Tag 111 – Zu den Büchern Samuel – eine Einleitung

Die Bücher Samuel bilden den Übergang von der Zeit der Richter zur Zeit der Könige. Samuel, die zentrale Figur im ersten Buch Samuel ist zugleich der letzte Richter und er erste Prophet (Apg 3:24; 13:20).

Wie im Buch der Richter wird das Versagen Israels in seiner Verantwortung beschrieben. Unter dem Hohenpriester Eli und seinen Söhnen, aber auch unter den Söhnen Samuels verfällt das Richteramt (1Sam 2:22-25; 4:17-18; 8:1-2). Das Versagen der Familie Elis ist umso schwerwiegender, weil hier auch das Priestertum, das die Mittlerstellung zwischen Gott und dem Volk einnehmen sollte, mitbetroffen ist. Auch die Bundeslade, das kostbarste Gerät der Stiftshütte und das Sinnbild des Thrones Gottes fällt in Feindeshand.

In diesem Zustand sendet Gott den ersten Propheten – Samuel -, der beim Volk Israel für den HERRN eintritt. Durch ihn wird auch das Königtum eingeführt. Zuerst verlangt das Volk einen König nach ihren Gutdünken. Daraufhin gibt Gott ihnen Saul, den Mann nach David, den Mann nach seinem Herzen, zum König über Israel (1Sam 13:14)

Das zweite Buch Samuel beschreibt die Regierungszeit Davids. Er macht die Stadt Jerusalem zum politischen und religösen Mittelpunkt und festigt das Reich. Das von Gott eingesetzte Königtum ist von großer Bedeutung, denn es weist prophetisch auf die Herrschaft des Messias im Tausendjährigen Reich hin.

(Quelle: Tägliches Manna 2011)

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Einschub: Lesen und Leben #10

Sich an etwas zu halten bedeutet, sich daran wie an einem Vorbild zu orientieren (3Joh 11). Wessen Leben strahlt eine Güte aus, an die Sie sich halten können? Richten Sie sich nicht an Menschen aus, die Böses tun, tratschen, lästern oder Macht über andere ausüben wollen. Indem Sie Gutes tun, zeigen Sie, dass Sie zu Gott gehören.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Tag 110 – 3. Johannes 9-15

9 Ich hatte euch einen kurzen Brief geschrieben, aber Diotrephes, der gerne euer Leiter sein will, hat anscheinend keinen Bock auf das, was wir sagen.

10 Wenn ich bei euch vorbeikomme, werde ich ihn bloßstellen müssen. Ich werde dann noch mal in Erinnerung bringen, was für Schaden er durch seine linken Kommentare gegen uns angerichtet hat. Dabei ist er selber noch nicht einmal bereit, Geschwister bei sich wohnen zu lassen, und ist auch so alles andere als gastfreundlich. Um das noch zu toppen, schmeißt er sogar die Leute aus der Gemeinde raus, die genau das tun …

11 Mein Lieber, bitte sei nicht so wie dieser Typ und mach ihm das nicht nach! Tu stattdessen gute Sachen, ja!? Nur wer gute Sachen tut, gehört zur Familie von Gott. Wer link unterwegs ist, kann Gott gar nicht kennen.

12 Über Demetrius erzählt man sich überall nur gute Geschichten! Gott hat ihn anscheinend voll bestätigt. Wir bestätigen ihn natürlich auch, und wenn wir etwas sagen, hat das auch immer Hand und Fuß.

13 Mann, es gäbe echt noch so viele Dinge, die ich dir gerne schreiben würde.

14 Aber wir sehen uns hoffentlich bald mal wieder. Dann könnten wir ausführlich quatschen!

15 Ich wünsch dir, dass du entspannt bist, weil Gott dir das schenkt. Ich soll noch Grüße von allen Freunden hier ausrichten! Richte auch mal jedem Einzelnen von mir Grüße aus! Bis dann, dein Johannes!

  1. Mein Schlüsselvers Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Schlüsselvers des Abschnittes

Geliebte, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute!
(3Joh 11)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Klingt irgendwie einfach, ist eine klare Ansage.
Man muss doch einfach nur das Gute machen und das Böse links liegen lassen. Ist doch ganz einfach. Oder?
Wie viele Fallstricke werden uns tagtäglich gestellt, ganz viele in irgendeiner Grauzone dazwischen. Manches redet man sich doch auch schön. Großes Thema wäre zum Beispiel das Fremdgehen. „Gott kann doch nichts gegen Liebe haben. Er ist doch selbst die Liebe“. Oder: „Muss ich wirklich alles beim Finanzamt angeben? Ich backe doch sooft Kuchen für die Gemeinde, das kostet doch auch Geld und macht einen guten Sinn!
Ist also doch nicht so einfach mit dem „Lass das Böse und tue Gutes“.

Glauben ins Leben umgesetzt

Mache ich es wirklich, ob ich all die Dinge, die ich tue, hinterfrage, was wohl Gott dazu meint? Nein. Mache ich nicht. Ein erster Schritt wäre, bei Entscheidungen, sind sie auch noch so klein, sich zu fragen: Was würde Jesus tun? Ein Anfang …

Mein Gebet für den Tag

Vater, gestern hat H. angerufen, er ist nach seiner Leberkrebs-OP wieder zu Hause. Sie konnten nur die bisher zwei unentdeckten Metastasen entfernen, aber die eigentlichen Metastasen nicht. Das hätte die Leber nicht ausgehalten. Im August kommt dann die nächste OP. Er ist voll guter Dinge und es geht ihm gut. Nur, dass er jetzt den Oberkörper nicht mehr nach vorn bewegen kann, um mit dem Mund zum Löffel zu kommen. Er hofft, dass sich das wieder bessern wird. Bei Muskeldystrophie schwierig. Auch ist am Pos an zwei Stellen die Haut eingerissen, was sehr weh tut. Er bekommt jetzt Hydro-Auflagen drauf, was aber das Sitzen im Rollstuhl nicht einfacher macht. Trotz allem ist der guter Dinge, der geborene Optimist, und macht so seine Witzchen. Bitte Vater, sei bei ihm, behüte in auf dem Stück Weg, was er noch vor sich hat, dass er nicht leiden muss, dass er noch Lebensqualität hat. Und wenn dies nicht mehr möglich ist, nimm ihn bitte zu dir und sei gnädig, der perfekte Christ ist er nun wirklich nicht. Aber wer ist das schon?
Bitte, Vater, gib mir für heute Nachmittag eine große Menge Kraft und Energie, wenn ich zu T. fahre, um mit ihr ihre Chaos-Wohnung etwas aufzuräumen, weil heute Nacht Kätzchen Mimi und deren Adotiv-Mama für eine Woche kommen und wenigstens das Schlafzimmer aufgeräumt sein muss. Vater, ich hab doch schon so wenig Kraft, dass es kaum für mich und meine Wohnung ausreicht, bitte, bitte, bitte für heute Nachmittag eine Tüte extra!
Und so lege ich dir wieder diesen Tag für die Füße, behüte und beschütze mich und auch meine Tochter, die heute ihren Ältesten aus dem Ferienlager abholt. Sei mit ihnen auf der Autobahn und lasse alle gut an und zurückkommen. Sie trägt schon die große Last allein.
Ich gebe dir diesen Tag, führe mich hindurch und ich will alles annehmen, ohne zu meckern und zu hadern, was da kommt, und große Dankbarkeit haben für die Dinge, die du mir schenkst.
Amen

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Einschub: Wohlergehen aus einem bestimmten Grund

Gott wünscht sich sehnlich, dass unsere Seele gesund ist, Das heißt, er will, dass wir geistlich reifen und dass unser Denken, Wollen und Fühlen erwachsen werden. Er will, dass wir wie Christus denken, in Übereinstimmung mit seinem Wort, dass wir unsere Gefühle von den Entscheidungen trennen können, die wir zu treffen haben, und unser Wollen darauf einstellen, das Leben nach seinem Willen auszurichten.

In dem Maße, wie wir das tun, will Gott auch, dass es uns gut geht und wir in allen Lebensbereichen gesund sind (siehe 3Joh 2). Ob Gott will, dass es seinen Kindern gut geht, darüber wird viel diskutiert. Manche meinen, Armut sei eine Tugend, und andere finden, dass alle Christen reich sein müssten. Ich glaube weder an das eine noch das andere. Ich bin überzeugt, wir sollten uns auf geistliche Reife ausrichten und Gott in unserem Leben den Vorrang einräumen, dann wird er uns gern geben, was wir zu einem glücklichen, großzügigen, wohltuenden und gelingenden Leben brauchen. Gott ist wichtiger, wie wir uns verhalten, als was wir haben.

Jesus hat gesagt: „Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigstem Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht“ (Matt 6:33). Gott will dass wir alle Dinge haben, solange sie uns nicht im Griff haben. Ja, Gott will, dass es uns ausgesprochen gut geht und dass wir ein Segen für andere Menschen sind. Es soll uns gut gehen – aus einem bestimmten Grund.

Gott hat zu Abraham gesagt: „Ich will dich segnen und … will dich zum Segen für andere machen“ (1Mo 12:2). Wie kann jemand ein Segen für andere sein, wenn er nicht vorher selbst gesegnet wurde? Wir können nichts weitergeben, was wir nicht haben. Abraham war sehr reich (1Mo 13:2). Für mich ist klar, dass Gott kein Problem damit hat, wenn es seinen Dienern in jeder Hinsicht gut geht, auch materiell – solange sie damit angemessen umgehen.

Oft kommt die Frage auf: „Wenn Gott will, dass es uns gut geht: Sind arme Menschen dann nicht gottgefällig?“ Selbstverständlich kann ein armer Mensch Gott gefallen, deshalb müssen wir nicht die Armut vergöttern. Kranke Menschen können Gott gefallen, doch das hält sie nicht davon ab, s, und verwenden Sie es für ich zu wünschen, dass sie gesund werden. Lieben Sie Gott von ganzem Herzen, egal, wie Ihr Leben aussieht. Trachten Sie nach dem Besten, was Gott gibt, und verwenden Sie es für seine Ziele.

(Joyce Meyer, Studenbibel)

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Einschub: Lesen und Leben #9

Viele Menschen weltweit arbeiten unermüdlich für die Verbreitung der guten Botschaft von Christus. Es ist wichtig, ihnen Gastfreundschaft anzubieten, wenn Sie die Gelegenheit dazu haben. Falls Sie solche Menschen nicht bei Ihnen zu Hause aufnehmen können: Wie können Sie sonst ihren Dienst unterstützen? Indem Sie ihnen wohltun, haben Sie Anteil an ihrer Arbeit für Gott (3Joh 8)

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Einschub: Licht auf dem Weg #4

Eine größere Freude habe ich nicht als dies, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.
(3Joh 4)

Der Apostel Johannes kannte sicherlich die Freude, die man verspürt, wenn ,am persönlich einen Menschen für Gott gewonnen hat. Es macht einen ungeheuer froh, wenn man einen Sünder zum Herrn Jesus führen kann. Aber für Johannes war es eine noch größere Freude, zu sehen, dass seine Kinder im Glauben wuchsen und standhaft bei ihrem Herrn blieben.

Dr. M.R. DeHaan hat einmal geschrieben: „Es gab eine Zeit in meinem Dienst, wo ich oft sagte: ‚Die größte Freude eines Christen ist es, einen Menschen zu Jesus Christus zu führen.‘ Doch im Laufe der Jahre änderte ich meine Meinung darüber … Es gab so viele, über die wir erst gejubelt hatten, als sie ihr Bekenntnis ablegten, und die doch bald wieder umfielen und am Wegesrand liegen blieben, und dann wurde aus unserer Freude schlimmer Kummer und tiefe Sorge. Aber an einem Ort Jahre später zurückzukehren und die damals Bekehrten wiederzufinden, wie sie in der Gnade wachsen und in der Wahrheit vorangehen – das ist doch die größte Freude.“

LeRoy Eims sagte, als man ihn fragte, was am meisten Freude im Leben einbringt: „Wenn der Mensch, den man zu Jesus Christus geführt hat, innerlich wächst und sich zu einem hingebungsvollen, fruchtbaren, reifen, Jünger des Herrn entwickelt, der weitermacht und andere Menschen zu Christus führt und ihm seinerseits weiterhilft.“

Es ist gar nicht so erstaunlich, dass das die größte Freude einbringt. Denn das Geistliche hat durchaus seine Parallelen im natürlichen Bereich. Es ist eine große Freude, wenn en Kind geboren wird, aber im Inneren bohrt ständig die Frage: „Was wird wohl einmal aus ihm werden?“ Wie froh sind dann die Eltern, wenn der kleine Junge heranreift und sich dann als ein Mann von ausgezeichnetem Charakter und ungewöhnlichen Leistungen bewährt! So lesen wir schon in den Sprüchen 23:15.16: „Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, freut sich auch mein Herz; und meine Nieren frohlocken, wenn deine Lippen Aufrichtiges reden.“

Eine ganz praktische Lehre, die wir aus alledem ziehen können, ist die, dass wir uns nicht zufrieden geben sollen mit einer oberflächlichen Art von Evangelisation und Jüngerschaft. Wenn wir Kinder im Glauben haben wollen, die in der Wahrheit leben, dann müssen wir auch bereit sein, ein Teil unseres Lebens für sie zu opfern; und das ist ein aufwendiger Prozess, der Gebet, Unterweisung, Ermutigung, Beratung und Ermahnung von uns verlangt.

(William MacDonald)