Einschub: Edelsteine #10

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. (1Jo 2:1)

Johannes spricht zu denen, die noch jung sind im Glauben. Aber im vorhergehenden Kapitel macht er sehr deutlich, dass er an jene Christen schreibt, mit denen er Gemeinschaft hat in seiner Beziehung zum Vater und zu dem Herrn Jesus Christus. Johannes schreibt denen, mit denen er Gemeinschaft hat, damit sie nicht sündigen.

Eine Zeit lang lebten meine Frau und ich mit einer Gruppe von sehr jungen Christen zusammen: Wir hatten die Verantwortung für ihr geistliches Wachstum. Wegen der Umstände, aus denen sie kamen, waren sie nicht in der Lage, hinauszugehen und sich , dass er uns versorgte Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Darum vertrauten Marjorie und ich völlig auf dem Herrn, dass er uns versorgte, so dass wir wiederum diese Menschen versorgen konnten. Wir beteten wirklich um jedes einzelne Nahrungsmittel Punkt für Punkt eine Liste durch und durften mit Begeisterung sehen, wie Gott uns ein Wunder nach dem anderen zwei Jahre lang mit Nahrung versorgte. Aber ab und zu stoppte der Lebensmittelfluss. Auch extra Gebetszeiten und Fasten änderten nicht daran. Doch dann wurde jemand in der Gemeinschaft der Sünde überführt und bekannte dies öffentlich. Wir reinigten uns in Bekenntnis der Sünde, als ob es unsere eigene wäre, und baten um Gnade und Vergebung für den Bruder oder Schwester. Die Gemeinschaft, die wir erfuhren, war die Frucht unserer Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn, unserem Fürsprecher, der dem Vater unsere Bitten brachte. Es fand eine Reinigung statt, die wir alle spürten und die für uns alle ein Segen war. Gott war durch Jesu Blut der Sünde mit Gnade und Liebe begegnet. Wir sahen den Beweis dafür, dass Jesu Fürsprache Erfolgt gehabt und dass eine Reinigung stattgefunden hatte. Dieser Beweis lag darin, dass der ständige Strom der Nahrungsmittel wieder zu fließen begann. Weil wir für unsere physischen Bedürfnisse beten mussten und Gott uns auf diese Weise mit Nahrung versorgte, wurde unsere Gemeinschaft mit Gott sehr eng. Und für ihn wurde es sehr leicht, unsere Aufmerksamkeit zu erlangen. Unsere Herzen wurden reingehalten vor dem Herrn, und Sünde durfte nicht in unserer Gemeinschaft bleiben. Was für ein Trost war es zu wissen, dass Jesus, unser Fürsprecher, uns ständig zur Verfügung stand. Er ist immer bereit, unser Fürsprecher zu sein, damit seine Gerechtigkeit in unserer Gemeinschaft regiert.

Ein Edelstein für heute: Jesus hat uns nicht nur von unserer sündigen Natur befreit, sondern er lebt jetzt, um für uns als Fürsprecher beim Vater einzutreten.

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Einschub – Edelsteine #9

Was wir also gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; wir haben aber Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen ist. (1Joh 1:3-4)

Johannes schrieb nicht eine Theologie oder eine Theorie über Gott. Er schrieb über die Wirklichkeit des Christus, der Mensch gewesen war wie er. Johannes erklärte, dass er alles das, was die anderen Christen über Jesus gehört hatten, mit seinen eigenen Augen gesehen hatte. Das, worüber Johannes und andere schrieben, die wunderbaren Wahrheiten, von denen Jesus geredet hatte, das hatte Johannes mit eigenen Ohren gehört. All diese Dinge hatte er den anderen verkündet. Er hatte von Jesu Geburt, seiner Familie, seinem Wirken, seinen Wundern, seinem Tod und von seiner Auferstehung berichtet. Durch all das konnten die Christen, denen er schrieb, Gemeinschaft haben.

Johannes hatte viele Jahre lang Jesus als den Messias verkündigt, über die Gemeinden gewacht und sich um ihre Nöte gekümmert. Als er alt war, schrieb er das Herzstück des Evangelium, über das Geheimnis Gottes. Er sagte: „Wir haben aber Gemeinschaft mit dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus.“ Vielleicht haben wir Johannes um seine wunderbare Erfahrung beneidet, weil er mit Jesus leben und umherziehen konnte. Wenn wir Johannes gewesen wären, dann hätten wir jedes Wort, das Jesus gesagt hatte, wie ein Schatz gehütet und von diesen wunderbaren Wahrheiten erzählt – dessen bin ich sicher. Aber Johannes sagte ganz klar, dass seine wahre Freude aus der gegenwärtigen Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn kam. Wir können von den Jahren lesen, die Jesus mit seinen Jüngern lebte. In dieser Zeit lehrte er sie und bereitete sie auf die Wahrheit vor, die bis zum Enden der Erde verkündigt werden würde. Er zeigte ihnen, wie sehr ihm Gottes Volk am Herzen lag. Aber als Johannes seinen Brief schrieb, sagte er, dass seine Freude dadurch vollkommen war, dass er Gemeinschaft mit den Menschen aus Gottes Volk hatte, die seine Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn teilten.

Es ist heute noch genauso: Wir müssen die Bibel lesen und sie studieren und Erleuchtung empfangen über das Wesen des Vaters und des Sohnes und ihre Einzigartigkeit. Die Bibel hilft uns, in Dankbarkeit Gottes Treue zu erkennen. Er erfüllt unser Herz und unser Leben mit dem Geist seines Wortes und lässt in uns seine göttliche Natur wachsen. Aber unsere wahre Freude, die wir in unserem Leben als Christ haben, kommt aus der Gemeinschaft, die wir mit dem Vater und seinen Sohn Jesus Christus haben. Diese Freude, die wir in unserem Herzen verankert, wird widergespiegelt in der Freude der Gemeinschaft, die wir täglich miteinander haben.

Ein Edelstein für heute: Die Gemeinschaft, die wir miteinander haben, spiegelt unsere Gemeinschaft mit Gott wider.

(Tim Ruthven)

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Einschub: Edelsteine #8

Und Jesus sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; aber Gott wird euch gnädig heimsuchen und aus diesem Lande führen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zu geben geschworden hat.
(1Mo 50:24)

Josef rechnet mit dem Segen, den sein Vater Jakob ihm auf seinem Sterbelager gegeben hat. Auch geht er ins Grab im Glauben an die Verheißung Gottes. Er ermutigt seine Familie, vorwärts zu schauen bis hin Tage, an dem Gott sie aus Ägypten herausführen wird in das verheißene Land Kanaan.

Die Verheißungen Gottes formten und gestalteten ihr Leben. Alles, was sie taten, stand in Beziehung zu den Verheißungen Gottes. Ihr Leben und ihr Sterben war verbunden mit dieser Verheißung. Ihr Vertrauen darauf wurde ihnen angerechnet als Gerechtigkeit. Es musste sehr schwer für sie gewesen sein, während der vielen schwierigen Ereignisse die Verheißung im Auge zu behalten. Sie mussten annehmen, dass Gott sehr weit von ihnen entfernt war; aber dennoch machten sie seine Verheißung zum Mittelpunkt ihres Lebens.

Was wäre wohl geschehen, wenn Josef die Verheißung, die Gott seinem Vater gegeben hatte, beiseite geschoben hätte? Was wäre geschehen, wenn er sich verlassen hätte auf die Gunst derer er sich beim Pharao erfreute, oder auf seine Stellung als Regent des Landes oder auf sein Ansehen beim Volk? Denn er war ja der einzige, der die Weisheit und Voraussicht gehabt hatte, die Hungerjahre vorzubereiten. Wo wäre Josef geblieben, wenn er sich nur auf sein Reichtum verlassen hätte und wenn seine irdischen Güter das einzig gewesen wären, was er seinen Kindern vererbt hätte? Aber nein, all diese Dinge hatten für ihn keine Beständigkeit und Sicherheit. Das einzig sichere und wertvolle Erbe für seine Kinder bestand in ihrer Beziehung zu dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, Durch diese Vorfahren wurde ihnen ein reiches Erbe hinterlassen, nämlich das Wort Gottes. Gottes Wort war ein Wort, auf das sie bauen konnten im Leben und im Sterben,. In ihren Herzen lebte die Gewissheit, dass Gott sich immer wieder seines Volkes annehmen würde, um die Verheißung zu erfüllen.

Josef gab seiner Familie die Weisung, sich nicht um sein Begräbnis zu bemühen, bevor nicht Gott seine Verheißung erfüllt hätte. Sein Vertrauen auf Gottes Wort reichte über seinen Tod hinaus: „… Ich sterbe, aber Gott wird euch gnädig heimsuchen und aus diesem Lande führen …

Wirst du dem Tode entgegengehen mit der lebendigen Verheißung Gottes in deinem euch Gott heimsuchen wird, so nimmt meine Gebeine mit von hier“ (1. Mose 50:24 u. 25).

Wirst du dem Tode entgegengehen mit der lebendigen Verheißung Gottes in deinem Herzen? Wirst du dem Tode entgegengehen mit dem glaubenden, verlangenen Ausschauen nach der Auferstehung vom Tode? Das letzte Wort hat nicht der Tod, sondern Gott selbst mit seiner Verheißung.

Ein Edelstein für heute: „Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen“ (Spr 30:5)

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