Groß glauben

In unserer Welt und mit unserer Kraft ist vieles unmöglich. In Gottes Reich und für ihn ist aber nichts unmöglich. Gott will, dass wir auf Großes vertrauen, große Pläne schmieden und erwarten, dass er so großartig handelt, dass uns der Mund vor Staunen offen bleibt. Jakobus stellt fest, dass den Empfängern seines Briefes seines Briefes fehlt, was sie so gern wollen, weil sie Gott nicht darum gebeten haben (Jak 4:2). Wir können ruhig mutig beten, dazu ermutigt uns auch Paulus (Eph 3:20).

Wenn unsere Sehnsucht überwältigend groß ist und wir nicht wissen, sie wir sie stillen können, dann sollten wir uns trotz aller Unmöglichkeiten klarmachen: Wir kennen den, der es möglich machen kann.

Gott bereitet für jeden von uns die Möglichkeit vor, das auszuführen, was er uns ins Herz gibt. Er schenkt uns Träume und Visionen nicht, um uns zu frustrieren . Wir müssen unsere Zuversicht auf Gott gerichtet halten, bis wir das Ziel erreicht haben, und nicht nur ein bisschen am Anfang. Wenn der Berg vor uns zu groß erscheint, dürfen wir nicht aufgeben.

Was Menschen bewirken können, selbst solche, die scheinbar zu nichts in der Lage sind, ist unermesslich. Meistens beauftragt Gott nicht die leistungsfähigen Menschen, denn wenn er es täte, bekäme er nicht die Ehre, wenn sie Großes zustande bringen. Gewöhnlich sucht er sich solche aus, die der Sache nicht gewachsen sind, aber bereit, innerlich aufzustehen und entsprechend seinen Anweisungen im Vertrauen mutige Schritte zugehen.

Meistens wollen wir warten, bis wir uns bereit fühlen, bevor wir losgehen. Aber wenn wir meinen, bereit zu sein, neigen wir dazu, uns auf uns selbst statt auf Gott zu verlassen.

Sie sollten Ihre Schwächen kennen und Sie sollten Gott kennen – seine Macht und seine Treue! Denken Sie daran, dass er fähig ist, unendlich mehr zu tun, als wir zu bitten oder zu hoffen wagen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Erfüllt sein

Stellen Sie sich das nur einmal vor: Sie sind mit dem Heiligen Geist des lebendigen Gottes erfüllt! Sie erfahren Gottes Gegenwart in Ihrem Leben! Gott ist mit seinem Reichtum in Ihnen (siehe Eph 3:16-19)! Der Apostel Paulus war ein mit dem Heiligen Geist erfüllter Mensch, und er gab alles auf, um Jesus zu folgen. In jedem Lebensbereich, den wir Gott vorenthalten, können wir nicht mit seinem Geist erfüllt werden. Ich ermutige Sie, jeden Raum Ihres Herzens zu öffnen und zu übergeben.

Ihre Zeit ist Gottes Zeit, ihr Geld gehört ihm, so auch Ihre Gaben und Talente, ihre Familie, Berufslaufbahn, Gedanken , Einstellungen und Wünsche: Gott will in jeden Lebensbereich eingebunden sein: wie Sie sich kleiden, welche Freunde Sie sich aussuchen, was Sie zur Unterhaltung tun, was Sie essen usw.

Seit unserer Bekehrung ist Jesus unser Retter, aber ist er auch unser Herr? Jedes Gebiet, das wir allein für uns beanspruchen, haben wir der Herrschaft von Jesus Christus nicht ausgeliefert

Jahrelang lebte ich in ständiger Niederlage, weil ich mich Gott nicht völlig hingegeben hatte. Ich hatte Jesus als Retter angenommen, ich hatte „genug von Jesus“, um der Hölle zu entkommen. Aber ich hatte ihn nicht als Herrn aller meiner Lebensbereiche anerkannt. Ich hatte ihn noch nicht so aufgenommen, dass ich ein siegreiches Leben führen konnte. Das ist ein großer Unterschied!

Der Segen, der auf einem vom Heiligen Geist erfüllten Leben liegt, ist daran zu erkennen, wie Menschen sich nach dem Pfingstereignis verändert haben. Petrus war einmal so ängstlich, dass er nicht zugeben wollte, dass er Jesus kannte. Dann wurde er ein mutiger Apostel, der in Jerusalem, der in Jerusalem die gute Nachricht von Jesus so leidenschaftlich verkündigte, dass rund 3000 Menschen an einem Tag gerettet wurden und sich der Gemeinde anschlossen (siehe Apg 2:40-41)

Vollständige Hingabe an Gott bringt gute Veränderungen in unser Leben hinein. Sich dem auszuliefern, öffnet sogar Türen zu dem, was wir uns wünschen. Und doch verschwenden wir unsere Kraft und versuchen, unsere Wünsche mit unseren eigenen Mitteln zu erfüllen. Ich ermutige Sie heute, jeden Bereich Ihres Lebens an Gott auszuliefern, damit Sie in jeder Hinsicht überreichlich mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Gott hat Gutes vorbereitet

Gott hat für jeden von uns ein gutes Leben vorbereitet, lange bevor wir geboren wurden (Eph 1:4; 2:10). Er hat nicht Versagen, Elend, Armut, Krankheit, Unglück und Schwachheit für uns geplant, sondern wirklich Gutes, Leben, Gesundheit, Glück und Erfüllung. Davon spricht die Bibel beispielsweise an den folgenden Stellen.

„‚Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst hab‘, spricht der HERR. ‚Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung'“ (Jer 29:11)
„Ich bin aber gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken“ (Joh 10:10).
„Lieber Freund, ich bete, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht, und dass dein Körper so gesund ist, wie ich es von deiner Seele weiß (3Joh 2)

Wenn wir uns mehrmals täglich sagen: „Gott hat einen guten Plan für mein Leben“, wird uns das sehr gut tun, denn wir brauchen die Gewissheit dieser Wahrheit, damit unsere wechselnden Umstände und Gefühle uns nicht angreifen.

Jetzt sagen Sie vielleicht: Wenn Gott so einen wunderbaren Plan für mein Leben hat, warum lebe ich dann nicht entsprechend?“

Ich verstehe diese Frage gut. Es scheint merkwürdig, dass Gott uns so sehr liebt und solche guten Pläne für uns hat, wir aber dennoch manchmal leiden. Wir müssen bedenken, dass wir einen Feind haben, der sich vorgenommen hat, Gottes wunderbaren Pläne zu durchkreuzen und das Gute zu vernichten, das Gott für uns im Sinn hat. Das habe ich selbst erlebt. Obwohl Gott einen guten Plan für mein Leben hatte, wuchs ich in einem missbräuchlichen Umfeld auf. Damit versuchte der Satan, diesen guten Plan zu vereiteln.

In diesem Zusammen gibt es noch etwas anderes, etwas wirklich Großartiges, dass wir über Gott wissen müssen. Gott sieht es nicht gern, wenn jemand uns verletzt oder seine Pläne für uns untergräbt. Er hat immer vor, uns zu heilen und wiederherzustellen. Während er uns auffordert, uns in grünen Tälern auszuruhen (Ps 23:2), macht er sich daran, unsere Lage zu verändern.

Gott ist auf unserer Seite. Zu wissen, dass Gott alles für uns tut, was wir nicht selbst tun können, kann uns ein starker Trost sein. Dafür müssen wir uns ihm allerdings anvertrauen. Nur Gott hat die Macht, wiederherzustellen, was wir verloren haben, unabhängig davon, ob wir es selbst verschuldet haben oder unser Feind.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Mit Jesus im Himmel

Nach seiner Auferstehung setzte sich Jesus auf den Ehrenplatz an die rechte Seite Gottes (Mk 16:19). Das heißt unter anderem, dass er dort zur Ruhe gekommen ist. Gott will, dass wir alle bei ihm zur Ruhe kommen. Er will, dass wir entspannt sind, nicht besorgt oder ängstlich, und uns am Leben freuen, während wir drauf warten, dass er unsere Feinde niederwirft. Unsere Aufgabe ist es, auf ihn zu vertrauen und in ihm zu ruhen, Gott hat es übernommen, für uns zu wirken.

Gottes Wort sagt, dass wir mit Christus gestorben, begraben und auferstanden sind (Rö 6:4-8, Kol 3:1-3). Also sitzen wir gewissermaßen mit Jesus im Himmel (siehe Eph 2:6). Wie ist das möglich, wo wir doch eindeutig hier auf der Erde leben? Jeder Mensch besteht aus Geist, Seele und Körper. Körperlich leben wir auf der Erde, doch zugleich sind wir geistlich gesehen mit Christus im Himmel verbunden Deshalb können wir bei ihm auch zur Ruhe kommen. Christus hat seinen Auftrag vollkommen erfüllt und wir können uns an dem freuen, was er bewirkt hat, zum Beispiel Gerechtigkeit, Frieden und Freude am Heiligen Geist (siehe Rö 14:17). Dies ist heute schon alles für uns da – nicht erst, wenn wir ganz zu Jesus in den Himmel gehen. Gott will, dass wir uns an dem Leben freuen, das wir haben können, weil Jesus für uns gestorben ist. Dieses Leben bekommen wir, sobald wir ihn als Herrn und Retter angenommen haben.

Sind Sie schon bei Gott zur Ruhe gekommen? Vertrauen Sie, dass er alles tut, was ihn selbst und Ihrem Leben bewirkt werden muss (siehe Eph 2:10)?Oder arbeiten Sie noch mit Ihrer alten sündigen Natur an dem, was nur Gott tun kann, und handeln sich laufend Frustration und Enttäuschung ein? Vielleicht müssen Sie sich einfach hinsetzen. Das meine ich nicht körperlich, sondern geistlich. Wir können bequem im Sessel sitzen und dennoch bekümmert, besorgt und ängstlich sein. Gott sagt nicht, dass wir unsere Arbeit ruhen lassen sollen, sondern dass wir bei unserer Arbeit ruhen sollen. Während wir unsere alltägliche Arbeit tun, ruhen wir gelassen in Christus. Er ist unsere Zuflucht und unser Rückzugsort.

Strengen Sie sich an und seien Sie eifrig und bestrebt, diesen Ruheort zu finden. Er steht Ihnen heute offen, gehen Sie nicht einfach vorbei. Lassen Sie Frustration und Sorgen los. Sie haben einen Ruhesitz in Christus.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Gott hat Sie erwählt

Drei der stärksten menschlichen Bedürfnisse sind: geliebt werden, angenommen sein und dazugehören. Wir sehnen uns danach, mit jemand oder etwas verbunden zu sein, dazuzugehören. Wir wollen uns wertvoll fühlen. Niemand kann uns garantieren, dass wir dies im Umgang mit Menschen immer so erfahren. Doch mit Gott können wir dies alles erleben. Obwohl Gott alles über uns weiß – und ich meine wirklich alles -, entscheidet er sich bewusst für uns. Mit voller Absicht hat er uns dazu bestimmt, heilig zu sein, das heißt, zu ihm zu gehören (Epheser 1:4). Wenn Sie Christus angenommen haben, dann sagen Sie doch jetzt einmal laut: „Ich gehöre zu Gott“.

Gott hat uns für sich ausgesondert und dafür gesorgt, dass wir in Jesus heilig und tadellos sind. Wir können in Liebe mit ihm leben, ohne dass er uns Vorwürfe macht. Das bedeutet auch, dass wir uns gegen all unsere Fehler und Schwächen nicht schuldig vorkommen müssen. Sie und ich halten für Gott keine Überraschungen bereit. Als er sich für uns entschieden hat, hat er genau gewusst, womit er zu rechnen hat. Nach seiner Entscheidung für uns wurde er von unseren Unfähigkeiten in keiner Weise enttäuscht. Gott hat Hoffnung für uns, glaubt an uns, wirkt in uns und hilft uns, alles zu entfalten, was er für uns vorgesehen hat.

Ich mache Ihnen Mut, sich in Gottes Liebe zu entspannen. Lernen Sie, Gottes Liebe aufzunehmen. Denken Sie darüber nach, danken Sie ihm für sie, und sehen Sie zu, dass sie sich in Ihrem Alltag auswirkt. Gott zeigt seine Liebe in vielfältiger Weise, doch oft nehmen wir sie nicht wahr. Er hat uns zuerst geliebt, so können wir jetzt ihn und andere Menschen lieben. Gott erwartet nie von uns, dass wir etwas geben, dass er uns nicht zuvor gegeben hat. Durch den heiligen Geist hat er seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen. (Röm 5:5), und er will, dass wir mit ihm leben.

Lassen Sie die Liebe in sich hinein und auch wieder heraus. Sie sind dafür bestimmt, ein Kanal zu sein, durch den Gottes Liebe fließt, statt ein Becken, dass nur alles aufnimmt. Sie sind jemand besonderes, und Gott hat etwas Besonderes mit Ihnen vor. Lassen Sie sich davon begeistern und jubeln Sie!

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Ablehnung ablehnen

David glaubte, dass er mit Gottes Hilfe den Riesen Goliath bezwingen konnte, aber sein Bruder Eliab warf ihm vor, stolz und verschlagen zu sein (siehe 1Sam 17:28). Der Grund für Eliabs Anschuldigung war Eifersucht. Er wollte, dass sich David klein und wertlos fühlte. David war ein weiser junger Mann und seine Reaktion auf Eliab war richtungsweisend für seine Zukunft: „Er wandte sich von ihm ab, einem anderen zu“ (1Sam 17:30).

Wenn wir einen Glaubensschritt gehen, um etwas für Gott zu tun oder leidenden Menschen zu helfen, greift der Teufel an. Oft benutzt er Menschen, die wir lieben, um uns das Gefühl zu geben, wertlos, abgelehnt, inakzeptabel, unfähig oder fehl am Platz zu sein. Wir müssen diesen Angriffen widerstehen und den Blick auf Gott und auf seine Führung richten. Gott erfüllt unsere Herzen mit Glauben. Wir können darauf vertrauen, dass Gott uns gebrauchen kann. Der Satan greift uns mit Ängsten an. Oft sind das Ängste, die uns selbst und unsere Fähigkeiten betreffen.

Davids ältere Brüder bezogen David nicht in das ein, was sie taten, weil sie glaubten, er wäre zu jung, wahrscheinlich waren sie auch eifersüchtig auf ihn. David fühlte sich bestimmt abgelehnt. Oft beschließt Gott, Menschen zu gebrauchen, die sich abgelehnt fühlen und ausgeschlossen werden. Er wählt Menschen aus, die die Gesellschaft ablehnt, um seine Stärke zu zeigen. Er wählt bewusst das aus, was „von der Welt verachtet und gering geschätzt wird“, damit niemand den Ruhm, der allein Gott zusteht, für sich in Anspruch nimmt (siehe 1Kor 1:26-29)

Falls Sie abgelehnt oder schlecht behandelt werden, möchte ich Sie ermutigen, so zu handeln wie David. Wenden Sie sich davon ab! Vergeben Sie Ihren Feinden und geben Sie den Beleidigungen keinen Raum in Ihrem Herzen. Schenken Sie dem, was der Teufel zu tun versucht, keine Beachtung. Richten Sie den Blick auf Gott und folgen Sie seinen Anweisungen. Ja, Gott kann Sie gebrauchen, um Großes zu tun. Gott sucht Menschen, die sich ihm zur Verfügung stellen, und nicht Menschen mit großen Fähigkeiten. Er sucht nicht Menschen mit perfekten Eigenschaften, sondern Menschen mit einem aufrichtigen Herzen, das auf ihn ausgerichtet ist. Halten Sie ihr Herz rein: Lassen Sie nicht zu, dass Hass, Ärger, Beleidigung, Bitterkeit, Abneigung oder mangelnde Vergebungsbereitschaft darin wohnen.

Glauben Sie immer, was Gott über Sie sagt. Glauben Sie nicht Ihren eigenen Gefühlen in Bezug auf sich selbst, glauben Sie nicht, was andere sagen. Gott sagt, dass Sie zu ihm gehören. Er liebt Sie und er wird durch Sie wirken, wenn Sie ihn einfach gewähren lassen. Sie sind für Gott etwas Besonderes. Sie sind unendlich wertvoll und kostbar. Vielleicht meint die Welt, Sie wären für Gott unbrauchbar, aber Gott hat einen anderen Blick als die Welt. Sagen Sie: „Hier bin ich Gott, gebrauche mich“, und sehen Sie ihm dabei zu, wie er Sie gebraucht!

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Gehorsam ist besser als Opfer

Als mich der Herr in seinen Dienst berief, forderte er mich auf, meine Arbeit zu kündigen. Ich sollte darauf vertrauen, dass er uns mit allem versorgen würde, was wir über das Gehalt meines Mannes benötigten, und mich auf meinen künftigen Lehrdienst vorbereiten. Die Vorstellung, kein Geld zu verdienen, fiel mir sehr schwer. Ehrlich gesagt, jagte sie mir sogar Angst ein. Ich hatte seit meinem 13. Lebensjahr gearbeitet und war es gewohnt, finanziell unabhängig zu sein. Aus Angst beschloss ich, meine Vollzeitstelle aufzugeben und eine Teilzeitstelle anzunehmen, statt das zu tun, wozu mich Gott aufgefordert hatte. Diese Teilzeitstelle hatte ich nur für kurze Zeit, dann wurde mir gekündigt. Ich war eigentlich eine gute Arbeitnehmerin und der Grund für diese Kündigung hatte nichts mit meiner Arbeit zu tun, mein Chef hatte eine persönliche Abneigung gegen mich. Ich war Gott ungehorsam gewesen und er hatte mir in dieser Arbeitssituation seine Gunst verweigert. Ich hatte versucht, Gott teilweise zu gehorchen, und musste lernen, dass Gehorsam nur echter Gehorsam ist, wenn er vollständig ist.

Genauso wie Saul hatte ich ein Opfer gebracht, statt gehorsam zu sein (siehe 1Sam 15:22). Gott hatte gesagt, dass ich meine Arbeit kündigen solle. Das hatte ich getan, aber ich hatte sie durch eine Teilzeitstelle ersetzt. Meine Teilzeitstelle kam einem „Teilzeit-Ungehorsam“ gleich. Oft denken wir, wir könnten mit Gott aushandeln, aber das funktioniert nie. Es gibt nur einen Weg, und das ist sein Weg. Es gilt: Alles oder nichts!

Der ist in Bezug auf Ungehorsam sehr deutlich. Er sagt, dass Ungehorsam Auflehnung ist und in der Bibel wird Auflehnung sogar mit Zauberei gleichgesetzt (siehe 1Sam 15:23). Wir meinen vielleicht, unsere Gedanken wären besser als Gottes Gedanken, aber er bezeichnet diese Einstellung als Eigensinn und vergleicht sie mit Götzendienst (siehe Vers 23). Warum Götzendienst? Weil wir unsere eigenen Ideen zum Götzen machen und sie über Gottes Anweisungen erheben.

Saul lehnte sich auf und verspielte damit die Chance, König zu bleiben. Wie viele Menschen denken wohl, sie würden Gott gehorchen, obwohl sie ihm in Wirklichkeit ein Opfer bringen, das für Gott nicht annehmbar ist? Diese Menschen führen ein kümmerliches, unerfülltes Leben und geben Gott oft die Schuld für etwas, dass sie sich selbst zuzuschreiben haben.

Gott verlangt sofortigen, vollständigen Gehorsam, nichts anderes ist ausreichend. Wenn wir das, was er von uns verlangt, als zu schwer empfinden, dürfen wir nicht vergessen, dass er verheißt, uns dabei Gnade zu schenken. Wir müssen nur dafür offen sein.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Gottes Stimme hören

Als Gott Samuel rief, dachte der Junge, sein Lehrer Eli spräche mit ihm (siehe 1Sam 3:4-6). Die beiden ersten Male sagte Eli zu Samuel: „Ich habe dich nicht gerufen.“ Erst beim dritten Mal begriff er, dass Gott Samuel rief. Gott sprach mit einer Stimme, die Samuel kannte, damit er sich nicht fürchtete.

Samuel war es gewohnt, Elis Stimme zu hören, deshalb klang es für ihn wie Elis Stimme, als Gott ihn rief. Gott will, dass wir ihn hören, deshalb spricht er durch eine Stimme zu uns, die wir kennen. Manchmal klingt sie vielleicht wie unsere eigene Stimme, manchmal klingt sie wie die Stimme eines Menschen, den wir kennen. Entscheidend ist, dass die Stimme Frieden bringt, wenn Gott zu uns spricht.

Menschen, die meine Vorträge hören, sagen mir oft, dass sie mich etwas sagen hören, dass ihnen die Richtung zeigt oder Korrektur gibt. In Wirklichkeit hören sie Gott, der durch sein Wort spricht, aber sie haben meine Stimme schon sooft gehört, dass sie meinen, es wäre meine Stimme.

Eine Frau erzählte mir: „Ich befand mich in einer angespannten Situation mit meinen Mann. Gott hat mir gezeigt, was ich tun soll: Er erinnerte mich an etwas, dass Sie bei einem Vortrag gesagt haben. Plötzlich habe ich Ihre Stimme gehört, die genau das sagte, was ich begreifen musste. Gott hat mir zur rechten Zeit ein Wort geschickt.“ Obwohl diese Frau meine Stimme hörte, die sie durch meine Vorträge im Gedächtnis hatte, war es der Heilige Geist, der ihr diese Erinnerung in dem Moment schickte, in dem sie sie brauchte.

Wenn Gott zu uns spricht, tut er es normalerweise nicht mit einem lauten Donnern aus dem Himmel. Oft ist seine Stimme wie ein „leises Säuseln“ (1Kö19:12), dass aus unserem Innern kommt. In solchen Situationen denken wir vielleicht, wir hätten Selbstgespräche geführt, aber Gottes Worte in unserem Geist sind immer erfüllt von einer Weisheit, die wir selbst nie haben könnten.

Manchmal sagen Leute zu mir: „Sie sagen immer: ‚Gott hat gesagt.‘ Sie reden die ganze Zeit, als ob Sie mit Gott sprechen.“ Ja, denn ich habe regelmäßig Gemeinschaft mit Gott. Er spricht auf viele verschiedene Arten zu mir. Gott versucht auch, mit jeden anderen Menschen zu sprechen. Wir können ihn alle hören, wenn wir ihn einfach bitten, deutlich zu sprechen, und dann auf unseren „inneren Menschen“ (unser Gewissen) hören und darauf warten, dass er spricht (siehe Ps 5:4).

Gott spricht auf viele verschiedene Arten zu uns. Viele Menschen meinen, sie würden nichts von Gott hören, weil sie auf eine übernatürliche Erscheinung warten, die wahrscheinlich nicht kommen wird. In den meisten Fällen spricht Gott durch Frieden oder fehlenden Frieden in unserem Herzen. Wenn wir Frieden haben, können wir unsere Pläne weiter verfolgen. Wenn wir jedoch keinen Frieden haben, ist das wahrscheinlich eine Aufforderung von Gott, die Finger von einer Sache zu lassen. Gott spricht durch Weisheit und den gesunden Menschenverstand. Er führt uns nicht dazu, dumme Dinge zu tun. Er spricht durch sein Wort in uns und fordert uns nie auf, irgendetwas zu tun, dass seinem Wort widerspricht. Er spricht durch andere Menschen un d sogar durch unsere Umstände zu uns. Ich möchte Sie ermutigen: Bitten Sie Gott, zu Ihnen zu sprechen, und warten Sie dann auf seine Stimme. Er hat Ihnen so viel Gutes zu sagen!

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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Einschub: Wohlergehen aus einem bestimmten Grund

Gott wünscht sich sehnlich, dass unsere Seele gesund ist, Das heißt, er will, dass wir geistlich reifen und dass unser Denken, Wollen und Fühlen erwachsen werden. Er will, dass wir wie Christus denken, in Übereinstimmung mit seinem Wort, dass wir unsere Gefühle von den Entscheidungen trennen können, die wir zu treffen haben, und unser Wollen darauf einstellen, das Leben nach seinem Willen auszurichten.

In dem Maße, wie wir das tun, will Gott auch, dass es uns gut geht und wir in allen Lebensbereichen gesund sind (siehe 3Joh 2). Ob Gott will, dass es seinen Kindern gut geht, darüber wird viel diskutiert. Manche meinen, Armut sei eine Tugend, und andere finden, dass alle Christen reich sein müssten. Ich glaube weder an das eine noch das andere. Ich bin überzeugt, wir sollten uns auf geistliche Reife ausrichten und Gott in unserem Leben den Vorrang einräumen, dann wird er uns gern geben, was wir zu einem glücklichen, großzügigen, wohltuenden und gelingenden Leben brauchen. Gott ist wichtiger, wie wir uns verhalten, als was wir haben.

Jesus hat gesagt: „Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigstem Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht“ (Matt 6:33). Gott will dass wir alle Dinge haben, solange sie uns nicht im Griff haben. Ja, Gott will, dass es uns ausgesprochen gut geht und dass wir ein Segen für andere Menschen sind. Es soll uns gut gehen – aus einem bestimmten Grund.

Gott hat zu Abraham gesagt: „Ich will dich segnen und … will dich zum Segen für andere machen“ (1Mo 12:2). Wie kann jemand ein Segen für andere sein, wenn er nicht vorher selbst gesegnet wurde? Wir können nichts weitergeben, was wir nicht haben. Abraham war sehr reich (1Mo 13:2). Für mich ist klar, dass Gott kein Problem damit hat, wenn es seinen Dienern in jeder Hinsicht gut geht, auch materiell – solange sie damit angemessen umgehen.

Oft kommt die Frage auf: „Wenn Gott will, dass es uns gut geht: Sind arme Menschen dann nicht gottgefällig?“ Selbstverständlich kann ein armer Mensch Gott gefallen, deshalb müssen wir nicht die Armut vergöttern. Kranke Menschen können Gott gefallen, doch das hält sie nicht davon ab, s, und verwenden Sie es für ich zu wünschen, dass sie gesund werden. Lieben Sie Gott von ganzem Herzen, egal, wie Ihr Leben aussieht. Trachten Sie nach dem Besten, was Gott gibt, und verwenden Sie es für seine Ziele.

(Joyce Meyer, Studenbibel)

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Einschub: Liebe macht gehorsam

Jesus hat gesagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ (Johannes 14:15). Johannes bestätigt in seinem Brief, dass Liebe zu Gott bedeutet, sich nach seinen Geboten zu richten. (2Joh 6). In dem Maß, wie wir Jesus gehorchen, lieben wir ihn auch. Unsere Liebe und unser Gehorsam gegenüber Gott können wachsen – das passiert tatsächlich. Alles, was in unserer Beziehung zu Gott seit unserer Bekehrung geschieht, ist ein Prozess. Seien Sie also nicht von sich enttäuscht, wenn Sie sich mittendrin befinden. Wenn Jesus Sie zu sich in den Himmel holt, wird er nicht zornig, weil Sie dann noch nicht vollkommen sind. Doch er erwartet von uns allen, dass wir in diese Richtung gehen.

Das Gebot, dem zu gehorchen wir unser ganzes Leben lang bestrebt sein sollen, ist, in Liebe zu leben. Unser Leben und unser Verhalten werden sich gewaltig verändern, wenn alle unsere Gedanken, Worte und Taten von der Liebe geprägt sind. Sie müssen von unserer Liebe zu Gott, zu uns selbst und zu anderen geprägt sein. Gottes Wort lehrt uns, jeden zu lieben, auch uns selbst. Ich sage gern: „Seien Sie nicht in sich selbst verliebt, sondern lieben Sie sich selbst auf ausgewogene Weise.“ Wenn Sie sich selbst nicht lieben wollen, empfangen Sie das Geschenk Gottes nicht, das er Ihnen geben will. Wir können uns Gottes Liebe nicht verdienen. Sie wendet sich uns bedingungslos zu. Gott liebt uns zuerst und dann gießt er seine Liebe in uns, damit wir ihn, uns selbst und andere lieben können. Gott erwartet nicht von uns, dass wir etwas weggeben, dass wir nicht haben.

Manchmal machen wir das Christsein schwierig und kompliziert. Wir meinen, wir müssten Hunderte von Regeln beherzigen und jede Menge tun. Doch Jesus gebietet schlicht, dass wir einander genauso lieben, wie er uns liebt (Johannes 15:12). Im Grunde ist das genug, denn wenn wir uns auf diese Liebe ausrichten, werden wir auch alles andere schaffen, was Jesus von uns verlangt. Liebe bewegt uns, gehorsam zu sein, zu beten, freundlich und barmherzig zu sein, zu geben, zu vergeben, Buße und alles andere zu tun, was zum christlichen Lebensstil gehört.

„Studieren“ Sie Liebe. Lesen Sie über die Liebe, so viel Sie können. Sie sollten darüber nachdenken, reden und sie üben. Gott ist Liebe. Wenn Liebe unser Lebensthema ist, dann ist Gott automatisch auch unser Lebensthema.

(Joyce Meyer, Studienbibel)

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