Tag 268 + 269 – Lukas 3:1-20

Johannes macht den Ansager

1 Wir schreiben das fünfzehnte Regierungsjahr vom obersten römischen Präsidenten Tiberius. Pilatus hatte in dieser Zeit als Vertreter der römischen Besatzungsmacht das Sagen in Judäa. Herodes Antipas war der Chef über ganz Galiläa, sein Bruder Philippus regierte in Ituräa und Trachonitis, und Lysanias war der Chef in Abilene.

2 Hannas und Kaiphas hatten den Job des Oberpriesters der Juden. Johannes (aus der Familie vom Zacharias) lebte damals in einer Gegend in Israel, wo es sehr heiß war und wenig Sachen wuchsen, man nannte das auch Wüste. Irgendwann bekam er direkt von Gott einen Auftrag.

3 Johannes ging deswegen sofort in die Gegend vom Fluss Jordan. Er zog da von Ort zu Ort und erzählte den Leuten, sie sollten so ein religiöses Waschritual mit sich machen lassen, das nannte man auch Taufe. Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass man aufhört, Sachen zu tun, auf die Gott keinen Bock hat. Mit der Taufe wurde dieser Dreck abgewaschen. Sie sollten ab sofort eine neue Richtung in ihrem Leben einschlagen, eine Richtung zu Gott hin.

4 Darüber hatte auch schon der Prophet Jesaja was gesagt. Der meinte mal: „Da ist jemand in der Wüste, der ruft: ‚Aus dem Weg! Platz da! Der Meister kommt! Räumt alles weg, damit er ungehindert loslegen kann!

5 Asphaltiert die kaputten Straßen, haut die Berge weg, die Steilkurve wird zur flachen Straße gemacht.‘

6 Und dann werden wir sehen, wie Gott es hinkriegt, alles wieder gutzumachen!“

7 Sehr viele Leute kamen zu Johannes, um sich taufen zu lassen. Und das, obwohl er nicht gerade nette Sachen zu ihnen sagte. Er meinte zum Beispiel: „Ihr linken Vögel! Wie kommt ihr bloß auf die Idee, ihr könntet euch bei Gott mal eben so durchmogeln?

8 Ändert euer Leben! Hört auf, ständig Mist zu bauen! Zeigt erst mal, dass ihr es ernst meint! Ich sage euch eins: Mit eurem ‚Abraham-ist-unser-Vater‘-Gequatsche könnt ihr Gott nicht beeindrucken. Wenn ihr glaubt, euch so in die Familie von Gott reinzumogeln, habt ihr euch getäuscht. Wenn Gott will, kann er sich aus diesen Betonklötzen Kinder machen!

9 Die Motorsäge ist schon warm gelaufen, sie ist bereit, alles umzuhauen, was es nicht bringt. Das Holz kommt dann auf die Feuerstelle und wird verbrannt!“

10 Die Zuhörer meinten: „Und was sollen wir Ihrer Meinung nach jetzt tun?“

11 „Helft anderen Menschen, denen es dreckiger geht als euch! Wenn ihr einen Obdachlosen trefft, der keine Jacke hat, gebt ihm einen von euren zwei Jacken ab.“

12 Auch ein paar von den Steuerbeamten kamen bei ihm vorbei, um sich taufen zu lassen. Die hatten die gleiche Frage: „Meister, was sollen wir Ihrer Meinung nach anders machen?“

13 „Knöpft den Leuten nur so viel Kohle ab, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist! Zockt sie nicht ab!“

14 „Und wir, was sollen wir anders machen?“, wollten ein paar Berufssoldaten wissen. Johannes’ Antwort war: „Plündert nicht die Besiegten aus, foltert keine Menschen und seid mit dem Sold zufrieden, den man euch bezahlt!“

15 Zu dieser Zeit redeten alle über den „Auserwählten“, den Christus. Man hoffte, dass er bald kommen und alle aus dem Dreck rausholen und auch politisch befreien würde. Nun war natürlich die Frage, ob Johannes dieser Auserwählte sein könnte.

16 Johannes’ Antwort war aber ganz klar: „Für meine Taufe nehme ich Wasser, aber der Typ, der nach mir kommt, der ist viel derber und heftiger als ich! Ich bin es noch nicht einmal wert, ihm die Schuhe zu putzen! Er kann euch die Power von Gott geben, seinen heiligen Geist. Dieser Geist wird wie Feuer in euch brennen.

17 Der „Auserwählte“ wird die Menschen auf ein Sieb werfen, und alles, was unten durchfällt, kommt auf den Müll. Nur der Rest wird aufbewahrt und durchkommen.“

18 Johannes’ Ding war es, die Leute zu warnen und ihnen gleichzeitig Hoffnung zu machen.

19 Er protestierte auch ganz offen gegen die herrschende Regierungsmacht. Zum Beispiel griff er den Präsidenten Herodes öffentlich an, weil er seinem eigenen Bruder die Ehefrau ausgespannt und geheiratet hatte. Aber es ging auch um andere linke Sachen, die Herodes tat.

20 Herodes toppte seine ganzen Fehler auch noch, indem er später Johannes verhaften ließ und ihn in den Knast steckte.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

„Wer zwei Hemden hat“, gab er zur Antwort, „soll dem eins geben, der keins hat! Wer zu essen hat, soll es mit dem teilen, der nichts hat!“
(Luk 3:11 NeÜ)

Meine Erkenntnis für heute, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Jetzt ist wieder Spendenzeit. Fast täglich liegt ein Brief im Briefkasten mit der Bitte um Spende. Ich ignoriere dies allermeistens. Sicher tue ich den meisten dieser Bittsteller unrecht, wenn ich sage, wer weiß, wo das Geld dann landet. Aber es ist mir einfach zu anonym. Ich mag es sehr, von meinen Dingen, die ich habe, abzugeben, aber eben denen, wo ich mit eigenen Augen sehe, dass sie es dringend benötigen. Und das nicht nur vor Weihnachten, sondern das ganze Jahr. Und ja, ich bin auch schon sehr ausgenutzt worden. Sehr, sehr. Aber das ist das Risiko dabei.Trotzdem ändere ich daran nichts. Eine ganze Zeit lang habe ich es vermieden, öffentlichen Bettlern etwas zu geben, die durch die S- und U-Bahn laufen und irgendwie eine Show abziehen. Oder den Bettlern die vor den Einkaufcentren auf den Boden sitzen oder in den Eingängen der U-Bahn.
Das habe ich mittlerweile wieder geändert. Das Argument von Vielen ist ja „die setzen es ja doch nur in Alkohol oder Drogen um“. Ja, kann sein. Aber bin ich deren Richter? Deren Bevormunder? Wenn ich an deren Stelle wäre, warum auch immer ich in eine solche Lebenssituation gekommen wäre, würde ich vielleicht auch sehr gern das gespendete Geld in Alkohol umsetzen, damit ich dieses Leben überhaupt aushalten kann. Und dieser eine Euro oder wie viel auch immer ich ihnen gebe, macht mich nicht wirklich ärmer.

Mein Gebet für meinen für meinen Tag

Vater, heute möchte ich dir nicht die Ohren volljammern, auch wenn der gestrige Nachmittag schlimm für mich war. Heute habe ich nur eine Bitte an dich: Zeig mir immer die Menschen, denen ich helfen kann. Immer. Nicht nur vor Weihnachten. Aber heute vielleicht einen, der ganz besonders dringend Hilfe braucht.
Amen



Tag 265 – Lukas 2:8-20

Die Hirten und ein Engel

8 In dieser Nacht hatten ein paar Hirten kurz vor dem Dorf ihr Lager aufgeschlagen, um dort auf die Schafe aufzupassen.

9 Plötzlich war da ein riesengroßes überirdisches Wesen aus dem Himmel, das auf sie zukam. Ein helles weißes Licht war um diesen Engel rum, ein Art von Licht, das nur von Gott kommen konnte, so krass war es. Die Hirten bekamen voll die Panik,

10 aber der Engel beruhigte sie. „Entspannt euch, ihr braucht keine Angst zu haben! Ich habe gute Nachrichten für euch und auch für alle anderen Menschen!

11 Heute Nacht ist der Mensch geboren worden, der euch alle aus eurem Dreck rausholen wird! Das ist in der gleichen Stadt passiert, wo auch der ehemalige Präsident David herkommt.

12 Ich sag euch mal, wo ihr ihn finden könnt: Er liegt in einer alten Ölwanne, unten in einer Tiefgarage, gut eingewickelt in Windeln!“

13 Plötzlich tauchten neben dem einen Engel noch Tausende anderer Engel auf. Die fingen dort gleich an, zu beten und Gott zu sagen, wie genial er ist:

14 „Der Gott, der im Himmel wohnt, soll groß rauskommen! Er hat all den Menschen ein Friedensangebot gemacht, die bereit sind, dieses Angebot auch anzunehmen!“

15 Nachdem die Engel wieder verschwunden waren, beschlossen die Hirten, der Sache auf den Grund zu gehen: „Lasst uns mal nach Bethlehem fahren. Mal sehen, was dort jetzt von den Sachen passiert ist, die uns dieser Engel gerade erzählt hat.“

16 Sie beeilten sich sehr. Als sie im Dorf ankamen, fanden sie tatsächlich Maria, Josef und auch das Baby, das in einer Ölwanne lag.

17 Nachdem die Hirten das Kind angesehen hatten, erzählten sie von ihrem Treffen mit diesem Engel.

18 Alle, die davon Wind bekamen, staunten nicht schlecht.

19 Maria merkte sich aber alle Einzelheiten genau und dachte ständig darüber nach.

20 Anschließend gingen die Hirten wieder zu ihren Schafen zurück. Sie freuten sich total über Gott und über das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten! Alles war genauso abgegangen, wie es ihnen vorher angekündigt worden war.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

… Fürchtet euch nicht! …
(Luk 2:10 LUT)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Und auch hier wieder eine „Weena“-Bibelstellenauslegung. Nämlich aus dem Zusammenhang gerissen und trotzdem gültig. „Fürchtet euch nicht“ = Fürchte dich nicht! Das ist so einfach, so leicht daher gesagt. Und trotzdem habe ich Angst. Dann denke ich: Ist mein Glauben, mein Vertrauen in Gott nicht groß genug? Mach ich mir etwas vor? Bin ich vielleicht gar keine Christin? Ich habe doch Angst. Und jetzt keine Angst vor irgendwelchen Wildtieren, sondern einfach vor dem kommenden Tag. In den letzten Wochen und gar Monaten war es deutlich besser, meinte sogar, dass ich es „geschafft habe“. Aber in den letzten Tagen ist sie wieder da, diese Angst vor allem Möglichen, davor dass ich den Tag nicht schaffe, dass ich das Leben nicht schaffe. Ich fühle mich so entsetzlich als Versager und allein. Aber solche Gefühle dürfte ich doch gar nicht haben! Nein, mir geht es rundherum nicht gut. Und trotzdem steht heute da: Fürchtet euch nicht, fürchte dich nicht.
Ich habe morgen wieder einen Termin bei meinem Therapeuten. In der Regel kriegt er mich aus solchen Tiefs wieder heraus, da reicht oft schon eine Stunde. Aber dieses Mal habe ich so gar keine Idee, wie er das schaffen könnte. Es ist Weihnachtszeit … und ich wünsche mir nichts mehr, als dass es schon Januar wäre …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, warum ist das so? Warum bin ich wieder in dieses Loch gefallen? Es gibt doch so gar keinen Grund dafür. Und du sagst es mir doch heute auch wieder. Warum kann ich es nicht so weglächeln und denken: Na, wenn du mir das sagst, dann isses so und weg damit …. Oftmals schaffe ich es ja auch, nur jetzt nicht, nicht zu dieser Zeit. Der Verlust meines Mannes wiegt dann tonnenschwer dazu. Du hast ihn zu dir geholt, du wirst deinen ganz besonderen Grund dafür haben, aber ich fühle mich so entsetzlich allein. Er fehlt mir so. Auch nach 10 Jahren noch. Kannst du ihn das bitte sagen? Ihm sagen, dass ich ihn immer noch liebe und ich mich wahnsinnig freue, wenn ich ihn wieder sehe?
Vater, ich möchte dich heute ganz besonders für N. bitten, dass seine Verletzungen gut abheilen, dass psychisch nichts davon getragen hat, mitgenommen hat, sondern das alles so glimpflich abgelaufen ist. Dafür bin ich sososo dankbar. Bitte, Vater sei auch bei D., für sie ist es jetzt auch nicht leicht, aber vielleicht könntest du ihr ins Herz legen, dass sie sich bei mir meldet? Dass sie mich anruft? Das alles wieder gut wird? Und heute möchte ich auch noch für R. bitten, ihr geht es auch nicht gut, sie leidet so sehr, dass sich ihre Kinder nicht um sie kümmern, und für T., die allein zu Hause sitzt und wieder so eine schlimme depressive Phase hat. Ach, Vater, es gibt so viele Menschen, denen es psychisch nicht gut geht und die Hilfe brauchen. Diese ganze Hochglanzindustrie, die uns vorgaukelt, wie schön und hell und liebevoll doch diese Welt ist. Damit alles noch mehr strahlt und glänzt, soll man doch bitte schön die ganzen schönen teuren Sachen, aber die Herzen bleiben so oft leer. Oh, Vater, entschuldige bitte, wenn ich heute so schlecht drauf bin, ich möchte mich nur noch unter eine Decke verkriechen und warten bis es Januar ist. Und dabei sagst du mir heute: Fürchte dich nicht ….
Amen



Tag 253 + 254 – Jesaja 33:1-24

Jerusalems Probleme und Chancen

1  Pass bloß auf! Ich meine jetzt dich, der du alles kaputt gemacht hast, der aber selber noch nie kaputt gemacht wurde. Und ich meine dich, der andere abgezockt hat, aber selber noch nie abgezockt worden ist. In dem Augenblick, wo du mit dem Kaputtmachen fertig bist, wirst du selber kaputt gemacht werden. In dem Augenblick, wo du fertig damit bist, andere Menschen abzuzocken, wirst du selber abgezockt werden.

2  Gott! Bitte sei nett, hab uns lieb! Wir hoffen darauf, dass du uns helfen wirst! Hilf uns, morgens in die Gänge zu kommen, unterstütze uns! Gott, du musst uns retten, wenn es uns dreckig geht!

3  Es gibt einen Riesenknall, und alle Völker ergreifen die Flucht. Wenn du aufstehst, flüchten die Völker in alle Richtungen.

4  Alles, was sie besitzen, wird abgegriffen, wie die Geier stürzen sich die Menschen auf die Beute; genauso wie zehn Katzen sich um eine Dose Whiskas schlagen, oder wie beim Aldi, wenn eine neue Kasse aufmacht.

5  Gott ist der Größte, keiner kann ihm das Wasser reichen. Er lebt in einer anderen Dimension, das Weltall ist sein Wohnzimmer. Und er sorgt dafür, dass man auf dem Zionsberg sehen kann, was es bedeutet, wirklich korrekt zu sein. Er sorgt dafür, dass dort alles gerecht zugeht.

6  Es wird dann eine Zeit geben, wo man in Sicherheit leben kann. Ganz viele Leute werden gesund, Menschen werden ganz viel verstehen, sie werden plötzlich die abgefahrensten Geheimnisse kapieren können. Was für sie aber das Genialste und Wertvollste von allem sein wird, ist, dass in der Zeit jeder heftigen Respekt vor Gott hat.

Gott tritt in Aktion

7  Ich sehe in einer Vision, wie die Bewohner von Jerusalem schreiend durch die Gegend laufen! Die Männer, die laut verkündet hatten, dass jetzt alles gut wird und Frieden kommt, fangen laut an zu weinen.

8  Die Straßen sind ausgestorben, und kein Mensch ist draußen, denn keiner wagt sich vor die Tür. Eine feindliche Regierung hat irgendwie den Friedensvertrag gebrochen, den man vorher ausgehandelt hatte. Ein Menschenleben hat für die keinen Wert.

9  Das ganze Land vertrocknet, alles stirbt langsam ab. Das schöne Libanongebiet sieht echt peinlich aus, es trauert in Schwarz. Die Scharon-Ebene, früher ein Hauptanbaugebiet, sieht aus wie eine Wüste. Baschan und Karmel sind so trocken, dass die Bäume ihr Laub verlieren.

10  Jetzt höre ich Gott, wie er sagt: „Ich werde loslegen und zeigen, was ich draufhab.

11  Eure Pläne sind wie Klopapier; was dabei rauskommt, landet im Müll. Ihr werdet an eurer eigenen Wut ersticken, sie wird euch wie ein Feuer verbrennen.

12  Die Völker werden zu Asche verbrannt, sie werden wie ein vertrockneter Brombeerstrauch ins Feuer geworfen und verbrannt.

13  Alle Völker, egal, wo sie wohnen, sollen hören, was ich gemacht habe, und daran sehen, was für eine Power ich hab!“

14  Menschen in Jerusalem, die ohne Gott leben, kriegen voll die Panik, sie fangen an zu zittern und sagen: „Wer von uns ist denn in der Lage, so nahe an einem so krassen Feuer zu wohnen, in dessen Nähe man sofort verbrennt? Wer von uns kann sich hier an der krassen Hitze lange aufhalten?“

15  Es gibt ein paar Regeln: immer korrekt leben, keinen Stuss erzählen, bei der Wahrheit bleiben, an der Erpressung und dem Unterdrücken von anderen nicht verdienen, sich nicht durch Geschenke oder Kohle erpressen lassen, nicht weghören, wenn jemand ein Attentat plant, nicht wegsehen, wenn Leute abgezogen oder link und ungerecht behandelt werden.

16  Wer das durchzieht, wird immer in Sicherheit sein, er wird wie in einem Bunker wohnen, ihm kann nichts passieren. Er wird auch immer genug zu essen und zu trinken haben.

Gott ist unser Chef

17  Dann wird ein Zeitpunkt kommen, wo du den Chef, eben Gott selbst, live sehen wirst. Du wirst seine geniale Schönheit bewundern. Es wird so sein, als würde man von einem Berg auf ein ganz weites Land runtersehen.

18  Alles, was einem früher an ätzenden Sachen passiert ist, hat man dann vergessen: „Wie war das noch, damals? War das wichtig? Wo ist der Typ, dem ich früher mein Geld abdrücken musste? Wo ist der Typ, der immer alles kontrolliert hat? Hmm?“

19  Diese nervigen Leute, die immer komische unverständliche Dinge gesagt haben, sind dann ganz weit weg.

20  Alle sollen mal sehen, was in Zion gerade passiert, der Stadt, wo wir unsere Partys für Gott feiern! Dort wirst du dann ein Jerusalem sehen, in dem man wohnen kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Man muss nicht mehr ständig umziehen, es wird dort stabil und sicher zugehen.

21  Der gigantische Gott wird bei uns sein. Es wird dort viele Kanäle und Flüsse und einen Hafen geben. Aber die Kriegsmarine hat da im Hafen nichts verloren, und auch die großen Containerschiffe legen dort nicht an.

22  Denn Gott ist da. Unser Chef, der das Sagen hat, der uns anführt, der Chef, unser Präsident. Und er wird uns raushauen.

23  Wenn dort doch mal ein Schiff anlegt, dann ist es leichte Beute. Es hat keinen großen Motor und kann nicht schnell abhauen. Man kann es leicht plündern und die Waren an die Leute verschenken. Da bekommen alle was ab, auch die körperlich behinderten Menschen kriegen ihren Anteil.

24  Kein Bewohner wird in der Zeit sagen: „Mir geht’s so schlecht! Ich bin gerade voll depressiv!“ Die Leute werden gut drauf sein, weil ihnen ihr Mist verziehen wurde.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Denn Jahwe ist unser Richter, Jahwe ist es, der uns führt, Jahwe ist unser König, der uns befreit!
(Jes 33:22)

Erkenntnis des Tages, Mein Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Für Gott alleine will ich leben,
und ihm alleine die Ehre geben.
Er ist König, Meister, Richter und Herr,
ihm allein gebührt die ganze Ehr.
(Autor unbekannt)

Na, so toll ist dieses Kurzgedicht auch nicht, aber so eine richtig neue Erkenntnis ist mir heute nicht vor die Füße gefallen….
Genauso wenig kann ich dementsprechend „Lehren“ drausziehen.
Oder mein Kopf ist heute einfach zu, zugestopft. 
Aaaber: Ich habe heute morgen (noch im Bett) folgenden Vers gelesen:

Du sollst nicht als Verleumder in deiner Sippe umhergehen. Trete nicht gegen das Leben deines Nächsten auf. Ich bin Jahwe!
(3Mo 19:16-17)

Spurgeon schreibt dazu:
Verleumdung wirft ein dreifaches Gift aus, denn es schadet dem Verleumder, dem Hörer und dem Verleumdeten. Egal der Verleumdung etwas Wahres oder Falsches zugrunde liegt. Verleumdung und deren Verbreitung wird uns vom Wort Gottes untersagt. Der gute Name der Kinder Gottes sollte in unseren Augen wertvoll sein und wir sollten es für eine Schande halten dem Satan zu helfen, den Namen des Herrn und seiner Gemeinde zu verunglimpfen. Manche Zunge benötigt einen Zaum viel dringender als einen Ansporn. Viele rühmen und verherrlichen sich damit, dass sie ihre Brüder demütigen, so als ob sie sich damit erhöhen könnten. Die beiden weisen Söhne Noahs warfen einen Mantel über ihren Vater und der Sohn, der ihn der Schande preisgab, erntete einen schrecklichen Fluch. Vielleicht haben wir eines Tages Vergebung und Stillschweigen von einem unserer Brüder nötig, darum sollten wir auf diese Art liebevoll mit denen umgehen, die es heute brauchen. Das soll eine unserer Hausregeln und unsere persönliche Pflicht sein: „Sage keinem Menschen Böses nach“. Dennoch gestatten uns der Heilige Geist die Sünde zu tadeln und zeigt uns auch, in welcher Weise das geschehen soll. Wir sollen mit unserem Bruder unter vier Augen sprechen und ihn nicht hinter seinem Rücken verleumden. Strafen diese Art ist männlich, brüderlich und christlich und, wenn der Herr mit seiner Gnade dabei ist, nützlich zur Besserung. Scheut das Fleisch davor zurück? Dann müssen wir unserem Gewissen umso mehr Gehör verschaffen, uns disziplinieren und ans Werk machen, damit wir nicht selbst mitschuldig werden an dem, was wir an unserem Freund durch unser Schweigen geduldet haben. Hunderte sind vor großen Sünden bewahrt worden durch rechtzeitiges, weises, liebevolles Warnen treuer Seelsorger und Brüder. Unser Herr Jesus hat uns ein Beispiel vor Augen gestellt, wie man mit irrenden Freunden umgehen kann: In der Warnung, die er Petrus gab, in dem Gebt, das er für ihn darbrachte und in der sanften Art, mit der er dessen prahlerischen Zusicherung, dass Vorsicht und Warnung bei ihm unnötig wären, beantwortete.

Na, mit diesem Text kann ich ja nun schon wieder etwas anfangen. Er hat zwar so gar nichts mit Jesaja zu tun, aber das macht ja nüscht. Wenn Gott meint, letzteres ist heute bei mir wichtiger angesagt, dann ist das ja okay. Das fettgedruckte „alle Menschen“ stammt von mir und darauf beziehe ich mich auch. Die „Gemeindeordnung“, um die es hier vordergründig geht, ist jetzt bei mir nicht aktuell, da die Gemeinde, in die ich gehe, solche Dinge sehr locker sieht. Schade. Deshalb kann ich nur von mir aus gehen, wie ich mit anderen Menschen umgehe , nicht nur mit Brüdern und Schwestern. Verleumdung hat kein Mensch verdient. Aber auch ich rede manchmal schlecht von anderen Menschen. Wer hat noch nie auf Herrn Trump geschimpft? Wer mag ihn schon? Die Dinge die er tut sind sooft schlecht, schlimm und unterirdisch. Stimmt. Und dazu kann man auch eine Meinung haben. Aber es ist nicht mein Job Politiker zu verurteilen. Den Job hat Gott für sich reserviert. Ich glaube, jeder wünscht sich, dass dieser Herr sich endlich nicht mehr in die Weltpolitik einmischt, aber beeinflussen können wir es nicht. Eigentlich ein blödes Beispiel. Vielmehr geht es ja im alltäglich um die Nachbarin, deren Verhalten mich ärgert und das weitertratsche. Und das ist es, was ich nach meinen ganzen Herumgesülze heute Morgen tatsächlich mitnehme. Mund halten und wenn erforderlich, mit der Nachbarin selbst rede. Oh man, was ist das für ein Beitrag, deren Wichtigkeit nur aus einem Satz besteht und hunderte Wörter umfasst.
Also Ende jetzt hier.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, danke, dass du mir heute wieder eine wichtige Lektion erteilt hast. Es stand nicht in Jesaja, sondern im 3. Mose Buch. Aber so bist du. Immer wieder findest du einen Weg, mir die Dinge zu sagen, die gerade dran sind. Morgen kommt T. wieder und dein Auftrag lautet dieses Mal: Bitte zieht nicht über irgendwelche anderen Menschen her, was diese wohl alles besser machen könnten. Wenn es arg ärgert, dann selbst mit demjenigen sprechen und nicht beim Kaffeeklatsch mit Freundinnen. Ich hab ich nun begriffen. Eigentlich weiß ich es ja. Jeder weiß es. Und trotzdem passiert es immer wieder. Mir auch. Und genau darum hast du es mir heute nochmal aufs Herz gelegt. Ich soll aufpassen. Ja, Vater, das werde ich tun. Und das nicht nur morgen, sondern künftig immer. Ich werde es versuchen und hoffe sehr, es klappt.
Und jetzt werde ich in den Tag starten, es ist schon ziemlich spät, ich habe mit der lieben Technik gekämpft. Eine Blogeinstellung habe ich nicht wieder herausbekommen. Also dann mache ich mich an meine Arbeit, lege dir diesen Tag vor die Füße und bitte dich, mich zu begleiten und mir zu helfen, dass es ein guter Tag wird, dass sich für dich etwas tun kann.
Amen