Edelsteine #21

Samuel war tief betroffen und schrie die ganze Nacht zu Jahwe. 
(1Sam 15:11)

Gott flüsterte wiederum in Samuels Ohr und sagte zu ihm: „Es ist mir leid, Saul zum König gemacht zu haben, denn er hat sich von mir abgewandt und meine Befehle nicht befolgt.“ (1Sam 15:11). Der Apostel Paulus sagte eteas Ähnliches, als er an die Christen in Rom schrieb: „…, denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ (Röm 3:23). So   wie Saul hinter den Maßstäben zurückblieb, die Gott für das Königsamt aufgestellt hatte, so bleiben wir alle zurück und verlieren seine uns zugedachte Herrlichkeit.

Saul leistete nur teilweise Gehorsam. Er wollte König sein und die Macht eines Königs ausüben. Aber er maßte sich an, in der Abwesenheit Samuels in die Befugnisse eines Propheten und Priester einzugreifen. Gott befahl ihm, die Amalekiter gänzlich, samt ihren Rindern, Schafen, Kamelen und Eseln, zu vernichten. Aber Saul schonte das Leben des Königs Agag und schaffte die besten Rinder, Schafe und Lämmer auf die Seite. Er unterließ es also, Gottes Befehl auszuführen, und darum „reute“ es Gott, Saul zum König gemacht zu haben.

Wir leben in einer Zeit, in der jeder mit seinen eigenen Dingen beschäftigt ist. Viele unserer christlichen Unternehmungen beginnen mit Gottes Offenbarung an uns und enden damit, dass wir nur teilweise ausführen, was er befohlen hat. Leider müssen wir für solch einen unvollkommenen Gehorsam einen teuren Preis zahlen.

Samuel „schrie die ganze Nacht zu Jahwe“ und so war Saul nicht ohne einen Fürsprecher. Auch wir haben einen Fürsprecher und können aus Sauls Fehlern lernen. Wir wollen nicht zögern, uns an Jesus, unseren Fürsprecher und König zu wenden. Wir wollen ihm unseren Ungehorsam bekennen und ihn drängen, dieses Bekenntnis vor den himmlischen Vater zu bringen. Preist den Herrn, dass das Blut Jesu Christi uns von aller Sünde reinigt. Nimm Gottes Vergebung an. Gehe in der Freude über Gottes Güte und Gnade deinen Weg. Wenn wir sehen, wie ein Bruder oder eine Schwester den Worten Gottes nur unvollständig gehorcht, dann wollen wir wie Samuel die ganze Nacht zum Herrn schreien.

Ein Edelstein für heute: Ein unvollkommener Gehorsam bringt nur unvollkommenen Segen und kann zu unserem Untergang führen.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #20

Jonatan sagte zu seinem Waffenträger: „Komm, wir gehen zum Posten dieser Unbeschnittenen dort drüben. Vielleicht wird Jahwe etwas für uns tun, denn für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind.“  „Tu, was du für richtig hältst“, erwiderte sein Waffenträger, „ich bin immer dabei!“ 
(1Sam 14:6-7)

wir sollten niemals kleine Anfänge verachten. Jonatan hielt eine besondere Eingebung von Gott, die ihn ermutigte, loszuziehen in Richtung auf die Feldlager der Philister. Weil er dieser Eingebung gehorchte, wurde in seinem Herzen der Glaube wach, über den er offen mit seinem Kameraden sprach: „Vielleicht wird der Herr etwas für uns tun, denn es ist für den Herrn nicht schwer durch viel oder wenig zu helfen.“

Ob Jonatan sich wohl an Gideon erinnerte, wie der Herr ihn mit einer sehr kleinen Schar von Männern gegen den Feind schickte? Gott half Gideon durch ein Zeichen aus dem feindlichen Lager; und wir hören, wie auch Jonatan Gott um ein ähnliches Zeichen bittet. Nachdem er durch eine Eingebung veranlasst war, einen Glaubensweg zu gehen, hinein in eine – menschlich gesehen – unmögliche Lage, schaut er jetzt zu Gott auf und bittet ihn, durch ein Zeichen zu bestätigen, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat und dass sein Weg mit Gottes Plänen und Absichten übereinstimmt.

Ermutigt durch dieses Zeichen und unterstützt durch seinen Waffenträger, geht Jonatan zuversichtlich los. In der Überzeugung, jetzt den Willen Gottes zu kennen, wagen es beide, ihre Deckung zu verlassen und sich der Sicht des Feindes auszusetzen. So führen sie einen großen Sieg herbei. Andere Kriegsleute, ermutigt durch Jonatans Glauben, erheben sich ebenfalls gegen den Feind, und so wird das Philisterheer durch den Wunder wirkenden Gott Jonatans überwältigt.

Das offene Wort des Glaubens, das Jonatan aussprach, verschaffte ihm die Unterstützung des Waffenträgers. Gott gebraucht vielerlei Mittel, um unseren Glauben anzuregen und zu stärken, sei es nur durch einen Menschen oder ein Wort. Wie oft habe ich durch diesen täglichen Bibelleseplan eine Eingebung gehabt! Er hat die Zuversicht meines Herzens geweckt, mich bestärkt und bestätigt, so dass ich fähig wurde, mich hinauszuwagen in ein wunderbares Glaubensabenteuer. Gott benutzt sein Wort mehr als irgendetwas anderes, um unseren Glauben zu wecken und zu entfalten.

Ein Edelstein für heute: Unser Waffenträger, Jesus, schenkt uns nicht nur Eingebung und Glauben, sondern er hat schon die Schlacht für uns gewonnen.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #19

Auch ich werde auf keinen Fall aufhören, für euch zu beten! Denn dann würde ich mich an Jahwe versündigen. Ich werde euch weiter den guten und richtigen Weg zeigen.
(1Sam 12:23)

Etwas vom Besten, zu dem Gott uns führt, ist unsere Fürbitte füreinanader. Doch zuerst müssen wir mit unserem eigenen Anliegen vor Gott kommen: dass wir Bekehrung brauchen. Wir müssen wiedergeboren werden und die feste Gewissheit haben, dass Gott unsere Reue sieht und hört. Das Gebet öffnet eine Tür zum Herzen des Vaters. Er lässt uns erfahren, dass wir gereinigt sind durch das heilige Blut. Er schenkt uns Vergebung unserer Sünde und seinen Heiligen Geist.

Wenn wir Gott im Gebet gefunden haben, ist eine Verbindung mit ihm entstanden. Sie soll viel Frucht tragen und zur Reife heranwachsen. Jetzt sollen wir auf die Nöte anderer Menschen um uns her schauen und lernen, in Fürbitte für sie einzutreten. Die Aufgabe Jesu beim Vater im Himmel ist Fürbitte für uns zu leisten. Gottes Wort sagt uns, dass Jesu unser Hohepriester ist, der vor dem Vater fürbittend eintritt. Wir dürfen uns einer ganz innigen Verbindung mit Christus erfreuen, wenn wir uns als Fürbitter mit ihm vereinigen und dadurch an seinem Gebetsamt teilnehmen. Wir beten mit ihm für unser Land, unsere Regierenden, unsere Familien, unsere Pastoren, für die bevorstehenden Gottesdienste, für die verfolgte Gemeinde, für die Armen, für den Frieden Israels und ganz besonders für alle, die noch nicht bekehrt sind. Samuel war ein betender Mensch. In seiner Jugend hatte seine Mutter beständig für ihn gebetet. Samuel selbst lebte im Gebet von seiner Kindheit an, als er den Mund öffnete, um Gott auf sein Rufen zu antworten: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört.“ Samuel betrachtete es als Sünde gegen den Herrn, das Gebet zu vernachlässigen, und seinem anhaltenden Gebet wurde immer wieder Erhörung geschenkt. Wenn wir fürbittend für andere eintreten, gewinnen wir auch für uns selbst großen Trost und Segen. Nimm dir beim Lesen des Wortes Gottes einmal besonders Zeit, das Gebetsleben Samuels kennen zu lernen. Er sah es als Sünde gegen Gott an, in dem Gebet für sein Volk nachzulassen.

Ein Edelstein für heute: „Fragt nach Jahwe und seiner Macht, sucht seine Nähe zu aller Zeit!“ (1Chr 16:11)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #18

Aber der Herr hatte Samuel das Ohr aufgetan …
(1Sam 9:15)

Als Samuel noch ein Junge war, lag er eines Nachts im Tempel. Plötzlich hörte er, wie sein Name gerufen wurde, und er lief zu dem alten Priester Eli, weil er dachte, dieser hätte ihn gerufen. Aber Eli hatte ihn nicht gerufen und schickte ihn wieder zu Bett. Als Samuel nun in seinem Bett über das Geschehene nachdachte, hörte er wiederum, wie eine Stimme ihn rief. Diesmal war er fest überzeugt, die Stimme des alten Mannes zu hören; aber wieder sagte Eli „nein“ und schickte ihn zurück in sein Bett. Erst beim dritten Mal, als Samuel wegen der Stimme, die ihn rief zu Eli kam, erkannte dieser, dass es Gott war, der zu Samuel gesprochen hatte; und nun lehrte er ihn, für Gott offen zu sein und ihm zu antworten.

Als Samuel herangewachsen war, sprach der Herr oft zu ihm, und jedesmal ermahnte er ihn zu vollem Gehorsam. Als für Gott die Zeit gekommen war, Samuel und Saul zusammenzubringen, da war der Unterschied in der persönlichen Führung der beiden Männer offensichtlich. In Sauls Leben musste Gott besondere Umstände herbeiführen, damit es zu dieser Begegnung kam. Seine Eselinnen liefen fort, und er wurde ausgeschickt, sie zu suchen. Dem Samuel dagegen brauchte Gott nur etwas ins Ohr zu flüstern.

Weil Samuel bereit war für Gott, konnte der Herr ihn als sein mächtiges Werkzeug einsetzen. In unserer Fantasie stellen wir uns oft vor, dass wir zu großartigen Heldentaten zu gebrauchen sind. Aber wir sollten begreifen, dass Samuels Anfang klein war, als er Gottes Stimme hörte, die ihn in der Nacht rief. Wir dürfen die kleinen Anfänge nicht verachten; denn sie sind Gottes bevorzugtes Umfeld. Sind wir zu grpß für kleine Anfänge?

Gott möchte, dass wir durch seinen Heiligen Geist zu seinen Mitarbeitern werden. Wenn wir im Glauben noch neu sind, dann führt er uns durch das Eingreifen in unsere Lebensumstände. Aber wenn wir heranreifen durch Gehorsam auf seinen Wegen, dann lernen wir, auf seine leise, sanfte Stimme zu hören. Ich möchte dich dazu ermuntern, dich dieser leisen sanften Stimme zu öffnen. Und wenn er spricht, dann antworte ihm in kühnem Glauben: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört“ (Kap. 3:9).

Ein Edelstein für heute: Je rascher wir Gott antworten, desto hellhöriger werden wir.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #17

Und sie nannte den Knaben Ikabod, das ist „Die Herrlichkeit hinweg aus Israel!“ weil die Lade Gottes weggenommen war …
(1Sam 4:21)

Unser Text ist ein Wort, das die Schwiegertochter des Priesters Eli auf ihrem Sterbebett sprach. Wir kennen ihren Namen nicht, aber wir können aus ihrem Leben viel lernen. Sie war nicht wiedergeboren, und sie konnte auch nicht erfahren, dass der Heilige Geist Gottes in ihr wohnte. Ihre geistliche Erfahrung beschränkte sich auf das Natürliche. Buße bestand im Ausgießen von Lammblut, und Gottes Gegenwart wurde gesichert durch strengen Gesetzesgehorsam. Damals, lange vor dem Kommen Jesu, durfte nur ein Priester der Allerheiligste betreten, um sich Gott zu nahen, und dies auch nur einmal im Jahr.

Die Frau, von der wir hier lesen, war mit einem Priester verheiratet, der das Allerheiligste betreten durfte. Aber es war ein sündhafter Mann, der nur Böses an seiner Frau und Gott tat. Dieser verachtenswerte Mann schändete das Haus Gottes durch seine Gegenwart und brachte die Priesterschaft in Verruf. Doch während er in Sünde dahinlebte, konnte seine Frau den Glauben bewahren. Der Mittelpunkt in ihrem Leben war Gott. Für sie bedeutete der Verlust der Bundeslade, dass Gottes Herrlichkeit Israel verlassen hat. Sicherlich wusste sie, dass die Bundeslade nicht etwa Gott selbst war. Aber sie war überzeugt von ihrer hohen Bedeutung. Die Bundeslade war für sie etwas sehr Kostbares.

Die Frau war schwanger und erwartete ihre Niederkunft, Als sie nun noch vom Tod ihres Schwiegervaters und ihres Mannes erfuhr, da wurde sie von Wehen überfallen und war bald dem Tode nahe. Die Hebamme versuchte sie mit der Nachricht zu erfreuen, dass sie einen Sohn geboren hatte. Aber die Sterbende konnte nur noch die Aufgabe erfüllen, ihrem Kind einen Namen zu geben. Sie nannte ihn Ikabod; ein Name der Trauer, der bedeutet: „Es ist aus mit Gottes Herrlichkeit“. Ihr Volk war besiegt, die Männer der Familie waren tot; sie selbst lag im Sterben. Aber ihr Herz trauerte nur über das eine: „Die Herrlichkeit ist hinweg aus Israel! – weil die Lade Gottes weggenommen ist.“

Denke einmal darüber nach, was wäre, wenn wir die Zeichen der Herrlichkeit Gottes entbehren müssten, die uns von Gott gegebenen Formen unseres Glaubens – wie Abendmahl, Taufe und Wort. Ist uns das alles so kostbar, wie die Bundeslade, dies Zeichen der Herrlichkeit Gottes, für Elis Schwiegertochter war? Nutzen wir alles, was Gott uns gegeben hat, um ihn zu verherrlichen?

Ein Edelstein für heute: Ein Leben ohne die wahre Kenntnis Gottes ist zu beklagen, weil es Gott nicht verherrlichen kann.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #16

Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ich bin ein betrübtes Weib.
(1Sam 1:15)

Elkana hatte zwei Frauen. Die eine von ihnen, mit Namen Hanna, konnte keine Kinder bekommen. Peninna, die zweite Frau, die mehrere Kinder hatte, kränkte und reizte Hanna fortwährend wegen ihrer Kinderlosigkeit und machte ihr das Leben schwer. Daher hatte Hanna immer ein bekümmertes und betrübtes Herz.

Wir begegnen in der Gemeinde Christi immer wieder Menschen, die, wie Hanna, ein betrübtes Herz haben; es ist aber ganz falsch sie nach ihren äußeren Erscheinen zu beurteilen. Hanna war trotz ihres betrübten Herzens eine fromme Frau mit einem reichen Gebetsleben. Während sie im Haus Gottes betete, erfuhr sie Missverständnis und Tadel; aber das ließ keinen Ärger in ihr hochkommen. Der Priester Eli warf ihr vor, sie sei betrunken, aber ihre Antwort war sanft und ehrerbietig und sie ertrug den Tadel ohne Groll.Mit einfachen Worten bekannte sie, dass sie einen großen Kummer habe. Hanna war aufgeschlossen für Gottes Wort und ließ sich durch den alten Eli nicht beirren. Als sie ihn sagen hörte: „… Geh hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast“ (Kap. 1:17), da wurde sogleich der Glaube in ihr wach. Und als sie weiterging, war ihre Miene nicht mehr traurig. Am anderen Morgen stand sie sehr früh auf und betete zu Gott.
Wenn wir diese Frau verstehen, können wir etwas über die Führung eines geheiligten Lebens lernen. Ihr Kummer war groß. Und doch: als ein Priester Gottes ihr ein ermutigendes Wort sagte, da erwachte sogleich ihre Zuversicht, und sie war nicht länger traurig. Nach der Geburt Samuels, des verheißenen Kindes, hielt Hanna ihr Gelübde und erzog in Treue ihren kleinen Sohn, der ein Prophet Gottes werden sollte.

Wir wollen uns nicht über eine betrübte Miene täuschen lassen. Vielleicht entdecken wir, dass hinter einem solch traurigen Aussehen ein schönes Kind Gottes verborgen ist.

Ein betrübtes Herz ist keine Gabe des Heiligen Geistes. Wir wollen es uns nicht wünschen, wollen es aber auch nicht verachten. Jesus selbst wird „ein Mann der Schmerzen“ genannt. Wir wollen nicht in den Fehler Elis verfallen, der über Hanna nach ihrer äußeren Erscheinung urteilte.

Ein Edelstein für heute: Die äußere Erscheinung ist für Gott nicht wichtig, weil er die Gedanken und Regungen des Herzens kennt.

(Tim Ruthven)

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Einschub: Edelsteine #15

Mein Lieber, ich wünsche, dass dir in allen Dingen gut geht und dass du gesund bist, so wie es deiner Seele gut geht.
(3Joh 3)

Weil Johannes Gajus liebte, wünschte er Gottes Bestes. Obwohl es seiner Seele gut ging, wünschte Johannes Gajus auch Gesundheit, und dass es ihm in allen Dingen gut ginge. Wenn dies Gottes Bestes für Gajus war, dann muss Wohlergehen und Glück auch sein Bestes für uns sein.

Aber das vorrangige Wohlergehen ist in unserer Seele. Gott kann uns materiell nur nach dem Maß unseres geistlichen Gedeihens segnen. Die wahre Frage ist, ob Gott uns Wohlstand anvertrauen kann. Es geht nicht darum, ob wir mit dem Wohlstand, den er uns gibt, das Richtige tut.

Was motiviert unser Wunsch nach Erfolg? Ist es ein selbstsüchtiges Motiv, oder steht Gier und Stolz dahinter? Werden wir demütig und völlig abhängig von Gott bleiben, wenn er uns Erfolg geben wird? Ist unser wahres Motiv das, dass wir den Herrn Jesus Christus verherrlichen wollen? Werden wir unsere Erfolge nehmen und das Richtige mit ihnen tun? Wenn du zuerst geistlich gewachsen bist und deine Seele völlig den Heiligen Geist, der in dir wohnt, unterworfen hat, so dass du lebst, um Gottes Willen zu tun, anstatt deinen Eigenwillen zu dienen, dann wird deine Antwort auf diese letzten Fragen ein Ja sein.

Bei der Flucht aus Ägypten hatten die Kinder Israels materielle Güter bei sich. Als Mose sie eine Zeit lang verließ, um bei Gott auf dem Berg zu sein, da brachte der Mangel an geistlicher Reife die Israeliten dazu, ihren selbstsüchtigen Wünschen Raum zu geben. Sie gebrauchten ihren materiellen Reichtum, den Gott ihnen gegeben hatte, dazu, um ein goldenes Kalb zu gießen, einen von ihnen selbst gemachten Gott, der ihre religiöse Phantasie befriedigen sollte. Wenn man einen zehnjährigen Jungen ein Auto gibt, so bedeutet das nicht Wohlstand, sondern Selbstmord. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Mat 6:33).

Ein Edelstein für heute: Das Wesen des Wohlstandes hat zwei Seiten. Für die, die geistliche Reife besitzen, kann er ein Segen sein.

(Tim Ruthven)

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