Tag 77 – 1. Mose 45:1-15

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

1  Als Josef die ganze Story hörte, konnte er sich nicht länger zusammenreißen. Erst schickte er alle Ägypter vor die Tür, er wollte auf keinen Fall, dass irgendein Fremder dabei war, wenn er seinen Brüdern zeigte, wer er wirklich war.

2  Dann waren sie endlich allein. Josef fing erst mal voll laut an zu heulen. Alle im Innenhof bekamen das mit, und auch der Präsident und seine Mitarbeiter hörten von der Sache.

3  „ICH bin Josef!“, sagte er zu seinen Brüdern. „Lebt Papa noch?“ Seine Brüder waren aber alle erst mal wie gelähmt und konnten gar nichts sagen . . .

4  „Kommt mal näher zu mir!“ Als sie vor ihm standen, rief er ihnen noch mal zu: „Ich bin’s wirklich! Josef, euer Bruder! Der, den ihr nach Ägypten verhökert habt!

5  Keine Panik Leute, ihr braucht euch echt keinen Kopf mehr zu machen wegen der Sache! Es war am Ende doch wohl Gott selbst, der mich auf diesem verrückten Weg nach Ägypten geschickt hat. Er wollte, dass ich hier vielen Menschen das Leben rette!

6  Seit zwei Jahren haben wir jetzt schon diese derbe Hungersnot. Fünf Jahre wird das noch so weitergehen, erst dann wird man wieder Sachen aussäen und ernten können.

7  Das war der Grund, warum mich Gott hierhin geschickt hat. Es war sein Plan, denn er wollte euch und eure Kinder retten.

8  Genau genommen habt ihr mich gar nicht in diese Lage gebracht, sondern Gott. Er hat das alles so organisiert, dass ich diese Anstellung beim Präsidenten bekommen hab und sein Vize wurde. Alle in Ägypten müssen im Grunde tun, was ich sage.

9  Jetzt los, Leute! Und nehmt für Papa noch einen Brief von mir mit!“ Er setzte sich dann schnell an den Schreibtisch und schrieb: „Lieber Papa! Wie geht es dir? Mir geht es gut! Gott hat dafür gesorgt, dass ich der Chef von ganz Ägypten geworden bin. Bitte komme mich ganz schnell besuchen! Warte nicht mehr so lange!

10  Wenn du willst, kannst du dich in dem Gebiet Goschen niederlassen. Das ist ganz in der Nähe, wo ich auch wohne. Bitte bring alle deine Kinder mit und auch die Enkel! Pack deine ganzen Sachen zusammen, und nimm auch den ganzen Betrieb mit, alle Ziegen und Rinder.

11  Diese Hungersnot wird noch fünf Jahre weitergehen. Ich pass auf euch auf und sorg dafür, dass es euch gutgeht! Bis bald. Dein Josef“

12  Er gab den Brief an seine Brüder und sagte zu ihnen: „Hey, habt ihr es jetzt kapiert? Ich bin es, der mit euch redet! Wie sieht es bei dir aus, Benjamin?

13  Ihr müsst Papa die ganze Geschichte erzählen, alles, was ihr hier gesehen habt. Sagt ihm auch, dass ich richtig Karriere in Ägypten gemacht habe. Und jetzt zieht mal los und bringt ihn her, so schnell es geht!!!“

14  Josef knuddelte den Benjamin wie verrückt und weinte dabei die ganze Zeit. Benjamin heulte auch voll los.

15  Dann knutschte Josef der Reihe nach seine Brüder ab, weil er sich voll freute. Erst jetzt fingen die Brüder an zu kapieren, was da gerade passiert war, und fingen an, ihm tausend Fragen zu stellen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Und er sagte: Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. (1Mo 45:4)

Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn für sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten. (1Mo 45:8)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Gottes Weg mit uns, mir MIR, erkennt man erst oft im Rückblick, dass alles so wie es lief, richtig und gut war. Nur fühlt sich das im Augenblick von Schwierigkeiten gar nicht so an und wir (ICH) sind immer auf der Suche nach dem Warum.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Das Schlüsselwort dafür ist das bedingungslose Vertrauen in Gott, dass Gott keine Fehler macht, dass alles richtig ist, wenn ich bei ihm bleibe und mein ganzes Vertrauen in ihn setze. Genau an dieser Stelle war ich schon mal. Ich bin wieder auf den Weg dorthin. Und genau dorthin will ich wieder unbedingt!

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Tag 76 – 1. Mose 44:14-34

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

14  Als sie bei ihm ankamen, gingen sie sofort in sein Büro, wo er schon auf sie wartete. Sofort -warfen sie sich auf den Boden.

15  Josef schrie sie an: „Was ist denn jetzt bitte los? Wie sind Sie überhaupt drauf? Es hätte Ihnen doch vollkommen klar sein müssen, dass ich so was sofort merke, wenn man mich beklaut!“

16  „Sehr verehrter Herr! Wir sind selbst vollkommen sprachlos! Was können wir noch sagen, um unsere Unschuld zu beweisen? Gott hat dafür gesorgt, dass wir erwischt wurden. Ab sofort stehen wir Ihnen für immer zur Verfügung. Wir und auch der, bei dem die Uhr gefunden wurde.“

17  Aber Josef sagte: „Nein, ich werde nicht so ungerecht sein. Ich will nur, dass der, bei dem die Uhr gefunden wurde, ab sofort auf lau für mich arbeitet. Sie anderen können wieder in Ruhe zu Ihrem Vater zurückgehen!“

18  Juda ging auf Josef zu und ergriff das Wort: „Sehr verehrter Herr! Sie haben fast genau so viel Macht wie der Präsident von Ägypten! Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich hier ganz offen mit Ihnen rede, und bitte werden Sie nicht gleich sauer.

19  Das letzte Mal, als wir bei Ihnen waren, haben Sie uns gefragt, ob unser Vater noch lebt und ob es bei uns noch mehr Brüder gibt.

20  Wir haben ganz ehrlich geantwortet, dass unser Vater zwar schon sehr alt ist, aber noch lebt. Und auch, dass wir noch einen Bruder haben, den unser Vater bekommen hat, obwohl er da schon im Rentneralter war. Dieser Junge ist der letzte Sohn von zweien, die dieselbe Mutter haben. Der Ältere ist schon tot. Darum hängt der Vater auch so an ihm.

21  Als Sie gesagt hatten, wir sollten ihn auch noch herbringen,

22  haben wir versucht, deutlich zu machen, dass der Junge zurzeit seinen Vater nicht alleine lassen kann. Er würde sehr wahrscheinlich eine Herzattacke kriegen und sterben, wenn der Jüngste weg wäre.

23  Aber Sie haben da drauf bestanden. Sie meinten zu uns: ,Ohne ihn brauchen Sie gar nicht noch einmal zu kommen!‘

24  Als wir dann wieder zu Hause waren, haben wir unserem Vater alles erzählt.

25  Dann waren die Essensreserven schon wieder alle, und er fragte uns noch mal, ob wir nicht nach Ägypten gehen würden, um Nachschub zu holen.

26  Aber wir fanden das keine so gute Idee. Wir sagten ihm: ,Das geht unmöglich – es sei denn, Benjamin kommt mit! Ohne ihn brauchen wir dort gar nicht erst noch mal auflaufen!‘

27  Mein Vater, der alles für Sie tun würde, sagte dann zu uns: ,Ihr wisst das doch, dass meine Lieblingsfrau mir nur zwei Söhne geboren hat, oder?

28  Den einen hab ich schon vor Jahren als vermisst gemeldet. Er ist mit Sicherheit ermordet worden oder bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ich hab ihn seitdem nie mehr gesehen.

29  Jetzt wollt ihr mir den zweiten Sohn auch noch wegnehmen? Wer kann mir denn garantieren, dass er nicht auch einen Unfall hat oder getötet wird, he? Ich würde das nicht überleben!‘

30  Wenn wir jetzt zurückkommen und er sieht, dass der Junge, an dem er so wahnsinnig hängt, nicht dabei ist,

31  dann wird er sofort einen Herzkasper kriegen und tot umfallen. Dann sind wir verantwortlich für den Tod unseres eigenen Vaters und auch dafür, dass er mit so viel Frust und Trauer gestorben ist. Denn diese ganze Depression nimmt er dann sogar mit in den Tod.

32  Außerdem hab ich ihm gesagt, ich stehe dafür grade, dass ich den Jungen wieder mitbringe. Die ganze Schuld liegt bei mir, und zwar für immer.

33  Bitte erlauben Sie mir, dass ich anstelle von Benjamin hier bleibe. Ich werde Ihnen treu dienen und Ihr Angestellter sein, ohne Bezahlung und solange ich lebe. Bitte lassen Sie aber die anderen wieder nach Hause gehen!

34  Ich kann sowieso nicht mehr zurück, wenn der Junge nicht bei mir ist. Und ich würde durchdrehen, wenn ich meinen Vater so traurig sehen müsste.“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Da trat Juda zu ihm und sagte: Bitte mein Herr, lass doch einen Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht den Zorn gegen deinen Knecht … (1Mo 44:18)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tage

  • Georg William schreibt: … Dass er erst Simeon und dann Benjamin zurückhielt, war geschickt ausgedacht und geschah, um festzustellen, ob sie noch immer hartherzig gegen die Hilferufe eines gefangenen Bruders und die Tränen eines beraubten Vaters waren. Sein Plan ging bewundernswert auf. Seine Härte und Freundlichkeit wirkten zusammen, um sie zu beruhigen, und seine Güte wirkte mit, um sie zur Buße zu leiten.
  • Es ist schon sehr bemerksenswert, wie sie letztendlich eine Schuld (den Kelch geklaut zu haben) auf sich nahmen, die sie gar nicht getan hatten.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Menschen können sich ändern! Das im Sinn zu behalten und spätere Reue auch als Entschuldigung anzunehmen.
  • Oder auch andersherum: Dort, wo ich früher an anderen schuldig geworden bin, eingestehen und Reue auch gegenüber Menschen zu bekennen und um Entschuldigung zu bitten.
  • Zu beiden fällt mir aus meinem persönlichen Leben so spontan nichts ein, was natürlich nicht bedeutet, dass es das nicht gibt. Aber ich will feinfühlig dafür sein und bei Aufploppen solcher Dinge, es richtig machen.

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Tag 75 – 1. Mose 44:1-13

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

1  Am nächsten Morgen beauftragte Josef seinen Manager: „Füllen Sie die Kisten von diesen Männern wieder randvoll mit Getreide! Dann legen Sie auch das Geld wieder oben rein, was sie dafür bezahlt haben.

2  In die Kiste, die der Jüngste von ihnen beladen hat, legen Sie bitte noch meine Rolex oben rein, Sie wissen schon, welche.“ Der Manager führte den Auftrag sofort aus.

3  Am nächsten Morgen machte man früh um 5.00 Uhr die Papiere fertig und ließ sie abreisen.

4  Als sie gerade um die Ecke den Ort verlassen wollten, befahl Josef seinem Manager: „Jetzt gehts los! Fahren Sie schnell hinterher und holen Sie sie ein! Wenn Sie die Wagen erreicht haben, stoppen Sie den ganzen Treck. Und dann müssen Sie Folgendes loslassen: ,Warum habt ihr meinen Chef beklaut, obwohl er so gut zu euch war?

5  Ihr habt die Rolex von meinem Chef mitgenommen, ein Erbstück von seinem Vater. Ihr habt damit ein Schwerstverbrechen begangen!‘“

6  Der Manager fuhr full speed los und holte sie recht schnell ein. Dann sagte er seinen Spruch auf, den ihm Josef aufgetragen hatte.

7  „Wie kommen Sie zu so ner Aussage?“, antworteten die Brüder. „So was würden wir nie und nimmer bringen!

8  Jeder Cent, den wir mitgebracht haben, auch das Geld, das man uns versehentlich in die Kisten getan hat, alles wurde von uns wieder zurückgebracht! Warum sollten aus-gerechnet wir auf die Idee kommen, aus dem Haus von Ihrem Chef Sachen zu zocken?

9  Also, falls Sie die Uhr tatsächlich bei irgendjemandem von uns finden sollten, soll der die Höchststrafe dafür bekommen, den Tod. Und wir würden ab sofort freiwillig als Angestellte mit Billiglohn auf Lebenszeit für Ihren Chef arbeiten. Ist das ein Angebot?“

10  „Ja, okay“, sagte der Manager. „Das hört sich gut an. Wer das Teil gezockt hat, der kommt mit und muss für immer für ihn arbeiten. Der Rest kann weiter nach Hause gehen.“

11  Sie holten sofort die Kisten raus und öffneten sie.

12  Der Manager filzte zuerst die Sachen vom Ältesten, dann vom Zweitältesten usw., bis er beim Jüngsten war. Dort fand er dann die Rolex in Benjamins Sachen.

13  Die Brüder rasteten total aus, schlugen auf die Motorhaube und schrien rum. Schließlich packten sie alles wieder ein und fuhren die Strecke zurück zu dem Haus, wo Josef wohnte.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Meinen Kelch aber, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack des Jüngsten legen mit dem Geld für sein Getreide! (1Mo 44:2)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Irgendwie tut mir der Benjamin leid, er wird hier geopfert, dass Josef seine Brüder läutern will …
  • Ja, ja ich weiß, alles ist eine prophetische Vorschau auf weiß nicht was, aber ich will keine Prophetie betreiben, sondern die Abschnitte so nehmen, wie sie dort stehen. Bibellesen für Dumme sozusagen …

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Ich weiß jetzt gerade nicht, was ich aus diesen Versen lernen soll …

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Tag 74 – 1. Mose 43:26-34

https://www.youtube.com/watch?v=iehPRBc-ydk

26  Als Josef nach Hause kam, überreichten sie ihm die ganzen Geschenke und machten dabei immer wieder ganz tiefe Verbeugungen.

27  Josef wollte wissen, ob bei ihnen alles okay ist. „Wie geht es Ihrem alten Vater eigentlich? Lebt der noch?“

28  „Ja, unserem Vater geht es gut. Wir sollen herzliche Grüße von ihm ausrichten!“ Dann verbeugten sie sich wieder ganz tief vor Josef.

29  Jetzt sah der erst seinen Bruder Benjamin, der die gleiche Mutter hatte wie er auch. „Ist das Ihr Jüngster, von dem Sie mir erzählt haben?“, schauspielerte er. „Gott ist voll auf deiner Seite, mein Sohn!“

30  Josef kriegte voll die Heuleritis, als er das sagte. Damit keiner mitkriegte, dass er wegen seinem Bruder am Weinen war, ging er schnell in sein Privatzimmer und flennte sich da erstmal richtig aus.

31  Danach hielt er sein Gesicht unter kaltes Wasser und ging wieder zurück. „Du musst dich jetzt echt zusammenreißen“, sagte er zu sich selbst. Dann beauftragte er den Hausangestellten: „Fahrt jetzt mal das Essen auf!“

32  Im Esszimmer bekam Josef einen Platz an einem Sondertisch, die anderen Brüder saßen zusammen. An einem dritten Tisch platzen sich die Ägypter hin, die in dem Anwesen von Josef arbeiteten. Es war nämlich damals total out für einen Ägypter, mit Hebräern an einem Tisch zu essen.

33  Die Brüder saßen alle genau Josef gegenüber. Dabei hatte man die Platzkarten so organisiert, dass sie der Reihenfolge von ihrem Alter entsprachen. Das fanden die, na klar, erstmal total strange, weil das ja eigentlich keiner wissen konnte.

34  Dann kam das Essen. Es wurden die ganzen Spezialsachen aufgefahren, die eigentlich nur besondere Staatsgäste bekommen. Wobei Benjamin von allem fünfmal so viel auf seinen Teller bekam, wie die anderen. Danach tranken sie noch ein paar Flaschen Alk, bis sie in Partylaune und richtig breit waren.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Und Josef eilte hinaus, denn sein Innerstes wurde erregt über seinen Bruder Benjamin, und er suchte [einen Ort] zu weinen. (1Mo 43:30)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen

  • Sie aßen an getrennten Tischen. In Ägypten war es üblich, dass man nicht mit Hebräern an einem Tisch saß. Aber Josef war Hebräer? Wollte er sich noch nicht zu erkennen geben? Aber ist das nicht unehrlich? Schließlich wusste der Pharao, dass er Hebräer war????

Erkenntnis des Tages

  • Trotzdem, dass seine Brüder ihn so übel mitgespielt hatten, war kein Groll in ihm. Eher das Gegenteil, er weinte …
  • Obwohl er solange schon von zu Hause weg war, er hatte seine Familie nicht vergessen und liebte sie.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Mir geht gerade durch den Kopf, dass ich auch eine Schwester habe, aber wir kaum Kontakt miteinander haben, weil wir eben sehr unterschiedlich sind. Wenn wir nicht zufällig Geschwister wären, wir würden uns ganz gewiss nicht kennen. Aber wir sind es. Was soll ich tun? Mich bei ihr melden? Mit ihr Kontakt haben? Aber was tut man miteinander, wenn man nunmal keine Gemeinsamkeiten hat? Keine „Schnittmengen“ außer die gleichen Eltern, die schon verstorben sind?

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Tag 73 – 1. Mose 43:15-25

https://www.youtube.com/watch?v=WlUW4-PEpnY

15  Die Brüder nahmen dann die doppelte Kohle mit, steckten die ganzen Geschenke ein und machten sich auf den Weg nach Ägypten. Benjamin hatten sie diesmal auch mit dabei. Nach einiger Zeit kamen sie beim Schloss an, in dem Josef wohnte.

16  Der sah schon aus dem Fenster, dass sie tatsächlich Benjamin mitgebracht hatten! Er rief sofort seinen Manager und sagte zu ihm: „Führen Sie die Leute, die grade ankommen, gleich in meine Residenz. Und dann fahren Sie das beste Essen auf, starten den Grill und machen uns leckere Steaks. Wir werden heute Mittag gemeinsam bei mir essen.“

17  Als der Manager die Brüder begrüßt hatte und er sie in Josefs Residenz fahren wollte,

18  bekamen sie die leichte Panik. „Das ist ne Falle! Sie werden uns wegen dem Geld, das irgendwie in unsere Kisten gekommen ist, bestimmt sofort verhaften, unser ganzes Eigentum abzocken, unseren LKW verkaufen und uns in den Knast stecken.“

19  Bevor sie in das Haus rein gingen, sprachen sie noch mal mit dem Manager:

20  „Mal ne Frage: Wir waren ja schon einmal hier und haben Getreide von Ihnen gekauft.

21  Auf dem Heimweg, als wir irgendwo übernachten wollten, haben wir in die Kisten reingesehen. Und da lag oben in einem Umschlag das ganze Geld, das wir Ihnen dafür bezahlt hatten. Wir haben das jetzt alles wieder mitgebracht.

22  Dazu haben wir noch genug Geld dabei, um neues Getreide zu kaufen. Keine Ahnung, wer uns diesen Betrag in unsere Kisten gepackt hatte!“

23  „Keine Panik! Bleiben Sie locker!“, meinte der Manager. „Das war wohl Ihr Gott höchstpersönlich, der Ihnen das Geld zugesteckt hat. Bei mir war die Abrechnung voll in Ordnung, ich habe einen satten Geldeingang von Ihnen verbucht.“ Er holte dann erstmal Simeon und brachte den zu ihnen.

24  Nachdem sie in der Residenz drin waren, ließ der Manager ihnen die Gästezimmer aufschließen, damit sie sich erstmal waschen konnten. Die Wagen wurden sogar neu betankt und kamen in die Autowäsche.

25  In der Zeit, als die Brüder auf Josef warteten, legten sie schon mal fein säuberlich die ganzen Geschenke auf den Tisch. Man hatte ihnen erzählt, dass sie sogar zum Mittagessen im Haus eingeladen waren!

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da nahmen die Männer dieses Geschenk und nahmen doppeltes Geld in ihre Hand und Benjamin, und machten sich auf und zogen nach Ägypten hinab. Und sie traten vor Josef. (1Mo 43:15)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Die Brüder können nicht glauben, dass jemand (Josef) ihnen das Geld zurück gibt und halten es für einen Irrtum, etwas unverdient zu bekommen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Das ist eine Sache, die ich auch erst lernen musste, etwas ohne Gegenwert zu bekommen und sich darüber ohne schlechtes Gewissen zu freuen.
  • Leider ist es in unserer Welt einfach so, dass man für alles irgendwie bezahlen muss und es aber auch erwartet wird. Genau dieses Verhalten ist mir in der Zeit mit Jürgen mächtig auf die Füße gefallen. Immer wieder hat er getobt und gebrüllt, wenn irgendjemand etwas Gutes getan hat und ich nicht gleichwertig reagiert habe. Auch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass zum Beispiel, wenn mich jemand eingeladen hat, ich gleiches wieder tue. Ja, es wäre normal, aber wenn ich es kräftemäßig nicht schaffe, muss ich damit leben, als undankbar zu gelten, evtl. auch unter Christen.

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Tag 72 – 1. Mose 43:1-15

Roman Eisele [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D

1  Die Hungersnot war immer noch sehr heftig.

2  Irgendwann waren die Getreidekisten alle, die die Brüder aus Ägypten mitgebracht hatten. Jakob sprach noch mal mit seinen Söhnen: „Ich möchte, dass ihr wieder da hinfahrt und uns was zu Essen organisiert.“

3  „Aber Papi, der Ägypter hat eindeutig gesagt, wenn wir noch mal in seine Nähe kommen, dann nur mit unserem Bruder! Das war eine Drohung!

4  Wir gehen nur, wenn es für dich okay ist, dass Benjamin mitkommt,

5  sonst bleiben wir lieber hier. Der Typ hat eindeutig klargemacht, wir sollen uns nicht noch einmal bei ihm blicken lassen, es sei denn, unser Bruder ist dabei.“

6  Jakob, den man in der Zeit auch „Israel“ nannte, war echt sauer. „Warum habt ihr ihm überhaupt davon erzählt, dass es noch einen Bruder bei euch gibt?“

7  „Ja, aber Papa, der Mann hat uns echt ausgequetscht. Er fragte uns ganz direkt: ,Lebt euer Vater noch?‘, ,Habt ihr noch einen Bruder?‘. Wir haben ihm dann einfach die Wahrheit gesagt. Wir hatten doch keine blasse Ahnung, dass der irgendwann auf die Idee kommt, wir sollen unseren Bruder auch noch mitbringen!“

8  Juda hatte dann einen Vorschlag: „Papa, vertrau mir einfach, okay? Gib mir den Jungen unter meinem persönlichen Schutz mit. Wir gehen besser das Risiko ein, als dass wir alle vor Hunger sterben, wir und auch die Familien.

9  Ich übernehme das Ding! Du kannst mich persönlich voll dafür verantwortlich machen, mein Leben lang, wenn ich ihn nicht heil zurückbringe, ich schwör!

10  Wir wären ja schon zweimal wieder hier, wenn wir nicht so lange rumdiskutiert hätten.“

11  Der Vater Israel sagte schweren Herzens: „Na gut, wenn es unbedingt sein muss, nehmt ihn meinetwegen mit. Aber bringt diesem Ägypter ein paar schöne Geschenke mit, Sachen, die in unserem Land echt ganz besonders gut sind. Packt von unserem Honig was ein, Pistazien, Mandeln, ein paar von unseren besonderen Deos und Parfüms, die gute hausgemachte Gesichtscreme, eben von dem ganzen Zeug.

12  Und dann nehmt doppelt so viel Geld mit. Einmal die Kohle, die man euch wohl aus Versehen in die Kisten gepackt hatte, und dann auch neues Geld. Übergebt das alles in bar dem Verantwortlichen.

13  Benjamin könnt ihr meinetwegen mitnehmen. Geht noch mal zu diesem Mann.

14  Ich werde hier sturmbeten, dass der Ägypter euch mag und nett zu euch ist. Und ich bete auch dafür, dass er meinen Benjamin und auch Simeon wieder gehen lässt. Ich will nicht auch noch alle meine anderen Kinder verlieren, hört ihr?!“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

… Da sagte ihr Vater zu ihnen: Geht zurück und kauft ein wenig Nahrung! (1Mo 43:2)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • „Hätte, wenn und aber“ vom Vater bringt alle wieder zum Hungern (warum musstet ihr auch sagen …) und umgekehrt die Vorwürfe, dass sie schon längst wieder Getreide haben könnten.
  • Den Blick rückwärts gewandt hilft keinen weiter, ändern kann man nichts mehr und Vorwürfe verhärten nur das Klima.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Dinge, die man nicht mehr ändern kann, muss man einfach annehmen.
  • Das habe ich gerade gestern wieder ganz persönlich gemerkt. Es hätte mir nicht geholfen, meiner Tochter Vorwürfe zu machen und umgekehrt auch nicht. Nicht sich lange daran aufhalten, was wäre gewesen wenn, sondern drüber reden, wie es jetzt weiter gehen kann.

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Tag 71 – 1. Mose 42:27-38

Photo: Andreas Praefcke [Public domain]

27  Abends an der Tanke öffnete einer von ihnen eine der Kisten, die auf dem Hänger standen, um mal zu checken, was da jetzt drin ist. Da -entdeckte er sofort die Geldscheine, die obenauf lagen.

28  Leicht geschockt rief er die anderen zusammen. „Hey, Leute, meine ganze Kohle ist hier in der Kiste drin! Was sollen wir jetzt nur machen?“ Sie bekamen voll die Panik. „Warum hat Gott das zugelassen? Warum hat er uns das angetan?“

29  Als sie dann bei ihrem Vater Jakob in Kanaan ankamen, erzählten sie ihm die ganze Geschichte.

30  „Papa, der Typ, der in Ägypten zur Zeit das Sagen hat, war richtig hart zu uns! Er hat behauptet, wir wären Spione!

31  Wir haben ihm dann erzählt, dass wir wirklich ganz ehrliche Absichten hätten und dass wir nie und nimmer sein Land ausspionieren würden.

32  Haben ihm gesagt, dass wir zwölf Brüder sind, aber einer von uns bereits gestorben sei. Und dass der Jüngste zu Hause im Kanaan-Land, bei unserem Vater, geblieben ist.

33  Dieser Mann meinte dann zu uns, er würde uns erst vertrauen, wenn wir genau das tun, was er sagt. Wir sollten einen Bruder dalassen, das Getreide dürften wir aber schon mal mitnehmen, damit unsere Familien zu Hause nicht verhungern müssen.

34  Und dann bestand er da drauf, dass wir unseren jüngsten Bruder zu ihm bringen! ,Das wäre für mich ein gutes Zeichen, dass Sie keine Spione, sondern korrekt sind‘, meinte er. ,Wenn der hier ist, lass ich auch Ihren anderen Bruder frei, und Sie können dann überall in Ägypten hingehen und machen, was Sie wollen‘, hat er zu uns gesagt.“

35  Beim Auspacken der anderen Kisten fanden sie dann die ganze andere Kohle, die überall obendrauf lag. Als sie und Jakob das Geld sahen, kriegten sie alle richtig Panik . . .

36  „Was soll das?“, schrie Jakob. „Jetzt verliere ich auch noch das zweite Kind! Josef ist weg und Simeon jetzt auch noch!? Und als Nächstes wollt ihr mir auch noch Benjamin wegnehmen? Seid ihr noch ganz dicht?“

37  Ruben sagte zu seinem Vater: „Papa, ich mach dir ein Angebot. Wenn ich Benjamin nicht gesund und lebendig wieder zurückbringe, dann kannst du von mir aus meine beiden Söhne umbringen. Vertrau mir! Ich werde ihn bestimmt zu dir zurückholen!“

38  Jakob war nicht einverstanden: „Benjamin bleibt hier! Basta! Sein Bruder Josef ist schon tot, und er ist der letzte von den Jungs, die ich mit Rahel zusammen bekommen hab. Ich bin jetzt schon weit über 80. Wenn er einen Unfall auf dem Weg hat oder ihm sonst was passiert, ich hätte sofort eine Herzattacke, das würde ich nicht überleben.“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers

Und ihr Vater Jakob aber sagte zu ihnen: Ihr habt mich der Kinder beraubt: Josef ist nicht mehr, und Simeon ist nicht mehr; und Benjamin wollt ihr wegnehmen! Das alles kommt über mich! (1Mo 42:36)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Ich habe heute im „Tägliches Manna 2017“ folgendes gelesen und finde es wunderbar:

Solange aber ein Mensch mit seinem Schöpfer nicht im Reinen ist, hat er immer den Eindruck, Gott sei gegen ihn, sobald etwas Unerklärliches oder Schweres erlebt. Diese Ansicht ändert sich erst, wenn er Frieden mit Gott hat.

  • So ist es auch bei uns, wir erkennen nicht den wirklichen Hintergrund und Gott fordert von uns bedingungsloses Vertrauen

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Gestern Abend habe ich für das Gemeindekaffee heute Kuchen gebacken. Leider haben meine Handgelenke die Last des Kuchens nicht tragen können und so kippte mir der noch flüssige Kuchen in den Backofen. Panik pur. Kuchen hinüber, Backofen eingesaut, Samstagabend, keine Chance noch etwas Neues zu zaubern und kein Plan B.
  • Frage nun: Wo liegt der Hintergrund für dieses Chaos? Was will Gott damit sagen? Was soll ich lernen? Oder wozu das Ganze?

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Tag 70 – 1. Mose 42:18-26

Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay.com

18  Am dritten Tag besuchte er sie dort und sagte: „Ich geb Ihnen noch ne Chance, wenn Sie am Leben bleiben wollen. Denn ich hab auch Respekt vor Gott.

19   Wenn Sie wirklich ehrlich drauf sind, dann können Sie mir einen von Ihren Geschwistern hierlassen. Der Rest kann von mir aus nach Hause gehen und Getreide mitnehmen. Ich will ja nicht, dass Ihre Familien verhungern.

20  Aber versprechen Sie mir, den Jüngsten von Ihnen mit herzubringen, ja? Wenn Sie das machen, glaube ich Ihnen. Und dann muss hier auch keiner sterben.“ Die Brüder waren einverstanden.

21  „Das ist jetzt die Strafe“, sagten sie zueinander, als er wieder weg war. „Josef hatte total die Angst vor dem Tod, als er da in dem Loch war. Er hat uns angebettelt, dass wir ihn da wieder rausholen, aber wir haben so getan, als würden wir das nicht hören. Das haben wir nun davon, jetzt kriegen wir es selbst ganz dicke ab.“

22  Ruben sagte: „Ich hab doch noch gesagt: ,Lasst den Jungen in Ruhe!‘, aber ihr wolltet nicht auf mich hören! Jetzt haben wir hier den Ärger am Hals. So was rächt sich immer!“

23  Josef stand die ganze Zeit daneben. Weil er vorher auf Ägyptisch zu ihnen gesprochen hatte, was ein Typ dann in -Hebräisch übersetzte, dachten sie, er könnte ihre Sprache nicht verstehen.

24  Ihm kullerten die Tränen runter, und er musste schnell in ein Nebenzimmer gehen, damit das keiner mitkriegte. Als er wiederkam, ließ er den Simeon erst mal festnehmen und in Handschellen abführen.

25  Dann befahl Josef, alle mitgebrachten Kisten von seinen Brüdern mit Korn zu füllen. Unter den Deckel wurde sogar noch das Geld obendrauf gelegt, das sie eigentlich für die Ware bezahlt hatten. Er organisierte auch noch ein paar Schnittchen und andere Reiseverpflegung für die Jungs. Alles wurde genau so ausgeführt, wie er es wollte.

26  Sie packten die Kisten auf den Lkw und fuhren damit zurück Richtung Heimat.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers de Abschnittes

… Fürwahr, wir sind schuldbeladen wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er uns um Gnade anflehte, wir aber nicht hörten. Darum ist diese Not über uns gekommen. (1Mo 42:21)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen

  • „Darum ist diese Not über uns gekommen“ Welche Not ist gemeint? Die Hungersnot oder dass Josef ihnen nicht glaubt und sie Simeon zurücklassen mussten?

Erkenntnis des Tages

  • Ich habe vorgestern Kacke gebaut, habe etwas gesagt, was ich lieber für mich hätte behalten sollen. AUCH ICH BIN SCHULDIG. AUCH ICH HABE JETZT NOT. In den heutigen Versen legte Josef Geld auf das Getreide, dass er Ihnen mitgab. Er sorgte für sie. Trotzdem. Gott wird auch für mich in meiner selbstgeschaffenen Not sorgen.

Glauben ins Leben umgesetzt

  • Ich will es glauben. Ich will Glauben, dass Gott jetzlt für mich sorgt, auch wenn ich schuldig geworden bin. Ich habe mich auch gleich entschuldigt, ob es angekommen ist … Ich habe da meine Zweifel. Ich lege dem großen Gott alles vor die Füße und hoffe, dass alles gut werden wird, dass die Schmerzen, die ich gestreut habe, er irgendwie ausgleichen kann. Ich flehe diesen Gott an: Hilf bitte uns beiden. Bitte!

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Tag 69 – 1. Mose 42:6-17

https://www.lds.org/manual/old-testament-stories/chapter-14-josephs-brothers-in-egypt?lang=deu

6  Josef hatte mittlerweile die absolute Macht im ganzen Land. Er war alleine für den Verkauf von dem ganzen Getreide verantwortlich. Jede Bestellung ging über seinen Schreibtisch. Plötzlich kamen seine Brüder in das Büro und verbeugten sich ganz tief vor ihm, fast so, als wäre er der Präsident.

7  Josef erkannte sie sofort, aber er machte einen auf doof, so als hätte er keine Ahnung, wer ihm da gegenüberstand. „Guten Tag! Woher kommen Sie?“, fragte er. „Wir kommen aus dem Kanaan-Land. Wir sind hier, weil wir Getreide kaufen wollen“, antworteten seine Brüder.

8  Sie peilten aber immer noch nicht, wer da mit ihnen redete.

9  Jetzt erinnerte sich Josef wieder an das, was er damals geträumt hatte. Darum machte er erst mal einen auf Schauspieler. „Sie sind doch alle Spione! Wollen Sie unser Land ausspionieren, um zu sehen, wo man uns am leichtesten angreifen kann, oder was?“

10  „Nein, auf keinen Fall, sehr verehrter Herr! Wir sind nur hier, um Getreide einzukaufen.

11  Wir sind alle aus der gleichen Familie. Wir sind total ehrliche Leute, keine Spione oder so was, versprochen!“, antworteten die Brüder durcheinander.

12  Aber Josef zog seine Rolle hart durch. „Nein, Sie sind nur hergekommen, weil das Land gerade nicht geschützt werden kann. Sie sind Spione!“

13  „Nein, nein, wie können Sie so was sagen? Wir sind nur zwölf Brüder, die bereit sind, alles für Sie zu geben und Ihnen zu dienen. Wir kommen alle aus einer Familie, mit einem Vater, der aus Kanaan stammt. Unser jüngster Bruder ist bei unserem Vater geblieben, ein anderer ist tot.“

14  Josef blieb bei seiner Meinung: „Es ist so, wie ich es sagte: Sie sind Spione!

15  Aber ich will Ihre Aussagen einmal überprüfen lassen. Dazu verlange ich, dass Ihr jüngster Bruder hier auch noch erscheint. Wenn Sie den nicht bringen können, werde ich Sie hier einsperren lassen! Da drauf haben Sie mein Wort!

16  Einer von Ihnen soll den Jungen mal herholen. Die anderen werden verhaftet und kommen in unser Staatsgefängnis. So kann man feststellen, ob Sie die Wahrheit erzählt haben! Aber, beim Leben des Präsidenten, ich bin mir sicher, dass Sie Spione sind!“

17  Josef steckte sie dann für drei Tage in den Knast in eine Zelle.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Und Josef hatte seine Brüder erkannt, sie aber erkannten ihn nicht. (1Mo 42:8)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Frageszeichen


Erkenntnis des Tages

Josef musste sie erstmal dazu bringen, ihre Sünde einzugestehen, ehe es positiv weitergehen kann.

Glauben ins Leben umgesetzt

In diesem Zusammenhang fällt mir gerade ein, dass es oft genau diese Schwierigkeit bei getrennten Paaren ist, wieder zusammenzufinden. Das, was trennend war muss bekannt und verziehen werden. Nur so ist ein Neuanfang möglich. Genau das hatte ich falsch gemacht. Einfach „wir versuchen es nochmal“ ohne die falsch gelaufenen Dinge beim Namen zu nennen, da ist das nächste Scheitern schon vorprogrammiert.

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Tag 68 – 1. Mose 41:53-42:5

Johann Friedrich Overbeck [Public domain]

53  Dann waren die sieben Jahre zu Ende, wo eine fette Ernte am Start war.

54  Die sieben Jahre Hungersnot fingen aber jetzt an. Alles passierte genau so, wie es Josef vorhergesagt hatte. Auf dem ganzen Kontinent gab es nichts zu essen, nur in Ägypten hatten sie genug gebunkert.

55  Als die Einwohner von Ägypten tierisch Hunger bekamen, bettelten sie beim Präsidenten. „Wir haben Hunger! Geben Sie uns was zu essen!“ – „Wenn Sie Brot wollen, dann wenden Sie sich an Josef. Befolgen Sie seine Anweisungen“, gab er als Flugblatt an die Leute raus.

56  Als die Hungersnot überall voll durchgeschlagen hatte, öffnete Josef die Kornspeicher und ließ von dort den Verkauf an die Ägypter starten. Die Hungersnot wurde immer derber, nicht nur bei ihm im Land, sondern auch in den Nachbarstaaten.

57  Deshalb kamen die Leute aus der ganzen Welt bei ihm in Ägypten an, um Getreide zu kaufen. Wie gesagt, war überall das Essen sehr knapp, und man hatte auf dem ganzen Kontinent mit Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen.

1  Als Jakob davon Wind bekam, dass es in Ägypten noch was zu futtern gab, sagte er zu seinen Söhnen: „Kinder! Was steht ihr hier so rum?

2  Ich hab gehört, dass es in Ägypten noch gut Getreide zu kaufen gibt. Jetzt packt eure Sachen und fahrt da mal hin! Sonst müssen wir hier noch verhungern.“

3  Die zehn älteren Brüder von Josef packten sofort ihre Klamotten zusammen und fuhren nach Ägypten.

4  Nur Benjamin, der zweite Sohn von Rahel, sollte auf Wunsch des Vaters zu Hause bleiben. Er hatte Schiss, dass Benjamin auch noch was passieren könnte.

5  Die Brüder waren aber nicht die Einzigen, die diese Idee hatten. Weil ja im ganzen Land eine derbe Hungersnot war, gingen viele dieselbe Strecke, Richtung Ägypten.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

Und die sieben Jahre des Überflusses, der im Land Ägypten gewesen war, ging zu Ende, und die sieben Jahre der Hungersnot begannen zu kommen, so wie es Josef gesagt hatte. (1.Mo 41:53-54)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Es geschah genauso, wie es Josef vorausgesagt hatte

Glauben ins Leben umgsetzt

  • Ich habe jetzt schon Schwierigkeiten mit Kommentarbüchern, die auch die Josefgeschichte prophetisch sehen, dass alles auf Jesus hinweist. Das ist sicherlich richtig, aber ich habe ein echtes Problem mit der Prophetie in der Bibel, weil, ja, es könnte so sein, aber es kann auch ganz anders sein und viele Christen sehen vieles anders.
  • Was ist dann richtig und was ist falsch?
  • Deswegen bleibe ich bei meinen Ding, die Bibel so zu lesen, wie ICH sie verstehe, einfach so, was mir dieser Abschnitt für diesen Tag sagt und nicht, was dieser Abschnitt für die Heilsgeschichte bedeutet. Das kriege ich nicht hin, will ich auch gar nicht. Die Bibel ist auch für den Dümmsten geschrieben, so wie er sie versteht. Und jener kann mit Prophetie, also das ganze Alte Testament Jesus-bezogen lesen, nichts anfangen. Klappt nicht bei mir nicht.

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