Tag 487 + 488 – Jesaja 38

Gott hört auf das Gebet von Hiskija

1  Dann gab es mal eine Zeit, wo Hiskija plötzlich todkrank wurde. Der Prophetentyp Jesaja kam auf Besuch vorbei und hatte keine so tollen Nachrichten. „Gott hat mir gesagt, Sie können sich schon mal dadrauf einstellen, dass Sie bald sterben werden!“

2  Hiskija drehte sich in seinem Bett zur Wand und fing an zu beten:

3  „Mann, Gott, das kann doch nicht wahr sein! Hör mal, ich hab doch immer alles getan, was du wolltest, ich war dir treu. Ich hab immer radikal mit dir gelebt und alles durchgezogen, was du zu mir gesagt hast.“ Hiskija heulte voll los.

4  Plötzlich redete Gott mit Jesaja. Er sagte ihm:

5  „Geh noch mal zum Hiskija und richte ihm Folgendes aus: ,Das kommt jetzt von Gott, dem Gott, an den auch dein Urgroßvater David geglaubt hat: Ich habe deine Gebete gehört, und ich hab auch gesehen, wie du geweint hast. Pass auf, du kriegst noch mal 15 Bonusjahre dazu.

6  Ich werde dir auch bei dem Problem mit diesem Präsidenten von den Assyrern helfen, und Jerusalem werde ich auch beschützen.

7  Damit du glaubst, dass diese Nachricht auch wirklich von mir, Gott, kommt, werde ich folgendes fette Wunder tun.

8  Und zwar werde ich die Zeit jetzt einfach mal zehn Stunden zurückdrehen.“ Und als er das Hiskija sagte, passierte genau das! Zack, plötzlich drehten sich alle Uhren um zehn Stunden zurück!

Ein Gebet von Hiskija

9  Als Hiskija wieder gesund war, hat er folgendes Gebet aufgeschrieben:

10  Als ich völlig kaputt und am Ende war, sagte ich: ‚Gott, soll ich etwa jetzt schon sterben? Und das, obwohl ich gerade mal vierzig bin? Zockt man mir meine letzten Jahre einfach weg?

11  Ich werde bald tot sein, und dann darf ich Gott nicht mehr live und in Farbe erleben. Wenn ich bei den Toten bin, kann ich ja auch keine Menschen mehr treffen, die noch lebendig sind.

12  Mein Haus wird abgerissen, alles wird mir weggenommen. Sie bauen mein Leben ab wie ein altes Zelt. Wie einen Socken, der fertiggestrickt wurde, so wurde mit mir Schluss gemacht. Ich wurde von seinem Wollknäuel losgeschnitten. Die ganze Zeit spüre ich, dass es bald mit mir zu Ende geht.

13  Schon frühmorgens bin ich total fertig. Ich schreie um Hilfe, aber wie ein Pitbull einen Knochen zerbeißt, so wurde ich zermalmt. Jeden Tag hab ich ständig das Gefühl, dass du meinem Leben heute ein Ende machen wirst.

14  Wie eine Schwalbe oder eine Drossel zwitschere ich zu dir, oder wie eine Taube gurre ich dich an. Ich sehe mit meinen schlaffen Augen zu dir nach oben. Es geht mir beschissen, Gott! Jetzt hilf mir endlich!‘

15  Aber mal im Ernst, was soll ich mir den Mund fusselig reden, nachdem er mir diese Ansage gemacht und mir geholfen hat? Stattdessen will ich Gott jeden Tag sagen, wie genial er ist, ganz egal, wie ich gerade drauf bin.

16  Gott, ich vertraue dir! Du hast mich abgecheckt. Du hast mich gesund gemacht.

17  Du hast mich immer aus den fiesesten Situationen rausgeholt. Du hast mich davor beschützt, zu sterben. Den ganzen Mist, den ich gebaut hab, hast du einfach hinter dir in den Müll geschmissen.

18  Wenn man erst mal tot ist, gibt es keinen, der einen noch toll findet. Niemand schreibt dort ein Lied über dich, und auf deine Hilfe, Gott, kann man dann erst recht nicht mehr hoffen.

19  Nur die Menschen, die noch leben, können dich toll finden und dir danke sagen, so wie ich das gerade mache. Ein Vater schwärmt seinen Kindern vor, wie treu du bist.

20  Gott war bereit, mich aus der Scheiße zu holen, er war bereit, mich zu retten. Darum sollten wir ihm immer Lieder singen oder mit Bands für ihn gute Songs in seinem Tempel spielen.

Jesajas Behandlungsmethode

21  Jesaja sagte noch, als er bei Hiskija war, dass dessen Angestellte etwas Apfelbrei nehmen und den auf seiner Haut verstreichen sollten. Dadurch wurde Hiskija dann ja wieder gesund.

22  Der fragte aber vorher noch: „Krieg ich irgendwie noch einen Beweis von Gott, dass diese Worte auch wirklich eintreffen werden?“ Und dieser Beweis war, wie gesagt, dass sich alle Uhren um zehn Stunden zurückstellten.

Mein Schlüsselvers für heute

 Herr, davon lebt man, und darin lebt auch mein Geist, dass du mich gesund und lebendig machst.
Doch zum Heil wurde mir das bittere Leid! Du hast mich liebevoll umfangen und mein Leben vor der Grube des Verderbens bewahrt. Ja, alle meine Sünden warfst du weit hinter dich.
Denn das Totenreich kann dich nicht loben, kein Toter preist dich mit Gesang. Im Grab hofft niemand auf deine Treue.
(Jes 38:16-18)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Hiskia begreift, dass sein Gebet ihm Errettung und Vergebung gebracht hat. Seine Worte „das Totenreich kann dich nicht preisen“ bedeuten entweder, dass er noch nicht um den Segen des ewigen Lebens bei Gott für die, die auf ihn vertrauen, wusste, oder schlicht, dass ein Leichnam Gott nicht loben kann. Klar ist, dass Hiskia weiß, dass er von Gott das Leben wiederbekommen hat und dass aus dem Bitteren, dass er erlebt hat, Gutes entstanden ist. Wenn wir (ich) das nächste Mal in Schwierigkeiten stecke, werde ich dich du großer Gott bitten, mir zu zeigen, was Gutes an dieser Situation ist.
Vater, ich habe gester das Buch „Über den Tod und das Leben danach“ gelesen. Auf einem Rutsch. Es ist kein christliches Buch. Die Autorin ist Wissenschaftlerin. Und soviel in diesem Buch deckt sich mit der Bibel, mit Deinem Wort. Und ich bin so froh und so dankbar, nun bestimmte Wahrheiten auch von anderer Seite gelesen zu haben. Ja, dein Wort ist war, es gibt ein Leben nach dem Tod und es wird wundervoll sein. In diesem Buch stand, dass wir von den Menschen nach dem Übergang abgeholt werden, den wir am meisten lieben. Ich will das so sehr glauben. Es wäre so wunderwunderwunderbar, wenn mich mein Mann als erster dort begrüßen wird. Und ich freue mich heute schon wahnsinnig darauf. Endlich, endlich sind wir dann wieder zusammen und können gemeinsam weitermachen. Ich freue mich so. Dieses Buch, auch wenn es nicht von dir kommt, hat mich weiter und dichter zu dir gezogen, wie so vieles in letzter Zeit. Ich komme mir gerade vor, als bereitest du mich auf etwas etwas ganz Bestimmtes vor, du führst mich, du ziehst mich und ich lasse es zu, weil du MEIN Gott bist, weil ich dir vertraue, weil du der Souverän des Universums bist, die stärkste Kraft, die es gibt.
Und um mich kleines Nichts kümmerst du dich. DANKE!


Sich dem richtigen Menschen anvertrauen

Einem anderen Menschen unsere Schuld zu bekennen, hilft uns im Prozess der Heilung und Erneuerung weiter. Oft erleben wir Erleichterung von dem, was uns umtreibt, wenn wir endlich jemand erzählen, was uns vielleicht schon jahrelang tief in unserem Inneren verborgen war. Alles, was wir meinen, verstecken müssen, hat Macht über uns. Wenn diese Dinge ans Licht kommen, wird uns die Wahrheit frei machen. Aber ich mahne Sie zur Vorsicht: Lassen Sie Weisheit walten, wenn Sie sich einen Menschen aussuchen, dem Sie sich anvertrauen wollen. Lassen Sie sich vom Heiligen Geist leiten. Suchen Sie jemand aus, von dem Sie wissen, dass Sie ihm vertrauen können, einen verständnisvollen Menschen, der Sie nicht verurteilen wird.

Suchen Sie sich zur Entlastung nicht jemanden aus, den die Sache verletzen würde. Wenn Sie zum Beispiel ausgerastet sind und Ihre Kinder übelst beschimpft haben, erzählen Sie es nicht einfach einer Freundin, die unter einem gewalttätigen Ehemann leidet. Das wäre unweise. Es mag Ihnen helfen, die Schuld loszulassen, aber es würde Ihre Freundin belasten. Suchen Sie sich besser einen vertrauenswürdigen geistlichen Leiter, eine Pastorin oder einen Seelsorger.

Dabei kommt es sehr auf Weisheit und Ausgewogenheit an. Bevor Sie Ihre Schuld mit jemanden teilen, lassen Sie sich von Gott den Menschen zeigen, dem Sie sich anvertrauen sollen. Wählen Sie sich einen reifen Christen, den das, was Sie ihm sagen werden, nicht verletzen oder besonders belasten wird. Jemand, der das ihm Anvertraute nicht gegen Sie verwenden oder so damit umgehen wird, dass Sie sich hinterher schlechter fühlen als vorher.

Wir brauchen nicht jeden Fehler jemand anderem anzuvertrauen, aber manchmal kann das sehr hilfreich für uns sein. Ich mache Ihnen Mut: Folgen Sie dem Rat aus Gottes Wort, Ihre Schuld auch vor einem Menschen auszusprechen, wenn Sie das brauchen, um geheilt und wiederhergestellt zu werden. Seien Sie jedoch weise dabei.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Morgen geht es mit Jesaja weiter.


Sorgenfreie Entscheidungen

Wenn Sie eine Entscheidung getroffen haben, stehen Sie zu ihr. Wenn Sie Ja gesagt haben, bleiben Sie einfach beim Ja, wenn Sie Nein gesagt haben, beim Nein.

Unentschlossenheit und Wankelmut können nicht nur zu Verwirrungen und Verwicklung führen, sondern auch zu Schuld und Verurteilung (Jakobus 5:12). Wenn wir in unserem Herzen überzeugt sind, dass wir etwas Bestimmtes tun sollen, und unseren Gedanken dann erlauben, uns das auszureden, können wir leicht schuldig werden. Oft brüten wir über Entscheidungen, statt einfach zu beten und unserem Herzen zu folgen.

Fangen Sie an, Entscheidungen zu treffen, ohne sich darüber zu beunruhigen. Leben Sie nicht in der Angst, falschzuliegen. Wenn Ihr Herz aufrichtig ist und Sie eine Entscheidung treffen, die nicht nach Gottes Willen ist, wird er Ihnen vergeben und Sie auf den richtigen Weg zurückbringen.

Wenn Sie eine Entscheidung betroffen haben, lassen Sie sich nicht von Selbstzweifeln quälen. Wankelmütig zu sein und nicht zu entscheiden, macht das Leben kompliziert. Einmal getroffene Entscheidungen anzuzweifeln, nimmt Ihnen die Freude an allem, was Sie tun.

Meinem Mann macht es überhaupt nichts aus, mit mir einkaufen zu gehen. Das ist eine Wohltat, denn die meisten Männer haben eher keine Freude am Einkaufen. Dabei lässt er mir auch Zeit, meine Entscheidungen zu treffen. Wenn ich aber zu oft hin und her laufe, sagt er: „Komm zur Sache. Es macht mir nichts aus, hier zu sein, wenn es vorwärts geht. Aber nur rumzulaufen und keine Entscheidung zu treffen, ist Zeitverschwendung.“

Ich meine nicht, dass es verkehrt ist, sich Zeit zu nehmen, einen Überblick über das Angebot zu gewinnen und nach einem Schnäppchen zu suchen. Wenn man es aber mit dem Schauen und Suchen übertreibt, wird das mit den Entscheiden schwierig. Machen Sie es nicht kompliziert. Kaufen Sie, was Sie brauchen und erledigen Sie dann das Nächste.

Machen Sie sich Entscheidungen so einfach wie möglich – ob es so kleine sind wie beim Einkaufen oder Lebensentscheidungen, die sich auf Ihre gesamte Zukunft auswirken. Beten Sie ernsthaft und trachten Sie danach, Gott zu gehorchen. Treffen Sie eine Entscheidung und machen Sie danach weiter, ohne zurückzublicken.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Einfach darum bitten

Jakobus spricht Menschen an, die vieles begehren und nichts erreichen (Jakobus 4:1-2). Ich glaube ihr Mangel liegt daran, dass sie sich nur mit den Kräften ihrer alten sündigen Natur abmühen. So erreichen sie letztlich nichts und verderben sich durch Neid und Streit auch noch ihre Beziehungen.

Dann nennt Jakobus ihnen den Grund für ihre Lage: „Euch fehlt das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet“ (Jakobus 4:2). Im Grunde markiert er damit den Unterschied, ob wir Dinge selbst in die Hand nehmen oder Gott darum bitten.

Sie mögen einwenden: „Aber ich habe Gott doch um dieses oder jenes gebeten, er hat es mir einfach nicht gegeben.“

Wenn Sie Gott um etwas bitten und er es ihnen nicht gibt, dann tut er das nicht, um sie hinzuhalten. Was Sie erbeten haben, entspricht möglicherweise nicht seinen Willen oder es ist noch nicht reif genug dafür. Es kann auch sein, dass Gott Ihnen etwas Besseres geben will, Sie jedoch geistlich noch nicht reif genug dafür sind. Was immer der Grund sein mag: Nie liegt es daran, dass Gott Ihnen nicht wohltun will.

Sie sind Gottes Kind und er liebt Sie. Gott ist gut und tut nur Gutes. Er will so viel mehr für Sie tun, als Sie sich vorstellen können. Er liebt Sie zu sehr, um Ihnen, um Ihnen etwas zu geben, dass Ihnen schaden geben könnte. Er liebt Sie zu sehr, als dass er Ihnen Dinge geben würde, die Ihre alte sündige Natur fördern oder Sie zum Sündigen bringen würden, weil Sie mit ihnen noch nicht umgehen können.

Geben liebevolle Eltern ihrem Kind einen Autoschlüssel, bevor es alt genug ist. um Auto zu fahren? Natürlich nicht, denn Sie wissen, dass es aufgrund seiner Unerfahrenheit in einem Unfall zu Schaden kommen könnte. Genauso geht Gott mit seinen Kindern um. Weil er uns liebt, wird er uns etwas erst dann geben, wenn wir geistlich reif genug sind, um damit umzugehen.

Viele Menschen tricksen und finden Wege, sich Dinge zu verschaffen, die ihnen nicht zustehen – und genau diese Dinge stürzen sie am Ende ins Unglück.

Ich habe das Geheimnis des Zufriedenseins entdeckt. Es besteht darin, Gott um das zu bitten, was ich will, und in der Gewissheit zu ruhen, dass Gott es – wenn es gut ist – auch zur rechten Zeit geschehen lässt. Wenn es nicht gut ist, wird Gott etwas viel Besseres tun, als meine ursprüngliche Bitte zu erfüllen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Die Macht der Zunge

Gottes Wort spricht oft von der Zunge und die Worte unseres Mundes. „Die Zunge kann töten oder Leben spenden“ (Sprüche 18:21). Jakobus stellt fest, dass ein Mensch, der seine Zunge im Zaum hält, sich auch in anderen Bereichen beherrschen kann (Jakobus 3:2). Die Zunge ist nur ein kleiner Körperteil, kann jedoch erheblichen Schaden anrichten (Vers 5). Beziehungen werden oft abgebrochen, weil bestimmte Worte gesagt oder nicht gesagt wurden. Menschen verlieren ihre Arbeitsstelle, verursachen Streit und Missverständnisse, blamieren sich selbst – und das mit einem kleinen Organ, der Zunge.

Niemand kann seine Zunge zähmen. Dazu brauchen wir Gottes Hilfe. König David bat Gott, über seine Lippen zu wachen (Psalm 141:3). Außerdem wünschte er sich, dass die Worte seines Mundes und die Gedanken seines Herzens Gott gefallen mögen (Psalm 19:15). David wusste, dass er sein Reden ohne Gottes Hilfe nicht beherrschen konnte, und wir können es auch nicht.

Trügerisches, böses Reden sollen wir unterlassen (Jesaja 58:9). Jesus sagt, dass wir sein Joch auf uns nehmen und von ihm lernen sollen, demütig und freundlich zu sein (Matthäus 11:29). „Freundliche Worte schenken Leben, eine betrügerische Zunge zerstört den Geist“ (Sprüche 15:4). Sogar unser Tonfall ist wichtig, denn er verrät, wie es in unserem Herzen aussieht.

Wir können heilende oder verletzende Worte aussprechen, aufbauende oder entmutigende und zerstörerische. Worte sind mit Macht geladen zum Guten oder zum Bösen. Die Entscheidung liegt bei uns! Worte sind Samen, die wir ausstreuen, und sie bringen in unserem Leben unweigerlich eine Ernte hervor. Wir werden die Früchte unseres Redens essen müssen, egal, ob sie süß oder bitter sind.

Wir sollten uns wirklich anstrengen und nachdenken, bevor wir sprechen. Gottes Wort sagt, dass wir uns Zeit lassen sollen, ehe wir reden (Jakobus 1:19). Wie oft sagen wir etwas und denken hinterher: „Ich wünschte, ich hätte das nicht gesagt.“ Doch dann ist es zu spät, die Worte wirken bereits. Ich empfehle Ihnen, gründlich über dieses Thema nachzudenken und Gott ernsthaft um Hilfe dabei zu bitten, Ihre Zunge zu zähmen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Tag 476 + 477 – Jakobus 3

Worte haben Macht

1 Liebe Geschwister, es ist keine gute Idee, wenn so viele bei euch den Job eines Lehrers übernehmen wollen. Alle, die das tun, werden nämlich besonders streng beurteilt werden.

2 Jeder von uns macht mal einen Fehler. Wer aber seine Zunge unter Kontrolle hat, der hat auch seinen ganzen Körper im Griff.

3 Egal, wie groß ein Auto auch ist, gelenkt wird es mit einem einfachen Lenkrad.

4 Und auch große Containerschiffe, die riesige Motoren haben, werden vom Steuermann mit einem kleinen Steuer in die Richtung gelenkt, wo er das Schiff haben will.

5 Genauso ist es auch mit der Zunge. Sie ist zwar winzig klein, aber sie hat eine unglaubliche Power. Noch ein Beispiel: Mit Feuer ist das genauso, ein Funke genügt und der ganze Wald brennt.

6 Die Zunge ist auch sowas wie ein Funke. Mit ihr kann eine ganze Welt vergiftet werden. Sie hat die Macht, böse Sachen anzustiften, sie kann eine ganze Welt in Brand stecken, mit dem gleichen Feuer, das auch in der Hölle brennt.

7 Die Menschen haben es gelernt, Löwen zu dressieren, Vögeln das Sprechen beizubringen und Delfine aus dem Wasser springen zu lassen,

8 aber die Zunge haben sie nie in den Griff bekommen. Unkontrolliert verbreitet sie ihr tödliches Gift.

9 Mit ihr sagen wir Gott, unserem Vater, wie toll er ist, und im nächsten Augenblick verfluchen wir einen Menschen, obwohl der ja nach dem Vorbild von Gott gemacht wurde.

10 Gute Wünsche und fiese Aggrosprüche kommen aus demselben Mund. Leute, genau das soll bei euch nicht abgehen!

11 Wie ist es denn beim Wasserhahn, kommt da Trinkwasser und gleichzeitig Schmutzwasser raus?

12 Und was meint ihr, können an einem Apfelbaum Birnen wachsen oder an einem Birnbaum Tomaten? Man kann ja auch nicht aus dem Klo trinken!

Kluge Menschen leben klug

13 Wenn jemand glaubt, besonders klug zu sein und den Schnall vom Leben zu haben, bei dem sollte man das auch daran erkennen können, wie er sonst so drauf ist, nämlich freundlich.

14 Wenn ihr aber voll neidisch seid und Menschen sogar hasst, dann braucht ihr euch auf diese Klugheit echt nichts einzubilden. Tatsächlich lügt ihr euch nur selber in die Tasche.

15 So eine Denke hat nichts mit Gott zu tun, sie kommt aus dem Ego, sie ist ätzend, sie kommt sogar direkt aus der Hölle.

16 Wo Menschen neidisch aufeinander sind und sich streiten, da ist nur Chaos angesagt und andere schlechte Dinge.

17 Die Weisheit, die von Gott kommt, ist sauber und gut. Sie hat das Ziel, dass Menschen sich vertragen und gut zueinander sind, dass sie sich belehren lassen, nicht immer recht haben müssen und nicht link drauf sind.

18 Was daraus wächst, wenn man gerecht zu anderen ist und friedlich miteinander umgeht, kann ich euch auch sagen. Man hat Frieden mit sich und mit Gott.

Mein Schlüsselvers des Tages

Und machen wir nicht alle immer wieder Fehler? Wem es freilich gelingt, nie ein verkehrtes Wort zu sagen, den kann man als vollkommen bezeichnen. Denn wer seine Zunge im Zaum hält, der kann auch seinen ganzen Körper beherrschen.
So legen wir zum Beispiel den Pferden das Zaumzeug ins Maul. Damit beherrschen wir sie und können das ganze Tier lenken.
(Jakobus 3:2-3)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Kennzeichen unserer Wort, wenn Satan unser Reden motiviert:

  • Bittere Eifersucht
  • Selbstsüchtiger Ehrgeiz
  • Irdische Wünsche und Begierde
  • Ungeistliche Gedanken und Ideen
  • Durcheinander
  • Böse Absichten

Kennzeichen unserer Worte, wenn sie von Gott und seiner Weisheit getragen werden:

  • Reinheit
  • Frieden
  • Rücksichtnahme
  • Unterordnung
  • Barmherzigkeit
  • Aufrichtigkeit
  • Unvoreingenommenheit
  • Freundlichkeit

Was man sagt, ist genauso wichtig wie das, was man nicht sagt. Um richtig mit Worten umzugehen, muss man nicht nur die richtigen Worte zu richtiger Zeit finden, sondern auch unterlassen zu sagen, was man nicht sagen sollte. Es gibt viele Beispiele dafür, wie Menschen ihre Zunge nicht im Zaum halten: Tratschen, schlecht über andere reden, prahlen, manipulieren, Irrlehren verbreiten, jammern, schmeicheln und lügen.

Bevor ich etwas ausspreche, muss ich mich fragen: Ist das, was ich sagen will, WAHR? Ist es NOTWENDIG? Ist es NOTWENDIG? Ist es NÜTZLICH? Ist es FREUNDLICH?

Bitte, Vater, du weißt, dass ich darin sooft fehle, dass es mir sooft misslingt, meine Zunge zu beherrschen, besonders wenn es über andere Menschen geht, bitte, vergib mir. Bitte hilf mir, ganz in deinem Sinn zu sprechen und wenn es mir misslingt, es sofort zu erkennen und mich zurückzunehmen. Bitte, Vater, ich brauche dazu deine Hilfe. Ohne sie schaffe ich es nicht.
Amen


Tag 472 + 473 – Jakobus 2:1-13

Die Position in der Gemeinde ist egal

1 Ihr Lieben! Vertraut Gott, wie es Jesus auch getan hat. Er ist unser großer fantastischer Chef.

2 Stellt euch jetzt mal vor, in eure Gemeinde kommt ein feiner Pinkel im Armani-Anzug und mit einer Rolex am Arm zum Gottesdienst. Und gleich dahinter kommt ein armer Penner zu euch, der sich einen Monat nicht gewaschen hat.

3 Wie würdet ihr reagieren? Der Typ mit viel Kohle würde sofort einen Platz in der ersten Reihe angeboten bekommen! Der stinkende Penner würde vermutlich einen Platz auf dem Fußboden abkriegen, am besten in irgendeiner Ecke.

4 Meint ihr, dass es wirklich okay ist, solche Unterschiede zu machen? Meint ihr, dass es gut ist, nach diesen Maßstäben zu beurteilen und zu richten?

5 Hört mal gut zu, ihr Lieben! Hat Gott nicht gerade die Menschen ausgesucht, die nach den Maßstäben der Welt ganz unten sind? Diese Typen sind für ihn durch ihr Vertrauen reich und wertvoll geworden! Er will den Menschen alles vererben, was er besitzt, denen, die in ihn verknallt sind.

6 Wie kommt es, dass die Penner und die Leute ohne Kohle bei euch nichts zählen? Wer macht euch denn eigentlich Probleme? Sind das nicht die Menschen, die eh viel Geld haben? Das sind doch die Leute, die euch verklagen und vor Gericht zerren!

7 Gerade das sind doch die Leute, die sich über Jesus lustig machen. Sie lästern über denjenigen, zu dem ihr gehört.

8 Wenn ihr allerdings das wichtigste Gesetz von Gott ernst nehmen würdet, dann wäre das eine gute Entscheidung. „Liebe die Menschen, mit denen du zu tun hast, so sehr, wie du dich selber liebst.“

9 Wenn ihr einen Menschen danach beurteilt, wie wichtig und toll er ist, dann steht das zwischen euch und ihm. Das will Gott nicht, es verstößt gegen seine Gesetze.

10 Wenn sich jemand an alle Gesetze hält, aber gegen ein einziges verstößt, dann hat er alle Gesetze gleichzeitig gebrochen.

11 Gott hat ja die Ansage gemacht: „Du sollst deinem Ehepartner treu sein!“ Aber er sagte auch: „Du sollst niemanden töten!“ Wenn du jetzt ehemäßig treu bist, aber jemanden tötest, dann hast du das Gesetz ja trotzdem gebrochen und bist schuldig.

12 Darum sollt ihr so reden und handeln wie Menschen, die wissen, dass sie nach diesem Gesetz beurteilt werden, das uns wirklich frei macht.

13 Wer selber nichts verzeihen kann, dem wird bei der letzten Gerichtsverhandlung auch nichts verziehen werden. Wer selber viel verzeiht, für den gilt: Die Liebe besiegt sogar das Gericht.

Mein Schlüsselvers des Tages

Und ihr wendet euch dem gut gekleideten Mann zu und sagt: „Hier ist ein schöner Platz für dich!“ Zu dem Armen aber sagt ihr: „Du kannst dort stehen bleiben!“ oder: „Setz dich hier an meine Fußbank!“
(Jakobus 2:3)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Warum es falsch ist, reiche Leute zu bevorzugen:

  1. Es ist mit der Lehre von Jesus unvereinbar.
  2. Es entspringt bösen Gedanken
  3. Es verletzt Menschen, die in Gottes Ebenbild erschaffen wurden
  4. Es ist eine Begleiterscheinung des Egoismus
  5. Es widerspricht der biblischen Definition der Liebe
  6. Es beweist mangelnde Barmherzigkeit für Menschen, die weniger Glück hatten.
  7. Es ist heuchlerisch.
  8. Es ist Sünde.

Weiß ich alles und ich „bevorzuge“ auch keine Reichen, aber vor manchen müffelnden und evtl. betrunkenen Obdachtlosen mache ich lieber einen Bogen. Das ist nicht in Ordnung, ich weiß. Okay, ich arbeite dran.

Mein Gebet für meinen Tag

Ja,Vater, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist. Ich gebe auch in fast jede bettelnde Hand, die sich mir entgegenstreckt. Auch mit dem Wissen, dass die in Alkohol umgesetzt wird. Ich versetze mich dann in dessen Stelle, wie es mir gehen würde, wenn keiner hilft … Aber manchmal mache ich doch einen Bogen drum, sei es, mir geht es nicht gut und ich mag mich gerade nicht damit auseinandersetzen oder es ist bereits der gefühlt Hundertste an diesem Tag … Alles Ausreden, ich weiß. Bitte Vater, hilf mir, allen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und kein Schubladendenken zu entwickeln. Ich möchte ja auch, dass mich jeder so annimmt, wie ich bin und nicht auf mich herabsieht. Bitte vergib mir, wenn ich das selbst getan habe, ohne dass ich mir dessen in dem Augenblick bewusst war. Sei bei mir, auch in solchen Momenten.
Amen


Wie wie aus Gottes Kraft leben

Gottes Wort hat die Kraft, uns von dem Leben in unserer alten sündigen Natur zu retten – allerdings nur, wenn wir es auch im Herzen an- und aufnehmen (Jakobus 1:21). Wenn wir Gottes Wort mit ganzem Herzen Aufmerksamkeit schenken, wird es ein Teil von uns und schlägt Wurzeln.

Wenn Sie und ich aus Gottes Kraft heraus leben wollen, müssen wir einen weiteren Rat befolgen und die Botschaft nicht nur hören, sondern auch nach ihr handeln (Vers 22). Sonst betrügen wir uns selbst, indem wir etwas schlussfolgern, der Wahrheit nicht entspricht.

Die Wahrheit und nur die Wahrheit macht uns frei und bewahrt unsere Freiheit (siehe Johannes 8:32). Damit sie sich in unserem Leben auswirkt und wir empfangen, was Gott in seinem Wort verspricht, müssen wir ihm gehorchen und ihm gegenüber verantwortlich sein. Es hat keinen Sinn, zu versuchen, unsere Sünden und Schwächen zu entschuldigen oder wegzuerklären. Stattdessen müssen wir Gottes Diener werden, um nicht Sklaven unserer alten sündigen Natur, anderer Menschen oder Dinge zu sein.

Entscheidend ist: Gott ist Ihr Helfer und er arbeitet an Ihrer Heilung. Er hat Vorstellung für Ihr Leben, die Ihrer Persönlichkeit entsprechen. Erfahren Sie so viel wie möglich davon, und setzen Sie dann gehorsam einen Fuß vor den anderen. Gehorsam gegenüber Gottes Wort erfordert Beständigkeit und Fleiß; mit „mal ja, mal nein“ ist es nicht getan. Es reicht auch nicht, nur auszuprobieren, ob Sie gehorsam sein können. Stattdessen sind Hingabe und die Selbstverpflichtung notwendig, Gottes Wort zu gehorchen, was immer dabei herauskommt.

Ich ermutige Sie heute, Ihre Gedanken mehr auf Gottes Wort als auf irgendetwas anderes zu richten. Sie zu, dass sein Wort sich tief in Ihrem Herzen verwurzelt. Hören Sie auf das, was es Ihnen sagt, und gehorchen Sie. Hören und Tun gehören zusammen. So werden Sie aus Gottes Kraft leben.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Tag 464 + 465 – Psalm 71

Faltig und ohne Bodyguard?

1  Gott, ich suche Schutz bei dir, lass nicht zu, dass ich mein Leben verlier. Meine Feinde wollen mich völlig zerstörn, hilf mir, du musst mich endlich erhörn. Verhindere, dass meine Feinde mich killen, wenn’s so weitergeht, kann ich nie wieder chillen.

2  Gott, mein Chef, du bist gerecht, drum hilf mir und schütz mich im Gefecht. Hilf mir doch, erhöre mein Gebet, rette mich, sonst ist es zu spät!

3  Schenke mir Geborgenheit, zu dir kommen können will ich jederzeit. In deinen Tempel nach dem Fight, meine erste Anlaufstelle weit und breit. Mich zu retten ist doch dein Beschluss, dann rette mich aus dem reißenden Fluss. Du bietest mir Schutz in deinem Bunker und liebst mich so, als wär ich ein Klunker.

4  Gott, die Leute, die dich nicht schnallen, halten mich gefangen in ihren Fallen. Sie schrecken vor keiner Gewalttat zurück, gehen gegen mich vor jeden Tag, Stück für Stück. Rette du mich aus ihren Klauen.

5  Dir will ich vertrauen, immer auf dich bauen. Bist meine Hoffnung, Gott, immer mehr, ohne dich wäre ich so leer. Schon immer, seit ich laufen kann, vertraue ich dir, ich bin dein Mann!

6  Ja, seitdem ich das Licht der Welt erblickte, hast du mich gehalten, wenn ich einknickte. Wie der Stiel die Blüte hält, bist du bei einem, wenn man fällt. Vom ersten Tag an hast du mich versorgt, mir immer deine Liebe geborgt. Und jetzt will ich dich loben mein Leben lang, dich ehren, dir danken, mit Jubel und Gesang!

7  Viele sahen meine Not und mein Leiden und dachten, Gott wird mich für immer meiden. Doch du hast dich als Beschützer gezeigt, machtvoll, stark, nicht wie Cola light. Denn du stehst nicht auf fettarm und Diät, wenn’s um die Errettung deiner Schöpfung geht.

8  Deswegen bist du meine Nummer eins, dich zu loben ist der Grund meines ganzen Daseins. Tag für Tag will ich dich preisen mit allen möglichen Lebensweisen.

9  Jetzt, da ich alt bin und Faltencreme brauch, mich meine Kräfte verlassen und auch mein Lebenshauch: Verlass du mich nicht, sondern bleib bei mir, verstoß du mich nicht, mir geht’s nur gut bei dir.

10  Meine Feinde treffen sich schon zusamm’, ich bin hilflos wie ein gefallenes Lamm. Sie wollen wieder an mich ran, planen einen Anschlag, bald greifen sie an.

11  Sie sagen: „Gott ist nicht mehr bei ihm geblieben, keiner schützt ihn jetzt mehr vor unseren Hieben. Nun ist der beste Zeitpunkt, Leute. Auf ihn, packt ihn, die ganze Meute.“

12  Gott, warum bist du so weit weg? Ich verzweifle hier in meinem Dreck. Komm doch, schnell, ich brauche dich. Bitte lass mich jetzt nicht im Stich!

13  Sie wollen mich ins Unglück stürzen, mit jedem Mittel mein Leben verkürzen. Nichts lassen sie unversucht, sehen mich schon tot, haben mich verflucht. Bitte, Chef, lass ihnen nichts gelingen, befreie mich aus diesen Todesschlingen. Ich hab keine Kraft, um mein Leben zu ringen. Aber du kannst sie zu Boden zwingen.

14  Meine Hoffnung auf dich stirbt zuletzt, ich will für dich rocken, dass es fetzt. Immer mehr, immer länger, für immer bin ich dein „Dankliedsänger“.

15  Auf diese Aussage mach ich den Lauten, alle, die beharrlich auf dich bauten, wissen genau, auf dich ist Verlass, du errettest Mengen ohne Hass ‚en masse‘. Ich will erzählen, wie du aus der Not befreist, du tust viel mehr als jeder erfundene Schutzgeist.

16  Deine machtvollen Taten sind die besten, das werd ich jedem eintrichtern, allen Dichtern, allen Gesichtern, auch den Hochzeitsgästen auf allen Festen. Du hältst Wort, gehst nicht hinfort, bei dir ist der Heilort, du heilst sofort. Das allein werde ich allen verchecken, auf der ganzen Welt, an allen Ecken.

17  Von dir habe ich alles gelernt, schon als ich ein Teen war, hast du dich nicht von mir entfernt. Seit damals bis heute, von diesen Ausgangsdaten, erzähle ich allen von deinen Wundertaten.

18  O Gott, lass mich jetzt bloß nicht im Stich, ich bin alt, grau und bitte dich ausdrücklich: Gib mir noch so viele Lebenstage, dass meine Kinder und Enkel deine Ansage in meinem Leben noch von mir erfahren, deine mächtigen Taten in all den Jahren.

19  Deine Treue geht bis zum Mond und zurück, du gibst uns den ganzen Kuchen, nicht nur ein kleines Stück. Gibt es jemand, der so cool ist wie du? Niemand, mein Gott, so „I really love you!“.

20  Not und Leiden hast du mir zwar nicht erspart, aber mich vor dem sicheren Tod bewahrt!

21  Du schenkst mir mehr Ansehen als je zuvor und gibst mir mehr Kraft als jeder Atomreaktor. Du ehrst mich, hebst mich von der Gesellschaft empor, das tröstet mich mehr als jeder Seelendoktor.

22  Drum schließ ich die Gitarre am Verstärker an und danke dir für deinen genialen Plan. Mit dem E-Bass lob ich die Treue des heiligen Gottes Israels, weil ich mich so freue.

23  Ich singe und springe vor lauter Freude, während ich keine einzige Sekunde dabei vergeude, dich zu loben ohne Rast, weil du mich mal wieder gerettet hast.

24  Du hast wirklich Wort gehalten, mit Liebe mich immer aufrechterhalten. Meine Feinde haben es nicht geschafft, und nun sind sie dahingerafft!

Mein Schlüsselvers für heute

Doch ich will jederzeit hoffen und vermehren dein Lob.
(Ps 71:14)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Der Psalmist ist alt und sieht sein Leben als stilles Zeugnis, damit andere sehen sollen, was Gott an ihm getan hat. Wenn wir uns dem Lebensabend nähern, erkennen wir, dass Gott in der Vergangenheit unsere beständige Hilfe war. Ich bin mittlerweile 63 Jahre und kann das nur bestätigen. Zurückblickend sehe ich den roten Faden, den Gott durch mein Leben zieht, wo er überall „da“ war, wo er mich aus schlimmen Situationen gerettet hat und ja auch Wunder getan, wo es so gar keine menschliche Erklärung dafür gibt und ich nur staunen kann. (Und ja, ich getraue es mir auch keinen zu erzählen, man würde mich für bekloppt halten und nicht das Wirken Gottes). Aber Vater, ich weiß, dass es dein Werk war und dass du mich weiter bis ans Ende meiner Tage führen wirst. Ich habe manchmal Angst vor dem, was die nächsten Jahre kommen kann und ich versuche immer wieder sie wegzuschieben, mir sagen, dass du mich bis hierher geführt hast und es auch weiter tun wirst. Aber eine Restangst bleibt. Bitte Vater, nimm sie mir, lass mich den jeweiligen Tag leben, leben für dich und nicht darüber grübeln, wie schwer es werden könnte. Aber ich freue mich auch, wenn ich endlich diesen Leben geschafft habe, dass die ganze mühsame Zeit vorbei ist und dann endlich alles gut wird. Gut für immer. …


Tag 463 – Psalm 70

Gott, hilf mir!

1 Ein Hit von David, beim Essensopfer zu bringen, natürlich auch zum Singen.

2 Gott, ich bitte dich, komm und rette mich. Mach dich auf die Socken, fang an, meine Feinde zu schocken.

3 Wer mir mein Leben nehmen will, dem soll gar nichts gelingen. Vor allen Leuten, während ich chill, soll ihm das Schande bringen. Wer sich über mein Unglück lustig macht und über mein Pech hämisch lacht, bitte, Gott, mach den platt. Jag ihn davon in ’ne andre Stadt.

4 Jeder, der schadenfroh lästert, über mein’ Schaden ganz begeistert, belädt sich die Schultern selbst mit Dreck und schleicht ganz kleinlaut weg vom Fleck.

5 Aber alle, die an deiner Seite stehn und dich als ihren Retter sehn, knien sich vor Freude nieder, jubeln und singen dir Lieder. „Gott ist groß!“, rufen sie immer wieder.

6 Ich bin völlig hilflos, bin grad beim Fallen, so wie Dominos. Bin total auf dich angewiesen, Herr, ohne dich läuft hier alles so schwer. Trage mich, erbarme dich, sorge für mich und sei mir behilflich. Denn du bist mein Versorger, mein Befreier, doch ich versinke im Nebelschleier. Komm rasch zu mir, befreie mich, alleine pack ich’s nicht! Mein Gott, zögere nicht länger, ich bin doch dein Sänger!

Mein Schlüsselvers für heute

Wenn andere uns enttäuschen und bedrohen, fühlen wir uns so leer, als hätten wir einen lebenswichtigen Teil von uns selbst verloren. Wenn andere das Vertrauen, dass wir in sie gesetzt haben, missbrauchen, nehmen sie uns den Mut. In diesen leeren geknickten Zeiten müssen wir wie David zu Gott flehen und darum bitten, dass er uns hilft.
Das die Theorie. Mir persönlich hilft dann der Gedanke, dass ich mich in Gottes Hand einkuschle und mich so beschützt und behütet fühle. An den äußeren Umständen ändert es nichts, hilft mir aber, durch diese Zeit getragen zu werden.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, gestern war dann doch ein recht schwieriger Tag und ich habe mich durchgequält. Ein bisschen war ich selbst schuld. Nein, nicht nur ein bisschen. Weil ich die Nacht vorher nicht schlafen konnte, habe ich ziemlich spät zwei Schlaftabletten genommen. Das Ergebnis kenne ich. Ich schlafe dann zwar schnell ein, aber der folgende Tag wird gruselig. Ich vertrage diese Dinger nicht. Und trotzdem nehme ich sie, wenn ich ewig nicht in den Schlaf kommen kann. Also manchmal. Gut, der Tag gestern ist abgehakt. Heute geht es etwas besser. Ein bisschen Panik schiebe ich schon vor den Temperaturen. Vater, bitte hilf mir, gut durchzukommen, ich habe heute nichts weiter vor. Das ist gut und ich kann mit einem neuen Projekt beginnen. Ein intensiveres Studium des Römerbriefes. Ich freue mich drauf. Bitte beschütze und behüte mich, halte allen Kummer von mir fern und lass es einen guten Tag werden.
Amen