2 Auf dem Berg Zion kommt Gott an, mit seinem Ultraglanz.

3 Und er kommt nicht nur an mit Hans und Franz, er kommt mit Feuer, und es bricht um ihn ein Tosen, auf Wellen reitet er, er braucht keine Almosen!

4 Denn nur der Himmel und die Erde stehen als Zeugen, wenn er die Völker zu sich ruft, dass sie sich beugen.

5 „Zieht meine Leute ein und bringt alle zusammen, mit denen ich Verträge hab, die werd‘ ich nicht verdammen. Sie haben mir schon damals ihre Treue fest geschworen und standen stets zu ihrem Wort, waren auserkoren.“

6 Gott ist immer korrekt, er ist der Richter, das bestätigen der Himmel und auch ich als Psalmdichter.

7 „Hör mir mal zu, du, Israel, ich klag dich an! Ich bin dein Gott und ich muss dich jetzt mal verwarn’!

8 Nicht weil du dein Opfer korrekt hast durchgezogen, auch was du für mich sonst abgefackelst, ungelogen.

9 Aber dein Opfer ist mir, ehrlich gesagt, total egal, weder die Plattensammlung aus dem Schrank noch das CD-Regal.

10 Die Sachen gehören mir sowieso, brauch ich nicht mehr, und auch den MP3-Spieler gibt’s im Himmel doch viel besser.

11 Ich kenne jeden Beat auswendig, kann dir jedes Liedvorsingen, nicht nur die Top-Ten-Hits sind mein, auch Punksongs kann ich dir bringen.

12 Und wenn ich Hunger hätte, würde ich dich nicht um Essen bitten, weil mir ja alles eh gehört, die ganzen Steaks und alle Fritten. Ja, alles, was auf dieser Erde mal gewachsen ist, gehört mir, und alles was da auf ihr lebt, jede Pflanze, jedes Tier.

13 Glaubst du in echt, ich wollte dir den Burger vom Teller stehlen, was soll das für ein Opfer sein? Willst mich mit dem Zeug wohl quälen!

14 Das Opfer, wo ich voll drauf steh, ist ein Versprechen, was du mir mal gegeben hast. Das darfst du nicht brechen.

15 Wenn du am Ende bist, dann ruf mich schnell herbei, ich rette gerne und habe Kraft für drei. Du kannst mir gerne für die Sachen wieder danken und meinen Weg mit krassen Lobliedern flanken.“

16 Wenn jemand Gott disst, geht Gott richtig ab und sagt: „Was laberst du über die Ansagen, die ich gemacht hab?

17 Aber das, was ich von dir wollte, war am Ende trocken Brot. Du tust, was du für richtig hältst, wirfst meine Pläne über Bord.

18 Mit denen, die andere abzocken, steckst du voll unter einer Decke, mit Ehemännern, die betrügen, ziehst du noch abends um die Ecke.

19 Fiese Wortattacken kommen dir wie Spucke von der Lippe, wenn du auch nur den Mund aufmachst, dann stinkt es schon nach kalter Kippe.

20 Über die Leute, die dich mögen, lästerst du den ganzen Tag und streust lauter fiese Gerüchte über Leute, die du magst. Über deinen Bruder ziehst du total fies her,

21 bis jetzt hab ich dazu geschwiegen, aber, Mann, das geht ab jetzt nicht mehr. Vielleicht hast du dabei gedacht, du bist mir plötzlich völlig wurscht, aber ich mach dir heut die Ansage: Hör auf damit, du Horst! Ich halte dir mal deine ganze fiese Untreue vor die Nase,

22 du hast mich schlicht einfach vergessen, mich so behandelt wie ’ne Luftblase. Jetzt höre auf die Worte, die ich dir zu sagen habe, sonst muss ich dich ganz einfach plattmachen, dann hilft auch kein Gehabe. Es kommt für dich dann jede Rettung glatt zu spät.

23 Wer mir fett ‚danke‘ sagt, für den bin ich sein Held. Ich freu mich über jeden, der mir was aus Dankbarkeit bringt, seine Zeit, Lieder oder Geld, wer sich an mich wendet, den werd‘ ich retten aus seiner Not. Für den, der immer zu mir hält, steh ich bereit, ich bin sein Gott.“

Mein Schlüsselvers für heute

Nicht wegen deiner Opfer tadle ich dich, / deine Brandopfer sind immer vor mir.
(Ps 50:8)
Opfere Gott Dank / und löse ihm deine Versprechen ein!
(Ps 50:14)

Meine Erkenntnis des Tages

Gottes Heiligkeit verlangt es, dass Sünde mit dem Tod bestraft wird. Doch durften Menschen Tiere als Ersatz für sich selbst opfern, um ihren Glauben an den gnädigen, vergebenden Gott zu symbolisieren. Nun boten die Menschen nur noch Opfer dar, ohne sich über die Bedeutung im Klaren zu sein! Die Tatsache, dass sie Gott überhaupt Opfer brachten, zeigt, dass sie sich einmal bereit erklärt hatten, Gott von ganzem Herzen nachzufolgen. Aber jetzt waren sie nicht mehr mit dem ganzen Herzen dabei. Wir (ich) können in die gleiche Falle tappen, wenn wir (ich) nur aus Gewohnheit an religiösen Aktivitäten teilnehmen, den Zehnten geben und den Gottesdienst besuchen, und nicht aus herzlicher Liebe und Gehorsam. Gott möchte, dass wir (ich) ihm unser (mein) ganzes Leben schenken, nicht nur leere Rituale.

Mein Gebete für meinen Tag

Vater, heute hast du mir wieder sehr eindringlich vor Augen geführt, dass alles dir gehört. Alles, was hier auf der Erde existiert, dürfen wir nur benutzen. Benutzen, dass etwas daraus entsteht, um dich zu ehren. Immer wieder vergessen wir das … Ich vergesse das. Wir denken sooft, dass das, was wir besitzen, uns ja erarbeitet haben oder dass dass uns irgendwie „zusteht“. Nichts steht uns (mir) zu. Alles ist ein Geschenk von dir.
Und als Dank dafür, meckern wir rum, wenn wir irgendetwas nicht bekommen, häufen an und wollen immer mehr als wir wirklich brauchen. Und dich ehren? Da laufen wir meist höchstens sonntags in die Kirche oder sprechen Tischgebete. Als Ritual, als vermeintliche Pflicht. Nein nicht alle, aber viele. Ich will mich nicht ausnehmen. Bitte Vater, gib mir immer wieder das Bewusstsein, dass alles, aber auch alles dir gehört, dass mich tiefe Dankbarkeit erfüllt.
Heute wird ein schwieriger Tag, heute ist die Urnenbeisetzung von H. Bitte Vater, sei bei mir und lass mich bitte auch nicht vergessen, dir für jede noch so kleine Kleinigkeit zu danken. Ja, dankbar bin ich, aber ich möchte es auch so formulieren und mir ins Bewusstsein rufen. Danke, für die wundervollen Rosen, die ich mitnehmen werde. Du hast sie wirklich wunderbar gemacht. Danke, dass es Bahnen gibt, die mich zum Friedwald fahren. Danke für D., dass sie alles organisiert hat, danke für H., die auch kommen wird und danke für die vielen kleinen Dinge, die mir auf den Weg dorthin begegnen werden und von denen ich jetzt noch nichts weiß. Vielleicht solle ich hier abends eine kleine „Dankrubrik“ einführen, wo ich abends alles aufschreiben werde, wofür ich dankbar bin. Mal sehen …



Tag 432 + 433 – Psalm 49

Gott ist nicht käuflich

1 Von Korachs Söhnen an den Chorleiter, gebt den Rhyme jetzt immer weiter.

2 Das geht raus an alle sieben Kontinente: eine Message, die ich an alle sende,

3 an jeden, der das hört, alle zusamm’. Egal, ob reich, arm, groß, klein, dick oder schlank,

4 jetzt habe ich’s gecheckt, hört meine Schlauheit.

5 Gott hat mir gesagt, ich soll sprechen, also geb ich nicht klein bei.

6 Ich hab keine Angst vor Menschen, die sich in meinen Weg stellen.

7 Sie vertrauen auf ihr Vermögen, sie hoffen auf ihr Geld.

8 Man kann seinen Bruder nicht freikaufen, Gott nimmt kein Lösegeld. Kohle zählt bei Gott nicht, nur hier, in dieser miesen Welt.

9 Denn Gott weiß, eine Seele ist viel zu wertvoll, er denkt anders als ihr, weil ihr nur immer mehr wollt.

10 Von dem Gedanken, Gott zu kaufen, verabschiedet euch ewig. Mit Geld der Hölle zu entkommen, das geht nicht.

11 Denn eins ist klar, das gilt für Arme und Reiche: Sterben müssen wir alle, nur nicht auf dieselbe Weise. Irgendjemand wird dann euer Vermögen erben,

12 aber glaubt ihr wirklich, dass eure Häuser für immer stehen werden? Ihr könnt noch so bekannt sein, eins müsst ihr euch merken:

13 Irgendwann wird der Reichste wie der ärmste Penner sterben!

14 Folgende Worte sollten sich in euer Gehirn einbrennen, denn ich prophezeie euch jetzt schon euer Ende:

15 Ihr fühlt euch heute wie ein King auf dem Thron, aber morgen schon werdet ihr in der Hölle schmorn.

16 Aber mein Leben wird Gott retten, und ihr werdet ewig leiden wie Gefangene in Ketten.

17 Keine Angst, wenn ein Mann reich ist und glaubt, er sei wichtig,

18 denn in die Hölle nimmt er seine Kohle nicht mit sich.

19 Er hat ein gutes Leben, und andere schleimen sich ein,

20 aber er kommt in die Dunkelheit, wo die Sonne nie scheint.

21 Der Mensch, der Ansehen hat, aber keine Ahnung, bewegt sich auf dünnem Eis, und es ist klar, dass er einbricht.

Mein Schlüsselvers für heute

Denn im Tod nimmt er das alles nicht mit,  sein Reichtum folgt ihm nicht ins Grab.
(Ps 49:18)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Das ist wieder ein Psalm, den ich verstehe, so leicht, so einfach, so schön.
Die Reichen und die Armen haben eins gemeinsam: Wenn sie sterben lassen sie ihren ganzen Besitz auf der Erde zurück. Im Augenblick des Todes, den alle erleben werden, stehen die Reichen als auch die Armen nackt und mit leeren Händen vor Gott. Die einzigen Reichtümer, die wir dann besitzen, sind die, die wir dann in unser ewiges Erbe investiert haben. Oder anders formuliert: Die einzigen Reichtümer, die ich dann besitze, sind die, die ich in mein ewiges Erbe investiert habe. Im Moment des Todes wird sich jeder wünschen er hätte sich weniger um Irdisches gekümmert, was wir eh zurücklassen müssen, und mehr um die himmlischen Dinge, die für immer erhalten bleiben. Um einen Schatz im Himmel zu haben, muss ich mein Vertrauen auf Gott setzen, ihm gehorsam sein und mein ganzes Tun darauf ausrichten. Weiß ich. Aber es ist immer wieder gut, daran erinnert zu werden.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir für diesen Psalm heute. Immer wieder braucht man solche Wort (oder besser: ich), um nicht in den alltäglichen Wahnsinn nach irdischen Gütern zu verfallen. Alles um uns herum ist darauf ausgerichtet, dass wir konsumieren, konsumieren, konsumieren. So funktioniert diese Welt. Eine Welt, die von Satan regiert wird. Noch. Der Psalm tat gut und hat mich wieder genordet. Danke!
Heute ist „Herrentag“. Heute fahren keine Bollerwagen mit betrunkenen Männern durch die Gegend – dank Corona. Es ist schon abartig, was die Welt aus diesem Tag gemacht hat. Wobei … in deinem Wort steht nirgends, dass die die Himmelfahrt Jesu in irgendeiner Weise gefeiert werden soll. Für die Jünger war es ja eher ein trauriger Tag. Immerhin war ihr Meister, ihr Lehrer, ihr Herr nicht mehr bei ihnen. Wie auch immer, wir Deutschen haben einen Feiertag draus gemacht. Für mich wird dieser heutige Tag kein anderer sein, als alle normalen Tage. Ich brauch heute einen Tag, der so normal wie nur irgendwie möglich ist, um für morgen Kraft zu haben für die Urnenbeisetzung von H. Vater, hilf mir dabei, lass heute alles ganz ruhig sein, ganz still, ganz besinnlich und gib mir für alles die Kraft, die ich brauche, um durch diesen Tag zu kommen. Bitte sei bei mir. Bitte beschütze und behüte mich und halte alles Böse von mir fern. Sei bei mir.
Amen


Tag 431 – Psalm 48

Gott ist verknallt in seine Stadt

1  Dieser Song ist von den Söhnen vom Korach, ein Lied mit Beat.

2  Gott ist gigantisch, wir sollten ihm in seiner Stadt zum Unterschied mal fette Lieder singen, auf seinem Berg, unbedingt.

3  Der liegt nicht am Stadtring, sondern fern im Norden, dort können wir die Stadt des Präsidenten orten.

4  In dem Regierungsviertel wissen alle am besten: Gott beschützt seine Stadt, er wird nicht weichen noch flüchten, ist nie unnütz.

5  Feinde, Soldaten, Regierungen zogen gegen Jerusalem,

6  kaum waren sie da, kriegten sie schon Paras und zogen von dannen.

7  Ihre Knie waren weich, wurden schwach wie ’ne Frau, die Wehen hat.

8  Wie ein Mercedes mit Totalschaden machst du sie einfach platt.

9  Wir hatten nur davon gehört, jetzt kapieren wir es: Gott hat das Sagen. Egal, ob Himmel oder Erde, keiner kann sich an Jerusalem ranwagen. Seine Stadt wird immer bestehen, von wegen kaputt und so.

10  In der Kirche, mein Gott, denken wir an deine Liebe am Mikro.

11  Dein Name ist bekannter als der von Prominenten, du regierst besser als alle Präsidenten.

12  Darum gehen wir ab vor Freude auf dem Berg Zion. Wenn du richtest, bist du korrekt, darum tanzen die Menschen auch schon.

13  Los, geht mal um den Berg Zion und zählt, ganz dumm, seine Türme.

14  Und bestaunt die Mauern, die Paläste, die stehen, trotz aller Stürme.

15  Erzählt allen Kindern, wie endlos gut Gott ist. Er passt auf uns auf, und er führt uns auf ewig, ohne Abgabefrist.

Mein Schlüsselvers für heute

Denn so ist Gott, unser Gott, für immer und ewig.  Er wird uns führen bis zum Tod.
(Ps 48:15)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Oft bete ich um Gottes Führung, wenn ich mich mit einer Entscheidung schwer tue. Ich brauche sowohl eine Karte, die mir die Richtung angibt, aber auch einen ständigen Begleiter, der den Weg genau kennt und mir hilft, die Karte richtig zu lesen. Die Bibel ist so eine Karte, bei der ich zwar viele Wege nicht genau erkennen kann, aber die Hauptstraßen, die Autobahnen sehr wohl. Die kleinen Trampelpfade durch das Dickicht verstehe ich nicht. Aber Gott ist mein Begleiter, er zeigt mir den Weg. Die große Richtung ist klar, der Ausgangspunkt auch, nun muss er mich aber um die großen und kleinen Schlaglöcher führen. Für heute, Vater, sehe ich keine Schlaglöcher, heute scheint die Straße klar und geradeaus. Sei bitte trotzdem bei mir, mache mich auf die kleinen und großen Stolpersteine aufmerksam und hilf mir, wenn ich zu stürzen drohe. Und bitte, bitte sei heute auch ganz unbedingt bei T. Sie hat heute einen Termin bei ihrer Orthopädin wegen ihres Knies, dass wieder so fürchterlich weh tut. Bitte, Vater, hilf der Ärztin, die richtige Diagnose zu stellen und die richtige Therapie, damit T. bald wieder schmerzfrei wird. Und lass sie die richtigen Worte finden, dass T. sie nicht missversteht. Bitte sei ganz dolle bei ihr. Und bei mir. Halte heute allen Kummer und Schmerz von uns fern und lass nichts Böses zu. Amen


Keine falsche Zurückhaltung

Die Bibel fordert uns auf, zu tanzen, Musikinstrumente zu spielen und alle möglichen äußeren Dinge zu tun, um unsere Anbetung für den Herrn zum Ausdruck zu bringen (siehe Psalm 47:2; 150:3-4). Diese äußere Form ist nötig. Sie setzt in unserem Leben etwas frei, sie ehrt Gott und sie trägt dazu bei, den Teufel zu vertreiben.

Es reicht nicht, zu sagen: „Gott weiß, wie ich für ihn empfinde. Ich brauche das nicht groß zur Schau zu stellen.“ Das wäre nichts anderes, als wenn Sie sagen würden: „Gott weiß, dass ich an ihn glaube. Es ist eigentlich nicht nötig, dass ich mich taufen lasse.“ Oder: „Gott weiß, dass ich meine Sünden bereue. Deshalb brauche ich meine Sünden nicht zu bekennen und von ihnen umzukehren.“ Wir erkennen sofort, wie dumm das wäre. Christen aller Konfessionen würden zustimmen, dass wir getauft werden und unsere Sünden bekennen müssen. Aber nicht alle Gemeinden lehren, dass wir unseren Lobpreis und unsere Anbetung äußerlich zum Ausdruck bringen sollen. Einige lehren, dass stille Anbetung die einzig angemessene Anbetungsform sei. Tatsächlich sollten wir manchmal still und ehrfürchtig vor Gott sein, aber wir sollten unsere Gefühle auch in hör- und sichtbarer Anbetung ausdrücken. Ich bin überzeugt, dass uns Gott unsere Gefühle nicht nur gegeben hat, damit wir bei einem Fußballspiel enthusiastisch werden oder uns über ein neues Auto freuen. Gott will, dass wir unsere Gefühle auch zum Ausdruck bringen, wenn wir ihm unsere Liebe und unsere Dankbarkeit zeigen.

Ich will Sie nicht zu ungezügelten Emotionen auffordern. Menschen, die beim Lobpreis die ganze Zeit „emotional“ sind, lenken andere zu sehr ab. Es kommt auf ein gesundes Gleichgewicht an. Ich persönlich glaube, dass wir unsere Gefühle weniger auf unangemessene Weise ausleben, wenn wir sie bei der Anbetung und beim Lobpreis auf gesunde Weise zum Ausdruck bringen. Unsere Gefühle sind genauso Teil von uns wie unser Körper, unser Verstand, unser Wille oder unser Geist. Gott hat uns Gefühle gegeben. Sie müssen genauso wie der Rest von uns gepflegt werden. Wir sollen uns von Gefühlen nicht beherrschen lassen, da sie bekanntermaßen unbeständig und unzuverlässig sein können, aber wenn wir sie ersticken wollen, hat das negative Folgen.

Ich halte es für tragisch, wenn Menschen die Freiheit verwehrt wird, ihre Gefühle und ihre Liebe zu Gott auf angemessene Weise zum Ausdruck zu bringen. Es ist falsch, wenn man so sehr befürchtet, etwas könne aus dem Gleichgewicht geraten, dass man es vollkommen beschneidet. Es ist auch keine gute Idee, Dinge immer auf dieselbe Weise zu tun, weil „man das schon immer so gemacht hat.“ Wir müssen offen sein für Wachstum und das ist immer mit Veränderungen verbunden. Jesus hat gesagt, dass es nicht gut ist, neuen Wein in alte Schläuche zu füllen (siehe Matthäus 9:17). Das heißt, dass einige alte Methoden aufgegeben werden müssen. Die Menschen müssen Altes loslassen und Neues, Frisches zulassen. Erkenntnis und Offenbarung sind progressiv: Wenn etwas, wie zum Beispiel Ihr Lobpreis, nicht vorankommt, stirbt es.

Ich möchte Sie ermutigen, in Ihrem Lobpreis und in Ihrer Anbetung ausdrucksstark zu sein. Falls Sie in eine Gemeinde gehen, in der es nicht angemessen wäre, das in einem Gottesdienst zu tun, dann tun Sie es zu Hause. Beten Sie mit mir, dass alle Christen lernen, Gott so anzubeten, wie er es verdient.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

Tag 430 – Psalm 47

Applaus für den King

1 Dieser Rhyme stammt von den Söhnen vom Korach:

2 Ladies and Gentlemen, wir bitten um Applaus,

3 denn der oberste King ist im Haus. Steht auf, kreischt, jubelt, tanzt und singt, bis in aller Welt sein Lied erklingt.

4 Unter unseren Füßen liegen unsre Feinde, dort müssen sie büßen.

5 Wir haben ein fettes Erbe erhalten, als seine Kinder, geliebt und gehalten, getröstet und geborgen, heute und morgen.

6 Der Name von Gott ist erhoben und Liebe wird sichtbar, wenn wir ihn loben.

7 Singt, rappt und textet allein für ihn, dann kommt das Licht, die Nacht muss flieh’n.

8 Gott ist der Chef der Welt, singt ein Lied, das ihm gefällt.

9 Er gestaltet die Welt, wie es ihm gefällt. Uns hat er ausgewählt.

10 Sein Name ist groß, wir heben ihn hoch.

Meine Schlüsselvers für heute

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände! / Lobt Gott und lasst euren Jubel laut hören!
(Ps 47:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Es scheint so, dass dieser Psalm zum gleichen Ereignis geschrieben wurde wie Psalm 46. Auch gestern schon habe ich mich sehr schwer mit eigenen Gedanken dazu getan. ABER: Er steht nun mal drin in der Bibel …
Nun da zitiere ich ein Kommentarbuch dazu (Tägliches Manna 2011):
„Dieser Psalm ist gewissermaßen die Fortsetzung von Psalm 46. Christus wird in Macht und Herrlichkeit erscheinen und den treuen Überrest seinen Volkes zu Hilfe kommen. Er wird Jerusalem, die Stadt Gottes, befreien und dann seine Herrschaft antreten. Das wird einen weltweiten Jubel auslösen. Nicht nur das irdische Volk Gottes wird zum Lob aufgerufen. Auch die übrigen Völker der Erde, die ebenfalls in den Genuss der segensreichen Regierung des Herrn Jesus Christus kommen, sollen dem König der ganzen Erde Psalmen singen. Es wird eine unvorstellbar herrliche Zeit für die Erde sein.
Der fünfte Vers erinnert an die Auserwählung Israels auf Grund der Liebe und Gnade Gottes. „Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker; sondern wegen der Liebe des HERRN zu Euch“ (5. Mose 7;7-8).
Wenn schon das Volk Israel und mit ihm die Nationen zu Beginn des Tausendjährigen Reiches so viel Grund zum Jubeln und zum Lobpreis Gottes haben , wie viel mehr wir Christen! Sind wir nicht auserwählt vor Grundlegung der Welt, um Kinder und Söhne Gottes zu sein? Ist der allmächtige, große Gott nicht unser Vater geworden, der uns als seine Kinder liebt und in dessen ewigen Haus wir einmal für immer zu Hause sein werden? Ja, gepriesen und angebetet sei Er, der uns so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn auf die Erde und in den Tod gab, damit jeder Glaubende ewiges Leben habe und sein Kind werde.“ Ende des Zitates. Soviel kann man in diese kurzen Verse hineinlesen …
Lieber Vater im Himmel, ich kann dies nicht. Mir scheint da eine Gehirnwindung zu fehlen oder andere haben dort eine Plus-Funktion. Ich weiß nur, dass ich alles Grund habe, dich zu loben, weil ich an mir selbst sooft erfahren habe, wie du mir hilfst, wie du mich führst. Dafür bin ich dir sosososo dankbar und das kann auch jeder von mir hören. Aber das, was in diesem Psalm steht und was andere daraus lesen, ist mir einfach zu abstrakt. Bitte, Vater, lehre mich alles das, was ich für mich und deinen Plan für mich brauche. Und nun gehe ich heute wieder (mit dir) in die neue Woche und bin gespannt, wie du führst, wohin du mich führst und was du für Aufgaben für mich hast. Bitte sei bei mir, beschütze und bewahre mich und all die, die mir so am Herzen liegen vor allen bösen Kämpfen um uns herum. Halte deine schützende Hand über uns. Amen


Tag 429 – Psalm 46

Keine Angst

1 Dieser Song ist für x-treme Rapperinnen, die mit der Beatbox einen Song vom Korach-Clan singen.

2 Bei unserm Gott kann man sich immer gut verstecken, denn er ist stark, und er beschützt uns vorm Verrecken.

3 Wir haben keinen Schiss, auch wenn es mal ein Beben gibt, selbst wenn die Zugspitze wegfliegt und sich ins Meer begibt.

4 Auch wenn Tsunamiwellen brechen und sich die Berge bei uns rächen,

5 dann kommt ein fetter Strom von oben, der zieht uns hoch, der lässt uns loben. Der strömt in Gottes City rein, die Stadt des Höchsten, echt krass, fein.

6 Gott selbst wohnt in ihr mittendrin, und er beschützt sie wie sein Kind. Schon morgens früh ist er am Start, passt auf sie auf, er ist parat.

7 Auch wenn ringsum die Völker pogen, ist es bald aus mit ihrem Toben, denn ihre Macht ist bald verloren, dann gibt’s von Gott was auf die Ohren! Er spricht ein Wort mit lauter Stimme, dann ist’s vorbei, „ab in die Rinne“.

8 Der Chef vom Himmel und der Erde, der ist mit uns, der gibt uns Würde. Der Gott von Jakob, der passt auf,

9 er zeigt die Muskeln, hat’s voll drauf. Jetzt sieh dir an, was er getan hat: Das war doch voll das Liebes-Attentat!

10 Und wo er ist, verschwinden Kriege, da implodieren Kriegestriebe. Die Pumpgun wird zersägt in Teile, der Panzer brennt schon eine Weile.

11 „Jetzt hört mal auf“, ruft er. „Seid leise! Hört mal zu, erkennt auf die Weise, dass ich es bin, der mit euch redet. Ich bin der Gott, der Siege schmiedet. Und ich steh über allen Völkern, ich hab die Macht, kommt euch das seltsam?“

12 Der größte Gott, der ist mit uns. Der Gott von Jakob unser Schutz, wir brauchen keine Angst zu haben, wir fahren in ’nem Panzerwagen!

Mein Schlüsselvers für heute

Gott ist uns Zuflucht und Stärke,  ein Helfer in Zeiten der Not. Darum fürchten wir uns nicht, auch wenn die Erde bebt,  wenn Berge versinken ins Meer,
wenn seine Fluten noch so toben und Berge erzittern unter ihrer Wucht.
(Psalm 46:2-3)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen,
Glauben ins Leben umgesetzt

Der fett markierte Vers lohnt sich doch, ihn auswendig zu können. Er ist vielleicht hilfreich, wenn der Stress über unseren Köpfen schwabbt. So die Art: Komm runter, die Erde bebt noch nicht und die Berge versinken auch noch nicht. Und wenn, dann ist Gott immer noch da. Also, was ist dann eine Steuererklärung für ein pippifax …
Aber es gibt tatsächlich bei machen die Angst, dass Berge oder Städte infolge eines Erdbebens oder einer nuklearen Explosion plötzliche ins Meer stürzen könnten. Der Psalmist sagt jedoch, dass wir uns nicht zu fürchten zu brauchen, selbst wenn die Welt untergeht. Angesichts totaler Zerstörung drückt der Verfasser die stille Hoffnung aus, dass Gott ihn bewahren kann und will. Es scheint unmöglich über das Ende der Welt nachzusinnen, ohne Angst zu bekommen. Doch die Bibel ist das unmissverständlich. Sogar inmitten vollkommener Zerstörung ist Gott unsere Zuflucht. Das klingt sehr theoretisch. Wenn mein Haus brennt, brauche ich eine neue Zuflucht. Ja, Gott. Ich bin bin davon überzeugt, dass sich dann Gott um mich kümmern wird. Wie auch immer. Und wenn die ganze Welt brennt, dann tut er das auch. Das glaube ich. Davon bin ich überzeugt. …. Aber angstfrei bein ich trotzdem nicht ….


Tag 427 + 428 -Psalm 45

Ein Beat, zum Hochzeitslied

1  Mal was zum Nachdenken, von Korach gereimt, nach dem Beat von Schoschannim, als Liebeslied gemeint.

2  Ich bin abgefüllt mit Freude, will dem Präsidenten was singen, wie ein Rapper seine Verse will ich dir coole Worte bringen.

3  Du bist der schönste Mann im Westen, selbst deine Lippen sehen gut aus, man kann dadraus sehen: Gott hat dich geformt in seinem Haus.

4  Binde den Gurt um deine Hüften, lege die Waffe dorthinein, jeder soll sehen, wie heldenhaft und krass du wirst sein.

5  Sei stark und kämpfe für die Wahrheit, regiere weise, recht und gut, dann wird es dir zum Sieg verhelfen, denn du regierst mit Kraft und Mut.

6  Deine Kanone ist geladen, mit scharfem Pulver und Granaten. Sie werden treffen in die Herzen, du wirst die Feinde bald ausmerzen, wirst alle Völker unterwerfen,

7  deine Regierung wird ewig nicht mehr sterben, denn du regierst korrekt und grade.

8  Du liebst Gerechtigkeit, und lade die Bösen ein in ihre Taten. Darum hat Gott sie jetzt verraten, dass er dich einsetzt als den Obermacker, der uns beschenkt mit Glück, viel derber, er lässt dich baden in der Freude vor deinen Freunden ihrer Treue.

9  Er kleidet dich wie ein Top-Model, gibt dir den besten Duft von Chanel. Gott baut dir ’ne Hütte im Luxusstyle, er zahlt den Top-DJ mit fettem Anlagenteil’.

10  Die Miss World der letzten Jahre gehören alle stets zu deiner Garde. Der Ehrenplatz zu deiner Rechtengehört der Braut, geschmückt mit Flechten, aus feinstem Gold bestückten Teilen.

11  „Jetzt hör mal zu, Tochter des Einen! Lass hinter dir die ganze Familie,

12  du bist so schön wie ’ne Königslilie, der Präsident ist voll heiß auf dich, er ist Chef, und er ist richtig mächtig!

13  Die Leute, die in Tyrus wohnen, kommen mit Geschenken, soll sich lohnen.

14  Die Tochter des Präsidenten sieht super krass aus, ihr Kleid ist aus Goldfäden, die leuchten voll raus.

15  In topmodischen Kleidern wird sie zu ihm gebracht, und ihre Freundinnen begleiten sie in ihrer Pracht.

16  Mit Applaus und Gejohle begleitet man sie, bis kurz vor den Palast, wo der Präsident sie sieht.“

17  „Präsident, du wirst viele Kinder haben, und auf sie wird dann mal deine Macht übertragen.

18  Mit meinem Rap wird dein Name bekannt über alle Familien, den ganzen Bestand. Darum werden alle dir weiter Lieder singen, dir Respekt und Achtung entgegenbringen.“

Mein Schlüsselvers für heute

Dem Chorleiter. Zu singen wie das Lilienlied. Ein Lehrgedicht von den Söhnen Korachs. Ein Lied von der Liebe. Gute Worte bewegen mein Herz.  Dem König trag ich meine Lieder vor.  Meine Zunge sei wie die Feder eines guten Poeten!
(Ps 45:1-2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Ich finde überhaupt keinen Zugang zu diesem Psalm. Deshalb schreibe ich einfach das, was ich als Kommentar gefunden habe und lass es einfach so stehen:
„Dies ist ein messianischer Psalm, weil er auf prophetische Art die zukünftige Beziehung von Jesus zur Gemeinde, dem aus den Gläubigen bestehenden Leib, beschreibt. Vers 3 drückt aus, wie reich Gott seinem Messias segnet; Verse 7-9 finden ihre eigentliche Erfüllung in Christus (Hebräer 1:8-9). Die Gemeinde wird in der Offenbarung als Braut von Jesus Christus beschrieben (Offenbarung 19:7-8; 21:9; 22:17).“ (Studienbibel, Neues Leben)
Wenn ich den Psalm so lese, dann lese ich es einfach nicht raus. Gesungen wurde dieser Psalm von den Söhnen Korachs. Wieso singen sie von Jesus und der künftigen Gemiende??? Okay, abgehakt. Morgen geht es mit Psalm 46 weiter …


Frei von Scham

Der Psalmist schreibt von „Schande“ und „Scham“ (siehe Psalm 44:16). Viele Menschen sind in Scham „verwurzelt“. Ihre Scham sitzt so tief, dass sie wie die Wurzel eines Baumes ist und sogar „Frucht“ in Form von ungesunden Gedanken und ungesundem Verhalten hervorbringt.

Falls Sie in Scham verwurzelt sind, müssen Sie sich unbedingt bewusst machen, dass Scham etwas anderes ist als Schuldgefühle. Scham ist ein tieferes Problem als Schuldgefühle. Wir haben vielleicht Schuldgefühle wegen etwas, das wir falsch gemacht haben, aber Scham veranlasst uns , uns schlecht zu fühlen, weil wir sind, wie wir sind. Es gibt außerdem einen Unterschied zwischen „normaler“ Scham und „verwurzelter“ Scham.

Wenn ich zum Beispiel in einem vornehmen Restaurant mein Wasserglas umstoße, schäme ich mich oder bin verlegen, weil ich mich ungeschickt angestellt habe. Das ist normal. Aber ich finde mich schnell mit diesem Missgeschick ab und mache weiter. Dieser Vorfall hat keinen negativen Einfluss auf mein Leben.

Im Garten Eden schämten sich Adam und Eva nach dem Sündenfall, als sie erkannten, dass sie nackt waren. Deshalb machten sie sich Lendenschurze aus Feigenblättern. Auch das war eine normale Reaktion.

Wenn Sie Fehler machen oder sündigen, fühlen wir uns deshalb eine Weile schlecht, bis wir umgekehrt sind und um Vergebung gebeten haben. Dann können wir die Sache hinter uns lassen und weitergehen, ohne einen bleibenden Schaden davonzutragen.

Aber wenn Menschen in Scham verwurzelt sind, beeinflusst das ihr ganzes Leben. Ihre negative Sicht von sich selbst vergiftet alles, was sie zu erreichen versuchen. Sie sind zum Scheitern verurteilt, weil sie kein Selbstvertrauen haben. Jesus hat am Kreuz unsere Schmach und Schande getragen (siehe Römer 15:3). Bitten Sie Jesus heute, Ihnen zu helfen, zu verstehen, was er für Sie am Kreuz getan hat. Bitten Sie ihn, Sie zu heilen, damit Sie frei von Scham leben können.