Edelsteine #20

Jonatan sagte zu seinem Waffenträger: „Komm, wir gehen zum Posten dieser Unbeschnittenen dort drüben. Vielleicht wird Jahwe etwas für uns tun, denn für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind.“  „Tu, was du für richtig hältst“, erwiderte sein Waffenträger, „ich bin immer dabei!“ 
(1Sam 14:6-7)

wir sollten niemals kleine Anfänge verachten. Jonatan hielt eine besondere Eingebung von Gott, die ihn ermutigte, loszuziehen in Richtung auf die Feldlager der Philister. Weil er dieser Eingebung gehorchte, wurde in seinem Herzen der Glaube wach, über den er offen mit seinem Kameraden sprach: „Vielleicht wird der Herr etwas für uns tun, denn es ist für den Herrn nicht schwer durch viel oder wenig zu helfen.“

Ob Jonatan sich wohl an Gideon erinnerte, wie der Herr ihn mit einer sehr kleinen Schar von Männern gegen den Feind schickte? Gott half Gideon durch ein Zeichen aus dem feindlichen Lager; und wir hören, wie auch Jonatan Gott um ein ähnliches Zeichen bittet. Nachdem er durch eine Eingebung veranlasst war, einen Glaubensweg zu gehen, hinein in eine – menschlich gesehen – unmögliche Lage, schaut er jetzt zu Gott auf und bittet ihn, durch ein Zeichen zu bestätigen, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat und dass sein Weg mit Gottes Plänen und Absichten übereinstimmt.

Ermutigt durch dieses Zeichen und unterstützt durch seinen Waffenträger, geht Jonatan zuversichtlich los. In der Überzeugung, jetzt den Willen Gottes zu kennen, wagen es beide, ihre Deckung zu verlassen und sich der Sicht des Feindes auszusetzen. So führen sie einen großen Sieg herbei. Andere Kriegsleute, ermutigt durch Jonatans Glauben, erheben sich ebenfalls gegen den Feind, und so wird das Philisterheer durch den Wunder wirkenden Gott Jonatans überwältigt.

Das offene Wort des Glaubens, das Jonatan aussprach, verschaffte ihm die Unterstützung des Waffenträgers. Gott gebraucht vielerlei Mittel, um unseren Glauben anzuregen und zu stärken, sei es nur durch einen Menschen oder ein Wort. Wie oft habe ich durch diesen täglichen Bibelleseplan eine Eingebung gehabt! Er hat die Zuversicht meines Herzens geweckt, mich bestärkt und bestätigt, so dass ich fähig wurde, mich hinauszuwagen in ein wunderbares Glaubensabenteuer. Gott benutzt sein Wort mehr als irgendetwas anderes, um unseren Glauben zu wecken und zu entfalten.

Ein Edelstein für heute: Unser Waffenträger, Jesus, schenkt uns nicht nur Eingebung und Glauben, sondern er hat schon die Schlacht für uns gewonnen.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #19

Auch ich werde auf keinen Fall aufhören, für euch zu beten! Denn dann würde ich mich an Jahwe versündigen. Ich werde euch weiter den guten und richtigen Weg zeigen.
(1Sam 12:23)

Etwas vom Besten, zu dem Gott uns führt, ist unsere Fürbitte füreinanader. Doch zuerst müssen wir mit unserem eigenen Anliegen vor Gott kommen: dass wir Bekehrung brauchen. Wir müssen wiedergeboren werden und die feste Gewissheit haben, dass Gott unsere Reue sieht und hört. Das Gebet öffnet eine Tür zum Herzen des Vaters. Er lässt uns erfahren, dass wir gereinigt sind durch das heilige Blut. Er schenkt uns Vergebung unserer Sünde und seinen Heiligen Geist.

Wenn wir Gott im Gebet gefunden haben, ist eine Verbindung mit ihm entstanden. Sie soll viel Frucht tragen und zur Reife heranwachsen. Jetzt sollen wir auf die Nöte anderer Menschen um uns her schauen und lernen, in Fürbitte für sie einzutreten. Die Aufgabe Jesu beim Vater im Himmel ist Fürbitte für uns zu leisten. Gottes Wort sagt uns, dass Jesu unser Hohepriester ist, der vor dem Vater fürbittend eintritt. Wir dürfen uns einer ganz innigen Verbindung mit Christus erfreuen, wenn wir uns als Fürbitter mit ihm vereinigen und dadurch an seinem Gebetsamt teilnehmen. Wir beten mit ihm für unser Land, unsere Regierenden, unsere Familien, unsere Pastoren, für die bevorstehenden Gottesdienste, für die verfolgte Gemeinde, für die Armen, für den Frieden Israels und ganz besonders für alle, die noch nicht bekehrt sind. Samuel war ein betender Mensch. In seiner Jugend hatte seine Mutter beständig für ihn gebetet. Samuel selbst lebte im Gebet von seiner Kindheit an, als er den Mund öffnete, um Gott auf sein Rufen zu antworten: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört.“ Samuel betrachtete es als Sünde gegen den Herrn, das Gebet zu vernachlässigen, und seinem anhaltenden Gebet wurde immer wieder Erhörung geschenkt. Wenn wir fürbittend für andere eintreten, gewinnen wir auch für uns selbst großen Trost und Segen. Nimm dir beim Lesen des Wortes Gottes einmal besonders Zeit, das Gebetsleben Samuels kennen zu lernen. Er sah es als Sünde gegen Gott an, in dem Gebet für sein Volk nachzulassen.

Ein Edelstein für heute: „Fragt nach Jahwe und seiner Macht, sucht seine Nähe zu aller Zeit!“ (1Chr 16:11)

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #18

Aber der Herr hatte Samuel das Ohr aufgetan …
(1Sam 9:15)

Als Samuel noch ein Junge war, lag er eines Nachts im Tempel. Plötzlich hörte er, wie sein Name gerufen wurde, und er lief zu dem alten Priester Eli, weil er dachte, dieser hätte ihn gerufen. Aber Eli hatte ihn nicht gerufen und schickte ihn wieder zu Bett. Als Samuel nun in seinem Bett über das Geschehene nachdachte, hörte er wiederum, wie eine Stimme ihn rief. Diesmal war er fest überzeugt, die Stimme des alten Mannes zu hören; aber wieder sagte Eli „nein“ und schickte ihn zurück in sein Bett. Erst beim dritten Mal, als Samuel wegen der Stimme, die ihn rief zu Eli kam, erkannte dieser, dass es Gott war, der zu Samuel gesprochen hatte; und nun lehrte er ihn, für Gott offen zu sein und ihm zu antworten.

Als Samuel herangewachsen war, sprach der Herr oft zu ihm, und jedesmal ermahnte er ihn zu vollem Gehorsam. Als für Gott die Zeit gekommen war, Samuel und Saul zusammenzubringen, da war der Unterschied in der persönlichen Führung der beiden Männer offensichtlich. In Sauls Leben musste Gott besondere Umstände herbeiführen, damit es zu dieser Begegnung kam. Seine Eselinnen liefen fort, und er wurde ausgeschickt, sie zu suchen. Dem Samuel dagegen brauchte Gott nur etwas ins Ohr zu flüstern.

Weil Samuel bereit war für Gott, konnte der Herr ihn als sein mächtiges Werkzeug einsetzen. In unserer Fantasie stellen wir uns oft vor, dass wir zu großartigen Heldentaten zu gebrauchen sind. Aber wir sollten begreifen, dass Samuels Anfang klein war, als er Gottes Stimme hörte, die ihn in der Nacht rief. Wir dürfen die kleinen Anfänge nicht verachten; denn sie sind Gottes bevorzugtes Umfeld. Sind wir zu grpß für kleine Anfänge?

Gott möchte, dass wir durch seinen Heiligen Geist zu seinen Mitarbeitern werden. Wenn wir im Glauben noch neu sind, dann führt er uns durch das Eingreifen in unsere Lebensumstände. Aber wenn wir heranreifen durch Gehorsam auf seinen Wegen, dann lernen wir, auf seine leise, sanfte Stimme zu hören. Ich möchte dich dazu ermuntern, dich dieser leisen sanften Stimme zu öffnen. Und wenn er spricht, dann antworte ihm in kühnem Glauben: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört“ (Kap. 3:9).

Ein Edelstein für heute: Je rascher wir Gott antworten, desto hellhöriger werden wir.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #17

Und sie nannte den Knaben Ikabod, das ist „Die Herrlichkeit hinweg aus Israel!“ weil die Lade Gottes weggenommen war …
(1Sam 4:21)

Unser Text ist ein Wort, das die Schwiegertochter des Priesters Eli auf ihrem Sterbebett sprach. Wir kennen ihren Namen nicht, aber wir können aus ihrem Leben viel lernen. Sie war nicht wiedergeboren, und sie konnte auch nicht erfahren, dass der Heilige Geist Gottes in ihr wohnte. Ihre geistliche Erfahrung beschränkte sich auf das Natürliche. Buße bestand im Ausgießen von Lammblut, und Gottes Gegenwart wurde gesichert durch strengen Gesetzesgehorsam. Damals, lange vor dem Kommen Jesu, durfte nur ein Priester der Allerheiligste betreten, um sich Gott zu nahen, und dies auch nur einmal im Jahr.

Die Frau, von der wir hier lesen, war mit einem Priester verheiratet, der das Allerheiligste betreten durfte. Aber es war ein sündhafter Mann, der nur Böses an seiner Frau und Gott tat. Dieser verachtenswerte Mann schändete das Haus Gottes durch seine Gegenwart und brachte die Priesterschaft in Verruf. Doch während er in Sünde dahinlebte, konnte seine Frau den Glauben bewahren. Der Mittelpunkt in ihrem Leben war Gott. Für sie bedeutete der Verlust der Bundeslade, dass Gottes Herrlichkeit Israel verlassen hat. Sicherlich wusste sie, dass die Bundeslade nicht etwa Gott selbst war. Aber sie war überzeugt von ihrer hohen Bedeutung. Die Bundeslade war für sie etwas sehr Kostbares.

Die Frau war schwanger und erwartete ihre Niederkunft, Als sie nun noch vom Tod ihres Schwiegervaters und ihres Mannes erfuhr, da wurde sie von Wehen überfallen und war bald dem Tode nahe. Die Hebamme versuchte sie mit der Nachricht zu erfreuen, dass sie einen Sohn geboren hatte. Aber die Sterbende konnte nur noch die Aufgabe erfüllen, ihrem Kind einen Namen zu geben. Sie nannte ihn Ikabod; ein Name der Trauer, der bedeutet: „Es ist aus mit Gottes Herrlichkeit“. Ihr Volk war besiegt, die Männer der Familie waren tot; sie selbst lag im Sterben. Aber ihr Herz trauerte nur über das eine: „Die Herrlichkeit ist hinweg aus Israel! – weil die Lade Gottes weggenommen ist.“

Denke einmal darüber nach, was wäre, wenn wir die Zeichen der Herrlichkeit Gottes entbehren müssten, die uns von Gott gegebenen Formen unseres Glaubens – wie Abendmahl, Taufe und Wort. Ist uns das alles so kostbar, wie die Bundeslade, dies Zeichen der Herrlichkeit Gottes, für Elis Schwiegertochter war? Nutzen wir alles, was Gott uns gegeben hat, um ihn zu verherrlichen?

Ein Edelstein für heute: Ein Leben ohne die wahre Kenntnis Gottes ist zu beklagen, weil es Gott nicht verherrlichen kann.

(Tim Ruthven)

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Edelsteine #16

Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ich bin ein betrübtes Weib.
(1Sam 1:15)

Elkana hatte zwei Frauen. Die eine von ihnen, mit Namen Hanna, konnte keine Kinder bekommen. Peninna, die zweite Frau, die mehrere Kinder hatte, kränkte und reizte Hanna fortwährend wegen ihrer Kinderlosigkeit und machte ihr das Leben schwer. Daher hatte Hanna immer ein bekümmertes und betrübtes Herz.

Wir begegnen in der Gemeinde Christi immer wieder Menschen, die, wie Hanna, ein betrübtes Herz haben; es ist aber ganz falsch sie nach ihren äußeren Erscheinen zu beurteilen. Hanna war trotz ihres betrübten Herzens eine fromme Frau mit einem reichen Gebetsleben. Während sie im Haus Gottes betete, erfuhr sie Missverständnis und Tadel; aber das ließ keinen Ärger in ihr hochkommen. Der Priester Eli warf ihr vor, sie sei betrunken, aber ihre Antwort war sanft und ehrerbietig und sie ertrug den Tadel ohne Groll.Mit einfachen Worten bekannte sie, dass sie einen großen Kummer habe. Hanna war aufgeschlossen für Gottes Wort und ließ sich durch den alten Eli nicht beirren. Als sie ihn sagen hörte: „… Geh hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast“ (Kap. 1:17), da wurde sogleich der Glaube in ihr wach. Und als sie weiterging, war ihre Miene nicht mehr traurig. Am anderen Morgen stand sie sehr früh auf und betete zu Gott.
Wenn wir diese Frau verstehen, können wir etwas über die Führung eines geheiligten Lebens lernen. Ihr Kummer war groß. Und doch: als ein Priester Gottes ihr ein ermutigendes Wort sagte, da erwachte sogleich ihre Zuversicht, und sie war nicht länger traurig. Nach der Geburt Samuels, des verheißenen Kindes, hielt Hanna ihr Gelübde und erzog in Treue ihren kleinen Sohn, der ein Prophet Gottes werden sollte.

Wir wollen uns nicht über eine betrübte Miene täuschen lassen. Vielleicht entdecken wir, dass hinter einem solch traurigen Aussehen ein schönes Kind Gottes verborgen ist.

Ein betrübtes Herz ist keine Gabe des Heiligen Geistes. Wir wollen es uns nicht wünschen, wollen es aber auch nicht verachten. Jesus selbst wird „ein Mann der Schmerzen“ genannt. Wir wollen nicht in den Fehler Elis verfallen, der über Hanna nach ihrer äußeren Erscheinung urteilte.

Ein Edelstein für heute: Die äußere Erscheinung ist für Gott nicht wichtig, weil er die Gedanken und Regungen des Herzens kennt.

(Tim Ruthven)

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Einschub: Edelsteine #15

Mein Lieber, ich wünsche, dass dir in allen Dingen gut geht und dass du gesund bist, so wie es deiner Seele gut geht.
(3Joh 3)

Weil Johannes Gajus liebte, wünschte er Gottes Bestes. Obwohl es seiner Seele gut ging, wünschte Johannes Gajus auch Gesundheit, und dass es ihm in allen Dingen gut ginge. Wenn dies Gottes Bestes für Gajus war, dann muss Wohlergehen und Glück auch sein Bestes für uns sein.

Aber das vorrangige Wohlergehen ist in unserer Seele. Gott kann uns materiell nur nach dem Maß unseres geistlichen Gedeihens segnen. Die wahre Frage ist, ob Gott uns Wohlstand anvertrauen kann. Es geht nicht darum, ob wir mit dem Wohlstand, den er uns gibt, das Richtige tut.

Was motiviert unser Wunsch nach Erfolg? Ist es ein selbstsüchtiges Motiv, oder steht Gier und Stolz dahinter? Werden wir demütig und völlig abhängig von Gott bleiben, wenn er uns Erfolg geben wird? Ist unser wahres Motiv das, dass wir den Herrn Jesus Christus verherrlichen wollen? Werden wir unsere Erfolge nehmen und das Richtige mit ihnen tun? Wenn du zuerst geistlich gewachsen bist und deine Seele völlig den Heiligen Geist, der in dir wohnt, unterworfen hat, so dass du lebst, um Gottes Willen zu tun, anstatt deinen Eigenwillen zu dienen, dann wird deine Antwort auf diese letzten Fragen ein Ja sein.

Bei der Flucht aus Ägypten hatten die Kinder Israels materielle Güter bei sich. Als Mose sie eine Zeit lang verließ, um bei Gott auf dem Berg zu sein, da brachte der Mangel an geistlicher Reife die Israeliten dazu, ihren selbstsüchtigen Wünschen Raum zu geben. Sie gebrauchten ihren materiellen Reichtum, den Gott ihnen gegeben hatte, dazu, um ein goldenes Kalb zu gießen, einen von ihnen selbst gemachten Gott, der ihre religiöse Phantasie befriedigen sollte. Wenn man einen zehnjährigen Jungen ein Auto gibt, so bedeutet das nicht Wohlstand, sondern Selbstmord. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Mat 6:33).

Ein Edelstein für heute: Das Wesen des Wohlstandes hat zwei Seiten. Für die, die geistliche Reife besitzen, kann er ein Segen sein.

(Tim Ruthven)

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Einschub: Edelsteine #14

Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben … Wer bei der Lehre Christi bleibt, der hat den Vater und den Sohn.
(2Joh 8,9)

Gott will so viel für uns tun. Er sehnt sich danach, sich selbst und seine Liebe in uns zu offenbaren und aus uns in Christus eine neue Schöpfung zu machen. Er will eine neue Natur in uns schaffen, die die Herrlichkeit Jesu widerspiegelt. Unser Verstand kann sich nicht einmal die Hälfte von dem vorstellen, was Gott für uns bereithält. Aber alles, was Gott tun kann, ist an die Bedingung geknüpft, dass wir das tun. Wir müssen jedem seiner Wünsche gehorchen und seinen eigenen Willen mit seiner Selbstsucht und dem Wunsch, eigene Wege zu gehen, überwinden. Das größte Hindernis für unser geistliches Wachstum, das ich kenne, ist unser eigenes Ich und nicht die Welt oder der Teufel, obwohl beide uns versuchen. Trotzdem vertraut uns Gott weiterhin. Er lässt uns viele wunderbare Dinge für ihn tun.

„Seht euch vor,“ schrieb Johannes. Er wusste, dass Gottes Verheißungen an Bedingungen geknüpft sind. Er wusste auch, wie gerne der Vater gibt, und kannte seinen Wunsch, uns zu segnen. Wenn wir bei der Lehre Christi bleiben, und in ihr leben, dann werden beide, der Vater und der Sohn, in uns wohnen. Gott wird unser Herz zu seinem Wohnort machen. Gottes Wort ist voller Verheißungen. Gott will, dass wir gesund sind und dass unsere Liebe füreinander reicher wird. Er möchte, dass es uns an nichts Gutem fehlt. Gott steht uns Tag und Nacht zur Verfügung. In Matthäus 28:20 sagt Jesus: „Siehe ich bin bei euch alle Tage …“ Er ist treu.. Er verheißt uns, für all unseren Mangel zu sorgen, und tritt für uns ein. Obwohl Gott uns noch mehr geben will, als wir uns ausdenken und erbitten können, hält es Johannes für nötig, uns zu waren: „Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben.“

Nach dieser Warnung gibt uns Johannes ein Gegenmittel, dass uns von jeder Möglichkeit des Rückfalls retten wird. Der Christ, der Gottes Segen erbittet für Aktionen, die er selbst begonnen hat, ist ein Christ, der schließlich versagen wird. Er bittet um Gottes Versorgung, damit er seinen eigenen Willen tun kann, er vertraut seiner eigenen Fähigkeit, ein eigenes christliches Leben führen zu können. Aber die Antwort sieht anders aus. Wir müssen uns vorsehen, wir dürfen nicht unsere Fähigkeit, Gottes Willen zu erfüllen, vertrauen. Darum müssen wir im Vater und im Sohn bleiben. Dann wird all dein Vertrauen und deine Hoffnung in Gottes Fähigkeit liegen, dass er dich bis zum Ende retten wird. Lerne schnell, dass du es nicht kannst, dass aber Gott es kann! „Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2:20). Hat Jesus nicht selbst gesagt: „Aus mir selbst kann ich nichts tun“? Wenn du deinen eigenen Willen Gottes Willen unterworfen hast, dann vermagst du jetzt alles durch den, der dich stark macht.

Ein Edelstein für heute: „Ich gebe ihnen das ewige Leben, und niemals werden sie umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ (Joh 10:28).

(Tim Ruthven)

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Einschub: Edelsteine #13

Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren, und wer den Vater liebt, der liebt auch den, der aus ihm geboren ist.
(1Joh 5:1)

Eines Tages, als Jesus an die Küste von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: „Für wen halten die Leute den Menschensohn?“ Nachdem er verschiedene Antworten gehört hatte, fragte er weiter: „Für wen haltet denn ihr mich?“ Als Petrus ihm antwortete: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“, da sagte Jesus zu Petrus: „Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel“ (Mt 16:13, 15-17).

Es ist Gott, der Vater, der uns den Sohn offenbart. Die Bibel sagt uns, dass Gott uns zum Sohn zieht, dass er uns den Sohn gibt. Satan und seine Dämonen wissen, wer Jesus ist, und in der Bibel steht, sie zittern. Aber Johannes spricht von mehr als nur davon, zu wissen, wer Jesus ist. Wie Petrus spricht auch Johannes davon, Jesus als Christus, den Gesalbten, den Messias zu kennen. Es ist möglich zu wissen, dass Jesus die Menschen von der Sünde und ihren Folgen rettet. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn man weiß und glaubt, dass Jesus jeden von uns persönlich davon rettet. Wenn Jesus dein Messias ist, dem du vertraust, dass er dich rettet, dann rettet er dich dadurch, dass er in dir wohnt. Sein Geist kommt von oben herab und wird eins mit deinem Geist. Eine geistliche Vermählung hat stattgefunden, und durch Vereinigung wohnt Jesus durch Geist in deinem Herzen. Dies ist deine Wiedergeburt. Du kannst nicht anders als Jesus zu lieben. Liebe ist sowohl die natürliche als auch die geistliche Antwort an den Christus, der in unserem Herzen Wohnung genommen hat.

Johannes sagt, wenn du den liebst, der dich gerettet hat aus dem du von neuem geboren bist, dann wirst du auch die anderen lieben, die die gleiche Erfahrung gemacht haben wie du. Du brauchst dich nicht einmal anzustrengen, weil dein gereinigtes Herz dies sofort tun wird. Dein Geist erkennt andere Gläubige, und in dir ist eine unmittelbare, mühelose Liebe für die, die aus Gott geboren sind. Gott hat diese Liebe für die Brüder und Schwestern in dein Herz gegeben. Aber es liegt an uns, diese Liebe zu bewahren und unser Herz vor Gott rein zu halten. Wenn uns unser Ärger und unsere Abneigungen in den Weg geraten, müssen wir dies bekennen und Vergebung empfangen. Keine andere Haltung als die der Liebe gegenüber anderen Gläubigen ist zu rechtfertigen. Wir müssen sie lieben, so wie Gott uns liebt.

Ein Edelstein für heute: „Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet“ (1Joh 4:12)

(Tim Ruthven)

Einschub: Edelsteine #12

Darin ist die Liebe bei uns vollendet, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
(1. Johannes 4:17)

Es wird ein Tag kommen, an dem unsere Werke und unser Leben geprüft werden (1Kor 3:11-17). Welchen Grund haben wir gelegt? Welches Material haben gebraucht, mit dem wir darauf bauen? Wir es die Prüfung des Feuers bestehen? „Wird jemandes Werk bleiben, das er da gebaut hat, so wird er Lohn empfangen“ (1Kor 3:14). Meine Freunde, Jesus Christus und seine Liebe für uns muss der Grund unseres Lebens werden. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat. Die Stärke dieses Gebäudes, dieses Heiligtums, das wir sind, muss der Heilige Geist Christi sein, der in uns wohnt. „Denn der in uns ist, ist größer als der, der in der Welt ist“ (Vers 4). Das Geheimnis unserer Stärke ist der Geist Christi, der in uns lebt und die Welt überwindet. Das bedeutet, dass die Welt uns nicht mehr besiegen kann. In uns ist der Heilige Geist, der Gottes Liebe in unser Her ausgießen kann, die Liebe, die alles Verstehen übersteigt. Welche Not kann diese Kraft überwinden?

Die Liebe wird bei uns vollendet. An diesem Tag, wenn wir als Christen nach jenen Werken gerichtet werden, werden wir mit großer Zuversicht vor Gott stehen, weil wir auf seine Liebe vertrauen, die bei uns zur Vollendung kommt. Es ist die Art von Liebe, die unsere Frucht austreibt und uns befähigt, Gottes Gebote zu halten und einander zu lieben, so wie Gott uns geliebt hat. Wenn Gott in uns wohnt, dann wohnt die Liebe auch in uns, denn Gott ist Liebe. Das Herz, dass durch Gottes Gnade auch liebt, ist von Gott geliebt. Gottes Liebe lässt uns das Wort erkennen, das Mensch wurde und unter uns wohnt, „denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt“:

Johannes fährt fort: „Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott und hasst seinen Bruder, so ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?“ (Vers 20). Es ist besser, dass wir uns selbst richten als unseren Bruder. Prüfe dich selbst, und sieh, ob du irgendeine Art von Bitterkeit oder eine falsche Haltung in dir trägst, z.B. Neid oder Eifersucht. Manchmal dringt das Wort Gottes und sein Urteil über uns nicht in uns ein. Dann ist es hilfreich, wenn wir uns sorgfältig zu hören, was bei Unterhaltungen aus unserem Mund kommt. So können wir prüfen, was wir sagen, und es an Gottes Liebe messen. Sind unsere Worte von Gottes Liebe erfüllt, sind sie ein Ausdruck seiner Liebe? Wenn das so ist, dann lässt Gott durch seine Liebe in uns ein Werk zur Vollendung kommen, das bis in die Ewigkeit in Ewigkeit bleiben wird. Wenn unsere Worte kein Ausdruck der Liebe Gottes sind, dann sollten wir die Sünde der Bitterkeit bekennen oder alles andere, von dem wir erkennen, dass es Gottes Liebe im Weg steht. Wir sollten uns von allem reinigen lassen, durch das wir etwas aufbauen, was im Gegensatz zu Gottes Willen steht. Gelobt sein Gott, heute ist für dich ein Tag der Reinigung, damit du am Tag des Gerichts mit großer Zuversicht vor Gott stehen kannst.

Ein Edelstein für heute: „Die Liebe, die Jesus als Grund in unser Leben gelegt hat, soll durch jeden von uns hindurchscheinen. Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid?“ (1Kor 3:16)

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Einschub: Edelsteine #11

Seht, welch große Liebe uns der Vater darin erwiesen hat, dass wir Gottes Kinder heißen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht.
(1Joh 3:1)

Ich war mit Menschen aus der Welt zusammen, die meine Freundschaft wollten und danach strebten, in meiner Gesellschaft zu sein. Ich habe ihr Unbehagen beobachtet. Es war keine Überführung der Sünde, sondern einfach ein Unbehagen, weil sie ihn, Jesus, nicht kannten. Das Traurigste ist, wenn man weltlich Christen sieht, wiedergeborene Gläubige, die ein starkes Verlangen nach Dingen dieser Welt haben, obwohl sie die Gnade Gottes empfangen haben, Die Welt hat sie so sehr in den Griff bekommen, dass schließlich die Werke dieser Christen nicht mehr unsere Werke sind. Das, wonach wir streben, unterscheidet sich, und wir verursachen ihnen sogar Unbehagen. Sie kennen uns nicht.

Was für eine Liebe ist das, die der Vater uns darin erwiesen hat , dass wir Kinder Gottes heißen sollen? Es stört mich kein bisschen, wie weltliche Menschen mich bezeichnen, weil mich der Vater einen Sohn Gottes genannt hat. Darum strebe ich weder nach dem, wozu mich die Welt ruft, noch denke ich, dass de Dinge in mein Herz der Welt viel wert haben. Der Vater hat sein Wort in mein Herz geflüstert. Er hat es dorthin hineingeschrieben und mir die Gewissheit gegeben, dass ich ein Sohn Gottes bin. Die Welt muss wohl von mir denken, dass nicht viel los ist mit mir, weil ich weder Lob noch ihre Zustimmung suche. Ich habe erlebt, dass sowohl die weltlichen Christen als auch die Kinder der Welt sich wundern, woher das Geld kommt, dass ich zur Verfügung habe.Sie versuchen mit ihrem Verstand zu begreifen, wo die Mittel für meine Reisen herkommen. Sie arbeiten härter und härter, um den Reichtum der Welt zu erlangen, aber ich brauche ihn nicht. Sie selbst wissen nichts von der Sohnschaft und der praktischen Versorgung des Vaters. „Darum kennt uns die Welt nicht.“

Die Welt sieht uns an und beurteilt nach dem, was sie sieht; sie weiß nicht, dass „wir schon Gottes Kinder (sind); doch es ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (Vers 2). O, liebe Christen, jetzt seid ihr Kinder Gottes. Gerate nicht in die Falle der Welt, beurteile dich nicht selbst nach der äußeren Erscheinung. Gott hat dich sein Kind genannt und dich zu seinem Kind gemacht und durch die Erlösung des Herrn Jesus Christus. Der Geist der Welt wird Widersprüche sehen und versuchen, dich zu verwirren. Aber der Geist Gottes erinnert uns daran, dass die Welt uns nicht kennt. „Wir sind schon Gottes Kinder; doch es ist noch nicht offenbar geworden; was wir sein werden. Wir wissen aber: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein.“

Ein Edelstein für heute: Beurteile das, was Gott noch vollenden wird, nicht nach dem äußeren Anschein.

(Tim Ruthven)

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