Freuen Sie sich am Herrn

Gibt es eine Möglichkeit, wie unsere Wünsche erfüllt werden können? Laut David sollen wir uns am Herrn freuen, dann wir wird er uns geben, was unser Herz wünscht (Ps 37:4). Ich habe gelernt, dass es viel besser ist, mit von Gott etwas schenken zu lassen, als zu versuchen, es mir selbst zu beschaffen. Die meisten Christen mühen sich ab, weil sie versuchen, Dinge herbeizuführen, die nur Gott tun kann. ER will, dass wir ihn suchen, und er verspricht, dass er uns Dinge geben wird, die wir uns wünschen, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist.

Wir sollen ihm die Führung unseres Lebens übergeben und es ihm überlassen, uns die Dinge zu schenken, die wir uns wünschen. Jesus hat gesagt, dass er uns Ruhe schenken will und dass unsere Seele bei ihm zur Ruhe kommen wird /siehe Matthäus 11:28-29). Seine Wege sind höher als unsere Wege und seine Gedanken sind höher als un,sere Gedanken (siehe Jesaja 55:8-9). Mit anderen Worten. Gott weiß viel besser als wir, was wir tun sollen!

Ich habe solange erfolglos gekämpft und war frustriert, weil ich immer versuchte, an Dingen etwas zu ändern, an denen ich nichts ändern konnte. Ich habe mich wirklich sehr abgemüht, aber das Leben lief trotzdem nicht nach meinen Willen.

Meine erste Bibel war ein Geschenk von meiner Schwiegermutter. Sie schrieb auf die erste Seite: „Überlass dem HERRN die Führung deines Lebens“ (Psalm 37,5). Als sie mir diese Bibel vor Jahren schenkte, hatte ich keine Ahnung, wie lang es dauern würde, bis ich lernen würde, meinen eigenen Wege loszulassen und mich Gottes Wegen unterzuordnen.

Ich weiß nicht, warum wir oft so eigensinnig sind, aber wir sind es. Ich möchte Sie ermutigen, Ihre eigenen Wege aufzugeben und Gott den Herrn in Ihrem Leben sein zu lassen. Er will Ihnen geben, was sich Ihr Herz wünscht, wenn Sie ihm die Führung überlassen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Allezeit

Der Psalmist sagt, dass er den Herrn „allezeit“ loben will, nicht nur, wenn es ihm gerade passt oder wenn ihm der Sinn danach steht (Psalm 34:2). Ich will Ihnen eine Begebenheit erzählen, die mir das deutlich gemacht hat.

Nach einer Konferenz gehe ich gern in ein Restaurant, setze mich gemütlich an den Tisch und genieße ein gutes Essen. Das ist für mich eine Art, mich nach der Arbeit zu entspannen. Einmal hatten wir in einem Restaurant einen Tisch reserviert, aber als wir dort ankamen, stellten wir fest, dass unsere Reservierung untergegangen war. Das Restaurant war bis auf den letzten Platz besetzt und wir mussten ungefähr eine Dreiviertelstunde auf einen Tisch warten. Ich merkte, wie Ärger in mir aufsteigen wollte, aber dann sagte ich mir: „Joyce, du hast gerade eine Predigtreihe abgeschlossen, bei der du den Leuten gesagt hast, wie sie sich in solchen Situationen verhalten sollen. Lebe jetzt einfach das, was du predigst.“ Es ist erstaunlich, wie der Satan uns manchmal versuchen will, wenn wir über etwas sprechen, das wir glauben!

Schließlich wurden wir an einen Tisch geführt und gaben unsere Bestellung auf. Bald darauf kam die Kellnerin mit einem großen Tablett mit den Getränken. Das Restaurant war so voll, dass sie mit den Tablett irgendwo anstieß und die ganzen Getränke über meinen Mann kippte. Dave trug einen sehr guten Anzug, der jetzt mit Wasser, Kaffee, Eistee und Limonade getränkt war. In dieser Situation hätte er in die Luft gehen können. Stattdessen war er sehr nett. Er beruhigte die Kellnerin: „Machen Sie sich keine Sorgen, das war ein Versehen. Ich kann das verstehen. Ich habe früher auch in einem Restaurant gearbeitet. Einmal habe ich Limonade in das Auto eines Gastes gekippt. Er trug einen sehr guten Anzug und hatte einen schönen Abend mit seiner Freundin geplant. Ich weiß, wie Sie sich fühlen. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen.“ Dann ging er zu ihrem Chef und sagte: „Ich will nicht, dass diese Frau Schwierigkeiten bekommt. Hier ist sehr viel los. Sie leistet gute Arbeit. Das war nicht ihre Schuld.“ Er bemühte sich wirklich, sehr freundlich zu sein.

Bald kam die Kellnerin mit einem zweiten Tablett mit Getränken. Ihr war anzusehen, dass sie geweint hatte. Sie sagte: „Ich fühle mich so schlecht, weil ich Sie mit den Getränken übergossen habe. “ Dann schaute sie mich direkt an und gestand: „Wahrscheinlich bin ich einfach nur nervös, weil Sie hier sind. Ich höre mir jeden Tag Ihre Predigten im Fernsehen an.“

In meinem Herzen flüsterte ich: „Oh, danke, Gott! Danke, danke, danke, dass wir uns wegen dieser Sache nicht aufgeregt haben!“ Was hätte es bei dieser Frau angerichtet – was hätte es ihr über Gott, über Pastoren, über Fernsehevangelisten gesagt -, wenn Dave und ich in dieser Situation ausgerastet wären, nachdem sie meine Predigten so oft gehört hatte?

War mir danach zumute, auszurasten? Ehrlich gesagt, ja. Die Bibel sagt nicht, dass die Versuchung, zu sündigen, stirbt oder weggeht. Sie sagt, dass wir uns als der Sünde gestorben betrachten sollen, weil Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Manchmal heißt das, dass wir lernen müssen, ihn allezeit zu loben – besonders dann, wenn nicht alles nach Wunsch verläuft.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Christsein im Alltag

Gott ist gut. Immer! Denen, die Gott ehren, hält er seine große Güte bereit. So heißt es in Psalm 31:20. In diesem Vers lesen wir auch, wie wichtig es ist, Gott „vor den Menschen zu vertrauen (ELB). Mir sagt das, dass ich nicht nur im „stillen Kämmerlein“, sondern vor allen Menschen als Christ leben soll. Dann wird mir seine Güte erweisen.

Viele Menschen bezeichnen sich als Christen, aber außerhalb ihrer christlichen Kreisen stehen sie nicht zu ihrem Glauben und leben nicht nach seinen Prinzipien. Sie sind „Sonntagschristen“, aber am Montag verhalten sie sich nicht anders als Nichtchristen. Für mich sind solche Menschen „Heilige am Sonntag und Heiden am Montag“.

So war ich auch einmal. In christlichen Kreisen benahm ich mich auch „richtig“, aber außerhalb war von meinem Glauben nichts zu sehen. Ich war im Kirchenvorstand, mein Mann war Ältester in der Gemeinde, unsere Kinder gingen an christliche Schulen, unser soziales Leben kreiste um die Kirche und an unserem Auto klebte ein christlicher Aufkleber. Aber in meiner Nachbarschaft konnte niemand einen Unterschied zwischen meinem Verhalten und dem eine Menschen sehen, der Jesus nicht kennt. Auf der Arbeit merkte man meinen Worten und meinem Verhalten nicht an, dass ich anders war als meine Kollegen. Vielleicht hab es einen Unterschied, aber er war nicht so groß, dass er aufgefallen wäre! Ich nahm nicht die Haltung für Gott ein, die ich hätte einnehmen sollen.

Das trifft bei vielen auf uns zu. Wir haben Angst, abgelehnt, isoliert oder verlacht zu werden. Deshalb trauen wir uns nicht, einen klaren Standpunkt zu vertreten und zu sagen: „Ich will keinen schmutzigen Witz hören. Ich bin Christin und ich will nicht hören, wie andere den Namen des Herr missbrauchen. Ich will keine Filme sehen, die in meinem Kopf falsche Bilder hinterlassen und ich will mich nicht jeden Abend nach der Arbeit betrinken. Das alles will ich nicht. Mein Leben und meine Beziehung zu Gott sind mir dafür zu wichtig.“ Das meint der Psalmist, wenn er sagt: „Wie groß ist deine Güte, die du bereithältst denen, die sich bei dir bergen vor den Menschen“ (/Psalm 31:20; ELB).Wir müssen uns mehr um unseren Ruf im Himmel kümmern als um unseren Ruf bei den Menschen. Stehen Sie für Gott ein und schämen Sie sich nie, offen und mutig als Christ zu leben.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Solange ich lebe

David fragt: Was in aller Welt könnte mir zustoßen? In welcher Verfassung könnte ich sein? In welcher schrecklichen Situation würde ich stecken, wenn ich nicht geglaubt hätte, dass „ich noch sehen werde, wie gut Gott ist, solange ich lebe“ (Psalm 27:13)?

Wir sprechen viel darüber, wie es im Himmel sein wird. Das ist wunderbar, aber wir sind jetzt hier auf der Erde. Wir müssen wissen, dass uns jetzt etwas Gutes passieren wird. David glaubte, dass er Gottes Güte sehen würde, solange er noch lebte, nicht erst im Himmel.

Ich freue mich auf den Himmel, aber ich glaube nicht, dass Gott uns auf die Erde gestellt hat, damit wir uns durchs Leben wursteln, bis wir in den Himmel kommen, um dort endlich Freude zu erleben. Jesus sagt: „Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken“ (Johannes 10:10). Gott will, dass wir jetzt schon ein Leben in Fülle haben. Wir können kaum etwas Schlimmeres tun, als ein Leben zu führen, dass wir nicht genießen. Ich habe beschlossen, mein Leben zu genießen, „solange ich lebe“. Ich will mich so sehr freuen, dass der Teufel dadurch frustriert ist.

Ich möchte Sie ermutigen, wie David zu sein und zu glauben, dass Sie Gottes Güte nicht nur „in der künftigen Herrlichkeit“, sondern auch schon schon hier auf Erden jeden Tag in den gewöhnlichen Aktivitäten ihres Lebens sehen und erfahren. Was Sie auch gerade durchmachen, setzen Sie Ihre Hoffnung auf Gottes Güte und erwarten Sie, dass er in Ihrer Situation eingreift. Seien Sie tapfer und guten Mutes. Haben Sie ein Herz, das durchhält. Erwarten Sie dort, wo Sie heute leben – auf dieser Erde, im Land der Lebendigen-, den Herrn. Hoffen Sie auf ihn, rechnen Sie mit ihm.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Eine einzige Bitte

Wenn Sie eine einzige Bitte frei hätten.welche wäre das? David wollte in Gottes Gegenwart sein (Psalm 27:4). Mehr als alles andere wollte er Gott kennen. Er wollte Gott sehen, wie er wirklich ist, und bei ihm sein. Gott zu kennen, ist wirklich die höchste Berufung, die wir haben!

Leider können wir durch die Hektik unseres Lebens so abgelenkt werden, dass wir das Wichtigste vernachlässigen: Zeit mit Gott zu verbringen. An der Geschichte der fleißigen Marta wird dies sehr deutlich (sieh Lukas 10:38-42). Als Jesus zu Besuch in ihr Haus kam, konzentrierte sie sich darauf, die Gäste zu bedienen, aber ihre Schwester Maria unterbrach ihre Arbeit und setzte sich Jesus zu Füßen. Jesus sagte zu Marta, dass nur eines wirklich wichtig sei, und dass Maria das erwählt habe. Maria hatte beschlossen, sich die Gelegenheit nicht entgehen zu lassen, dem Herrn zuzuhören. Marta hatte bestimmt auch die Absicht, Jesus irgendwo in ihrem Terminplan unterzubringen, aber Maria war bereit, zu unterbrechen, was sie gerade tat, und ihren Terminplan um ihn herum zu gestalten.

Wie töricht von uns, dass wir unser Leben damit verbringen, Dinge anzustreben, die uns nicht befriedigen können, während wir den Einzigen ignorieren, den wir wirklich brauchen: Gott! Er kann uns große Freude, Frieden, Zufriedenheit und Befriedigung schenken. Die Welt ist voller Menschen, die versuchen, die Leere in ihrem Inneren mit dem neuesten Auto, einer beruflichen Karriere, einer menschlichen Beziehung, einem Urlaub oder irgendetwas anderem zu füllen. Ihre Bemühungen, in diesen Dingen Erfüllung zu finden, gehen nie auf. Es ist traurig, dass so viele Menschen ihr ganzes Leben vergeuden, ohne es überhaupt zu merken. Sie erfahren nie die Freude, den einzigen zu suchen, den sie wirklich brauchen. Jeder von uns hat ein Loch in sich, dass nur durch Gott gefüllt werden kann. Egal, womit wir es sonst zu füllen versuchen, wir werden leer und frustriert bleiben.

Wenn Gott auf Ihrer Liste der Dinge, die Sie sich wünschen, nicht den obersten Platz einnimmt, möchte ich Sie ermutigen, die Reihenfolge zu ändern und alles andere hinter ihn zu stellen. Wenn Sie ihm bei allem, was Sie tun, den ersten Platz geben, werden Sie gesegnet sein. Ihr Leben in Gott zu investieren, ist das Beste, was Sie tun können.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Sich wohlfühlen

Um ein siegreiches Leben zu führe, müssen wir uns geistlich wohlfühlen. Das klingt vielleicht ungewöhnlich. Ich will eine Geschichte erzählen, um Ihnen zu erklären, was ich damit meine.

1980 arbeitete ich als Pfarramtssekretärin in meiner Gemeinde in St. Louis. Eines Tages wurde ich entlassen. Wissen Sie, warum? Weil ich nicht als Sekretärin arbeiten sollte. Gott segnete mich an diesem Arbeitsplatz nicht.

Sekretärin zu sein, war meine und nicht Gottes Idee. Ich wollte das, aber Gott wollte das nicht. Diese Arbeit passte nicht zu mir, ich fühlte mich darin nicht wohl und hatte keine Gnade dabei. Dieser Job war nicht Teil von Gottes Absichten für mein Leben. Ich sollte nicht an diesem Arbeitsplatz bleiben, weil er andere Pläne für mich hatte.

Wenn wir uns beruflich oder ehrenamtlich mit etwas beschäftigen, das nicht Teil von Gottes Plan für unser Leben ist, ist das, als wollten wir unsere Füße in Schuhe zwingen, die zu klein sind. Es war meine eigene Schuld, dass ich solche Schuhe kaufen wollte. Aber das will ich nun nicht mehr. Ich habe gelernt, dass zu kleine Schuhe unbequem sind, und ich will, dass sich meine Füße wohlfühlen.

Damals wollt ich mich geistlich ebenso wohlfühlen und entspannt sein. Ich wollte, dass sich mein inneres Leben ebenso gut anfühlt, als liefe ich in den bequemsten Schuhen. Ich wollte in meiner Beziehung zu Gott entspannt sein und mich in seiner Gegenwart wohlfühlen. Und ich wollte mich auch im Kontakt zu anderen Menschen gut fühlen und mich nicht vor ihrer Missbilligung fürchten. Alles, was ich damals wollte, habe ich jetzt, weil ich gelernt habe, Gottes Plan zu folgen und nicht meinem eigenen.

Geht es Ihnen genauso? Sind Sie es müde, sich unwohl zu fühlen und an Orten zu sein, die nicht zu Gottes Ruf für Ihr Leben passen? Sind Sie es müde, sich geistlich unsicher zu fühlen und ständig unruhig zu sein?

Ich habe eine gute Möglichkeit für Sie: Gott wird uns den Weg zeigen und es wird uns gut gehen (siehe Psalm 25:12-13). Mit anderen Worten: Wir können uns wohlfühlen, wenn wir Gott ehren, ihn anbeten und das tun, was er für uns geplant hat, statt zu versuchen, unsere eigenen Pläne zu erzwingen oder das zu tun, was wir wollen. Gott liebt Sie, und er hat herrliche Pläne für Ihr Leben. Ordnen Sie sich seinen Plänen und seinen Wegen unter, und Sie werden sich wohlfühlen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Gott erquickt und führt

Der 23. Psalm ist sehr tröstlich. David sagt uns dann, dass der Herr uns führt, versorgt, leitet und beschützt. Er lässt uns ausruhen und gibt uns frisches Wasser und neue Kraft (Ps 23:2-3). Mir gefällt die Übersetzung dieses Verses: „Er gibt mir Kraft“, aber ich liebe auch die poetische Formulierung in der Elberfelder Bibel: „Er erqickt meine Seele.“ Die Seele besteht aus dem Verstand, dem Willen und den Gefühlen.

Mit der Seele verarbeiten wir unsere Lebensumstände, mit ihr setzen wir uns mit unseren Gedanken auseinander, mit ihr empfinden wir unsere Gefühle und bringen sie zum Ausdruck, mit ihr treffen wir Entscheidungen. Was für eine wunderbare Verheißung! Gott wird Ihre Seele erquicken! Das Wort, das im Originaltext steht, bedeutet auch „wiederherstellen, wieder brauchbar machen, etwas wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzen“. Es wird benutzt, wenn ein entmachteter Herrscher wieder in sein Amt eingesetzt wird. Es bedeutet auch: „rehabilitieren, restaurieren oder erfrischen“.

Wir dürfen darauf vertrauen, dass uns Gott auf dem Weg der Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit führt. Ich glaube, David sagt in diesem Psalm, dass Gott jedem von uns persönlich auf dem Weg führt, der für ihn richtig ist – einen Weg, der uns wieder für das Gute brauchbar macht, das Gott für uns vorgesehen hat.

Gott hat einen Weg für Ihre Wiederherstellung vorgesehen. Wenn Sie es ihm erlauben, wird er Sie durch seinen Heiligen Geist auf dem Weg führen, der zu Ihrer Wiederherstellung führt, damit Sie seine großartigen Absichten für Ihr Leben erfüllen können.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Gottes Schöpfung genießen

Durch seine Schöpfung spricht Gott zu jedem Menschen. Auch Menschen, die nicht nach Gottes Willen leben, können falsch und richtig unterscheiden und erkennen, dass es Gott gibt, denn die Natur selbst bezeugt seine Macht und seinen göttlichen Plan (siehe Psalm 19:2-5).

Ich möchte Sie ermutigen, sich die Zeit zu nehmen und das zu betrachten, was Gott geschaffen hat. Die wichtigste Botschaft, die uns Gott durch die Natur sagt, lautet: „Gott existiert.“ Das ist eine entscheidende Offenbarung, denn die Bibel sagt, bevor wir mit Gott irgendwohin gehen können, müssen wir erstmal glauben, dass es ihn gibt: „Ihr seht also, dass es unmöglich ist, ohne Glauben Gott zu gefallen. Wer zu ihm kommen möchte, muss Glauben, dass Gott existiert und dass er die, die ihn aufrichtig suchen, belohnt“ (Hebräer 11:6). Wir können an Gott glauben, denn er hat jeden Menschen eine gewisse Menge an Glauben gegeben (siehe Römer 12,3).

Die allerersten Worte in der Bibel enthalten unsere erste Glaubenslektion: „Am Anfang schuf Gott …“ (1. Mose 1:1). Viele Menschen erkennen an, dass Gott existiert, aber sie haben nicht gelernt, in ihrem täglichen Leben eine Beziehung zu ihm zu haben. Durch Gnade versucht Gott, uns jeden Tag zu erreichen. Wir finden überall Dinge, die uns an ihn erinnern. Überall um uns herum sind Hinweise auf ihn, die uns laut und deutlich sagen: „Ich bin hier.“ Gott will in jeden Aspekt Ihres Lebens einbezogen werden. Wenn er sich die Zeit genommen hat, alle Ihre Tränen aufzufangen und sogar die Haare auf Ihren Kopf zu zählen, interessiert ihn ganz bestimmt auch alles andere an Ihnen.

Jesus fordert uns auf, die Vögel am Himmel und die Lilien auf den Feldern zu betrachten (siehe Matthäus 6:26,28). Darüber nachzudenken, wie Gott die Felder schmückt und für die Vögel sorgt, kann uns daran erinnern, dass er sich um uns noch viel mehr sorgt. Ein schöner Spaziergang in der Natur ist eine großartige Gelegenheit, um eine kurze Auszeit vom Stress unseres Alltags zu nehmen und die Bäume, die Vögel, die Blumen und die spielenden Kinder zu betrachten. Ich möchte Sie ermutigen, sich Zeit zu nehmen, um heute Gottes wunderbare Schöpfung zu bewundern und ihm dafür zu danken, dass er existiert.

Das Leben ist manchmal sehr kompliziert, doch wir können bewusst lernen, die einfachen, aber trotzdem mächtigen und schönen Dinge zu genießen, die Gott geschaffen hat!

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Treue ist wichtig

David bat den Herrn um Hilfe, weil Menschen nicht gottesfürchtig oder treu waren (Ps 12:2). Treu zu sein, ist heute genauso wichtig wie damals.

Wirklich treue Menschen sind schwer zu finden. Menschen, die zu Ihnen halten, auch wenn sie merken, dass Sie nicht perfekt sind. Die Bibel sagt: „Auf einen Freund kann man sich immer verlassen und ein Bruder ist dazu da, dass man einen Helfer in der Not hat“ (Sprüche 17:17). Mit anderen Worten: Ein echter Freund hält auch in Ihren schweren und in Ihren nicht so netten Zeiten zu Ihnen. Heute gib es eine solche Treue und Hingabe kaum noch und das ist sehr traurig. Vielen Menschen entgeht sehr viel, weil sie nicht treu sind und nicht bis zum Ende durchhalten. Noch trauriger ist, dass den meisten nie bewusst wird, welchen unglaublichen Segen sie sich dadurch entgehen lassen.

Im nächsten Vers diesen Psalms sagt David: „Einer belügt den anderen, sie schmeicheln einander, doch ihre Herzen sind nicht aufrichtig“ (Psalm 12:3). Wir brauchen aufrichtige Menschen, die sich von ganzem Herzen für etwas entscheiden und dann auch daran festhalten, ohne zu lügen oder zu schmeicheln. Menschen mit geteiltem Herzen glauben heute dies und morgen jenes. An einem Tag mögen sie uns und am nächsten Tag mögen sie uns nicht mehr. Sie sind vielleicht heute für Sie und morgen schon wieder gegen Sie.

Die Bibel nennt uns viele Beispiele von treuen Menschen. Einer war Mose. Gott sagt von ihm: „Er hat sich in meinem ganzen Haus als treu erwiesen“ (4Mo 12:7). Das heißt, dasss Mose treu die Aufgaben erfüllte, die Gott ihm Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr auftrug, auch wenn ihm vielleicht nicht immer danach zumute war. Mose war so treu, dass er seine Schwester Mirijam und seinem Bruder Aaron auch dann noch liebte und ihnen treu blieb, als sie ihm Vorwürfe machten. Er hatte so einen treuen Charakter, dass er auch dann noch treu blieb, als ihn die Menschen um ihn herum nicht gut behandelten.

Die Bibel sagt uns, dass Gott treu bleibt, auch wenn wir untreu sind (siehe 2. Timotheus 2:13). So sollen wir nach Gottes Willen sein. Wenn alle anderen treulos sind, bleiben wir treu. Wenn Sie den Eindruck haben, Sie wären die einzige Person, die nett ist, die einzige, die sich entschuldigt oder versucht, das Richtige zu tun, dann lassen Sie sich nicht entmutigen. Beschlueßen Sie in Ihrem Herzen, Gott treu zu bleiben und weiterhin die Frucht der Treue zu zeigen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Kopf hoch!

Neben Dingen, die uns nach unten ziehen, gibt es auch andere, die uns aufrichten. Der Psalmist sagt, dass er trotz seiner erdrückenden Situation nicht verzweifelt oder deprimiert ist, weil er sein Vertrauen auf den Herrn setzt, der ihn aufrichtet (Psalm 3:2-4).

Wenn wir niedergeschlagen sind, scheint alles um uns herum auseinaderzubrechen. Wir verlieren Kraft, lassen den Kopf und die Hände hängen und unser Herz wird schwer. Selbst unsere Augen sind gesenkt und unsere Stimme ist leiser. Wir werden niedergeschlagen, weil wir auf unsere Probleme blicken anstatt auf unseren Herrn.

Egal, aus welchem Grund wir niedergeschlagen sind, der Herr ermutigt uns in seinem Wort immer wieder, den Kopf und die Hände zu heben und auf ihn zu blicken. Eines von vielen Beispielen ist Abraham. Er wurde von seinem Neffen Lot benachteiligt, aber Gott forderte ihn auf, den Blick zu heben und sich nach allen Seiten umzuschauen, denn das ganze Land um ihn herum würde ihm und seinen Nachkommen gegeben werden (siehe 1. Mose 13:14). Der Psalmist sagt: „Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe!“ (Psalm 24:7;ELB). Der Apostel Paulus forderte die Menschen auf, beim Beten „ihre Hände rein zu Gott [zu]erheben“ (1. Timotheus 2:8).

Wir tun gut daran, uns heute an diese Anweisungen zu erinnern. Wenn uns Menschen enttäuschen, können beschließen, den Kopf und die Augen zu erheben und auf unsere Möglichkeiten zu blicken, statt auf die Probleme. Statt entmutigt und niedergeschlagen zu sein, können wir Gott vertrauen, dass er uns in eine bessere Situation führt, denn er hat etwas Besseres für uns.

Wir sind vielleicht versucht, zu sagen: „Ach, was hilft das schon?“, und einfach aufzugeben, statt wie Abraham eine neue Richtung einzuschlagen. Aber der Herr fordert uns ständig auf, die Augen, den Kopf und das Herz zu erheben und auf unseren Segen statt auf unsere Probleme zu blicken. Er ermutigt uns, auf uns zu schauen, weil er vorhat, uns im Überfluss zu segnen und wachsen zu lassen.

Egal wie sich Ihr Leben entwickelt hat, Sie haben nur zwei Möglichkeiten: Sie können aufgeben oder weitermachen. Wenn Sie sich entscheiden, weiterzumachen, haben Sie wieder zwei Möglichkeiten: Sie können in Niedergeschlagenheit und Elend oder in Hoffnung und Freude.

Wenn Sie sich entscheiden, in Hoffnung und Freude zu leben, bedeutet das nicht, dass Sie keine Enttäuschungen oder keine enttäuschende Situationen mehr erleben werden. Es bedeutet, dass Sie sich entschieden haben, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Stattdessen erheben Sie die Augen, die Hände, den Kopf und das Herz und schauen nicht auf Ihre Probleme, sondern auf den Herrn, der verheißen hat, Sie hindurchzuführen und Ihnen Segen und Sieg zu schenken.

(Joyce Meyer, Studienbibel)