Tag 80 – 1. Mose 47:1-12

1  Josef ging dann zum Präsidenten ins Büro und erzählte ihm, dass sein Vater und auch die Brüder angekommen seien. „Sie sind aus dem Land Kanaan ganz hierhergefahren und haben alles, was ihnen gehört, gleich mitgebracht. Ihre ganzen Tiere und so, alles ist dabei. Sie sind jetzt in dem Gebiet Goschen.“

2  Vor der Tür standen erst mal nur fünf von seinen Brüdern, die er jetzt reinholte, um sie dem Präsidenten einmal vorzustellen.

3  „Was machen Sie beruflich?“, wollte der gleich von ihnen wissen. „Wir leben von der Aufzucht und Pflege von Schafen, verehrter Herr Präsident. Das ist in unser Familie schon immer so gewesen.“

4  Dann sagten sie zu ihm: „Wenn es Ihnen möglich erscheint, würden wir sehr gerne ein Arbeitsvisum in -Ihrem Land beantragen und hier eine Zeitlang leben. Bei uns zu Hause im Kanaan-Land gibt es zurzeit kein Wasser und keine grüne Weidefläche für unsere Tiere, weil es seit langem nicht mehr geregnet hat. Wir bitten höflichst um Erlaubnis, uns für eine Zeit in der Provinz Goschen niederlassen zu dürfen.“

5  Der Präsident beugte sich zu Josef rüber und meinte: „Ihr Vater und Ihre Brüder sind jetzt also zu Ihnen gekommen!

6  Von mir aus steht Ihnen ganz Ägypten zur Verfügung! Die beste Idee ist vielleicht, sie gleich in Goschen wohnen zu lassen, das ist ja vom Land her sehr schön dort, das Beste, was wir haben. Wenn es einige in Ihrer Familie gibt, die sich gut mit Tieren auskennen, hab ich nichts dagegen, wenn Sie ihnen auch die Verantwortung für meine eigenen Herden übergeben.“

7  Josef ließ jetzt auch seinen Vater zum Präsidenten rufen. Jakob begrüßte den Präsidenten mit einem Gebet für ihn.

8  Nachdem sie sich dann freundlich die Hand gegeben hatten, war seine erste Frage: „Wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf?“

9  „130 Jahre lebe ich jetzt als Ausländer auf dieser Erde“, antwortete Jakob. „Ich habe viel kürzer und schlechter als meine Vorfahren gelebt, obwohl sie genauso wie ich als Ausländer lebten.“

10  Beim Abschied betete Jakob noch mal für den Präsidenten und verabschiedete sich dann.

11  Nach dem Befehl vom Präsidenten durfte sich Jakob mit seiner ganzen Familie in der Gegend von Ramses ein Grundstück aussuchen und dort wohnen. Das war so ziemlich die angesagteste Gegend im Land.

12  Josef versorgte seinen Vater und kümmerte sich auch um seine Brüder, damit sie genug zu essen bekamen. Das war so viel, dass alle Familienangehörigen und auch die Kinder immer satt wurden.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und sie [Josefs Brüder] sagten zum Pharao: Wir sind gekommennum uns im Land als Fremde aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für Schafe, die deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Land Kanaan. (1Mo 47:4)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob segnete den Pharao
  • Ich habe mich noch nie gefragt: Wer darf eigentlich segnen? Natürlich kenne ich die Sprüche: „Sei gesegnet“ oder „Gottes Segen für dich“ . Ich empfand es immer als nette Geste, wenn es jemand zu mir gesagt hat, habe mich aber nie gefragt: Was steckt dahinter?

SEGEN, SEGNEN

Etwas heiligen oder als heilig erklären; eine an Gott gerichtete Bitte, göttliche Gunst zu gewähren; Güte erweisen; Gunst; als heilig rühmen; lobpreisen; gut von jemandem reden; vor Übel schützen oder bewahren; Glück bringen.

Die verschiedenen Formen der hebräischen Wörter, die allgemein mit „segnen“ oder „Segen“ übersetzt werden, kommen in den Hebräischen Schriften etwa 400mal vor. Das Verb barách wird gewöhnlich mit „segnen“ wiedergegeben. An manchen Stellen wird das Wort mit „Gutes . . . wünschen“ (1Sa 25:14); „beglückwünschen“ (1Ch 18:10); „grüßen“ (2Kö 4:29) wiedergegeben. Die Substantivform des hebräischen Wortes ist in dem Namen der Tiefebene Beracha (was „Segen“ bedeutet) enthalten, denn hier war es, wo Josaphat und sein Volk Gott segneten (2Ch 20:26). Ein Verb derselben Form wird mit „knien“, „[auf seine Knie] niederlassen“ oder „niederknien“ übersetzt (1Mo 24:11; 2Ch 6:13;Ps 95:6).

Die jüdischen Sopherim (Schreiber) änderten mehrere Stellen von „fluchen“ auf „segnen“ ab (1Kö 21:10, 13; Hi 1:5, 11; 2:5, 9), weil sie der Ansicht waren, es sei lästerlich, auch nur zu erwähnen, daß jemand Gott fluche. (Siehe NW, Anhang, S. 1633.)

Das griechische Verb eulogéō bedeutet wörtlich „gut von jemandem reden“. Der Ausdruck eulogía (wtl.: Segen) steht in Römer 16:18 im negativen Sinn für „schmeichelhafte Reden“, mit denen die Absicht verfolgt wird, jemandes Herz zu verführen.

In der Heiligen Schrift werden „segnen“ und „Segen“ in mindestens vier Hauptbedeutungen gebraucht: 1. Gott segnet Menschen; 2. Menschen segnen Gott; 3. Menschen segnen Christus; 4. Menschen segnen Mitmenschen.

Gott segnet Menschen. „Der Segen Gottes — er macht reich, und keinen Schmerz fügt er ihm hinzu“ (Spr 10:22). Gott segnet alle, an denen er Wohlgefallen findet, indem er sie schützt, ihnen Gedeihen schenkt, sie leitet, ihnen Erfolg verleiht und ihre Bedürfnisse stillt, was sich für sie zum Guten auswirkt.

Gottes Wohlwollen gegenüber seiner irdischen Schöpfung kam zu der Zeit zum Ausdruck, als er sie ins Dasein brachte. Gottes Segen für die am fünften Tag erschaffenen Tierarten war eine Äußerung seines sie betreffenden Vorsatzes (1Mo 1:22). Wären Adam und Eva gehorsam geblieben, dann hätte es ihnen der am Ende des sechsten Tages ausgesprochene Segen Gottes ermöglicht, in Gottes Gunst zu bleiben, denn er sorgte für all ihre geistigen und physischen Bedürfnisse (1Mo 1:28; 2:9; 5:2).

Nachdem Gott sein irdisches Schöpfungswerk am Ende von sechs Schöpfungstagen vollendet hatte, fehlte es seiner Schöpfung zu ihrem Wohlergehen an nichts (1Mo 1:31). Danach ging Gott daran, von seinem Werk zu ruhen oder abzulassen, und segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Der menschlichen Schöpfung wurde in Aussicht gestellt, sich des Glücks und endlosen Segens zu erfreuen (1Mo 2:3; 2Mo 20:11).

Als Noah und seine Familie aus der Arche kamen, betrachtete Gott sie mit Wohlwollen, segnete sie und gab ihnen seinen sie betreffenden Willen bekannt. Durch das Tun des Willens Gottes würden sie in seiner Gunst und unter seinem Schutz gedeihen (1Mo 9:1).

Überaus wichtig für die ganze Menschheit ist der Segen in Verbindung mit Abraham und seinem Samen (1Mo 12:3; 18:18; 22:18). Gott segnete Abraham und Sara, indem er auf wunderbare Weise ihre Fortpflanzungsfähigkeit erneuerte, so daß sie in ihrem hohen Alter einen Sohn haben konnten (1Mo 17:16; 21:2). Er schenkte Abraham Gedeihen und gebrauchte ihn, um Größeres vorzuschatten (Gal 4:21-26). Deshalb hat der Segen Gottes, der darin bestand, Abraham einen Samen zu geben, eine größere Bedeutung in der Verheißung, daß Menschen aller Nationen durch den gesegnet werden, den Isaak vorschattete, nämlich Jesus Christus (Gal 3:8, 14; Apg 3:25, 26; Heb 6:13-20).

Gott segnet ein Volk oder Personen nur, wenn sie ihm gehorchen (2Mo 23:25). Der scharfe Gegensatz, der in 5. Mose, Kapitel 27 und 28 aufgezeigt wird, läßt deutlich erkennen, daß Gottes Fluch — der schwere Strafen nach sich zieht — die Ungehorsamen trifft, während sein Segen auf den Gehorsamen ruht und zu geistiger Wohlfahrt und der Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse führt. Das zeigt sich dann in ihren Häusern, auf ihrem Feld, bei ihren Kindern, bei ihren Tieren, in der Fülle der Nahrungsmittel, auf ihren Reisen — einfach bei all ihrem Tun. „Segnungen sind für das Haupt des Gerechten“ (Spr 10:6, 7). Wenn Gottes Volk ihm gewissenhaft gehorcht, öffnet er mit Freuden ‘die Schleusen der Himmel und schüttet Segen aus, bis kein Bedarf mehr ist’ (Mal 3:10).

Menschen segnen Gott. Menschen segnen Gott in erster Linie dadurch, daß sie ihn preisen. Sie segnen ihn aber auch durch Worte der Dankbarkeit, indem sie anerkennen, daß Gott der Quell aller Segnungen ist, indem sie bei jeder Gelegenheit gut von ihm reden und indem sie ihn anbeten und ihm dienen (Ps 26:12). Man segnet Gott auch, indem man die gute Botschaft predigt, weil dadurch sein Name und seine Vorsätze gepriesen werden (Mat 24:14; Heb 13:15).

Menschen haben Gott gesegnet, weil er sein Volk von Bedrückung befreite (2Mo 18:9, 10); weil er für ihre Bedürfnisse sorgte (5Mo 8:10); wegen seiner Würde, Macht, Herrschaft und Schönheit als Haupt über alles (1Ch 29:1012, 20); weil er sein Volk dazu bewog, seine Anbetung zu unterstützen (2Ch 31:8); wegen seiner Bundestreue und seiner Barmherzigkeit, wenn sie ihre Sünden bekannten (Ne 9:5, 31, 32); weil er Weisheit und Macht gibt (Da 2:19-23); weil er seine Diener beschützt und seine Souveränität unter Beweis stellt (Da 3:28; 4:34). Im Buch der Psalmen wird Gott ohne Unterlaß gesegnet, und alle im Himmel und auf der Erde werden aufgefordert, seinen Namen wegen seiner vielen großartigen Eigenschaften zu preisen. Menschen segnen Gott auch für die Gabe in Form seines Sohnes Jesus Christus (Ps 16:7; 103:1, 20-22; 145:2, 10; Joh 3:16; vgl. Apg 2:8-11; Off 7:11, 12; 14:6, 7).

Menschen segnen Christus. Auch Jesus selbst sollte von allen gesegnet werden. Elisabeth segnete Maria, die Mutter Jesu, und die ungeborene Frucht ihres Schoßes (Luk 1:42). Jesu himmlische Herkunft, sein Kommen im Namen Gottes und als dessen Sohn, sein Dienst, sein Opfer, sein Priestertum, sein Königtum und seine unverdiente Güte — all das rechtfertigt, daß er als ein Gesegneter willkommen geheißen wird (Joh 12:13; 2Ko 8:9; Heb 1:2; 7:24-26). In Erfüllung von Psalm 118:26 hieß ihn die Volksmenge bei seinem triumphalen Einzug in Jerusalem als Gesegneten Gottes willkommen (Mat 21:9). Engelgeschöpfe und Menschen — alle sollen ihn segnen (Off 5:12, 13).

Menschen segnen Mitmenschen. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen segnet, mag er im Gegensatz zu Gott, der seinen Segensworten immer die Tat folgen läßt, nicht imstande sein, gemäß seinen Worten zu handeln. In der Bibel kommt der Segensspruch eines Menschen oft einer Bitte um Gottes Segen gleich, auch wenn er nicht in Form eines Gebets geäußert wird. Obgleich also ein Mensch einen anderen Menschen segnen mag, ist doch Gott immer der Quell des Segens. Segnet ein Mensch andere Menschen, so geschieht das außerdem häufig aus Dankbarkeit oder um vorzügliche Eigenschaften oder eine gute Arbeit zu würdigen.

Im Zusammenhang mit dem Erteilen eines wirksamen Segens, nämlich dem Segnen aufgrund göttlicher Autorität, d. h. der Macht, den Segen zu vollziehen, formulierte Paulus in seiner Beweisführung hinsichtlich der Überlegenheit des Priestertums Melchisedeks gegenüber dem Priestertum Levis den Grundsatz: „Nun wird unbestreitbar das Geringere vom Größeren gesegnet“ (Heb 7:7). Melchisedek war ein Priester Gottes und ein König und konnte, als er Abraham segnete, mit Autorität und prophetisch für Gott sprechen (1Mo 14:18-20; Heb 7:1-4).

Wenn Personen durch ihre Taten zum Lobpreis Gottes beigetragen haben, hielten andere es für angebracht, ihnen einen Segen auszusprechen. Moses segnete Bezalel und seine Mitarbeiter, als diese den Bau der Stiftshütte vollendet hatten (2Mo 39:43). Als geistige Führer der Israeliten hatten die Priester und Leviten die Aufgabe, das Volk bei zahlreichen Anlässen zu segnen (4Mo 6:23-27; 3Mo 9:22, 23; 5Mo 10:8; 21:5; 1Ch 23:13;2Ch 30:27). Der Hohepriester Eli segnete Samuels Eltern, weil sie ihr Kind als Gabe für den Tempeldienst zur Verfügung stellten (1Sa 2:20, 21). David segnete das Volk, nachdem er die Bundeslade nach Jerusalem gebracht hatte (2Sa 6:18; 1Ch 16:2). Salomo tat dasselbe, als er den Tempel Gott weihte (1Kö 8:14, 55). Der betagte Simeon segnete die Eltern Jesu (Luk 2:34). Jesus segnete die Kinder, die zu ihm kamen (Mar 10:16).

Anlässe zum Segnen. Wenn man betet, preist man Gott und dankt ihm, man segnet ihn; überdies segnet man seine Glaubensbrüder und Menschen, die Gott suchen, indem man für sie betet. Die Mahlzeit wird mit einem Tischgebet begonnen, wobei man gewöhnlich den Segen für die Speise erbittet. In solchen Gebeten dankt man Gott und preist ihn dafür, daß er in geistiger und materieller Hinsicht so gut für uns sorgt; auch bittet man ihn, zu bewirken, daß die Nahrung den Essenden zum Nutzen gereicht und sie stärkt, damit sie ihm dienen können (1Sa 9:13; Mat 14:19; Luk 9:16). In den Gebeten, die beim Abendmahl des Herrn vor dem Austeilen des Brotes bzw. des Weines gesprochen werden, preist man Gott, dankt ihm und bittet ihn, daß alle Teilnehmer aus dem, was durch das Brot und den Wein symbolisiert wird, geistigen Nutzen ziehen und als Glieder des Leibes Christi geeint und treu bleiben mögen (Mat 26:26; 1Ko 10:16).

In einer patriarchalischen Gesellschaft war es üblich, daß der Vater kurz vor seinem Tod seine Söhne segnete. Diese Segenserteilung galt als sehr wichtig und wurde hochgeschätzt. So segnete Isaak Jakob in dem Glauben, er sei Esau, der Erstgeborene. Ehe Jakobs Bruder Esau dazukam, wünschte Isaak Jakob, daß er Gunst erlangen und Gedeihen haben möge, und Isaak, selbst blind und alt, bat zweifellos Gott, den Segen zu vollziehen (1Mo 27:1-4, 23-29; 28:1, 6; Heb 11:20; 12:16, 17). Später bekräftigte und erweiterte Isaak den Segen ganz bewußt (1Mo 28:1-4). Vor seinem Tod segnete Jakob zuerst die beiden Söhne Josephs und dann seine eigenen (1Mo 48:9, 20; 49:1-28; Heb 11:21). Desgleichen segnete Moses vor seinem Tod das ganze Volk Israel (5Mo 33:1). In all diesen Fällen zeigt die Erfüllung der Segensworte, daß sie prophetisch waren. Manchmal legte der Segnende, während er den Segen sprach, seine Hand auf das Haupt des zu Segnenden (1Mo 48:13, 14).

Als Gruß beinhaltete der Segen den Wunsch, es möge dem anderen gutgehen. Jakob segnete Pharao, als er vor ihn gebracht wurde (1Mo 47:7; siehe auch 1Sa 13:10; 25:14;1Kö 1:47; 2Kö 10:15). Auch beim Abschied konnte ein Segen gesprochen werden. So wurde Rebekka von ihren Angehörigen gesegnet, als sie ihr Zuhause verließ, um Isaak zu heiraten (1Mo 24:60; siehe auch 1Mo 28:1; 2Sa 19:39; 1Kö 8:66).

Ein Geschenk wurde mit Segenswünschen überreicht (1Mo 33:11; Jos 14:13; 15:18, 19). Begreiflicherweise wurde mitunter das Geschenk selbst als Segen bezeichnet, als eine „Segensgabe“. Geschenke überreichte man einem geliebten Menschen als Ausdruck des Wohlwollens, in dem Bemühen, Gunst zu erlangen, oder als Ausdruck der Dankbarkeit (1Sa 25:27; 30:26).

Segensworte können auch in Form eines Kompliments zum Ausdruck gebracht werden. Boas segnete Ruth wegen ihrer liebenden Güte (Ru 3:10). Männer, die sich für einen Dienst in Verbindung mit der Anbetung Gottes bereit erklärten, wurden von den Dabeistehenden gesegnet (Ne 11:2). Eltern haben Anspruch darauf, von ihren Kindern gesegnet zu werden (Spr 30:11).

Ein Segen kann aus wohlwollenden oder erbauenden Worten bestehen. Jesus gebot seinen Zuhörern, „die zu segnen“, die ihnen fluchen würden (Luk 6:28). Ferner heißt es: „Segnet weiterhin die, die euch verfolgen; segnet, und verflucht nicht“ (Rö 12:14). Das bedeutet nicht, daß man Gegner preisen sollte, aber durch ein gutes Benehmen gegenüber solchen Personen, verbunden mit freundlichen, verständnisvollen und aufrichtigen Worten, die ihnen, wenn sie sie beherzigen, von Nutzen sind, könnte man sie gewinnen (1Ko 4:12; 1Pe 3:9). Man muß, wenn man Segensworte spricht, auch darauf achten, wie man es tut (Spr 27:14). Jemand von seinen bösen Taten abzubringen ist bestimmt ein Segen, geschieht es doch zum Wohl des Betreffenden und zum Lobpreis Gottes (Apg 3:26).

Anderen zum Segen sein. Ein Mensch, der Gott gehorcht, kann seinen Mitmenschen zum Segen sein. Wer mit Personen zusammen ist, die Gott segnet, empfängt ebenfalls Segen. Laban wurde gesegnet, weil Jakob seine Herden hütete (1Mo 30:27, 30). Potiphars Haus und Feld wurden gesegnet, weil Joseph darüber eingesetzt war (1Mo 39:5). Wenn in Sodom zehn Gerechte gewohnt hätten, hätte Gott die Stadt nicht vernichtet (1Mo 18:32). Um der Gott hingegebenen Person willen mag Gott dessen ungläubigen Ehepartner und die gemeinsamen Kinder, wenn sie noch klein sind, begünstigen (1Ko 7:14). Jesus sagte in bezug auf die große Drangsal, die über die Welt kommen wird: „Um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden“, sonst „würde kein Fleisch gerettet werden“ (Mat 24:21, 22; vgl. Jes 65:8). Das Beispiel der von Gott Gesegneten nachzuahmen bringt noch größeren Segen (Gal 3:9; Heb 13:7; 1Ko 11:1;2Th 3:7). Weil die „Schafe“ den Brüdern Christi, den „Auserwählten“ Gottes, Gutes tun, werden sie von Gott gesegnet und mit ewigem Leben belohnt (Mat 25:31-34, 40, 46).

(Quelle: jw.org)

Glauben ins Leben umsetzen

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Tag 79 – 1. Mose 46:1-34

https://www.youtube.com/watch?v=slkrxgHc9g0

1 Jakob packte alle seine Sachen und zog los Richtung Ägypten. Als er in Beerscheba vorbeikam, machte er einen kurzen Stopp, um dort so ein Opferritual für Gott durchzuziehen. Er schlachtete eins seiner Tiere und grillte davon ein paar Steaks für Gott.

2 In der nächsten Nacht hatte er einen heftigen Traum. Gott kam vorbei und rief seinen Namen „Jakob, Jakob!“ – „Was is? Bin hier!“, antwortet er.

3 „Ich bin’s, Gott!“, sagte die Stimme. „Ich bin der Gott von deinem Vater. Du brauchst keine Angst vor Ägypten zu haben! Ich habe vor, mit deiner Familie dort ein großes Ding zu starten! Es sollen viele Babys geboren werden, und ihr sollt stark werden.

4 Ich bin dein Bodyguard, pass auf dich auf, wenn du nach Ägypten gehst, und ich werde auch dafür sorgen, dass ihr wieder zurückkommt. Josef wird bis ganz zum Schluss dabei sein, wenn du stirbst.“

5 Morgens zogen Jakob und seine Truppe von Beerscheba weiter. Seine Söhne setzten Jakob und auch seine Frauen und die Kinder in den Bus, den der Präsident extra hatte kommen lassen.

6 Irgendwann kamen Jakob und seine ganze Familie dann in Ägypten an. Das ganze Familieneigentum, alle Schafe, alles, was sie in Kanaan mal gekauft hatten, das war alles mit dabei.

7 Auch die Kinder und Enkelkinder waren alle mit am Start.

8–15 Jetzt kommt eine ganze Liste mit Namen, die zu der Familie von Jakob (Israel) gehörten. Die kamen alle mit nach Ägypten. Ganz vorne stehen die Söhne, die er von Lea bekommen hatte, als sie noch in Mesopotamien wohnten. Zuerst

Ruben

und dessen Söhne Henoch, Pallu, Hezron und Karmi. Dann

Simeon

und dessen Söhne Jemul, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul, den er aus der Beziehung mit einer Kanaaniterin bekommen hatte.

Levi

und seine Söhne Gerschon, Kehat und Merari.

Juda

und seine Söhne Er, Onan, Schela, Perez und Serach. Er und Onan waren allerdings schon in Kanaan gestorben. Perez hatte zwei Söhne: Hezron und Hamul.

Issachar

und seine Söhne Tola, Puwa, Jaschub und Schimron. Und zuletzt

Sebulon

und seine Söhne Sered, Elon und Jachleel. Ganz am Ende stand die Tochter Dina. Insgesamt waren es 33 Menschen, die aus der Beziehung zwischen Jakob und Lea entstanden sind.

16–18 Aus der Beziehung mit Silpa der kamen 16 Menschen:

Gad

und dessen Söhne Zifjon, Haggi, Schuni, Ezbon, Eri, Arod und Areli. Dazu

Ascher

und seine Söhne Jimna, Jischwa, Jischwi und Beria. Und dann soll auch noch die Tochter Serach hier genannt werden. Beria hatte auch zwei Söhne, den Heber und Malkiel. Insgesamt 16 Kinder wurden von Silpa geboren.

19–22 Von der Lieblingsfrau von Jakob, der Rahel, stammen folgende Jungs ab:

Josef

mit seinen Söhnen Manasse und Efraim (die beiden kamen aus der Beziehung mit Asenat, eine Tochter des Priesters Potifera aus On, sie wurde auch in Ägypten geboren). Dann kommt noch der

Benjamin

und seine Söhne Bela, Becher, Aschbel, Gera, Naaman, Ehi, Rosch, Muppim, Huppim und Ard. Insgesamt waren es 14 Menschen, die aus der Beziehung zwischen Jakob und Rahel entstanden sind.

23–25 Aus der Beziehung mit Bilha, der Angestellten von Rahel (die von Laban), kommen folgende Kinder und Enkelkinder:

Dan

und sein Sohn Huschim.

Naftali

und seine Söhne Jachzeel, Guni, Jezer und Schillem.

26 Insgesamt kamen also mit Jakob 66 Kinder und Enkel nach Ägypten. Dazu kamen noch die Frauen von Jakobs Söhnen.

27 Wenn man jetzt noch Jakob, Josef und seine Söhne dazuzählt, zogen insgesamt 70 Leute aus der Familie vom Jakob nach Ägypten.

28 Jakob kam irgendwann mit seiner ganzen Familie in Ägypten an. Juda hatte er schon mal vorgeschickt, damit er Josef ansagen konnte, dass sie bald bei ihm sein würden. Die Idee war, sich schon auf halbem Weg in dem Land Goschen zu treffen.

29 Josef ließ seine Staatskarosse kommen und fuhr seinem Vater entgegen. Als er da war, stieg er aus, beide liefen sich entgegen und umarmten sich heftig. Josef und Jakob fingen dabei voll an zu weinen.

30 „Von mir aus kann ich jetzt gerne sterben“, sagte Jakob. „Ich hab dich endlich wieder gesehen, und ich weiß jetzt, dass du noch lebst!“

31 Josef sagte dann zu seinen Brüdern und der ganzen Familiengang, die da standen: „Leute, ich gehe jetzt mal zum Präsidenten und sprech bei ihm vor. Ich will ihm erzählen, dass ihr aus dem Kanaan-Land zu Besuch seid, um mich zu sehen.

32 Ich sage ihm, dass ihr eure Kohle mit Viehzüchten verdient und dass ihr den ganzen Besitz und auch alle Tiere mit am Start habt.

33 Wenn der Präsident euch vorladen lässt und Fragen nach eurem Beruf stellt,

34 dann sagt ihm einfach, dass ihr immer schon als Viehzüchter gearbeitet habt, Schafe und Ziegen, damit kennt ihr euch aus. „Das war schon immer so in unser Familie“ müsst ihr ihm erzählen. Dann wird er euch ein Visum ausstellen, und ihr habt die Erlaubnis, in dem Land zu wohnen.“ Für Ägypter sind Viehzüchter, die den ganzen Tag mit Schafen und Ziegen rumhängen, nämlich total out. Sie finden die einfach ekelig.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da spannte Josef seinen Wagen an und zog hinauf, seinen Vater Israel entgegen nach Goschen; und als er vor ihm erschien, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Hals. (1Mo 46:29)

Gottes Verheißung

  • Gott verspricht Jakob, dass er eine große Nation aus ihm machen werde.

Gottes Handeln

  • Gott beruhigte Jakob, er solle sich nicht fürchten, er ist bei ihm (also handelte Jakob nicht aus Eigenwillen)

Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Jakob fragte Gott. Er zog nicht ohne dessen Beistand und ohne des Aufforderung ins Land seiner Feinde.
  • Die ganze Familie waren jetzt unter 100 Leute, ein paar Jahrhunderte später waren es schon über 2 Millionen (!) (2Mo 12:34; 4Mo 1:46)
  • Jakobs Familie bestand aus Viehzüchtern und Schafhirten. Beide „Berufe“ galten in Ägypten nichts. Trotzdem stellte er seine Familie genauso dem Pharao vor.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Bei jeder Entscheidung Gott fragen! Denn wir als Christen leben ja in „Feindesland“. Sich hier ohne der Hilfe Gottes zu bewegen, birgt so viele Gefahren ins sich. Genau das ist mir beim Lesen dieses Kapitels bewusst geworden. Wie heißt es bei Jesus: Wir leben in dieser Welt, sind aber nicht von dieser Welt, leben als Fremdlinge hier) Wie wichtig ist da die persönliche Führung Gottes! Warum ist mir das nicht viel eher bewusst geworden? Warum habe ich nicht viel eher danach gefragt?
  • Josef bekannte sich vor dem Pharao zu den Berufen seiner Familie. Es ist wichtig, vor anderen zu dem zu stehen, wer man ist. Keine Angst davor, dass man doof angeguckt wird. Selbstbewusstsein ist angesagt!

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Tag 78 – 1. Mose 45: 16-28

https://www.youtube.com/watch?v=slkrxgHc9g0

16  An der Residenz machte die Nachricht, dass die Brüder vom Josef da waren, erst mal die Runde. Der Präsident und auch die Minister fanden die Sache aber sehr cool.

17  Er sagte zu Josef: „Sagen Sie Ihren Brüdern, dass sie mal ihre Lkws beladen sollen. Sie können dann schnell wieder ins Kanaan-Land abdüsen

18  und dann noch mal wiederkommen. Diesmal sollen sie aber auch Ihren Vater und die ganze Familie mitbringen! Wenn die wollen, kriegen sie von mir ein richtig gutes Stück Land geschenkt. Dort kann man sehr gut Sachen anbauen. Ihre Familie soll das beste Essen kriegen, was man in Ägypten anpflanzen kann.

19  Sie haben ja alle Vollmachten von mir bekommen. Also organisieren Sie noch einen Bus, wo die kleinen Kinder und die Frauen mitfahren können. Auch für Ihren Vater ist das bestimmt ne gute Idee, da mitzufahren.

20  Sie sollen ihren ganzen Krempel ruhig zu Hause lassen und sich nicht mehr darum kümmern. Sie werden hier die krassesten Sachen geschenkt kriegen, die Ägypten zu bieten hat.“

21  Die Brüder waren einverstanden. Josef gab ihnen, mit dem Einverständnis vom Präsidenten, die Wagen und auch genug zu Essen für die Reise.

22  Jeder bekam dazu noch einen richtig feschen Armani-Anzug. Benjamin konnte sich sogar noch fünf Jeans aussuchen und bekam dazu noch 35 000 Euro Bares in die Hand gedrückt!

23  Für seinen Vater schickte er noch extra zehn Autos los. Die waren mit Säcken voller Brot und anderen Lebensmitteln als Proviant für die Reise nach Ägypten bestückt.

24  Dann sagte er seinen Geschwistern „good bye“, und sie machten sich alle auf den Heimweg. „Bitte habt keinen Stress miteinander, wenn ihr unterwegs seid, ja?“, rief er ihnen noch nach.

25  Die Brüder kamen dann ins Kanaan-Land bei ihrem Vater Jakob an.

26  Sofort erzählten sie ihm das ganze Abenteuer, das sie in Ägypten erlebt hatten. „Josef lebt, Papa! Stell dir vor, er ist zurzeit der Chef über ganz Ägypten!“ Der Vater war aber wie in Trance, sie konnte ihn nicht erreichen, vor allem, weil er ihnen kein Wort mehr glaubte.

27  Die Jungs waren aber so begeistert am Erzählen, und als sie ihm sagten, was Josef ihnen aufgetragen hatte und er dann auch noch die fetten Autos sah, wurde Jakob langsam wieder wach.

28  Irgendwann sagte er dann: „Schnauze halten! Es reicht jetzt! Mein Sohn Josef lebt also noch? Dann muss ich da auch unbedingt hin und ihn sehen, bevor ich kaputtgehe und sterbe!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und sie berichteten ihm [dem Vater]: Josef lebt noch, ja, er ist Herrscher über das ganze Land Ägypten. (1Mo 45:26)

Und Isreal sprach: Genug! Mein Sohn Josef lebt noch! Ich will hinziehen und ihn sehen, bevor ich sterbe. (1Mo 45:28)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

Ich kann auch 12 Bibelverse lesen, ohne dass mich etwas anspringt.

Glauben ins Leben umgesetzt

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o o o o o

Tag 77 – 1. Mose 45:1-15

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

1  Als Josef die ganze Story hörte, konnte er sich nicht länger zusammenreißen. Erst schickte er alle Ägypter vor die Tür, er wollte auf keinen Fall, dass irgendein Fremder dabei war, wenn er seinen Brüdern zeigte, wer er wirklich war.

2  Dann waren sie endlich allein. Josef fing erst mal voll laut an zu heulen. Alle im Innenhof bekamen das mit, und auch der Präsident und seine Mitarbeiter hörten von der Sache.

3  „ICH bin Josef!“, sagte er zu seinen Brüdern. „Lebt Papa noch?“ Seine Brüder waren aber alle erst mal wie gelähmt und konnten gar nichts sagen . . .

4  „Kommt mal näher zu mir!“ Als sie vor ihm standen, rief er ihnen noch mal zu: „Ich bin’s wirklich! Josef, euer Bruder! Der, den ihr nach Ägypten verhökert habt!

5  Keine Panik Leute, ihr braucht euch echt keinen Kopf mehr zu machen wegen der Sache! Es war am Ende doch wohl Gott selbst, der mich auf diesem verrückten Weg nach Ägypten geschickt hat. Er wollte, dass ich hier vielen Menschen das Leben rette!

6  Seit zwei Jahren haben wir jetzt schon diese derbe Hungersnot. Fünf Jahre wird das noch so weitergehen, erst dann wird man wieder Sachen aussäen und ernten können.

7  Das war der Grund, warum mich Gott hierhin geschickt hat. Es war sein Plan, denn er wollte euch und eure Kinder retten.

8  Genau genommen habt ihr mich gar nicht in diese Lage gebracht, sondern Gott. Er hat das alles so organisiert, dass ich diese Anstellung beim Präsidenten bekommen hab und sein Vize wurde. Alle in Ägypten müssen im Grunde tun, was ich sage.

9  Jetzt los, Leute! Und nehmt für Papa noch einen Brief von mir mit!“ Er setzte sich dann schnell an den Schreibtisch und schrieb: „Lieber Papa! Wie geht es dir? Mir geht es gut! Gott hat dafür gesorgt, dass ich der Chef von ganz Ägypten geworden bin. Bitte komme mich ganz schnell besuchen! Warte nicht mehr so lange!

10  Wenn du willst, kannst du dich in dem Gebiet Goschen niederlassen. Das ist ganz in der Nähe, wo ich auch wohne. Bitte bring alle deine Kinder mit und auch die Enkel! Pack deine ganzen Sachen zusammen, und nimm auch den ganzen Betrieb mit, alle Ziegen und Rinder.

11  Diese Hungersnot wird noch fünf Jahre weitergehen. Ich pass auf euch auf und sorg dafür, dass es euch gutgeht! Bis bald. Dein Josef“

12  Er gab den Brief an seine Brüder und sagte zu ihnen: „Hey, habt ihr es jetzt kapiert? Ich bin es, der mit euch redet! Wie sieht es bei dir aus, Benjamin?

13  Ihr müsst Papa die ganze Geschichte erzählen, alles, was ihr hier gesehen habt. Sagt ihm auch, dass ich richtig Karriere in Ägypten gemacht habe. Und jetzt zieht mal los und bringt ihn her, so schnell es geht!!!“

14  Josef knuddelte den Benjamin wie verrückt und weinte dabei die ganze Zeit. Benjamin heulte auch voll los.

15  Dann knutschte Josef der Reihe nach seine Brüder ab, weil er sich voll freute. Erst jetzt fingen die Brüder an zu kapieren, was da gerade passiert war, und fingen an, ihm tausend Fragen zu stellen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Und er sagte: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. (1Mo 45:4)

Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn für sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten. (1Mo 45:8)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Gottes Weg mit uns, mir MIR, erkennt man erst oft im Rückblick, dass alles so wie es lief, richtig und gut war. Nur fühlt sich das im Augenblick von Schwierigkeiten gar nicht so an und wir (ICH) sind immer auf der Suche nach dem Warum.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Das Schlüsselwort dafür ist das bedingungslose Vertrauen in Gott, dass Gott keine Fehler macht, dass alles richtig ist, wenn ich bei ihm bleibe und mein ganzes Vertrauen in ihn setze. Genau an dieser Stelle war ich schon mal. Ich bin wieder auf den Weg dorthin. Und genau dorthin will ich wieder unbedingt!

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Tag 76 – 1. Mose 44:14-34

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

14  Als sie bei ihm ankamen, gingen sie sofort in sein Büro, wo er schon auf sie wartete. Sofort -warfen sie sich auf den Boden.

15  Josef schrie sie an: „Was ist denn jetzt bitte los? Wie sind Sie überhaupt drauf? Es hätte Ihnen doch vollkommen klar sein müssen, dass ich so was sofort merke, wenn man mich beklaut!“

16  „Sehr verehrter Herr! Wir sind selbst vollkommen sprachlos! Was können wir noch sagen, um unsere Unschuld zu beweisen? Gott hat dafür gesorgt, dass wir erwischt wurden. Ab sofort stehen wir Ihnen für immer zur Verfügung. Wir und auch der, bei dem die Uhr gefunden wurde.“

17  Aber Josef sagte: „Nein, ich werde nicht so ungerecht sein. Ich will nur, dass der, bei dem die Uhr gefunden wurde, ab sofort auf lau für mich arbeitet. Sie anderen können wieder in Ruhe zu Ihrem Vater zurückgehen!“

18  Juda ging auf Josef zu und ergriff das Wort: „Sehr verehrter Herr! Sie haben fast genau so viel Macht wie der Präsident von Ägypten! Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich hier ganz offen mit Ihnen rede, und bitte werden Sie nicht gleich sauer.

19  Das letzte Mal, als wir bei Ihnen waren, haben Sie uns gefragt, ob unser Vater noch lebt und ob es bei uns noch mehr Brüder gibt.

20  Wir haben ganz ehrlich geantwortet, dass unser Vater zwar schon sehr alt ist, aber noch lebt. Und auch, dass wir noch einen Bruder haben, den unser Vater bekommen hat, obwohl er da schon im Rentneralter war. Dieser Junge ist der letzte Sohn von zweien, die dieselbe Mutter haben. Der Ältere ist schon tot. Darum hängt der Vater auch so an ihm.

21  Als Sie gesagt hatten, wir sollten ihn auch noch herbringen,

22  haben wir versucht, deutlich zu machen, dass der Junge zurzeit seinen Vater nicht alleine lassen kann. Er würde sehr wahrscheinlich eine Herzattacke kriegen und sterben, wenn der Jüngste weg wäre.

23  Aber Sie haben da drauf bestanden. Sie meinten zu uns: ,Ohne ihn brauchen Sie gar nicht noch einmal zu kommen!‘

24  Als wir dann wieder zu Hause waren, haben wir unserem Vater alles erzählt.

25  Dann waren die Essensreserven schon wieder alle, und er fragte uns noch mal, ob wir nicht nach Ägypten gehen würden, um Nachschub zu holen.

26  Aber wir fanden das keine so gute Idee. Wir sagten ihm: ,Das geht unmöglich – es sei denn, Benjamin kommt mit! Ohne ihn brauchen wir dort gar nicht erst noch mal auflaufen!‘

27  Mein Vater, der alles für Sie tun würde, sagte dann zu uns: ,Ihr wisst das doch, dass meine Lieblingsfrau mir nur zwei Söhne geboren hat, oder?

28  Den einen hab ich schon vor Jahren als vermisst gemeldet. Er ist mit Sicherheit ermordet worden oder bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ich hab ihn seitdem nie mehr gesehen.

29  Jetzt wollt ihr mir den zweiten Sohn auch noch wegnehmen? Wer kann mir denn garantieren, dass er nicht auch einen Unfall hat oder getötet wird, he? Ich würde das nicht überleben!‘

30  Wenn wir jetzt zurückkommen und er sieht, dass der Junge, an dem er so wahnsinnig hängt, nicht dabei ist,

31  dann wird er sofort einen Herzkasper kriegen und tot umfallen. Dann sind wir verantwortlich für den Tod unseres eigenen Vaters und auch dafür, dass er mit so viel Frust und Trauer gestorben ist. Denn diese ganze Depression nimmt er dann sogar mit in den Tod.

32  Außerdem hab ich ihm gesagt, ich stehe dafür grade, dass ich den Jungen wieder mitbringe. Die ganze Schuld liegt bei mir, und zwar für immer.

33  Bitte erlauben Sie mir, dass ich anstelle von Benjamin hier bleibe. Ich werde Ihnen treu dienen und Ihr Angestellter sein, ohne Bezahlung und solange ich lebe. Bitte lassen Sie aber die anderen wieder nach Hause gehen!

34  Ich kann sowieso nicht mehr zurück, wenn der Junge nicht bei mir ist. Und ich würde durchdrehen, wenn ich meinen Vater so traurig sehen müsste.“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Da trat Juda zu ihm und sagte: Bitte mein Herr, lass doch einen Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht den Zorn gegen deinen Knecht … (1Mo 44:18)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tage

  • Georg William schreibt: … Dass er erst Simeon und dann Benjamin zurückhielt, war geschickt ausgedacht und geschah, um festzustellen, ob sie noch immer hartherzig gegen die Hilferufe eines gefangenen Bruders und die Tränen eines beraubten Vaters waren. Sein Plan ging bewundernswert auf. Seine Härte und Freundlichkeit wirkten zusammen, um sie zu beruhigen, und seine Güte wirkte mit, um sie zur Buße zu leiten.
  • Es ist schon sehr bemerksenswert, wie sie letztendlich eine Schuld (den Kelch geklaut zu haben) auf sich nahmen, die sie gar nicht getan hatten.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Menschen können sich ändern! Das im Sinn zu behalten und spätere Reue auch als Entschuldigung anzunehmen.
  • Oder auch andersherum: Dort, wo ich früher an anderen schuldig geworden bin, eingestehen und Reue auch gegenüber Menschen zu bekennen und um Entschuldigung zu bitten.
  • Zu beiden fällt mir aus meinem persönlichen Leben so spontan nichts ein, was natürlich nicht bedeutet, dass es das nicht gibt. Aber ich will feinfühlig dafür sein und bei Aufploppen solcher Dinge, es richtig machen.

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Tag 75 – 1. Mose 44:1-13

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

1  Am nächsten Morgen beauftragte Josef seinen Manager: „Füllen Sie die Kisten von diesen Männern wieder randvoll mit Getreide! Dann legen Sie auch das Geld wieder oben rein, was sie dafür bezahlt haben.

2  In die Kiste, die der Jüngste von ihnen beladen hat, legen Sie bitte noch meine Rolex oben rein, Sie wissen schon, welche.“ Der Manager führte den Auftrag sofort aus.

3  Am nächsten Morgen machte man früh um 5.00 Uhr die Papiere fertig und ließ sie abreisen.

4  Als sie gerade um die Ecke den Ort verlassen wollten, befahl Josef seinem Manager: „Jetzt gehts los! Fahren Sie schnell hinterher und holen Sie sie ein! Wenn Sie die Wagen erreicht haben, stoppen Sie den ganzen Treck. Und dann müssen Sie Folgendes loslassen: ,Warum habt ihr meinen Chef beklaut, obwohl er so gut zu euch war?

5  Ihr habt die Rolex von meinem Chef mitgenommen, ein Erbstück von seinem Vater. Ihr habt damit ein Schwerstverbrechen begangen!‘“

6  Der Manager fuhr full speed los und holte sie recht schnell ein. Dann sagte er seinen Spruch auf, den ihm Josef aufgetragen hatte.

7  „Wie kommen Sie zu so ner Aussage?“, antworteten die Brüder. „So was würden wir nie und nimmer bringen!

8  Jeder Cent, den wir mitgebracht haben, auch das Geld, das man uns versehentlich in die Kisten getan hat, alles wurde von uns wieder zurückgebracht! Warum sollten aus-gerechnet wir auf die Idee kommen, aus dem Haus von Ihrem Chef Sachen zu zocken?

9  Also, falls Sie die Uhr tatsächlich bei irgendjemandem von uns finden sollten, soll der die Höchststrafe dafür bekommen, den Tod. Und wir würden ab sofort freiwillig als Angestellte mit Billiglohn auf Lebenszeit für Ihren Chef arbeiten. Ist das ein Angebot?“

10  „Ja, okay“, sagte der Manager. „Das hört sich gut an. Wer das Teil gezockt hat, der kommt mit und muss für immer für ihn arbeiten. Der Rest kann weiter nach Hause gehen.“

11  Sie holten sofort die Kisten raus und öffneten sie.

12  Der Manager filzte zuerst die Sachen vom Ältesten, dann vom Zweitältesten usw., bis er beim Jüngsten war. Dort fand er dann die Rolex in Benjamins Sachen.

13  Die Brüder rasteten total aus, schlugen auf die Motorhaube und schrien rum. Schließlich packten sie alles wieder ein und fuhren die Strecke zurück zu dem Haus, wo Josef wohnte.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Meinen Kelch aber, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack des Jüngsten legen mit dem Geld für sein Getreide! (1Mo 44:2)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Irgendwie tut mir der Benjamin leid, er wird hier geopfert, dass Josef seine Brüder läutern will …
  • Ja, ja ich weiß, alles ist eine prophetische Vorschau auf weiß nicht was, aber ich will keine Prophetie betreiben, sondern die Abschnitte so nehmen, wie sie dort stehen. Bibellesen für Dumme sozusagen …

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Ich weiß jetzt gerade nicht, was ich aus diesen Versen lernen soll …

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Tag 74 – 1. Mose 43:26-34

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

26  Als Josef nach Hause kam, überreichten sie ihm die ganzen Geschenke und machten dabei immer wieder ganz tiefe Verbeugungen.

27  Josef wollte wissen, ob bei ihnen alles okay ist. „Wie geht es Ihrem alten Vater eigentlich? Lebt der noch?“

28  „Ja, unserem Vater geht es gut. Wir sollen herzliche Grüße von ihm ausrichten!“ Dann verbeugten sie sich wieder ganz tief vor Josef.

29  Jetzt sah der erst seinen Bruder Benjamin, der die gleiche Mutter hatte wie er auch. „Ist das Ihr Jüngster, von dem Sie mir erzählt haben?“, schauspielerte er. „Gott ist voll auf deiner Seite, mein Sohn!“

30  Josef kriegte voll die Heuleritis, als er das sagte. Damit keiner mitkriegte, dass er wegen seinem Bruder am Weinen war, ging er schnell in sein Privatzimmer und flennte sich da erstmal richtig aus.

31  Danach hielt er sein Gesicht unter kaltes Wasser und ging wieder zurück. „Du musst dich jetzt echt zusammenreißen“, sagte er zu sich selbst. Dann beauftragte er den Hausangestellten: „Fahrt jetzt mal das Essen auf!“

32  Im Esszimmer bekam Josef einen Platz an einem Sondertisch, die anderen Brüder saßen zusammen. An einem dritten Tisch platzen sich die Ägypter hin, die in dem Anwesen von Josef arbeiteten. Es war nämlich damals total out für einen Ägypter, mit Hebräern an einem Tisch zu essen.

33  Die Brüder saßen alle genau Josef gegenüber. Dabei hatte man die Platzkarten so organisiert, dass sie der Reihenfolge von ihrem Alter entsprachen. Das fanden die, na klar, erstmal total strange, weil das ja eigentlich keiner wissen konnte.

34  Dann kam das Essen. Es wurden die ganzen Spezialsachen aufgefahren, die eigentlich nur besondere Staatsgäste bekommen. Wobei Benjamin von allem fünfmal so viel auf seinen Teller bekam, wie die anderen. Danach tranken sie noch ein paar Flaschen Alk, bis sie in Partylaune und richtig breit waren.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und Josef eilte hinaus, denn sein Innerstes wurde erregt über seinen Bruder Benjamin, und er suchte [einen Ort] zu weinen. (1Mo 43:30)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen

  • Sie aßen an getrennten Tischen. In Ägypten war es üblich, dass man nicht mit Hebräern an einem Tisch saß. Aber Josef war Hebräer? Wollte er sich noch nicht zu erkennen geben? Aber ist das nicht unehrlich? Schließlich wusste der Pharao, dass er Hebräer war????

Erkenntnis des Tages

  • Trotzdem, dass seine Brüder ihn so übel mitgespielt hatten, war kein Groll in ihm. Eher das Gegenteil, er weinte …
  • Obwohl er solange schon von zu Hause weg war, er hatte seine Familie nicht vergessen und liebte sie.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Mir geht gerade durch den Kopf, dass ich auch eine Schwester habe, aber wir kaum Kontakt miteinander haben, weil wir eben sehr unterschiedlich sind. Wenn wir nicht zufällig Geschwister wären, wir würden uns ganz gewiss nicht kennen. Aber wir sind es. Was soll ich tun? Mich bei ihr melden? Mit ihr Kontakt haben? Aber was tut man miteinander, wenn man nunmal keine Gemeinsamkeiten hat? Keine „Schnittmengen“ außer die gleichen Eltern, die schon verstorben sind?

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