Tag 174 – 1. Samuel 25:23-35

23 Als Abigajil David erkannte, parkte sie ihr Auto, stieg aus und warf sich vor David auf den Boden.

24 Sie umfasste seine Füße und sagte leise: „Es ist alles meine Schuld! Bitte hören Sie mir zu! Ich will alles erklären!

25 Nabal dürfen Sie echt nicht für voll nehmen! Er ist genau das, was sein Name auch bedeutet: ein Trottel! Leider war ich nicht da, als Ihre Leute den Brief überbracht haben.

26 Mann, ich schwöre Ihnen, was ich jetzt sage, ist so wahr wie die Tatsache, dass Gott lebt und dass Sie selbst leben: Das war doch garantiert kein Zufall, dass wir uns getroffen haben! Gott hat das organisiert, damit Sie sich an Nabal nicht rächen. Dann stände echt was zwischen Ihnen und Gott! Dieser Nabal wird dafür später fett bestraft werden, und ich sag Ihnen: Alle Ihre Feinde, jeder, der Sie dissen will, soll dasselbe durchmachen wie er.

27 Ich hab hier im Kofferraum ein besonderes Geschenk für Sie, das können Sie unter Ihren Leuten verteilen, wenn Sie wollen.

28 Ich tue alles, was Sie wollen. Bitte verzeihen Sie mir, dass ich Sie überhaupt gestört habe. Ich bin mir total sicher, dass Gott Sie eines Tages mal zum Präsidenten machen wird. Und wenn Sie an der Macht sind, wird etwas entstehen, was nie mehr aufhören wird. Sie werden die Kriege für Gott führen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie für den Rest Ihres Lebens eine reine Weste behalten.

29 Wenn irgendjemand hinter Ihnen her ist und Sie töten will, wird Ihnen nichts Schlimmes passieren, weil Gott Ihr Leben beschützt. Er passt auf Sie auf, wie man auf sein wertvolles iPhone aufpasst oder auf seine Rolex. Aber Ihre Feinde werden kaputtgehen wie ein alter Kassettenrekorder, und man wird sie auf den Schrotthaufen schmeißen wie eine kaputte Glühbirne.

30 Gott wird Ihnen irgendwann den Joystick in die Hand geben, Sie haben dann die Macht, das hat er versprochen.

31 Dann werden Sie froh sein, dass Sie in dieser Sache ein gutes Gewissen behalten und nicht auf eigene Faust Ihr Recht durchgesetzt haben. Es wäre ja unschuldiges Blut geflossen, und das wäre nicht so toll. Und bitte vergessen Sie mich nicht, wenn Gott Sie ganz nach oben gebracht hat!“

32 „Wow, Gott ist der Größte! Der Gott Israels ist gigantisch!“, rief David laut. „Ich bin so froh, das er Sie gerade heute zu mir geschickt hat!

33 Sie sind auch noch superschlau, das ist ja genial, danke, Gott! Er soll Ihnen das zurückzahlen, dass Sie mich heute davor bewahrt haben, richtig Mist zu bauen. Ich hätte mich einfach gerächt und hätte damit etwas getan, was zwischen mir und Gott gestanden hätte.

34 Hey, ich schwöre Ihnen bei Gott: Wenn Sie mir nicht so schnell entgegengekommen wären, dann hätte ich in einer Nacht alle Männer bei Nabal umgenietet, keiner wäre übrig geblieben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“

35 David freute sich über das Essen, was sie ihm mitgebracht hatte. Er sagte zu ihr: „Jetzt gehn Sie mal entspannt nach Hause! Was Sie von mir wollten, haben Sie bekommen.“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Aber so wahr Jahwe, der Gott Israels, lebt, der mich davor bewahrt hat, dir Böses zu tun: Wenn du mir nicht so schnell entgegengekommen wärst, dann hätte Nabal bis zum Morgenlicht keinen seiner Wandpisser übrig behalten!“ 
(1Sam 25: 23.35)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Was für eine weise Frau!!! Sie hat den Ernst der Lage erkannt und läuft mit Proviant zu David. Sie verhindert damit, dass David wütend Nabal und alle seine Leute vernichtet und sich damit Blutschuld auflädt.
Was ich nicht so recht verstehe: Warum gibt sich Abigajil die Schuld (V. 24)?Sie hat doch in keinster Weise Schuld auf sich geladen???

Glauben ins Leben umgesetzt

Was wünschte ich mir, ich könnte ein bisschen wie Abigajil sein, so weise, so vorausschauend. Und vor allem die Größe besitzend, die Schuld ihres Mannes auf sich zu nehmen. Ich selbst würde mich eher rechtfertigen und alle Schuld weit von mir weisen. So klein und demütig zu sein wie Abigajil passt nicht in unsere Welt, man würde wohl als dummes Schaf dastehen. Aber das ist ja wurscht. Wichtig ist, was Gott möchte, er er benutzt hier Abigajil, um David vor einem schweren Fehler zu bewahren!

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich bin dir sosososo dankbar, dass du gestern alle Hände über D. gehalten hast. Alles lief so gut, alles hat geklappt und sie ist total happy über ihren neuen Weg von der Haustür bis zum öffentlichen Fußweg. Die beiden Helfer haben das so gut gemacht. Bitte sei auch bei ihnen und gib ihn ins Herz, wie dankbar D. ist.
Und heute Nachmittag kommt T. zu mir. Bitte lass auch das wieder alles gelingen, dass es uns beiden gut geht, dass ich bis dahin alles geschafft habe, was an Arbeit noch da ist. Schenk uns bitte einen guten Tag, beschütze und behüte und sei immer bei mir, lass mich deine Gegenwart immer spüren.
Das alles trage ich heute vor dich in Jesu Namen
Du bist ein wunderbarer Gott! Danke!
Amen

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Tag 172 + 173 – 1. Samuel 25:1-22

1  In der Zeit starb der Prophetentyp Samuel. Überall in Israel wurde deswegen Staatstrauer angesetzt. Sie beerdigten ihn in der Stadt, wo er geboren worden war, in Rama. David zog dann noch weiter nach Süden bis in die Wüste Paran.

2  In dem Ort Maon lebte ein Millionär, der eine große Ranch hatte. Dort standen gerade 3000 Schafe und 1000 Ziegen von ihm rum, weil in der Zeit die Wolle von den Tieren abrasiert wurde.

3  Dieser Typ hieß übrigens Nabal, und er kam aus dem Kaleb-Clan. Seine Frau hieß Abigajil, und die war nicht nur unheimlich sexy, sondern dazu auch noch sehr schlau. Nabal war allerdings eher so ein Prolltyp und ziemlich fies unterwegs.

4  David bekam davon Wind, dass Nabal in Karmel war, um seinen Schafen die Wolle abrasieren zu lassen.

5  Darum schickte er zehn von seinen Männern mit dem Auftrag los: „Geht mal nach Karmel und bestellt Nabal einen schönen Gruß von mir und gebt ihm diesen Brief.“

6  In dem Brief stand drin: „Lieber Nabal. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Segen! Für Sie, für Ihre Familie und für alles, was Ihnen gehört!

7  Ich hab davon gehört, dass Sie Ihre Tiere bei uns ganz in der Nähe weiden lassen. Wir haben sie in Ruhe gelassen und in der Zeit, wo die in Karmel waren, ist nicht eins Ihrer Schafe geklaut worden oder gestorben.

8  Sie können das gerne mal überprüfen, es stimmt wirklich. Ich bitte Sie, dass Sie nett zu den Überbringern dieses Briefes sind und sie gut behandeln. Heute ist doch ein besonderer Tag für Sie, oder? Und seien Sie doch so nett, und geben Sie ihnen was zu essen mit, irgendwas, was bei Ihnen übrig ist und Sie sowieso wegschmeißen würden. Es ist für mich, für David, der alles für Sie tun würde. Freundliche Grüße, Ihr David“

9  Nachdem Nabal den Brief gelesen hatte, sagte er zu den Postboten:

10  „Hä? Was ist das denn für ein Typ? David? Aus was für einer Familie kommt der? Vom Isai? Nie gehört! Heutzutage gibt es echt genug Hirnies, die aus der Klapse geflohen sind und jetzt auf der Straße leben.

11  Die Lebensmittel, die wir hier haben, sind für meine Angestellten, die die Schafe abrasieren! Warum sollte ich davon etwas an Leute abgeben, von denen ich noch nicht mal weiß, wo die herkommen?“

12  Die Männer gingen zurück zu David und erzählten ihm, wie Nabal auf den Brief reagiert hatte.

13  „Zu den Waffen, Männer!“, rief David seinen Leute zu. Er schnappte sich seine MG und zog mit 400 von seinen Leuten los, die restlichen 200 blieben aber dort, um das Lager zu bewachen.

14 Einer von den Angestellten vom Nabal besuchte dann die Abigajil und erzählte ihr die ganze Geschichte. „Gerade waren ein paar Postboten vom David da. Er hatte einen echt netten Brief geschrieben, aber Nabal war davon nur total angepisst und hat rumgetobt.

15 Dabei waren die Leute von Davids Truppe immer voll nett zu uns. Wir hatten nie Probleme mit denen, und in der ganzen Zeit, wo sie da waren, hat man uns kein einziges Tier geklaut.

16 Solange die in unserer Nähe waren, wurden unsere Herden beschützt wie durch eine Mauer.

17 Kapieren Sie, was das bedeutet? Bitte unternehmen Sie was dagegen! Denn wenn nichts passiert, wird unser Chef bald tot sein, und wir alle auch. Er ist immer so scheiße drauf, man kann überhaupt nicht mit ihm reden! Er macht jeden nur zur Schnecke.“

18 Abigajil ließ sofort ihren Benz vorfahren und packte in den Kofferraum 200 Fladenbrote, zwei Kisten Bier, fünf Spießbraten, eine Kiste mit Kartoffelchips, 100 Portionen Müsli und 200 Gläser Erdbeermarmelade.

19 Sie befahl ihren Angestellten: „Fahrt mit dem Wagen schon mal vor, ich komme gleich nach!“ Ihrem Ehemann erzählte sie aber nichts davon.

20 Als Abigajil mit ihrem Auto gerade um eine Ecke bog, kam David ihr mit seiner Truppe entgegen.

21 David regte sich gerade noch mal total über die Reaktion von Nabal auf. „Das war doch alles für den Arsch! Ich hab die Schafe von dem Typen beschützt, obwohl die noch nicht mal mir gehörten. Nicht eins von den Viechern ist ihm in der Zeit geklaut worden! Und so wird einem das jetzt gedankt.

22 Ich schwör, bei Gott: Keiner von denen soll morgen noch leben!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Da befahl David seinen Männern: „Schnallt eure Schwerter um!“ Auch er nahm sein Schwert und zog los. 400 Mann folgten ihm, 200 ließ er beim Gepäck. 
(1Sam 25:13)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

David zog sich mit seinen Männern in die Wüste zurück und bekam ein Versorungsproblem. Er schickte deshalb einige Männer zu Nabal, einen reichen Mann und bat um etwas zu Essen für seine Leute. Nabal aber schickte sie arrogant weg.
Darüber war David dermaßen sauer und wütend, dass er sofort gegen ihn in den Kampf ziehen wollte. Zwar ist die Reaktion Davids menschlich verständlich, aber was war denn mit David los? Wo war der Mensch, der sich so friedlich gegenüber Saul verhielt?

Glauben ins Leben umgesetzt

Die Antwort ist ganz einfach. Es st in jeden Menschen. Auch der friedlichste und gottgläubigste Mensch trägt diese „alte“ Natur noch in sich. Jeder. Auch ich. Und wer bin ich, dass ich das verurteilen darf? Gott ist Richter, nicht ich.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ja ich halte mich für einen friedlichen Menschen, der auch so ziemlich für alles und jedem Verständnis hat. Das ist mir schon oft negativ angerechnet worden. Ich sei viel zu gutgläubig, ich sei ein dummes Schaf usw. Aber auch ich kenne das: Irgendetwas passiert, in meinem Kopf schaltet sich etwas aus und ich bin nur noch wütend und sauer und stinkig. Passiert selten, aber es passiert. Bitte Vater, hilf mir dann und bring mich wieder runter. Auch mein Gegenüber ist nur ein Mensch, dessen ganze Umstände ich gar nicht beurteilen kann. Ich will dir dann ganz vertrauen, dass du diese Sache richten wirst zu deiner Zeit. Nein, es geht nicht um Straftaten, die sehr wohl auch in dieser Welt angezeigt werden müssen, um weitere Straftaten zu verhindern. Es geht um rein menschliche Verhaltensweisen wie Nabel, der nichts von seinem Reichtum abgeben mag.
Vater, warum zeigst du mir gerade heute diese Verse? Ach, ich weiß. Ich war ein bissel grummelig, weil D. die ganze Woche nicht angerufen hat. Als es ihr schlecht ging, klingelte jeden Tag mein Telefon. Wenn ich ihr aber sage, dass es mir nicht gut geht, ist Ruhe. So war meine Wahrnehmung und ich war sauer. Und traurig. Heute Morgen nun hat sie mir eine Nachricht geschickt, wie schlimm sie gerade im Stress steckt. Oh, mein Gott, ich hatte sie schon in meinen Kopf verurteilt, dabei gibt es eine ganz natürlich Ursache. Für heute hat sie zwei Helfer, die ihr mit ihr den Weg vom Hauseingang zur Straße pflastern. Das Baumaterial muss auch ausreichend da sein. Nebenbei muss sie sich noch um dessen Verpflegung kümmern, J. möchte zum Friseur, morgen ist mit N. Handball, nachmittags Tierparklauf, N. und J. gehen Montag auf Klassenfahrt und das Gästezimmer muss entrümpelt und neu eingerichtet werden, damit C, vorübergehend dort einziehen kann. Eine Schlafgelegenheit fehlt auch noch. Na wenn das mal kein Grund ist.
Vater, ich glaube, das alles ist viel zu viel für sie und sie vermisst A. auch an dieser Stelle so sehr. Bitte, Vater, hilf ihr doch, dass sie es gut schafft. Bitte, lass sie nicht allein damit, ich habe Angst, dass sie sich übernimmt und zusammenbricht. Bitte, Vater, kümmere dich um sie. BITTE!
Und das trage ich heute vor dich, beschütze und behüte auch mich, halte Kummer und Schmerz von mir fern. Lass es für alle ein guter Tag werden.
Amen.

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Tag 169 + 170 + 171 – 1. Samuel 24:1-23

1 David zog dann in ein anderes Versteck um, was in einem schwer zugänglichen Bereich der Berge bei En-Gedi lag.

2 Nach einer Zeit hatte Saul die Philister besiegt und ihre Armee noch lange verfolgt. Als er zurück nach Hause kam, kriegte er die Meldung rein: „David hat sich in die Berge bei En-Gedi verpisst!“

3 Sofort zog er 3000 Soldaten mit Spezialausbildung von den Israeliten ein, um David und seine Truppe zu verfolgen.

4 Als er östlich der Steinbockfelsen an den Schafsgehegen vorbeikam, musste er ganz dringend pinkeln. Er ging deswegen in einen alten Bunker, der dort an dem Weg in den Bergen war. Zufällig war das aber ausgerechnet der Bunker, in dem sich David und seine Männer im hinteren Bereich versteckt hatten.

5 Davids Leute flüsterten ihm zu: „Das ist die Gelegenheit! Gott hat heute beschlossen, dir deinen Feind auszuliefern. Du kannst hier mit ihm machen, was du willst!“ David schlich sich von hinten an Saul ran und schnitt mit einem Armeemesser ein Stück von seiner Jacke ab, ohne das der das mitbekam.

6 Gleich danach war es David voll peinlich, und er hatte echt ein schlechtes Gewissen.

7 „Gott soll mich davor beschützen, dass ich meinem Präsidenten auch nur ne Schramme zufüge“, flüsterte er seinen Leuten zu. „Er ist von Gott extra für diesen Job ausgesucht worden! Er ist immerhin der Präsident!“

8 David verbot seinen Männern, sich Saul vorzuknöpfen. Als Saul aus dem Bunker rauskam, um weiterzugehen,

9 rannte David ihm plötzlich hinterher. „Mein Präsident, mein Chef!“, rief er ihm zu. Saul drehte sich um, aber David warf sich vor ihm platt auf den Boden.

10 „Bitte lassen Sie sich von nichts und niemandem erzählen, dass ich Sie kaputtmachen will“, sprach er weiter,

11 „Ich kann Ihnen heute das Gegenteil beweisen. Gerade eben, hier in dem alten Bunker, hätte ich Sie töten können. Dafür hat bestimmt Gott gesorgt. Meine eigenen Leute haben mich angefeuert, Ihnen die Kehle durchzuschneiden. Aber ich hab es nicht gemacht, ich habe Sie verschont. Ich konnte es einfach nicht tun, weil mir klar ist, dass Sie mein Chef sind, Sie sind der von Gott eingesetzte Präsident!

12 Hier, als Beweis hab ich ein Stück von Ihrer Jacke abgeschnitten. Ich hätte Sie wirklich töten können, aber ich hab mir nur diesen Stofffetzen von Ihrer Jacke genommen. Jetzt müssen Sie doch kapieren, dass ich kein Verräter bin, ich bin kein Arschloch! Ich hab nichts gegen Sie getan, aber Sie sind hinter mir her und wollen mich töten.

13 Gott soll zwischen uns entscheiden. Er wird Sie bestrafen, aber ich werde das nicht tun, niemals!

14 Es gibt ja diesen Spruch: „Nur wer link ist, tut linke Dinge“. Ich werde Ihnen auf keinen Fall was tun.

15 Ich meine, wer ist denn das, hinter dem Sie gerade her sind? Der Präsident von ganz Israel jagt ein Meerschweinchen, oder besser noch eine Fliege!?

16 Gott soll zwischen Ihnen und mir entscheiden, er soll das beurteilen. Gott soll mein Rechtsanwalt in dieser Sache sein und mir dabei helfen, mein Recht zu bekommen!“

17 Als David fertig war, fragte Saul: „David? Sag mal, bist das wirklich du?“ Dann fing er voll an zu heulen.

18 Schließlich sagte Saul zu ihm: „Du hast total recht mit dem, was du sagst! Du hast mich immer gut behandelt im Gegensatz zu mir.

19 Heute hast du mal wieder bewiesen, dass du es gut meinst, weil du mich nicht getötet hast. Gott hatte dafür gesorgt, dass ich mich nicht hätte wehren können, trotzdem hast du die Situation nicht ausgenutzt, um mich zu töten.

20 Ich meine, wo hat man so was schon mal erlebt? Da hat einer die Möglichkeit, seinen Feind aus dem Weg zu räumen, aber lässt ihn trotzdem wieder laufen! Also, Gott wird dich dafür fett beschenken!

21 Mir ist schon klar, dass du mal der neue Präsident werden wirst. Unter deiner Regierung wird Israel gut weitergeführt werden.

22 Bitte versprich jetzt, mit Gott als Zeugen, dass du aus meiner Familie nicht alle umbringen wirst! Ich möchte, dass es immer noch ein paar Leute gibt, die an mich denken, wenn ich mal tot bin.“

23 David versprach es ihm ganz fest. Dann ging Saul wieder zurück nach Hause. David und seine Männer zogen wieder zurück in die Berge.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Jahwe soll Richter zwischen uns sein! Er mag mich an dir rächen, aber ich werde meine Hand nicht gegen dich erheben! 
(1Sam24:13)

Meine Erkenntnis des Tages, Mein Pünktchen

Das ist eine meiner wertvollsten Stellen im Alten Testament.
David immer auf der Flucht vor dem wütenden Saul und dann hätte er sich aller Sorgen entledigen können, ihn einfach töten, dass die Flucht endlich aufhört, aber was macht er? Er schneidet ihm nur ein „Beweiszipfel“ von denen Klamotten.
Das spricht von Größe! Das spricht von bedingungslosem Gottvertrauen!
Und es spricht davon, dass David die von Gott eingesetzten Ordnungen ohne wenn und aber respektiert.
Wow!

Glauben ins Leben umgesetzt

An diese Geschichte muss ich immer denken, wenn es heute darum geht, gegen Chefs zu motzen, gegen Regierungen zu opportunieren, immer gegen die über einem gestellten Vorsitzenden zu meckern und zu wettern.
Nichts gegen Kritik, nichts gegen berechtigtes Aufdecken von Missständen, aber all das, was sich im Alltag so abspielt, das Nichtrespektieren von Autoritäten ist haarsträubend. Das geht ja nun mittlerweile soweit, dass Rettungskräfte und Polizei angegriffen werden, wenn sie Menschen helfen wollen, das geht um Missachtung von Lehrern und unmittelbaren Vorgesetzen. Man hat mittlerweile das Gefühl: kein Respekt vor nichts. Welch krasser Gegensatz zu David. Er erkennt an, dass Saul von Gott eingesetzt wurde, also ist der der König. Punkt. Alles weitere überlässt er Gott. Er rächt sich nicht, weil er weiß, das ist nicht sein Job, sondern der Job Gottes.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, wie viel weniger Unzufriedenheit und Stress könnten wir haben, wenn wir dich einfach machen ließen, wenn wir dich anerkennen würden als den, der diese Ordnungen eingesetzt hat. Straftaten, ja, Straftaten müssen wir auch heute aufzeigen, aber darum geht es nicht. Es geht um die Anerkennung, dass eine Ordnung im zwischenmenschlichen Bereich geben muss, sonst enden alles im Chaos. Hach, wenn es doch mehr Menschen einsehen würden. Hier ist sich bald jeder selbst der Nächste, jeder will kämpfen, jeder will weiter nach oben. Ich weiß nicht, Vater, wie lange du dir das noch ansehen magst. Ich habe große Sehnsucht danach, dass Jesus recht bald wieder kommen möge. Aber es ist dein Zeitplan. Du machst keine Fehler. …
Vater, gestern Abend hatte ich wieder eine Krise. Mir ist gestern eine Vase auf des so schlecht versiegelte Parkett gefallen und hat ein Loch geschlagen. Diese klitzekleine Kleinigkeit war der Trigger. Ich mag einfach nicht mehr mich um alles alleine kümmern, alles allein richten und organisieren, der ganz alltägliche Kram. Ich mag abgeben, ich mag jemanden an meiner Seite, aber ich weiß sehr wohl, dass das nicht auf Krampf geht, nicht durch ein unbedingtes Wollen. Nach dem letzten Disaster mit J. lasse ich meine Finger davon. Vater, wenn es dein Wille ist, dass ich allein bleiben soll, dann soll es so sein. Aber sonst füge es doch bitte, dass da jemand in meinem Leben auftaucht, den du ausgesucht hast und der zu mir passt. Naja, nur so ein Wunsch von mir. Wegen der doofen Vase gestern Abend.
Und jetzt werfe ich all diese Dinge vor deine Füße. Bitte beschütze und bewahre mich, D., A., T. und die Jungs, halte Kummer und Schmerz von uns fern und lass es für uns ein guten Tag werden. Dein Wille geschehe.
Amen

o o o o o

Tag 168 – 1. Samuel 23:19-28

19  Ein paar Männer, die in Sif wohnten, verpetzten David beim Saul: „Der Typ, den Sie suchen, versteckt sich bei uns in den Bergen, in der Nähe der Stadt Horescha. Er lagert auf dem Berg Hachila, der südlich von Jeschimon liegt.

20  Sie müssen nur schnell vorbeikommen, Herr Präsident, dann sorgen wir dafür, dass er noch da ist und Sie ihn sich schnappen -können.“

21  „Danke! Gott soll Ihnen dafür was schenken, dass Sie mir bei meinem Problem helfen wollen!“, antwortete Saul.

22  „Bitte gehen Sie wieder zurück, und erkundigen Sie sich über seinen genauen Aufenthaltsort. Ich möchte alles wissen, wer ihn zuletzt gesehen hat und so. Man hat mir erzählt, dass er ziemlich schlau ist und ganz schöne Tricks auf Lager hat.

23  Spioniert für mich jede Ecke aus, in der er sich noch versteckt halten könnte. Wenn ihr eure Informationen gesammelt habt, dann kommt zurück, und wir gehen zusammen dort hin, solange er noch da ist. Ich werde ihn dann finden, egal wo er sich versteckt, und wenn ich das ganze Land nach ihm absuchen muss.“

24  Die Männer gingen zurück nach Sif, und Saul kam in einigem Abstand hinterher. In der Zeit waren David und seine Leute schon weiter in der Wüste bei Maon. Dort lagerten sie in der Steppe, die südlich von Jeschimon liegt.

25  David kriegte gesteckt, dass Saul und seine Leute auf der Suche nach ihm waren. Darum wollte er sich in einer Höhle verstecken, die auch noch in der Wüste Maon lag. Doch auch das wusste Saul bald und jagte ihm dorthin hinterher.

26  Schließlich lag nur noch ein Berg zwischen den beiden. Saul ging an der einen Seite entlang, David an der anderen. David versuchte so schnell es ging weiterzukommen, aber Saul und seine Männer holten ihn ein und wollten ihn und seine Leute gerade umzingeln.

27  Plötzlich kam eine SMS bei Saul rein. „Die Philister haben uns den Krieg erklärt. Sie sind schon im Land und plündern alles. Hilfe! Kommen Sie schnell!“

28  Saul brach sofort den Einsatz ab und fuhr mit seinen Männern zurück, um gegen die Philister anzutreten. Der Fels, der die beiden (nur noch) getrennt hatte, bekam dann später den Namen „Trennungsfelsen“.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

„Jahwe segne euch dafür“, sagte Saul, „dass ihr Mitleid mit mir hattet! …“
(1Sam 23:21)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Heute bin ich über diese Stelle gestolpert, wo Saul die segnet, die ihm sagen, wo David sich versteckt hält. Er spricht den Segen aus und diese Leute fühlen sich dann sicherlich auch noch gesegnet. Und geistert mir im Kopf herum: Wie viel ist eigentlich ein Segen wert? Wenn mir der Segen Gottes von jemand zugesprochen wird, der gar kein enges Verhältnis zu Gott hat und woher weiß ich es? Oder mir wird der Segen für eine Tat zugesprochen, die Gott gar nicht gut findet? Woher weiß ich das? Diese Fragen verknoten sich gerade in meinen Kopf.

Glauben ins Leben umgesetzt

Aber der heutige Abschnitt zeigt auch ein Eingreifen Gottes in letzter Minute. Er rettet David vor Saul kurz bevor er ihn wirklich eingeholt hatte. Ich finde es sosososo tröstlich, wie Gott seine Augen überall hat und sich kümmert und hilft und eingreift in Situationen, die wir vielleicht noch gar nicht realisiert haben. Wir haben einen großartigen Gott. Er ist der Souverän, er kann überall und zu jederzeit eingreifen. Wenn er es nicht tun, dann hat das seinen Grund. Und diesen werden wir oft genug nicht erfahren.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir, dass du mir heute wieder gezeigt hast, dass du alles in deiner Hand hältst, dass nichts ohne dein Einverständnis passiert. Warum du soviel Schlimmes hier auf der Erde zulässt, werden wir sicherlich erst erfahren, wenn wir dich persönlich fragen können. Aber die Sache mit David heute hat mir gezeigt, dass auch du in meinem Leben jederzeit und in letzter Minute eingreifen kannst, Schlimmes abwenden. Du kannst es und darauf setze ich mein ganzes Vertrauen.
Vater, heute geht es mir wieder besser. Die letzten beiden Tage waren so hart, dass ich gestern selbst eine Tavor-Tablette nehmen musste. Aber heute Morgen stand ich auf, als wäre nichts passiert. Das ist schon krass. Ich danke dir, dass du es wieder gerichtet hast und ich heute wieder einen normalen Tag beginnen kann. Es ist soviel liegen geblieben, nicht nur die letzten beiden Tage, sondern die ganze heiße Zeit.
Ich freue mich auch, dass ich nun wieder nachmittags größere Runden laufen kann und somit auch mein Kopf freier wird. Juhhuuu.
Bitte sei bei mir, beschütze und behüte mich, halte allen Kummer und Schmerz von mir fern. Das Gleiche bitte ich dich auch für D., A., T. und die Kinder. Hab ein Auge auf sie, dass ihnen nichts Schlimmes passiert.
Und so bringe ich dir heute dieses Gebet, sichtlich erleichtert und lege es dir zu Füßen.

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Tag 166 + 167 – 1. Samuel 23:1-18

1  Irgendwann steckte man David, dass die Philister in Keila eingefallen waren und alle Nahrungsmittel aus der Stadt gezockt hatten.

2  David redete mit Gott über die Sache: „Was meinst du? Soll ich angreifen? Schaffen das meine Leute, die Philister dort wieder rauszuschmeißen?“ Gott antwortete: „Klar, das schaffst du! Mach die Philister platt und rette Keila!“

3  Aber seine Leute waren von der Idee nicht so begeistert. „Wir schieben schon ständig Panik, dass wir angegriffen werden, obwohl wir nur hier in Juda sind. Und jetzt willst du mit uns nach Keila gehen und einen Angriffskrieg gegen die Philister führen?“

4  David redete noch mal mit Gott über die Sache. „Ja, los jetzt! Geht nach Keila und mach die Philister fertig! Ich werde dafür sorgen, dass ihr gewinnt!“, antwortete er ihm.

5  Also marschierte David mit seinen Männern auf die Stadt zu. Er griff die Philister an, vertrieb sämtliche Kühe und Schafe und fügte ihnen eine herbe Niederlage zu. Auf diese Art befreite er die Leute, die dort wohnten, von den Philistern.

6  Keila war auch die Stadt, in der der Priester Abjatar ein Treffen mit David hatte, als er vor Saul geflohen war. Er hatte auch seine besonderen Lose mit am Start.

7  Saul kriegte Wind davon, dass David in Keila Station gemacht hatte. Er fand das gut, weil er dachte, dass Gott David an ihn ausgeliefert hätte. Denn die Stadt mit ihren Mauern ringsherum war ja wie eine Falle, aus der er nicht so schnell fliehen konnte.

8  Saul trommelte die ganze Armee der Israeliten zusammen und zog gegen Keila in den Krieg, um David und seine Leute dort zu umzingeln.

9  David kapierte natürlich, dass Saul vor allem hinter ihm her war. Er fragte beim Priester Abjatar an, ob er mal mit der Tasche vorbeikommen könnte, in der die besonderen Lose drin lagen.

10  Er fragte Gott: „Du bist der Chef von Israel? Ich gehöre dir und tu, was du willst. Man hat mir aus sicherer Quelle gesteckt, dass Saul hierher unterwegs ist. Er will die ganze Stadt plattmachen, nur weil ich hier bin.

11  Könnte gut sein, dass die Bewohner von Keila mich an ihn ausliefern. Sind die Gerüchte jetzt wahr, die ich gehört habe? Wird Saul kommen? Bitte, Gott, rede zu mir!“ Und Gott sprach durch die Lose zu David. „Die Antwort ist: Ja, Saul wird kommen!“

12  „Und wie ist das, Gott? Würden die Bewohner mich an ihn ausliefern, mich und meine Leute?“ – „Die Antwort ist: Ja, sie würden dich und deine Leute ausliefern.“

13  David packte seine Sachen und verließ mit allen Männern bei ihm, das waren mittlerweile um die 600, die Stadt. Sie versteckten sich im ganzen Land, sie gingen immer von einem Ort zum nächsten. Saul hörte davon, dass David Keila verlassen hatte, und blies den Krieg gegen die Stadt des-wegen wieder ab.

14  David versteckte sich in den Bergen in einer ziemlich öden Gegend. Die meiste Zeit hielt er sich in der Stadt Sif auf. Saul war ihm die ganze Zeit dicht auf den Fersen, kriegte ihn aber nie zu fassen, weil Gott auf David aufpasste.

15  David wusste davon, dass Saul hinter ihm her war und ihn töten wollte. In der Zeit, als er in der Wüste Sif bei Horescha lagerte,

16  bekam er Besuch von Sauls Sohn Jonatan. Jonatan wollte David ermutigen, weiter mit der Hilfe von Gott zu rechnen. Und das baute David auch echt wieder auf.

17  Jonatan sagte zu David: „Hey, Mann, du brauchst keine Angst mehr zu haben, mein Vater findet dich nie! Irgendwann bist du der Präsident von Israel, und dann bin ich dein zweiter Mann, gleich nach dir. Mein Vater hat auch schon lange geschnallt, dass das so passieren wird.“

18  Die beiden machten dann einen neuen Freundschaftsvertrag miteinander, mit Gott als Zeugen. Danach ging Jonatan wieder zurück nach Hause. David blieb aber in Horescha.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Da fragte David Jahwe ein zweites Mal und erhielt die Antwort: …
(1Sam 23:4)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt
Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute mache ich es anders, heute fasse ich alles in ein einziges Gebet zusammen. Ich muss mit dir reden.
In dem Bibelabschnitt für heute sagst du zu mir, dass ich immer wieder mit dir kommunizieren soll, auch ein zweites oder drittes Mal, wenn ich es nichgt verstehe, dass du mir sagst, was ich tun soll und dann es auch getrost tun kann, ohne Angst und Zweifel.
Gestern hat es mich wieder voll erwischt. Die Depressionen. Heftig. Mich hat unfassbar getriggert, dass unser Treppenhaus grundgereinigt wurde. Mittags habe ich festgestellt, dass diese klebrige Suppe durch die Wohnungstür auf mein Parkett lief. Ich hab sofort einen Mitarbeiter gerufen und dieser hat dann so sehr auf meinen Parkett geschrubbt, dass darauf ein Riesenschaden entstanden ist. Ich habe alles fotografiert und an die Hausverwaltung geschickt. Was bleibt, ist ein unschöner Fußboden im Flur. Alles nicht weltbewegend. Aber, wenn man unter Depressionen leidet, kann dies der Trigger für einen Absturz sein. Und so war es dann auch. Ich habe alles in Frage gestellt. Ich habe kein Kraft mehr gespürt, diesen ganzen Wahnsinn, was Leben heißt, auszuhalten. Ja, ich weiß, es ist nur ein großer Fleck auf dem Parkett, sonst nichts. Nichts weltbewegendes. Aber bei so einem Depressionsschub kommen Vernunftsgedanken nicht an. Sie sind im Kopf da, aber alles andere spielt verrückt. Und heute morgen nun lese ich von David, wie sehr er von dir abhängig ist, wie sehr er dich immer wieder fragt, wie groß sein Vertrauen auf dich ist. Es ist einfach vom Gefühl her so, als sagtest du mir: Hey, komm her, und frag mich, konzentriere dich auf mich, ich zeige dir, wo es lang geht, ich gehe mit dir ….
Und genau dafür möchte ich dir danken, danke, dass du da bist, danke, dass du mir zuhörst und hilf mir bitte, weiter zu laufen. Ich übergebe dir die ganze Sache mit dem Flur, ich habe gemacht, was ich kann (es der Hausverwaltung melden), bitte regle du den Rest. Es ist wie ein riesiger unbezwingbarer Berg für mich.
Und so beende ich heute diesen Blogeintrag, der so anders ist als sonst, mit einem großen Hilferuf an dich …
Amen

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Tag 165 – 1. Samuel 22:11-23

11 Saul unterschrieb sofort einen Haftbefehl gegen den Priester Ahimelech und alle seine Verwandten sowie alle Priester, die in Nob arbeiteten.

12 Als die Priester im Knast waren, ging Saul zu Ahimelech. „Sag mal, tickst du noch ganz richtig?“, schrie Saul ihn an. – „Was wollen Sie von mir, Herr Präsident?“, antwortete Ahimelech.

13 „Warum disst ihr mich? Warum arbeitet ihr gegen mich, du und dieser Sohn vom Isai?“, rief Saul. „Du hast ihm was zu essen gegeben! Du hast ihn sogar mit Waffen versorgt! Und am Ende hast du für ihn sogar noch Gott gefragt, was er machen soll! Darum ist er jetzt gut vorbereitet, um einen Putsch gegen mich zu versuchen und mir meinen Posten zu klauen!“

14 „Aber werter Herr Präsident, David ist der beste Mann in Ihrer Mannschaft“, antwortete Ahimelech höflich. „Er ist Ihnen treu ergeben. Außerdem ist er Ihr Schwiegersohn und auch noch der Chef von Ihrer Elitetruppe. Alle Ihre Angestellten haben Respekt vor ihm.

15 Hey, es war doch jetzt nicht das erste Mal, dass ich mit Gott über David geredet hab. Ihr Verdacht ist total unbegründet. Ich hab von alledem keinen blassen Schimmer gehabt!“

16 Saul war aber voll aggromäßig drauf: „Du wirst mit deinem Leben dafür bezahlen, du und deine ganze Familie!“, schrie er ihn an.

17 Dann befahl er den Soldaten, die bei ihm waren: „Alle Priester an die Wand! Erschießt sie alle! Sie stecken mit David unter einer Decke! Sie wussten genau, dass er auf der Flucht vor mir war, und haben mich nicht informiert!“ Aber die Soldaten weigerten sich, den Befehl auszuführen, weil man Priester von Gott nicht mal so eben abknallen konnte, das geht gar nicht.

18 Saul ging zum Doeg und befahl ihm: „Los, mach du es. Erschieß die Bande!“ Doeg zog seine MP und ballerte alle Priester um. 85 Männer in ihren Priesterklamotten starben an dem Tag.

19 Dazu wurden auf Befehl von Saul alle Einwohner der Priesterstadt Nob erschossen. Alle Männer, Frauen und Kinder, sogar Babys wurden getötet. Dazu auch die Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen.

20 Es gab nur einen Überlebenden, den Sohn von Ahimelech und Enkel von Ahitub, der Abjatar hieß. Er floh zu David

21 und erzählte ihm die ganze Story. Dass Saul alle Priester von Gott abgeschlachtet hatte und so.

22 David machte sich selbst große Vorwürfe. Er sagte zu Abjatar: „Als ich damals in Nob diesen Doeg getroffen hab, war mir schnell klar, dass er mich an Saul verraten würde. Ich bin schuld! Tut mir voll leid, ich hab Ihre ganze Familie auf dem Gewissen!

23 Sie können erst mal hier bei uns bleiben. Wir haben den gleichen Feind, der uns umbringen will. Bei mir sind Sie in Sicherheit!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Bleibe bei mir und fürchte dich nicht. …
(1Sam 22:23)

Meine Erkenntnis, MEIN Pünktchen

Wie grausam. Der wütende Saul lässt alle 85 Priester der Stadt Nob um einschließlich Frau, Kinder und Tiere umbringen, weil, er meinte, dass sie von der Flucht Davids gewusst haben. Was für ein schrecklicher Mann!
Nur der Sohn Ahimelechs konnte zu David fliehen.
Und dieser sagte dann diesen o.a. Bibelvers zu ihm.

Glauben ins Leben umgesetzt

Als ich diesen Bibelvers las, sah ich nicht vor meinem inneren Auge David, sondern alles, was vorher und hinterher stand, war verschwommen. Nur diese Worte: „Bleibe bei mir, fürchte dich nicht“. So, als ob Gott mir diese Worte für meinen heutigen Tag mitgegeben hat. Heute früh, beim Gassi-Gehen mit dem Hund, habe ich mich mit einer anderen Hundebesitzerin unterhalten. AfD und so … Ich komme also wieder nach Hause, schlage die Bibel auf und lese diese Worte: Bleib bei mir, fürchte dich nicht!
… So ist Gott. So spricht Gott zu mir!

Mein Gebet für meinen Tag

Vater ich danke dir für den tröstlichen Vers am Morgen. Ja, man kann Bleibe bei mir und fürchte dich nicht. Angst vor der Zukunft bekommen, Wenn man die Spitzenpolitiker so sieht und hört, ist mir richtig gruselig. Ich hate gestern gesehen, wie einer von denen die rechte Hande wie zum Hintlergruß ausstreckt … Und Hitler ist auch nicht vom Himmel gefallen, er wurde auch gewählt! Ja, da kriecht Angst hoch.
Und du sagt mir dahinein: Bleib bei mir, fürchte dich nicht.
Danke! Ja, ich bei dir bleiben. Und ich hoffe so sehr, dass du es nicht nocheinmal so viel Schreckliches wie zur Hitlerzeit zulässt. Bitte nicht!
Heute hätte ich Therapiestunde gehabt. Aber die Frau vom Therapeuten rief gestern Abend noch an, er liege im Bett und sei krank. Bitte mach ihn ganz schnell wieder fit, er kann so vielen Menschen helfen, er ist ein großartiger Therapeut! ich selbst bin nicht traurig, dass die Sitzung heute ausfällt. Seit ich zu dir zurückgekehrt bin, geht es mir viel besser und ich hatte heute sowieso kein großes Problem, was zu beackern dran wäre. Im Gegenteil, ich hätte mich wieder über dich mit ihm unterhalten. Er meint nämlich, dass du seit wir das Neue Testament haben, du dich von uns zurückgezogen hast, weil du der Meinung wärst, wir wären jetzt erwachsen und könnten allein laufen. Das stimmt aber doch nicht. Wir sind und bleiben Sünder. Mal sehen, vielleicht ergibt sich noch mal eine andere Gelegenheit, mit ihm darüber zu sprechen. So habe ich jedenfalls den Vormittag Zeit, um einige Dinge hier in der Wohnung erledigen zu können. Ich habe gestern leider nicht alles geschafft, weil D. sehr lange angerufen hat und mir alle aktuellen Dinge erzählen musste. Bitte sei bei ihr und beschütze auch sie. Sie und die Kinder, A. und das Neugeborene, T. , L. und S. Allesamt haben sie deinen Schutz so notwendig. Aber vor allem möchte ich dich bitten, D. zu dir zu ziehen, dass sie deinen Schutz und deine Liebe fühlt, dass sie das stärkt. Bitte vergiss sie nicht beim Einsammeln.
Heute wird ein entspannter Tag für mich, ich kann mich treiben lassen und viele liegengebliebene Dinge erledigen. Sei du trotzdem bei mir, trage mich durch diesen Tag.
Das alles bringe ich vor dich in Jesu Namen
Amen


Tag 164 – 1. Samuel 22:1-10

1 David machte erst mal die Biege aus Gat. Er floh in einen alten Bunker, der in der Nähe der Stadt Adullam lag. Seine Brüder und andere aus seiner Familie bekamen davon Wind und besuchten ihn dort.

2 Es kamen aber auch einige Leute zu ihm und schlossen sich seiner Truppe an. Männer, die irgendwie Probleme mit der Polizei bekommen hatten, tätowierte Rocker, Leute, die pleite oder viele Jahre im Knast waren. Insgesamt kamen 400 Männer zusammen. David wurde ihr Anführer.

3 Sie zogen zusammen von da nach Mizpe, was im Land der Moabiter lag. Dort stellte David beim Präsidenten einen Antrag auf Unterkunft für seine Eltern. „Bitte erlauben Sie mir, meine Eltern hier unterzubringen, bis ich weiß, was Gott mit mir vorhat!“

4 Beide Eltern konnten dann dort wohnen. Sie bekamen ein Zimmer im Präsidentenpalast, solange sich David in den Bergen versteckt hatte.

5 Irgendwann gab es ein Treffen zwischen David und dem Propheten Gad. Der sagte zu ihm: „David, Sie können sich nicht für immer hier verstecken! Gehen Sie doch an Ihren Geburtsort zurück, nach Juda!“ David fand das eine gute Idee und zog erst mal weiter bis nach Jaar-Heret.

6 Irgendwann kriegte Saul gesteckt, wo David und seine Männer sich verschanzt hatten. Der Präsident saß da gerade auf einem kleinen Berg bei Gibea unter einer Birke. In der rechten Hand hatte er sein MG. Sein Spezialtrupp war auch dabei.

7 Saul sprang plötzlich auf und machte seine Leute zur Sau: „Ihr Trottel glaubt doch bestimmt, dass dieser Typ vom Familienstamm Juda ausgerechnet euch Benjaminiter bevorzugen wird, wenn er mal an der Macht ist, oder? Ihr glaubt im Ernst, er wird euch ganz viel Land und Weinberge schenken und jeden von euch zu einem General befördern! Ha!

8 Ihr seid doch alle gegen mich! Ihr habt mir ja noch nicht mal von dem Vertrag erzählt, den ausgerechnet mein eigener Sohn mit diesem Sohn vom Isai gemacht hat. Keiner hat mir was erzählt, keiner! Dass mein eigener Sohn meine Angestellten gegen mich aufhetzt, unglaublich! Und dass der sogar Leute bezahlt, die mich ausspionieren, die mich verraten?! Das wird mir alles jetzt erst klar!“

9 Einer von seiner Truppe stand auf und sagte zu Saul: „Ich hab David gesehen, als er beim Priester Ahimelech war. Ich meine diesen Typen, der aus der Familie von Ahitub stammt. Der wohnt in Nob.

10 Der Priester hat mit Gott über ihn geredet, und Gott hat ihm auch gesagt, wo es für David demnächst langgeht. Er hat dem auch noch was zu essen gegeben. Am Ende ist David mit den Waffen vom Philister Goliat in der Hand wieder weitergezogen.“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Keiner von euch hat mir [Saul] gesagt, dass mein Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais geschlossen hat. Keinen von euch kümmert es, dass mein Sohn meinen Sklaven gegen mich aufhetzt, sodass der mich verrät und mir auflauert, wie es jetzt offenbar ist. Warum hat mir das denn keiner gesagt?
(1Sam 22:8)

Meine Erkenntnis des Tage, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

David ist weiter auf der Flucht und Saul hasst ihn immer mehr.
Nun beschwert sich Saul bei seinen Leuten, dass keiner ihn informiert hat, dass David einen Bund mit Jonatan, seinem Sohn, erzählt hat.
Das ist die Situation bei dem Bibelvers. Beim Lesen kam mir in den Sinn: Fragt Saul sich auch manchmal, warum ihm keiner etwas erzählt hat?
Er jammert und muffelt.
Und wir? Jammern wir auch oft, dass andere Dinge nicht tun, die wir gern hätten. Fragen wir uns dann auch, warum ist das so? Oder meckern wir einfach nur? Wie ist es mir der Einsamkeit bei vielen Menschen? Ein Phänomen unserer Zeit. Jammern wir: Keiner besucht mich, keiner will etwas von mir wissen, die bösen anderen! Aber warum besucht mich denn keiner? Und was kann ich dagegen tun? Vielleicht jemand jemand einfach mal einladen? Liegen zu viele Zigarettenkippen vor der Haustür (habe ich gerade vorhin im Radio gehört), warum nur schimpfen? Warum nicht mal Handschuhe an und die 5 Kippen einsammeln? Warum auf die Stadtreinigung verweisen, die ja dafür zuständig ist? Da gäbe es eine lange Liste.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute komme ich zu dir und bitte dich um Vergebung. Ich hatte dir die Sache mit dem Gemeindekuchen abgegeben, weil ich nicht wusste, wie ich es schaffen sollte. Der Blick auf die Wetterkarte mit 34° löste in mir Panik aus. Ich habe dir das dann abgegeben und gesagt, bitte hilf mir.
Und rückblickend muss ich bekennen, so richtig muss ich wohl doch nicht geglaubt haben, dass du irgendwas in dieser Richtung tust. Bitte verzeih mir. Und ich habe es dann doch selbst in die Hand genommen, eine Frau aus der Gemeinde angerufen, sie gebeten, mit dem Auto vorbeizukommen, um den Kuchen abzuholen, mir geht es bei den Außentemperaturen schlecht.
Ja, es hat gut geklappt. Nur … es waren keine 34°, sondern nur 27°. Ich hätte es also locker allein geschafft. Du hast an der Temperaturschraube gedreht und ich hatte das nicht für möglich gehalten. Ja, schon, dass du es kannst, aber nicht, dass du es auch tust. Bitte, bitte vergib mir.
Das ist mein großes Anliegen heute Morgen an dich. Und ich käme mir schäbig vor, dich jetzt auch noch zu bitten, dass du mich beschützt und behütest. Ich weiß, dass du es tun wirst, aber dich darum zu bitten, das schaffte ich heute nicht.
Amen.

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Tag 163 – 1. Samuel 21:12-16

11  Davids Flucht vor Saul brachte ihn am selben Tag noch nach Gat. Dort wollte er sich mit dem Präsidenten Achisch treffen.

12  Die Leute im Büro erkannten David sofort, als er den Gang runterkam. „Da kommt dieser David, der neue Präsident von Israel! Das ist der Typ aus dem Radio, über den es dieses Lied gibt: „Saul hat früher tausend Feinde erschlagen, aber bei David ging’s Zehntausenden an den Kragen!“

13  David schnallte recht schnell, was für eine Wirkung diese Worte hier hatten. Darum kriegte er plötzlich voll Angst vor Präsident Achisch.

14  So kam er auf die Idee, einen Vollpsycho zu spielen. Als einige Männer ihn festnehmen wollten, fing er auf einmal an rumzuzucken, schlug mit den Händen wild um sich, lallte irgendwelche dummen Sprüche runter und ließ ständig Sabber aus seinem Mund laufen. Dabei kritzelte er auch noch mit einem Edding komische Sachen an die Türen.

15  „Der Mann ist total irre, seht ihr das nicht!“, rief Achisch zu seinen Männern. „Warum habt ihr den überhaupt durchgelassen?

16  Ich hab schon genug Vollpsychos im Haus. Der soll sich bitte in irgendeiner Gummizelle austoben, aber nicht bei mir!“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Darum stellte er sich wahnsinnig und tobte, als man ihn festhalten wollte. Er kritzelte auf die Torflügel und ließ Speichel in seinen Bart laufen.
(1Sam 21:13)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

David verließ Israel und floh ausgerechnet zu den Philistern, in die Stadt, aus der Goliat kommt. Dort erkannte man ihn und er musste sich wahnsinnig stellen, um sein Leben zu retten. Nun frage ich mich ernsthaft, warum flieht er genau dorthin, wo er weiß, dass man ihn dort verfolgen würde. Warum tut er das??? Warum rennt er ins offene Messer?

Glauben ins Leben umgesetzt

Und was sagen diese Verse für mich? Vielleicht hilft mir Psalm 34 weiter, den David wohl in dieser Zeit geschrieben hat.
Also David wusste dann schon, dass er einen Fehler gemacht hat und flehte Gott an, ihm zu helfen, ihn zu retten.
Und da macht es wieder Sinn für mich. Wenn man erkennt, dass man sich total verirrt hat und festsitzt, dann kann man Gott anrufen und anflehen und ihn um Hilfe bitten. Wer von uns ist nicht auch einmal in eine Situation gerutscht, wo man einfach vergessen hatte, Gott vorher zu fragen, weil man meinte, es eh richtig allein zu wissen. Pustekuchen. Also liebe Leute, Gott vorher fragen, ehe man sich ins Feindesland begibt!

Mein Gebet für den Tag

Diesen Punkt lasse ich ausfallen, weil es jetzt bereits 18 Uhr ist und ich mein Guten-Morgen-Gebet von heute früh nicht aufgeschrieben habe.

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Tag 162 – 1. Samuel 21:2-11

2  Auf der Flucht kam David in Nob vorbei, wo der Priester Ahimelech wohnte. Ahimelech ging David aufgeregt entgegen und fragte ihn: „Guten Tag! Was machen Sie hier? Warum sind Sie ganz alleine gekommen?“

3  „Der Präsident hat mir einen Top-Secret-Job erteilt, keiner darf davon wissen“, antwortete David. „Meine Männer treffe ich an einem geheimen Ort.

4  Geben Sie mir bitte etwas Reiseproviant für unterwegs? Vielleicht fünf Schnittchen auf die Hand oder ein paar Snickers? Einfach irgendwas, was Sie im Haus liegen haben.“

5  „Hm, ich hab nichts Normales im Haus, nur diese besonderen Brote von Gott.“, antwortete der Priester. „Das Zeug kann ich Ihnen aber nur geben, wenn Sie und Ihre Leute in letzter Zeit keinen Sex hatten. Sie müssen sauber, also eben ‚rein‘, sein. So ist die Regel.“

6  „Also in den letzten zwei Tagen hat garantiert keiner von uns eine Frau vernascht“, lachte David. „Und als wir losgegangen sind, waren sogar die Waffen der Männer sauber, also ‚rein‘. Da drauf wurde geachtet, obwohl wir eigentlich nur so unterwegs sind, ohne speziellen Auftrag von Gott. Also heute ist hier auf alle Fälle alles hundertprozentig sauber!“

7  Der Priester war einverstanden und rückte die besonderen Brote raus. Es handelte sich dabei um die Ration, die gerade von dem Tisch für die besonderen Brote weggeräumt wurde, um frisches Brot nachzulegen.

8  Zufällig war an dem Tag auch ein Soldat am Ort, der aus der Truppe von Saul kam. Und zwar handelte es sich um Doeg, einen Edomiter. Er war der Aufseher über die Hirten von Saul.

9  David fragte Ahimelech: „Sagen Sie, gibt’s hier irgendwo einen Waffenladen? Oder haben Sie noch eine Knarre im Schrank hängen, die Sie mir vielleicht leihen könnten? Ich hab es nicht mehr geschafft, meine Waffen zu holen, weil es sich um einen Eilauftrag vom Präsidenten handelte.“

10  „Klar, wir haben hier noch Ihre alten Waffen liegen, die Sie dem Philister Goliat abgezogen haben, nachdem er im Eichental von Ihnen getötet wurde. Sie liegen dahinten, in einen Mantel eingewickelt. Wenn Sie wollen, können Sie die mitnehmen. Was anders haben wir hier nicht.“ – „Ja, gerne! Gute Idee!“, sagte David. „Bessere Waffen als die werde ich bestimmt nirgends bekommen können.“

11  Davids Flucht vor Saul brachte ihn am selben Tag noch nach Gat. Dort wollte er sich mit dem Präsidenten Achisch treffen.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

David erwiderte: „Der König hat mir einen Auftrag gegeben, von dem niemand etwas erfahren darf. Die Leute habe ich an einen bestimmten Ort bestellt. 
(1Sam 21:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Erkenntnisse habe ich heute keine, im Gegenteil. Ich habe mehr Fragen.
Warum log David wieder? Er hatte doch Gott auf seiner Seite? Er sagte nicht die Wahrheit, dass er auf der Flucht vor ist. Er log über seine Ausrüstung und über seinen Proviant. Es war Sabbat und bekam die Heiligen Brote, die ihm gar nicht zustehen. Warum bitte vertraute er Gott nicht wieder? Er war doch der neue König, den Gott wollte und hätte allen Grund dafür, sich ganz auf ihn zu verlassen. Ich verstehe es nicht.
Ja, David war wie wir alle ein sündiger Mensch. Ja.

Glauben ins Leben umgesetzt

Was soll ich daraus für mein Leben lernen? Nicht lügen und Gottvertrauen haben? Ich stehe heute gewaltig auf der Leitung.

Mein Gebet für meinen Tag

Papa, heute hast du mir ja einen Text hingelegt, den ich zwar verstehe, aber mit dem ich heute für mich nichts anzufangen weiß. Ja, ich weiß, dass Lügen in deinen Augen schlecht ist und ich weiß auch, dass ich grenzenloses Vertrauen in dich haben kann. Und ja, ich weiß auch, dass David auch ein Mensch mit Fehlern ist und gar nicht all deine Gebote halten kann. Aber was mache ich mit diesem Text heute? Was willst du mir damit heute sagen?
Papa, eben ist mein Einkauf für die kommende Woche und der Kuchen für das Kaffeetrinken morgen in der Gemeinde gekommen. Ich fasse es nicht, es ist sososo viel. Mein Kühlschrank ist voll. Ich lebe im absoluten Wohlstand. Du beschenkst mich Woche für Woche mit all dem Essen, was ich brauche. Und ich kann unter so vielen wählen. Was für ein Luxus. Ich bin im Anblick dieses Kühlschrankes überwältigt. Vielen, vielen Dank! Eigentlich wollte ich dich jetzt bitten, alle Kühlschränke der Welt so zu füllen, aber das ist mir zu platt. Ich glaube nämlich nicht, dass du mir diesen Wunsch eins zu eins erfüllen wirst. Jaja, theoretisch könntest du es, ich weiß. Aber ich habe so meine Probleme für ganz allgemeine Fürbitten für die ganze Welt. Genauso könnte ich dich bitten, von jetzt auf gleich, alle Menschen gesund werden zu lassen oder alle Kriegswaffen unbrauchbar zu machen. Ja, es ist dein Plan, keine Kriege, alle gesund und alle satt. Das wird aber noch nicht heute sein.
Deshalb ist es Quatsch heute so zu beten, dass es heute so sein soll. Aber gib deinen Kinder die Kraft durchzuhalten
Oh man, was labere ich heute für ein Zeug. Heute ist Samstag und T kommt heute Nachmittag. Es soll wieder sehr heiß werden. Lass uns einen schönen Nachmittag haben, uns gegenseitig helfen und stärken. Ja, darum bitte ich dich heute und dass N. beim Handballturnier unverletzt bleibt. Behüte und beschütze uns allesamt, schenke uns die Kraft für heute und lass es vielleicht nicht ganz so heiß werden. Noch 2 Tage …
Das alles trage ich vor dich in Jesu Namen
Amen

o o o o o

Tag 159 + 160 + 161 – 1. Samuel 20:12- 21:1

12 sagte Jonatan nach einer Zeit: „Also, mein Freund, ich schwöre dir hiermit, dass ich übermorgen meinen Vater testen werde. Ich bin mir eigentlich ganz sicher, dass du keine Angst haben musst, aber wenn es doch einen Grund dafür gibt, werde ich dich irgendwie darüber informieren.

13 Wenn ich es nicht schaffe, dich zu warnen, soll Gott mich dafür bestrafen! Wenn mein Vater wirklich vorhat, dich zu töten, kannst du von mir aus verschwinden, um dich in Sicherheit zu bringen. Gott soll dir dann auf die gleiche Art helfen, wie er meinem Vater früher auch schon geholfen hat.

14 Bitte sei immer so gut zu mir, wie Gott zu dir ist, und bring mich nicht um, wenn du mal Präsident bist!

15 Und sorg bitte dafür, dass meiner Familie nichts passiert, wenn Gott alle deine Feinde plattmachen wird.“

16 Jonatan machte dann mit David einen Vertrag, dass Jonatans Familie nichts passiert, wenn Gott die Feinde von David bestrafen wird.

17 „Unterschreibst du das jetzt? Schwörst du mir, dass du das durchziehst? Wir sind doch beste Freunde, oder?“ David unterschrieb den Vertrag, denn er mochte Jonatan wirklich so sehr wie sein eigenes Leben.

18 „Morgen beim Essen werden alle nach dir fragen, wenn dein Stuhl leer ist.

19 Zwei Tage später kommst du an die Stelle, wo du dich schon mal versteckt hast. Dort hinter dem großen Stein.

20 Ich werde dann im Garten auf meine Torwand schießen und einen Schuss voll daneben ballern.

21 Pass auf: Wenn ich meinem Balljungen sage, er soll den Ball weiter vorne suchen, mehr in meine Richtung, dann ist das ein Zeichen für dich, das alles in Ordnung ist. Du bist dann nicht in Gefahr, da bin ich mir total sicher, Gott ist dann mein Zeuge.

22 Wenn ich dem Balljungen aber sage, er soll den Ball weiter weg suchen, dann verschwinde von hier, so schnell es geht. Das ist dann so, als würde dich Gott selbst wegschicken.

23 Vergiss die Sachen nicht, die wir besprochen haben. Gott ist Zeuge, dass wir diesen Vertrag miteinander geschlossen haben, und zwar für immer!“

24–25 David versteckte sich also draußen auf dem Gelände, so wie die zwei es besprochen hatten. Bei dem Essen, was an jedem Anfang des Monats veranstaltet wurde, kam der Präsident Saul und setzte sich an seinen Spezialplatz an der Wand, wo er sonst auch immer saß. Auf seiner linken Seite saß der General Abner, auf der gegenüberliegenden Seite sein Sohn Jonatan. Der Platz von David blieb dabei leer.

26 Saul regte sich erst mal nicht sonderlich da drüber auf, dass David nicht da war. „Der steckt bestimmt im Stau, oder er hat vergessen, diese religiöse Waschung für diese Woche zu machen. Ja, der ist bestimmt dreckig und darf gerade nichts essen“, sagte er zu sich selbst.

27 Als der Platz aber am zweiten Tag immer noch leer war, fragte Saul seinen Sohn Jonatan: „Warum ist dieser Spinner nicht da? Gibt es irgend-einen Grund, warum der Junge von Isai gestern und heute meine Einladung einfach ignoriert hat?“

28 „Ja“, antwortete Jonatan. „Ich soll David entschuldigen. Er musste ganz dringend nach Bethlehem.

29 Er hat mich echt angebettelt. David meinte zu mir: ‚Bitte lass mich gehen! Ich muss zu einem Familienfest nach Hause. Mein großer Bruder wollte unbedingt, dass ich da hinkomme. Sei doch so nett und erlaube mir das, damit ich meine Verwandten mal wieder besuchen kann.‘ Das ist der Grund, warum er heute nicht hier am Tisch sitzt.“

30 Saul rastete total aus: „Was bist du für ein Arsch! Ich hab schon lange kapiert, dass du und dieser verdammte Pisser unter einer Decke stecken! Das ist oberpeinlich, nicht nur für dich, sondern auch für deine Mutter, weil sie dich geboren hat!

31 Solange dieser Typ noch lebt, kannst du echt vergessen, dass du mal selber Präsident wirst! Ich erwarte von dir, dass du sofort einen Trupp zusammenstellst und ihn festnehmen lässt. David muss sterben!“

32 „Aber warum denn? Was hat er denn getan?“, fragte Jonatan.

33 Als er das sagte, zog Saul plötzlich seine Waffe und schoss auf ihn. Spätestens jetzt war klar, dass sein Vater David wirklich umbringen wollte.

34 Er stand wütend vom Esstisch auf und ging in sein Zimmer. Von diesem zweiten Tag der Festtage an konnte Jonatan nichts mehr essen, weil er sich solche Sorgen um David machte, denn sein Vater hatte ja den ganzen Hass gegen David bei diesem Essen rausgelassen.

35 Am nächsten Morgen ging Jonatan wie verabredet zu der Torwand. Er hatte einen Balljungen bei sich, der ihm beim Fußball immer die Bälle holte.

36 Jonatan schoss und der Ball flog weit an der Torwand vorbei. „Los jetzt, du musst den Ball wieder holen, den ich gerade weggeschossen hab!“, sagte er dem Jungen.

37 Als der Balljunge an der Stelle war, wo der Ball gelandet war, rief im Jonatan zu: „Liegt der Ball nicht viel weiter weg von dir?

38 Los, mach hinne, und hol ihn schnell!“ Der Junge hob den Ball auf und brachte ihn zurück zu Jonatan.

39 Er hatte keinen blassen Schimmer, dass das ein Zeichen war, nur David und Jonatan wussten davon.

40 Dann sagte er zu seinem Balljungen: „Hier hast du meinen Revolver. Bring den mal ins Waffengeschäft in der Stadt zum Durchchecken!“

41 Als er weg war, kam David aus seinem Versteck raus. Er rannte zu Jonatan, kniete sich vor ihm auf den Boden und verbeugte sich dreimal. Dann umarmten sich die beiden und weinten voll lange, besonders David war am Flennen.

42 „Jetzt zieh ab!“, sagte Jonatan schließlich zu ihm. „Und vergiss nicht unseren Vertrag, den wir vor Gott miteinander geschlossen haben, ja? Gott war Zeuge, und das bleibt er auch: Dieser Vertrag gilt zwischen uns und unseren Kindern, für immer.“

1  David ging sofort nach Hause, packte seine Klamotten zusammen und fuhr weg. Jonatan ging dann in die Stadt.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für des Abschnittes

… Wenn mein Vater aber wirklich deinen Tod beschlossen hat, dann werde ich es dir persönlich mitteilen und dich ziehen lassen, damit du dich in Sicherheit bringen kannst. Und Jahwe möge mit dir sein, wie er mit meinem Vater gewesen ist.
(1Sam 20:13)

Wow, das liest sich ja wie ein Krimi. Deshalb habe ich gleich 3 Tage aufeinmal gelesen.
Jetzt hat es also auch Jonatan verstanden, wie sehr sein Vater David hasst – ganz weit weg von einem gläubigen König. Dafür liest es sich aber fesselnd, wie sehr David und Jonatan sich mögen. Ich hätte mir gewünscht, Jonatan wäre mit David gegangen. Ich will die freundschaftliche Liebe der beiden nicht schmälern, aber ein bisschen erinnert mich das an den jungen Mann, der Jesus nachfolgen wollte, aber erst seinen Vater bestatten. Es hang sein Leben doch noch an dem weltlichen Vater. Ich mag das menschlich jetzt nicht bewerten wollen. Die Geschichte liest sich so schön.

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich weiß nicht, was ich aus dieser Geschichte für mein persönliches Leben rauslesen kann. Ja, solche Tage gibt es auch, wo ich die Bibel spannend finde, also auch die Geschichte, die gerade erzählt wird, aber mich kein Bibelvers so anspringt, dass ich denke: „Oh, da wirft mir Gott ja wieder einen Brocken vor die Füße und will mir etwas beibringen“. Also, weiterlesen. Morgen.

Mein Gebet für meinen Tag

Papa, noch 3 heiße Tage, noch 3! Dann habe ich es geschafft. Trotzallem muss ich heute einiges in der Wohnung machen. Die ganze letzte Zeit habe ich nur ein ganz geringes Mindestmaß erledigen können. Bitte, hilf mir dabei! Dass ich es schaffe und ich habe echt eine große Freude auf die nächste Woche, wo ich wieder aufleben kann. Vielleicht hast du es ja genau deshalb die Hitze zugelassen, damit ich wieder dankbarer werde, wenn ich die alltäglichen Dinge wieder erledigen kann. Gut, Aktion geglückt. Und dann hast du mir für Sonntag ins Ohr geflüstert, dass ich ja gar nicht backen muss, sondern auch Kuchen kaufen kann. Ich MUSS also NICHT den Backofen anwerfen. Gestern habe ich auch noch jemand aus der Gemeinde angerufen und gefragt, ob sie die Kuchen abholen könnten, damit ich nicht solange mit den Kuchen durch die Hitze laufen muss. Ich danke dir, dass du das in mein Kopf eingepflanzt hast. Ich wusste doch, dass ich mich auf dich verlassen kann. Ja, als ich dich um Hilfe gebeten habe, hatte ich im Kopf, dass du den Temperaturregler einfach 10° Grad runterdrehen möchtest. Aber nein, du hast es so gemacht. Warum auch immer, aber es ist bestimmt die beste Lösung. Du hast den Überblick über alles. Genau deshalb vertraue ich dir ja so sehr.
Also starte ich jetzt in den neuen Tag und schaue, was auf mich zukommt. Ach, um eines möchte ich dich noch ganz dolle bitten: Bitte, bitte, sei bei Lisa Wagenführ, sie hat ist erst 22 Jahre und hat Krebs im Endstadium. Sie leidet sehr. Bitte, bitte, wenn du meinst, dass sie sterben muss, dann mache es ihr bitte ganz leicht. Sie ist so ein wunderbares Mädel und hat die letzten 2 Jahre so dolle gekämpft und verloren. Sei diese letzte Zeit bei ihr, hilft ihr. BITTE! Ich flehe dich an, BITTE!
Nach diesen letzten Worten komme ich mir albern vor, dich um Schutz für mich zu bitten, ich tue es trotzdem. Beschütze und behüte mich, gib mir die Kraft, die ich für diesen einen Tag brauche und lass mich im Glauben wachsen.
Das alles trage ich vor dich in Jesu Namen
Amen

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