Tag 58 – 1. Mose 37:1-11

Eduard von Engerth [Public domain]

Josef hat heftige Träume

1  Jakob baute seine Zelte in dem Kanaan-Land auf und wohnte da. Hier hatte ja schon sein Vater als Ausländer gelebt.

2  In diesem Kapitel kommt die Geschichte von Jakob und seiner Familie. Josef war 17 Jahre. Er half seinen Brüdern (die Söhne von Bilha und Silpa) beim Aufpassen auf die Schaf- und Ziegenherde. Und er petzte immer bei seinem Vater, was die Leute über sie am Lästern waren, wenn die mal wieder Mist gebaut hatten.

3  Er war auch der Liebling von Papa, vermutlich, weil er ihn erst bekommen hatte, als er schon alt war. Er ließ für ihn sogar eine Spezialanfertigung von einer sehr coolen Jeans machen, die echt stylisch aussah.

4  Als seine Brüder mitbekamen, dass ihr Vater Josef mehr liebte als sie, kriegten sie voll den Hals. Sie hassten ihn, und immer wenn er kam, hauten sie schnell ab, um nicht mit ihm reden zu müssen.

5  Irgendwann hatte Josef dann mal einen heftigen Traum, den er dann ausgerechnet auch noch seinen Brüdern erzählen musste. Danach hassten sie ihn sogar noch mehr.

6  Und zwar war das so. Er kam bei ihnen an und sagte: „Hey, ihr! Ich muss euch unbedingt erzählen, was ich letzte Nacht geträumt hab.

7  Wir waren auf einem Feld und haben zusammen das Getreide geerntet. Wir schnitten die Pflanzen in Büscheln ab und banden die dann zusammen. Plötzlich passierte was total Abgefahrenes. Mein Büschel stellte sich in die Mitte, und eure Büschel stellten sich drum herum. Und dann verneigten sich eure Büschel vor meinem, als wäre ich ein Held oder so.“

8  „Ach, jetzt spinnst du total ab? Willst du jetzt unser Präsi werden oder was?“ Weil Josef diesen Traum hatte und den seinen Brüdern auch noch erzählte, hassten sie ihn nur noch mehr.

9  Er hatte dann noch einen zweiten Traum, der so ähnlich ging. Den erzählte er auch seinen Brüdern. „Leute, ich hab letzte Nacht wieder so einen Traum gehabt. In dem Traum kamen die Sonne und der Mond an, dazu noch elf Sterne im Gepäck. Ihr müsst euch das reinziehen, sie haben sich auch alle vor mit verneigt!“

10  Diesmal hörte auch sein Vater zu. Der schnauzte ihn voll an: „Was soll das? Was ist das für ein Schwachsinn, den du da träumst? Glaubst du wirklich, dass ich, deine Mutter und deine Brüder alle mal bei dir ankommen und uns vor dir verneigen?“

11  Seine Brüder wurden voll eifersüchtig auf Josef. Sein Vater schrieb sich den Traum aber auf und dachte da drüber nach.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und Israel liebte Josef mehr als all seine Söhne … (1Mo 37:2)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Endlich beginnt meioe Lieblingsgeschichte der ganzen Bibel.
  • Schon als Kind (hier in diesem Abschnitt ist er ja bereits 17 Jahre) wurde er von seinen Brüdern „gemobbt“, weil er der Lieblingssohn Jakobs war. Trotzdem ist er irgendwie unbekümmert.
  • Er sagt, was er denkt (seine Träume), obwohl er weiß, dass seine Brüder nicht mögen.
  • In allen Kommentarbüchern, die ich hier dazu habe, wird erklärt, dass Josef eine Vorausschau auf Jesus ist, aber damit will ich mich hier in diesem Blog nicht beschäftigen, mit den prophetischen Vorausschattungen im Alten Testament. Ich mag das einfach nicht. Ich möchte die Bibel als Anleitung für „mein“ tägliches Leben und Prophetie. ist eine andere Herangehensweise, die natürlich auch wichtig und richtig ist, aber jetzt bei MIR nicht dran ist.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Ich mag die Unbekümmertheit Josephs, dieses Naiv-Sein.
  • Früher hat man mir immer gesagt, ich hätte einen naiven kindlichen Glauben. Darauf war ich irgendwie stolz. Ist es nicht das, was Gott möchte? Ihm kindlich glauben? Ihm kindlich vertrauen?
  • Und genau dort will ich wieder hin und genau das ist es, was mir der heutige Abschnitt sagen will.

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Tag 57 – 1. Mose 36:20-43

Die Kinder und die Kinder der Kinder von Seir

20  Die ursprünglichen Bewohner des Landes Edom sind Kinder des Horiters Seir. Seine Söhne waren: Lotan, Schobal, Zibon, Ana, Dischon, Ezer und Dischan. Ihre Nachfahren sind die Stämme der Horiter.

22  Der Stamm Lotan ist in die Gruppen Hori und Hemam geteilt. Die Stadt Timna gehört diesem Stamm.

23  Der Stamm Schobal ist in die Gruppen Alwan, Manahat, Ebal, Schefi und Onam aufgeteilt.

24  Der Stamm Zibon ist in die Gruppen Aja und Ana geteilt. Ana wurde dadurch berühmt, dass er eine wichtige Quelle in der Wüste entdeckte, als er mal auf die Esel seines Vaters aufpasste.

25  Der Stamm Ana ist in die Gruppen Dischon und Oholibama geteilt. Oholibama war eine Tochter von Ana.

26  Der Stamm Dischon ist in die Gruppen Heman, Eschban, Jitran und Keran geteilt.

27  Der Stamm Ezer ist in die Gruppen Bilhan, Saawan und Akan geteilt.

28  Der Stamm Dischan ist in die Gruppen Uz und Aran geteilt.

29  Dies sind die Stämme der Horiter im Land Seir nach Alter ihrer Stammgründer: Lotan, Schobal, Zibon, Ana, Dischon, Ezer, Dischan.

Die Präsidenten der Edomiter

31  In der Zeit, bevor es in Israel einen Präsidenten gab, herrschten über das Land Edom nacheinander folgende Präsidenten:

32  Bela, der Sohn von Beor, in der Stadt Dinhaba.

33  Jobab, der Sohn von Serach, aus der Stadt Bozra.

34  Huscham aus dem Gebiet des Stammes Teman;

35  Hadad, der Sohn von Bedad, in der Stadt Awit. In der Region von Moab besiegte er die Midianiter in einer Schlacht.

36  Samla aus der Stadt Masreka.

37  Schaul aus der Stadt Rehobot am Fluss.

38  Baal-Hanan, der Sohn von Achbor.

39  Hadar in der Stadt Pagu, seine Frau Mehetabel war eine Tochter von Matred und Me-Sahab war ihr Opa.

Noch eine Liste der Edomiter

40  Dies sind die Chefs der Kinder von Esau. Nach ihnen wurden auch Städte benannt: Timna, Alwa, Jetet,

41  Oholibama, Ela, Pinon,

42  Kenas, Teman, Mibzar,

43  Magdiel und Iram. Das sind die Familienstämme von Edom und dazu ihre Wohnorte in dem Land, das sie erobert hatten. Es handelt sich um die Kinder und Kindeskinder von Esau. Von ihm stammen die Edomiter ab.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Heute gibt es nix an dieser Stelle.
Es geht weiter im Geschlechtsregister.
Ja, das mag wichtig sein (sonst würde es wohl nicht in der Bibel stehen, aber ich habe absolut keinen Zugang dazu zu.
Ich finde einfach nichts, was ich für mein ganz persönliches Leben daraus ableiten kann.
Aber morgen geht es mit der Josef-Geschichte weiter und das ist eine Geschichte, die ich sehr mag.
Meine Lieblingsgeschichte schlechthin.

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Tag 56 – 1 Mose 36:1-19

Was das Geschlechtsregister mit der anstehenden Europa-Wahl zu tun hat, bitte unter „Glauben ins Leben umgesetzt“ nachlesen … und ein cc Bild von Esaus Familie hab ich leider nicht gefunden.

Die Familie von Esau, eine Liste

1  Hier ist mal wieder eine Familienliste, diesmal von Esaus Kindern.

2  Esau hatte drei Frauen aus Kanaan geheiratet. Einmal war da die Hetiterin Ada, eine Tochter von Elon. Zum Zweiten die Horiterin Oholibama, das war eine Tochter von Ana.

3  Und zum Dritten die Basemat, das war eine Tochter von Ismael, sie war die Schwester von Nebajot.

4  Mit Ada hatte Esau das Kind Elifas, mit Basemat das Kind Reguel.

5  Mit Oholibama hatte er die Kids Jeusch, Jalam und Korach. Die sind alle übrigens in Kanaan geboren worden.

6  Später ging Esau von Jakob weg, in ein anderes Land. Seine Frauen und Kinder, seine Tiere und sein ganzes Zeug nahm er mit.

7  Esau und Jakob waren beide zu reich, um länger zusammenzubleiben. Es gab im Land nicht genug Futter für ihre vielen Tiere.

8  Deshalb zog Esau, der auch Edom genannt wird, nach Seir um.

9  Hier ist die Liste mit Esaus Kindern und Kindeskindern, die in Seir lebten:

10  Mit Ada und Basemat hatte Esau je einen Sohn: Elifas und Reguel.

11  Elifas wurde der Papa von Taman, Omar, Zefo, Gatam und Kenas.

12  Mit seiner anderen Frau Timna hatte er noch Amalek. Diese Kinder sind alles die Enkel von Esau und Ada.

13  Reguel wurde Papa von Nahat, Serach, Schamma und Misa. Sie sind die Enkel von Esau und Basemat.

14  Oholibama, die Tochter von Ana, hatte mit Esau zusammen die Kinder Jeusch, Jalam und Korach.

15  Die Stämme der Edomiter mit ihren Clanchefs sind übrigens alle direkt mit Esau verwandt. Elifas, der erste Sohn von Esau, war Papa von sechs Söhnen, dem Teman, Omar, Zefo, Kenas,

16  Gatam und Amalek. Die sind also alles Enkel von Esau und Ada.

17  Esaus zweiter Sohn Reguel war Papa von den folgenden vier Söhnen: Nahat, Serach, Schamma und Misa. Sie sind Enkel von Esau und Basemat.

18  Mit Oholibama bekam Esau die Söhne Jeusch, Jalam und Korach.

19  Alle diese Stämme und ihre Häuptlinge sind Nachkommen von Esau. Sie bilden das Volk der Edomiter.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Dies ist die Generationsfolge Esaus, das ist Edom. (1Mo 36:1)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Ich mag diese Geschlechtsregister nicht lesen wollen, ich finde sie nur langweilig
  • In meinem Buch „Tägliches Manna 2017“ steht dazu:
    * So zeigt uns dieses Kapitel das Verhalten von ungläubigen und oft gottlosen Menschen, damit wir als gläubige Christen die Gefahren erkennen, die durch ihren Einfluss drohen.
    * Als Gläubige werden wir zu einer klaren Absonderung von der Welt aufgerufen (2. Korinther 6:14-7:1).

    Ich kann dieses nicht aus dem heutigen Text erlesen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Es passt jetzt überhaupt nicht zum Geburtsregister von Esau, aber zur Auslegung aus dem Buch „Tägliches Manna 2017).

Wir haben bald Europa-Wahl. Und ich werde nicht wählen gehen. Eben aus diesem Grund. Ich bin KEIN Teil dieser Welt. Ich soll mich von ihr weitestgehend getrennt halten. Das heißt für mich, dass ich eben nicht wählen gehe. Ich bin ein „Fremdling“ in dieser Welt. Mein „Königreich“ ist ein anderes. Ich kenne alle Argumente, die mich dazu auffordern, es trotzdem zu tun. Gerade gestern hat mich einer aus meiner Gemeinde eindringlich aufgefordert, zur Wahl zu gehen. Nein, ich bleibe dabei.
Wenn ich ein anderes Land besuche oder in ihm als Nichtbürger darin lebe, gehe ich auch nicht dort zur Wahl.
Jesus hat sich auch nicht in die Regierungsgeschäfte von Rom eingemischt.
Punkt.

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Einschub: Josef

Von Friedrich Overbeck – The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=156078

Besondere Eigenschaften

  • Steig vom Sklaven zum Herrscher Israels auf
  • War für seine Rechtschaffenheit bekannt
  • War geistlich feinfühlig

Schwächen und Fehler

  • Sein jugendlicher Stolz führte zu Spannungen mit seinen Brüdern

Lektionen aus seinem Leben

  • Die Ereignisse und Umstände des Lebens sind weniger wichtig als unsere Reaktion darauf
  • Mit Gottes Hilfe kann jede Situation zum Guten dienen, auch wenn andere Böses beabsichtigen

Hintergrund

  • Ort: Kanaan
  • Beruf: Schafhirte, Sklave, Häftling, Herrscher
  • Familie: Seine Eltern waren Jakob und Rahel. Er hatte 11 Brüder und miondestens eine Schwester. Seine Frau hieß Asenat. Er hatte zwei Söhne: Manasse und Ephraim

Schlüsselvers:

„Als sie beratschlagten, wer für diese Aufgabe benannt werden sollte, sagte der Pharao: >Wer könnte besser geeignet sein als Josef? Denn er ist der Mann, der offensichtlich vom Geist Gottes erfüllt ist!< (1Mo 41:38)

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Tag 55 – 1. Mose 35: 16-29

Von François Maitre – http://www.mnemosyne.org/mmw/fullsize/mmw_10a11_018r_min_1.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8829583

Rahel bekommt das Baby Benjamin und stirbt bei der Geburt

16 Jakob und seine Familie zogen dann weiter. Als sie nur noch einen Katzensprung von Efrata entfernt waren, bekam die schwangere Rahel plötzlich ganz heftige Wehen. Die Geburt war dann die reine Hölle!

17 Sie hatte voll Schmerzen. Ihre Hebamme rief ihr zu: „Keine Panik, du hast es gleich geschafft! Es ist wieder ein Junge!“

18 Rahel merkte aber, dass sie bald sterben würde. Sie wollte deswegen dem Baby den Namen „Ben-Oni“ geben, was so viel heißt wie „das Kind hat mir Unglück gebracht“. Aber sein Vater hatte eine bessere Idee. Er nannte den Jungen „Ben-Jamin“, denn das heißt so viel wie „das Kind hat mir Glück gebracht“.

19 Als Rahel gestorben war, buddelte Jakob ihr ein Grab, das an der Straße nach Efrata liegt. Dort ist die Stadt Bethlehem später aufgebaut worden.

20 Er bastelte dort ein Denkmal, direkt über ihrem Grab. Dieses Denkmal kann man heute noch dort stehen sehen. Es wird „das Denkmal von Rahel“ genannt.

Eine Liste von den Söhnen und Frauen vom Jakob

21 Jakob (der sich jetzt ja Israel nannte) zog weiter. Er baute sein Lager hinter Migdal-Eder auf.

22 In der Zeit passierte es, dass Ruben mit seiner Stiefmutter Bilha im Bett landete. Bilha war eine von den Nebenfrauen seines Vaters. Als Israel das mitbekam, war er voll traurig. Israel hatte insgesamt 12 Söhne und viele Töchter.

23 Von Lea hatte er den Ruben als Erstes bekommen. Dann kamen noch Simeon, Levi, Juda, Issachar und Sebulon.

24 Mit der Rahel hatte Jakob den Josef und Benjamin bekommen.

25 Von der Dienerin von Rahel, der Bilha, kamen die Söhne Dan und Naftali.

26 Von der Dienerin von Lea, der Silpa, kamen dann noch Gad und Ascher dazu. Das sind jetzt alle Söhne von Jakob, die ihm in Mesopotamien geboren wurden.

Isaak ist tot

27 Jakob besuchte später seinen Vater Isaak in Mamre bei Kirjat-Arba. Der Ort wird mittlerweile Hebron genannt. Abraham und Isaak hatten da ja mal als Ausländer eine zeitlang gelebt.

28 Isaak wurde übrigens satte 180 Jahre alt!

29 Als er sich nach einer langen Zeit auf der Erde wirklich voll ausgelebt hatte, starb er und kam dort hin, wo seine ganzen Vorfahren auch sind. Seine beiden Söhne Esau und Jakob buddelten ein Grab für ihn und legten Isaak dort rein.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

… Die Söhne Jakobs waren zwölf. (1. Mose 35:22)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

Israel (Jakob) hatte jetzt 12 Söhne, die späteren 12 Stämme Israels.
Von verschiedenen Frauen:
Von Lea: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Issaschar, Sebulon
Von Rahel: Josef, Benjamin
Von Bilhas, der Magd Rahels: Dan, Naftali
Von Silpas, der Magd Leas: Gad, Asser

Ist schon unglaublich, dass Gott die Söhne aller Frauen für die Stämme Israels nimmt, da er ja ürsprünglich für die Menschen gedacht hatte 1 Mann = 1 Frau und nicht 1 Mann = viele Frauen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Dazu fällt mir nichts ein.

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Tag 54 – 1. Mose 35:1-15

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Jakob zieht um nach Bet-El

1 Gott sagte dann zum Jakob: „Zieh mal besser weg von hier! Geh nach Bet-El und bleib dort ne Weile. Und bau mir da so einen Altar auf. Erinnerst du dich? Da hatten wir schon mal ein Treffen miteinander, als du vor deinem Bruder Esau abgehauen bist.“

2 Jakob gehorchte sofort. Er holte seine ganze Familie zusammen, alle Angestellten und wer sonst noch für ihn arbeitete. Dann sagte er zu ihnen: „Passt auf Leute! Wir müssen uns mal wieder richtig sauber machen! Die ganzen fremden Plastikgötter, die ihr so rumstehen habt, dieser ganze Mist muss sofort in die Tonne!

3 Lass uns mal zusammen losziehen in Richtung Bet-El. Ich will dort auch so einen Altar für Gott aufbauen. Gott hat ja die ganze Zeit immer zu mir gestanden, und wenn es mir dreckig ging, war er da und hat geholfen.“

4 Alle Zuhörer gingen in ihre Hütten und Zelte, holten den ganzen Götzenkram, auch ihren okkulten Schmuck, und gaben das Zeug bei Jakob ab. Der packte das alles in einen großen Sack und verbuddelte es in ein Loch an der Eiche, die bei Sichem stand.

5 Dann machten sie sich auf den Weg. Gott ließ bei den Bewohnern der Städte, wo sie vorbeikamen, voll den Respekt für seine Leute aufkommen. Die hatten richtig Schiss vor denen und wagten es nicht, sie zu verfolgen.

6 Jakob kam so mit seinem ganzen Trupp in Lus an. Lus liegt im Kanaan-Land. Man nennt diese Stadt jetzt auch Bet-El.

7 Wie geplant, baute er dann dort so einen besonderen Tisch für Gott auf, einen Altar. Jakob nannte ihn „El-Bet-El“, was so viel heißt wie „Gott in Bet-El“. Hier war ja das Ding passiert, wo er ein Treffen mit Gott hatte, als er vor seinem Bruder fliehen musste.

8 In der Zeit, als sie da waren, starb Debora, die eine Hebamme von Rebekka war. Sie bekam ein Grab an der Eiche von Bet-El. Seitdem nennt man diesen Baum auch die „Rumheul-Eiche“.

Jakob = Israel

9 Als Jakob aus Mesopotamien wieder zurückkam, hatte er wieder ein heftiges Treffen mit Gott. Der kam bei ihm an und sprach gute Sachen über sein Leben aus, er segnete ihn.

10 Dann wiederholte Gott noch mal, was er schon mal gesagt hatte: „Du bist der Jakob. Aber dein Name sollte sich ja ändern. Ich finde, du sollst Israel heißen!“ Also hieß Jakob auch Israel.

11 Gott meinte dann noch zu ihm: „Ich bin der heftige Gott, ich kann alles! Ich möchte, dass du ganz viele Babys machst und dich sehr vermehrst. Deine Kinder und die Kinder deiner Kinder werden dann mal eine ganze Nation werden. Mehr noch, sie werden ein Verband von Nationen und Völkern. Und Könige und Präsidenten werden mal von deinen Leuten kommen!

12 Dieses Gebiet, was ich mal dem Abraham und Isaak versprochen habe, das sollst du jetzt absahnen! Es ist für dich und deine Kinder, dir will ich das geben!“

13 Als Gott fertig war, beamte er sich wieder weg in den Himmel.

14 Jakob war von dem Treffen so platt, dass er Gott dort wieder so ein Denkmal aufbaute, genau an der Stelle, wo er mit ihm geredet hatte. Über das Teil schüttete er in so einem Ritual zuerst Wein drüber und anschließend noch etwas Öl. Damit wollte er das Ganze Gott zur Verfügung stellen.

15 Jakob nannte den Platz deshalb „God in the house“ oder eben „Bet-El“, weil Gott hier mit ihm gelabert hatte.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
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  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
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  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers

Tag 53 – 1. Mose 34:18-31

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18 Hamor und sein Sohn Sichem fanden die Idee super.

19 Der junge Mann war einfach total verknallt in die Tochter von Jakob. Er wollte den Plan sofort umsetzen. Man muss wissen, dass in seiner Familie viele auf ihn hörten und er auch echt was zu melden hatte, mehr als die anderen Brüder.

20 Also organisierten Hamor und sein Sohn eine Stadtversammlung. Dann sprachen sie zu den Mitbürgern:

21 „Diese Neuen sind nette Leute und ganz friedlich. Wir sind dafür, dass sie sich bei uns niederlassen können. Sie sollten eine Arbeitserlaubnis bekommen und hier auch geschäftlich tätig werden, wenn sie das wollen. Es gibt in unserem Land genug Platz für alle! Es ist okay für uns, wenn es auch dazu kommt, dass sich Leute aus unserer Stadt mit ihnen zusammentun, heiraten und so was. Wir würden von ihnen wirklich profitieren.

22 Es gibt da nur eine Bedingung, die sie an uns stellen, wenn sie unserem Wunsch nachkommen sollen und wir wirklich mit ihnen in jeder Hinsicht verbunden sein wollen. Und das ist, dass sich jeder Junge und jeder Mann bei uns die Vorhaut vom Penis abschneiden lässt.

23 Wir sind auf jeden Fall dafür! Wenn sie dann nämlich bei uns wohnen, würden ihre ganzen Schaf- und Ziegenherden bei uns sein, sie würden auch uns gehören, und das wäre sehr gut für unsere Wirtschaft.“

24 Die Männer aus dem Ort waren alle einverstanden. Sie taten das, was Hamor und sein Sohn Sichem vorgeschlagen hatten. Alle männlichen Bewohner trafen sich auf einem Platz vor der Stadt und schnitten sich dort gegenseitig die Vorhaut ab!

25 Nach drei Tagen hatten alle, die beschnitten worden waren, immer noch unheimliche Schmerzen. Die Wunden hatten sich nämlich entzündet, so dass sie total fertig und kaputt waren vom Wundfieber. Dinas Brüder Simeon und Levi nutzten diese Gelegenheit und gingen in der Nacht dann einfach von Haus zu Haus und killten jeden Mann, der ihnen unters Messer kam.

26 Sie töteten auch Hamor und Sichem, holten ihre Schwester Dina aus seinem Haus und nahmen sie wieder mit zu sich nach Hause.

27 Danach gingen die Söhne von Jakob durch die Stadt und plünderten alles, was nicht niet- und nagelfest war. Das war ihre Rache für die Vergewaltigung an ihrer Schwester Dina.

28 Sie zockten alle Schafe, Rinder und Esel und alles, was sie noch so an Tieren mitnehmen konnten.

29 Auch die ganzen Häuser wurden pauschal leer geräumt inklusive der Frauen und Kinder.

30 Als Jakob von der ganzen Sache erfuhr, war er überhaupt nicht begeistert. „Jungs! Was sollte das denn bitte? Ihr habt es total verpeilt und alles kaputt gemacht! Die Leute aus diesem Land werden jetzt voll schlecht über uns denken. Bei den Kanaanitern und Perisitern sind wir jetzt erst mal unten durch, sie werden mich hassen! Wenn die sich zusammentun, sind wir nur ne Wurst gegen deren Übermacht! Sie werden uns fertigmachen und vernichten. Die könnten uns alle komplett auslöschen!“

31 Aber seine Söhne fragten ihn: „Ja aber, war es denn okay, dass der unsere Schwester wie ne billige Hure behandelt hat?“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

… So ließ sich alles Männlich beschneiden, alle, die zum Tor seiner Stadt (ein- und) ausgingen. Und es geschah am dritten Tag, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die beiden Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die Brüder Dinas, jeder sein Schwert und kamen ungehindert gegen die Stadt und erschlugen alles Männliche. (1Mo 34:24+25)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Warum dachte Jakob nicht daran, wie das Verhalten seiner Söhne Gott entehrt? Warum dachte Jakob nur an sich selbst?
  • Immer wieder dieses eine Thema, sich Gottes Güte bewusst zu sein und doch immer wieder zu versagen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Jeder versagt. Immer wieder. Jeden Tag. Und ich wünsche mir so sehr, dass ich wenigstens in meinem Versagen keine anderen Menschen so arg verletzt oder getötet (auch sinnbildlich gemeint) werden.

Und gerade kommt mit in den Sinn, wieviel Leid gerade jetzt in meiner Familie stattfindet und man geneigt ist, nur einer Person die Schuld zuzuschieben. In dem konkreten Fall ist auch einer der Schuldige. Aber werden oder sind wir anderen nicht an anderer Stelle genauso schuldig geworden???
Danke, Gott, dass du mir gerade den letzten Gedanken gezeigt hast. Wir die Guten, du der Böse – das stimmt doch so nicht!

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