Tag 518 – Jesaja 58

Gottes Schöpfung – @weena
Ein Gottesdienst, der es bringt

1  Gott sagte zu mir: „Schrei, so laut du kannst, volles Rohr! Sag meinen Leuten in der Lautstärke, mit der ein Feuermelder losgeht, wo sie Mist gebaut haben!

2  Jeden Tag wollen sie von mir wissen, wie und warum ich sie so und so geführt habe. Sie tun so, als hätten sie immer korrekt gelebt und alles getan, was ihr Gott gut findet. Und aus der Position heraus glauben sie, Forderungen an mich stellen zu können? Sie wollen, dass ich faire Entscheidungen treffe, und finden es ganz toll, in meine Nähe zu kommen.

3  Dann kommen so Sprüche wie: ‚Hey, Gott, wir verzichten hier für dich auf Essen, beten wie die Weltmeister, und du merkst es noch nicht mal?‘ Meine Antwort ist: An den Tagen wo ihr eigentlich auf Dinge verzichten und nur beten sollt, habt ihr stattdessen irgendwelche fetten Deals abgezogen, und eure Angestellten mussten Überstunden schieben.

4  Obwohl ihr eigentlich krass beten wolltet, zofft ihr euch die ganze Zeit, ihr schlagt euch gegenseitig brutal in die Fresse. So, wie ihr diese Gebetszeiten macht, werde ich garantiert nicht auf euch hören.

5  Glaubt ihr echt, ich steh auf solche Aktionen? Meint ihr, das beeindruckt mich, wenn ihr auf Essen und Trinken verzichtet und dabei depressiv in der Ecke rumhängt und euch gammelige Klamotten anzieht? Bezeichnet ihr das als eine radikale Art zu beten, die ich geil finde?

6  Ich sag euch mal, auf was für eine Art von Beten ich stehe: zum Beispiel Leuten aus ihren Süchten und Abhängigkeiten rauszuhelfen, in denen sie festsitzen, weil sie ohne mich leben. Die Eisenketten, mit denen sie gefangen gehalten werden, einfach mal durchzusägen, oder die Handschellen aufzuschließen, mit denen sie gefesselt wurden, um sie zu befreien.

7  Sieht eine coole Art zu beten nicht auch so aus, dass man Leute, die nichts zu beißen haben, mal zum Mittagessen einlädt? Dass man Obdachlosen ein Zimmer organisiert? Dass man mit jemandem, der keine anständigen Klamotten hat, mal shoppen geht? Dass man seiner eigenen Familie hilft, wenn sie Hilfe braucht, und nicht einfach abhaut?“

8  Wenn du so draufkommst, wirst du glücklich werden. Du wirst strahlen wie die Sonne, wenn sie morgens aufgeht. Du wirst schnell gesund werden, und jeder wird sofort davon hören, wie korrekt du lebst. Gottes krasse Art wird wie ein Schutzschirm immer bei dir sein, und er wird dir auch den Rücken freihalten.

9  Wenn du dann eine Frage an Gott hast, wird er dir sofort antworten. Wenn du ein Problem hast und ihn um Hilfe bittest, wird er sagen: „Ich bin schon da!“ Wenn du damit aufhörst, andere fertigzumachen, über andere abzulästern oder sie zu verarschen,

10  wenn du Menschen, die nichts zu essen haben, auf einen Döner einlädst und frustrierten, depressiven Menschen einfach mal zuhörst, dann wird alles, was bei dir vorher düster und schwarz war, plötzlich hell werden. Es wird so hell werden wie die Mittagssonne.

11  Gott sagt: „Ich, dein Gott, werde dich immer führen. Ich werde dafür sorgen, dass du genug zu essen hast, auch wenn es da, wo du bist, gerade nichts zu essen geben sollte. Ich werde dir Kraft geben. Dann wirst du so sein wie ein Garten, der immer gut bewässert wurde. Du wirst sein wie eine Wasserquelle, die niemals austrocknet.

12  Dinge, die schon vor Ewigkeiten kaputt gemacht wurden, werden von dir wieder aufgebaut. Aus dem, was Leute vor dir gebaut haben, wirst du etwas Neues entstehen lassen. Man wird dich auch so nennen: ‚Ein Maurer, der Löcher wieder zuspachtelt‘ oder ‚ein Bauarbeiter, der Straßen wieder fit macht‘ oder ‚ein Maler, der die Wohnung wieder renoviert‘.

13  Habt unbedingt Respekt vor dem Sonntag! Wenn du an dem Tag nicht arbeitest und auch keine Deals abziehst, wenn du diesen Tag als den Tag von Gott liebst, wenn du in der Zeit nicht zur Arbeit gehst und auch nicht dumm rumlaberst,

14  dann werde ich dich immer gut draufbringen! Ich werde dafür sorgen, dass du über den Problemen stehst. Du wirst dich gut von dem Land ernähren können, das du ja von deinem Uropa Jakob geerbt hast.“ Das kam jetzt von Gott höchstpersönlich.

Mein Schlüsselvers des Tages

Ihr fastet zwar, aber gleichzeitig zankt und streitet ihr euch und schlagt gleich mit gottloser Faust zu. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.
Soll das vielleicht ein Fasttag sein, der mir gefällt, ein Tag, an dem der Mensch sich beugt und seinen Kopf wie eine Binse hängen lässt, sich in den Trauersack hüllt und sich in die Asche setzt? Nennst du das ein Fasten, soll das ein Tag sein, der Jahwe gut gefällt?
Nein, ein Fasten, das mir gefällt, ist so: Löst die Fesseln der Ungerechtigkeit, knotet die Jochstricke auf, gebt Misshandelten die Freiheit, schafft jede Art von Unterdrückung ab!
(Jesaja 58:4-6)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Echter Gottesdienst war schon damals mehr, als nur religiöse Rituale zu befolgen, in den Tempel zu gehen, zu fasten und den Schriftlesungen zuzuhören. Diese Menschen hatten nicht begriffen, wie eine lebendige Beziehung zu Gott aussieht. Es ist Gott zuwider, wenn wir unsere Frömmigkeit zur Schau stellen, während es in unseren Herzen unvergebene Sünde gibt oder an einem sündigen Lebensstil festhalten. Wichtiger als der „richtige“ Gottesdienst, ist echtes Mitleiden mit anderen, den Armen und Hilflosen und das reflektieren des eigenen Lebens. Damals wie heute. Und Gott ist der gleiche. Damals wie heute. Amen


Tag 517 – Jesaja 57

Wie Leute abgehen, die ohne Gott leben

1  Gott sagt: „Wenn jemand stirbt, der korrekt gelebt hat, dann kräht nach kurzer Zeit kein Hahn mehr nach ihm. Und Männer, die immer treu waren, sterben, ohne dass sie irgendjemand mal gelobt hat. Der Typ, der immer korrekt war, stirbt sogar vor demjenigen, der nur link unterwegs ist.

2  Er stirbt und ist dann für immer entspannt, er hat Frieden. Er liegt in seinem Grab und ruht sich aus.

3  Ihr aber, die ihr zu Plastikgöttern gebetet habt, kommt alle mal her! Ihr seid wie die Kinder von einem Typen, der mit einer Nutte fremdgegangen ist.

4  Über wen macht ihr gerade Witze? Über wen reißt ihr das Maul auf? Wem zeigt ihr gerade den Stinkefinger? Ihr kommt doch aus einer Verbrecherfamilie! Ihr seid das Ergebnis von einer Lüge!

5  Ihr seid so scharf auf eure Plastikgötter, ständig denkt ihr nur an die, sogar wenn ihr nur bei irgendeinem großen Baum vorbeikommt. Und das, obwohl sogar Kinder in irgendwelchen dunklen Ecken für die als Menschenopfer geschlachtet werden!

6  Sogar die dummen Betonplatten vom Gehweg bekommen von euch ein Essens- und Trinkopfer, ganz toll. Soll ich mir das noch länger ansehen, ohne was zu unternehmen?

7  Oben auf einem hohen Berg hast du ein Picknick gemacht und dann gleich die Gelegenheit genutzt, um dort auch noch ein Opfer abzufackeln.

8  An die Türen hängst du irgendwelche Traumfänger und schnitzt dir ein paar magische Zeichen in die Türrahmen. Das ist für mich der Beweis, dass du keinen Bock mehr auf mich hast. Stattdessen gehst du mit Plastikgöttern fremd und machst mit denen rum. Du gehst mit denen ins Bett und vögelst die. Du liebst es, sie nackt zu sehen.

9  Zum Plastikgott Melech bist du gegangen, um dort ein paar von den teuren Parfüms und Salben an ihn zu verschenken. Du organisierst dir sogar Hexen, die mit Menschen reden sollen, die schon lange tot sind!

10  Du hast schon viel ausprobiert, bist langsam müde und kaputt, trotzdem kapierst du nicht, dass es das alles nicht bringt. Irgendwie hast du dich immer wieder gepuscht, darum hast du bis jetzt noch nicht schlappgemacht.

11  Vor wem hast du denn so einen Schiss, dass du gelogen hast? Vor wem hattest du so eine Angst, dass du mich ganz vergessen hast, dass ich dir egal war? Hast du nicht mitbekommen, dass ich die ganze Zeit geschwiegen und mir die Augen zugehalten habe? Aber anscheinend hast du vor mir sowieso keinen Respekt mehr.

12  Ich werde offenlegen, wie es mit deiner Korrektheit so steht. Und deine ganzen Aktionen werden dir eh nichts nützen.

13  Wenn es dir schlechtgeht und du laut ‚Hilfe‘ schreist, können ja deine Plastikgötter mal angerannt kommen und dir helfen. Die Luschen kann man ja mit einem Atemzug wegpusten. Aber wer sich von mir beschützen lässt, der wird das Land geschenkt bekommen. Ihm gehört dann mein ganz besonderer Berg.“

Gott hilft den Kaputten

14  Gott sagt weiter: „Platz da! Alle aus dem Weg! Schafft alle Hindernisse weg, baut eine Straße!“

15  Der gigantische Gott, der von ganz oben kommt, der schon immer da war und den man auch „den ganz besonders abgefahrenen und total krassen Gott“ nennt, sagt: „Ich komme aus einer anderen Dimension. Wo ich wohne, ist es ganz anders, dort ist es heilig. Aber ich bin auch den Leuten ganz nahe, die kaputt sind und Depressionen haben, weil ich sie erfrischen und aufbauen möchte. Ich will sie wieder gut draufbringen.

16  Ich werde euch nicht immer weiter verklagen, ich werde nicht für immer sauer auf euch sein. Denn wenn ich das machen würde, würden meine fertigen und kaputten Leute bald sterben, und das will ich nicht, schließlich hab ich die ja mal gemacht.

17  Weil sie den Hals nicht voll gekriegt haben und immer mehr wollten, bin ich sauer geworden. Ich hab sie bestraft in der Form, dass ich einfach nicht mehr da war. Sie hatten sich in ihren Gedanken total von mir entfernt.

18  Ich habe ihr Leben gesehen, und ich hab vor, alles wiedergutzumachen. Ich werde sie führen, und ich werde die Leute bei ihnen, die total gefrustet sind, alle trösten.

19  Als Ergebnis davon werden sie wieder Lieder singen. Egal, ob sie gerade hier sind oder weit weg, alle werden entspannt sein, sie haben Frieden. Dafür sorge ich, sagt Gott, der Chef. Ich werde alles wiedergutmachen.

20  Die Leute, die ohne Gott leben, sind wie ein Meer mit heftigen Wellen. Es kann nicht ruhig sein, es ist immer in Bewegung. In seinem Wasser schwimmt überall Müll.

21  Die Menschen, die ohne Gott leben, werden sich nie wirklich entspannen können, sie haben keinen Frieden.“

Mein Schlüsselvers für heute

Doch ich werde dir zeigen, was deine Taten wert sind! Da nützen dir all deine Machwerke nichts.
(Jesaja 57,12)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen,
Glauben ins Leben umgesetzt

Gott wird die Gerechtigkeit und die guten Taten der Israeliten als das Entlarven, was sie sind: bloße Schau. Diese Scheingerechtigkeit wird ihnen nicht mehr nützen als ihre wertlosen Götzen. Und genauso ist es heute auch noch. Diese ganze glitzernde Scheinwelt ist nüscht, aber auch gar nüscht bei Gott wert. Wenn man sich zum Beispiel auf Instagram umschaut sind die allermeisten Profile genauso einzordnen. Es geht um das perfekte Foto, um die perfekte Story, um mit Werbeeinahmen gut Geld zu verdienen. Ja, es gibt Ausnahmen, aber genau die erzählen ihre Werte ohne Werbung. Und ich muss zugeben, ich habe mich auch schon verleiten lassen. (So nach dem Motto: „Einmal kriegen wir euch doch“). Mit dem Ergebnis, ich hab den Müll wegwerfen müssen. Das Schlimme daran ist, dass diese Profile zigtausende Follower haben, die blind hinterherlaufen. Oder: Sie haben sich die Follower gekauft, um Werbeverträge zu bekommen. Ich glaube, die gibt es erst ab 10.000. Vor Gott ist das Schrott, Götzenverehrung. Die erzielten Werbeeinnahmen werden ihnen am Ende des Tages nichts nützen. Nichts.
Solche Profile wie den travel.owls oder der pilgerbande sehe ich mir aber ganz gern an.
Ja, ich will diese neuen Medien nicht völlig verteufeln, ich schreibe ja auch hier, aber sie dürfen nicht zu Götzen werden, nicht zum Lebensinhalt. Bin ich jetzt von meinem heutigen Bibelvers abgekommen? Egal. Wenn mich Gott heute genau zu diesem Thema lenkt, will er mir sagen: „Pass auf, was du machst. Lass dich nicht einfangen. Die Kräfte und Mächte, die das gern sehen, klatschen dann vor Freude in die Hände.“
Lektion verstanden! Danke, du großer Gott, dass du mir so sanft zeigst, in welchen Stellen ich gefährdet bin und ich aufpassen muss. DANKE.


Tag 516 – Jesaja 56

Thomas Max Müller  / pixelio.de
Was später alles noch passieren wird

1  Gott sagt: „Lebt korrekt, haltet euch an meine Gesetze! Bald ist es so weit, dass ich alles gutmachen werde, bald wissen alle, dass ich wirklich gut bin. 

2  Die Menschen, die nach meinen Regeln leben, haben echt Glück gehabt! Wer sich dadran hält, wer Respekt vor dem Sonntag hat, wer diesen Tag nicht in den Dreck zieht, wer seine Finger von ätzenden Sachen lässt und wer keine fiesen Dinger dreht, der wird echt glücklich sein!

3  Ausländer, die gläubig geworden sind, brauchen nicht zu sagen: ‚Gott wird mich bestimmt bald aus seiner Truppe rausschmeißen!‘ Auch der Typ, dem man seine Hoden abgeschnitten hat, braucht nicht zu sagen: ‚Ich bin wie ein Nussbaum ohne Nüsse!‘

4  Denn ich, Gott, sage: Wenn jemand, dem die Hoden abgeschnitten wurden, respektvoll mit meinem besonderen Tag, dem Sonntag, umgeht und wenn er meine Gesetze ernst nimmt,

5  dann kriegt er auch ein Denkmal in meinem Haus, auf dem sein Name eingraviert ist. Das ist dann mehr wert, als Kinder zu bekommen. Er bekommt einen eigenen Namen, an den man sich immer erinnern wird, niemand kann den löschen.

6  Auch für die Ausländer gilt das. Wenn die sich meinen Leuten anschließen, wenn sie tun, was ich sage, und mich lieben, wenn sie Respekt vor dem Sonntag haben, das tun, was in den Gesetzen steht, und wenn sie sich an die Verträge halten, die ich mit meinen Leuten gemacht habe,

7  dann dürfen auch sie auf den ganz besonderen, heiligen Berg kommen. Dort können sie genauso ihre Abfackelopfer und Dankopfer auf dem Opfertisch, dem Altar, durchziehen. Mein Haus wird bekannt dafür sein, dass dort alle Leute beten können, egal, wo sie herkommen und was für eine Nationalität sie haben.“

8  Das kommt jetzt von Gott, der seine Leute wieder zusammenbringt, die vorher in allen Ecken der Erde verstreut gelebt haben. Er sagt: „Ich werde dafür sorgen, dass zu den Leuten, die sich jetzt versammelt haben, noch viel mehr dazukommen.“

Wer nicht mit Gott lebt, wird sich nie wirklich entspannen können

9  Gott sagt: „An alle Nationen: Los, fallt über meine Leute her, fallt über sie her wie ein Hund über ein saftiges Kotelett!

10  Ihre Politiker sind alle blind. Die kapieren einfach nichts. Sie sind wie Wachhunde, die nicht bellen können. Die dösen immer nur rum, pennen die ganze Zeit und merken gar nichts mehr.

11  Auf der anderen Seite sind sie aber voll gierig und können den Hals nicht voll kriegen. Ganz tolle Führungskräfte, wirklich … Die können schlichtweg gar nichts. Sie denken nur an sich, wollen nur das Beste für sich rausschlagen, und da gibt es auch leider keine Ausnahmen.

12  ‚Los, lasst uns ’ne Kiste Sekt kaufen!‘, sagen sie. ‚Organisiert noch jemand ein paar Flaschen Schampus? Wir machen heute Party, wie eigentlich jeden Tag. Morgen hauen wir auch richtig auf die Kacke! Wir saufen alles leer!‘“

Mein Schlüsselvers für heute

Glücklich der Mensch, der sich daran hält,  der meine Gebote befolgt,  der auf den Sabbat achtet und ihn nicht entweiht, ebenso auf seine Hand und mit ihr nichts Böses tut!“
(Jesala 57:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Der Sabbat war der von Gott eingesetzter Ruhetag, an dem sein Volk ihn ehren sollte (2Mo 20:8-11). Gott möchte natürlich, dass wir ihm an jeden Tag dienen, aber ein Tag in der Woche soll ein besonderer Tag sein, an dem wir uns ausruhen und unsere Gedanken auf ihn richten. Für die Israeliten war dieser Tag der Sabbat (Samstag). Es gibt Christen, die ebenfalls den Sabbat halten. Die meisten jedoch begehen den Sonntag (den Wochentag, an dem Jesus auferstand) als den „Tag des Herrn“. …. Und hier komme ich echt ins Grübeln. Ich weiß, dass die Sieben-Tags-Adventisten diesen Sabbat halten. Ich habe mich mal sehr damit beschäftigt und fand deren Argumente doch sehr überzeugend. Es ist in der Bibel nunmal „Sabbat“ drin und nicht „einen Tag der Woche“ oder „der Tag der Auferstehung“. In den 10 Geboten wird das genau formuliert. Alle anderen Gebote gelten ja auch uneingeschränkt, warum sollte dieses eine Gebot eine Auslegungssache sein? Auf der Seite dieser Freikirche gibt es einiges an Erklärungen. Während die Christen, die den Sonntag halten, es nur ein Argument gibt: Gott meinte, es solle ein Tag in der Woche als Ruhetag gelten.
Nun hat sich in unseren Breiten der Sonntag als Ruhetag eingebürgert und es ist oft schwierig, sonntags jetzt zu arbeiten und Samstag sich auszuruhen. Ich kämpfe noch mit mir. Was möchte Gott von mir?


Tag 515 – Jesaja 55

Wenn der Mensch denkt …
Gott macht allen ein Angebot

1  Gott sagt zu euch: „An alle, die richtig Durst haben: Kommt her, hier gibt es fett zu trinken! An alle, die pleite sind: Kommt her und holt euch was zu essen, für lau! Es ist alles kostenlos: Von Bier und Cola bis hin zu Milch! Langt zu!

2  Warum drückt ihr Kohle für so eine Art von Essen ab, die gar keine richtige Nahrung ist? Warum gebt ihr euer Geld für Dinge aus, die nicht wirklich satt machen? Hört auf mich! Esst hier von diesen leckeren Sachen, dann wird es euch immer gutgehen.

3  Jetzt hört mir doch mal zu! Macht, was ich euch sage, und ihr werdet gut draufkommen, ihr werdet leben! Ich biete euch einen Vertrag, der für immer gelten soll. Dieser Vertrag ist auf der Grundlage von den Versprechen gemacht, die ich der Familie von David immer wieder gegeben habe.

4  Ich hatte ihn eingesetzt, damit er der ganzen Welt klarmacht, dass Gott der Chef ist, der die absolute Macht über alle Menschen hat.

5  Du wirst zu anderen Völkern reden, die du überhaupt nicht kennst. Und Menschen aus anderen Völkern, die dich nicht kennen, werden zu dir rennen und bei dir mitmachen. Das passiert wegen mir und wegen meinem besonderen Typen, dem Mitarbeiter Gottes, den ich zum großen Helden gemacht hab.“

Kann Gott sein Versprechen halten?

6  Verbringt Zeit mit Gott, solange er noch da ist! Redet mit ihm, solange er noch in der Nähe ist.

7  Wenn jemand ohne Gott gelebt hat, dann soll er damit aufhören. Wenn jemand link drauf war, dann ist jetzt die Chance, sein Leben zu ändern. Komm wieder zu Gott! Wenn du das tust, wird er liebevoll mit dir umgehen. Komm wieder zu Gott, weil er selbst den größten Mist immer wieder vergeben wird.

8  Gott sagt: „Meine Gedanken, Ideen und Vorstellungen sind in einer anderen Dimension als eure Vorstellungen. Die Sachen, die ich tun kann, laufen auf einer anderen Ebene ab als die Sachen, die ihr tut.

9  Genauso, wie das Weltall viel größer als die Erde ist, genauso sind auch die Dimensionen, in denen ich denke, viel größer als bei euch. Meine Gedanken sprengen eure Vorstellungen.

10  Wenn Regen vom Himmel fällt, fliegt er nicht wieder dorthin zurück. Er fällt auf die Erde und bewässert sie. Dadurch kriegen Pflanzen Wasser, sie fangen an zu wachsen und zu blühen, bis sie Früchte tragen, die ein Bauer ernten kann. Und daraus macht man dann Brötchen fürs Frühstück.

11  Genau das Gleiche passiert auch mit den Worten, die ich spreche. Nichts von dem, was ich sage, wird einfach so zurückkommen, ohne dass es bewirkt hat, was ich will. Ich werde dafür sorgen, dass alles läuft, was ihr macht und was ich vorhabe.“

Die Menschen freuen sich, weil sie endlich frei sind

12  Gott sagt außerdem: „Ihr werdet euch voll freuen, weil ihr endlich frei seid und jemand dafür sorgt, dass es euch supergut geht. Sogar die Berge und Hügel werden sich mit euch freuen, wenn sie das sehen. Und auch die Bäume stehen in der Westkurve, machen eine La Ola und klatschen Beifall.

13  Anstatt stachligen Büschen werden überall Johannisbeeren wachsen, und anstatt Brennnesseln gibt es Erdbeeren.“ Das soll passieren, damit Gott am Ende groß rauskommt, es soll ein Zeichen sein, an das man sich noch ewig erinnern wird. Keiner wird dieses Denkmal zerstören können, das er sich damit baut.

Mein Schlüsselvers für heute

„Meine Gedanken sind nicht wie eure Gedanken, und eure Wege nicht wie meine Wege!“, spricht Jahwe.
„Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken über alles hinaus, was ihr euch denkt, und meine Möglichkeiten über alles, was für euch machbar ist.
(Jesaja 55:8-9)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Die Israeliten glaubten, sie würden die Pläne und Gedanken Gottes kennen (tun wir das nicht auch manchmal?) Doch seine Weisheit ist viiieel größer als die der Menschen. Wir können ihn nicht in unsere Schablonen pressen, indem wir versuchen, seine Pläne und Ziele den unseren anzupassen. Wir sollten vielmehr bestrebt sein, uns seinen Plänen anzupassen. Wie gerne machen wir im Gebet Gott den Vorschlag, auf welche Weise er doch unsere Probleme lösen könnte. Ich höre schon Gott laut lachen. Immer und immer wieder mache ich die Erfahrung, dass Gott die weitaus besseren Lösungen auch für meine kleinen Problemchen hat. Mittlerweile vertraue ich Gott da so sehr, dass ich nicht enttäuscht bin, wenn es nicht nach meinen Kopf geht, sondern warte auf die bessere, die größere Lösung. Nur die Sache mit der Geduld ist nicht unbedingt meine Stärke …


Tag 514 – Jesaja 54

Im neuen Zion wird alles gut

1  Gott sagt: „Die Frau, die keine Kinder kriegen konnte, wurde deswegen von ihrem Mann verlassen, aber jetzt kann sie schon mal feiern. Denn diese Frau wird total viele Kinder kriegen! Es werden mehr sein als die Kinder von den Frauen, die verheiratet sind.

2  Denke groß, ‚think big‘! Wenn du planst, ein Haus zu bauen, dann plane es jetzt doppelt so groß, als du es ursprünglich haben wolltest. Sei nicht geizig, mach fette Pläne, verdopple die Zahlen und mach das Ganze hieb- und stichfest. Verlängere die geplanten Maße von deinem Haus und lass ein extra festes Fundament gießen.“

3  Denn du wirst dich nach Süden und nach Norden ausbreiten. Deine Kinder werden ganze Nationen einnehmen, sie werden Städte besiedeln, die total kaputt und zerfallen sind.

4  Du brauchst keinen Schiss zu haben! Dir wird nichts passieren! Dir braucht auch nichts mehr peinlich zu sein. Der ganze Müll, den du in deiner Jugend gemacht hast, ist dann vergessen. Und auch, dass du keinen Mann gefunden hast, ist dann egal.

5  Du wirst nämlich mit Gott verheiratet sein, der Chef von allem wird dein Ehemann. Gott ist der Typ, der dich raushaut, er befreit dich, er, der ganz besondere Gott, dem die ganze Erde gehört.

6  Du bist wie eine Ehefrau, die von ihrem Mann verlassen wurde, was ja total übel für eine Frau ist. Aber Gott hat dich gerufen, er hat aus dir seine große Jugendliebe gemacht. Das hier kommt jetzt von Gott.

7  „Ich war mal für einen kurzen Moment weg“, sagt er. „Aber weil ich total in dich verknallt bin, werde ich dich wieder nach Hause holen.

8  Als ich anfing, wütend zu sein wegen dem ganzen Mist, den du gebaut hast, hab ich mich ganz kurz von dir weggedreht. Aber weil ich schon immer ganz besonders in dich verknallt war, werde ich alles wiedergutmachen. Das sagt dir Gott, der dich da rausholt, der dich befreit.

9  So wie damals bei Noah. Da hatte ich ganz fest versprochen, dass es nie wieder so eine heftige Flut geben soll, bei der die ganze Erde unter Wasser steht. Genauso hab ich dir jetzt versprochen, dass ich nie mehr supersauer auf dich sein werde. Ich werde nie mehr sagen, dass ich dich total kaputt mache.

10  Selbst wenn Berge plötzlich verschwinden würden oder Hügel anfangen zu wackeln, würde meine Liebe zu dir sich nie ändern. Den Friedensvertrag, den ich mit dir schließe, werde ich nie brechen. Das sagt Gott, der dich sehr liebt.“

Gott sorgt dafür, dass Jerusalem nicht mehr besiegt werden kann

11  „Hey, du arme Stadt Jerusalem! Du bist echt gequält worden, man hat dir hart zugesetzt, und keiner hat dich getröstet. Pass auf, ich werde dir ein neues Fundament organisieren, eins aus Stahlbeton. Deine Mauern werden mit Granitsteinen verstärkt, die keiner kaputt machen kann.

12  Die Beschläge oben auf der Mauer werde ich aus Rubinen basteln, deine Stadttore aus Edelstahl herstellen, und deine Mauern werden mit Edelsteinen beklebt.

13  Alle Kinder, die bei dir wohnen, werden bei mir in die Schule gehen. Sie werden groß und stark, und sie werden keine Kriege erleben.

14  Weil alles korrekt und gottmäßig bei dir zugeht, wird man dir so schnell nichts anhaben können. Du wirst keinen Ärger bekommen, und du brauchst auch keine Angst zu haben, weil sich kein Feind in deine Nähe traut.

15  Wenn dich jemand angreift, dann kam die Idee dazu nicht von mir. Darum werden alle, die dich kaputt machen wollen, selbst kaputtgehen.

16  Der Typ, der in der Waffenfabrik die Maschine bedient, um Gewehre herzustellen, ist genauso von mir gemacht worden wie der Soldat, der mit dem Teil dann Menschen erschießt.

17  Aber es wird keine Waffen geben, die dich besiegen könnten. Und jede Aussage, die vor einem Gericht gegen dich gemacht wird, kann von dir ganz leicht entkräftet werden. Das ist eine Garantie von mir an meine Leute. Dass sie korrekt und gut dastehen, das hab ich organisiert.“ Das kam jetzt alles von Gott.

Meine Schlüsselvers für heute

Denn wie eine verstoßene und tiefgekränkte Frau rief Jahwe dich zurück. Wie kann man denn seine Jugendliebe verstoßen?“, sagt dein Gott.
(Jes 54:6)

Meine Erkentnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Damals war Kinderlosigkeit etwas vom Schlimmsten, was einer Frau passieren konnte. Kinder waren dringend nötig für den Fortbestand der Familie und der Versorgung der alten Eltern. Israel (Jerusalem) ist wie eine kinderlose Frau, aber Gott wird eingreifen und ihr viele Kinder schenken, damit ihre Traurigkeit sich in Freude verwandelt.
Gott hat Israel für eine kurze Zeit verlassen, sodass es sich wie eine von ihrem Mann sitzen gelassene Frau fühlt. Aber Israel ist immer noch sein Eigentum. Der Gott dem wir dienen, ist heilig. Er kann Sünde nicht dulden, und als sein Volk so unverschämt sündigte, beschloss er in seinem Zorn, es zu bestrafen. Sünde trennt uns von Gott und bringt uns Schmerz und Leid. Doch wenn wir Gott unsere Sünden bekennen, vergibt er uns. Sind wir schon einmal von einem Menschen, den wir liebten, getrennt gewesen und waren überglücklich, als er wieder zurückkam? Ich glaube, das kennt jeder. So ähnlich ist die Freude, die Gott empfindet, wenn wir Buße tun und zu ihm zurückkehren. Halleluja!


Tag 513 – Jesaja 53

Der neue Held kommt von unten

1  Wer hat damals diese Nachricht wirklich geglaubt? Wer hat die Kraft von Gott wirklich live mitbekommen?

2  Der neue Held kam ganz von unten, wie eine kleine Pflanze wuchs er aus einem ausgetrockneten Boden raus. Er kam nicht heftig rüber, er sah nicht wie ein großer Held aus. Als wir ihn bemerkten, machte er keinen großen Eindruck auf uns, es war nicht so, dass wir ihn sofort supergeil gefunden hätten.

3  Die Menschen hatten überhaupt keinen Bock auf ihn und behandelten ihn wie den letzten Dreck. Er musste heftige Schmerzen kennenlernen. Es war so, dass wir ihn einfach ätzend fanden, wir hatten keinen Respekt vor ihm.

4  Aber er hat die Bestrafung für unsere Fehler übernommen. Wir dachten uns, dass er das verdient hat, dass das eine Bestrafung von Gott wäre und dass der ihn schlägt und runterdrückt. Dadurch ging es ihm auch echt dreckig.

5  Aber in Wahrheit musste er wegen unserem Mist so heftig leiden. Weil wir Dinge tun, die Gott uncool findet, wurde er fertiggemacht. Er übernahm die Strafe für uns, damit wir frei werden. Durch seine Schmerzen und Verletzungen kam bei uns alles wieder in Ordnung.

6  Wir waren total durcheinander, wir hatten uns alle verlaufen, so als wären wir in einer fremden Stadt ohne Stadtplan. Jeder hat getan, was er gerade für richtig hielt. Trotzdem hat Gott ihn für unseren ganzen Mist bluten lassen.

7  Er wurde geschlagen, aber er hat alles mit sich machen lassen und sich nicht beschwert. Es war fast so wie bei einem kleinen Schaf, was man zum Metzger bringt, damit es dort getötet und geschlachtet wird. Oder es war wie bei so einem Schaf, das sich ohne zu blöken die Wolle abrasieren lässt. Er hat einfach nichts gesagt.

8  Der Knast und die Gerichtsverhandlung haben ihm den Rest gegeben, aber kein Schwein hat sich dadrum gekümmert. Man hat ihn aus dem Leben rausgekickt, er wurde zum Tod verurteilt, wegen der Verbrechen, die eigentlich seine Leute gemacht hatten.

9  Sein Grab war in der Ecke vom Friedhof, wo nur Verbrecher wie Geldhaie und andere Abzocker liegen. Denn er hatte nichts ausgefressen, er hatte noch nicht mal gelogen oder so was.

10  Trotzdem wollte Gott das so. Er wollte, dass er kaputt gemacht wird, und er hat ihn leiden lassen. Weil er sein eigenes Leben einsetzt für den Mist, den andere gebaut haben, wird er wieder lebendig werden. Sein Leben wird verlängert, und er wird noch mit seinen Kindern und Enkelkindern spielen können. Alles, was Gott will, wird dann durch ihn passieren.

11  Weil er so derbe gelitten hat, wird sehr viel Gutes daraus entstehen. Er wird wieder nach oben kommen und satt werden. Er hat kapiert, worum es geht. Dieser korrekte Typ, der Mitarbeiter von Gott, wird vielen helfen, gut draufzukommen. Er wird die Strafe abbekommen für den Mist, den andere gemacht haben. Er macht alles wieder gut.

12  Darum will ich, dass er einer von den ganz Großen wird. Er wird sich mit den Mächtigen dieser Welt die Beute teilen. Weil er komplett tot war und weil er sich wie ein Schwerverbrecher behandeln ließ, wird das so sein. Er ließ sich für die Verbrechen der Leute bestrafen. Er hat sich für die, die Mist bauen, eingesetzt.

Mein Schlüsselvers für heute

Doch unsere Krankheit, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt.
Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält.
Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz, und durch seine Striemen sind wir geheilt.
(Jes 53:4-5)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

In diesem Kapitel wird das Thema de Messias Jesus, der für die Sünden aller Menschen leidet, weiter ausgeführt. Es ist eine erstaunliche Prophezeiung. Kaum zu glauben, dass Gott die Welt nicht durch einen triumphierenden König rettet, sondern durch einen demütigen, leidenden Knecht. Das geht völlig gegen den Strich unseres menschlichen Denkens und Stolzes. Aber Gott geht oft Wege, die wir nicht erwartet haben. Die Stärke des Messias zeigt sich gerade in seiner Demut, seinen Leiden und seiner Barmherzigkeit.

Wie konnte ein im Alten Testament aufgewachsener Mensch den Gedanken, dass Christus buchstäblich an unserer Stelle starb und die Strafe für unsere Sünden auf sich nahm, verstehen? Es gab natürlich den Opferkult, aber es ist eine Sache, ein gewöhnliches Lamm zu opfern, und eine ganz andere, Gottes erwählten Diener als Opferlamm zu sehen. Gott zieht hier den Vorhang der Zukunft ein Stück zur Seite, um den Zeitgenossen Jesajas einen kleinen Blick auf das Leiden des kommenden Messias und die daraus entstehende Vergebung für alle Menschen zu gewähren.

Ob die Menschen es wirklich verstanden? Oder nur einige? Wenn ich heute die Offenbarung lese (das ist ja auch ein „Zukunftsbericht“, dann verstehe ich nur Bahnhof. Aber es gibt doch auch einige, die das verstehen oder glauben, es zu verstehen. Oder Gott hat es mir noch nicht erschlossen, weil es jetzt nicht wichtig für mich ist. Ich bin überzeugt davon, dass alles, was für jetzt und heute eine Bedeutung für mich hat, Gott mir beibringt, ich auch verstehen kann. Und irgendwann kommt auch die Offenbarung….


Tag 511 + 512 – Jesaja 52

Jerusalems Zukunft

1 Komm hoch, Jerusalem, komm hoch! Zieh dir deine besten Klamotten an, du bist eine ganz besondere Stadt, du bist heilig! Ab sofort soll keiner mehr in dir leben, der dreckig und unrein ist.

2 Geh duschen, wasch den ganzen Dreck von dir ab. Steh auf und setz dich wieder hin. Befreie dich von den Handschellen, du bist keine Gefangene mehr!

3 Gott sagt zu dir: „Du wurdest verkauft, ohne Geld dafür zu bekommen. Und jetzt sollst du auch freikommen, ohne dass man was dafür bezahlen muss.

4 Am Anfang mussten meine Leute in Ägypten als Gastarbeiter leben. Später, als sie wieder in ihrem eigenen Land waren, kamen die Assyrer und haben sie fertiggemacht.

5 Aber was ist denn hier jetzt passiert? Man hat sie abgeführt wie Schwerverbrecher! Die Männer, die sie besiegt haben, machen einen auf dicke Hose, sie verarschen mich, sie lachen mich aus, den ganzen Tag lästern sie über mich.

6 Darum werden meine Leute noch mal sehen, was ich draufhabe. An einem ganz bestimmten Tag werden es alle merken, wenn ich sage: ‚Hallo, hier bin ich!‘“

Gott kommt mit seinen Leuten wieder zurück

7  Wie gut kommt es, wenn man schon von weitem den Briefträger sieht, der gute Nachrichten bringt. Der Typ kommt und sagt zu Zion: „Dein Gott ist der Chef, er ist der Chef über die ganze Welt!“

8  Hört her! Die Securityleute, die auf die Stadt aufpassen, fangen vor Freude an, voll laut zu schreien. Denn sie können mit ihren eigenen Augen sehen, wie Gott auf den Berg Zion zurückkommt.

9  Fangt an zu brüllen, freut euch! Die kaputte Stadt Jerusalem soll abgehen vor Freude, denn Gott hat seine Leute lieb, er tröstet sie, und er befreit Jerusalem.

10  Er zeigt, was er draufhat, er lässt seine Muskeln spielen vor den Augen aller Menschen. Jeder bekommt mit, wie unser Gott uns rettet.

11  Haut ab, haut ab! Verschwindet von da und rührt nichts von den Sachen an, die für Gott nicht okay sind. Haut ab, lasst das Ganze radikal hinter euch. Macht euch sauber von allem, besonders die Leute, die die Geräte aus dem Tempel tragen.

12  Denn diesmal müsst ihr nicht panisch eure Sachen packen und fliehen, weil Gott höchstpersönlich vor euch hergeht. Er wird auch hinter euch hergehen und euch beschützen.

Der Mitarbeiter von Gott

13 Gott sagt: „Pass auf, mein Mitarbeiter wird cool drauf sein, er wird immer mit Köpfchen handeln. Er wird ganz oben sein, alle werden Respekt vor ihm haben, er steht über allem.

14 Viele fanden ihn total schrecklich, weil er so gruselig aussah. Er sah so gruselig aus wie ein Zombie, er war so potthässlich, dass man ihn eigentlich als Mensch gar nicht mehr erkennen konnte.

15 Außerdem werden viele Völker über ihn sehr erstaunt sein, viele Präsidenten kriegen den Mund nicht mehr zu, wenn sie ihn erleben. Denn sie werden von ihm Sachen hören, die man vorher noch nie ausgesprochen hat, sie werden Dinge sehen, die man vorher noch nie gesehen hat.“

Mein Schlüsselvers für heute

Ihr müsst jedoch nicht ängstlich eilen, denn ihr geht nicht als Flüchtlinge weg. Jahwe selbst zieht vor euch her, und Israels Gott wird auch hinter euch sein.
(Jes 52:12)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Die Israeliten müssen nicht in Panik aufbrechen, denn Kyrus, Gottes Gesalbter (45:1), gewährt ihnen die freie Rückkehr nach Jerusalem. (Esra 1:1-4). Sie gehen mit der Genehmigung, ja sogar unter dem Schutz des Königs. Doch viel viel wichtiger noch: Gott selbst geht ihnen voran und hinterher und beschützt sie. Hier habe gestutzt. Wie nun? Voran oder hinterher? Aber das ist wieder rein menschlich gedacht. Gott kann alles voran, hinterher, oben drüber oder unten durch. Ein Rundherum-Schutz gewissermaßen. Auch mich beschützt er so, wenn er mich durch das jetzige Land, wenn es zurückgeht, zurück zu ihm. Wie lange mein Weg ist, weiß ich nicht. Sicher habe ich die größte Strecke schon hinter mir. Aber ich weiß, er ist vor mir und hinter mir und sichert mich nach allen Seiten ab, dass ich nicht wieder falle. Ein großartiger Gott! DANKE!


Tag 509 + 510 – Jesaja 51

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Die Leute von Gott werden wieder mehr

1  Gott sagt: „Das gilt jetzt für alle Leute, die heiß dadrauf sind, dass alles korrekt zugeht, und die ganz viel beten. Schaut doch mal darauf, wo ihr eure Roots habt, wo ihr herkommt, auf eure Herkunft.

2  Denkt mal an Abraham, der eure Familie gegründet hat. Oder an Sara, eure erste Mutter. Das waren zwar nur zwei einzelne Menschen, aber ich habe sie unterstützt. Ich habe sie  gesegnet und dafür gesorgt, dass sie sich krass vermehren.“

3  Gott will seine Leute trösten, er will die Menschen, die in Jerusalem in ihren Trümmern leben, ermutigen. Er wird aus einem Gebiet, wo nichts wächst, den ultimativen Garten machen, wo es dann alles gibt. Er macht aus einer Wüste das Paradies, den Garten von Gott. Dort wird Party angesagt sein, man wird sich nur noch freuen, eine Band wird spielen, und man wird geniale Lieder für Gott singen.

4  Gott sagt: „Hört auf mich! Achtet auf das, was ich zu sagen habe! Denn ich weiß, wo es langgeht, und ich weiß auch, was korrekt ist und was nicht. Alle Völker werden sich danach richten.

5  Es dauert nicht mehr lange, dann wird es überall gerecht zugehen, alles wird gut werden. Ich werde mit meiner Macht die Völker zurechtrücken. Die entferntesten Länder hoffen auf mich. Sie warten darauf, dass ich etwas tue.

6  Seht nach oben zum Himmel, der wird sich dann in Luft auflösen. Seht nach unten auf die Erde, sie wird in Rauch aufgehen. Sie wird verfallen wie ein vergammeltes Kleid. Alle Bewohner werden sterben wie die Fliegen. Aber das, was ich organisiert habe, die Rettung meiner Leute, wird nie kaputtgehen. Die Gerechtigkeit, die von mir kommt, kann keiner wegnehmen, niemals!

7  Hört auf mich! Ich meine jetzt die korrekten Leute, also mein Volk, bei denen meine Gesetze gespeichert sind. Ihr braucht keine Angst zu haben, auch wenn Leute sich über euch lustig machen oder euch Angst einjagen.

8  Die werden zerfressen, wie ein Kleid, das von Motten zerfressen wurde. Ich werde dafür sorgen, dass alles korrekt und gerecht abgehen wird, und das hält dann auch für immer. Ich sorge dafür, dass alles gut wird, für jeden Menschen, der ab dann noch leben wird.“

Seine Leute schreien um Hilfe, und Gott antwortet

9  „Hallo! Gott! Wach auf! Wach endlich auf!“, ruft ihr. „Zeig, was du draufhast! Mach dieselben Sachen, die du schon früher gemacht hast. Damals, bei den Urururgroßeltern, da hast du es den Ägyptern gezeigt! Du hast den heftigen Feind einfach kaputt gemacht!

10  Hast du damals nicht das Meer trockengelegt? Hast du in der Zeit nicht den Weg für deine Leute vorbereitet, mitten durch das Meer, damit sie dort einfach durchziehen konnten?“

11  Die Leute, die Gott befreit hat, werden wieder zurück nach Zion kommen. Sie werden sich freuen und ewig dankbar sein, das kann man aus ihren Augen lesen. Sie werden total abgehen, und es wird ihnen gutgehen. Sorgen, Frust und Trauer sind dann vorbei.

12  „Ich tröste dich!“, sagt Gott. „Was denkst du, wer du bist, dass du dich vor Menschen fürchtest? Jeder Mensch muss irgendwann sterben, er vergammelt wie Gras.

13  Vergiss mich niemals! Ich bin Gott, der dich gemacht hat! Ich habe auch das Universum geschaffen und den Planeten Erde mittendrin. Du brauchst keine Panik vor irgendeinem aggressiven Typen zu haben, der die ganze Zeit hinter dir her ist. Er zielt mit seiner Kanone, um dich wegzupusten, aber was kann er dir wirklich anhaben?

14  Es dauert nicht mehr lange, dann werden die Gefangenen freigelassen. Sie sollen nicht in der Haft verhungern. Sie sollen nicht sterben.

15  Ich bin Gott, ich bin der Chef! Ich sorge dafür, dass sich die Wellen bewegen, ich sorge für den Wind auf dem Meer. Man nennt mich auch Gott, der Oberchef!

16  Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt! Ich bin immer ganz nahe bei dir, ich beschütze dich, ich halte meine Hand über dir. Ich habe den Himmel wie ein riesengroßes Zelt über dir aufgebaut, und die Erde soll dein Boden und dein Fundament sein. Zu den Leuten, die in Zion wohnen, habe ich gesagt: ‚Ihr gehört zu mir!‘“

Jerusalem muss nicht mehr leiden

17  Jetzt komm in die Puschen, Jerusalem! Steh auf! Gott hat dich spüren lassen, dass er voll sauer auf dich war. Du hast seine Wut ausgehalten, du warst kurz vor dem Ende, du hast dir das ganze Programm voll gegeben.

18  Keines von den Kindern, die du großgezogen hast, war da und hat dir geholfen. Keiner von denen, die in deinen Häusern erwachsen geworden sind, hat dich unterstützt.

19  Du wurdest zweimal hart getroffen, aber keiner war da, der dich bemitleidet hat. Krieg, Zerstörung, Zusammenbruch und Hunger haben dich getroffen, aber keiner war da, um dich zu trösten.

20  Deine Kinder sind ohnmächtig auf den Straßen zusammengebrochen. Überall lagen sie rum, so wie tote Hasen, die in die Falle gegangen sind. Gott war sauer, und das haben alle zu spüren bekommen.

21  Jetzt hör mal zu! Du bist echt ins Wanken geraten, aber nicht, weil du zu viel Alk getankt hast.

22  Gott, dein Gott, der dich verteidigt, sagt Folgendes zu dir: „Ich nehme dir das jetzt ab! Ich nehme dir das jetzt ab, damit du nicht länger leiden musst! Ich war sauer auf dich, aber du musst die Konsequenzen nicht länger ertragen.

23  Stattdessen werde ich dafür sorgen, dass die Männer, die dich kaputt gemacht haben, bald unter deiner Kontrolle stehen. Das waren ja Leute, die zu euch gesagt haben: ‚Auf den Boden, wir wollen auf euch drauftreten, wir wollen über euch drübergehen.‘ Dann musstest du dich vor denen platt auf den Boden legen, und sie sind einfach über dich drübergetrampelt.“

Mein Schlüsselvers für heute

„Wach auf, Jahwe, wach auf! Umkleide dich mit Kraft! Zeig deine Macht, wie du sie in den Tagen der Vorzeit erwiesen hast! Warst du es nicht, der Rahab zerhieb, der das Ungetüm im Meer erstach?
Hast du nicht das Meer trockengelegt, das Wasser der großen Flut? Hast du nicht den Meeresgrund zu einem Weg gemacht, auf dem hindurchzog dein befreites Volk?“
(Jes 51:9-10)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Gott hatte bei der Gründung Israels viele gewaltige Wunder vollbracht, und das vielleicht aus unserer Sicht das größte war der Durchzug durch das rote Meer. Unser Gott ist derselbe Gott, der sein Volk mitten durch das Wasser führte. Seine Methoden mögen sich vielleicht ändern, seine Liebe und Fürsorge jedoch nicht. Genau das sage ich mir immer, wenn ich einen „Wunsch“ an Gott habe: „Gott hat das rote Meer geteilt, er kann alles, auch dieses. Und wenn er es nicht tut, dann hat es seinen Grund, den ich heute noch nicht sehen kann. Seine Wille geschehe.“ Und dann kann ich mich total demütig darunter stellen und warte einfach ab. Das sind so meine „Glaubens-Basics“, die mir immer weiterhelfen, wenn wieder alles stockt und ich es gern anders hätte. Ja, Vater, und so übergebe dir den heutigen Tag, hilf mir, dass ich so sein kann, wie du es gern möchtest, vergib mir alles, wo in mir der alte Adam (Eva) zum Vorschein kommt, beschütze und behüte mich und dein Wille geschehe. Amen.


Tag 508 – Jesaja 50

Gottes Antwort

1 Gott sagt: „Ihr glaubt also, ich hätte Israel, eure Mutter, einfach so rausgeschmissen? Wo ist denn bitte die Urkunde, die so was bestätigt? Andere denken, ich hätte euch irgendwo abgegeben, weil ihr eure Schulden nicht bezahlen könnt. So was ist ja normal üblich. Aber wo ist der Typ, an den ich euch angeblich verkauft haben soll? Der Grund, warum man euch aufgegeben hat, ist ganz klar: Weil ihr ständig Mist baut, weil ihr die ganze Zeit krumme Dinger dreht, darum habe ich Israel, eure Mutter, entlassen.

2 Warum war keiner von euch da, als ich da war? Warum hat mir niemand geantwortet, als ich euch gerufen hab? Glaubt ihr denn, ich bin zu schwach, um euch dort rauszuhauen und zu befreien? Ich sag nur ein Wort, und das ganze Wasser aus dem Meer verschwindet. Ich mache aus Flüssen im Handumdrehen ein Trockengebiet, so dass alle Fische verfaulen, weil es kein Wasser mehr gibt.

3 Ich kann dafür sorgen, dass der ganze Himmel schwarz wird, so schwarz, als hätte er sich einen Traueranzug angezogen.“

Der Mitarbeiter von Gott wird fertiggemacht

4 Gott, der Chef, hat mir eine ganz besondere Sprache gegeben, damit ich den Schlaffos mit diesen Worten einen Tritt in den Hintern verpassen kann. Er weckt mich jeden Morgen, und jeden Morgen freue ich mich total dadrauf, seine Stimme zu hören. Es ist, wie wenn ich meine Lieblingsmusik im Radio höre.

5 Gott hat mir tatsächlich die Ohren geöffnet, und ich bin nicht trotzig geworden. Ich hab mich nicht dagegen gewehrt. Und jetzt kann ich alles hören, was Gott sagt.

6 Wenn sie mich schlagen wollten, hab ich meinen Rücken hingehalten, und wer sich mit mir prügeln wollte, durfte mir ins Gesicht hauen. Ich hab mich nie versteckt, auch wenn man mich verarscht und angespuckt hat.

7 Gott steht auf meiner Seite. Darum hat man mich nie wirklich kaputt machen können. Ich hab mir ein dickes Fell zugelegt, einen Schutzpanzer so hart wie Beton. Ich halte das aus, weil ich weiß, dass ich nicht den Kürzeren ziehe.

8 Derjenige, der dafür sorgt, dass alles korrekt laufen wird, ist immer in der Nähe! Wer will mich anklagen? Der kann gerne kommen, wir werden zusammen vors Gericht gehen. Wer ist mein Gegner, wer verklagt mich? Der soll sich mal bei mir melden!

9 Gott, der Oberchef über das ganze Universum, hilft mir. Wo ist derjenige, der sagt, ich wäre schuldig, wer will mich verurteilen? Passt auf, die werden alle kaputtgehen! Sie werden wie ein morscher Baum umfallen, sie werden verrotten wie eine alte Rostlaube, die schon jahrelang auf dem Schrottplatz steht.

10 Wer von euch hat denn noch Respekt vor Gott? Wer hört noch auf das, was sein Mitarbeiter sagt, der für ihn arbeitet? Wer total am Ende ist, der kann sich immer noch voll auf Gott verlassen und hundertprozentig auf ihn bauen.

11 Den Leuten, die gerne Krieg führen, die sich gerade aufrüsten, denen sagt er: „Rennt ihr in euer eigenes Verderben, ihr werdet von euren eigenen Waffen getötet. Ich habe das für euch organisiert. Ihr sollt mit den heftigsten Schmerzen sterben.“

Mein Schlüsselvers für heute

So spricht Jahwe: „Ihr sagt, ich hätte eure Mutter fortgeschickt? Wo ist denn dann ihr Scheidebrief? Ihr sagt, ich hätte euch als Sklaven verkauft? Wem hätte ich denn so meine Schulden bezahlt? Nein, wegen eurer Sünden wurdet ihr verkauft, wegen eurer Vergehen wurde eure Mutter fortgeschickt.
(Jes 50:1-2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Gott hatte versprochen, für Israel zu kämpfen, aber Israel verkaufte sich selbst an die Sünde. Das Volk hatte Gott vergessen und Hilfe bei anderen Völkern gesucht. Nicht Gott hat Israel verworfen, sondern Israel Gott. Das ist ja genau das, was ich gestern schon geschrieben habe. ICH hatte Gott in meiner Sünde verlassen, nicht er mich. Aber genau wie den verlorenen Sohn hat er mich wieder aufgenommen, er hatte mich nicht vergessen, sondern hatte mich nur ziehen lassen in meinen eigenen Irrsinn. Danke, Vater, dass du so geduldig bist mit mir!


Tag 506 + 507 – Jesaja 49

Young Blackbird shortly after leaving the nest.
Sareth-Anke / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)
Der Mitarbeiter von Gott

1 Jetzt hört mir mal zu! Ich mein jetzt die Menschen, die am anderen Ende der Welt leben, Völker von der anderen Seite des Planeten. Gott hat mir einen Auftrag gegeben, und zwar schon, bevor ich überhaupt geboren wurde. Er hatte mir einen Namen gegeben, als ich noch im Bauch von meiner Mutter lag.

2 Gott hat mir einen Mund gegeben und die Begabung, dass ich Worte aussprechen kann, die gefährlicher sind als ein Maschinengewehr. Dabei hält er seine Hand über mich wie einen großen Schutzschirm. Er hat mich zu einer scharfen Waffe gemacht, zu einer Patrone, die abschussbereit im Magazin liegt.

3 Er hat zu mir gesagt: „Du bist mein Mitarbeiter, dir hab ich stellvertretend für Israel einen Auftrag gegeben! An dir will ich zeigen, was ich alles draufhabe!“

4 Ich antwortete: „War alles für die Katz? Hab ich mich umsonst abgeschuftet, den ganzen Ärger für nichts? Aber egal, Gott wird schon dafür sorgen, dass ich das bekomme, was ich verdient habe. Er wird dafür sorgen, dass ich erfolgreich bin, und mich angemessen belohnen!“

5 Gott hatte schon damit angefangen, mich als seinen Mitarbeiter vorzubereiten, als ich noch im Bauch meiner Mutter war. Er wollte von mir, dass ich die Israeliten wieder zu ihm zurückbringe, dass ich die Leute von Israel wieder zu ihm führe. Gott hat gezeigt, dass er Respekt vor mir hat, und Gott ist zu meiner größten Kraft geworden.

6 Er hat zu mir gesagt: „Ich finde es zu wenig, dass du als mein Mitarbeiter nur den Job hast, Israel wieder hochzubringen und alle zurück nach Hause zu führen, die von den Israeliten noch übrig geblieben sind. Darum werde ich dich zu einem Leuchtturm für alle Menschen machen. Jeder soll sich an dem, was du sagst, orientieren können. Durch dich sollen alle Menschen, egal, wo sie leben, Hilfe bekommen.“

7 Gott, der Israel aus seinem Gefängnis rausholt, sagt weiter etwas zu seinem ganz besonderen Mitarbeiter. Dieser Mitarbeiter von Gott wird von anderen Völkern gedisst. Keiner hat Bock auf ihn. Gott sagt zu ihm: „Präsidenten und Bürgermeister werden vor dir Respekt haben und sich vor dir auf den Boden schmeißen.“ Das passiert, weil Gott treu ist und weil er sich Israel extra ausgesucht hat, er hat es erwählt.

Gott holt seinen Mann raus und auch seine Leute

8  Außerdem sagt Gott: „In der Zeit, wo alles gut ist, habe ich deine Gebete gehört. An dem Tag, wo alles wieder in Ordnung gekommen ist, habe ich dir geholfen. Ich pass auf dich auf. Ich werde Verträge mit dir machen, werde das Land wieder in Ordnung bringen, ich werde dir helfen. Du sollst das kaputte Land, wo alles total trocken war, wieder schön machen. Das Land, das du geerbt hast und das für immer dir gehören wird, sollst du unter deinen Leuten aufteilen.

9  Du wirst zu den Menschen, die im Knast sitzen, abhängig oder gefangen sind, sagen: „Kommt raus! Ihr seid jetzt frei!“ Und zu den Leuten, die im Dunkeln sitzen, wirst du sagen: „Kommt hierher, ins Licht!“ Auf dem Weg wird es ihnen gutgehen, sie werden genug zu essen finden, wie Schafe, die sogar noch Gras entdecken, wo sonst nichts mehr wächst.

10  Sie werden keinen Hunger haben und keinen Durst. Die Sonne wird sie nicht verbrennen, weil ihr Freund sie begleiten wird. Ich werde sie zu Quellen führen, wo es genug zu trinken gibt.

11  Alle Hindernisse, die ihnen im Weg stehen, räume ich aus. Berge werde ich zu einer Straße plattwalzen, ich werde asphaltierte Straßen für sie bauen.

12  Pass auf, meine Leute kommen aus dem Ausland, sie kommen aus Norden und aus Westen und auch aus dem Land Sewenim, dem südlichsten Teil von Ägypten!“

13  Macht Party, freut euch! Das ganze Universum soll sich freuen und abgehen! Auch die Berge sollen Beifall klatschen! Denn Gott hat seine Leute wieder gut draufgebracht. Er hat die Kaputten geliebt, und er hat seinen Leuten geholfen.

Gott liebt seine Leute sehr

14  Die Leute aus Jerusalem, der Stadt Zion, heulen rum: „Wo ist Gott? Er hat uns verlassen! Gott hat uns einfach vergessen!“

15  Aber Gott antwortet: „Hey, was denkt ihr denn? Glaubt ihr im Ernst, eine Mutter würde ihr Baby einfach nicht mehr lieben, sie würde keinen Bock mehr auf das Kind haben, das aus ihrem Bauch rausgekommen ist? Und selbst wenn es Mütter gibt, die so was tatsächlich tun, ich werde dich trotzdem nie vergessen, Jerusalem!

16  Hier, siehst du? Ich hab deinen Namen auf beide Hände tätowiert! Deine Mauern sind mir die ganze Zeit vor den Augen.

17  Die Männer, die dich wieder aufbauen werden, sind bald da. Die Männer, die dich kaputt gemacht haben, werden bald abhauen.

18  Schau dich doch mal um! Siehst du, dass gerade ganz viele Menschen zu dir kommen? Ich verspreche dir hoch und heilig: Du wirst dafür sorgen, dass alle diese Menschen bei dir leben werden, sie werden wie ein Schmuckstück für dich sein, wie eine Kette, die man der Braut bei der Hochzeit um den Hals legt.

19  Bis jetzt ist ja alles bei dir mehr oder weniger ein Trümmerhaufen. Du hast kaum Einwohner, und alles ist kaputt. Aber es wird wieder so voll werden, dass es den Bewohnern innerhalb der Stadt sogar zu eng wird. Und die Leute, die dich kaputt machen wollten, werden dann nicht mehr da sein.

20  Du warst wie eine Frau, die keine Kinder bekommen konnte. Aber jetzt wird man von dir sagen: Das ist viel zu eng dort, sie brauchen mehr Platz! Es sind zu viele Kinder. Wir müssen mehr Raum schaffen, damit die alle hier wohnen können.

21  Du wirst dich dann vielleicht fragen: ‚Wo kommen die alle her? Wer hat die alle geboren? Ich war doch unfruchtbar, konnte keine Babys kriegen. Meine eigenen Kinder sind alle verhaftet und abtransportiert worden. Ich selbst war auch in Haft, keiner wollte was von mir wissen. Wer hat die Kinder für mich großgezogen? Es gab doch sonst keinen mehr, ich war ganz alleine übrig. Wo kommen die alle her?‘“

22  Der heftige Gott, der Chef von allem, sagt dazu: „Pass auf, ich geb dir jetzt mal ein Zeichen. Ich werde meine Hand so hoch heben, dass alle Völker auf der Erde das mitkriegen. Ich werde meine Fahne hochziehen, damit jeder sie sehen kann. Dann werden sie deine Kinder auf den Armen zu mir bringen, man wird sie auf den Schultern zu mir tragen.

23  Bundeskanzler werden dir das Fläschchen geben, Präsidenten werden deine Betreuer sein. Sie werden dir die Füße küssen und vor dir auf der Erde kriechen. Wenn das passiert, wirst du kapieren, dass ich der absolute Chef bin. Wer mir vertraut, wird am Ende nie enttäuscht werden.“

24  Kann man einem mächtigen Diktator einfach seine Beute zocken? Können Gefangene so mal eben aus einem schwerbewaffneten Hochsicherheitstrakt befreit werden? Geht das so einfach?

25  Aber Gott sagt: „Ja! Das wird so passieren. Die Gefangenen von einem starken Diktator werden befreit, und die Beute wird man ihm abnehmen. Wer dich angreift, den werde ich angreifen. Deine Kinder werde ich retten.

26  Ich werde dafür sorgen, dass die Männer, die dich fertigmachen, sich gegenseitig umbringen. Sie werden sich an ihrem eigenen Blut besaufen und ihr eigenes Fleisch essen. Alle Menschen werden dann mitbekommen, dass ich Gott bin. Dass ich der heftige Gott von Jakob bin, dass ich der bin, der dich überall raushaut.“

Mein Schlüsselvers für heute

Zion sagt: „Jahwe hat mich verlassen, vergessen hat mich der Herr!“
„Kann eine Frau denn ihren Säugling vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen könnte,  ich vergesse dich nie!
(Jes 49:14-15)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Die Israeliten in der babylonischen Gefangenschaft fühlten sich von Gott verlassen. Jesaja stellt klar, dass Gott sie nie vergessen wird – so wenig, wie eine liebevolle Mutter ihr kleines Kind vergisst. Wenn wir uns von Gott verlassen fühlen, sollten wir uns fragen, ob nicht vielleicht wir Gott verlassen und vergessen haben. …
Genau so ist es mir ergangen. Ich hatte meine Standleitung zu Gott. Und plötzlich hörte ich ihn nicht mehr, bekam keine Antwort. Ja, ich fühlte mich verlassen und konnte es mir nicht erklären. Erst nachdem mich Gott durch ein ganz tiefes schwarzes Tal geschickt hatte, wusste ich, was los war. Ich hatte mir eine schwere Sünde schön geredet, ja sogar Bibelstellen dazu missbraucht. Erst als mich Gott davon befreit hat und ich durch dieses Tal durch war, war er wieder da, mein Gott, spürte ich ihn wieder, sprach er wieder mit mir. Ja, er war immer da, aber ich hatte ihn verlassen. Das war eine so harte Zeit, die ich auf keinen Fall noch einmal erleben möchte. Bei jeder Entscheidung werde ich Gott fragen, was er dazu meint. Und eigentlich wusste ich es vorher schon. Nie wieder gottlos … Danke, du großer Gott, dass du mich nicht hast fallen lassen, sondern mich durchgeführt hast, auch wenn es ganz furchtbar war, aber heute weiß ich, du warst immer da. Bei mir. Immer. Danke!