Edelsteine #32

Als einer, der für den Herrn im Gefängnis ist, ermahne ich euch: Lebt so, wie es der Berufung entspricht, die an euch erging.
(Eph 4:1)

Pauls predigte die Gleichheit im Christentum – Juden und Heiden waren alle gleich und eins in Christus Jesus. Weil er dies predigte, war Paulus ins Gefängnis gebracht worden. Man kann für Christus gefangen sein, aber auch unter diesen Umständen muss man sein leben als Christ führen. Paulus schrieb im Gefängnis viele seiner Briefe. Der Heilige Geist war bei ihm, er war in ständiger Gemeinschaft mit ihm und inspirierte Paulus zu schreiben. Bist du einsam? Dann entdecke, wie Paulus, Jesus in deiner Einsamkeit. Ganz gleich, in welcher Situation du dich befindest, die Gemeinschaft mit Jesus ist immer möglich.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, bevor ich Christ war, wo Langeweile oder Einsamkeit mich ins Unheil trieben. Ich wollte nicht immer die Dinge tun, die ich tat. In der Tat gab es Zeiten, wo ich mit größter Willensanstrengung versuchte, mich gut zu verhalten, und nicht zuließ, dass ich mich nicht selbst in Schwierigkeiten brachte. Aber diese Zeiten hielten nicht lange an, ich glitt schließlich wieder in das alte , schlechte Verhalten zurück, auf das ich nicht stolz bin. Aus all dem habe ich gelernt, dass die Gesellschaft, in der ich mich befinde, mein Verhalten bestimmt.

Es ist erstaunlich wie sich mein Verhalten geändert hat, seit ich anfing, mein Leben mit Christus zu führen Nicht lange nach meiner Bekehrung ging ich zu einem Hotel, um dort mit den alten Kumpels zu trinken. Aber Jesus wollte nicht mit mir in die Bar gehen. So kehrte ich um und ging mit Jesus nach Hause. zu meiner Frau. Es dauerte eine Weile, bis meine Frau diese Veränderung begriff. Der Herr war eine gute Gesellschaft für mich.

Wenn wir mit Christus leben, dann passt sich unser Verhalten dem seinen an. Was für ein Kampf ist es zu versuchen, etwas nicht zu tun, und wieviel leichter wird es, wenn wir mit dem Herrn leben! Er steht uns jede Minute des Tages zur Verfügung, und sein Wunsch ist, sich selbst durch jeden von uns zu offenbaren. Wenn wir ihm die Freiheit geben, dann werden die Tugenden Christi in unserem Leben sichtbar werden. Wenn wir mit ihm unser Leben führen, dann werden wir nicht versuchen müssen, heilig zu sein, weil Jesus Heiligkeit, Demut, Sanftmut und Geduld in uns sichtbar sein werden. Hänge dich an Jesus, Komm ihmmnoch näher, und öffne dich für ihn; dann wirst du dein Leben so führen, wie es der Berufung entspricht.

Ein Edelstein für heute: Unser Leben spiegelt die Gesellschaft wider., in der wir uns befinden. Wenn es also dein Wunsch ist, wie Christus zu sein, dann mache ihn zu deinem besten Freund.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine # 31

Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi.
(Eph 3:8)

Paulus hielt sich selbst für den allergeringsten aller Heiligen. Vielen muss das richtig erschienen sein, wenn sie an Pauls‘ Torheit dachten, wie er die Gemeinde Jesu Christi verfolgt hatte, weil er völlig blind war gegenüber dem Wort Gottes, in dem doch viel vom Kommen des Messias stand. Paulus empfing in Demut und Dankbarkeit das Wort der Gnade, das ihm auf der Straße widerfahren war und ihn auf die Knie geworfen hatte. Dieselbe Gnade war es, die ihm vergab und ihn von aller Sünde reinigte. Die Gnade offenbarte ihm den Sohn, Jesus Christus, und gab ihm das Vorrecht, andere mit dem bekannt zu machen, was er „den unausforschlichen Reichtum Christi“ nannte.

Nach Paulus‘ Begegnung mit Jesus Christus, nach der Offenbarung, die er von ihm empfangen hatte, müssen ihm viele Teile des Alten Testamentes lebendig geworden sein. Das Opferlamm muss ihm als Bild des Lammes Gottes erschienen sein, das die Sünde der Welt wegnimmt. Aus seinem Brief an die hebräischen Christen ist ersichtlich, dass Paulus erkannte, dass die großen Männer des Alten Testamentes – Mose, Melchisedek und Josua – Christus versinnbildlichen.

Diesselbe Gnade, die Paulus auf dem Weg nach Damaskus begegnete, steht auch Dir und mir zur Verfügung. Sie ist da, um uns von aller Sünde zu reinigen und uns in eine wundervolle Beziehung mit dem Herrn Jesus Christus zu führen. Durch die Gnade können uns alle die wunderbaren Bilder und Wahrheiten Jesu in Gottes Wort offenbart werden. Wir brauchen niemals in Unwissenheit darüber zu leben, wer unser Heiland ist. Paulus spricht von seiner Gnade, die ihm unausforschlichen Reichtum gezeigt hatte. Er hatte diesen Reichtum nicht entdeckt, weil er viel danach gesucht hatte oder weil er bestimmte Dinge wusste, sondern weil er den Herrn kannte. Dieser Reichtum ist ein Reichtum des geistlichen Lebens, das uns in Christus gehört und das wir durch unsere Gemeinschaft mit Jesus empfangen. Jeder Tag bietet uns die Möglichkeit, Jesus kennenzulernen, wenn wir bereit sind, alles mit ihm zu teilen, was uns an jedem neuen Tag begegnet.

Ein Edelstein für heute: Wer wirklich den einen, wahren Gott kennt und mit ihm lebt, der wird zum Erben des unausforschlichen Reichtums Christi.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #30

Denn er selbst ist unser Friede, …
(Eph 2:14)

ir erzählte mal jemand von einem großem Bild, das in einer Kunstgalerie hing. Der Künstler hatte eine stürmische Szene eine Gewitters dargestellt. Ein Blitz erhellte die ungeheure Dunkelheit des Himmels. Man konnte fast den Donner hören, aber der Blickfang für die Augen war ein Vogelnest, das fest auf einem starken Ast eines Baumes gebaut war. Dieser Ast beugte sich unter der Wut des Sturmes nieder, soweit, dass man einige kleine Vögelchen sehen konnte, die sich im Nest an den warmen Körper ihrer Mutter schmiegten. Es war offensichtlich, dass das nicht der erste Sturm war, den sie auf dem schwankenden Ast ausgesetzt waren. Obwohl der Himmel schwarz war und ein Blitz drumherum in grelles Licht tauchte, war in dem kleinen Nest Ruhe. Je stärker der Ast im Sturm wankte, desto dichter schmiegten sich die Vögelchen An ihre Mutter. Der Künstler hatte sein Bild „Friede“ genannt. Wenn man sich die vom Sturm gepeitschte Szene anschaute, so war dass kleine Nest im vollkommenen Friede, was das Auge anzog. Die stürmische Szene verschwand im Hintergrund, man spürte die Ruhe, die der Künstler vermitteln wollte.

Unser Leben kann wie dieses Bild sein. Aber Paulus sagt uns, dass Jesus unser Friede ist. Wenn man eins dieser kleinen Vögelchen aus dem Nest genommen hätte, fort von seiner Mutter, dann wäre es der vollen Gewalt des Sturmes ausgesetzt gewesen. Jeder von uns braucht das Nest (Jesus), wenn wir in seinem Frieden Leben wollen. Diejenigen, die täglich Stille Zeit halten, sich zurückziehen, um Gott kennenzulernen, haben ein Nest, in dem die Wut des Sturmes sie nur näher zu Jesus bringt. Der Sturm muss sich vor Gottes Gegenwart beugen, denn Jesus ist größer als Stürme, Prüfungen, Leiden und Angst.

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Den Frieden lasse ich euch zurück, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe ich euch nicht, wie ihn die Welt euch gibt“ (Joh 14:27).Im Epheserbrief sprach Paulus nicht von dem Frieden, den Jesus gibt, sondern davon, dass Jesus selber dieser Frieden ist, der ewig währt. Später im selben Kapitel, sprach Paulus über den Frieden, den Jesus bringt, aber mein lieber Freund in Christus, in deiner täglichen Stillen Zeit in der Kammer kannst du dem nahe kommen, der unser Friede ist, „der höher ist als alle Vernunft.“ Suche nicht nach Frieden, sondern nach dem, der dieser Friede ist, der im wildesten Sturm siegt.

Ein Edelstein für heute: Schmiege dich in der dunklen Nacht und der Mitte des Sturmes an den, der den Sturm mit einem Wort zum Schweigen bringt. „und sich durch nichts beirren lässt. Frieden, ja Frieden gibst du dem, der dir vertraut. “ (Jes 26:3)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #29

…, und es dient zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns durch seinen geliebten Sohn beschenkt hat.
(Eph 1:6)

Wenn ich durch das Land reise und mit den Menschen von der Botschaft erzähle, um deretwillen mich Gott nach Amerika gebracht hat, so überwältigt mich noch immer die Anzahl der Menschen, die hören und antworten. Gott zeigte mit ganz klar, dass dass, was ich den Menschen in diesem Land mitteilen soll, einfacher, unkomplizierter, kindlicher Glaube an Jesus ist. Nicht, dass es dem Volk Gottes an Glauben mangelt, aber es ist möglich, dass der Glaube im Leben und Wachsen der Christen irregeleitet wird. Manchmal ist unser Glaube auf Lehren und Lehrern gegründet oder, noch schlimmer, auf die Bibel selbst, wobei allerdings ihr Autor ignoriert wird, der das Wort ist, das Mensch wurde und unter uns wohnte. Menschen kommen zu mir und bekennen regelmäßig eine Fülle der Erkenntnis Gottes, aber sie haben keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Wenn wir wiedergeborene Menschen sind, dann sind wir Menschen, die Gott ausgewählt hat. Unser himmlischer Vater entschloss sich, uns zu adoptieren. Wir sind nicht einfach in Gottes Familie hineingestolpert. Gott persönlich entschied sich, unser Vater zu sein und uns in seine Familie zu adoptieren. Er hat uns zu Erben seines Königreiches gemacht und will uns nichts Gutes vorenthalten.

Gott sehnt sich danach, dass wir lernen und in dem Wissen wachsen, dass seine Wege nicht unsere Wege sind. Wir können nicht zuviel verstehen von Gottes Wort. Es ist Gottes Absicht für uns, dass wir weise sind, dass wir seine Wege kennen und die großen, göttlichen Wahrheiten seines Wortes studieren. Durch die Bibel sollen wir ein persönliches Gespräch mit Gott führten, dort erfahren wir Führung, Weisheit und, wenn nötig, Korrektur. Wir sollen Menschen der Bibel sein und Menschen, die ihren Gott kennen, aber an diesem Punkt müssen wir anhalten und den heutigen Vers studieren.

Keine dieser wunderbaren Wahrheiten und keine große geistlichen Erfahrung,, ganz gleich, wie viel wir von ihr wissen, macht uns annehmbar vor Gott. Wenn wir in die Gegenwart des Vaters treten, werden wir nicht angenommen wegen unserer Werke, unseres Glaubens oder unserer Heldentaten. Immer, bis zum Ende unseres Lebens, geschieht unsere Annahme vor Gott in dem Geliebten. Wir werden nie soweit wachsen, dass wir den Herrn Jesus Christus nicht mehr nötig haben. Wir sind nie vollkommen ohne ihn, sondern nur vollkommen in ihm. Wenn du eine einfache christliche Erfahrung machen willst, musst du den Weg mit Christus anfangen und aufhören. Wir sind adoptiert aus Gnade, gelobt sein Gott, aber wir sind angenommen in dem Geliebten, Jesus. Darum sieh zu, dass du eine enge Beziehung zu Jesus hast, lerne deinen Freund jeden Tag mehr und mehr kennen.

Ein Edelstein für heute: Jesus ist die Tür zum Vater, und wir werden nur angenommen, wenn wir durch diese Tür gehen.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #27

… Aber David holte sich Mut bei Jahwe, seinem Gott.
(1Sam 30:6)

Als David nach Ziklag zurückkehrte, da hielten er und seine Männer sicher schon nach ihren Häusern Ausschau und freuten sich auf den Willkommensgruß ihrer Frauen und Kinder. Aber welch ein Schrecken befiel sie an der letzten Straßenbiegung! Sie sahen nicht mehr die Stadt Ziklag bis auf den Grund zerstört und Frauen und als Kriegsbeute mitgenommen. „Da erhoben David und seine Leute, die bei ihm waren, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten“ (Kap. 30:4)

Auch die beiden Frauen Davids waren gefangen genommen worden. Er geriet in große Bedrängnis; seine Leute waren zornig auf ihn, machten ihn Vorwürfe und wollten ihn steinigen. Aber jetzt sehen wir die Größe Gottes in diesem Mann. Der Heilige Geist lässt uns sehen, wie er ein Überwinder wurde und den Sieg über diese schwierigen Umstände davontrug. Bevor er in dieser Notlage irgendetwas unternahm, „stärkte er sich in dem Herrn“.
Er hatte wie jeder andere um seine Familie geweint und wusste, wie töricht der Versuch wäre, durch eigene Kraft aus den Schwierigkeiten herauszugelangen. Um einen Ausweg zu finden, „… stärkte er sich in dem Herrn, seinem Gott.“ Wir wissen, dass er ein Meister des Lobpreises war. Vielleicht hat er sein Herz und seine Stimme zu Gott erhoben. Er stärkte sich in Gott, zog aus, besiegte die Amalekiter und befreite alle Familienangehörigen.

Überlege einmal, wie viel besser wir unsere Probleme lösen würden, wenn wir zuerst zum Herrn gingen, ehe wir irgendetwas unternehmen. In ihm ist unsere Hilfe und Zuflucht, und in ihm finden wir Antwort auf all unsere Nöte.

Ein Edelstein für heute: „Wir wissen aber, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten mitwirken lässt, also bei denen, die er nach seinem freien Entschluss berufen hat.“ (Röm 8:28)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine # 26

„Er fragte Jahwe, doch Jahwe gab ihm keine Antwort …“
(1Sam 28:6)

Wenn wir diese drei Kapitel lesen, die von soviel Unglauben, dann bekommen wir gleichzeitig einen Eindruck von Gottes Barmherzigkeit. David verliert den Mut und hört auf, in allem seinen Tun wie bisher von Gott abhängig zu sein. Er schließt sich den Feinden Israels an. Er lügt und findet sich schließlich in der misslichen Lage, gegen sein eigenes Volk kämpfen zu müssen. Aber Gott bewahrte ihn wiederum davor, einen schweren Fehler zu begehen.

Saul gerät in immer schrecklichere Tiefen hinein. Er ist weit von der Haltung entfernt, in der er zuerst David begegnete Bedroht von einem feindlichen Angriff, fühlt er sich unfähig, irgendeine Entscheidung zu treffen. Samuel ist tot, und Gott ist nicht mehr bereit, mit Samuel Verbindung zu halten.Saul nimmt seine Zuflucht zum Spiritismus und gerät tiefer und tiefer in den Ungehorsam, den die Bibel Zauberei nennt.

Findet sich in deinem Leben etwas Ähnliches? Ist dein Leben Tag und Nacht voller Vertrauen auf Gott? Suchst du den Herrn von ganzem Herzen in seinem Wort? Bleibst du gehorsam? Bist du immer sofort bereit, jeden Ungehorsam als Sünde zu bekennen? Nimmst du dein Versagen zum Anlass, alles, was du erstrebst, allein von Gott zu erwarten? Oder besteht dein Leben darin, dass ein kleiner Ungehorsam dem anderen folgt? Dass ein kleiner Unglaube den anderen nach sich zieht, bis dich dieses Nachgeben völlig beherrscht, bis du von Gottes Gnade abgedrängt bist, das Richtig zu tun? Es kann geschehen, dass wir unseren Weg als Christen mit einem nur teilweisen Gehorsam beginnen und niemals zu dem frieden und der Ruhe gelangen, die Gott für uns bereithält.

Wenn der Herr uns nicht mehr antwortet, ist es höchste Zeit, dort anzuhalten, wo wir gerade sind, unser Leben zu durchforschen, unsere Sünde zu bereuen und bei Gott ernstlich die vollständige Erlösung zu suchen. Ein echter Christ wird einen Text wie diesen sehr aufmerksam in sich aufnehmen und sich dazu bringen zu lassen, noch abhängiger von Gott zu werden und ihn von ganzem Herzen zu suchen.

Ein Edelstein für heute: Wenn Gott schweigt, dann versuche zu klären, was deine Verbindung mit ihm blockiert.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #25

… Gesegnet sollst du sein, dass du mich heute davor zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir selbst zu helfen! 
(1Sam 25:33)

David traf eine sehr unkluge Entscheidung. Obwohl es der Wunsch seines Herzens war, Gottes Willen zu tun, gab er doch der Not des Augenblicks nach, nämlich dem Hunger seiner Leute. Davids Männer hatten längere Zeit die Schafherden Nabals sorgfältig beschützt und vor Unglück bewahrt. Eines Tages schickte David Boten zu Nabal mit der Bitte, ihm doch aus seinen großen Vorräten an Lebensmitteln eine Spende zu machen. Aber Nabal zeigte sich roh und abweisend und dachte nicht daran, etwas zu geben. Da wurde David zornig, gürtete sich sein schwert um und zog mit 400 Mann los. Versessen auf Rache, wollte er sich mit Gewalt nehmen, was ihm Nabal nicht freiwillig gewährte.

Nabals Frau war eine echte Frau. Sie erfuhr, wie töricht ihr Mann gehandelt hatte. Sie selbst stellte einen Lebensmitteltransport für Davids Truppe zusammen und machte sich auf den Weg, um ihn zu begegnen. Weil sie David überredete, ihre Spende anzunehmen, verhinderte sie eine schlimme Tat.

David war sehr beeindruckt von Abigajil. Er sagte zu ihr: „… Gesegnet sollst du sein, dass du mich heute davor zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir selbst zu helfen!“ Er erkannte, dass hier Gottes Hand im Spiel war und dass Gott ihm davor bewahrt hatte, im Zorn einen schweren Fehler zu begehen. „Aber so wahr Jahwe, der Gott Israels, lebt, der mich davor bewahrt hat, dir Böses zu tun …“ (1Sam 25:34). Wir mögen zu den Menschen gehören, die ernstlich wünschen, Gottes Willen zu erfüllen. Wenn wir aber diesen Wunsch törichterweise beiseite schieben, dann geraten wir in die Gefahr, etwas zu tun, das dem Willen Gottes gänzlich zuwider läuft. Doch Gott kann uns zur rechten Zeit eine Abigajil entgegenschicken, um uns vor Ungehorsam und Sünde zu bewahren.

Es drängt mich an diesem Morgen, zu irgendjemand zu sagen: Stehe ab von dem, was du tun willst! Mäßige dich und suche Gott! Er weiß Bescheid und kann dich vor einem törichten Unternehmen bewahren.

Ein Edelstein für heute: „Wie glücklich sind die, von denen Frieden ausgeht!“
(Mat 5:9)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #24

David hielt sich hauptsächlich in den natürlichen Bergfestungen der Wüste auf, vor allem im Gebirge der Wüste  Saul war die ganze Zeit hinter ihm her, aber Gott ließ David nicht in seine Hände fallen. 
(1Sam 23:14)

Davids Erfahrungen mit Saul haben uns viel zu lehren. David hatte einen Platz in Gott gefunden, wo er völlig sicher und glücklich war. Niemand konnte dort eindringen. Keine äußeren Umstände konnten ihm diese enge Verbindung mit Gott nehmen, nur Sünde hätte dies bewirken können. Gott hatte David zum König bestimmt, und Samuel hatte ihn gesalbt. Obwohl Saul bewusst war, was Gott beschlossen hatte, jagte er David von einem Versteck ins andere, in ein Dasein der Bedrängnis und des Leidens. Die Geborgenheit in Gott bedeutete für David jedoch mehr als eine Königskrone. Er suchte ständig die Verbindung mit ihm, nicht nur mit der Bitte um Schutz. Aber auch dies gewährte Gott ihm jederzeit. Wenn er Führung brauchte, zeigte Gott ihm den Weg. Aber das Wichtigste war für David, dass er ein Mann Gottes war.

Das Problem „Saul“ war Gottes Sache, und so konnte er damit leben. ER konnte drauf verzichten, den Thron mit Gewalt einzunehmen. Saul klammerte sich weiterhin an das, was Gott ihm einst gegeben hatte. Er empfand keine Reue. Er suchte nicht nach Gottes Hilfe zur Klärung der Schwierigkeiten. Er wehrte sich dagegen, das hinzunehmen, was Gottes Güte ihm geben würde. Saul wollte die Lage mit Kampf klären. Empörung und Ungehorsam verstrickten ihn bald so sehr in Selbstmitleid und Eifersucht, dass er fast eines Geisteskranken glich. Mit der Sünde kann man nur eines tun: Man muss sie bereuen, bevor sie uns gänzlich verstrickt hat in Klatsch und Gerüchte, die uns blind machen und uns schließlich selbst zerstören. Aber Gott sei Lob und Dank: Bei Jesus Christus ist Befreiung.

Obwohl David sich vor Saul versteckt hatte, konnte Jonatan ihn leicht finden. Jonatan erkannte den Willen Gottes an und schaute voraus auf den Tag, an dem er an Davids Seite in der Regierung stehen würde, anstatt seines Vaters Thron zu erben. Er war erfüllt von der Vorfreude auf ein Königreic.h, dass von einem Mann Gottes regiert wurde.

Ein Edelstein für heute: „Alle, die ich gern habe, weise ich zurecht und erziehe sie. Mach darum Ernst und ändere deine Einstellung.“
(Offb 3:19)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine # 22

Als er sah, wer ihm da entgegenkam, verachtete er ihn. David war noch ein junger Mann. … David rief zurück: …  Ich aber komme zu dir im Namen Jahwes, des Allmächtigen …  Jahwe wird dich heute in meine Hand geben …
(1Sam 17:42-45.46)

Der Riese Goliat wagte es, das Volk Gottes zu verhöhnen. Damals hatte Sauls Heer nur wenig Mut, und der ganze Feldzug gegen die Philister war ins stocken gekommen. In dieser Notlage hinein schickte Gott – gleichsam als seine Antwort – David, einen frischen und schönen jungen Mann.

Sei gewiss, dass für jeden Riesen, der es wagt, einen Christen entgegenzutreten, schon ein David bereitsteht, „… denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist“ (1Joh 4:4). Goliat muss für Sauls Kriegsleute ein schrecklicher Anblick gewesen sein, und noch viel riesiger und bedrohlicher sah er David gegenüber aus. David hatte aber schon vorher einige Mut- und Kraftproben bestanden. Als ein Bär die Schafherde, für die er verantwortlich war, bedrohte, da tötete er diesen Bären durch die Kraft Gottes mit seiner bloßen Hand. Ein anderes Mal wurde er von einem Löwen angegriffen, und wiederum erfuhr er die übernatürliche Kraft seines Gottes. Goliat wurde durch Davids Glauben besiegt. In Davids Augen waren die beiden Kämpfer sehr ungleich. Goliat war klein und schwach, verglichen mit seinem Gegner, denn dieser Gegner war Gott selbst.

Im Leben eines Christen gibt es die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten. Entweder können wir in den gegebenen Umständen leben, ohne dabei Gottes Fürsorge zu entdecken, oder wir können auf den einen schauen, der durch alle Zeiten hindurch seinem Volk den Sieg gegeben hat. Löwen und Bären, Börsen und Supermärkte, alles sind sie kleine Gegener für den siegreichen Christen, der auf Jesus schaut, den Sieger über den Tod und die Macht des Teufels.

Stehst du einem Goliat gegenüber? Unser himmlischer Vater kümmert sich um das, was wir brauchen. Irgendwo hält er einen David bereit. Schaue nach ihm aus. Vielleicht sieht er aus wie ein frischer, heranwachsender junger Mann, viel zu klein für deinen Riesen. Der Glaube jedoch nimmt ihn an als von Gott geschickt. Ganz gleich, wie klein und unangemessen er erscheint, Gottes Vorsorge reicht aus.

Ein Edelstein für heute: „Lass dir an meiner Gnade genügen,denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig …“ (2Kor 12:9)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #21

Samuel war tief betroffen und schrie die ganze Nacht zu Jahwe. 
(1Sam 15:11)

Gott flüsterte wiederum in Samuels Ohr und sagte zu ihm: „Es ist mir leid, Saul zum König gemacht zu haben, denn er hat sich von mir abgewandt und meine Befehle nicht befolgt.“ (1Sam 15:11). Der Apostel Paulus sagte eteas Ähnliches, als er an die Christen in Rom schrieb: „…, denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.“ (Röm 3:23). So   wie Saul hinter den Maßstäben zurückblieb, die Gott für das Königsamt aufgestellt hatte, so bleiben wir alle zurück und verlieren seine uns zugedachte Herrlichkeit.

Saul leistete nur teilweise Gehorsam. Er wollte König sein und die Macht eines Königs ausüben. Aber er maßte sich an, in der Abwesenheit Samuels in die Befugnisse eines Propheten und Priester einzugreifen. Gott befahl ihm, die Amalekiter gänzlich, samt ihren Rindern, Schafen, Kamelen und Eseln, zu vernichten. Aber Saul schonte das Leben des Königs Agag und schaffte die besten Rinder, Schafe und Lämmer auf die Seite. Er unterließ es also, Gottes Befehl auszuführen, und darum „reute“ es Gott, Saul zum König gemacht zu haben.

Wir leben in einer Zeit, in der jeder mit seinen eigenen Dingen beschäftigt ist. Viele unserer christlichen Unternehmungen beginnen mit Gottes Offenbarung an uns und enden damit, dass wir nur teilweise ausführen, was er befohlen hat. Leider müssen wir für solch einen unvollkommenen Gehorsam einen teuren Preis zahlen.

Samuel „schrie die ganze Nacht zu Jahwe“ und so war Saul nicht ohne einen Fürsprecher. Auch wir haben einen Fürsprecher und können aus Sauls Fehlern lernen. Wir wollen nicht zögern, uns an Jesus, unseren Fürsprecher und König zu wenden. Wir wollen ihm unseren Ungehorsam bekennen und ihn drängen, dieses Bekenntnis vor den himmlischen Vater zu bringen. Preist den Herrn, dass das Blut Jesu Christi uns von aller Sünde reinigt. Nimm Gottes Vergebung an. Gehe in der Freude über Gottes Güte und Gnade deinen Weg. Wenn wir sehen, wie ein Bruder oder eine Schwester den Worten Gottes nur unvollständig gehorcht, dann wollen wir wie Samuel die ganze Nacht zum Herrn schreien.

Ein Edelstein für heute: Ein unvollkommener Gehorsam bringt nur unvollkommenen Segen und kann zu unserem Untergang führen.

(Tim Ruthven)

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