Tag 78 – 1. Mose 45: 16-28

https://www.youtube.com/watch?v=slkrxgHc9g0

16  An der Residenz machte die Nachricht, dass die Brüder vom Josef da waren, erst mal die Runde. Der Präsident und auch die Minister fanden die Sache aber sehr cool.

17  Er sagte zu Josef: „Sagen Sie Ihren Brüdern, dass sie mal ihre Lkws beladen sollen. Sie können dann schnell wieder ins Kanaan-Land abdüsen

18  und dann noch mal wiederkommen. Diesmal sollen sie aber auch Ihren Vater und die ganze Familie mitbringen! Wenn die wollen, kriegen sie von mir ein richtig gutes Stück Land geschenkt. Dort kann man sehr gut Sachen anbauen. Ihre Familie soll das beste Essen kriegen, was man in Ägypten anpflanzen kann.

19  Sie haben ja alle Vollmachten von mir bekommen. Also organisieren Sie noch einen Bus, wo die kleinen Kinder und die Frauen mitfahren können. Auch für Ihren Vater ist das bestimmt ne gute Idee, da mitzufahren.

20  Sie sollen ihren ganzen Krempel ruhig zu Hause lassen und sich nicht mehr darum kümmern. Sie werden hier die krassesten Sachen geschenkt kriegen, die Ägypten zu bieten hat.“

21  Die Brüder waren einverstanden. Josef gab ihnen, mit dem Einverständnis vom Präsidenten, die Wagen und auch genug zu Essen für die Reise.

22  Jeder bekam dazu noch einen richtig feschen Armani-Anzug. Benjamin konnte sich sogar noch fünf Jeans aussuchen und bekam dazu noch 35 000 Euro Bares in die Hand gedrückt!

23  Für seinen Vater schickte er noch extra zehn Autos los. Die waren mit Säcken voller Brot und anderen Lebensmitteln als Proviant für die Reise nach Ägypten bestückt.

24  Dann sagte er seinen Geschwistern „good bye“, und sie machten sich alle auf den Heimweg. „Bitte habt keinen Stress miteinander, wenn ihr unterwegs seid, ja?“, rief er ihnen noch nach.

25  Die Brüder kamen dann ins Kanaan-Land bei ihrem Vater Jakob an.

26  Sofort erzählten sie ihm das ganze Abenteuer, das sie in Ägypten erlebt hatten. „Josef lebt, Papa! Stell dir vor, er ist zurzeit der Chef über ganz Ägypten!“ Der Vater war aber wie in Trance, sie konnte ihn nicht erreichen, vor allem, weil er ihnen kein Wort mehr glaubte.

27  Die Jungs waren aber so begeistert am Erzählen, und als sie ihm sagten, was Josef ihnen aufgetragen hatte und er dann auch noch die fetten Autos sah, wurde Jakob langsam wieder wach.

28  Irgendwann sagte er dann: „Schnauze halten! Es reicht jetzt! Mein Sohn Josef lebt also noch? Dann muss ich da auch unbedingt hin und ihn sehen, bevor ich kaputtgehe und sterbe!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und sie berichteten ihm [dem Vater]: Josef lebt noch, ja, er ist Herrscher über das ganze Land Ägypten. (1Mo 45:26)

Und Isreal sprach: Genug! Mein Sohn Josef lebt noch! Ich will hinziehen und ihn sehen, bevor ich sterbe. (1Mo 45:28)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

Ich kann auch 12 Bibelverse lesen, ohne dass mich etwas anspringt.

Glauben ins Leben umgesetzt

Einfach weiterlesen …

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Tag 77 – 1. Mose 45:1-15

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

1  Als Josef die ganze Story hörte, konnte er sich nicht länger zusammenreißen. Erst schickte er alle Ägypter vor die Tür, er wollte auf keinen Fall, dass irgendein Fremder dabei war, wenn er seinen Brüdern zeigte, wer er wirklich war.

2  Dann waren sie endlich allein. Josef fing erst mal voll laut an zu heulen. Alle im Innenhof bekamen das mit, und auch der Präsident und seine Mitarbeiter hörten von der Sache.

3  „ICH bin Josef!“, sagte er zu seinen Brüdern. „Lebt Papa noch?“ Seine Brüder waren aber alle erst mal wie gelähmt und konnten gar nichts sagen . . .

4  „Kommt mal näher zu mir!“ Als sie vor ihm standen, rief er ihnen noch mal zu: „Ich bin’s wirklich! Josef, euer Bruder! Der, den ihr nach Ägypten verhökert habt!

5  Keine Panik Leute, ihr braucht euch echt keinen Kopf mehr zu machen wegen der Sache! Es war am Ende doch wohl Gott selbst, der mich auf diesem verrückten Weg nach Ägypten geschickt hat. Er wollte, dass ich hier vielen Menschen das Leben rette!

6  Seit zwei Jahren haben wir jetzt schon diese derbe Hungersnot. Fünf Jahre wird das noch so weitergehen, erst dann wird man wieder Sachen aussäen und ernten können.

7  Das war der Grund, warum mich Gott hierhin geschickt hat. Es war sein Plan, denn er wollte euch und eure Kinder retten.

8  Genau genommen habt ihr mich gar nicht in diese Lage gebracht, sondern Gott. Er hat das alles so organisiert, dass ich diese Anstellung beim Präsidenten bekommen hab und sein Vize wurde. Alle in Ägypten müssen im Grunde tun, was ich sage.

9  Jetzt los, Leute! Und nehmt für Papa noch einen Brief von mir mit!“ Er setzte sich dann schnell an den Schreibtisch und schrieb: „Lieber Papa! Wie geht es dir? Mir geht es gut! Gott hat dafür gesorgt, dass ich der Chef von ganz Ägypten geworden bin. Bitte komme mich ganz schnell besuchen! Warte nicht mehr so lange!

10  Wenn du willst, kannst du dich in dem Gebiet Goschen niederlassen. Das ist ganz in der Nähe, wo ich auch wohne. Bitte bring alle deine Kinder mit und auch die Enkel! Pack deine ganzen Sachen zusammen, und nimm auch den ganzen Betrieb mit, alle Ziegen und Rinder.

11  Diese Hungersnot wird noch fünf Jahre weitergehen. Ich pass auf euch auf und sorg dafür, dass es euch gutgeht! Bis bald. Dein Josef“

12  Er gab den Brief an seine Brüder und sagte zu ihnen: „Hey, habt ihr es jetzt kapiert? Ich bin es, der mit euch redet! Wie sieht es bei dir aus, Benjamin?

13  Ihr müsst Papa die ganze Geschichte erzählen, alles, was ihr hier gesehen habt. Sagt ihm auch, dass ich richtig Karriere in Ägypten gemacht habe. Und jetzt zieht mal los und bringt ihn her, so schnell es geht!!!“

14  Josef knuddelte den Benjamin wie verrückt und weinte dabei die ganze Zeit. Benjamin heulte auch voll los.

15  Dann knutschte Josef der Reihe nach seine Brüder ab, weil er sich voll freute. Erst jetzt fingen die Brüder an zu kapieren, was da gerade passiert war, und fingen an, ihm tausend Fragen zu stellen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Und er sagte: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. (1Mo 45:4)

Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn für sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten. (1Mo 45:8)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Gottes Weg mit uns, mir MIR, erkennt man erst oft im Rückblick, dass alles so wie es lief, richtig und gut war. Nur fühlt sich das im Augenblick von Schwierigkeiten gar nicht so an und wir (ICH) sind immer auf der Suche nach dem Warum.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Das Schlüsselwort dafür ist das bedingungslose Vertrauen in Gott, dass Gott keine Fehler macht, dass alles richtig ist, wenn ich bei ihm bleibe und mein ganzes Vertrauen in ihn setze. Genau an dieser Stelle war ich schon mal. Ich bin wieder auf den Weg dorthin. Und genau dorthin will ich wieder unbedingt!

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Tag 76 – 1. Mose 44:14-34

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

14  Als sie bei ihm ankamen, gingen sie sofort in sein Büro, wo er schon auf sie wartete. Sofort -warfen sie sich auf den Boden.

15  Josef schrie sie an: „Was ist denn jetzt bitte los? Wie sind Sie überhaupt drauf? Es hätte Ihnen doch vollkommen klar sein müssen, dass ich so was sofort merke, wenn man mich beklaut!“

16  „Sehr verehrter Herr! Wir sind selbst vollkommen sprachlos! Was können wir noch sagen, um unsere Unschuld zu beweisen? Gott hat dafür gesorgt, dass wir erwischt wurden. Ab sofort stehen wir Ihnen für immer zur Verfügung. Wir und auch der, bei dem die Uhr gefunden wurde.“

17  Aber Josef sagte: „Nein, ich werde nicht so ungerecht sein. Ich will nur, dass der, bei dem die Uhr gefunden wurde, ab sofort auf lau für mich arbeitet. Sie anderen können wieder in Ruhe zu Ihrem Vater zurückgehen!“

18  Juda ging auf Josef zu und ergriff das Wort: „Sehr verehrter Herr! Sie haben fast genau so viel Macht wie der Präsident von Ägypten! Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich hier ganz offen mit Ihnen rede, und bitte werden Sie nicht gleich sauer.

19  Das letzte Mal, als wir bei Ihnen waren, haben Sie uns gefragt, ob unser Vater noch lebt und ob es bei uns noch mehr Brüder gibt.

20  Wir haben ganz ehrlich geantwortet, dass unser Vater zwar schon sehr alt ist, aber noch lebt. Und auch, dass wir noch einen Bruder haben, den unser Vater bekommen hat, obwohl er da schon im Rentneralter war. Dieser Junge ist der letzte Sohn von zweien, die dieselbe Mutter haben. Der Ältere ist schon tot. Darum hängt der Vater auch so an ihm.

21  Als Sie gesagt hatten, wir sollten ihn auch noch herbringen,

22  haben wir versucht, deutlich zu machen, dass der Junge zurzeit seinen Vater nicht alleine lassen kann. Er würde sehr wahrscheinlich eine Herzattacke kriegen und sterben, wenn der Jüngste weg wäre.

23  Aber Sie haben da drauf bestanden. Sie meinten zu uns: ,Ohne ihn brauchen Sie gar nicht noch einmal zu kommen!‘

24  Als wir dann wieder zu Hause waren, haben wir unserem Vater alles erzählt.

25  Dann waren die Essensreserven schon wieder alle, und er fragte uns noch mal, ob wir nicht nach Ägypten gehen würden, um Nachschub zu holen.

26  Aber wir fanden das keine so gute Idee. Wir sagten ihm: ,Das geht unmöglich – es sei denn, Benjamin kommt mit! Ohne ihn brauchen wir dort gar nicht erst noch mal auflaufen!‘

27  Mein Vater, der alles für Sie tun würde, sagte dann zu uns: ,Ihr wisst das doch, dass meine Lieblingsfrau mir nur zwei Söhne geboren hat, oder?

28  Den einen hab ich schon vor Jahren als vermisst gemeldet. Er ist mit Sicherheit ermordet worden oder bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ich hab ihn seitdem nie mehr gesehen.

29  Jetzt wollt ihr mir den zweiten Sohn auch noch wegnehmen? Wer kann mir denn garantieren, dass er nicht auch einen Unfall hat oder getötet wird, he? Ich würde das nicht überleben!‘

30  Wenn wir jetzt zurückkommen und er sieht, dass der Junge, an dem er so wahnsinnig hängt, nicht dabei ist,

31  dann wird er sofort einen Herzkasper kriegen und tot umfallen. Dann sind wir verantwortlich für den Tod unseres eigenen Vaters und auch dafür, dass er mit so viel Frust und Trauer gestorben ist. Denn diese ganze Depression nimmt er dann sogar mit in den Tod.

32  Außerdem hab ich ihm gesagt, ich stehe dafür grade, dass ich den Jungen wieder mitbringe. Die ganze Schuld liegt bei mir, und zwar für immer.

33  Bitte erlauben Sie mir, dass ich anstelle von Benjamin hier bleibe. Ich werde Ihnen treu dienen und Ihr Angestellter sein, ohne Bezahlung und solange ich lebe. Bitte lassen Sie aber die anderen wieder nach Hause gehen!

34  Ich kann sowieso nicht mehr zurück, wenn der Junge nicht bei mir ist. Und ich würde durchdrehen, wenn ich meinen Vater so traurig sehen müsste.“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Da trat Juda zu ihm und sagte: Bitte mein Herr, lass doch einen Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht den Zorn gegen deinen Knecht … (1Mo 44:18)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tage

  • Georg William schreibt: … Dass er erst Simeon und dann Benjamin zurückhielt, war geschickt ausgedacht und geschah, um festzustellen, ob sie noch immer hartherzig gegen die Hilferufe eines gefangenen Bruders und die Tränen eines beraubten Vaters waren. Sein Plan ging bewundernswert auf. Seine Härte und Freundlichkeit wirkten zusammen, um sie zu beruhigen, und seine Güte wirkte mit, um sie zur Buße zu leiten.
  • Es ist schon sehr bemerksenswert, wie sie letztendlich eine Schuld (den Kelch geklaut zu haben) auf sich nahmen, die sie gar nicht getan hatten.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Menschen können sich ändern! Das im Sinn zu behalten und spätere Reue auch als Entschuldigung anzunehmen.
  • Oder auch andersherum: Dort, wo ich früher an anderen schuldig geworden bin, eingestehen und Reue auch gegenüber Menschen zu bekennen und um Entschuldigung zu bitten.
  • Zu beiden fällt mir aus meinem persönlichen Leben so spontan nichts ein, was natürlich nicht bedeutet, dass es das nicht gibt. Aber ich will feinfühlig dafür sein und bei Aufploppen solcher Dinge, es richtig machen.

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Tag 75 – 1. Mose 44:1-13

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

1  Am nächsten Morgen beauftragte Josef seinen Manager: „Füllen Sie die Kisten von diesen Männern wieder randvoll mit Getreide! Dann legen Sie auch das Geld wieder oben rein, was sie dafür bezahlt haben.

2  In die Kiste, die der Jüngste von ihnen beladen hat, legen Sie bitte noch meine Rolex oben rein, Sie wissen schon, welche.“ Der Manager führte den Auftrag sofort aus.

3  Am nächsten Morgen machte man früh um 5.00 Uhr die Papiere fertig und ließ sie abreisen.

4  Als sie gerade um die Ecke den Ort verlassen wollten, befahl Josef seinem Manager: „Jetzt gehts los! Fahren Sie schnell hinterher und holen Sie sie ein! Wenn Sie die Wagen erreicht haben, stoppen Sie den ganzen Treck. Und dann müssen Sie Folgendes loslassen: ,Warum habt ihr meinen Chef beklaut, obwohl er so gut zu euch war?

5  Ihr habt die Rolex von meinem Chef mitgenommen, ein Erbstück von seinem Vater. Ihr habt damit ein Schwerstverbrechen begangen!‘“

6  Der Manager fuhr full speed los und holte sie recht schnell ein. Dann sagte er seinen Spruch auf, den ihm Josef aufgetragen hatte.

7  „Wie kommen Sie zu so ner Aussage?“, antworteten die Brüder. „So was würden wir nie und nimmer bringen!

8  Jeder Cent, den wir mitgebracht haben, auch das Geld, das man uns versehentlich in die Kisten getan hat, alles wurde von uns wieder zurückgebracht! Warum sollten aus-gerechnet wir auf die Idee kommen, aus dem Haus von Ihrem Chef Sachen zu zocken?

9  Also, falls Sie die Uhr tatsächlich bei irgendjemandem von uns finden sollten, soll der die Höchststrafe dafür bekommen, den Tod. Und wir würden ab sofort freiwillig als Angestellte mit Billiglohn auf Lebenszeit für Ihren Chef arbeiten. Ist das ein Angebot?“

10  „Ja, okay“, sagte der Manager. „Das hört sich gut an. Wer das Teil gezockt hat, der kommt mit und muss für immer für ihn arbeiten. Der Rest kann weiter nach Hause gehen.“

11  Sie holten sofort die Kisten raus und öffneten sie.

12  Der Manager filzte zuerst die Sachen vom Ältesten, dann vom Zweitältesten usw., bis er beim Jüngsten war. Dort fand er dann die Rolex in Benjamins Sachen.

13  Die Brüder rasteten total aus, schlugen auf die Motorhaube und schrien rum. Schließlich packten sie alles wieder ein und fuhren die Strecke zurück zu dem Haus, wo Josef wohnte.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Meinen Kelch aber, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack des Jüngsten legen mit dem Geld für sein Getreide! (1Mo 44:2)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Irgendwie tut mir der Benjamin leid, er wird hier geopfert, dass Josef seine Brüder läutern will …
  • Ja, ja ich weiß, alles ist eine prophetische Vorschau auf weiß nicht was, aber ich will keine Prophetie betreiben, sondern die Abschnitte so nehmen, wie sie dort stehen. Bibellesen für Dumme sozusagen …

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Ich weiß jetzt gerade nicht, was ich aus diesen Versen lernen soll …

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Tag 74 – 1. Mose 43:26-34

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

26  Als Josef nach Hause kam, überreichten sie ihm die ganzen Geschenke und machten dabei immer wieder ganz tiefe Verbeugungen.

27  Josef wollte wissen, ob bei ihnen alles okay ist. „Wie geht es Ihrem alten Vater eigentlich? Lebt der noch?“

28  „Ja, unserem Vater geht es gut. Wir sollen herzliche Grüße von ihm ausrichten!“ Dann verbeugten sie sich wieder ganz tief vor Josef.

29  Jetzt sah der erst seinen Bruder Benjamin, der die gleiche Mutter hatte wie er auch. „Ist das Ihr Jüngster, von dem Sie mir erzählt haben?“, schauspielerte er. „Gott ist voll auf deiner Seite, mein Sohn!“

30  Josef kriegte voll die Heuleritis, als er das sagte. Damit keiner mitkriegte, dass er wegen seinem Bruder am Weinen war, ging er schnell in sein Privatzimmer und flennte sich da erstmal richtig aus.

31  Danach hielt er sein Gesicht unter kaltes Wasser und ging wieder zurück. „Du musst dich jetzt echt zusammenreißen“, sagte er zu sich selbst. Dann beauftragte er den Hausangestellten: „Fahrt jetzt mal das Essen auf!“

32  Im Esszimmer bekam Josef einen Platz an einem Sondertisch, die anderen Brüder saßen zusammen. An einem dritten Tisch platzen sich die Ägypter hin, die in dem Anwesen von Josef arbeiteten. Es war nämlich damals total out für einen Ägypter, mit Hebräern an einem Tisch zu essen.

33  Die Brüder saßen alle genau Josef gegenüber. Dabei hatte man die Platzkarten so organisiert, dass sie der Reihenfolge von ihrem Alter entsprachen. Das fanden die, na klar, erstmal total strange, weil das ja eigentlich keiner wissen konnte.

34  Dann kam das Essen. Es wurden die ganzen Spezialsachen aufgefahren, die eigentlich nur besondere Staatsgäste bekommen. Wobei Benjamin von allem fünfmal so viel auf seinen Teller bekam, wie die anderen. Danach tranken sie noch ein paar Flaschen Alk, bis sie in Partylaune und richtig breit waren.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und Josef eilte hinaus, denn sein Innerstes wurde erregt über seinen Bruder Benjamin, und er suchte [einen Ort] zu weinen. (1Mo 43:30)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen

  • Sie aßen an getrennten Tischen. In Ägypten war es üblich, dass man nicht mit Hebräern an einem Tisch saß. Aber Josef war Hebräer? Wollte er sich noch nicht zu erkennen geben? Aber ist das nicht unehrlich? Schließlich wusste der Pharao, dass er Hebräer war????

Erkenntnis des Tages

  • Trotzdem, dass seine Brüder ihn so übel mitgespielt hatten, war kein Groll in ihm. Eher das Gegenteil, er weinte …
  • Obwohl er solange schon von zu Hause weg war, er hatte seine Familie nicht vergessen und liebte sie.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Mir geht gerade durch den Kopf, dass ich auch eine Schwester habe, aber wir kaum Kontakt miteinander haben, weil wir eben sehr unterschiedlich sind. Wenn wir nicht zufällig Geschwister wären, wir würden uns ganz gewiss nicht kennen. Aber wir sind es. Was soll ich tun? Mich bei ihr melden? Mit ihr Kontakt haben? Aber was tut man miteinander, wenn man nunmal keine Gemeinsamkeiten hat? Keine „Schnittmengen“ außer die gleichen Eltern, die schon verstorben sind?

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Tag 73 – 1. Mose 43:15-25

https://www.youtube.com/watch?v=WlUW4-PEpnY

15  Die Brüder nahmen dann die doppelte Kohle mit, steckten die ganzen Geschenke ein und machten sich auf den Weg nach Ägypten. Benjamin hatten sie diesmal auch mit dabei. Nach einiger Zeit kamen sie beim Schloss an, in dem Josef wohnte.

16  Der sah schon aus dem Fenster, dass sie tatsächlich Benjamin mitgebracht hatten! Er rief sofort seinen Manager und sagte zu ihm: „Führen Sie die Leute, die grade ankommen, gleich in meine Residenz. Und dann fahren Sie das beste Essen auf, starten den Grill und machen uns leckere Steaks. Wir werden heute Mittag gemeinsam bei mir essen.“

17  Als der Manager die Brüder begrüßt hatte und er sie in Josefs Residenz fahren wollte,

18  bekamen sie die leichte Panik. „Das ist ne Falle! Sie werden uns wegen dem Geld, das irgendwie in unsere Kisten gekommen ist, bestimmt sofort verhaften, unser ganzes Eigentum abzocken, unseren LKW verkaufen und uns in den Knast stecken.“

19  Bevor sie in das Haus rein gingen, sprachen sie noch mal mit dem Manager:

20  „Mal ne Frage: Wir waren ja schon einmal hier und haben Getreide von Ihnen gekauft.

21  Auf dem Heimweg, als wir irgendwo übernachten wollten, haben wir in die Kisten reingesehen. Und da lag oben in einem Umschlag das ganze Geld, das wir Ihnen dafür bezahlt hatten. Wir haben das jetzt alles wieder mitgebracht.

22  Dazu haben wir noch genug Geld dabei, um neues Getreide zu kaufen. Keine Ahnung, wer uns diesen Betrag in unsere Kisten gepackt hatte!“

23  „Keine Panik! Bleiben Sie locker!“, meinte der Manager. „Das war wohl Ihr Gott höchstpersönlich, der Ihnen das Geld zugesteckt hat. Bei mir war die Abrechnung voll in Ordnung, ich habe einen satten Geldeingang von Ihnen verbucht.“ Er holte dann erstmal Simeon und brachte den zu ihnen.

24  Nachdem sie in der Residenz drin waren, ließ der Manager ihnen die Gästezimmer aufschließen, damit sie sich erstmal waschen konnten. Die Wagen wurden sogar neu betankt und kamen in die Autowäsche.

25  In der Zeit, als die Brüder auf Josef warteten, legten sie schon mal fein säuberlich die ganzen Geschenke auf den Tisch. Man hatte ihnen erzählt, dass sie sogar zum Mittagessen im Haus eingeladen waren!

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da nahmen die Männer dieses Geschenk und nahmen doppeltes Geld in ihre Hand und Benjamin, und machten sich auf und zogen nach Ägypten hinab. Und sie traten vor Josef. (1Mo 43:15)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Die Brüder können nicht glauben, dass jemand (Josef) ihnen das Geld zurück gibt und halten es für einen Irrtum, etwas unverdient zu bekommen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Das ist eine Sache, die ich auch erst lernen musste, etwas ohne Gegenwert zu bekommen und sich darüber ohne schlechtes Gewissen zu freuen.
  • Leider ist es in unserer Welt einfach so, dass man für alles irgendwie bezahlen muss und es aber auch erwartet wird. Genau dieses Verhalten ist mir in der Zeit mit Jürgen mächtig auf die Füße gefallen. Immer wieder hat er getobt und gebrüllt, wenn irgendjemand etwas Gutes getan hat und ich nicht gleichwertig reagiert habe. Auch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass zum Beispiel, wenn mich jemand eingeladen hat, ich gleiches wieder tue. Ja, es wäre normal, aber wenn ich es kräftemäßig nicht schaffe, muss ich damit leben, als undankbar zu gelten, evtl. auch unter Christen.

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Tag 72 – 1. Mose 43:1-15

Roman Eisele [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D

1  Die Hungersnot war immer noch sehr heftig.

2  Irgendwann waren die Getreidekisten alle, die die Brüder aus Ägypten mitgebracht hatten. Jakob sprach noch mal mit seinen Söhnen: „Ich möchte, dass ihr wieder da hinfahrt und uns was zu Essen organisiert.“

3  „Aber Papi, der Ägypter hat eindeutig gesagt, wenn wir noch mal in seine Nähe kommen, dann nur mit unserem Bruder! Das war eine Drohung!

4  Wir gehen nur, wenn es für dich okay ist, dass Benjamin mitkommt,

5  sonst bleiben wir lieber hier. Der Typ hat eindeutig klargemacht, wir sollen uns nicht noch einmal bei ihm blicken lassen, es sei denn, unser Bruder ist dabei.“

6  Jakob, den man in der Zeit auch „Israel“ nannte, war echt sauer. „Warum habt ihr ihm überhaupt davon erzählt, dass es noch einen Bruder bei euch gibt?“

7  „Ja, aber Papa, der Mann hat uns echt ausgequetscht. Er fragte uns ganz direkt: ,Lebt euer Vater noch?‘, ,Habt ihr noch einen Bruder?‘. Wir haben ihm dann einfach die Wahrheit gesagt. Wir hatten doch keine blasse Ahnung, dass der irgendwann auf die Idee kommt, wir sollen unseren Bruder auch noch mitbringen!“

8  Juda hatte dann einen Vorschlag: „Papa, vertrau mir einfach, okay? Gib mir den Jungen unter meinem persönlichen Schutz mit. Wir gehen besser das Risiko ein, als dass wir alle vor Hunger sterben, wir und auch die Familien.

9  Ich übernehme das Ding! Du kannst mich persönlich voll dafür verantwortlich machen, mein Leben lang, wenn ich ihn nicht heil zurückbringe, ich schwör!

10  Wir wären ja schon zweimal wieder hier, wenn wir nicht so lange rumdiskutiert hätten.“

11  Der Vater Israel sagte schweren Herzens: „Na gut, wenn es unbedingt sein muss, nehmt ihn meinetwegen mit. Aber bringt diesem Ägypter ein paar schöne Geschenke mit, Sachen, die in unserem Land echt ganz besonders gut sind. Packt von unserem Honig was ein, Pistazien, Mandeln, ein paar von unseren besonderen Deos und Parfüms, die gute hausgemachte Gesichtscreme, eben von dem ganzen Zeug.

12  Und dann nehmt doppelt so viel Geld mit. Einmal die Kohle, die man euch wohl aus Versehen in die Kisten gepackt hatte, und dann auch neues Geld. Übergebt das alles in bar dem Verantwortlichen.

13  Benjamin könnt ihr meinetwegen mitnehmen. Geht noch mal zu diesem Mann.

14  Ich werde hier sturmbeten, dass der Ägypter euch mag und nett zu euch ist. Und ich bete auch dafür, dass er meinen Benjamin und auch Simeon wieder gehen lässt. Ich will nicht auch noch alle meine anderen Kinder verlieren, hört ihr?!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

… Da sagte ihr Vater zu ihnen: Geht zurück und kauft ein wenig Nahrung! (1Mo 43:2)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • „Hätte, wenn und aber“ vom Vater bringt alle wieder zum Hungern (warum musstet ihr auch sagen …) und umgekehrt die Vorwürfe, dass sie schon längst wieder Getreide haben könnten.
  • Den Blick rückwärts gewandt hilft keinen weiter, ändern kann man nichts mehr und Vorwürfe verhärten nur das Klima.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Dinge, die man nicht mehr ändern kann, muss man einfach annehmen.
  • Das habe ich gerade gestern wieder ganz persönlich gemerkt. Es hätte mir nicht geholfen, meiner Tochter Vorwürfe zu machen und umgekehrt auch nicht. Nicht sich lange daran aufhalten, was wäre gewesen wenn, sondern drüber reden, wie es jetzt weiter gehen kann.

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