Tag 85 – 1. Mose 49:19-33

Von François Maitre – http://www.mnemosyne.org/mmw/fullsize/mmw_10a11_018r_min_1.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8829583

19 Jetzt zu dir, Gad. Viele Leute werden versuchen, dich abzuzocken, aber du lässt dich nicht beklauen. Du wirst dich wehren und sie verjagen.

20 Ascher, bei dir wird es so sein, dass du ein sehr erfolgreicher Bauer sein wirst. Auf deinen Feldern wird das beste Biogemüse wachsen, das es im ganzen Land zu essen gibt. Und die Promis werden nur bei dir bestellen.

21 Und du, Naftali, bist wie ein Talkmaster, der echt gut reden kann.

22 Was dich angeht, Josef, ich kann dich nur mit einem Weinstock vergleichen, der an einer Quelle wächst. Du wirst gigagroß werden und wirst die größten Mauern überwachsen.

23 Wenn du Feinde hast, die dir ans Leder wollen, wenn sie dich beschießen,

24 dann macht dich das nie fertig, es verunsichert dich nicht. Du reagierst sofort und schießt zurück. Mein Gott, der sehr stark ist, wird an deiner Seite sein. Darum wirst du zuverlässig die Bevölkerung von Israel führen, du kannst sie beschützen und auf sie aufpassen.

25 Der heftige Gott höchstpersönlich ist auf deiner Seite, er ist total für dich, versorgt dich, hilft dir. Er sorgt für Regen, wenn du Regen brauchst. Er organisiert dir Wasser, wenn du es benötigst. Du wirst auch ohne Ende Kinder bekommen, deine Frau wird viele Babys stillen müssen.

26 Siehst du da oben die Berge? Die stehen da felsenfest und gigantisch hoch, bis zu den Wolken. Das, was ich dir jetzt zuspreche, wird noch höher und weiter reichen. Du bist Josef, du bist was ganz Besonderes, du bist ganz speziell, anders als deine Brüder.

27 Und zum Schluss noch zu dir, Benjamin. Du bist wie ein wilder Wolf, der zum Frühstück erst mal seine Beute frisst und die Reste abends an die anderen verteilt.“

28 Das waren die heftigen Sprüche, die Jakob über seine Söhne abließ, als er für sie am Beten war. Aus seinen Söhnen wurden die 12 unterschiedlichen Stämme vom Volk Israel. Jakob hatte da schon eine Peilung von, dass es so passieren würde. Jeder von seinen Söhnen bekam einen besonderen Spruch, einen Segen.

29 Als er damit fertig war, sagte er noch seinen letzten Willen: „Wenn ich tot bin, bringt meine Leiche bitte wieder zurück ins Kanaan-Land! Macht mir da bitte ein Grab, wo ich für immer richtig entspannt sein kann. Ich möchte da beerdigt werden, wo auch mein Vater, mein Opa und die anderen Vorfahren aus meiner Familie liegen. Das ist in der Höhle, die auf dem Feld Machpela liegt, östlich von Mamre. Dieses Grundstück hat Abraham vor Jahren mal dem Hetiter Efron abgekauft, um da so ein Familiengrab zu bauen.

31 Abraham liegt da auch und genauso Sara. Und Isaak und seine Frau Rebekka hat man da unter die Erde gebracht. Und auch meine Lea hab ich dort beerdigt.

32 Die ganze Wiese und auch die Höhle gehören uns, ich hab die Papiere dafür. Wir haben das damals wie gesagt rechtmäßig den Hetitern abgekauft.“

33 Als Jakob seinen Söhnen diese letzten Sachen sagte, saß er die ganze Zeit auf seiner Bettkante. Jetzt setzte er sich zurück und legte seine Füße wieder ins Bett. Und dann starb Jakob. Er ging dorthin, wo die Toten sind und wo sich auch seine ganze Familie aufhält, die schon vor ihm gestorben war. Dort war er dann mit ihnen wieder zusammen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füße aufs Bett herauf und verschied und wurde zu seinen Völkern versammelt. (1Mo 49:33)

Erkenntnis des Tages

  • Sehr schön ge- und beschrieben:

„Wie stark ist unser Glaube? Macht uns der Gedanke, dass wir eines Tages sterben müssen, Angst? Bereitet er uns Kummer und Sorge oder wissen wir, wohin wir gehen werden? Sind wir bereit zu sterben? Sind wir bereit, vor den Richterstuhl Gottes zu treten oder haben wir noch Unvergebenheiten? Müssen wir noch etwas bereinigen?

Das sind wichtige Fragen. Jakob tat Gottes Willen noch bis zuletzt. Selbst das Bewusstsein, dass seine Zeit auf dieser Erde abgelaufen war, dass es sich höchsten noch um Tage, eher noch um wenige Stunden hielt, blieb er Gott gehorsam. Er war bereit, vor seinen Schöpfer zu treten ohne Angst, ohne Verzweiflung.

Aus den Sterbeberichten ist oft ersichtlich, dass viele Menschen Angst haben, über die Schwelle des Todes zu treten; selbst bzw. gerade die härtesten Atheisten würden alles geben, wenn sie auch nur den Bruchteil einer Sekunde zu ihrem Leben hinzufügen könnten. Eine Königin bot sogar ihr ganzes Königreich an. Es ist das Erkennen, dass man nun vor Gott als Richter treten muss. Es ist fürchterlich, in seinen Sünden zu sterben und damit in die Hand des einzig wahren Gottes zu fallen. Voltaire, der große Glaubensspötter, wollte auf seinem Sterbelager noch Frieden mit Gott machen und wünschte sich einen Priester an sein Sterbebett; verhindert wurde das von seinen atheistischen Freunden.

Doch wer wie Jakob mit Gott im Reinen ist, der braucht sich keine Gedanken über seine Ewigkeit zu machen, sondern hat den Kopf frei, noch seinen Angehörigen Trost zu geben und sich noch um deren Wohlergehen Gedanken zu machen. Glaube befreit, Glaube macht stark.“

(Autor: Markus Kenn)

Glauben ins Leben umgesezt

  • Ich kenne jemand, der an Krebs erkrankt ist und der weiß, dass er daran sterben wird. Er plant seine Beerdigung bis ins Detail einschließlich Kosten ganz genau. „Es muss ja alles seine Ordnung haben“. An ein Leben danach glaubt er nicht. Was wird er denken, wenn er auf der anderen Seite ist?
  • Ich möchte jeden Tag so leben, dass ich mit mir und meinen Mitmenschen im Reinen bin. Der Ablauf der Beerdigung und Trauerfeier interessiert mich dabei wenig. Und ich glaube, ich bin schon auf einem guten Weg dahin …

o o o o o

Tag 84 – 1. Mose 49:1-18

1 Danach rief Jakob alle seine Söhne zu sich ins Zimmer, weil er ihnen was sagen wollte: „Hey, Jungs, hört mal zu! Ich will euch mal ne Ansage machen über die Dinge, die mit euren Familien später mal passieren werden!

2 Kommt mal her und hört mir gut zu! Als euer Vater Israel will ich euch was voll Wichtiges erzählen!

3 Zuerst zu dir, Ruben. Du bist ja als Erster geboren worden. Da war ich noch voll Power, und das sieht man auch an dir. Du bist nämlich auch voll im Saft, machst manchmal den Lauten, weil du gar nicht weißt, wohin mit deiner Kraft.

4 Aber du kannst nicht der Erste bleiben, weil du dich nicht unter Kontrolle hast. Du bist einfach zu wild, wegen dir musste ich mich voll schämen, weil du mit einer von meinen Frauen Sex gehabt hast.

5 Jetzt zu euch beiden, Simeon und Levi. Ihr habt es nicht geschafft, mich für eure Pläne zu begeistern. Ihr seid zu aggromäßig unterwegs und tut, worauf ihr Bock habt.

6 Ich will echt nicht in eurer Gang sein. Ihr schlagt einfach zu und habt so schon viele Männer getötet. Auch auf Tiere geht ihr einfach los und verstümmelt sie.

7 Ich hasse euer brutales Verhalten, ich verfluche es! Warum seid ihr so heftig drauf, warum immer so grausam unterwegs? Ich bestimme jetzt, dass ihr euch über das ganze Land verteilt ausbreiten müsst.

8 Juda, du bist der Beste, und deine Brüder haben dich als Vorbild! Jeder findet dich total gut, weil du deine Feinde im Griff hast. Du machst sie einfach nieder, sie sehen keine Stiche gehen dich.

9 Du bist eben mein Sohn! Du hast die Eigenschaften von einem gefährlichen Löwen; wenn du auf der Jagd bist, kommst du immer mit fetter Beute nach Hause. Und wenn du etwas gejagt hast, kann dir das keiner abnehmen, weil sie Angst vor dir haben.

10 Du sollst alleine das Sagen haben. Aus deiner Familie sollen die Könige und Präsidenten kommen, und zwar so lange, bis der große Held da ist. Der wird der Größte überhaupt sein, und aus allen Völkern werden sie zu ihm halten.

11 Er wird es ganz fett haben. Er wird so reich sein, dass er sein Auto mit Schampus waschen kann, und er selbst wird im Sekt baden.

12 Wenn er Wein getrunken hat, funkeln seine Augen. Und er hat schneeweiße Zähne, die so weiß sind wie Milch.

13 Und jetzt zu dir, Sebulon. Du wohnst an der Küste, da, wo Schiffe rumfahren und wo ein Hafen ist. Das Land, das mal dir gehört, das soll bis nach Sidon reichen!

14 Also bei Isschar fällt mir nur ein alter Drahtesel ein, der rostig im Schuppen liegt.

15 Du hast dir gesagt: ,Ich will keinen Stress haben. Hier ist das Land so nett. Ich werde mir einfach einen Job suchen und mein Leben lang als Angestellter arbeiten!‘

16 Dan, du wirst für das Recht von deinen Leuten kämpfen, wie ein Rechtsanwalt das tut. Darum wird man deine Familie immer respektieren, alle in Israel werden das.

17 Aber du bist auch gefährlich wie eine Giftschlange, die sich im Wald versteckt hat. Reitet jemand auf einem Pferd vorbei, zischt sie los und beißt. Dann fällt der Reiter voll auf die Fresse. Mit solchen Tricks wirst du auch deine Feinde besiegen.

18 Hey, Gott, ich warte auf deine Hilfe!

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen. (1Mo 49:1)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Spontaner Eindruck: Aus diesem bunten Haufen macht Gott SEIN Volk!

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Alle Söhne sind ganz unterschiedlich, jeder ist anders. Aber genau daraus macht Gott sein Volk. Man könnte meinen: Hat er denn kein besseres gefunden? Nein, hat er sicherlich nicht. Weil wir alle so sind.
  • Für Gott sind alle Menschen gleich wichtig. Nur wir Menschen teilen in: kann ich nicht leiden, mag ich nicht, mag ich doch, liebe ich …
  • Der Versuch, alle Menschen mit Gottes Augen zu sehen, scheitert meist im Alltag. Heute ist es mir wieder bewusst und ich hoffe sehr, dass es mir irgendwann gelingt, alle wie Gott zu sehen… oder wenigstens immer öfter …

o o o o o

Tag 83 – 1. Mose 48:8-22

Januarius Zick [Public domain]

8  Jetzt erst bemerkte Jakob, dass die zwei Söhne von Josef, Manasse und Efraim, mit am Start waren. „Wen hast du denn da mitgebracht?“, fragte Jakob.

9  Josef antwortete: „Das sind die Söhne, die Gott mir hier in Ägypten geschenkt hat!“ – „Bring die mal her! Ich will mir die gerne mal aus der Nähe ansehen und für sie beten!“

10  Jakob war nämlich schon ziemlich kurzsichtig und hatte keine Brille. Als die beiden Jungs bei ihm am Bett standen, knuddelte er sie und gab ihnen einen Kuss.

11  „Josef, ich hätte es echt nicht mehr geglaubt, dass ich dich überhaupt noch mal wiedersehen werde, und jetzt darf ich sogar noch deine Kinder umarmen!“

12  Josef nahm dann die beiden Jungs beiseite und kniete sich vor dem Bett seines Vaters auf den Boden hin. Dann verbeugte er sich ganz tief.

13  Danach nahm er seine beiden Söhne an die Hände, Efraim rechts und Manasse links. So ging er dann noch mal ganz nahe zu seinem Vater ans Bett, damit der noch mal für seine Kinder beten und sie segnen würde. Er wollte, dass der Ältere von beiden mit der rechten Hand von Jakob gesegnet wird, weil man damals dachte, da liegt mehr Power drauf.

14  Jakob überkreuzte aber seine Hände beim Beten, legte seine rechte Hand auf den Kopf vom jüngeren Bruder Efraim und seine linke auf den Kopf von Manasse. Und das, obwohl eigentlich Manasse der ältere Bruder war.

15  Jakob fing dann an zu beten: „Gott! Du bist derjenige, der schon meinen Vätern Abraham und Isaak gesagt hat, was Sache ist. Sie haben sich danach gerichtet. Ich rede jetzt mit dem Gott, der mich schon mein ganzes Leben lang begleitet und auf mich aufgepasst hat, bis heute.

16  Du bist derjenige, der immer da war, wenn es mir beschissen ging. Du hast mich so oft gerettet. Du sollst jetzt mit voller Power mit diesen Kindern sein. Sorge dafür, dass unsere Familie, ich und meine Vorfahren Abraham und Isaak, durch ihr Leben weiterbesteht. Sie sollen viele Kinder bekommen, damit dieses Land ohne Ende bevölkert wird.“

17  Josef fand das nicht so geil, dass Jakob seine rechte Hand auf Efraim gelegt hatte. Darum wollte er sie da wegnehmen und auf Manasse legen.

18  „Kleiner Irrtum, Papa“, sagte er zu ihm. „Das ist nicht der Ältere von den beiden! Auf den hier musst du deine rechte Hand legen!“

19  „Das hab ich schon lange kapiert“, antwortete Jakob. „Keine Panik, auch Manasse wird sehr viele Kinder bekommen, aus denen dann ein großes Volk entstehen wird. Aber sein jüngerer Bruder wird es noch fetter abkriegen. Aus seiner Familie werden mal ganze Nationen!“

20  Also betete Jakob auf die Art für die zwei Jungs von Josef. Er sagte danach zu Josef: „Hör zu, du und deine Kinder, ihr werdet mal in Israel als Beispiel dafür dienen, wie sehr Gott einen unterstützen und wie krass er jemanden segnen kann. Irgendwann wird es so einen Spruch in Israel geben. Wenn man sich etwas besonders Gutes sagen will, dann werden die Leute texten: ‚Gott soll so mit dir umgehen, wie er es mit Efraim oder Manasse gemacht hat!‘“ Ganz bewusst nannte er dabei Efraim zuerst.

21  Jakob, den man ja zu der Zeit auch Israel nannte, sagte dann zu Josef: „Pass auf, mein Junge, ich sterbe jetzt. Aber Gott lässt euch nie alleine. Er wird euch in das Land zurückbringen, das er schon unseren Vätern versprochen hat.

22  Ich vererbe dir hiermit ein Stück Land, das ich mal im Krieg von den Amoritern erobert habe. Es liegt dort oben in den Bergen. Du wohnst dann sogar noch höher als deine Brüder!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Als Israel die Söhne Josefs sah, sagte er: Wer sind diese? Und Josef sagte zu seinem Vater: Das sind meine Söhne, die Gott mir gegeben hat. Da sagte er: Bring sie doch zu mir her, dass ich sie segne! (1Mo 48:8-9)

Gottes Verheißung

  • Jakob segnete die Söhne Josefs mit der Verheißung, dass beide große Völker haben werden, nur Ephraim (der Jüngere), das größere.
  • Gott wird wird sie in das Land der Väter zurückbringen (also raus aus Ägypten und zurück nach Kanaan)

Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jacobs Vater hat schon auf dem Sterbebett den Jüngeren vor dem Älteren gesegnet und Jacob tut es hier wieder. Das ist normalerweise gegen die Ordnung. Aber Gott scheint Dinge immer wieder auch mal anders zu fügen, um sein großes Ziel zu erreichen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • In meinem Kopf geht es heute wieder ums Segnen. Meine Tochter hat heute 11 Uhr einen ganz schwierigen Termin, der sie emotional sehr belastet. Ich bete ganz intensiv für sie … und nachdem ich das Segnen als solches verstanden habe, wünsche ich ihr aus tiefsten Herzen den Segen Gottes, dass er bei ihr sein möge und sie beschützt und bewahrt. Bitte, du großer Gott!

o o o o o

Tag 82 – 1. Mose 47:27-48:7

Humus sapiens – [1], Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=322379

27  So kam es also, dass alle Israeliten in Ägypten wohnten. Sie lebten in der Provinz Goschen und bekamen da ganz viele Kinder.

28  Jakob lebte noch siebzehn Jahre in Ägypten. Er wurde insgesamt 147 Jahre alt.

29  Als er merkte, dass es mit ihm zu Ende ging, ließ er den Josef zu sich rufen. „Ich hab eine Bitte an dich,“ sagte er zu ihm. „Mein Letzter Wille ist, dass ich nicht hier in Ägypten beerdigt werde. Das musst du mir schwören!

30  Ich möchte, dass mein Grab dort ist, wo auch meine Väter begraben wurden. Bitte überführe meine Leiche dorthin, wenn es so weit ist!“ – „Versprochen, das mach ich!“, antwortete Josef seinem Vater.

31  „Ich will, dass du es mir ganz fest versprichst, ja? Schwörst du auf deine Mutter?“ Josef versprach es seinem Vater, dass er diesen Wunsch auf jeden Fall erfüllen würde. Er verbeugte sich dabei ganz tief an dem Bett von seinem Vater und betete dabei zu Gott.

1  Einige Zeit später kriegte Josef eine Mail von zu Hause, wo drinstand, dass sein Vater sehr krank ist. Er packte sofort seine Sachen, nahm seine beiden Söhne Manasse und Efraim mit ins Auto und fuhr los.

2  Als man Jakob erzählte, dass sein Sohn Josef gleich da sein würde, riss er sich noch mal richtig zusammen und setzte sich auf die Bettkante.

3  Nachdem Josef in seinem Zimmer angekommen war, fing Jakob an mit ihm über etwas sehr Wichtiges zu sprechen. „Josef, ich hatte mal ein echt heftiges Treffen mit dem richtig großen Gott. Das war bei Lus, im Kanaan-Land. Gott wünschte mir alles Gute, er segnete mich

4  und sagte dann: „Ich werde dafür sorgen, dass sich deine Familie sehr stark vermehren wird! Daraus wird mal ein ganz großes Volk werden, eine ganze Nation von Völkern. Und ich will dir dafür dieses Land auf lau schenken. Es soll dir und deiner Familie für immer gehören.“ Das hat mir Gott höchstpersönlich damals so gesagt.

5  Ich hatte jetzt die Idee, dass ich deine beiden Söhne Efraim und Manasse, die ja beide in Ägypten geboren wurden, adoptieren werde, damit sie die gleichen Rechte wie meine eigenen Söhne haben.

6  Aber die Kinder, die du vielleicht später noch bekommst, sollen den Familiennamen Efraim oder Manasse abkriegen und in deren Land leben.

7  Ich will das vor allem wegen deiner Mutter Rahel. Sie ist ja auf dem Rückweg von Mesopotamien nach Kanaan gestorben. Wir waren damals kurz vor der Stadt Efrata. Ich hab sie dort auf einem Friedhof beerdigt.“ Efrata ist übrigens das heutige Bethlehem.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Wenn ich [Jakob] mich zu meinen Vätern gelegt habe, dann führe mich aus Ägypten und begrabe mich in ihrem Grab. (1Mo 47:30)

Und nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mir gehören; Ephraim und Manasse sollen mir gehören wie Ruben und Simeon. (1Mo 48:5)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob machte es so wie zu der Zeit üblich, er rief den Erstgeborenen ans Sterbebett. Nur, dass Josef nicht der Erstgeborene war, sondern der Sohn seiner Lieblingsfrau Rahel. Damit Josef denoch den doppelten Erbanteil bekam, „adoptierte“ er dessen Söhne Ephraim und Manasse. Indirekt bekam so Josef das Doppelte. Das sah dann so aus:

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Jakob regelte vor seinem Tod alles, was für ihn und seinem Glauben wichtig war und somit das spätere Volk Israel.
  • Nun bin ich nur ein klitzekleines Licht unter Sonne, aber Dinge zu regeln, bevor man diese Erde verlässt, scheint vernünftig und erspart den Angehörigen eine Menge an Problemen.
  • Will mir Gott heute sagen, soll endlich mal beginnen, mein ganzen Trödel in „Nützlich“, „Kann weg“ zu sortieren? Ich habe Unmengen an Kram angehäuft.
  • Ja, ich weiß, das hat jetzt nichts mit Glauben und Gott und die Bibel zu tun, aber wichtig wäre es schon, auch „weltliche“ Dinge zu ordnen…

o o o o o

Tag 81 – 1. Mose 47:13-25

Bild von marco aurelio auf Pixabay

13  Es gab immer noch kein Brot in Ägypten und Kanaan zu kaufen, und alle Einwohner hatten voll den Hunger.

14  Sie konnten zwar immer Mehl und Getreide beim Josef einkaufen, aber irgendwann war ihre Kohle alle, weil sie dafür ja auch ganz gut bezahlen mussten. Irgendwann gab es kein Geld mehr, weil alle Knete, die es überhaupt gab, auf dem Konto von Josef gelandet war. Der überwies den ganzen Betrag aber an die Bank vom Präsidenten.

15  Als wirklich keiner mehr Geld hatte, kam es zu einer Demonstration vor dem Büro von Josef. „Geben Sie uns Brot! Oder sollen wir hier jetzt vor Ihren Augen verrecken? Unser Geld ist alle!“

16  „Sie können auch mit anderer Währung bezahlen“, antwortete Josef. „Bezahlen Sie das Essen mit Ihren Tieren, die Sie noch haben. Wir tauschen Tiere gegen Brot!“

17  Also kamen die Leute in den nächsten Tagen, einer nach dem anderen, bei ihm an und brachten ihre Pferde, Esel, Rinder, Schafe und Ziegen. Josef gab ihnen dafür das ganze Jahr genug zu essen.

18  Aber im nächsten Jahr standen sie dann wieder bei ihm auf der Matte: „Sie sind unser Chef! Und wir müssen einfach zugeben, dass wir schon jetzt total pleite sind. Wir haben nichts mehr, womit wir bezahlen könnten, nur noch unser Land und unser Leben.

19  Möchten Sie, dass wir vor Ihren Augen verhungern? Was passiert mit unserem Land? Sie können uns haben und auch unser Land kaufen, wenn Sie wollen. Wir werden ab sofort dann nur noch für den Präsidenten arbeiten. Als Zahlung wollen wir nur Mehl und Getreidekörner haben. Die Körner brauchen wir, damit wir auf unseren Feldern vielleicht mal wieder Getreide anpflanzen können und die nicht total verkommen.“

20  Josef ließ sich auf den Deal ein. So mussten wegen der derben Hungersnot alle Ägypter auch noch ihren Grundbesitz an den Präsidenten verkaufen. Josef regelte die Verträge und dann gehörte wirklich alles, was es in Ägypten gab, nur noch dem Präsi.

21  Alle Leute, die in Ägypten lebten, gehörten ab dann mit Haut und Haaren ganz dem Präsidenten.

22  Nur die Priester, die in den Tempeln arbeiteten, brauchten ihre Felder nicht zu verkaufen. Die waren nämlich so was wie Beamte und bekamen ihre Kohle direkt vom Staat.

23  Josef sagt danach zu den Ägyptern: „Heute habe ich Sie und Ihr Land für den Präsidenten gekauft. Jetzt lassen Sie sich mal richtig viel Getreide geben, damit Sie davon leben können. Und legen Sie sich etwas zurück, um es dann auf den Feldern wieder auszusäen, ja?“

24  Er legte es gesetzlich fest, dass in ganz Ägypten ab sofort jeder 20 Prozent von seinem Einkommen als Steuer an den Präsidenten abführen musste. „Was übrig bleibt, können Sie für Ihre Familien behalten. Es müsste reichen, um davon zu leben und auch noch was für das Säen und Ernten übrig zu haben.

25  „Danke“, sagten die Leute zu ihm. „Sie retten uns das Leben! Wenn es okay ist, wollen wir freiwillig für immer kostenlos für Sie arbeiten!“

26  Josef brachte dann ein Gesetz ein, dass eine Steuerzahlung von 20 Prozent auf das ganze Einkommen gelegt wurde, was in Ägypten im Jahr aufkam. Dieses Gesetz gibt es da noch heute. Nur das Eigentum der Priester wurde nicht an den Staat überschrieben.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da sagten sie [Ägypter]: Du hast uns am Leben erhalten; finden wir Gunst in den Augen meines Herrn, dann wollen wir Knechte des Pharao sein.
(1Mo 47:25)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Nachdem Lesen des Abschnittes, war meine erste Reaktion: Das ist doch nicht richtig, dass sich das Volk zum Schluss auch noch verkaufen muss, damit sie nicht verhungert und das Getreide da ist.
  • Auch ergab sich beim Lesen meiner beiden Kommentarbücher reineweg gar keinen Gedanken, der mich hier an der Stelle weiterbringen könnte.
  • ABER: Ich las dann noch eine Kindergeschichte, die mich zufrieden stellte:

Es regnet, dabei hatte sich Joschua schon so sehr darauf gefreut, auf einem Traktor mitfahren zu dürfen. Der Nachbar von Oma und Opa hat einen schönen roten Traktor und wollte heute damit aufs Feld fahren. Er hatte Joschua versprochen, ihn bei schönem Wetter mitzunehmen. Das wollte sich Joschua natürlich nicht entgehen lassen, doch nun regnet es, und es wird wohl nichts draus. Traurig sitzt er jetzt mit Papa, Mama und Oma am Wohnzimmertisch, während Opa und Sara im Schrank nach einem Spiel suchen. Schließlich kommen sie mit einem Würfelspiel wieder. Es geht so ähnlich wie „Mensch ärgere Dich nicht“, aber wenn man mit einer seiner Figuren rausgeworfen wird, darf man damit nicht weiterspielen. Wer gar keine Figuren mehr besitzt, hat verloren.
Wenigstens gewinnt Joschua, worüber er sich sehr freut. Papa hat hingegen schon sehr bald alle Figuren verloren. Als das Spiel zu Ende ist, läuft Joschua schnell zum Fenster und schaut hinaus. „Es regnet nicht mehr!“, ruft er erfreut und fragt: „Kann ich jetzt Traktor fahren?“. „Wenn es so bleibt, kommt vielleicht der Nachbar noch vorbei, um dich abzuholen“, antwortet Papa und sagt weiter: „Aber das müssen wir erst noch abwarten! So lange kann ich dir und Sara aber noch die Fortsetzung von der gestrigen Geschichte erzählen. Also: Jakob kam doch wegen der Hungersnot nach Ägypten. Aber auch die Ägypter selbst litten Hunger. Sie hatten am Ende alles verloren – ähnlich wie Papa vorhin beim Spiel alle Figuren verloren hatte. Das ist natürlich nicht schlimm für mich, ich habe halt das Spiel verloren. Diesen Menschen damals ging es jedoch sehr schlecht, aber durch Gottes Hilfe sind sie nicht verhungert. Hört mal zu, wie das war:


Die Hungersnot war sehr schlimm, sodass auch die Bauern in Ägypten großen Hunger litten. Zunächst verkaufte ihnen Josef Getreide von den Vorräten. Als sie aber dann kein Geld mehr zum Bezahlen hatten, kamen sie zu Josef und baten um Brot. Josef half ihnen, indem er ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel aufkaufte und ihnen dafür ein Jahr lang Brot gab. 
Im nächsten Jahr kamen sie aber wiederum zu ihm, weil sie immer noch Hunger litten und nur noch Felder und ihr Leben besaßen. Sie baten darum Josef, sie und ihre Felder zu kaufen. Josef ging darauf ein und kaufte in ganz Ägypten die Felder und die Menschen für den Pharao. Nur die Felder der Priester waren davon ausgenommen, weil diese nicht verkauft werden durften. Dann erließ Josef ein Gesetz, welches sehr viele Jahre Bestand hatte. Danach musste jeder Ägypter den fünften Teil der Ernte dem Pharao abgeben. 

Wisst ihr“, richtet Papa nun das Wort an Sara und Joschua, „oft sehen wir nur das Schlechte an einer Sache. Die Ägypter mussten zum Beispiel ihren Besitz an den Pharao verkaufen und ihm nun einen Teil der Ernte abgeben. Aber man muss auch sehen, dass sie ohne Gottes Hilfe verhungert wären, weil auch der Pharao sonst kein Brot gehabt hätte. Meistens erkennen wir es also gar nicht, wie Gott auch noch in Notlagen für uns sorgt und Schlimmeres verhindert! Wenn wir genau überlegen, haben wir Gott so unendlich viel zu verdanken!“ 

„Bimbam“ – plötzlich klingelt es: Es ist der Nachbar, der vor der Tür steht. Die Sonne scheint wieder, und er möchte nun Joschua abholen. Mama zieht Joschua noch schnell die Gummistiefel an und Papa meint: „Siehst du, Joschua, immer wieder haben wir Grund Gott zu danken. Auch für diesen Sonnenschein können wir jetzt Gott danken, denn nun kannst du doch noch auf dem Traktor mitfahren!“
Voller Freude stürmt nun Joschua nach draußen. Was für ein schöner Tag!

Rainer Jentzschmann http://www.christkids.de/?pg=5035

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Mich hat diese Kindergeschichte etwas traurig gemacht: Immer zuerst das Gute in einer Situation suchen, dass war auch meine „Denke“. Bis ich sie mir hab klauen lassen. Nun bin ich wieder auf dem Weg dahin zurück. Wieder ein kleines Stückchen mehr seit dieser Kindergeschichte. Danke, du großer Gott!

o o o o o


Tag 80 – 1. Mose 47:1-12

1  Josef ging dann zum Präsidenten ins Büro und erzählte ihm, dass sein Vater und auch die Brüder angekommen seien. „Sie sind aus dem Land Kanaan ganz hierhergefahren und haben alles, was ihnen gehört, gleich mitgebracht. Ihre ganzen Tiere und so, alles ist dabei. Sie sind jetzt in dem Gebiet Goschen.“

2  Vor der Tür standen erst mal nur fünf von seinen Brüdern, die er jetzt reinholte, um sie dem Präsidenten einmal vorzustellen.

3  „Was machen Sie beruflich?“, wollte der gleich von ihnen wissen. „Wir leben von der Aufzucht und Pflege von Schafen, verehrter Herr Präsident. Das ist in unser Familie schon immer so gewesen.“

4  Dann sagten sie zu ihm: „Wenn es Ihnen möglich erscheint, würden wir sehr gerne ein Arbeitsvisum in -Ihrem Land beantragen und hier eine Zeitlang leben. Bei uns zu Hause im Kanaan-Land gibt es zurzeit kein Wasser und keine grüne Weidefläche für unsere Tiere, weil es seit langem nicht mehr geregnet hat. Wir bitten höflichst um Erlaubnis, uns für eine Zeit in der Provinz Goschen niederlassen zu dürfen.“

5  Der Präsident beugte sich zu Josef rüber und meinte: „Ihr Vater und Ihre Brüder sind jetzt also zu Ihnen gekommen!

6  Von mir aus steht Ihnen ganz Ägypten zur Verfügung! Die beste Idee ist vielleicht, sie gleich in Goschen wohnen zu lassen, das ist ja vom Land her sehr schön dort, das Beste, was wir haben. Wenn es einige in Ihrer Familie gibt, die sich gut mit Tieren auskennen, hab ich nichts dagegen, wenn Sie ihnen auch die Verantwortung für meine eigenen Herden übergeben.“

7  Josef ließ jetzt auch seinen Vater zum Präsidenten rufen. Jakob begrüßte den Präsidenten mit einem Gebet für ihn.

8  Nachdem sie sich dann freundlich die Hand gegeben hatten, war seine erste Frage: „Wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf?“

9  „130 Jahre lebe ich jetzt als Ausländer auf dieser Erde“, antwortete Jakob. „Ich habe viel kürzer und schlechter als meine Vorfahren gelebt, obwohl sie genauso wie ich als Ausländer lebten.“

10  Beim Abschied betete Jakob noch mal für den Präsidenten und verabschiedete sich dann.

11  Nach dem Befehl vom Präsidenten durfte sich Jakob mit seiner ganzen Familie in der Gegend von Ramses ein Grundstück aussuchen und dort wohnen. Das war so ziemlich die angesagteste Gegend im Land.

12  Josef versorgte seinen Vater und kümmerte sich auch um seine Brüder, damit sie genug zu essen bekamen. Das war so viel, dass alle Familienangehörigen und auch die Kinder immer satt wurden.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und sie [Josefs Brüder] sagten zum Pharao: Wir sind gekommennum uns im Land als Fremde aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für Schafe, die deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Land Kanaan. (1Mo 47:4)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob segnete den Pharao
  • Ich habe mich noch nie gefragt: Wer darf eigentlich segnen? Natürlich kenne ich die Sprüche: „Sei gesegnet“ oder „Gottes Segen für dich“ . Ich empfand es immer als nette Geste, wenn es jemand zu mir gesagt hat, habe mich aber nie gefragt: Was steckt dahinter?

SEGEN, SEGNEN

Etwas heiligen oder als heilig erklären; eine an Gott gerichtete Bitte, göttliche Gunst zu gewähren; Güte erweisen; Gunst; als heilig rühmen; lobpreisen; gut von jemandem reden; vor Übel schützen oder bewahren; Glück bringen.

Die verschiedenen Formen der hebräischen Wörter, die allgemein mit „segnen“ oder „Segen“ übersetzt werden, kommen in den Hebräischen Schriften etwa 400mal vor. Das Verb barách wird gewöhnlich mit „segnen“ wiedergegeben. An manchen Stellen wird das Wort mit „Gutes . . . wünschen“ (1Sa 25:14); „beglückwünschen“ (1Ch 18:10); „grüßen“ (2Kö 4:29) wiedergegeben. Die Substantivform des hebräischen Wortes ist in dem Namen der Tiefebene Beracha (was „Segen“ bedeutet) enthalten, denn hier war es, wo Josaphat und sein Volk Gott segneten (2Ch 20:26). Ein Verb derselben Form wird mit „knien“, „[auf seine Knie] niederlassen“ oder „niederknien“ übersetzt (1Mo 24:11; 2Ch 6:13;Ps 95:6).

Die jüdischen Sopherim (Schreiber) änderten mehrere Stellen von „fluchen“ auf „segnen“ ab (1Kö 21:10, 13; Hi 1:5, 11; 2:5, 9), weil sie der Ansicht waren, es sei lästerlich, auch nur zu erwähnen, daß jemand Gott fluche. (Siehe NW, Anhang, S. 1633.)

Das griechische Verb eulogéō bedeutet wörtlich „gut von jemandem reden“. Der Ausdruck eulogía (wtl.: Segen) steht in Römer 16:18 im negativen Sinn für „schmeichelhafte Reden“, mit denen die Absicht verfolgt wird, jemandes Herz zu verführen.

In der Heiligen Schrift werden „segnen“ und „Segen“ in mindestens vier Hauptbedeutungen gebraucht: 1. Gott segnet Menschen; 2. Menschen segnen Gott; 3. Menschen segnen Christus; 4. Menschen segnen Mitmenschen.

Gott segnet Menschen. „Der Segen Gottes — er macht reich, und keinen Schmerz fügt er ihm hinzu“ (Spr 10:22). Gott segnet alle, an denen er Wohlgefallen findet, indem er sie schützt, ihnen Gedeihen schenkt, sie leitet, ihnen Erfolg verleiht und ihre Bedürfnisse stillt, was sich für sie zum Guten auswirkt.

Gottes Wohlwollen gegenüber seiner irdischen Schöpfung kam zu der Zeit zum Ausdruck, als er sie ins Dasein brachte. Gottes Segen für die am fünften Tag erschaffenen Tierarten war eine Äußerung seines sie betreffenden Vorsatzes (1Mo 1:22). Wären Adam und Eva gehorsam geblieben, dann hätte es ihnen der am Ende des sechsten Tages ausgesprochene Segen Gottes ermöglicht, in Gottes Gunst zu bleiben, denn er sorgte für all ihre geistigen und physischen Bedürfnisse (1Mo 1:28; 2:9; 5:2).

Nachdem Gott sein irdisches Schöpfungswerk am Ende von sechs Schöpfungstagen vollendet hatte, fehlte es seiner Schöpfung zu ihrem Wohlergehen an nichts (1Mo 1:31). Danach ging Gott daran, von seinem Werk zu ruhen oder abzulassen, und segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Der menschlichen Schöpfung wurde in Aussicht gestellt, sich des Glücks und endlosen Segens zu erfreuen (1Mo 2:3; 2Mo 20:11).

Als Noah und seine Familie aus der Arche kamen, betrachtete Gott sie mit Wohlwollen, segnete sie und gab ihnen seinen sie betreffenden Willen bekannt. Durch das Tun des Willens Gottes würden sie in seiner Gunst und unter seinem Schutz gedeihen (1Mo 9:1).

Überaus wichtig für die ganze Menschheit ist der Segen in Verbindung mit Abraham und seinem Samen (1Mo 12:3; 18:18; 22:18). Gott segnete Abraham und Sara, indem er auf wunderbare Weise ihre Fortpflanzungsfähigkeit erneuerte, so daß sie in ihrem hohen Alter einen Sohn haben konnten (1Mo 17:16; 21:2). Er schenkte Abraham Gedeihen und gebrauchte ihn, um Größeres vorzuschatten (Gal 4:21-26). Deshalb hat der Segen Gottes, der darin bestand, Abraham einen Samen zu geben, eine größere Bedeutung in der Verheißung, daß Menschen aller Nationen durch den gesegnet werden, den Isaak vorschattete, nämlich Jesus Christus (Gal 3:8, 14; Apg 3:25, 26; Heb 6:13-20).

Gott segnet ein Volk oder Personen nur, wenn sie ihm gehorchen (2Mo 23:25). Der scharfe Gegensatz, der in 5. Mose, Kapitel 27 und 28 aufgezeigt wird, läßt deutlich erkennen, daß Gottes Fluch — der schwere Strafen nach sich zieht — die Ungehorsamen trifft, während sein Segen auf den Gehorsamen ruht und zu geistiger Wohlfahrt und der Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse führt. Das zeigt sich dann in ihren Häusern, auf ihrem Feld, bei ihren Kindern, bei ihren Tieren, in der Fülle der Nahrungsmittel, auf ihren Reisen — einfach bei all ihrem Tun. „Segnungen sind für das Haupt des Gerechten“ (Spr 10:6, 7). Wenn Gottes Volk ihm gewissenhaft gehorcht, öffnet er mit Freuden ‘die Schleusen der Himmel und schüttet Segen aus, bis kein Bedarf mehr ist’ (Mal 3:10).

Menschen segnen Gott. Menschen segnen Gott in erster Linie dadurch, daß sie ihn preisen. Sie segnen ihn aber auch durch Worte der Dankbarkeit, indem sie anerkennen, daß Gott der Quell aller Segnungen ist, indem sie bei jeder Gelegenheit gut von ihm reden und indem sie ihn anbeten und ihm dienen (Ps 26:12). Man segnet Gott auch, indem man die gute Botschaft predigt, weil dadurch sein Name und seine Vorsätze gepriesen werden (Mat 24:14; Heb 13:15).

Menschen haben Gott gesegnet, weil er sein Volk von Bedrückung befreite (2Mo 18:9, 10); weil er für ihre Bedürfnisse sorgte (5Mo 8:10); wegen seiner Würde, Macht, Herrschaft und Schönheit als Haupt über alles (1Ch 29:1012, 20); weil er sein Volk dazu bewog, seine Anbetung zu unterstützen (2Ch 31:8); wegen seiner Bundestreue und seiner Barmherzigkeit, wenn sie ihre Sünden bekannten (Ne 9:5, 31, 32); weil er Weisheit und Macht gibt (Da 2:19-23); weil er seine Diener beschützt und seine Souveränität unter Beweis stellt (Da 3:28; 4:34). Im Buch der Psalmen wird Gott ohne Unterlaß gesegnet, und alle im Himmel und auf der Erde werden aufgefordert, seinen Namen wegen seiner vielen großartigen Eigenschaften zu preisen. Menschen segnen Gott auch für die Gabe in Form seines Sohnes Jesus Christus (Ps 16:7; 103:1, 20-22; 145:2, 10; Joh 3:16; vgl. Apg 2:8-11; Off 7:11, 12; 14:6, 7).

Menschen segnen Christus. Auch Jesus selbst sollte von allen gesegnet werden. Elisabeth segnete Maria, die Mutter Jesu, und die ungeborene Frucht ihres Schoßes (Luk 1:42). Jesu himmlische Herkunft, sein Kommen im Namen Gottes und als dessen Sohn, sein Dienst, sein Opfer, sein Priestertum, sein Königtum und seine unverdiente Güte — all das rechtfertigt, daß er als ein Gesegneter willkommen geheißen wird (Joh 12:13; 2Ko 8:9; Heb 1:2; 7:24-26). In Erfüllung von Psalm 118:26 hieß ihn die Volksmenge bei seinem triumphalen Einzug in Jerusalem als Gesegneten Gottes willkommen (Mat 21:9). Engelgeschöpfe und Menschen — alle sollen ihn segnen (Off 5:12, 13).

Menschen segnen Mitmenschen. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen segnet, mag er im Gegensatz zu Gott, der seinen Segensworten immer die Tat folgen läßt, nicht imstande sein, gemäß seinen Worten zu handeln. In der Bibel kommt der Segensspruch eines Menschen oft einer Bitte um Gottes Segen gleich, auch wenn er nicht in Form eines Gebets geäußert wird. Obgleich also ein Mensch einen anderen Menschen segnen mag, ist doch Gott immer der Quell des Segens. Segnet ein Mensch andere Menschen, so geschieht das außerdem häufig aus Dankbarkeit oder um vorzügliche Eigenschaften oder eine gute Arbeit zu würdigen.

Im Zusammenhang mit dem Erteilen eines wirksamen Segens, nämlich dem Segnen aufgrund göttlicher Autorität, d. h. der Macht, den Segen zu vollziehen, formulierte Paulus in seiner Beweisführung hinsichtlich der Überlegenheit des Priestertums Melchisedeks gegenüber dem Priestertum Levis den Grundsatz: „Nun wird unbestreitbar das Geringere vom Größeren gesegnet“ (Heb 7:7). Melchisedek war ein Priester Gottes und ein König und konnte, als er Abraham segnete, mit Autorität und prophetisch für Gott sprechen (1Mo 14:18-20; Heb 7:1-4).

Wenn Personen durch ihre Taten zum Lobpreis Gottes beigetragen haben, hielten andere es für angebracht, ihnen einen Segen auszusprechen. Moses segnete Bezalel und seine Mitarbeiter, als diese den Bau der Stiftshütte vollendet hatten (2Mo 39:43). Als geistige Führer der Israeliten hatten die Priester und Leviten die Aufgabe, das Volk bei zahlreichen Anlässen zu segnen (4Mo 6:23-27; 3Mo 9:22, 23; 5Mo 10:8; 21:5; 1Ch 23:13;2Ch 30:27). Der Hohepriester Eli segnete Samuels Eltern, weil sie ihr Kind als Gabe für den Tempeldienst zur Verfügung stellten (1Sa 2:20, 21). David segnete das Volk, nachdem er die Bundeslade nach Jerusalem gebracht hatte (2Sa 6:18; 1Ch 16:2). Salomo tat dasselbe, als er den Tempel Gott weihte (1Kö 8:14, 55). Der betagte Simeon segnete die Eltern Jesu (Luk 2:34). Jesus segnete die Kinder, die zu ihm kamen (Mar 10:16).

Anlässe zum Segnen. Wenn man betet, preist man Gott und dankt ihm, man segnet ihn; überdies segnet man seine Glaubensbrüder und Menschen, die Gott suchen, indem man für sie betet. Die Mahlzeit wird mit einem Tischgebet begonnen, wobei man gewöhnlich den Segen für die Speise erbittet. In solchen Gebeten dankt man Gott und preist ihn dafür, daß er in geistiger und materieller Hinsicht so gut für uns sorgt; auch bittet man ihn, zu bewirken, daß die Nahrung den Essenden zum Nutzen gereicht und sie stärkt, damit sie ihm dienen können (1Sa 9:13; Mat 14:19; Luk 9:16). In den Gebeten, die beim Abendmahl des Herrn vor dem Austeilen des Brotes bzw. des Weines gesprochen werden, preist man Gott, dankt ihm und bittet ihn, daß alle Teilnehmer aus dem, was durch das Brot und den Wein symbolisiert wird, geistigen Nutzen ziehen und als Glieder des Leibes Christi geeint und treu bleiben mögen (Mat 26:26; 1Ko 10:16).

In einer patriarchalischen Gesellschaft war es üblich, daß der Vater kurz vor seinem Tod seine Söhne segnete. Diese Segenserteilung galt als sehr wichtig und wurde hochgeschätzt. So segnete Isaak Jakob in dem Glauben, er sei Esau, der Erstgeborene. Ehe Jakobs Bruder Esau dazukam, wünschte Isaak Jakob, daß er Gunst erlangen und Gedeihen haben möge, und Isaak, selbst blind und alt, bat zweifellos Gott, den Segen zu vollziehen (1Mo 27:1-4, 23-29; 28:1, 6; Heb 11:20; 12:16, 17). Später bekräftigte und erweiterte Isaak den Segen ganz bewußt (1Mo 28:1-4). Vor seinem Tod segnete Jakob zuerst die beiden Söhne Josephs und dann seine eigenen (1Mo 48:9, 20; 49:1-28; Heb 11:21). Desgleichen segnete Moses vor seinem Tod das ganze Volk Israel (5Mo 33:1). In all diesen Fällen zeigt die Erfüllung der Segensworte, daß sie prophetisch waren. Manchmal legte der Segnende, während er den Segen sprach, seine Hand auf das Haupt des zu Segnenden (1Mo 48:13, 14).

Als Gruß beinhaltete der Segen den Wunsch, es möge dem anderen gutgehen. Jakob segnete Pharao, als er vor ihn gebracht wurde (1Mo 47:7; siehe auch 1Sa 13:10; 25:14;1Kö 1:47; 2Kö 10:15). Auch beim Abschied konnte ein Segen gesprochen werden. So wurde Rebekka von ihren Angehörigen gesegnet, als sie ihr Zuhause verließ, um Isaak zu heiraten (1Mo 24:60; siehe auch 1Mo 28:1; 2Sa 19:39; 1Kö 8:66).

Ein Geschenk wurde mit Segenswünschen überreicht (1Mo 33:11; Jos 14:13; 15:18, 19). Begreiflicherweise wurde mitunter das Geschenk selbst als Segen bezeichnet, als eine „Segensgabe“. Geschenke überreichte man einem geliebten Menschen als Ausdruck des Wohlwollens, in dem Bemühen, Gunst zu erlangen, oder als Ausdruck der Dankbarkeit (1Sa 25:27; 30:26).

Segensworte können auch in Form eines Kompliments zum Ausdruck gebracht werden. Boas segnete Ruth wegen ihrer liebenden Güte (Ru 3:10). Männer, die sich für einen Dienst in Verbindung mit der Anbetung Gottes bereit erklärten, wurden von den Dabeistehenden gesegnet (Ne 11:2). Eltern haben Anspruch darauf, von ihren Kindern gesegnet zu werden (Spr 30:11).

Ein Segen kann aus wohlwollenden oder erbauenden Worten bestehen. Jesus gebot seinen Zuhörern, „die zu segnen“, die ihnen fluchen würden (Luk 6:28). Ferner heißt es: „Segnet weiterhin die, die euch verfolgen; segnet, und verflucht nicht“ (Rö 12:14). Das bedeutet nicht, daß man Gegner preisen sollte, aber durch ein gutes Benehmen gegenüber solchen Personen, verbunden mit freundlichen, verständnisvollen und aufrichtigen Worten, die ihnen, wenn sie sie beherzigen, von Nutzen sind, könnte man sie gewinnen (1Ko 4:12; 1Pe 3:9). Man muß, wenn man Segensworte spricht, auch darauf achten, wie man es tut (Spr 27:14). Jemand von seinen bösen Taten abzubringen ist bestimmt ein Segen, geschieht es doch zum Wohl des Betreffenden und zum Lobpreis Gottes (Apg 3:26).

Anderen zum Segen sein. Ein Mensch, der Gott gehorcht, kann seinen Mitmenschen zum Segen sein. Wer mit Personen zusammen ist, die Gott segnet, empfängt ebenfalls Segen. Laban wurde gesegnet, weil Jakob seine Herden hütete (1Mo 30:27, 30). Potiphars Haus und Feld wurden gesegnet, weil Joseph darüber eingesetzt war (1Mo 39:5). Wenn in Sodom zehn Gerechte gewohnt hätten, hätte Gott die Stadt nicht vernichtet (1Mo 18:32). Um der Gott hingegebenen Person willen mag Gott dessen ungläubigen Ehepartner und die gemeinsamen Kinder, wenn sie noch klein sind, begünstigen (1Ko 7:14). Jesus sagte in bezug auf die große Drangsal, die über die Welt kommen wird: „Um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“, sonst „würde kein Fleisch gerettet werden“ (Mat 24:21, 22; vgl. Jes 65:8). Das Beispiel der von Gott Gesegneten nachzuahmen bringt noch größeren Segen (Gal 3:9; Heb 13:7; 1Ko 11:1;2Th 3:7). Weil die „Schafe“ den Brüdern Christi, den „Auserwählten“ Gottes, Gutes tun, werden sie von Gott gesegnet und mit ewigem Leben belohnt (Mat 25:31-34, 40, 46).

(Quelle: jw.org)

Glauben ins Leben umsetzen

o o o o o

Tag 79 – 1. Mose 46:1-34

https://www.youtube.com/watch?v=slkrxgHc9g0

1 Jakob packte alle seine Sachen und zog los Richtung Ägypten. Als er in Beerscheba vorbeikam, machte er einen kurzen Stopp, um dort so ein Opferritual für Gott durchzuziehen. Er schlachtete eins seiner Tiere und grillte davon ein paar Steaks für Gott.

2 In der nächsten Nacht hatte er einen heftigen Traum. Gott kam vorbei und rief seinen Namen „Jakob, Jakob!“ – „Was is? Bin hier!“, antwortet er.

3 „Ich bin’s, Gott!“, sagte die Stimme. „Ich bin der Gott von deinem Vater. Du brauchst keine Angst vor Ägypten zu haben! Ich habe vor, mit deiner Familie dort ein großes Ding zu starten! Es sollen viele Babys geboren werden, und ihr sollt stark werden.

4 Ich bin dein Bodyguard, pass auf dich auf, wenn du nach Ägypten gehst, und ich werde auch dafür sorgen, dass ihr wieder zurückkommt. Josef wird bis ganz zum Schluss dabei sein, wenn du stirbst.“

5 Morgens zogen Jakob und seine Truppe von Beerscheba weiter. Seine Söhne setzten Jakob und auch seine Frauen und die Kinder in den Bus, den der Präsident extra hatte kommen lassen.

6 Irgendwann kamen Jakob und seine ganze Familie dann in Ägypten an. Das ganze Familieneigentum, alle Schafe, alles, was sie in Kanaan mal gekauft hatten, das war alles mit dabei.

7 Auch die Kinder und Enkelkinder waren alle mit am Start.

8–15 Jetzt kommt eine ganze Liste mit Namen, die zu der Familie von Jakob (Israel) gehörten. Die kamen alle mit nach Ägypten. Ganz vorne stehen die Söhne, die er von Lea bekommen hatte, als sie noch in Mesopotamien wohnten. Zuerst

Ruben

und dessen Söhne Henoch, Pallu, Hezron und Karmi. Dann

Simeon

und dessen Söhne Jemul, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul, den er aus der Beziehung mit einer Kanaaniterin bekommen hatte.

Levi

und seine Söhne Gerschon, Kehat und Merari.

Juda

und seine Söhne Er, Onan, Schela, Perez und Serach. Er und Onan waren allerdings schon in Kanaan gestorben. Perez hatte zwei Söhne: Hezron und Hamul.

Issachar

und seine Söhne Tola, Puwa, Jaschub und Schimron. Und zuletzt

Sebulon

und seine Söhne Sered, Elon und Jachleel. Ganz am Ende stand die Tochter Dina. Insgesamt waren es 33 Menschen, die aus der Beziehung zwischen Jakob und Lea entstanden sind.

16–18 Aus der Beziehung mit Silpa der kamen 16 Menschen:

Gad

und dessen Söhne Zifjon, Haggi, Schuni, Ezbon, Eri, Arod und Areli. Dazu

Ascher

und seine Söhne Jimna, Jischwa, Jischwi und Beria. Und dann soll auch noch die Tochter Serach hier genannt werden. Beria hatte auch zwei Söhne, den Heber und Malkiel. Insgesamt 16 Kinder wurden von Silpa geboren.

19–22 Von der Lieblingsfrau von Jakob, der Rahel, stammen folgende Jungs ab:

Josef

mit seinen Söhnen Manasse und Efraim (die beiden kamen aus der Beziehung mit Asenat, eine Tochter des Priesters Potifera aus On, sie wurde auch in Ägypten geboren). Dann kommt noch der

Benjamin

und seine Söhne Bela, Becher, Aschbel, Gera, Naaman, Ehi, Rosch, Muppim, Huppim und Ard. Insgesamt waren es 14 Menschen, die aus der Beziehung zwischen Jakob und Rahel entstanden sind.

23–25 Aus der Beziehung mit Bilha, der Angestellten von Rahel (die von Laban), kommen folgende Kinder und Enkelkinder:

Dan

und sein Sohn Huschim.

Naftali

und seine Söhne Jachzeel, Guni, Jezer und Schillem.

26 Insgesamt kamen also mit Jakob 66 Kinder und Enkel nach Ägypten. Dazu kamen noch die Frauen von Jakobs Söhnen.

27 Wenn man jetzt noch Jakob, Josef und seine Söhne dazuzählt, zogen insgesamt 70 Leute aus der Familie vom Jakob nach Ägypten.

28 Jakob kam irgendwann mit seiner ganzen Familie in Ägypten an. Juda hatte er schon mal vorgeschickt, damit er Josef ansagen konnte, dass sie bald bei ihm sein würden. Die Idee war, sich schon auf halbem Weg in dem Land Goschen zu treffen.

29 Josef ließ seine Staatskarosse kommen und fuhr seinem Vater entgegen. Als er da war, stieg er aus, beide liefen sich entgegen und umarmten sich heftig. Josef und Jakob fingen dabei voll an zu weinen.

30 „Von mir aus kann ich jetzt gerne sterben“, sagte Jakob. „Ich hab dich endlich wieder gesehen, und ich weiß jetzt, dass du noch lebst!“

31 Josef sagte dann zu seinen Brüdern und der ganzen Familiengang, die da standen: „Leute, ich gehe jetzt mal zum Präsidenten und sprech bei ihm vor. Ich will ihm erzählen, dass ihr aus dem Kanaan-Land zu Besuch seid, um mich zu sehen.

32 Ich sage ihm, dass ihr eure Kohle mit Viehzüchten verdient und dass ihr den ganzen Besitz und auch alle Tiere mit am Start habt.

33 Wenn der Präsident euch vorladen lässt und Fragen nach eurem Beruf stellt,

34 dann sagt ihm einfach, dass ihr immer schon als Viehzüchter gearbeitet habt, Schafe und Ziegen, damit kennt ihr euch aus. „Das war schon immer so in unser Familie“ müsst ihr ihm erzählen. Dann wird er euch ein Visum ausstellen, und ihr habt die Erlaubnis, in dem Land zu wohnen.“ Für Ägypter sind Viehzüchter, die den ganzen Tag mit Schafen und Ziegen rumhängen, nämlich total out. Sie finden die einfach ekelig.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da spannte Josef seinen Wagen an und zog hinauf, seinen Vater Israel entgegen nach Goschen; und als er vor ihm erschien, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Hals. (1Mo 46:29)

Gottes Verheißung

  • Gott verspricht Jakob, dass er eine große Nation aus ihm machen werde.

Gottes Handeln

  • Gott beruhigte Jakob, er solle sich nicht fürchten, er ist bei ihm (also handelte Jakob nicht aus Eigenwillen)

Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob fragte Gott. Er zog nicht ohne dessen Beistand und ohne des Aufforderung ins Land seiner Feinde.
  • Die ganze Familie waren jetzt unter 100 Leute, ein paar Jahrhunderte später waren es schon über 2 Millionen (!) (2Mo 12:34; 4Mo 1:46)
  • Jakobs Familie bestand aus Viehzüchtern und Schafhirten. Beide „Berufe“ galten in Ägypten nichts. Trotzdem stellte er seine Familie genauso dem Pharao vor.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Bei jeder Entscheidung Gott fragen! Denn wir als Christen leben ja in „Feindesland“. Sich hier ohne der Hilfe Gottes zu bewegen, birgt so viele Gefahren ins sich. Genau das ist mir beim Lesen dieses Kapitels bewusst geworden. Wie heißt es bei Jesus: Wir leben in dieser Welt, sind aber nicht von dieser Welt, leben als Fremdlinge hier) Wie wichtig ist da die persönliche Führung Gottes! Warum ist mir das nicht viel eher bewusst geworden? Warum habe ich nicht viel eher danach gefragt?
  • Josef bekannte sich vor dem Pharao zu den Berufen seiner Familie. Es ist wichtig, vor anderen zu dem zu stehen, wer man ist. Keine Angst davor, dass man doof angeguckt wird. Selbstbewusstsein ist angesagt!

o o o o o