Schätze aus Gottes Wort heben

Gottes Wort enthält unfassbar viele verborgene Schätze, mächtige Leben spendende Geheimnisse, die er uns offenbaren will. „Alles, was jetzt noch geheim ist, wird dann öffentlich bekannt gemacht werden“ (Lukas 12:2). Wie geschieht das? Diese Schätze werden denen enthüllt, die sich in Gottes Wort hineinvertiefen, darüber nachdenken und nachsinnen, es meditieren, ihr Denken von ihm prägen lassen und es laut aussprechen.

Als jemand, der Gottes Wort lehrt, habe ich persönlich erfahren, wie wahr das ist. Was Gott mir aus nur einem Satz seines Wortes zeigen kann, nimmt anscheinend kein Ende. Wenn ich einen Vers lese und verstehe, erkenne ich beim nächsten Mal dennoch etwas Neues darin, das ich vorher noch nicht wahrgenommen habe.

Der Herr offenbart seine Geheimnisse denen, die sein Wort fleißig lesen und darüber nachdenken. Leben Sie nicht nur von den Erkenntnissen anderer! Lesen Sie Gottes Wort selbst und lassen Sie sich vom Heiligen Geist mit Wahrheit segnen. Lieben Sie Gottes Wort und räumen Sie ihm einen vorrangigen Platz in Ihrem Leben ein. So werden Sie in Weisheit und Kraft wandeln.

Über Gottes Wort nachzudenken, gehört zu dem Wichtigsten, was Sie und ich lernen können. Sie werden erstaunt sein, wie viel Kraft dadurch in ihrem Leben freigesetzt wird. Je mehr Sie über Gottes Wort nachsinnen, desto mehr und schneller können Sie in schwierigen Zeiten auf sie zurückgreifen. Die Kraft, um Gott gehorsam zu sein, kommt aus dem Nachdenken über Gottes Wort (siehe Josua 1:8).

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Zeit, um sich an Jesus zu freuen

Sind Sie zu beschäftigt? Das scheint heutzutage auf fast jeden zuzutreffen. Recht oft begegne ich Menschen, die ich lange nicht gesehen habe. Auf die Frage, wie es Ihnen geht, sagen sie meistens: „Viel zu tun.“ Ich finde das beschämend und problematisch. Auch Marta mühte sich mit viel Arbeit (Lukas 10:40). Sie war zu beschäftigt, um sich Zeit dafür zu nehmen, sich über Jesus zu freuen, als er sie besuchte. Sie arbeitete fleißig und versuchte, alle einschließlich Jesus zu beeindrucken. Sie wollte, dass alles stimmt, und es stimmt auch alles – außer ihre Einstellung.

Maria dagegen ergriff die Gelegenheit und setzte sich Jesus zu Füßen, um von ihm zu lernen (Lukas 10:39). Sie wusste: Arbeit ist immer da, Jesus nicht. Es ist lebenswichtig, regelmäßig wertvolle Zeit mit Jesus zu verbringen! Machen Sie nicht den Fehler, ihn irgendwo in Ihrem Zeitplan gerade noch unterzubringen, sondern entschließen Sie sich, ihm den Vorrang einzuräumen und Ihre übrigen Verpflichtungen um Ihre Zeit mit Jesus herum zu planen.

Keine Zeit mit Gott zu verbringen, ist der größte Fehler, den wir in im geistlichen Leben machen können. „Die auf den HEERN warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie gehen und werden nicht matt“ (Jesaja 40:31). Sich Zeit zu nehmen, um über Gottes Wort nachzusinnen, zu beten und mit ihm Gemeinschaft zu haben, verwandeln uns und macht uns stark genug, allen Herausforderungen zu trotzen, die uns begegnen. Wir bekommen Probleme, wenn wir das eine vernachlässigen, dass Jesus Marta so wichtig gemacht hat, als er ihr sagte: „Im Grunde ist doch nur eines wirklich wichtig. Maria hat erkannt, was das ist“ (Lukas 10:42).

Auf dem Sterbebett hat noch nie jemand gesagt:“Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit auf der Arbeit verbracht.“ Die meisten Menschen wünschen sich stattdessen, sie hätten mehr Zeit in Gemeinschaft investiert. Wenn wir heute richtige Entscheidungen treffen, werden wir die Qual des Bedauerns später nicht durchleben müssen. Lernen Sie, die besonderen Zeiten zu erkennen, wenn Gott Sie zu sich ruft, damit Sie Zeit mit ihm verbringen. Wenn Jesus an die Tür des Herzens klopft, sagen Sie nicht: „Ich habe zu tun, komm ein anderes Mal wieder.“ Bitten Sie ihn herein und freuen Sie sich an seiner Gegenwart.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Eine Frau mit Vergangenheit

Die Frau, von der Lukas berichtet (Luk 7:37), hatte eine Vergangenheit. Vermutlich verkaufte sie als Prostituierte ihren Körper. Der Pharisäer, bei dem Jesus zu Gast war, bezeichnete sie als „Sünderin“ (Vers 39). Das diese Frau im Leben von Jesus vorkommt und dass in der Bibel von ihr berichtet wird., zeigt, dass Gott nicht nur Menschen mit einer reinen Vergangenheit in seinem Dienst nimmt. Allerdings beruft er Menschen zu einer gewaltigen, gesegneten Zukunft. Wenn Sie keinen guten Start ins Leben hatten, heißt das nicht, dass Sie kein bedeutsames Ende haben können.

Diese Frau wusch die Füße von Jesus mit ihren Tränen, trocknete sie mit ihren Haaren und salbte sie mit einem kostbaren Salböl (Luk 7:38). Da sie vermutlich eine Prostituierte war, war das Öl wahrscheinlich ein Geschenk eines Kunden oder sie hatte es mit Geld gekauft, das sie durch Prostitution verdient hatte. Die Gäste im Haus deuteten ihr Verhalten möglicherweise erotisch, aber Jesus wusste, dass dies eine Tat aus reiner Liebe war.

Wenn wir eine unschöne Vergangenheit haben, deuten andere Menschen unser Verhalten oft falsch. Dann fühlen wir uns genötigt, um ihre Anerkennung zu ringen, und versuchen, sie davon zu überzeugen, dass wir es wert sind, dazuzugehören. Menschen vergessen unsere Vergangenheit nicht so einfach, wie Gott es tut. Der Pharisäer konnte nicht verstehen, dass Jesus der Frau erlaubte, ihn auch nur zu berühren (Luk 7:39). Jesus antwortete ihm, dass ihr viel vergeben worden war und sie deshalb viel Liebe zeigte (siehe Vers 47).

Diese Frau kannte ihre Vergangenheit genau. Sie liebte Jesus außerordentlich, weil er ihr außerordentlich vergeben hatte. Sie wollte ihm das Kostbarste geben, was sie besaß, sie wollte ihm dienen. Jesus sah ihr Herz, nicht ihre Vergangenheit – und das sieht er auch in Ihnen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Die Wurzel ungesunder Haltungen

Jesus stellt fest, dass jeder Baum an seinen Früchten erkennbar ist ( Luk 6:44). Stellen Sie sich einen Obstbaum vor, an dem all das Schlechte hängt, was ein seelisch kranker Mensch in seinem Leben hervorgebracht hat. Wenn Sie die Wurzeln im Leben dieses Menschen anschauen, werden Sie Dinge wie Ablehnung, Missbrauch, Schuld,,Scham, Schwarzseherei und vieles mehr entdecken.

Wenn Sie an sich ungesunde, problematische Haltungen entdecken, dann sind das die bitteren Früchte dessen, was Ihr Denken bestimmt. Möglicherweise wurden Sie von Ihren Eltern oder anderen Menschen in ein Bild hereingepresst, dass diese von Ihnen hatten. Vielleicht hatten schlechte Vorbilder, denen Sie in jungen Jahren ausgesetzt waren, Sie ernsthaft geschädigt.

Wenn Eltern, Lehrer oder andere Autoritätspersonen Ihnen in Ihrer Jugend immer und immer wieder gesagt haben, dass etwas mit Ihnen nicht stimme, dass Sie nichts richtig machten, dass Sie wertlos seien und nie zu etwas bringen würden, dann glauben Sie das womöglich. Der Satan verstärkt diese Botschaft, indem er Sie in Ihrem Bewusstsein ständig wiederholt, bis sie so sehr zu Ihrem Selbstbild gehört, dass Sie nach außen werden, wie Sie sich selbst innerlich sehen.

Es wurde nachgewiesen, dass Menschen sich so verhalten, wie sie sich selbst sehen, wenn diese Sichtweise sehr stark ist. Die gute Nachricht ist: Gottes Wort kann Ihr Denken erneuern (siehe Römer 12:2). Das geschieht nicht von jetzt auf gleich, doch mit der Hilfe des Heiligen Geistes ist es möglich. Gott will, dass Sie gute Früchte tragen, und er wird Ihnen dabei helfen, indem er schlechte Wurzeln durch gute Wurzeln ersetzt, während Sie über sein Wort nachsinnen. Jesus lädt uns ein, fest in ihm und seiner Liebe verwurzelt und gegründet zu sein (siehe Eph 3:17; Kol 2:7).

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Mehr als nur Vergebung

Jesus lehrt, wie wir mit unseren Feinden umgehen sollen. Wenn wir lediglich sagen, dass wir denen vergeben, die uns verletzen oder beleidigen, und keinen Schritt weiter gehen, dann fehlt etwas.

Ich will Ihnen etwas erzählen, das ich selbst gelernt habe, als ich über Vergebung gelehrt habe. Ich hatte Gott gefragt: „Vater, wie kommt es, dass Menschen zu unseren Veranstaltungen kommen, darum beten, dass sie vergeben können – und kurz danach sind sie wieder wie vorher, haben ihre alten Probleme mit Bitterkeit, Ärger und Beleidigtsein und bitten wieder um Hilfe. Wie kann das sein?“

Die erste Antwort von Gott war, dass diese Menschen nicht das tun, was er in seinem Wort lehrt.

Sehen Sie, Gott befiehlt uns in seinem Wort, dass wir anderen vergeben sollen, aber er bleibt dabei nicht stehen. Er fährt fort und weißt uns an, sie zu segnen. In diesem Zusammenhang können wir „segnen“ mit „gut über sie reden“ übersetzen. Unser Problem ist, dass wir zwar für die Menschen beten, die an uns schuldig geworden sind, und ihnen vergeben, aber ihnen später mit Worten fluchen oder die alten Verletzungen immer und immer wieder mit anderen durchkauen.

Das geht nicht auf!

Um den Prozess der Vergebung wirklich durchzumachen, damit wir uns an dem Frieden, nach dem wir uns sehnen, auch freuen können, müssen wir tun, was Gott uns aufträgt: nämlich nicht nur vergeben, sondern auch segnen.

Unter anderem fällt es uns so schwer, für Menschen zu beten, die uns verletzen und schlecht behandeln, weil wir meinen, dass wir Gott damit bitten, sie körperlich oder materiell zu segnen. Doch das stimmt nicht. Wenn wir für sie beten und segnen, bitten wir nicht um mehr Geld oder Besitz für sie, sondern wir beten darum, dass sie geistlich gesegnet werden. Wir bitten Gott, ihnen die Wahrheit über ihre Einstellung und ihr Verhalten zu offenbaren, damit sie willens werden, Buße zu tun und von ihren Sünden befreit werden.

Es reicht nicht, nur zu sagen, dass wir Menschen vergeben. Wir müssen auch darauf achten, dass wir sie nicht verfluchen oder schlecht über sie reden, sogar dann, wenn wir meinen, dass sie es verdient haben. Stattdessen müssen wir handeln wie Jesus und für sie beten, sie segnen und gut von ihnen reden. Warum? Indem wir das tun, segnen wir nicht nur sie, sondern auch uns selbst. Wenn Sie Menschen hassen, die Sie verletzt haben, ist das, als würden Sie Gift nehmen und hoffen, dass der Feind stirbt. Wer so handelt, verletzt sich nur selbst. Warum sollten Sie sich ein Leben lang über ;Menschen ärgern, die vermutlich nicht einmal wissen, dass Sie sich ärgern, oder denen das egal ist? Diese Menschen freuen sich ihres Lebens, während Sie sich elend fühlen. Geben Sie sie frei, lassen Sie das Unrecht los und nehmen Sie dieselbe Haltung ein, die Jesus gegenüber seinen Feinden hatte. Wenn Sie das tun, erleben Sie wunderbare Freiheit, und Gott wird sich Ihnen als starker Verteidiger erweisen.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Geben Sie Jesus, was Sie nicht sind

Gerade wenn Sie bedürftig sind, ist Jesus für Sie da (siehe Luk 5:31). Oft meinen wir, wir müssen unsere Schwächen verbergen und vorgeben, dass wir stark sind und nichts weiter nötig haben. Doch so eine Haltung trennt uns von Gottes Hilfe. Er sagt: „Bittet, und ihr werdet erhalten“ (Luk 11:9). Schämen Sie sich Ihrer selbst und Ihrer Bedürfnisse nicht.

Wenn Menschen Jesus Christus als ihren Retter annehmen, sollten sie sich Jesus nicht nur mit allem verschreiben, was sie sind, sondern auch und besonders mit allem , was sie nicht sind. Wir versuchen, Gott und die Menschen mit dem zu beeindrucken, was wir sind, während wir verstecken, was wir nicht sind. Ich glaube, dass niemand ganz zu dem werden kann, was Gott mit ihm im Sinn hat, bevor er erkennt, was er nicht ist, und damit kein Problem mehr hat.

Ich kann lehren, aber ich bin keine Sängerin oder Instrumentalistin. Eine Zeit lang habe ich versucht, Gitarre zu spielen und zu singen, aber ich habe einfach nicht die Begabung dafür. Ich habe mich angestrengt und Zeit verschwendet, wertvolle Zeit, die ich besser dafür verwendet hätte, meine Lehrgabe zu entwickeln. Viele Menschen erreichen nie das Ziel, das Gott vorgesehen hat, weil sie ständig versuchen, etwas oder jemand zu sein, das oder der sie nie sein sollten. Gott will, dass wir einfach nur die sind, die wir sind.

Wir müssen uns nicht mit anderen vergleichen und auch nicht mit ihnen wetteifern. Wir alle haben Schwächen und Grenzen. Der Satan findet es gut, wenn Sie meinen, dass Sie die einzige Person Ihren Schwächen und Grenzen sind – aber das ist einfach nicht wahr. Wenn wir ganz vollkommen wären, hätte Jesus nicht auf die Erde kommen müssen. Jesus aber kam für die Kranken und Bedürftigen, nicht für die Gesunden, die nichts weiter nötig haben.

Als der Apostel Paulus dies schließlich einsah, hörte er auf, mit seinen Schwachheiten zu ringen, und sagte sogar, dass er mit ihnen zufrieden sei – genau genommen nicht nur das, sondern er rühmte sich ihrer sogar gern (2Kor 12:9; ELB). Gottes Kraft zeigt sich in unseren Schwächen (siehe Vers 10). Alles, was wir nicht sind, ist Gott; unser Gott ist, der er ist, für uns.

Tun Sie einen mutigen Schritt: Seien Sie bedürftig! Nennen Sie Gott alles, was Sie brauchen. Er weiß es sowieso schon und wartet darauf, dass Sie ihn um Hilfe bitten.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Hinausgehen und herausfinden

Der Weg, auf dem wir unser Ziel erreichen, ganz wir selbst zu sein, will in vielen kleinen Vertrauensschritten gegangen werden. Ins Unbekannte hinauszugehen, zu tun, was man noch nie getan hat und was unsinnig erscheint, kann Angst machen. Vielleicht empfand das auch der Simon Petrus, als Jesus ihn aufforderte, mitten am Tag, wenn die Fische abgetaucht sind, zum Fischen hinauszufahren (Luk 5:4). Wegen Angstgefühlen gehen viele Menschen nie aus sich heraus und deshalb finden sie auch nie heraus, wozu sie fähig sind.

Für jeden von uns ist es notwendig, zu gehorchen, wenn Gott will, dass wir auf etwas Neues und Herausforderndes zugehen. Wir leben im Zeitalter der Gnade, und viele Türen stehen offen, um die gute Botschaft von Jesus mit anderen zu teilen. Entscheiden Sie sich dafür, keine Gelegenheit zu verpassen, die Gott Ihnen gibt. Tun Sie, was Gott von Ihnen verlangt, wenn es sein muss, mit Zittern. Nehmen Sie Ihre Angst wahr, und tun Sie es trotzdem!

Viele Menschen verpassen Gottes Willen für ihr Leben, weil sie auf Sicherheit spielen. Ich möchte am Ende meines Lebens nicht sagen: „Es war sicher, aber es tut mir leid.“

„Lieber auf Nummer sicher gehen“ funktioniert bei Gott oft nicht. Wenn ich immer versucht hätte, mich abzusichern, wäre ich heute nicht, was ich bin. Nie hätte ich die Samen des Gehorsams ausgestreut, welche die Ernte hervorgebracht haben, über die er mich jetzt im Verkündigungsdienst und in vielen anderen Lebensbereichen freue. Nichts fühlt sich besser an, als zu wissen, dass man nach Gottes Willen lebt. Und nichts fühlt sich schlechter an, als zu wissen, dass dies nicht der Fall ist.

Ich meine nicht, dass wir alle losrennen und unweise Dinge tun sollen. Aber ich weiß genau, dass nicht alles, was Gott von uns will, auch dem natürlichen Verstand einleuchtet. Sie und ich müssen lernen, uns vom Urteilsvermögen des Heiligen Geistes in uns leiten zu lassen und nicht von der Denkweise unserer sündigen Natur oder von der Meinung anderer Menschen. Wenn wir auf etwas Neues zugehen, dann sollten wir alles tun, was in unserer Macht liegt, um sicher zu sein, dass wir es im Vertrauen und Gehorsam gegenüber Gottes Leiten tun und nicht aufgrund unserer eigenen Gedanken oder einer Lüge, mit der der Satan uns schaden will. Ich ermutige Sie: Seien Sie bereit, für Gott scheinbar Unmögliches anzupacken. Bitten Sie Gott, dass er Ihnen klarmacht, was er von Ihnen will, und dann gehorchen Sie ihm.

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Wann wir schweigen sollten

In Marias Leben sind folgenschwere Dinge geschehen. Sie war ein nettes, , gewöhnliches Mädchen und liebte Gott. Dann erschien ihr ein Engel Gottes, der ihr sagte, dass sie die Mutter von Gottes Sohn werden würde.

Da muss sie an Josef gedacht haben, den Mann, mit dem sie verlobt war. Bestimmt überlegte sie, wie sie ihm das erklären sollte und wie er reagieren würde. Sie wird sich auch gefragt haben, ob ihre Eltern und Freunde ihr diese Geschichte glauben würden.

Die Zeit verging und sie bekam das Kind. Ein Engel hatte mittlerweile Josef die Sache erklärt. Nach der Geburt erschien ein Engel Hirten, die in der Nähe waren, und sagte ihnen, wo sie den neugeborenen Retter finden würden. Sie gingen hin und berichteten, was sie erlebt hatten. Maria dagegen erzählte es nicht weiter. Sie „bewahrte alle diese Dinge in ihrem Herzen und dachte oft darüber nach“ (Lukas 2:19)

Was Maria dachte und fühlte, behielt sie für sich. Dem Engel, der zuerst mit ihr darüber sprach, antwortete sie: „Möge alles, was du gesagt hast, wahr werden (Luk 1:38).

Wenn Gott uns etwas sagt, ist es meiner Ansicht nach oft gut, das für uns zu behalten. Von ihm kommt das Vertrauen, zu glauben, was er uns gesagt hat. Wenn wir es aber anderen erzählen, könnten sie sich fragen, ob wir uns da nicht gründlich irren.

Sie hätten mal hören sollen, was manche Leute mir antworteten, als ich ihnen erzählte, dass Gott in meinen Herzen gesprochen und mich mit einem Verkündigerdienst beauftragt hatte. Sie kannten meine Geschichte und wussten, wie es mir zu der Zeit ging, und ermutigten mich in keinster Weise.

Entmutigung statt Ermutigung ist etwas, dass entstehen kann, wenn wir anderen zu viel erzählen. Andere haben nicht immer das Vertrauen, um glauben zu können, was Gott uns gesagt hat.

Wenn Gott Sie mit etwas beauftragt, dann gibt er Ihnen auch das Vertrauen, dass Sie es tun können. Sie müssen nicht ständig in Angst leben und denken, dass Sie nicht schaffen werden, was Gott Ihnen befohlen hat. Wenn Sie eine besondere Begabung zum Vertrauen haben, erscheint es Ihnen vergleichsweise einfach. Anderen, die diese Gabe nik cht haben, kommt so etwas unmöglich vor. Als Gott zu den Engeln zu Maria sprach, brachte er ihr mit der Botschaft auch das dazugehörige Vertrauen (Luk 1:38). Doch sie war weise genug, nicht jedem zu erzählen: „Ein Engel hat mich gerade besucht, und er hat mir gesagt, dass ich Gottes Sohn zur Welt bringen werde. Ich werde vom Heiligen Geist schwanger werden, und das Kind, das ich austragen werde, wird der Retter der Welt!“ Maria konnte die Lippen geschlossen und das Herz offen halten. Was für ein gutes Vorbild für uns!

(Joyce Meyer, Studienbibel)


Das ist der richtige Weg

Egal, was Ihnen zugestoßen ist – selbst wenn Sie von Ihrem Ehepartner verlassen oder von Ihrem Ehemann missbraucht oder von Ihren Kindern oder anderen verletzt wurden -, Sie werden den Frieden, die Freude und die Erfüllung finden, die Sie suchen, wenn Sie auf dem schmalen Weg, den Gott Sie führt (siehe Mt 7:33-14), und ihr ganzes überschüssiges fleischliches Gepäck zurücklassen. Wenn Sie diesen Prozess durchlaufen, können Sie Trost in Gottes Verheißung finden, dass er Sie führt (Jes 30:21).

Jesus ist der Weg, und er zeigt uns den Weg, den wir gehen sollen. Der Herr hat uns seinen Heiligen Geist gegeben, damit er uns auf dem richtigen Weg führt und leitet, auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt, nicht auf der breiten Straße, die zum Verderben führt.

Egal, was passiert, es ist wichtig, dass wir auf den Wegen bleiben, die der Herr uns führt. Paulus ermahnt uns: „Deshalb werdet nicht müde, zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den Segen ernten“ (Gal 6:9). Die Bibel verspricht nicht, dass wir den Lohn sofort bekommen, wenn wir das Richtige tun. Aber sie versichert uns, dass wir am Ende belohnt werden.

Gott sagt: „Solange die Erde besteht, wird es Saat und Ernte geben“ (1Mo 8:22). Wenn wir Gottes Wege gehen, müssen wir Geduld haben wir ein Bauer, der die Saat ausbringt und geduldig auf die Ernte wartet. Er freut sich darauf, die Ernte einzubringen, aber er weiß, dass zwischen der Saat und der Ernte eine gewisse Zeit vergeht. Er lässt sich von diesem Prozess, den Gott so vorgesehen hat, nicht frustrieren.

Gott verheißt: „Ob dein Weg nach rechts oder links führt, wird eine Stimme hinter dir her rufen und dir ansagen: ‚Das ist der richtige Weg, den geh!'“ (Jes 30:21). Wenn Sie auf dem Weg bleiben, den Gott Ihnen in seinem Wort und durch seinen Geist vorgibt, werden Sie sowohl in diesem Leben als auch in der Ewigkeit großen Segen empfangen.

Gehen Sie also weiter auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt – zu einem in Fülle und im Überfluss!

(Joyce Meyer, Studienbibel)


PS: Morgen geht es dann mit Jesaja 30 weiter.