Tag 207+208 – Epheser 6:10-24

Waffen für den Lebenskampf

10 Und was ich euch am Ende noch mal sagen will: Ihr müsst stark werden durch Jesus, seine Kraft kann euch stark machen.

11 Legt euch das ganze Waffenarsenal zu, das ihr von Gott bekommen könnt. Damit seid ihr in der Lage, euch gegen die linken Attacken vom Satan zu wehren.

12 Wir kämpfen ja nicht gegen Menschen, die ihre Muskeln und Fähigkeiten gegen uns einsetzen, sondern gegen übernatürliche Mächte, gegen böse Geister, linke Bazillen aus einer parallelen Dimension, gegen die dunkle Seite der Macht, die diese Welt beherrscht.

13 Darum legt euch das gesamte Waffenarsenal zu, das Gott für euch bereitgestellt hat. Damit werdet ihr die linken Attacken der bösen Seite abwehren können, wenn es mal zu einem Kampf kommt.

14 Als Waffengurt könnt ihr die Wahrheit Gottes anziehen und um den Oberkörper eine schusssichere Weste, indem ihr euch immer klar darüber seid, dass Jesus euch für Gott okay gemacht hat.

15 An die Füße sollen Boots, die dafür stehen, jedem und überall die gute Nachricht erzählen zu wollen, dass Gott mit den Menschen Frieden geschlossen hat.

16 Setzt euer Vertrauen in Gott wie einen Schutzschild ein, der die Laserschüsse vom Feind Satan abfängt.

17 Schützt euren Kopf durch einen Motorradhelm, dadurch dass ihr wisst, ihr seid von Gott gerettet worden und darum in Sicherheit. Und als Laserschwert könnt ihr die Worte von Gott benutzen. Sein Geist stellt euch dieses Schwert zur Verfügung.

18 Hört nie auf zu beten, egal, wo ihr auch gerade seid. Betet ständig durch seine Kraft, pennt dabei nicht ein und bleibt wachsam. Und betet auch für die andern Christen in der Welt.

19 Und bitte betet auch mal für mich! Bittet Gott darum, dass er mir die richtigen Worte gibt, wenn ich mich öffentlich zu Jesus stelle und den Leuten die Sache mit Jesus erklären will.

20 Ich sitze jetzt deswegen im Knast fest. Betet mit mir, dass ich meinen Job bald wieder volles Rohr weitertun kann, so wie es Gott von mir möchte.

21 Tychikus, ein guter Freund von mir, der auch mit zur Jesus-Familie gehört, wird euch alles Weitere von mir erzählen. Er ist ein ganz treuer Mitarbeiter und gibt alles für Gott.

22 Er hat den Auftrag von mir bekommen, euch zu erzählen, was bei mir abgeht. Und er soll euch auch gut draufbringen.

23 Ich wünsche euch Frieden, liebe Freunde, Liebe und das Vertrauen, das von Gott kommt, dem Vater, und Jesus Christus, dem Chef.

24 Gottes Liebe wünsche ich allen, die Jesus Christus lieben! Euer Paulus

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

… damit ihr den heimtückischen Anschlägen des Teufels standhalten könnt.
(Eph 6:11)

Meine Erkenntnis des Tages

Sind wir uns dessen immer bewusst, dass wir es in Wahrheit mit Satan zu tun haben? Dass er es ist, der uns versucht kaputtzumachen mit allen Mitteln? In unserem westlichen Alltag ist das so gar kein Thema.
Aber Gott wäre nicht Gott, wenn er uns nicht die „Ausrüstung“ dafür gibt

1. Die Wahrheit Gottes –
2. Gerechtigkeit
3. Bereitschaft zur Verkündigung
4. Glaube /Gottvertrauen
5. Heilsgewissheit
6. Gottes Wort
7. Gebet

Frage: „Was ist die Waffenrüstung Gottes?“
(Quelle: https://www.gotquestions.org/Deutsch/waffenrustung-gottes.html)

Antwort: 
Der Begriff „Waffenrüstung Gottes“ kommt aus Epheser 6,13-18: „Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen.“
Epheser 6,12 stellt klar, dass der Konflikt mit Satan geistiger Natur ist und daher keine handfesten Waffen wirksam gegen ihn und seine Gefolgsleute eingesetzt werden können. Es wird uns keine Liste von speziellen Taktiken, die Satan einsetzt, gegeben. Allerdings ist die Passage sehr eindeutig, dass wir erfolgreich bestehen werden, wenn wir unsere Instruktionen gewissenhaft und treu befolgen, egal welche Strategie Satan auch verfolgen mag.

Der erste Teil unserer Waffenrüstung ist die Wahrheit (Vers 14). Das ist leicht verständlich, weil Satan auch der „Vater der Lüge“ (Johannes 8,44) genannt wird. Täuschung steht auf der Liste weit oben, die Gott als Abscheulichkeit bezeichnet. Eine „falsche Zunge“ ist eins der Dinge, die Gott ein „Gräuel“ nennt (Sprüche 6,16-17). Wir werden daher ermahnt, uns mit Wahrheit zu rüsten für unsere eigene Heiligung und Erlösung, wie auch für den Nutzen derer, für die wir bezeugen.

Gemäß Vers 14 sollen wir den Panzer der Gerechtigkeit anlegen. Ein Panzer schützte die wichtigsten Organe eines Soldaten vor Schlägen, die sonst tödlich gewesen wären. Diese Gerechtigkeit bezieht sich nicht auf die Gerechtigkeit, die durch Menschen erwirkt wird. Es wird hier von der Gerechtigkeit Christus gesprochen, die Gott uns anrechnet und durch unseren Glauben empfangen wird. Diese Gerechtigkeit schützt unsere Herzen gegen die Vorwürfe und Anschuldigungen durch Satan und sichert unser Innerstes gegen seinen Attacken.

Vers 15 spricht von der Vorbereitung unserer Füße für einen geistlichen Konflikt. Im Krieg werden manchmal gefährliche Gegenstände auf den Weg der vorrückenden Truppen platziert. Die Idee der Verbreitung des Friedens-Evangeliums als Schuhwerk impliziert, dass wir mit der Friedensbotschaft, die wir unbedingt übermitteln müssen, um Seelen für Christus zu gewinnen, ins Territorium von Satan vorrücken müssen, wohlwissend, dass dort Fallen sein werden. Satan wirft uns viele Hürden in den Weg, um die Verbreitung der guten Nachricht zu verhindern.

Das Schild des Glaubens, von dem in Vers 16 gesprochen wird, macht Satans Versuch, Zweifel über die Zuverlässigkeit Gottes und sein Wort zu säen, unwirksam. Unser vertrauensvoller Glaube an Christus, „dem Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebräer 12,2), ist wie ein goldenes Schutzschild, wertvoll, solide und gewichtig.

Der Helm des Heils in Vers 17 ist der Schutz für den Kopf, um lebensnotwendige Teile des Körpers abzusichern. Wir könnten auch sagen, dass unsere Art zu Denken beschützt werden muss. Der Kopf ist der Sitz unseres Verstands, der die Sicherheit der rettenden Hoffnung auf ewiges Leben trägt und nicht durch falsche Lehren oder Satans Versuchungen getäuscht werden kann. Eine nicht wiedergeborene Person hat keine Hoffnung, den Angriffen falscher Lehren zu widerstehen, weil sie keinen Helm des Heils (Rettung) trägt und ihr Verstand den Unterschied von geistlicher Wahrheit und Trugschlüssen nicht erkennen kann.

Vers 17 interpretiert die Bedeutung des Schwertes des Geistes als das Wort Gottes. Während alle anderen Teile der geistlichen Waffenrüstung der Abwehr dienen, ist das Schwert des Geistes die einzige offensive Waffe in der Waffenrüstung von Gott. Es spricht von der Heiligkeit und Kraft aus dem Wort Gottes. Eine stärkere geistliche Waffe können wir nicht erhalten. Als Jesus in der Wüste in Versuchung geführt wurde, war immer das Wort Gottes seine überwältigende Antwort an Satan. Welch ein Segen, dass genau dieses Wort uns zur Verfügung steht!

In Vers 18 fordert uns die Heilige Schrift auf – zusätzlich zum Tragen der Waffenrüstung – zu beten im Geist (d. h. im Sinne von Christus, in seinem Herzen und seinen Prioritäten). Wir dürfen das Gebet nicht vernachlässigen, weil es das Mittel ist, geistliche Kraft von Gott zu beziehen. Ohne Gebet und ohne auf ihn zu vertrauen sind unsere Anstrengungen bei geistlicher „Kriegsführung“ vergeblich. Die Waffenrüstung Gottes – Wahrheit, Gerechtigkeit, die gute Nachricht, Glaube, Erlösung, das Wort Gottes und das Gebet sind das Werkzeug, das Gott uns gegeben hat, um geistlich zu siegen und Satans Attacken und Versuchungen zu überwinden.


Glauben ins Leben umgesetzt

Bei der Suche nach Erklärungen bin ich auf folgenden klugen Satz gestoßen:

Wenn Versuchungen uns verfolgen, in widrigen Umständen, wenn Zweifel aufkommen will, wenn wir Schiffbruch zu erleiden drohen, dann blickt der Glaube auf und sagt: „Ich glaube Gott mehr als den Umständen.“

Mein Gebet für den Tag

Vater, was für ein Einstieg in den Tag: die Waffenrüstung Gottes! Was für ein Hammerschlag zum Ende des Epheserbriefes! Man müsste es sich jeden Tag durchlesen und durchdenken, denn Satan schläft nicht eine Sekunde und ist immer bemüht, uns von Gott wegzuziehen. Ich hoffe so sehr, dass ihm das bei mir nicht ein zweites Mal gelingt. Bitte, Vater, lass es nicht zu, beschütze mich vor diesem Monster! Gestern hat er es schon ganz gut bei mir geschafft. Thema: Neues Handy. Stundenlang habe ich damit Zeit verbracht, es einzurichten. Stunden für so ein kleines technisches Gerät, was eigentlich nur Einsen und Nullen versteht. Ist das nicht Irrsinn?

Vater, was soll ich dir sagen? Du glaubst ja gar nicht wie dankbar ich dir wieder bin! Ich habe dich gestern angefleht, dass das Einschreiben für D. nichts Schlimmes ist, auf keinen Fall die Fälligstellung des Hauskredites! Und was war es? Einfach nur die Verifizierung der Online-Portokasse. Was für ein Blödsinn, sich vorher solche Angst zu haben. ich danke dir so sehr, dass du der Bank noch die Füße festgebunden hast, denn das wäre zwar nicht der Untergang, würde aber immens große Schwierigkeiten ,mit sich bringen. Aber wovor hatte ich eigentlich Angst? Dass du das zulassen könntest? Aber selbst dann würdest du Auswege schaffen. Ich höre dich sagen: „Also bitte mehr Vertrauen zu mir!“ Du hast ja recht! Bitte entschuldige.
Nachdem der gestrige Tag irgendwie für die Tonne war und es auch jetzt wieder ganz schön spät ist (dieses Mal aber wegen der „Waffenrüstung), mache ich mich jetzt dran, heute den Rest des Tages, dir zu widmen, alles für dich zu tun. Bitte beschütze und behüte mich, D., A., T., J., Chr. und die Jungs. Bitte sei mit uns allen und lass es einfach ein guter Tag werden.
Amen


Lesen und Leben #17

Gibt es jemanden in Ihren Leben, den Sie so sehr bewundern, dass Sie am liebsten wie dieser Mensch werden würden?
Geistlicher Vorbilder zu haben, ist nicht verkehrt.
Unser bestes Vorbild jedoch ist Gott in Jesus Christus, ihn sollen wir nachahmen. (Eph 5:1-2)
Die beste Art und Weise. dies zu tun, ist liebevoll zu leben.
Bitten Sie Gott, Ihnen zu zeigen, wie das geht, wie Sie seine Liebe empfangen und dann an andere weitergeben können.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Gespräche mit Gott – 5.10.2019, 6:45 Uhr

Guten Morgen, ich schlafe ja bei angekippten Fenster und draußen stürmt es gerade und es regnet. Gestern Abend bin ich schon nur durch Wasser gelaufen. Wenn das die ganze Nacht weiter geregnet hat, dann ist B…Hallo nur noch ein einziger Fluss. Armes 🐖chen. Na, mal sehen. Ich weiß jedenfalls jetzt, warum es mir gestern nicht gut ging. Dieses dicke Regentief … Tief ist Tief und zieht tief. Bei mir. Okay, erstmal Füße unter der Decke vorstrecken. … Es soll wieder ein Tag mit dir werden … Danke, dass du da bist.

Licht für den Weg #13

… damit sie die, die Gott geheiligt hat, zum Dienst ausrüsten und so der Leib des Christus aufgebaut wird.
(Eph 4:12)

Eine revolutionäre Erkenntnis! Die Gaben in Epheser 4 sind zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes gegeben. Sobald die Heiligen das Werk des Dienstes selbständig führen können, kann die Gabe weiterziehen.

Das bedeutet, dass Erfolg im Werk des Herrn darin besteht, dass man sich in der kürzest möglichen Zeit aus seiner Arbeit „herausarbeitet“, d.h. überflüssig wird, und sich dann nach neuen Welten umsieht, die erobert werden müssen.

Das genau tat Paulus. Er ging z.B. nach Thessalonich, predigte den Juden an drei Sabbaten, und hinterließ eine funktionierende Versammlung. Zweifellos war das eine Ausnahme, was die Geschwindigkeit der Etablierung einer Versammlung betrifft. Die längste Zeit, die Paulus auf einmal an einen Ort verbrachte, betrug zwei Jahre. Das war in Ephesus.

Es war nie Gottes Absicht, dass seine Heiligen ständig von nur einer der erwähnten Gaben abhängig bleiben sollten. Die Gaben sind entbehrlich. Wenn die Heiligen hauptamtliche Predigtkonsumenten bleiben und sich nie in im Werk des Dienstes einsetzen lassen, dann entwickeln sie sich geistlich nie so, wie sie sollten, und die Weölt wird nie evangelisiert werden, wie es Gottes eigentliche Absicht war.

William Dillon sagte, dass ein erfolgreicher ausländischer Missionar niemals eine ausländische Nachfolge hat. Das sollte ebenso für für Arbeiter im eigenen Land gelten – wenn die Aufgabe des Arbeiters beendet ist, sollten die Heiligen selbst die Arbeit übernehmen und nicht nach einen neuen Predigthalter ausschauen.

Allzuoft betrachten wir Prediger unsere Position als eine Stellung auf Lebenszeit. Wir meinen, dass andere die Arbeit nicht so gut tun könnten. Wir entschuldigen unsere immer währende Anwesenheit am selben Ort mit der Tatsache, dass die Besucherzahl abnehmen würde, wenn wir weggingen. Wir beklagen uns, dass andere die Dinge nicht richtig machen und dass sie nicht zuverlässig sind. Tatsache ist aber, dass sie erst lernen müssen. Und um lernen zu können, muss man ihnen die Möglichkeit dazu geben. Zum Lernprozess gehören Einübung, Übertragung von Verantwortung und Feststellung von Fortschritt.

Wenn die Heiligen an einen Punkt kommen, wo sie glauben, dass sie ohne einen bestimmten Prediger oder Lehrer auskommen, ist das kein Grund für ihn, zu schmollen oder seine verletzten Gefühle zu pflegen. Es ist Grund zum Feiern. Der Arbeiter ist nun frei, dahin zu gehen, wo er dringender gebraucht wird.

Es ist immer schlecht, wenn das Werk Gottes dauerhaft um einen Mann herum aufgebaut wird, gleichgültig, wie begabt er ist. Sein großes Ziel sollte es sein, seinen zu multiplizieren, indem er die Heiligen dahingehend ausrüstet und aufbaut, dass sie nicht länger von ihnen abhängig sind. In eienr Welt wie der unseren braucht er sich keine Sorgen zu machen, an anderen Orten eventuell keine Arbeit vorzufinden.

(William MacDonald)

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Lesen und Leben #16

Wie oft haben Sie schon gehört, das jemand gesagt hat: „Gott liebt dich!“ Hoffentlich oft! Doch verstehen Sie wirklich, wie sehr Sie Gott liebt? Paulus betete leidenschaftlich dafür, dass die Christen in Ephesus die „Breite, Länge, Höhe und Tiefe“ (Eph 3:18) der Liebe Gottes zu ihnen erkennen würden und dass sie in ihr „fest verwurzelt und gegründet“ (Vers 17) wären. Lesen Sie die Verse 14-19 und nehmen Sie sich Zeit, über diese Worte nachzudenken. Bitten Sie Gott, dass er ihnen mehr und mehr von seiner Liebe offenbart und ihre Möglichkeiten erweitert, diese großartige Liebe und seine Fülle anzunehmen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Licht für den Weg #11

Aber Gott ist reich an Erbarmen und hat uns seine ganze große Liebe geschenkt.
(Eph 2:4)

Die Barmherzigkeit Gottes ist sein Erbarmen, seine Güte und sein Mitleid denen gegenüber, die schuldig sind, versagt haben, verzweifelt oder in Not sind. Die Schrift betont, dass Gott reich an Barmherzigkeit ist (Eph 2:4) und groß an Güte (Psalm 86:5). Seine Barmherzigkeit ist groß (1Petr 1:3), ja groß bis zu den Himmeln (Ps 57:10). „Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine Güte über die, welche ihn fürchten“ (Ps 103:11). Gott wird als „Vater der Erbarmungen“ bezeichnet (2Kor 1:3) und als jemand, „der voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist“ (Jak 5:11). Er ist unvoreingenommen im Erweisen seiner Barmherzigkeit: „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“ (Matt 5:45).Die Mensch werden nicht durch Werke der Gerechtigkeit errettet Tit 3:5), sondern durch seine souveräne Barmherzigkeit (2Mo 33:19; Rö 9:15, Tit 3:5). Seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über die, welche ihn fürchten (Ps 136:1; Lk 1:50), aber für die Unbußfertigen währt sie nur dieses Leben.

Es besteht ein Unterschied zwischen Gnade und Barmherzigkeit. Gnade bedeutet, dass Gott mich mit Segnungen überhäuft, die ich nicht verdiene. Barmherzigkeit bedeutet, dass er nicht die Bestrafung erteilt, die ich eigentlich verdiene.

Mit jeder Lehre der Heiligen Schrift sind gewisse Pflichten unsereins verbunden. Die Erbarmungen Gottes verlangen zuerst, dass wir unsere Leiber als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer darstellen (Rö 12:1). Es ist das Vernünftigste, Zweckmäßigste, Gescheiteste, Gesündeste und Normalste, was wir tun können.

Dann möchte Gott aber auch, dass wir zueinander barmherzig sind. Den Barmherzigen ist eine besondere Belohnung verheißen: „… denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren“ (Mat 5:7.). Der Herr möchte lieber Barmherzigkeit als bloße Schlachtopfer (Mat 9:13), d.h. Taten großer Opferbereitschaft sind wertlos, wenn sie nicht mit einem persönlichen gottesfürchtigen Leben verbunden sind.

Der gute Samariter ist einer, der seinen nächsten Barmherzigkeit erweist. Wir erweisen Barmherzigkeit, wenn wir die hungrigen Speisen, die Armen bekleiden, die Kranken pflegen, die Witwen und Waisen in ihrer Drangsal besuchen und mit den Weinenden weinen.

Wir sind barmherzig, wenn wir nicht die Gelegenheit benutzen, uns an jemand zu rächen, der uns Unrecht getan hat oder wenn wir denen Mitleid erzeigen, die versagt haben.

Indem wir uns immer vor Augen halten, was wir in uns selbst sind, sollten wir um Barmherzigkeit für uns selbst (Hebr 4:16) und für andere bitten (Gal 6:16; 1Tim 1:2).

Schließlich sollten die Erbarmungen Gottes unsere Herzen in Sein Lob einstimmen lassen.

(William MacDonald)

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Setzen Sie ihr Vertrauen auf Gott

Wenn Sie Ermunterung brauchen und niemand da ist, der Ihnen Mut macht, dann lassen Sie sich neue Kraft schenken, indem Sie auf den Herrn vertrauen, wie es David tat (siehe 1Sam 30:6). Davit hatte eine positive Einstellung zu sich selbst (siehe 1Sam 17:35-36), und die sollten Sie auch haben. Wir sollten uns davor hüten, stolz zu sein, aber es ist nicht falsch, ein positives und gesundes Selbstvertrauen zu haben.

David befand sich in einer scheinbar hoffnungslosen Situation: Seine Stadt war zerstört, Frauen und Kinder waren gefangen genommen worden, und seine Männer gaben ihm die Schuld für ihr Unglück. Wie reagierte David? Er fand im Herrn Mut und Stärke und die Situation kehrte sich letztlich um (siehe 1Sam 30:7-20).

Als David noch ein Junge gewesen war, hatte ihn seine ganze Umwelt entmutigt und ihm die Fähigkeit abgesprochen, Goliat zu bezwingen. David hingegen setzte sein ganzes Vertrauen auf Gott. Er glaubte, dass Gott in seiner Schwäche stark sei und ihm den Sieg schenken würde. Er zog im Namen des Herrn mit Selbstvertrauen im Herzen los, er besiegte einen Riesen und wurde am Ende zum König gekrönt (siehe 1Sam 17). David hatte niemand außer Gott, der an ihn glaubte. Also glaubte er das, was Gott glaubte; er glaubte daran, dass Gott in ihm alles tun kann.

Der Herr hat mir einmal Folgendes gesagt: Wenn ich kein Vertrauen in mich selbst habe, dann habe ich auch nicht wirklich Vertrauen in ihn. Er sagte: „Ich bin in dir; ich bin deine Zuversicht, aber ich kann durch dich nur das tun, was du glaubst.“ Selbstzweifel sind eine absolute Qual. Ich habe viele Jahre damit gelebt, und ich ziehe Selbstvertrauen vor.

Sie denken vielleicht: „Ach ja, ich wünschte, ich hätte auch Selbstvertrauen.“ Selbstvertrauen zu haben, ist mehr als ein Gefühl, es ist eine Entscheidung. Es ist die Entscheidung, kühn dein Schritt zu gehen, den uns Gott führt. Wir lernen viel über Gott – über seine Liebe, seine Art und sein Wort. Und dann müssen wir uns entscheiden, ob wir glauben oder nicht. Wenn wir glauben, haben wir Selbstvertrauen. Wenn wir nicht glauben, zweifeln wir an allem. Selbstzweifel machen uns unbeständig. Im Jakobusbrief lesen wir: „Einb solcher Mensch … ist unbeständig und schwankt ständig hin und her“ (Jak 1:7-8). Wir kommen nicht weiter, solange wir uns nicht entscheiden, Gottvertrauen und Selbstvertrauen zu haben.

Ich will Sie ermutigen, einen großen Glaubensschritt zu gehen und aufzuhören, an sich selbst zu zweifeln. Wie man so schön sagt: §Verkauf dich nicht unter deinem Wert.“ Sie haben mehr Fähigkeiten, als Sie meinen. Sie können vielmehr tun, als Sie in der Vergangenheit getan haben. Gott wird Ihnen helfen, wenn Sie Ihr Vertrauen auf ihn setzen und aufhören, an sich selbst zu zweifeln.

Wie jeder Mensch werden Sie Fehler machen. Aber mit Gottes Hilfe lernen Sie daraus, und er wird am Ende alles zu Ihrem Guten dienen lassen, wenn Sie sich entscheiden, sich nicht davon unterkriegen zu lassen. Wenn Zweifel anfangen, Ihr Denken zu quälen, sprechen Sie Gottes Wort aus und Sie werden den Kampf gewinnen. Glauben Sie von ganzem Herzen an Gott, glauben Sie, dass er in Ihnen ist. Dann können Sie durch ihn alles tun, was Sie tun müssen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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