Tag 446 + 447 – Psalm 59

Angst und Hoffnung

1  Für den Leadsänger geschrieben, nach der Melodie „Über sieben Brücken“. David, der hat den gemacht, als Saul sein Haus umstellt hat. Er setzte ihn damit ins Schachmatt.

2  Gott, Hilfe! Befreie mich von den Feinden! Beschütze mich vor den Heinis, die alle total gegen mich sind.

3  Pass auf mich auf, bin dein Kind. Bewahre mich vor diesen Typen, diese Mörder wollen mich töten.

4  Sie wollen mich überfallen, stellen Fallen, zeigen ihre Krallen. Mächtige Feinde sind hinter mir her, dabei ist mein Schuldenregister leer. Ich hab nichts getan, hab nichts verbrochen.

5  Ich bin okay, die kommen nicht angekrochen. Nein, sie greifen mich an, Gott, pass auf mich auf!

6  Wach auf, Chef, stell dich in ihren Lauf. Verpass den Verbrechern ein hartes Urteil.

7  Jeden Tag kommen sie bei mir vorbei. Ziehen durch die Szene wie ein Straßenhund,

8  aus ihrem Mund kommt Dreck und Schund, Dum-Dum-Geschosse aus den Lippen.

9  Dich kann man damit nicht beeindrucken, lachst dich tot, wenn die Menschen so reden.

10  Ich zähl auf dich, nur so kann ich leben. Du machst mich stark, bei dir finde ich Schutz.

11  Du liebst mich, befreist von diesem Kotz. Du lässt mich über meine Feinde siegen.

12  Versuch nicht, alle gleichzeitig zu kriegen. Sonst würden meine Leute es schnell vergessen. Mach sie planlos, Gott, sie sollen wie besessen rumirren, den Weg nicht finden, damit jeder abtillt. Du bist doch wie unser großes Schutzschild.

13  Aus ihrem Mund kommt nur Müll, sie reden Scheiß,sie denken, sie wären die Geilen, wären oberheiß. Dabei voll der Verriss, wünschen mir Krätze an den Hals. Wollen mich kaputt sehen, mein Leben ist ihr Preis.

14  Sei hassig gegen sie, mach sie alle kaputt. Ihre Leichen sollen ganz schnell auf den Schrott. Gott, dann werden sie alle sehr bald kapieren, dass du das Sagen hast hinter Israels Türen.

15  Jeden Abend kommen sie wieder, kläffen wie Köter, umkreisen die Stadt, voll die Nervtöter.

16  Sie schnüffeln im Müll, suchen was zu fressen. Wenn sie nicht satt werden, knurren sie stattdessen.

17  Ich werde aber rappen und singen über deine Macht, schon morgens fang ich damit an, so gegen halb acht. Denn du hast mich beschützt, in der Not hast du mich versteckt.

18  Ich habe für dich ein paar neue Songs ausgeheckt. Du bist Gott, mein Bunker, mein Schutzschild, und liebst mich, das rappe ich, weil du mir hilfst.

Mein Schlüsselvers für heute

Mein Gott wird in seiner Gnade kommen und mir beistehen. Er wird mich über meine Feinde triumphieren lassen.
(Ps 59:11 NLB)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glaube ins Leben umgesetzt

David wurde von Leuten verfolgt, der Liebe von Neid vergiftet worden war und die ihn darum töten wollten. Gute Freunde und sogar sein Sohn hatten sich gegen ihn gewandt. Was für eine unbeständige Liebe. Doch David wusste, dass Gottes Liebe zu ihm Bestand hatte.
Gottes Gnade gegenüber denen, die ihm vertrauen, ist genauso beständig wie seine Gnade gegenüber David.
Gottes Gnade und Gottes Liebe ist beständig …. eine Aussage, die ich zuerst vom Kopf her annehmen musste. Eine Kette von Kopfentscheidungen bei mir. „Ich glaube jetzt, dass die Bibel Gottes Wort ist. Dann: Alles stimmt, was in der Bibel steht. Dann: Wenn darin steht, dass Gottes Liebe beständig ist, stimmt das auch.“ Als Mensch, der atheistisch erzogen wurde und christliche Wahrheiten nicht mit der Muttermilch bekommen hat, ging es nur so. Aber dann kommt die Erfahrung dazu. Dass Gott hört. Dass Gott antwortet. Dass Gott führt. Dass Gottes Entscheidungen immer die richtigen sind. Und seit kurzem, dass ich ich von Gott erwählt wurde und er seine „Leute“ niemals aufgibt.“
DANKE, du großartiger Gott! Du hast es nicht leicht mit mir und mich fallen lassen! DANKE!


Tag 445 – Psalm 58

Was mit Leuten passiert, die gegen Gott sind

1  Und wieder, nach der Melodie von „Verdirb nicht“, ein Song von David: Plastikgöttern, Zauberei und Magie geb ich einen Megaarschtritt!

2  Seid ihr wirklich gerecht, ihr Politiker, seid ihr fair und ehrlich?

3  Ihr seid böse und schlecht und deshalb sehr gefährlich.

4  Kaum geboren, sind sie schon auf der schiefen Bahn, erzählen Lügen und Geschichten, weil sie keine Liebe hab’n.

5  Sie nehmen sich, was sie wollen, sagen nicht bitte, nicht danke. Sind gefährlich, weil sie Gift spritzen wie die Schlangen.

6  Gott hat sie nicht bestimmt, sie haben sich selbst auserkoren. Wenn Gott mit ihnen sprechen will, stößt er auf taube Ohren.

7  Und deshalb schlag ihnen die Zähne aus, nimm ihnen ihre Stimme, schalte sie ab wie einen Wecker, der nervig klingelt.

8  Wenn er sich wehrt, zeige ihm deinen Zorn, Herr,

9  er soll sich auflösen, als ob er nie geboren wär.

10  Verbrenne ihn wie ein Feuer, das lodert und knistert. Reiß ihn von der Erde weg, so wie bei einem Twister.

11  Wer gottmäßig drauf ist, freut sich, wenn er die Rache sieht, wenn das Blut des Gottlosen wie Wasser fließt.

12  Und deshalb kann ich jedem hier freilich versichern: Gott ist auf der Erde der einzige Richter.

Mein Schlüsselvers für heute

Dann wird man sagen: „Ja, der Gerechte wird doch belohnt!  Ja, es gibt doch einen Gott, der für das Recht auf der Erde sorgt.“
(Ps 58:12)

Meine Erkenntnis des Tages
Glauben ins Leben umgesetzt

Unsere Politiker sollen und wollen unbedingt gerecht und fair sein. Ein aussichtsloses Unterfangen. Das Volk leidet, wenn sie es nicht sind. Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer, Entscheidungsträger missbrauchen ihre Macht, die Stimmung im Volk wird schlechter, die Werte gehen verloren und Gott wird ignoriert. Doch genau dieser wird am Ende das letzte Wort haben, er wird richten. Alle. Die, die sich heute nach Jesus ausrichten, die mit ihm leben, ihm nachfolgen und an ihm glauben, die haben dann einen Fürsprecher bei Gott. Ich möchte dazugehören.

Mein Gebet für meinen Tag

… … …


Tag 444 – Psalm 57

Auf der Flucht

1 Dem Chef von der Band. Nach der Melodie: „Verdirb nicht!“ Von David. Als er vor Saul in die Höhle floh. Aber keine Angst, er stirbt nicht.

2 Sei nett zu mir, Gott, sei mir gnädig, mein Innerstes versteckt sich bei dir auf ewig. Im Schatten deiner Flügel berge ich mich nie vergeblich, so lange, bis die Gefahr endlich aus dem Weg ist.

3 Ich glaub dir, Gott, dass du meine Dinge gut für mich zu Ende bringst.

4 Rette mich vor meinem Feind, bis er händeringend zu Boden sinkt. Rette mich vor den Feinden, wie wilde Tiere wollen sie mich beißen,

5 mich mit ihren Waffen reißen, mit ihrem Gerede zerfleischen.

6 Erhebe dich über den Himmel, zeig allen, wie gigantisch du bist. Wenn du auf mich aufpasst, weiß ich, heute sterbe ich nicht!

7 Sie haben mir Fallen gestellt und mir so die linke Seite der Welt gezeigt. Aber wer andern eine Grube gräbt, fällt selber hinein.

8 Und deshalb hab ich keine Angst, diese Zeit hat mich hart gemacht.

9 Ich will Musik machen und rappen so lange, bis der Tag erwacht.

10 Und ich hör nicht auf, bis diese Story die ganze Welt erfährt. Ich weiß, manche sagen, heute gibt es keine Helden mehr,

11 aber Gott, du bist mein Held, und ich weiß, mit dir werd ich alt.

12 Erhebe dich über den Himmel und zeig allen deine heftige Art.

Mein Schlüsselvers für heute

Gott, mein Herz ist nun fest und bereit. Ich will singen und spiele dazu.
(Ps 57:8)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Davids Gottvertrauen hebt sich deutlich von der lügnerischen und prahlerischen Haltung seiner Feinde ab. Wenn ich mit Worten angegriffen werden, ist es die beste Verteidigung, ruhig zu bleiben und Gott zu loben und zu erkennen, dass ich seiner Gnade und seiner Treue vertrauen kann. Es ist nicht gut, sich in Selbstmitleid zu baden oder Rachegefühle zu entwickeln, sondern nach oben zu schauen, zu Gott. Selbstmitleid kann ich gut ….

Mein Gebet für meinen Tag

Guten Morgen, Vater. Es ist Pfingsten. Wieder 3 Feiertage. Ich mag sie nicht, diese Feiertage. Egal, ob am Telefon oder draußen, immer wird man angesprochen, was man denn macht, ob man zu den Kindern fährt oder die Kinder kommen …. NEIN, Vater ich will das nicht. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen, warum ich zu Hause bleibe, warum kein Kind kommt, warum ich nirgendwohin fahre, nicht eingeladen bin oder sonst irgendetwas. Ich will nichts erklären müssen. Das gleiche ist zum Geburtstag, zu Ostern, Weihnachten … Ich weiß, es ist oft nur so eine small-talk-Frage, aber ich kann es nicht hören. Seit U. gestorben ist, kämpfe ich damit. Vater, kannst du mir nicht eine Lösung sagen? Wie kriege ich das in meinem Kopf gerade gerückt? Die erste Frage dieser Art hatte ich schon heute morgen bei der morgendlichen Hunderunde. Und jetzt sitze ich hier und habe Grummeln im Bauch. Hoffentlich gehen diese drei Tage schnell vorbei. Bitte, Vater, verschließe allen Menschen den Mund, die mich heute, morgen und übermorgen soetwas fragen wollen.
Ich kriege das Grummeln im Bauch nicht weg, zumal ja am Montag noch N. Geburtstag hat und ich keine Chance habe, hinzufahren. Mist.
Vater, bitte hilf mir über den Tag. Bitte.



Tag 443 – Psalm 56

Gott befreit mich

1 Ein Song von David nach einem bekannten Beat: Philister hatten mich abgegriffen, deshalb mach ich dieses Lied.

2 Hilfe, Gott, ich werde verfolgt von meinen Feinden. Sie hören nicht auf, mich zu attackieren, sie sehen mich gerne leiden.

3 Gott, man will mich foltern, verfolgt mich den ganzen Tag, Feinde rücken mir auf die Pelle und bekämpfen mich hart.

4 Manchmal hab ich das Gefühl, eine heftige Angst gewinnt in mir die Oberhand.

5 Ich vertraue dir, hab keine Menschenfurcht, dein Wort ist wie ’ne Panzerwand.

6 Sie folgen mir, ich fühl mich wie auf dem Rad mit Gegenwind.

7 Sie greifen mich an und quälen mich, solang ich noch am Leben bin.

8 Wenn sie gerettet würden, wäre das etwa fair? Nein, Gott stürze sie nieder und falle über sie her!

9 So lange war ich auf der Flucht, du hast meine Tränen gesehen,

10 aber wenn ich dich um Hilfe bitte, müssen alle Feinde gehen.

11 Ich vertraue dir, Gott, nur dir gehört der Ruhm.

12 Wenn du für mich bist, was sollten Menschen mir dann tun?

13 Ich bringe dir Opfer, als Zeichen meiner Dankbarkeit,

14 du hast mich wieder gerettet, aus des Feindes Hand befreit.

Mein Schlüsselvers für heute

Doch wenn ich Angst bekomme, vertraue ich auf dich. Auf Gott, dessen Wort ich rühme, auf Gott vertraue ich und habe keine Angst:  Was könnte ein Mensch mir schon tun?
(Ps 56:4-5)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt.

David fragt, was können mir Menschen anhaben? Wie viel Schaden können uns andere zufügen? Sie können uns Schmerzen, Leid und Tod aussetzen. Doch niemand kann uns unsere Seele oder unsere Zukunft nach diesem Leben nehmen. Wie viel Schaden können wir uns selbst zufügen? Das Schlimmste, was wir tun können, ist, Gott abzulehnen und dadurch das ewige Leben zu verlieren. Jesus sagt: „Habt keine Angst vor denen, die euch umbringen wollen. Sie können nur euren Körper töten; eure Seele ist für sie unerreichbar“ (Matth. 10:28). Wir sollen Gott fürchten, der sowohl über diesem Leben

Tag 441 + 442 – Psalm 55

Vom Freund verraten

1 Von David zum Grübeln, kannst du mit der Beatbox dübeln.

2 Hör zu, mein Gott, wenn ich mit dir rede, versteck dich nicht, wenn ich zu dir hier flehe.

3 Hör meine Fragen und antworte mir, meine Sorgen gehen mir auf die Nerven wie Tier.

4 Hör, wie die Feinde ankommen wie Maden, sie wollen mir schaden, hassen mich, woll’n mir an’n Kragen.

5 Mein Herz ist in der Hose, ich sterbe vor Angst.

6 Mir schlottern die Knie, bin gelähmt, festgestanzt.

7 Hätte ich jetzt ’ne Boeing, dann würde ich fliegen, würde fliehen auf die Insel, um dort peacig zu liegen.

8 Ich würde den letzten Fleck auf der Landkarte wählen,

9 würde schnell vor dem Gewitter und Sturm hier entfliehen.

10 Gott, verwirre die Leute, die hinter mir her rennen, damit sie sich nicht mehr verständigen können. In der Stadt geht es grade drunter und drüber.

11 Tag und Nacht sind sie drauf, diese Stadt ist hinüber.

12 In den Straßen geht der Punk ab, wo sie lügen und betrügen, ohne Ende geht das von morgens acht bis abends um sieben.

13 Wären das jetzt Leute, die mich sowieso hassen, dann könnt ich es fassen, könnt von Rache ablassen.

14 Aber es sind die Freunde, die mich hintergehen, meinen besten Freund hab ich dort auch gesehen.

15 Das waren noch Zeiten, als wir Abende verbrachten, wo wir ohne Ende quatschten, in der Kirche rumlachten.

16 Der Tod soll sie holen, er soll sie bestrafen, sie sind einfach nur link, sie werden’s nie raffen.

17 Aber ich schreie zu Gott, ja, ich rufe zum Herrn, dann wird er mir helfen, er wird auf mich hören.

18 Von morgens bis abends will ich vor ihm klagen, ich weine so lange, dann wird er bestimmt was sagen.

19 Er rettet mich, gibt mir garantierte Sicherheit. Das ist wie ein Schutzschild, bin vor Feinden gefeit.

20 Gott herrscht in Ewigkeit, und er wird mich erhören, er wird’s denen zeigen, die sich nicht um Gott scheren. Sie wollen auch überhaupt gar nichts an sich ändern.

21 Und denk ich an meinen Freund, dann krieg ich voll Ränder unter die Augen, denn er hat sein Versprechen gebrochen.

22 Aalglatt kam er angekrochen, aber in seinem Herz war Hass am Hochkochen. Er lächelt so schleimig, als wüsste er es besser, aber mit seinen Worten sticht er zu wie mit einem Messer.

23 Gebt eure Sorgen ab an Gott und dann seht, er wird sich drum kümmern, er macht, dass es gut geht. Wer treu zu dir hält, den lässt du, Gott, niemals im Stich.

24 Nur die Mörder, Abzocker kommen in dein Gericht. Du nimmst von ihrem Leben die Hälfte wech. Ich vertrau auf dich Gott, ja, du bist der Chef!

Mein Schlüsselvers für heute

Morgens, mittags und abends bete ich laut in meiner Not, und der Herr hört meine Stimme.
(Ps 55:18 NLB)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Morgens, mittags und abends zu beten, ist ohne Frage eine ausgezeichnete Art, täglich die richtigen Schwerpunkte im Auge zu behalten. Daniel folge dieser Routine (Daniel 6:11) und auch Petrus (Apg 10:9-10). … … … Ertappt. Immer wieder und immer wieder nehme ich mir genau das vor. Und kriege es nicht hin. Morgens ja, aber sonst bin ich ein Spontan-Beter. So etwa, als hätte man seinen guten Freund an der Seite und tauscht sich spontan über die Dinge aus, über die man gerade nachdenkt. Aber nicht jeder Tag ist gleich. Aber diese Routine hätte ich schon ganz gern, gerade im vollgepackten Alltag einen Moment innehalten und an den denken, der alle Fäden zusammen hält. Insofern vermisse ich es schon sehr, nicht in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen zu sein, wo man diese Routine mit der Muttermilch mitbekommt.

Mein Gebet für meinen für meinen Tag

Vater, ich bin so froh, dass der gestrige Tag wieder mal ein Tag war, wo es ganz gut lief auch der heutige Start fühlt sich gut an. Ich brauche solche Tage, damit ich an den schlechten Tag gut durchhalten kann, dass ich nicht verzweifle und die Depression mich nicht völlig überrollt. Ich bin dir so dankbar für diese Atempausen.
Ich überlege jetzt schon die ganze Zeit, was ich den mache, wenn sich D. nicht vor Montag bei mir meldet? Was soll ich dann mit N.s Geburtstag tun? Kannst du es ihr nicht mal ins Ohr flüstern, dass sie sich meldet? Ich möchte nicht nachfragen, nicht drängeln, nicht drücken, ich weiß doch, dass sie soviel um die Ohren hat. Ich weiß aber auch nicht, wie ich ihr denn helfen könnte. Vater, was soll ich tun? Wie kann ich ihr helfen? Hast du nicht eine gute Idee?
Nun will ich dann mal in den Alltag starten, auf meinem Plan steht heute nicht so sehr viel, so dass heute Nachmittag wieder eine größere Runde mit dem Hund laufen kann. Wenn es nicht zu warm ist. Hoffentlich wird der Sommer nicht zu heiß. Aber ich weiß, auch da hast du alles in der Hand. Auch darüber bin ich sehr sehr froh. Wie mag es Menschen gehen, die diese Gewissheit nicht haben und immer denken müssen, die Welt explodiert morgen und was sie bis dahin alles noch erleben wollen. Ich bin dir so dankbar, dass du mich zu dir gezogen hast! DANKE!
Und nun lege ich dir diesen Tag in deine Hände, beschütze und behüte mich, aber auch D. gib ihr bitte eine Atempause zu Luftholen, plane unseren Tag genau, so dass ich alles aus deiner Hand nehmen kann in der Gewissheit, du hast alles doppelt geprüft und es ist gut und richtig und wichtig für uns.
Amen.



Tag 440 – Psalm 54

David funkt SOS an Gott

1  Für den Leadsänger mit E-Gitarre ein Song von David.

2  Als meine Feinde kamen, um mich bei Saul zu verpetzen, da wollte er seine Killer eiskalt auf mich hetzen.

3  O bitte, Gott, nur du kannst mich retten, du wirst für mich eintreten, darauf könnt ich wetten.

4  Erhör mein Hilfegeschrei und das, was ich sage,

5  denn meine Feinde sähen mich am liebsten tot und im Grabe.

6  Aber sie hatten dich nicht mit auf ihrer Rechnung. Du bist bei mir, sorgst für meine Vergeltung.

7  Du wirst sie plattmachen, so wie sie’s verdienen, wie’s dir gefällt, nicht ich muss mich bemühen.

8  Dafür will ich dir ganz fett „danke“ sagen und dich dafür feiern,

9  du hilfst mir mit meinen Gegnern, ich muss hier nicht länger alleine rumeiern.

Mein Schlüsselvers für heute

Lenk das Böse auf meine Feinde zurück! Zeig deine Treue und mache sie stumm!
(Ps 54:7)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

David sagt, dass Gott seinen Feinden das Böse zurückzahlen wird. Sprüche 26:77 warnt, dass diejenigen, die anderen schaden wollen, sich selbst schaden. Was wir anderen zumuten wollten, kann uns selbst treffen. Vor Gott und anderen Menschen ehrlich und aufrichtig zu sein ist einfacher und lohnt sich auf die Dauer mehr.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein ….

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, gestern konnte ich den ganzen Tag hier nichts schreiben. Am Vormittag, gleich früh war der Klemptner da wegen meiner tropfenden Toilette. Die Spurensuche hat sich tatsächlich über Stunden hingezogen. Ich verkrampfe dann innerlich so sehr, dass ich den ganzen Nachmittag braucht, um wieder „zu entkrampfen“. Ich weiß nicht, warum das so ist. Es gibt keinen logischen Grund für mich. Vater, warum ist das so. Es passiert doch nichts und ist auch noch nie etwas passiert. Wenn ich es mir überlege, dann ist es eigentlich immer so, wenn fremde Menschen in meiner Wohnung sind, meinem Nest, meiner Burg. Ich wünschte, es wäre anders. Naja, jedenfalls habe ich heute einen ganz schönen Berg an Arbeit vor mir und ich brauche deine Hilfe, um alles zu schaffen. Bitte Vater sei bei mir, nimm mir die emotionale Last, behüte und beschütze mich und halte alles Böses von mir fern. Und lass den großen Berg ein bisschen kleiner scheinen …


Tag 439 – Psalm 53

Gott macht Feinde platt

1 Diese Verse kommen von David und sind zum Nachdenken.

2 Nur Durchgeknallte denken: „Da ist kein Gott am Lenken!“ Du kannst sie getrost in die Tonne drücken, sie lachen über Gott, sehen in ihm ’nen alten Mann auf Krücken. Es gibt nicht einen von denen, die wirklich gut drauf sind.

3 Gott sieht vom Universum runter auf sein „Menschenkind“. Und er versucht, jemanden zu finden, der mal den Schnall hat, der prall nach seinem Willen lebt und ihn auch mal was fragt.

4 Aber sie gehen ab in Ätzkram, haben sich abgewandt, da gibt’s nicht einen, der nach Gottes Willen sein Leben plant.

5 Haben die es denn nicht kapiert, die üble Sachen machen? Die mein Volk zum Frühstück fressen wie ein Hund den Knochen. Sie rechnen gar nicht mehr mit Gott und seinem Eingreifen.

6 Aber jetzt kriegen sie Panikattacken, er wird sie einseifen. Gott wird die Feinde seiner Leute total vernichten, er sorgt dafür, dass sie nicht länger Reime dichten.

7 Mann, Gott, wenn du jetzt kommen würdest vom Berg Zion, dein Volk wird jubeln und sich freuen vor dem Thron. Wenn du das Schicksal deines Volkes endlich wendest, dann steigt für uns die Party auch hier ohne Ende.

Mein Schlüsselvers für heute

Dummköpfe denken: „Es gibt keinen Gott.“ Sie richten Unheil an;  ihr Tun ist abscheuliches Unrecht.  Keinen gibt es, der Gutes tut.
(Ps 53:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Dieser Psalm wiederholt die Botschaft von Psalm 14 und verkündet, wie dumm jemand ist, der die Existenz Gottes leugnet (s. auch Röm 3:10). Viele Menschen behaupten vielleicht, es gäbe keinen Gott, weil sie für ihre Sünde nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollen. So können sie einfach weiter sündigen. Sie leugnen, dass es einen Richter gibt, damit sie der Strafe entgehen. Den „Narren“ fehlt es nicht unbedingt an Intelligenz, viele Atheisten und Ungläubige sind sehr gebildet. Narren sind Menschen, die Gott ablehnen, obwohl er der Einzige ist, der sie retten kann.
Aber manchmal hat das auch gar nichts mit Sündigen und Dummheit zu tun, sondern es ist einfach so wie bei mir es war: ich wurde einfach nur atheistisch erzogen. Da gab es keinen Gott. Und wenn Eltern das einem Kind so vorleben, dann hat Gott im Leben des Kindes keinen Platz und es bedarf als Erwachsene dann große Anstrengungen und Verwirrungen und ja, auch manchmal richtige Verstrickungen in Sünden, um in die richtige Spur zu kommen. In Gottes Spur.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja, mein Weg war steinig und holprig und ist es auch jetzt noch. Ich habe viele große Fehler gemacht, einfach weil ich es nicht besser wusste. Es ist viel schief gelaufen in meinem Leben, aber du hast mich immer ganz sanft in die richtige Richtung geschubst. Nur ein einziges Mal hast du dich mir entzogen. Bei meinem letzten großen Fehler. Und ja, ich verstehe es, weil ich es hätte besser wissen müssen, hab nicht auf dich gehört. Umso mehr bin ich dir dankbar, dass jetzt wieder meine „Standleitung“ zu dir in Ordnung ist, dass du mich hörst, mich wieder auf deine sanfte Art führst und anleitest. Oh, ich bin dir sosososo dankbar. Die Zeit ohne dich (ist ja quatsch, du warst trotzdem da, nur konnte ich dich nicht mehr spüren) war sowas von dunkelschwarz. Niiee wieder. Und so beginne ich wieder Morgen immer mit dir. Du bist da. Du bist da. Du bist da und hörst mich. DANKE


Tag 438 – Psalm 52

Ich vertrau Gott

1  Ich muss mal wieder jemanden unterweisen. Gott ist mein Zeuge, dabei werde ich bestimmt nicht übertreiben.

2  Doeg, der Edomiter, hat mich auf meiner Flucht an Saul verraten, und Saul war sofort hinter mir her mit seinen Soldaten.

3  Warum bist du nur so stolz auf deine Bosheit? Gottes Liebe gilt den ganzen Tag und deshalb für ihn diesen Lobpreis.

4  Du planst nur Böses, redest Scheiße am laufenden Band.

5  Nicht einmal sagst du Wahres, aber Lügen für tausend Mann.

6  Du liebst das Böse und Schlechte, du Betrüger, aber hör mir zu: Da steh ich voll drüber!

7  Gott wird dich zerstören, wo du auch bist, er wird dich kriegen. Es wäre besser, du fängst schon mal an, dich zu verabschieden.

8  Die Korrekten werden sich fürchten und gleichzeitig lachen:

9  „Der Mann hat Gott nicht vertraut, sich nur auf seinen Reichtum verlassen.“

10  Ich hingegen bin wie ein blühender Baum im Hause Gottes, ich vertraue auf ihn und seine Liebe, auch wenn ihr mich verspottet.

11  Ich werde für immer mit Gott dort sein, auf der Straße und im Hauskreis. Ich werde dir danken, weil du mein Gott bist, und das ohne Aufpreis.

Mein Schlüsselvers für heute

Damals war der Edomiter Doëg zu Saul gekommen und hatte ihm berichtet, David sei bei Ahimelech gewesen.
(Ps 52:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

In diesem Psalm geht es um Doëg, den Edomiter, der Ahimelech und David verriet und dann Gottes Priester tötete (1Sam 21:7; 22:9-23). Doëg hielt sich für einen ganz großen Helden – er prahlte sogar mir seiner Tat. In Wirklichkeit hatte er sich boshaft und schlecht verhalten. Sein Handeln war eine Beleidigung Gottes. Wem etwas gelungen gelungen ist, der kann leicht zur der Überzeugung kommen, er hätte etwas Besonderes geleistet. Aber nur weil etwas gut gemacht oder gründlich vorbereitet wurde, bedeutet das nicht, dass es auch gut ist (es gibt beispielsweise gute Glücksspieler oder geschickte Lügner). Wir müssen alles, was wir machen, an Gottes Wort messen und nicht daran, wie gut es uns gelingt. … Soviel wieder zur Theorie. Für mich heißt das, dass ich nicht denke, andere sind etwas besseres als ich. Auch sie kochen nur mit Wasser. Andere sind kein bisschen besser oder schlechter als ich. Wir sind alle Sünder. Jeder. Vor Gott. Gott bewertet, das ist nicht mein Job. Geht das mal in mein Hirn?

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute fühle ich mich wieder klein und hässlich. Mir ist gestern der Tag wieder völlig entglitten. T. war da, wir haben Erdbeerkuchen gegessen und so über alles mögliche und unmögliche geredet. 3 Stunden. Danach war ich so fertig, dass nichts mehr ging, ich unendlich viel Eis in mich hineingestopft habe (in der unbewussten Hoffnung, dass es mir besser geht). Ging es natürlich nicht. Hab mich wieder aufgekratzt und zugeklebt, bin ganz spät ins Bett und um nicht weiter nachzudenken, aber ich auch noch gut Medikamente genommen, dass ich schlafen kann. Shit ohne Ende. Vater, ich weiß nicht, wie ich aus solchen Situationen herauskommen kann. Mit einfach Willen, geht das nicht. Ich bin gefangen in mir selbst und schaffe es nicht. Heute morgen ist natürlich der Katzenjammer groß, ich ärgere mich halbtot und weiß nicht, wie ich es beim nächsten mal anders, besser machen kann. Heute passiert nicht mehr viel. Ich werde nachher noch den Gottesdienst auf youtube anschauen und heute Nachmittag werde ich sehen, ob etwas geht oder auch nicht. Vater, bitte, hilf mir über diesen Tag, hilf mir, dass ich nicht wieder in diesen Strudel gerade, wo ich mich nicht allein wieder herausziehen kann. Gib mir bitte irgendetwas an die Hand, dass ich den Stop-Knopf finde und bremsen kann. Ich will das nicht und finde keinen Ausweg. Deshalb bin ich heute so durch … morgen geht es wieder besser. Bestimmt. Ganz bestimmt ….


Tag 436 + 437 – Psalm 51

Nimm die Lasten von mir weg, Gott

1  Dieses Teil hier wurde geschrieben, als David totale Scheiße machte

2  und in dieser Nacht mit Bathseba fremdgeschlafen hatte. Nathan hat ihn anschließend übelst angepisst und ihn ernsthaft gefragt, was für ein Idiot er doch ist.

3  Jetzt betet er zum Chef: „Hab Mitleid mit mir, nimm meinen Mist weg und tu so, als wäre das nie passiert.

4  Wasch mir den Kopf und spül den Müll aus mir raus,

5  ich peil jetzt meinen Fehler, doch er bleibt vor meinem Auge.

6  Ich habe dich verarscht, und ich wollt dich hintergehen. Du bist im Recht, und deswegen musst du mir auch nicht vergeben.

7  Seit mein Dad mich gezeugt und meine Mum mich ausgetragen hat, merk ich, wie der Scheiß in mir aus mir einen Sklaven macht.

8  Ich weiß, dass du es feierst, wenn man ehrlich und authentisch ist, darum zeig mir jeden Tag aufs Neue, wo die Grenzen sind. Mach aus mir ’nen Mann, der weiß, was gut und richtig ist,

9  und nimm den Dreck von mir, der allmählich bis zum Himmel stinkt. Dann weiß ich, was es heißt, wirklich sauber zu sein. Ich schau auf dich, und sofort ist mein Glaube gereinigt.

10  Du hast mich bestraft, und zwar so hart wie noch nie. Verschränk nicht auf ewig deine Arme vor mir, bitte nimm mich wieder an – gib mir die Atemluft zurück.

11  Und nimm die Lasten von mir – jeden Tag ein kleines Stück.

12  Veränder die Gedanken – gib mir Kraft, es durchzustehen.

13  Schenk mir deine Energie – ich will das alles noch erleben.

14  Zeig mir, was es heißt, in wahrer Freiheit zu leben, ich will dir folgen, bis ich mal das Zeitliche segne.

15  Ich will den Leuten zeigen, die fertig und ausgebrannt sind, dass es einen Weg zurück in deinen weiten Arm gibt.

16  Ich hab jemand einfach den Atem genommen, und das nur, um mal ’ne kleine Runde mit der Alten zu poppen. Mach mich frei von diesem Müll, der mich quält. Ich will dann losziehn, um deine Größe weiterzuerzählen.

17  Gib mir dazu die Worte und die Fähigkeit zu denken, und ich fange an, für dich ein paar Berge zu versetzen.

18  Ich will mich nicht verstecken hinter Gottesdienstbesuchen. Du gibst ’nen Scheiß darauf, wenn wir vor dir knien und rufen und es nicht ehrlich meinen – das ist alles aufgesetzt.

19  Du willst lieber einen Menschen, der am Arsch ist und verletzt, wenn er gegen dich voll die Scheiße gebaut hat. Wenn er sich dann bemüht, dir zu gefallen, ist das ehrlich und vernünftiger.

20  Gib uns deine Liebe – mach uns stark und unsre Hoffnung groß!

21  Dann nimmst du’s ernst, wenn wir beginn’n, dich als unsern Gott zu loben. Wir schrein dann wieder laut: „Der Chef ist wieder da!“ Und schicken die Gebete zu dir auf den Altar. David sagt …

Mein Schlüsselvers für heute

Obwohl sich David mit Batseba vergangen hat, sagt er, dass er gegen Gott gesündigt hat. Wenn jemand stiehlt, tötet oder lästert, gibt es ein Opfer, das darunter leidet. Nach weltlicher Anschauung ist außerehelicher Geschlechtsverkehr zwischen zwei willigen Erwachsenen akzeptabel, solange niemand zu Schaden kommt. Es ist aber so, dass trotzdem Menschen verletzt werden – in Davids Fall wurde sogar ein Mann getötet und außerdem starb ein Baby. Jede Sünde verletzt sowohl uns als auch andere. Im Endeffekt wird jedoch Gott beleidigt, denn jede Art von Sünde ist eine Auflehnung gegen seine Vorstellungen für unser Leben. Wenn wir versucht sind, etwas Unrechtes zu tun, müssen wir bedenken, dass wir damit gegen Gott sündigen würden. Das kann uns helfen, auf den richtigen Weg zu bleiben. …. ….. …. Natürlich weiß ich das alles. Theoretisch. Aber heute nach dem Lesen des Abschnittes ist es mir ganz eindringlich bewusst geworden, ist es mir ins Herz gerutscht. Aufhören zu sündigen klappt sicher nicht, wir sind sündige Menschen und wurden als solche bereits geboren. Aber die Einstellung dazu kann man ändern und dann doch vielleicht genauer hinschauen und so manches lassen ….


Tag 434 + 435 – Psalm 50

Drauf sein, wie Gott es gut findet

1 Ein Beat von Asaf, der klarmacht, dass, wenn Gott redet, alles stillsteht. Wenn Gott gerufen hat, die Erde auf ihn hören soll, egal, wo man grad geht, ob du im Osten bist, in Bagdad oder in Bahrain, in München, in New York oder in Köln am Rhein.

2 Auf dem Berg Zion kommt Gott an, mit seinem Ultraglanz.

3 Und er kommt nicht nur an mit Hans und Franz, er kommt mit Feuer, und es bricht um ihn ein Tosen, auf Wellen reitet er, er braucht keine Almosen!

4 Denn nur der Himmel und die Erde stehen als Zeugen, wenn er die Völker zu sich ruft, dass sie sich beugen.

5 „Zieht meine Leute ein und bringt alle zusammen, mit denen ich Verträge hab, die werd‘ ich nicht verdammen. Sie haben mir schon damals ihre Treue fest geschworen und standen stets zu ihrem Wort, waren auserkoren.“

6 Gott ist immer korrekt, er ist der Richter, das bestätigen der Himmel und auch ich als Psalmdichter.

7 „Hör mir mal zu, du, Israel, ich klag dich an! Ich bin dein Gott und ich muss dich jetzt mal verwarn’!

8 Nicht weil du dein Opfer korrekt hast durchgezogen, auch was du für mich sonst abgefackelst, ungelogen.

9 Aber dein Opfer ist mir, ehrlich gesagt, total egal, weder die Plattensammlung aus dem Schrank noch das CD-Regal.

10 Die Sachen gehören mir sowieso, brauch ich nicht mehr, und auch den MP3-Spieler gibt’s im Himmel doch viel besser.

11 Ich kenne jeden Beat auswendig, kann dir jedes Liedvorsingen, nicht nur die Top-Ten-Hits sind mein, auch Punksongs kann ich dir bringen.

12 Und wenn ich Hunger hätte, würde ich dich nicht um Essen bitten, weil mir ja alles eh gehört, die ganzen Steaks und alle Fritten. Ja, alles, was auf dieser Erde mal gewachsen ist, gehört mir, und alles was da auf ihr lebt, jede Pflanze, jedes Tier.

13 Glaubst du in echt, ich wollte dir den Burger vom Teller stehlen, was soll das für ein Opfer sein? Willst mich mit dem Zeug wohl quälen!

14 Das Opfer, wo ich voll drauf steh, ist ein Versprechen, was du mir mal gegeben hast. Das darfst du nicht brechen.

15 Wenn du am Ende bist, dann ruf mich schnell herbei, ich rette gerne und habe Kraft für drei. Du kannst mir gerne für die Sachen wieder danken und meinen Weg mit krassen Lobliedern flanken.“

16 Wenn jemand Gott disst, geht Gott richtig ab und sagt: „Was laberst du über die Ansagen, die ich gemacht hab?

17 Aber das, was ich von dir wollte, war am Ende trocken Brot. Du tust, was du für richtig hältst, wirfst meine Pläne über Bord.

18 Mit denen, die andere abzocken, steckst du voll unter einer Decke, mit Ehemännern, die betrügen, ziehst du noch abends um die Ecke.

19 Fiese Wortattacken kommen dir wie Spucke von der Lippe, wenn du auch nur den Mund aufmachst, dann stinkt es schon nach kalter Kippe.

20 Über die Leute, die dich mögen, lästerst du den ganzen Tag und streust lauter fiese Gerüchte über Leute, die du magst. Über deinen Bruder ziehst du total fies her,

21 bis jetzt hab ich dazu geschwiegen, aber, Mann, das geht ab jetzt nicht mehr. Vielleicht hast du dabei gedacht, du bist mir plötzlich völlig wurscht, aber ich mach dir heut die Ansage: Hör auf damit, du Horst! Ich halte dir mal deine ganze fiese Untreue vor die Nase,

22 du hast mich schlicht einfach vergessen, mich so behandelt wie ’ne Luftblase. Jetzt höre auf die Worte, die ich dir zu sagen habe, sonst muss ich dich ganz einfach plattmachen, dann hilft auch kein Gehabe. Es kommt für dich dann jede Rettung glatt zu spät.

23 Wer mir fett ‚danke‘ sagt, für den bin ich sein Held. Ich freu mich über jeden, der mir was aus Dankbarkeit bringt, seine Zeit, Lieder oder Geld, wer sich an mich wendet, den werd‘ ich retten aus seiner Not. Für den, der immer zu mir hält, steh ich bereit, ich bin sein Gott.“

Mein Schlüsselvers für heute

Nicht wegen deiner Opfer tadle ich dich, / deine Brandopfer sind immer vor mir.
(Ps 50:8)
Opfere Gott Dank / und löse ihm deine Versprechen ein!
(Ps 50:14)

Meine Erkenntnis des Tages

Gottes Heiligkeit verlangt es, dass Sünde mit dem Tod bestraft wird. Doch durften Menschen Tiere als Ersatz für sich selbst opfern, um ihren Glauben an den gnädigen, vergebenden Gott zu symbolisieren. Nun boten die Menschen nur noch Opfer dar, ohne sich über die Bedeutung im Klaren zu sein! Die Tatsache, dass sie Gott überhaupt Opfer brachten, zeigt, dass sie sich einmal bereit erklärt hatten, Gott von ganzem Herzen nachzufolgen. Aber jetzt waren sie nicht mehr mit dem ganzen Herzen dabei. Wir (ich) können in die gleiche Falle tappen, wenn wir (ich) nur aus Gewohnheit an religiösen Aktivitäten teilnehmen, den Zehnten geben und den Gottesdienst besuchen, und nicht aus herzlicher Liebe und Gehorsam. Gott möchte, dass wir (ich) ihm unser (mein) ganzes Leben schenken, nicht nur leere Rituale.

Mein Gebete für meinen Tag

Vater, heute hast du mir wieder sehr eindringlich vor Augen geführt, dass alles dir gehört. Alles, was hier auf der Erde existiert, dürfen wir nur benutzen. Benutzen, dass etwas daraus entsteht, um dich zu ehren. Immer wieder vergessen wir das … Ich vergesse das. Wir denken sooft, dass das, was wir besitzen, uns ja erarbeitet haben oder dass dass uns irgendwie „zusteht“. Nichts steht uns (mir) zu. Alles ist ein Geschenk von dir.
Und als Dank dafür, meckern wir rum, wenn wir irgendetwas nicht bekommen, häufen an und wollen immer mehr als wir wirklich brauchen. Und dich ehren? Da laufen wir meist höchstens sonntags in die Kirche oder sprechen Tischgebete. Als Ritual, als vermeintliche Pflicht. Nein nicht alle, aber viele. Ich will mich nicht ausnehmen. Bitte Vater, gib mir immer wieder das Bewusstsein, dass alles, aber auch alles dir gehört, dass mich tiefe Dankbarkeit erfüllt.
Heute wird ein schwieriger Tag, heute ist die Urnenbeisetzung von H. Bitte Vater, sei bei mir und lass mich bitte auch nicht vergessen, dir für jede noch so kleine Kleinigkeit zu danken. Ja, dankbar bin ich, aber ich möchte es auch so formulieren und mir ins Bewusstsein rufen. Danke, für die wundervollen Rosen, die ich mitnehmen werde. Du hast sie wirklich wunderbar gemacht. Danke, dass es Bahnen gibt, die mich zum Friedwald fahren. Danke für D., dass sie alles organisiert hat, danke für H., die auch kommen wird und danke für die vielen kleinen Dinge, die mir auf den Weg dorthin begegnen werden und von denen ich jetzt noch nichts weiß. Vielleicht solle ich hier abends eine kleine „Dankrubrik“ einführen, wo ich abends alles aufschreiben werde, wofür ich dankbar bin. Mal sehen …