Wann wir schweigen sollten

In Marias Leben sind folgenschwere Dinge geschehen. Sie war ein nettes, , gewöhnliches Mädchen und liebte Gott. Dann erschien ihr ein Engel Gottes, der ihr sagte, dass sie die Mutter von Gottes Sohn werden würde.

Da muss sie an Josef gedacht haben, den Mann, mit dem sie verlobt war. Bestimmt überlegte sie, wie sie ihm das erklären sollte und wie er reagieren würde. Sie wird sich auch gefragt haben, ob ihre Eltern und Freunde ihr diese Geschichte glauben würden.

Die Zeit verging und sie bekam das Kind. Ein Engel hatte mittlerweile Josef die Sache erklärt. Nach der Geburt erschien ein Engel Hirten, die in der Nähe waren, und sagte ihnen, wo sie den neugeborenen Retter finden würden. Sie gingen hin und berichteten, was sie erlebt hatten. Maria dagegen erzählte es nicht weiter. Sie „bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen und dachte oft darüber nach“ (Lukas 2:19)

Was Maria dachte und fühlte, behielt sie für sich. Dem Engel, der zuerst mit ihr darüber sprach, antwortete sie: „Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden (Luk 1:38).

Wenn Gott uns etwas sagt, ist es meiner Ansicht nach oft gut, das für uns zu behalten. Von ihm kommt das Vertrauen, zu glauben, was er uns gesagt hat. Wenn wir es aber anderen erzählen, könnten sie sich fragen, ob wir uns da nicht gründlich irren.

Sie hätten mal hören sollen, was manche Leute mir antworteten, als ich ihnen erzählte, dass Gott in meinen Herzen gesprochen und mich mit einem Verkündigerdienst beauftragt hatte. Sie kannten meine Geschichte und wussten, wie es mir zu der Zeit ging, und ermutigten mich in keinster Weise.

Entmutigung statt Ermutigung ist etwas, dass entstehen kann, wenn wir anderen zu viel erzählen. Andere haben nicht immer das Vertrauen, um glauben zu können, was Gott uns gesagt hat.

Wenn Gott Sie mit etwas beauftragt, dann gibt er Ihnen auch das Vertrauen, dass Sie es tun können. Sie müssen nicht ständig in Angst leben und denken, dass Sie nicht schaffen werden, was Gott Ihnen befohlen hat. Wenn Sie eine besondere Begabung zum Vertrauen haben, erscheint es Ihnen vergleichsweise einfach. Anderen, die diese Gabe nik cht haben, kommt so etwas unmöglich vor. Als Gott zu den Engeln zu Maria sprach, brachte er ihr mit der Botschaft auch das dazugehörige Vertrauen (Luk 1:38). Doch sie war weise genug, nicht jedem zu erzählen: „Ein Engel hat mich gerade besucht, und er hat mir gesagt, dass ich Gottes Sohn zur Welt bringen werde. Ich werde vom Heiligen Geist schwanger werden, und das Kind, das ich austragen werde, wird der Retter der Welt!“ Maria konnte die Lippen geschlossen und das Herz offen halten. Was für ein gutes Vorbild für uns!

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Das ist der richtige Weg

Egal, was Ihnen zugestoßen ist – selbst wenn Sie von Ihrem Ehepartner verlassen oder von Ihrem Ehemann missbraucht oder von Ihren Kindern oder anderen verletzt wurden -, Sie werden den Frieden, die Freude und die Erfüllung finden, die Sie suchen, wenn Sie auf dem schmalen Weg, den Gott Sie führt (siehe Mt 7:33-14), und ihr ganzes überschüssiges fleischliches Gepäck zurücklassen. Wenn Sie diesen Prozess durchlaufen, können Sie Trost in Gottes Verheißung finden, dass er Sie führt (Jes 30:21).

Jesus ist der Weg, und er zeigt uns den Weg, den wir gehen sollen. Der Herr hat uns seinen Heiligen Geist gegeben, damit er uns auf dem richtigen Weg führt und leitet, auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt, nicht auf der breiten Straße, die zum Verderben führt.

Egal, was passiert, es ist wichtig, dass wir auf den Wegen bleiben, die der Herr uns führt. Paulus ermahnt uns: „Deshalb werdet nicht müde, zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den Segen ernten“ (Gal 6:9). Die Bibel verspricht nicht, dass wir den Lohn sofort bekommen, wenn wir das Richtige tun. Aber sie versichert uns, dass wir am Ende belohnt werden.

Gott sagt: „Solange die Erde besteht, wird es Saat und Ernte geben“ (1Mo 8:22). Wenn wir Gottes Wege gehen, müssen wir Geduld haben wir ein Bauer, der die Saat ausbringt und geduldig auf die Ernte wartet. Er freut sich darauf, die Ernte einzubringen, aber er weiß, dass zwischen der Saat und der Ernte eine gewisse Zeit vergeht. Er lässt sich von diesem Prozess, den Gott so vorgesehen hat, nicht frustrieren.

Gott verheißt: „Ob dein Weg nach rechts oder links führt, wird eine Stimme hinter dir her rufen und dir ansagen: ‚Das ist der richtige Weg, den geh!'“ (Jes 30:21). Wenn Sie auf dem Weg bleiben, den Gott Ihnen in seinem Wort und durch seinen Geist vorgibt, werden Sie sowohl in diesem Leben als auch in der Ewigkeit großen Segen empfangen.

Gehen Sie also weiter auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt – zu einem in Fülle und im Überfluss!

(Joyce Meyer, Studienbibel)


PS: Morgen geht es dann mit Jesaja 30 weiter.


Vom Zusammenbruch zum Segen

Wenn wir unsere eigenen Pläne machen oder zu Menschen laufen, statt dem Herrn zu vertrauen, schwächen wir unsere göttliche Schutzmauer. In dem Moment, in dem wir es am wenigsten erwarten, wird der Feind die Schwachstelle durchbrechen. Wenn das geschieht, werden wir „wie ein Riss in einer einsturzgefährdeten hohen Mauer sein, der sich plötzlich ausdehnt“ (Jes 30:13).

Gott will nicht, dass wir Schwachstellen in unserem Leben haben. Er will, dass wir uns auf ihn verlassen und ihm gehorsam sind., damit unsere „Mauern“ stark und dick bleiben und unser Leben gesegnet und erfüllt ist.

Je mehr wir uns auf Gott verlassen, umso mehr kann er durch uns tun. Aber manchmal müssen wir einen Zusammenbruch erleben, bevor wir seinen Segen erfahren.

Es gab eine Phase, in der ich dachte, ich würde den Verstand verlieren. Ungefähr anderthalb Jahre lang ging ich tagein, tagaus durchs Haus und betete: „Hilf mir, Herr!“. Ich wusste nicht einmal, welche Hilfe ich brauchte oder warum ich sie brauchte. Wenn ich heute auf diese Erfahrung zurückblicke, weiß ich, was damals passiert ist: Gott hat mein Unabhängigkeitsdenken erschüttert und mich an den Punkt gebracht, an dem ich wusste, dass ich ohne ihn nichts tun kann.

Ich erinnere mich, dass ich eines Abends, als ich schlafen gehen wollte, ein kleines Buch nahm und zu lesen anfing. Plötzlich begegnete mir Gott. Ungefähr eine Dreiviertelstunde lang saß ich auf meiner Bettkante und weinte. Schließlich sprach der Herr zu mir und sagte: „Das Gute, dass du mir tust, hat nichts mit dir zu tun. Ich bin derjenige, der gut ist. Wenn du dich selbst etwas Gutes tun siehst, dann nur, weil ich mit dir gerungen habe, um dein Fleisch so lange zu unterwerfen, dass mein Ruhm durch dich hindurchscheinen kann.“

Manchmal muss uns Gott bewusst machen, wo wir stehen, bevor er uns weiterbringen kann. In meinem Fall sollte mein Dienst einen plötzlichen Wachstumsschub erfahren. Gott bereitete mich darauf vor, indem er sagte: „Ich werde etwas Erstaunliches in deinem Leben und in deinem Dienst tun. Wenn dies geschieht, darfst du nicht vergessen, dass ich es bin und nicht du, der es wirkt.“

Gott lehrte mich, was er uns alle lehrt: Er ist die Antwort auf alle unsere Probleme.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Der 12. November morgens

Doch dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als das vergängliche Gold, das ja auch durch Feuer geprüft wird. Denn wenn Jesus Christus sich offenbart, wird auch die Echtheit eures Glaubens sichtbar werden und euch Lob, Ehre und Herrlichkeit einbringen.
(1Petr 1:7)

Ein Glaube, der nicht durch Prüfungen hindurchgegangen ist, kann echter Glaube sein, aber allenfalls ein kleiner Glaube. Er wird ohne Zweifel winzig und zwergenhaft bleiben, solange ihm die Bewährung durch Prüfungen fehlt. Der Glaube gedeiht nie herrlicher, als wenn sich alles gegen ihn vereinigt. Stürme sind seine Lehrer und Blitze seine Aufklärer. Wenn auf dem Meer Windstille herrscht, dann könnt ihr Segel hissen, so viel ihr nur wollt, das Schiff kommt den Hafen nicht näher, denn auf schlummernden Meer ruht auch das Steuer. Wenn aber der Wind heulend über das Wasser hinwegstürmt und die Wogen sich erheben, dann eilt das Schiff dem ersehnten Hafen zu, auch wenn das Verdeck von den Wellen überflutet wird und die Masten unter dem Druck der Segel seufzen und ächzen.
Keine Blue sind von so glänzender blauer Farbe wie die., die am Fluss der eisigen Gletscher wachsen.
Keine Sterne schimmern so hell wie die, die am nördlichen Himmel strahlen.
Kein Wasser schmeckt so erfrischend wie das, das mitten in der öden Wüste entspringt.
Und kein Glaube ist so kostbar wie, der sich mitten im Unglück lebendig erhält und allen Versuchungen siegreich widersteht. Geprüfter Glaube bringt Erfahrung mit sich. Du hättest nicht an deine Schwachheit glauben können, wenn du nicht genötigt worden wärst, durch die reißenden Ströme zu gehen. Du hättest nie die Macht Gottes erfahren, wenn sein Arm dich nicht mitten in den Wasserfluten getragen hätte. Der Glaube wächst an Festigkeit, Gewissheit und Stärke umso mehr er sich in der Anfechtung bewährt. Der Glaube ist kostbar und seine Prüfung ist es nicht weniger kostbar. Aber das soll euch, die ihr noch jung im Glaubensleben seid, nicht entmutigen. Ihr werdet noch Prüfungen sehen, ohne sie zu suchen.Zur rechten Zeit wird euch das volle Maß der Prüfung zuteilwerden. Wenn ihr aber jetzt noch nicht die Früchte einer langen Erfahrung tragen könnt, so dankt Gott für die, die ihr empfangen habt. Lobt und preist ihn für die Stufe voller Zuversicht, die ihr erreicht habt. Wenn ihr so lebt, dann werdet ihr mehr und mehr von Gott gesegnet werden, bis euer Glaube Berge versetzt und auch das Unmögliche möglich macht.

C.H.Spurgeon


Wie ermutigend, einen Sinn hinter all den Katastrophen zu sehen, die einem so aus dem Nichts vor die Füße Fallen!

Der 9. November abends

Heute war ein echt schwieriger Tag für mich.
Und nun schlage ich mein Andachtsbuch für heute auf und kann folgendes lesen:

„… und Felsen werden seine Feste und Schutz sein. Sein Brot wird ihm gegeben und sein Wasser hat er gewiss.“
Jesaja 33:16

Hast du noch Zweifel, lieber Christ, ob Gott seine Verheißungen auch erfüllen wird? Kann denn der Sturm den Grund der Felsen wegfegen? Werden sich die Vorratskammern des Himmels erschöpfen? Meinst du dein himmlischer Vater, der genau weiß, was du an Nahrung und Kleidung brauchst, würde dich vergessen? Wenn kein Spatz vom Dach fällt ohne den Willen deines Vater und auch die Haare auf deinem Haupt alle gezählt sind, wie darfst du noch Zweifel und Misstrauen gegen ihn hegen? Vielleicht wird dein Leid solange andauern bis du anfängst, auf Gott zu vertrauen, und dann wird es ein Ende nehmen. Es gibt viele, die schwer geprüft und versucht worden sind, bis sie zuletzt in völliger Verzweiflung dazu gezwungen waren, ihr alleiniges Vertrauen auf Gott zu setzen. Der Geburtstag ihres Glaubens wurde durch das Fest ihrer Erlösung und sie haben erfahren, ob Gott sein Versprechen hält oder nicht. Ach ich bitte dich, zweifle nicht mehr! Lebe nicht so, dass es Satan gefällt und betrübe dich nicht selbst damit, dass du weiterhin, dass du weiterhin von Gott solche unwürdigen Gedanken hegst.. Glaube nicht, dass es wenig zu bedeuten hat, wenn man Jahwe misstraut. Denke daran, dass es eine Sünde ist und zwar keine geringe Sünde, sondern eine sträflicher Sünde. Die Engel zweifeln nie an ihm, noch nicht einmal der Teufel. Wir allein unter all den Geschöpfen, die Gott erschaffen hat, verunehren ihn durch unseren Unglauben und beflecken seine Ehre durch unser Misstrauen. Wir sollten uns schämen! Unser Gott hat es nicht verdient, dass wir so an ihm zweifeln. In unserem bisherigen Leben haben wir erfahren, dass er in seinem ganzen Wort wahrhaftig und treu ist. Und weil er in unzähligen Fällen seine Lieb und Güte an uns bewiesen hat und noch täglich beweist, ist es schändlich und verdient keine Entschuldigung, dass wir dem geringsten Zweifel in unserem Herzen Raum gestatten. So wollen wir also in Zukunft kräftig gegen unsere Zweifel und die Feinde unseres Friedens und seine Ehre kämpfen. Und wir wollen gläubig daran festhalten, dass er erfüllen wird, was er verheißen hat: „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ (Markus 9:24)

(C.H. Spurgeon)


Dieses alles habe ich heute nach einen sehr schwierigen Tag gelesen.
Wow, Gott spricht mit mir! Das war SEINE Antwort auf meinen heutigen Tag!
So ist Gott!


PS: Liebe Grüße an Susanne!


Ein Mensch mit einem Plan

Gott ist ein Gott, der einen Plan hat, und wenn er etwas beschließt, wird es geschehen.

Jesus wusste, welchen Plan Gott mit ihm hatte. Er sagte, dass er in die Welt gekommen sei, damit wir Leben haben (Joh 10:10). Zu Pilatus sagte er: „Ich bin ein König. Dazu bin ich geboren. Ich bin gekommen, um der Welt die Wahrheit zu bringen“ (Joh 18:37). Johannes schrieb, dass es die Absicht von Jesus war, „die Taten der Teufels zu vernichten“ (siehe 1Jo 3:8).

Wenn wir keinen Plan im Leben haben, fühlen wir uns nutzlos, wertlos und frustriert. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir Folgendes erkennen: Gott hat uns erschaffen, weil er etwas mit uns vorhat (siehe Ps 139:15-16). Er möchte einerseits, dass wir uns freuen und das Leben genießen, dass er uns gegeben hat. Andererseits ist sein konkreter Plan mit jedem von uns unterschiedlich und ändert sich im Lauf des Lebens. Deshalb müssen wir versuchen, herauszufinden, welcher Absichten er mit uns hat.

Sie befinden sich im Moment vielleicht in einer Übergangszeit. Lassen Sie sich nicht entmutigen! Gott wird Ihnen zeigen, welchen Plan er als Nächstes für Sie hat. Manchmal müssen wir vielleicht ein paar Dinge ausprobieren, bis Sie herausfinden, was zu Ihnen passt. Aber Sie dürfen sicher sein, dass Gott eine Absicht für Ihr Leben hat. Sie werden erst Erfüllen finden, wenn Sie diese erkennen und danach leben.

Wir müssen nicht nur entdecken, welchen Plan Gott mit uns hat, wir müssen ihn auch „bewusst“ verfolgen. Dazu gehört, dass wir Entscheidungen treffen, um richtig zu leben. Wir müssen uns bewusst dafür entscheiden, zu lieben. Wir lieben nicht, weil wir uns gerade danach fühlen. Wir lieben, weil wir uns vornehmen zu lieben. Liebe ist nicht nur ein nettes Gefühl. Liebe ist eine Entscheidung. Zu geben ist auch eine Entscheidung. Wir geben nicht nur, weil wir gerade Lust haben, zu geben. Wir geben, weil wir überzeugt sind, dass Gott das so will. Wir geben bewusst und zu einem bestimmten Zweck.

Dies gilt auch in Bezug darauf, dass wir barmherzig und freundlich sind und im Geist leben sollen. Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte und alle anderen guten Früchte sind Eigenschaften des Heiligen Geistes, die wir in uns haben, wenn wir Jesus als unseren Erlöser annehmen (siehe Galater 5:22-23). können sich in uns entfalten, wenn wir das bewusst zulassen. Treffen Sie die Entscheidung, die guten Dinge, die Gott in Ihrem Geist gelegt hat, durch Ihre Seele und Ihrem Körper fließen zu lassen, damit andere gesegnet werden und Gott verherrlicht werden kann.

Unser Fleisch wird nicht immer Lust haben, diese Dinge zu tun. Wir müssen uns dafür entscheiden, bewusst zu lieben und bewusst zu geben. Wenn wir Frieden haben wollen, müssen wir uns bewusst für den Frieden entscheiden, denn der Teufel wird versuchem, ihn uns zu rauben.

Alles, was wir im Leben tun, sei es für Gott, für uns oder für andere, muss bewusst geschehen. Bitten Sie Gott, Ihnen zu helfen, immer mehr ein Mensch mit bewussten Plänen zu werden!

(Joyce Meyer, Stufdienbibel)


Gegen sich selbst stimmen

Eigensinn brachte Luzifer zu Fall (siehe Jesaja 14:12-15). In maßloser Selbstüberschätzung sagte er mehrmals: „Ich werde …“ Gottes Antwort darauf lautete: „Du wirst ins Totenreich hinabgestoßen werden, in das entfernteste Schlammloch“ (Jesaja 14:15). Mit anderen Worten: „Du wirst in die Hölle geworfen.“

Wir müssen uns vor Eigensinn hüten, indem wir dem Vorbild von Jesus nachfolgen. Früher oder später wird uns Gott auffordern, etwas zu tun, dass unserem Willen widerspricht. Dann müssen wir uns an die Worte erinnern, die Jesus gesagt hat: „Mein Vater! Wenn es möglich ist, lass den Kelch des Leides an mir vorübergehen. Doch ich will deinen Willen tun, nicht meinen“ (Mt 26:39).

Unseren Willen nicht durchsetzen zu können, gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen im Leben. Wenn wir etwas wollen, wollen wir es wirklich und geben nicht so schnell auf. Es gefällt uns nicht, gegen unsere eigenen Wünsche zu handeln! Es ist viel Arbeit und viel Demut und Verletzlichkeit nötig, damit wir dorthin gelangen, wo wir in Gottes Händen formbar sind, an den Punkt, wo wir sagen: „Dein Wille, Gott, geschehe in meinem Leben“ – und das dann wirklich auch meinen.

Wir haben Angst, dass wir nie bekommen werden, was wir wollen, wenn wir uns selbst verleugnen. Aber Gott wird uns zu seiner Zeit geben, was wir uns wünschen oder sogar Besseres. Fürchten Sie sich nicht davor, den lohn auf später zu verschieben, und vertrauen Sie Gott, dass er Ihnen geben wird, was Sie wirklich brauchen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Gottes Herrschaft

Jesaja 9:5-6 offenbart sehr viel über den Charakter und das Wesen von Jesus. Der Prophet zählt hier einige Namen auf, unter denen wir Jesus kennen. Außerdem erfahren wir: „Seine Herrschaft ist groß und der Frieden … in seinem Reich wird endlos sein“ (Jes 9:6)

Die Herrschaft, die auf seinen Schultern liegt, ist keine politische Herrschaft. Nein, dieser Vers spricht von der Herrschaft in unserem Leben. Wir sollten unser Leben nicht allein bestimmen. Dazu sind wir weder in der Lage noch qualifiziert. Keiner von uns ist intelligent genug, um zu wissen, was das Beste ist. Deshalb sollten wir dankbar sein, dass Gott eingreift und bereit ist, unser Leben für uns zu leiten.

Je mehr Gottes Herrschaft in unserem Leben zunimmt, je mehr er meine Gedanken, Worte und mein Tun lenkt, umso mehr wird mein Frieden zunehmen. Frieden kommt nicht durch Erfolg, beruflichen Aufstieg, sozialen Status, Bildung, Geld oder eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Nein, wir finden Frieden, wenn wir nach den Maßstäben von Gottes Reich leben, dass sich durch Gerechtigkeit, Frieden und die Freude des Heiligen Geistes auszeichnet (siehe Rö 14:17) Vor Gott gerecht zu sein, zu wissen, dass wir in Christus von Gott gerecht sind, und aus diesem Wissen heraus das Richtige zu tun – all das ist ein Prozess. Dieser Prozess bringt Frieden, und Frieden bringt Freude.

Wenn uns Gerechtigkeit, Frieden und Friede fehlen, genießen wir Gottes Reich nicht so, wie Gott es möchte. Gelegentlich müssen wir vielleicht einer Pause bei allem einlegen, was wir tun, und einfach Gottes Reich suchen. Jesus fordert uns auf: „Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht“ (Matthäus 6:33; Hervorhebung durch die Autorin).

Oft arbeiten und mühen wir uns ab, um „all das“ zu bekommen, wie Essen, Kleidung, eine erfüllende Beziehung, Freude, Anerkennung in der Gesellschaft, obwohl wir lieber Gottes Reich suchen, Jesus lieben und dafür sorgen sollten, dass seine Herrschaft in unserem Leben regiert.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Vor Gebrauch reinigen

Bevor uns Gott gebrauchen kann, muss er uns reinigen.Jesaja erkannte, dass er einen sündigen, unreinen Mund hatte, der gereinigt werden musste (Jes 6:1-9). Ich glaube, Gott schickte ihm Hilfe, weil Jesajas Herz um Veränderung flehte.

Das Bild, in dem der Saraph mit einem glühenden Stein zu Jesaja fliegt, klingt, als würde die Reinigung sofort geschehen (Jes 6:6-7). Doch nicht immer bekommen wir so schnell eine Antwort. Uns wäre sich eine wunderbare Befreiung lieber, aber meistens unterzieht uns der Herr einem Reinigungsprozess.

Gott vergab Jesaja seine Sünde und berief ihn dann: „Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?“ (Jes 6:8). Jesaja antwortete: „Hier bin ich, sende mich.“ (Jes 6:8). Jesajas Herz wollte dem Herrn dienen, und das wusste Gott. Gott sucht immer Menschen, die eine perfekte Leistung bringen. Wenn Gott unser Herz gehört, kann er unser Verhalten immer noch verändern.

Diese Erkenntnis sollten jeden ermutigen, der von Gott gebraucht werden möchte, aber das Gefühl hat, dass er einfach zu viele Fehler hat. Gott gebraucht unvollkommene Menschen. Wir kommen so zu ihm, wie wir sind, und er macht uns zu Gefäßen, die er gebrauchen kann (siehe Tim 2:21).

Als Jesajas Mund gereinigt war, berief Gott ihn: „Geh und sag dem Volk …“ (Jes 6:9). Die Berufung, die Begabung und die Ernennung müssen nicht unbedingt gleichzeitig geschehen, aber egal, wie und in welcher Reihenfolge sie geschehen, der Vorbereitungsprozess ist für uns heute genauso wichtig wie damals für Jesaja. Eines steht fest: Wenn Gott uns in seine Gegenwart ruft, arbeitet er an uns, und wir müssen ihn gewähren lassen. Er wirkt etwas Gutes!

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Wenn Gott unsere Krücken nimmt

Gott fragte in Jesaja 2:22 im Grunde: „Warum setzt du dein Vertrauen auf vergängliche Menschen, die nur kurze Zeit leben?“ Im nächsten Vers sagt Gott, dass er seinem Volk „Stütze und Stab“ wegnehmen wird (Jes 2:1, ELB). Damit sind die äußerlichen Dinge gemeint, auf die sich Menschen verlassen. Warum? Gott will, dass sein Volk ihm ganz vertraut.

Was wird aus uns, wenn uns unsere Krücken weggenommen werden? Wir erkennen dann, worauf wir uns stützen, worin wir verwurzelt und verankert sind. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen.
Mein Mann und ich spielen oft Golf. Auf dem Golfplatz sind dünne Ruten, die eines Tages zu Bäumen heranwachsen. Diese kleinen Setzlinge haben keine Kraft und keine Wurzeln. Sie sind so winzig und schwach, dass sie normalerweise auf beiden Seiten gestützt werden, um aufrecht zu stehen. Ohne diese Stützen, die sie halten, würden sie vom Wind und Regen umgeworfen.

Ähnlich ist es bei uns, wenn wir neu zum Glauben gekommen sind. Am Anfang unseres Lebens mit Gott brauchen wir Stützen, etwas, dass uns hilft, zu stehen und stark zu werden. Wir brauchen eine Gruppe Menschen um uns, die uns hilft, regelmäßig in der Bibel zu lesen, zu betend und den Herrn zu suchen. Ohne dieses Stützsystem werden wir umgeblasen, sobald uns die Stürme des Lebens entgegenwehen.

Unser Stützsystem kann viele Formen annehmen, aber egal wie es aussieht, früher oder später wird Gott es uns nach und nach wegnehmen. Anfangs ist das ziemlich beängstigend, weil wir es nicht verstehen und es uns nicht gefällt. Unsere Stützen können Dinge sein, die uns Freude und Befriedigung geben, wie im Chor singen, ein Instrument spielen, Teil des Lobpreisteams oder, wenn wir schon länger im Glauben stehen, ein anerkannter Gemeindeleiter oder Pastor zu sein. Plötzlich verlieren wir aus irgendeinem Grund diese Stellung oder Gott verlangt, dass wir sie aufgeben. Erst dann erkennen wir, wie viel von unserem Selbstwertgefühl von den Dingen abhängig ist, die wir tun.

Damit wir wachsen, muss Gott uns manchmal alles wegnehmen, auf das wir unsere Sicherheit stützen. Alles bis auf ihn. Das tut er, weil er ein Gott ist, der heilt und wieder aufbaut. Er heilt unser Denken, unsere Gefühle, unsere Seele und unsere Gesundheit. Wenn wir anfangen, ein schönes, teures antikes Möbelstück zu restaurieren, müssen wir zuerst die alte Farbe oder den Lack abschleifen, damit der neue Lack hält. Falls Sie gerade diesen Prozess des Abtragens oder Abschleifens durchmachen, sollten Sie Geduld haben. Kooperieren Sie mit Gott, während er an Ihnen arbeitet.

Seien Sie nicht wie ein junger Baum, der im Wind hin- und herschaukelt, weil seine Stützen entfernt wurden. Schlagen Sie wurzeln, damit Sie eines Tages groß und stark werden und ein Baum der Gerechtigkeit sein können. Und denken Sie daran: Wenn Gott Ihnen etwas wegnimmt oder verlangt, dass Sie es aufgeben, wird er Ihnen mehr geben, als Sie früher hatten, und es wird besser sein als zuvor.

(Joyce Meyer, Studienbibe)

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