Tag 142 -1. Samuel 13:1-7

1 Keiner weiß, wie alt Saul eigentlich war, als er Präsident wurde, aber insgesamt hatte er zwei Jahre lang das Sagen über die Israeliten.

2 Er suchte sich dreitausend Männer aus, die für seine Armee eingezogen wurden. Zweitausend davon standen unter dem direkten Befehl von Saul. Sein Regierungssitz lag in Michmas und auf den Bergen bei Bet-El. Die restlichen tausend standen unter dem Befehl von seinem Sohn Jonatan, der in Gibea stationiert war. Gibea lag in dem Gebiet vom Familienstamm Benjamin. Die anderen Leute konnten auf Befehl von Saul wieder nach Hause gehen.

3 Jonatan tötete dann einmal einige Soldaten der Philister, die als Außenposten in Gibea stationiert waren. Die Geschichte stand am nächsten Morgen im „Philister Tageblatt“, und alle erfuhren davon. Saul schickte sofort eine Nachricht an alle Leute im Land, weil er wollte, dass die Israeliten über die Sache informiert waren.

4 Überall erzählte man jetzt an den Stammtischen: „Saul hat ein paar Soldaten von den Philistern getötet! Die sind jetzt superstinkig auf uns!“ Daraufhin wurden alle wehrfähigen Männer eingezogen. Man sammelte sich in Gilgal, um mit Saul in den Krieg zu ziehen.

5 Die Philister hatten auch ihre Armee an den Start gebracht, um gegen Israel zu kämpfen. Sie hatten alleine 30 000 Panzer und 6000 andere Kampffahrzeuge aufgefahren. Dazu Bodentruppen mit so vielen Soldaten, dass man sie unmöglich zählen konnte. Sie bauten ihr Lager bei Michmas auf, was östlich von Bet-Awen lag.

6 Als die Soldaten von Israel sahen, dass die andere Armee deutlich in der Überzahl war, kriegten sie voll die Panik. Einige versteckten sich im Wald, in irgendwelchen Höhlen, in Tiefgaragen oder in unterirdischen Bunkern.

7 Viele flüchteten aber auch über den Jordanfluss ins Gebiet von Gad und nach Gilead. Saul war mit seiner Truppe immer noch in Gilgal. Auch seine Mannschaft hatte mega Schiss.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Als die Israeliten sahen, dass sie durch diese Menge in Not kommen würden, versteckten sie sich in Höhlen und in Dornengestrüpp, in Felsen, Grabkammern und Zisternen.
(1Sam 13:6)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Als ich diese 7 Verse gelesen hatte, habe ich mein weißes Haupt geschüttelt. Warum immer diese Klopperei? Warum kann man nicht mal friedlich miteinander umgehen? Warum zeigt uns Gott im AT immer wieder diese Kriegsspielereien? Hat er denn keine andere Möglichkeit gefunden, um uns das beizubringen, was er zu uns sagen möchte?
Da ich aber nicht ansatzweise Gottes Denken habe, muss ich mich wohl damit begnügen, was er uns nun mal hat aufschreiben lassen.
Und das ist in diesem Fall wieder die Konflikte zwischen Israel, den Philistern, Glaube und Unglaube.
In meinem Kommentarbuch von Gaebelein steht folgendes:
„Jonatan erscheint hier zum ersten Mal. Sein Name bedeutet „Jahwe hat gegeben“. Er ist das Gegenteil seines armen Vaters; der Sohn ist ein Mann wahren Glaubens und eifert für Gott. Diesen Glauben offenbart er, als er das Heerlager der Philister schlägt.“
Hm. Kann ich jetzt so nicht nachvollziehen. Aus diesen ersten Versen kann ich nicht erkennen, dass Jonatan Gott gefragt hat, was er tun soll?
Was Saul allerdings draus macht ist schon übel. Die ganzen Lorbeeren des Sieges stolz für sich einheimsen.
Als das Volk aber sahen, wie sich die Philister aufrüsteten, kam das große Jammern, die nackte Panik. Angst, pure Angst.

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich denke nach. Ich denke nach, wie diese 7 Verse sich auf MEIN Leben auswirken können. Ja, klar, immer erst Gott fragen, nicht stolz sein usw., aber das findet sich überall in der Bibel. Diese 7 Verse … Am meisten berührt mich die nackte Angst der Israeliten als sich die Philister zu einem großen Kampf rüsten. Ich stell mir vor, ich mittendrin. Wo ist das nächste Erdloch, in das ich verschwinden könnte? Alles erscheint so furchtbar bedrohlich.
Was tue ich, wenn ich mich erart bedroht fühle und sich die Erde nicht vor mir auf tut, dass ich in ihr verschwinden könnte?
Vor ein paar Monaten noch, in der tiefsten Krise meines Lebens überhaupt, hätte ich wahrscheinlich Tavor geschluckt. Ein Bedarfsmedikament, ein Beruhigungsmittel, nachts eine Schlaftablette… Willkommen in der sogenannten „modernen“ Welt.
Und heute? Heute würde ich voller Verzweiflung zu Gott beten, ihn anflehen, irgendetwas zu tun, mir zu helfen und dann mit „aber dein Wille geschehen“ demütig warten, was passiert.
Die Angst, das Zittern wäre wahrscheinlich geblieben, aber auch die Hoffnung, dass alles irgendwie gut ausgehen wird…

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, was war das heute wieder für ein Bibeltext? Dabei habe ich ganz andere Feinde als die Philister. Und die sitzen nicht hochgerüstet hinter einem Busch, sondern in meinem Kopf. Manchmal sind auch die ganz schön stark und dann kann ich auch nur dich bitten, mit mir zu kämpfen und mich nicht in ein sinnbildliches Erdloch zu verschwinden.
Dabei bin ich sosososo dankbar, dass ich schon soweit bin, wie ich bin. Eigentlich warte ich darauf, dass es draußen nicht mehr so heiß ist. Auch heute soll es wieder 30° werden, dass ich wieder raus kann, raus unter Menschen, raus in die Natur.
Aber ich will nicht meckern, die vergangenen warmen Tage und meine Zu-Hause-Bleiben-Müssen hat soviel in meinem Kopf gemach, konnte ich soviel biblische Vorträge auf Youtube hören, soviel lesen und nachdenken, dass es auf keinen Fall eine verlorene Zeit war. Nun drängt es mich aber wieder hinaus. Die Sehnsucht nach Natur, Wald, Blumen … ist so groß geworden …
Bitte Vater, ich möchte dich auch heute am Sonntag bitten, D., T. und A. zu behüten und zu beschützen. Alle drei haben es nicht leicht und kämpfen jeden Tag durch alle möglichen Schwierigkeit. Lass sie nicht darin ersticken. Heute aber möchte ich ganz doll für A. bitten, ich habe sehr das Gefühl, es geht ihm gar nicht gut, dass er verzweifelt ist und nicht weiß, was er machen soll. Bitte Vater zeige es ihm! Du kannst helfen, du weißt wie.
Bitte Vater, beschütze und behüte auch mich, lass den Tag ein guter werden! Nimm mir alles Schmerzen soweit weg, dass ich sie ertragen kann, gib mir die Kraft, meine kleine Wohnung in Ordnung zu halten und mich um meinen kleinen Hund kümmern. Und nebenbei könntest du mir bitte auch noch sagen, was ich dem Hund jetzt als Futter geben könnte. Das jetzige stinkt erbärmlich. Ich kann mich nicht damit anfreunden.
Und so trage ich dies alles vor dich im Namen Jesu.
Amen

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Tag 141 – 1. Samuel 12:6-25

6 „Gott hatte damals Mose und Aaron als eure Chefs eingesetzt, sie haben eure Väter aus Ägypten rausgeführt.

7 Jetzt kommt alle nach vorne. Ich werde mit euch noch mal über die Sachen verhandeln, wo ihr Gott untreu wart. Außerdem werde ich euch die Sachen aufzählen, wo er supergut zu euch und euren Vorfahren war.

8 Vorher ein kurzer Rückblick auf unsere Geschichte: Damals, als Jakobs Familie mit Kindern, Enkeln etc. in Ägypten gewohnt hatte und es ihnen irgendwann dort richtig schlechtging, haben sie bei Gott angeklingelt, weil sie Hilfe brauchten. Gott schickte ihnen Mose und Aaron. Durch die beiden kamen wir alle aus Ägypten wieder raus. Gott hat dann in diesem Land für uns eine neue Heimat klargemacht.

9 Es dauerte nicht lange, dann hatten sie Gott schon wieder vergessen. Sie lebten nicht mehr mit ihm, und darum hat Gott es zugelassen, dass ihre Feinde sie im Krieg besiegen konnten. Zum Beispiel Sisera, den General der Armee von Hazor, oder die Philister oder den Präsidenten von den Moabitern kann man da nennen. Sie haben uns im Krieg alle eine richtig derbe Schlappe beigebracht.

10 Schließlich rief man wieder bei Gott um Hilfe. ‚Wir haben Mist gebaut! Es war total falsch, dass wir dich verlassen und zu solchen Plastikgöttern wie Baal und Astarte gebetet haben! Hol uns hier raus! Dann werden wir nur noch zu dir beten!‘

11 Gott schickte dann noch so Männer wie Jerubbaal vorbei, oder den Bedan, Jiftach und am Ende sogar mich selbst. Er half uns auf die Art, gegen unsere Feinde anzukommen. So hatten wir eine Zeitlang Frieden und Sicherheit in unserem Land.

12 Jetzt zum Schluss kam Nahasch, der Präsident der Ammoniter, mit seiner Armee bei euch an. Doch plötzlich war euch Gott, euer Chef, nicht mehr genug, ihr sagtet zu mir: ‚Wir wollen einen Präsidenten! Der soll über uns regieren!‘

13 Okay, da ist er nun, euer Präsident. Ihr habt unbedingt einen haben wollen, ihr habt es euch so ausgesucht. Gott hat euch nun diesen Typen geschickt, damit er bei euch das Sagen hat.

14 Ihr müsst aber immer das tun, was Gott von euch will. Ihr müsst Respekt vor ihm haben und alles machen, was er euch sagt, und euch nicht dagegen wehren. Und wenn das dann euer Präsident auch so macht und ihr auch auf das hört, was der so sagt, dann wird Gott immer bei euch sein und euch helfen.

15 Falls ihr jetzt aber nicht das tun wollt, was Gott von euch möchte, dann wird Gott gegen euch sein. So hat er es ja schon immer mit unseren Leuten gemacht.

16 Jetzt zieht euch rein, Leute, was für ein fettes Wunder Gott für euch alle gleich tun wird!

17 Es ist ja gerade Hochsommer, und in der Zeit ist es bei uns mit Regen ja totale Fehlanzeige. Ich werde jetzt mit Gott reden und ihn bitten, dass er mal ein Gewitter vorbeischickt. Das soll so ein Zeichen für euch sein, dass ihr totalen Bockmist gebaut habt mit eurem ‚Wir wollen einen Präsidenten‘-Gequake.“

18 Samuel redete dann mit Gott. Und plötzlich gab es voll lauten Donner, und es fing an zu regnen. Die Israeliten bekamen mega Respekt vor Gott und auch vor Samuel.

19 Sie sagten zu Samuel: „Bitte, bitte, sag Gott, dass er uns nicht umbringen soll! Wir wollen nicht sterben! Wir haben alle Dreck am Stecken und tun ständig Sachen, die Gott ätzend findet. Und jetzt haben wir uns auch noch einen Präsidenten ausgesucht!“

20 „Keine Panik“, antwortete Samuel. „Ihr habt zwar richtig Mist gebaut, aber ab jetzt seid ihr ja Gott treu, ihr wollt euch radikal an ihn ausliefern und immer tun, was er sagt, oder?

21 Aber bitte lasst euch nicht auf diese Plastikgötter ein! Die werden euch nie helfen können! Die bringen es echt nicht, die sind ja nur aus Plastik!

22 Gott wird aber immer eine gleiche Linie fahren, auf ihn kann man sich verlassen. Er wird euch nie dissen, weil er sich einmal dazu entschlossen hat, euch als seine Leute anzunehmen.

23 Und ich werde auch weiter für euch beten. Das wär ja noch schöner, wenn ich damit aufhören würde . . . Ich werde euch auch weiter sagen, wo es langgeht im Leben.

24 Habt Respekt vor Gott! Seid ihm treu! Tut radikal, was er euch sagt! Überlegt doch mal, was für krasse Sachen er für euch schon alles gemacht hat!

25 Falls ihr aber doch wieder Mist baut und euer eigenes Ding durchzieht, werdet ihr mitsamt eurem Präsidenten einfach weggepustet werden.“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

„… Ich will Jahwe anrufen, dass er Donner und Regen schickt. Dann erkennt ihr, ja, dann werdet ihr sehen, wie groß eure Bosheit in Jahwes Augen war, einen König für euch zu verlangen.“ 
(1Sam 12:17)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Samuel hält redet lange auf die Israeliten ein, führt ihnen vor Augen, was Gott alles für sie getan hat, es immer wieder abgefallen ist und reumütig zurückgekehrt. Das so sieht für mich ein widerspenstiges Kind aus. Der Oberhammer ist dann natürlich die Sache mit dem König. Sie wollten unbedingt einen König und sahen nicht, dass es Gott ist, der sie lenkt und leitet und dies viel besser kann als je ein menschlicher König.
Tatata, da war er nun, ihr König. SAUL. Samuel erinnert nochmal ganz eindringlich, dass sie weiter Gott von ganzem Herzen dienen sollten.
Für diesen Moment haben sie es wohl begriffen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Wie schnell vergessen auch wir, was Gott alles für uns getan hat? Oftmals nehmen wir es einfach für selbstverständlich und denken an „Zufall“, wenn uns etwas passiert, was so nicht zu erwarten war.
Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, und das sind nun schon 62 Jahre, erkenne ich den roten Faden, den Gott durch mein Leben gezogen hat. Und ich erkenne auch, wo ich abgetrifftet bin und wo mich Gott sehr schmerzhaft zurückgeholt hat. Ja, ich bin dankbar. Dankbar für mein Leben, so schwierig es auch war. Es hat mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Und ich hoffe so sehr, dass ich jetzt „dran“ bleibe. Dranbleibe an der Standleitung zu Gott und mir dessen bewusst bin, was für ein außerordentliches Glück ich damit habe. Der große Gott, der Souverän von allem, kümmert sich um mich, eine, die nichts hat, die nichts kann und nichts ist in den großen Weiten des Universums.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir, dass du mir heute gezeigt hast, was du alles für Israel tust und mir somit neu bewusst wurde, was du bisher alles für mich getan hast. ich bin dir sososo dankbar!
In der Nacht hatte ich schlimme Schmerzen im Nierenbereich. Ich habe Panik bekommen, dass sich einer meiner zahlreichen Steine in Bewegung gesetzt hat. Nein, nein, nein, ich will in kein Krankenhaus, nicht mal einen Notarzt. Ich kämpfe mich gefühlt jeden Tag durch den Tag, nun bitte auch nicht noch das. Und ich habe gebetet für den Rest der Nacht. Bitte, bitte, bitte nicht auch noch die Nieren! Bitte!
Was soll ich sagen? Die Schmerzen sind jetzt fast weg, so als ob Gott zu mir gesprochen hat: Hab doch keine Angst, ich bin doch da und hab alles in der Hand!
Wie konnte ich das vergessen?
Bitte, Vater, kümmere dich heute genauso gut um D. und T. Und natürlich auch um A. Bitte ziehe sie auch zu dir, damit sie sehen und spüren, was für ein wunderbarer Gott du bist!
Und so lege ich dir wieder alles vor die Füße. Beschütze und behüte uns alle und erweitere mein Gebiet (obwohl ich gerade keine Erweiterung gebrauchen kann, verlasse mich aber darauf, dass du mir nur das gibst, was ich auch tragen kann).
Das alles trage ich vor dich in Jesu Namen.
Amen

o o o o o

Tag 140 – 1. Samuel 12:1-5

1 Als alle Israeliten bei einem Treffen waren, sagte Samuel zu den Leuten: „Also, das war’s jetzt. Ich hab getan, was ihr wolltet, und euch einen Präsidenten organisiert.

2 Das hier ist er! Er soll bei euch ab jetzt die Macht haben. Ich bin nun aber schon im Rentenalter. Meine Söhne sind erwachsen und leben bei euch. Ich war mein ganzes Leben euer Chef und habe euch gesagt, wo es langgeht.

3 Ich geb euch jetzt noch mal die Chance: Jeder, der noch eine offene Rechnung mit mir hat, soll die jetzt begleichen. Ihr könntet das bei Gott machen und auch bei eurem neuen Präsidenten. Wenn ich irgendwo Mist gebaut hab, dann sagt das bitte jetzt. Ist hier jemand, dem ich mal sein Handy oder sein Fahrrad geklaut hab? Hab ich jemanden bestochen oder erpresst? Oder gibt’s hier einen, den ich irgendwie anders abgezockt hab? Jemand da, von dem ich Kohle angenommen hab, um in meinem Job als Richter ein falsches Urteil zu fällen? Ich bin bereit, heute alles wieder in Ordnung zu bringen!“

4 „Nein, never“, antworteten die Männer. „Du hast niemanden erpresst und hast dich auch nicht bestechen lassen.“

5 „Okay“, sagte Samuel. „Gott und der von ihm eingesetzte Präsident sind jetzt meine Zeugen: Ich habe nichts ausgefressen!“ Die Männer riefen: „Genau! Das stimmt!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

„Du hast uns nicht erpresst“, erwiderten sie, „du hast uns nicht misshandelt, du hast von niemand etwas angenommen.“
(1Sam 12:4)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Was für eine Szene! Der Mann Gottes, der Mann des Gebets steht vor ihnen, der nicht versagt hatte, wie die vielen vor ihnen. Sein Zeugnis über sein persönliches Verhalten wurde auch später von Paulus gewürdigt. Das ganze Volk bescheinigte Samuels guten Wandel. Was für ein Mann!
Wer schaut da auf unsere Politiker?

Glauben ins Leben umgesetzt

Genau das ist es, was Gott von uns möchte, dass wir Glauben leben. Dass wir das leben, was wir sagen, das wir authentisch sind. Leider wird das von unserer Gesellschaft nicht nicht gewürdigt. Da will jeder besser dastehen als er wirklich ist. Ein Punkt, den ich wirklich abartig finde, sind die Beurteilungen nach dem Beenden eines Arbeitsverhältnisses. Egal wie sich der Mitarbeiter aufgeführt hat, es darf nichts Kritisches in einer Beurteilung stehen. Das Ergebnis ist, dass es eine Art Geheimcode gibt, damit die Personalchefs dann doch wissen, wo es geklemmt hat. Wie absurd ist das denn? Wie auch immer, was auch immer wir tun oder getan haben, Gott sieht es und wir können mit reinem Herzen dastehen, wenn wir auch so handeln, wie wir reden. Fehler, ja Fehler machen wir alle. Dazu zu stehen, wird uns nicht immer leicht gemacht, weil es manchmal harte Konsquenzen nach sich ziehen kann. Nachsicht und Verständnis fehlen oft. Aber auch das sieht Gott. Und Gott ist der Richter, nicht wir. Es ist sein Job.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich habe jetzt einen Tag hier ausgelassen … und was soll ich sagen? Es hat mir sowas von gefehlt. Ich hatte gestern einen Zahnarzt-Termin und dieser hat mich von der Psyche so angekratzt, dass ich total unzufrieden mit diesem Tag war. Erst heute Morgen wurde es mir bewusst, ich hatte meinen Kummer nicht Gott vor die Füße gelegt! Wie blöd ist das denn? Nein, es stehen keine Zahnarzt-Katastrophen an, aber bei meinem Mund reißen mir die Mundwinkel immer ganz schlimm auf, es tut richtig weh und dauert wieder Tage bis es zugeheilt ist . Und diese Winzigkeit hat mir den Tag vergrämt. So ein Blödsinn!
Und so knalle ich dir heute wieder den Tag vor die Füße und bitte dich alles gut werden zu lassen, dass du mich führst und leitest und mich vor allem Kummer bewahrst. Bitte kümmere dich auch um D., sie hat Angst, auf den Kosten für den Kiefernchirurgen sitzen zu bleiben. Kannst du da etwas dran drehen? T. hat Angst, dass sie mit der potienziellen Einzelfallhilfe nach ihren vielen negativen Erfahrungen nicht klar kommt. Kannst du ihr die Angst nehmen?. Von A. habe ich nichts gehört. Bitte kümmere dich aber bitte auch um ihn. Aber das allerwichtigste ist, zeige dich ihnen, zeige dich ihnen, dass es dich gibt und dass du alle Fäden in der Hand hast und dass außerhalb deines Willens hier nichts passieren kann.
Bitte lass mich heute gut ausruhen, dass ich wieder zu mir kommen kann, Ruhe finde und neue Kraft bekomme, die ich vorgestern Nachmittag verloren habe. Bitte schieb mir eine Mütze davon rüber.
Das alles trage ich dir vor in Jesu Namen
Amen.

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Tag 138+139 – 1. Samuel 11:1-15

1 Irgendwann kam der Präsident Nahasch von den Ammonitern auf die Idee, mit seiner ganzen Armee in die Landschaft Gilead zu ziehen, um dort die Stadt Jabesch anzugreifen. Bevor es zum Krieg kam, boten die Bewohner der Stadt Nahasch einen Deal an: „Wenn Sie uns versprechen, hier keinen zu töten, dann werden wir alles tun, was Sie sagen, für immer.“

2 „Nur unter einer Bedingung“, antwortete der Präsident der Ammoniter. „Ich darf jedem Mann von euch das rechte Auge ausstechen. Dann werden sich alle über Israel ablachen und euch verarschen!“

3 Die Regierung der Stadt bat um eine Frist: „Wir brauchen sieben Tage Bedenkzeit. Wenn unsere Hilferufe per Rundmail in ganz Israel nichts bringen, machen wir das, was Sie von uns wollen.“

4 Eine von diesen Rundmails kriegten auch die Leute in Gibea, wo Saul ursprünglich herkam. Als die überall gelesen wurde, waren die Leute echt fertig und heulten laut los.

5 Saul kam gerade von der Arbeit nach Hause. „Was ist denn los hier?“, fragte er. „Warum heulen meine Leute die ganze Zeit?“ Man erzählte ihm von dem Hilferuf aus Jabesch und was die Bewohner ihnen geschrieben hatten.

6 Als Saul die Geschichte gehört hatte, übernahm plötzlich die Kraft von Gott in seinem Herz die Kontrolle. Er war megasauer.

7 Sofort lief er in den Stall und schnappte sich zwei Kühe. Die wurden dann von ihm in kleine Stücke zersägt und per DHL-Paket überall nach Israel verschickt. Dazu mussten die Boten dann immer den Spruch aufsagen: „Die Männer, die nicht mit Saul und Samuel in den Krieg ziehen, werden genauso zerhackt wie diese Kühe!“ Die Israeliten kriegten voll Schiss, weil jeder merkte, dass das keine leere Drohung war, Gott selbst stand dahinter. Alle folgten dem Aufruf und ließen sich zur Armee einziehen.

8 Die Soldaten kamen zur Musterung in Besek zusammen. 300 000 Männer aus Israel und 30 000 aus Juda.

9 Dann ließ Saul den Bewohnern von Jabesch eine Nachricht zukommen: „Morgen Mittag seid ihr frei!“ Die News sprachen sich schnell in der Stadt rum, und alle waren voll erleichtert, als sie davon hörten.

10 Sie ließen den Generälen der Ammoniter dann zum Schein ausrichten: „Morgen ergeben wir uns. Dann können Sie mit uns machen, was Sie wollen.“

11 Am nächsten Morgen teilte Saul seine Männer in drei Abteilungen auf. Noch bevor es hell wurde, schlugen sie zu. Sie überfielen das Lager der Ammoniter mit voller Wucht. Gegen Mittag hatten sie den Krieg gewonnen, die Armee wurde zerschlagen. Die paar Soldaten, die noch fliehen konnten, verteilten sich überallhin.

12 Nach diesem gigantischen Sieg schleimten die Leute bei Saul rum: „Wer war das damals noch, der keinen Bock da drauf hatte, dass du unser Präsident wirst? Die würden wir jetzt echt gerne kaltmachen!“

13 Saul fand aber, das wäre keine so gute Idee. „Heute stirbt niemand mehr! Denn heute hat Gott seinen Leuten einen richtig großen Sieg geschenkt!“

14 Samuel meinte dann zu den Leuten: „Passt auf, lasst uns alle mal nach Gilgal gehen und dort eine Pro-Saul-Demo veranstalten! Saul ist der neue Präsident!“

15 Alle kamen mit. Als sie in Gilgal waren, machten sie ganz offiziell Saul zu ihrem Präsidenten. Das Ganze wurde mit Dankopfern besiegelt. Anschließend gab es eine riesen Party, die Leute von Israel waren da und feierten bis zum Abwinken.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Als Saul das hörte, kam der Geist Gottes über ihn, und er wurde sehr zornig. 
(1Sam 116)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Der Text hört sich richtig gruselig an. Wenn ihr nicht wollt, steche ich jeden das rechte Auge aus … Brrrrrr.
Das ist so ein Text, warum ich das Alte Testament nicht wirklich mag. Aber es gehört in die Bibel und das ist nunmal Gottes Wort …. Die gesamte Bibel, nicht nur ein Stückchen, was mir gerade gefällt.
Also, Saul hörte das alles und der Geist Gottes kam über ihn. Ich kann nicht lesen, dass Saul gebetet hat. Der Geist Gottes kam dann wohl so über ihn und Saul reagierte rein menschlich. Fleischlich. Er wurde zornig und schickte zerhackte Kühe umher, wie gruslig ist das denn?
Wie auch immer, Israel hatte einen König, so wie sie es wollten. Ich denke, Gott bestimmt, da seht ihr nunmal, was ihr davon habt. Aber dadurch dass sie siegten, feierten sie ihren neuen König und Gott scheint vergessen zu sein.

Glauben ins Leben umgesetzt

Und wie passt das nun in meinen Alltag hinein?
Ich denke, dass ich mir gewiss sein kann, wenn alles schief zu laufen scheint. Gott abgelehnt wird, doch Gott letztendlich alle Geschicke in der Hand behält.
Das mag sich oft genug nicht so anfühlen, aus menschlicher Sicht, ich darf aber darauf vertrauen. Das letzte Wort hat IMMER Gott, alles muss erst über seinen Schreibtisch. Wie gut!

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute habe ich einen gruseligen Text und ich gestehe, so richtig verstehe ich nicht, warum es in deinem Wort steht. Dass du letztendlich immer das Sagen hast, kann man auch netter beschreiben. Aber es ist wie es ist. Es steht drin und du bist Gott und weißt, was du tust. Was sollte ich da herumkritisieren.
Gestern ging es mir richtig gut. Ich habe zwar trotzdem nicht viel gemacht, aber allein dieses Gefühl tat so richtig gut. Und es soll geben, denen geht es jeden Tag so! Aber allein für diesen einen Tag danke ich dir. Und dann sind auch noch die neuen Kommentarbücher gekommen, gebraucht aus dem Antiquariat zu einem unschlagbar niedrigen Preis. Ich wollte sie unbedingt haben! Das Dilemma habe ich dann gestern zu Hause gesehen. Es waren nur 4 der 5 Bände. Deshalb so billig. Der erste Band fehlt. Das hatte ich überlesen. Nungut, 4 Bände sind besser als gar keiner. Nur halt das Buch Samuel, was ich gerade beim Wickel habe, steht im ersten Band, der fehlt. Ich lese gern die Gedanken anderer. Ich übernehme sie in meinem Kopf nicht eins zu eins, aber als Anstoß finde ich es gut. Priorität Nr. 1 hat immer und ausschließlich hat immer die Bibel. Ich danke dir aber trotzdem, dass es Menschen gibt, die sich mit deinem Wort so auseinandersetzen, dass sie es anderen mitteilen mögen,
Nachher gleich habe ich eine Termin bei meinem Therapeuten. Bitte schenke mir viele gute Gedanken bei mir und bei ihm, dass ich weiter gestärkt werde und letztendlich dann allein weiterlaufen kann.
Am Nachmittag ist mal so wieder nach längerer Zeit ein Spielenachmittag. Bitte sei auch da bei uns und mit uns.
Beschütze und behüte uns beim Spielen, sei auch bei D., A. und T. Kümmere dich bitte den ganzen Tag um sie, dass nicht angegriffen werden und ihren Kummer verarbeiten können.
Sei auch bei mir und führe mich durch diesem Tag. Öffne bitte meine Ohren, dass ich dich hören kann, was auch immer du mir sagen magst.
Dies alles trage ich vor dich im Namen Jesu.
Amen.

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Tag 137 – 1. Samuel 10:17-27

17 Samuel organisierte dann ein großes Treffen, wo alle Männer von den Israeliten anwesend sein sollten. Sie kamen alle nach Mizpa.

18 Als das Meeting losging, sprach Samuel in das Tisch-Mikrophon: (Räusper) „Liebe Anwesende! Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, war es der Chef, Gott höchstpersönlich, der euch aus Ägypten rausgeholt hat. Er hat euch von den Knebelverträgen befreit, die euch die Ägypter aufgedrückt hatten. Gott hat jeden Feind, der was von euch wollte, einfach plattgemacht.

19 Aber ihr habt Gott wie einen alten Mann behandelt und habt ihn irgendwann vergessen. Und das, obwohl er euch früher so krass geholfen hat. Ihr wolltet von ihm unbedingt einen Präsidenten. Also, wenn ihr das unbedingt wollt, könnt ihr so einen Typen gerne haben.“ Dann rief er laut in die Runde: „Achtung! Alle Männer sollen sich jetzt mal nach ihren Familienstämmen und Familien sortiert vor Gott aufstellen!“

20 Samuel ließ die Chefs von den Familienstämmen vortreten. Dann konnte jeder von ihnen ein Streichholz von ihm ziehen. Das kurze Streichholz zog der Typ vom Familienstamm Benjamin.

21 Also mussten als Nächstes die Chefs vom Benjaminstamm antanzen. Diesmal zog der Typ das Los, der aus der Familie Matri kam. Und zum Schluss machte man Flaschendrehen unter den Männern von dieser Familie. Die Flasche drehte sich und drehte sich, bis sie schließlich auf Sauls Stuhl zeigte. Der Stuhl war aber leer, weil Saul schon vorher unbemerkt abgehauen war. Eigentlich hätte man ihn jetzt nach vorne auf die Bühne geholt, aber er hatte sich einfach verpieselt.

22 Irgendjemand kam auf die Idee, mal Gott zu fragen, wo Saul jetzt war, und Gott sagte prompt: „Saul hat sich im Zeltlager versteckt. Sucht ihn mal da!“

23 Ein paar Männer liefen ins Lager und fanden Saul dort tatsächlich. Als er dann wieder im Saal stand, fiel eine Sache sofort auf: Saul war einen Kopf größer als die anderen Männer.

24 „Okay, Leute, das ist also der Typ, den Gott für diesen Job ausgesucht hat. Seht ihn euch an! Der ist schon echt eine ganz besondere Nummer!“ Die Männer waren total begeistert: „Yes! Das ist er! Es lebe unser Präsident!“

25 Samuel sagte dann den Leuten noch mal ganz klar, was ihr neuer Präsident alles darf und was für eine Macht er hatte. Diese Ansage schrieb er auch noch mal auf, druckte das Papier aus und legte es in das besondere Zelt von Gott. Die Versammlung wurde beendet, und alle gingen wieder nach Hause.

26 Saul fuhr nach Gibea, wo er herkam. Einige vom Heer der Israeliten kamen als Bodyguards mit. Es waren Leute, die Gott innerlich dazu bereit gemacht hatte.

27 Ein paar schräge Vögel lachten sich über diesen neuen Präsidenten aber nur schlapp. „Ha! Der soll uns jetzt retten, oder wie?“, sagten sie. Sie hatten echt keinen Respekt vor Saul und schenkten ihm auch nichts zu seiner Ernennung. Er tat so, als hörte er einfach weg.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Samuel ließ alle Stämme Israels antreten. Das Los fiel auf den Stamm Benjamin. 21 Dann ließ er den Stamm Benjamin nach seinen Sippen antreten. Da fiel das Los auf die Sippe Matri, und dann traf es Saul Ben-Kisch.
(1Sam 10:20-21)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Als ich diese Verse gelesen hatte, schoss es mir durch den Kopf: „Wie jetzt? Gott lässt Saul durch Samuel als König salben und dann lässt er Lose werfen? So, als würden die Israeliten den König bestimmen.“ Falscher Fehler in meinem Kopf. Gott hat Saul zum König bestimmt und das Losen war damals ein gängiges Mittel, bei dem Gott zeigte, wem ER erwählt hatte. Gott hat die Macht die Lose fallen zu lassen, wie er es gern möchte. Hallo? Er hat das Rote Meer geteilt, da sind doch so ein paar Lose pillepalle.

Glauben ins Leben umgesetzt

Nun wäre es ja super einfach, wenn wir heute auch noch Lose ziehen könnten, um Gottes Willen zu erfragen. So wie das Gänseblümchen: Er liebt mich, er liebt mich nicht ….
Funktioniert nicht.
Heute haben wir ein dickes, dickes Buch, wo alles drin steht, wer Gott ist, was Gott denkt, was Gott will und was er vorhat.
Nur lesen müssen wir es….

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, was soll ich sagen? Ich bin wieder so dankbar! Du hast meine Gebete erhört! Mir geht es heute viel, viel besser. Die Luftröhre brennt nicht mehr und vor allem: der Druck auf den Hals ist weg! Es ist so ein ekliges Gefühl, wenn man denkt, jemand drückt mir die Luft ab. Danke, danke, danke!
Und um D. hast du dich gekümmert. Sie wird ab Januar befördert und bekommt damit 200€ mehr im Monat. Das entlastet so so so sehr.
Und auch bei T. warst du. Sie hat mich gestern gefragt, ob sie am Sonntag mit zum Gottesdienst kommen darf. Das war sooo nicht von ihr zu erwarten. Oh, mein Gott, ich bin sprachlos und so dankbar. Bei A. weiß ich natürlich nichts. Aber auch da bin ich mir nun ganz sicher, dass du dich kümmern wirst. Sei bei ihm, beschütze ihn und zeig ihm, wie er weiter gehen soll.
Und so lege ich dir auch heute wieder so dankbar diesen Tag vor die Füße, sei bei allen, die ich kenne und die es so schwer haben. T. fühlt sich so verlassen, bitte öffne ihr eine Tür, dass sie sieht, dass sie nicht allein ist. Wenns geht mach das bitte spektakulär, dass sie sieht, dass es von dir kommt. Aber … dein Wille geschehen, du bist so wunderbar, du machst es genau richtig und passend.
Beschütze und behüte auch mich, halte Kummer und Schmerz von mir fern, erweitere mein Gebiet, führe mich durch diesen Tag und ich will alles annehmen, weil ich weiß, du machst keine Fehler, du bist da.
Das trage ich vor dich im Namen Jesu
Amen.

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Tag 135+136 – 1. Samuel 10:1-16

1 Samuel ging dann zu Saul, schüttete etwas von dem besonderen Öl auf seinen Kopf und umarmte ihn ganz fest. „Mit diesem Ritual hat Gott Sie zum Chef von allen Israeliten gemacht. Sie sind jetzt der erste Präsident!“

2 Dann sagte er noch zum Saul: „Passen Sie auf, wenn Sie hier weggehen, werden Sie beim Grab von Rahel zwei Männer treffen. Das Grab liegt bei Zelzach, im Gebiet vom Familienstamm Benjamin. Die beiden werden Ihnen erzählen, dass man Ihre Harley gefunden hat, die Sie gesucht haben. Ihr Vater macht sich jetzt vor allem Sorgen um Sie und nicht mehr um das Motorrad. Er überlegt gerade, ob er eine Vermisstenanzeige aufgeben soll oder so was.

3 Und wenn Sie von dort weitergehen, kommen Sie an der Eiche von Tabor vorbei. Da werden Sie drei Männer treffen, die gerade auf dem Weg nach Bethel sind, um dort Gott zu treffen. Der eine hat drei Ziegen dabei, der zweite drei Fladenbrote und der dritte ein paar Flaschen Wein.

4 Die drei werden Sie voll nett begrüßen und Sie dann fragen, ob Sie zwei von den Fladenbroten haben wollen. Nehmen Sie das Angebot an.

5 Als nächste Station werden Sie nach Gibeat-Elohim kommen. Dort haben die Philister einen kleinen Armeestützpunkt aufgebaut. Vor der Stadt werden Sie dann eine Truppe von Prophetentypen treffen. Die kommen gerade von dem Platz auf dem Berg runter, wo man immer die Opfersessions macht. Vor dem Trupp wird ein Wagen fahren. Dort ist eine komplette PA-Anlage auf dem Hänger, mit Schlagzeug, E-Gitarre, E-Bass und allem Drum und Dran. Zu ihrer Mucke werden die Propheten richtig abtanzen.

6 Und dann wird die Kraft von Gott plötzlich voll auf Sie kommen. Sie werden total abgefüllt damit sein, und dann sind Sie plötzlich ein ganz anderer Mensch.

7 Wenn diese Sachen abgehen, dann tun Sie das, was Ihnen gerade durch den Kopf geht, seien Sie spontan. Gott ist an Ihrer Seite!“

8 Samuel sagte noch: „Fahren Sie dann schon mal nach Gilgal vor. Ich komme dann in einer Woche nach. Warten Sie so lange auf mich. Ich will dort für Gott ein Opferritual durchziehen. Danach sag ich Ihnen, was Sie als Nächstes tun sollen.“

9 Plötzlich, in dem Moment, als sich Saul umdrehte, um wieder abzuhauen, veränderte Gott ihn ganz tief in seinem Inneren. Alle Sachen, die Samuel vorher gesagt hatte, passierten auch tatsächlich an diesem Tag.

10 Als Saul und sein Angestellter nach Gibea kamen, trafen sie tatsächlich auf diese Prophetentruppe. Auf einmal kam Gottes Kraft voll auf Saul. Er fing an zu zappeln und tanzte wie verrückt, genauso wie das die Propheten normal immer machen.

11 Die Leute, die ihn noch von früher kannten, fanden das nicht so prall. „Was hat der denn genommen? Was ist los mit Saul? Was hat der bitte bei den Propheten verloren?“

12 Einer sagte: „Wo kommt der überhaupt her? Kennt hier irgendjemand seine Familie?“ Von der Aktion kommt übrigens dieser Spruch: „Ist Saul jetzt auch ein Prophetentyp?“

13 Als die Wirkung von Gottes Kraft nachließ, ging Saul zu dem Platz hoch, wo immer die Opferrituale für Gott durchgezogen wurden.

14 Sauls Onkel wollte später von ihm und seinem Angestellten wissen, wo sie die ganze Zeit geblieben sind. „Wir haben das Motorrad gesucht“, antwortete Saul. „Aber wir konnten es leider nicht finden. Auf dem Weg sind wir dann noch bei Samuel vorbeigegangen.“

15 „Und? Worüber habt ihr gesprochen?“, fragte ihn der Onkel.

16 „Och, er hat nur gesagt, dass das Bike gefunden wurde“, antwortete Saul. Von der Ansage von Samuel, dass er mal der Präsident werden sollte, erzählte er aber nichts.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Dann wird der Geist Jahwes über dich kommen und du wirst mit ihnen weissagen.
(1Sam 10:6)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Saul wurde von Samuel zum König gesalbt.
Dann sagte Samuel noch so einige Dinge für Sauls Heimweg voraus, die auch allesamt eintrafen. Wenn er in die Stadt hineingeht wird über ihn der Heilige Geist kommen. (Vers 6)
Und das ist genau der Punkt, über den ich gestolpert bin.
In meinem Kopf hatte ich die Ausschüttung des Heiligen Geistes in der Apostelgeschichte. Mir ist im Kopf, dass Jesus den Heiligen Geist als Helfer für die Jünger schickt, wenn Jesus nicht mehr auf der Erde ist.
Das ist dann das Ding im Neuem Testament. Nun aber lese ich die Geschichte mit Saul, bei der ich weiß, dass sie nicht gut endet. Wie ist denn jetzt die Rolle des Heiligen Geistes? Verwirrung pur.
Gaebelein schreibt dazu folgednes:
„Darunter dürfen wir – wie im Fall der Richter – nicht die dauernde und rechtfertigende Gegenwart des Heiligen Geistes verstehen, der im Herzen seines Tempels wohnt. Der Heilige Geist ist eigentlich ‚das Geschenk des Vaters‘ und ‚des Sohnes‘ und nur der Gemeinde gewährt – in Verbindung mit der und nach der Auferstehung unseres gesegneten Herrn. Im Alten Testament wurden nur die mannigfaltigen Wirkungen des Heiligen Geistes erfahren, nicht aber seine Innewohnung als persönlicher Fürsprecher. … So lesen wir, dass der Heilige Geist über Saul kam, dass er plötzlich und mächtig auf ihm lag.“
Aha, soviel zu Gaebelein.
Der entsprechende Bibelvers in der Apostelgeschichte hört sich so an:
„Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt …“ (Apg 2:4)
Das lass ich jetzt so einfach stehen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Sache mit dem Heiligen Geist ist mir persönlich nicht ganz klar.
Die gängigen Glaubensbekenntnisse bezeugen ja den dreieinigen Gott. Also, der Heilige Geist als Person, der in mir wohnt, wenn ich an Jesus Christus glaube.
Ich persönlich glaube nicht an den Heiligen Geist als Person, sondern er (sie) ist die Kraft Gottes, die mir Gott gibt, wenn ich an Jesus Christus glaube. Sie ist da. Sie umgibt mich. Meinetwegen ist sie auch in mir drin. Wobei „in mir drin“ ja nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch anders definiert werden kann. Unser materielle Körper ja gar nicht sooo materiell ist, sondern aus 97% Energie besteht (weiß nicht mehr, wo ich das vor Kurzem gelesen habe) und somit die Kraft Gottes in Form von Energie und Information alles durchdringen kann.
Ich mich hier um Kopf und Kragen schreibe, beende ich hier das Thema. Ganz bestimmt zeigt mir Gott, wie ich es richtig zu verstehen habe.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, mir tut alles weh vom vielen Husten und die Luftröhre brennt so dolle. Auch der Druck am Hals ist so sehr unangenehm. Im Römerbrief 8:28 steht, dass mir ALLES zum Besten dient. Nun verstehe ich gerade nicht, was daran gut ist…..Für den heutigen Tag bitte ich dich einfach nur, mir diesen Druck vom Hals zu nehmen oder mir die Kraft zu geben, besser damit klar zu kommen. Das ist mein allergrößter Wunsch. …. Beschütze und behüte mich …
Amen

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Tag 133+134 -1. Samuel 9:11-27

11 Als sie gerade auf der Zufahrtsstraße in die Stadt waren, trafen sie ein Mädchen, das auf dem Weg in den Getränkemarkt war. Sie fragten es: „Entschuldigung, hast du eine Ahnung, wo dieser Seher wohnt und ob der gerade zu Hause ist?“

12 „Klaro“, antwortete es. „Der wohnt gleich da vorne. Beeilt euch, denn er ist gerade heute in die Stadt gekommen, weil die Leute bald wieder eine große Opferparty feiern.

13 Wenn ihr schnell macht, könnt ihr ihn noch erwischen, bevor er zu dem Opferessen geht. Dort warten immer alle auf ihn, denn es kann erst losgehen, wenn er da ist und für das ganze Essen gebetet hat!“

14 Die beiden gingen also weiter den Berg hoch, in Richtung Stadtzentrum. Als sie am Ortseingangsschild vorbei waren, kam ihnen Samuel entgegen. Er war gerade auf dem Weg zum Platz, auf dem immer die Opferrituale außerhalb der Stadt durchgezogen wurden.

15 Allerdings hatte Gott ihm schon einen Tag vorher eine Ansage gemacht, dass er Saul treffen würde. Gott meinte nämlich zu ihm:

16 „Morgen um dieselbe Uhrzeit werde ich einen Mann bei dir vorbeischicken, der aus dem Land von Benjamin kommt. Den sollst du dann zum Präsidenten von allen Israeliten machen. Ich hab für ihn den Job vorgesehen, Israel aus der Kontrolle der Philister zu befreien. Ich hab ja gehört, dass die Israeliten um Hilfe gerufen haben und ich werde diesen Ruf jetzt beantworten.“

17 Dann kam Saul gerade bei Samuel vorbei. Als er ihn ansah, sagte Gott zu ihm: „Das ist er! Von dem hab ich vorhin zu dir gesprochen! Er soll über meine Leute das Sagen haben!“

18 Mitten in der City, am Eingang von der Fussgängerzone, trafen sich die beiden. Saul sagte zu ihm: „Entschuldigen Sie, können Sie vielleicht sagen, wo dieser Seher Samuel wohnt?“

19 „Das bin ich“, lachte ihn Samuel an. „Kommen Sie mit zu der Opferparty! Ich würde gerne heute mit Ihnen essen. Morgen früh können Sie dann weitergehen, wenn Sie wollen. In der Zwischenzeit beantworte ich Ihnen alle Fragen, die Sie haben.

20 Entspannen Sie sich wegen der Harley, die Ihnen vor drei Tagen geklaut wurde. Man hat sie auf einem Parkplatz gefunden. Wir haben jetzt wichtigere Sachen zu besprechen. Alle Leute in Israel setzen auf Sie. Sie hoffen, dass Sie und Ihre Familie ihnen helfen werden!“

21 „Wie kommen Sie bitte zu so einer Aussage?“, erwiderte Saul. „Ich komm aus dem kleinen Stamm Benjamin, der unwichtigste von allen Familienstämmen in Israel! Was wollen Sie von mir?“

22 Samuel führte Saul und den Typen, der mit ihm gereist war, zum Opferessen. Sie bekamen von ihm die VIP-Plätze zugewiesen. Insgesamt wurden 30 Leute zu dieser Opferparty eingeladen.

23 Dem Koch, der das Opferfleisch zubereitete, sagte er: „Bring dem Saul mal das Stück, von dem ich dir gesagt habe, dass du es zurücklegen und keinem anderen geben sollst!“

24 Saul kriegte dann die Keule von dem Opferfleisch. „Guten Appetit, der Herr“, sagte der Koch zu Saul. „Das wurde alles extra für Sie zurückgelegt. Sie sollen mal sagen können, dass alle Menschen, die zu diesem Essen eingeladen wurden, Ihre Gäste waren.“ So war das mit dem gemeinsamen Essen von Samuel und Saul.

25 Nach dem Essen gingen die zwei wieder in die Stadt runter. Die beiden quatschten sich dann noch aus, auf der Dachterrasse von seinem Haus.

26 Weil es so warm war, legte sich Saul dort dann auch nachts auf die Isomatte zum Pennen. Morgens früh weckte ihn Samuel: „Aufstehen! Ich würde gerne noch ein Stück mit Ihnen mitgehen, wenn das okay ist.“ Nachdem Saul geduscht hatte, machten sie sich zusammen auf den Weg.

27 Kurz bevor sie zur Stadtgrenze kamen, sagte Samuel zu ihm: „Können Sie mal Ihren Angestellten ein Stück vorschicken? Ich will noch ein bisschen mit Ihnen alleine quatschen. Da ist noch eine Sache, die ich Ihnen von Gott sagen soll.“ Der Angestellte ging dann ein paar Meter weiter vor.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

„Aber ich bin doch ein Benjaminit“, erwiderte Saul. „Mein Stamm ist der kleinste in Israel und meine Sippe die geringste im ganzen Stamm. Wie kannst du mir so etwas sagen?“ 
(1Sam 9:21)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen;
Glauben ins Leben umgesetzt

Nun trifft Saul also auf Samuel und jener eröffnet ihm, dass ganz Israel einen König möchte und er jener sein soll. Saul war sowas von überrascht, dass er diesen (meinen Schlüssel-) Satz antwortete.
Aber das ist Gott. Gott wählt das Kleine, das Schwache für sich aus und gibt ihm Bedeutung. Ich weiß das vom Kopf her. Aber da ich mich selbst zu den Kleinen, Schwachen, Bedeutungslosen und Könne-Nixern gehöre, irritiert mich das. Ja, es müsste mich selbstbewusst machen, tut es aber nicht. Eher ängstlich. Sollte Gott auch für mich eine Riesenaufgabe haben, die ich so gar nicht leisten kann? Ich weiß, dass das Quatsch ist. Gott vergibt seine ufträge und befähigt sie dann auch, dass sie das tun können. Aber das weiß nur der Kopf, im Herzen sitzt der Angsthase…

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, der heutige Text zeigt mir, dass du dich gerade den Schwachen zu wendest und ihnen Kraft und Aufgaben schenkst. Am liebsten würde ich mich irgendwo in ein Mauseloch verkriechen, bloß um nicht von die entdeckt zu werden, damit du mich zum König von Israel machst. (Natürlich nicht wirklich, sondern sinnbildlich). Ja, ich möchte gern eine Aufgabe für dich tun, womit ich dir dienen kann und die ich auch zu leisten vermag. Bitte wähle irgendetwas für mich aus und führe mich hin dazu, wie Saul zu Samuel.
Gestern Abend ging es mir gar nicht gut. Ich habe kaum Luftbekommen, die Luftröhre brannte wie Feuer und der ständige Reizhusten machte es noch viel schlimmer. Ich habe Panik bekommen, obwohl ich hätte doch wissen müssen, dass nichts an dir vorbei geht ohne dass du dein ok draufdrückst. Also, was wolltest du mir damit sagen? Heute früh geht es mir wieder etwas besser. Ich hoffe sehr und bitte dich ganz dolle, dass es immer besser wird und ich das Thema Luft wieder einpacken kann. Aber was wolltest du mir damit sagen? Ich hatte keinen Stress, dass du mir hättest sagen können: „Mach mal ne Spur langsamer.“ Oder wolltest du mir für heute nochmal zeigen, dass ich zum Stamm Benjamin gehöre? Zu den den Kleinen, Bedeutungslosen, zu Saul, mit dem du noch etwas vor hast?
Nun lege ich diesen Tag vor deine Füße und bitte dich, D., A. und T. zu beschützen und zu behüten. Bitte halte Kummer und Schmerz von ihnen fern. Besonders A. möchte ich dir ans Herz legen, mit seiner Verletzung. Bitte, bitte, lass ihn erkennen, wie unrecht er in deinen Augen gehandelt hat.
Und bitte, führe und leite auch mich durch diesen Tag, und ich will alles annehmen, als käme es von dir. Ja, diesen Satz sage ich jeden Morgen. So auch gestern und trotzdem meckere ich, dass es mir schlecht ging und geht. Das ist nicht okay. Bitte, Vater, hilf mir diese Dinge anzunehmen, nicht nur im Kopf, sondern ganz und gar bis in die kleine Zeh.
Und das alles trage ich dir im Namen Jesu vor.
Amen

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