Tag 178 – 1. Samuel 27:1-12

1 David überlegte hin und her: „Hm, Saul wird bestimmt weiterhin versuchen, mich zu töten. Aber ich kann ja nicht ewig vor ihm fliehen. Vermutlich bin ich am sichersten, wenn ich mich so schnell wie möglich bei den Philistern einquartiere. Da bin ich vor Saul sicher. Solange ich im Gebiet von Israel bleibe, wird er die ganze Zeit hinter mir her sein. Überall werden Steckbriefe von mir aushängen, da hab ich keine Ruhe vor dem.“

2 David ging also mit seinen 600 Mann über die Grenze in das Land, das den Philistern gehörte. Er ging dann zu Achisch, dem Sohn von Maoch, der zu der Zeit Präsident von Gat war.

3 Die Familien von Davids Männern waren alle mit dabei. Auch David hatte seine beiden Frauen Ahinoam aus Jesreel und Abigajil aus Karmel mitgenommen. Abigajil war die Witwe vom Nabal. Sie blieben dann alle bei Präsident Achisch in Gat.

4 Als Saul davon Wind bekam, dass sich David dort versteckt hatte, hörte er auf, ihn zu verfolgen.

5 Irgendwann gab es dann mal ein Treffen zwischen David und dem Präsidenten Achisch: „Wenn das okay für Sie ist, würde ich gerne mit meinen Leuten in einer von Ihren Kleinstädten wohnen. Warum sollte ich die ganze Zeit in Ihrer Hauptstadt wohnen bleiben? Aber ich tue alles, was Sie wollen!“

6 Achisch beschloss dann noch am selben Tag, David und seinen Leuten die Stadt Ziklag zur Verfügung zu stellen. Das ist auch der Grund, warum diese Stadt lange zu dem Gebiet von Juda dazugehört hat.

7 Insgesamt wohnte David ein Jahr und vier Monate bei den Philistern.

8 David startete mit seinen Soldaten von dort aus immer wieder kleinere Kriege gegen die umliegenden Städte und Dörfer. So kämpfte er gegen die Geschuriter, die Geseriter und die Amalekiter. Die wohnten schon immer in der Gegend von Schur bis an die Grenze von Ägypten.

9 Überall, wo David Krieg führte, machte er alle Menschen platt, die dort lebten. Alles, was wertvoll war, wurde von Davids Männern eingesackt.

10 Wenn sie wieder zu Hause waren, fragte der Präsident Achisch immer: „Und? Waren Sie wieder unterwegs und haben ein paar Städte ausgeraubt?“ – „Ja, waren wir“, – antwortet David dann. „Wir waren im Südland vom Israelitenstamm Juda.“ Oder er sagte: „Wir waren im Südland, in dem Gebiet der Jerachmeeliter.“ Oder er antwortete: „Ja, wir waren im Südland, wo die Keniter wohnen!“

11 Wenn David unterwegs war, gab es keine Überlebenden. Er kam nie mit Gefangenen wieder nach Gat zurück, weil die bestimmt geplaudert hätten. Auf diese Tour zog David das die ganze Zeit durch, solange er bei den Philistern lebte.

12 Achisch dachte irgendwie, er könnte sich auf David verlassen, der würde ihn nie übers Ohr hauen. „Sein Volk ist so megastinkig auf den, der kann gar nicht anders, als für immer bei mir zu bleiben und für mich zu arbeiten.“

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

… Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mich im Land der Philister in Sicherheit zu bringen. …
(1Sam 27:1)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Frage: David verließ sich auf einen heidnischen König. Dabei bediente er sich der Notlüge, um sich den Philisterkönig gewogen zu stimmen. Kann das denn gut gehen?

Vorschlag!: In Gottes Augen gibt es keine Notlügen; es gibt nur Lügen. Wer von heidnischen Machthabern den Schutz erwartet, statt dem lebendigen Gott zu vertrauen, der betrübt unsern Herrn. In einem Psalm lesen wir, wie David später unter Tränen Buße tat für seine Sünden. Wer sein Leben von Gott heilen lässt, der darf dann auch in einer persönlichen Beziehung mit seinem Schöpfer leben.

(Quelle: http://www.tagesleitzettel.de/bibellese/index.php?BLNR=2440)

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute ist mein Kopf leer, ich kann nicht denken, ich kann mich heute nicht in deinen Text einfühlen. Ich bin traurig, richtig traurig. Gestern habe ich D. gefragt, ob sie einen Wunsch zum Geburtstag hat. Sie meinte: „Nicht Materielles. Ich wünsche mir, dass alles wieder gut wird.“ Sie leidet auch nach 10 Monaten noch so sehr und ich würde alles hergeben, dass wirklich alles wieder gut wird. Vater, ich flehe dich an: Greif ein ein! Ich bitte dich so sehr: Mach irgendetwas! Bitte! Lass das alles nicht so stehen. Ich weiß, dass du eingreifen kannst. Du hast das Rote Meer geteilt, für dich ist das ein Fingerschnipsen, dass du alles in die richtigen Bahnen lenken kannst. Sende alle deine Engel aus! Hilf ihr! ich bitte dich so sehr darum.
Das ist meine einzige Bitte für heute. Bitte tue irgendetwas, ich kann es nicht mehr ertragen, sie leiden zu sehen. Bitte.
Amen

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Auf den Punkt gebracht #18

David blieb König Saul loyal und treu. Er respektierte, dass Gott Saul eingesetzt hatte, obwohl dieser versuchte, ihn zu töten. In seiner Ausbildung für eine Führungsposition lernte David, unter Gottes schützender Hand zu bleiben. Er weigerte sich, sich gegen Saul aufzulehnen, selbst dann, als er dazu eine Gelegenheit bekam (siehe 1Sam 26:7-11). Stattdessen wartete er geduldig darauf, dass Gott ihn befreite. Folgen Sie David Beispiel und weigern Sie sich, sich gegen die Menschen aufzulehnen, die als Autorität über Ihnen stehen. Warten Sie geduldig, bis der Herr Sie erlöst und Ihnen zu Ihrem Recht verhilft.

(JoyceMeyer, Studienbibel)

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Tag 176 + 177 – 1. Samuel 26:1-25

1 Einige Leute aus Sif kamen nach Gibea zu Saul, um David zu verpetzen. „Er versteckt sich auf dem Hügel Hachila, gegenüber von Jeschimon“, steckten sie ihm.

2 Saul befahl 3000 seiner besten Soldaten, sich bereitzumachen, und marschierte mit denen in die Wüste Sif, um David zu suchen.

3 Als sie dort waren, bauten sie erst mal ihr Lager auf. David war in der Zeit noch in der Wüste unterwegs. Er hörte bald davon, dass Saul wieder hinter ihm her war,

4 und schickte deswegen ein paar Spione los, um die Lage auszuchecken. Die bestätigten ihm diese Information: Saul war tatsächlich wieder unterwegs.

5 David wollte sich selbst auch noch mal schlaumachen und schlich sich an das Lager vom Saul ran. Er konnte erkennen, dass die Zelte in einem großen Kreis aufgebaut waren. In der Mitte von dem Kreis stand das Zelt vom Präsidenten Saul. Der hatte sich dort gerade mit seinem General Abner in ihren Penntüten ne Runde aufs Ohr gehauen.

6 Bei David waren noch Ahimelech (ein Hetiter) und Abischai (ein Sohn von Zeruja) dabei. „Also, Leute: Ich werde jetzt versuchen, mich in das Lager von Saul reinzuschleichen. Wer kommt mit?“, fragte er die Männer. „Ich bin dabei!“, meinte Abischai.

7 Nachdem es dunkel geworden war, schlichen sich die beiden in das Lager. Vorbei an Abner und den anderen Soldaten schafften sie es, bis zum Schlafplatz von Saul zu kommen, dessen Zelt im Zentrum des ganzen Lagers war. Alle pennten seelenruhig, und auch der Präsident lag im Tiefschlaf. Direkt an seinem Kopf steckte sein Armeemesser in der Erde.

8 „Jetzt ist die Gelegenheit! Gott hat dafür gesorgt, dass du mit deinem Feind kurzen Prozess machen kannst. Ha, ich werde ihm jetzt mit seinem eigenen Messer die Kehle durchschneiden!“, flüstere Abischai zu David. „Ein Stich genügt, und du bist ihn für immer los!“

9 „Auf keinen Fall!“, sagte David. „Das kannst du nicht bringen! Jeder, der etwas gegen einen Präsidenten tut, den Gott extra ausgesucht hat, bekommt echt Probleme. Gott wird ihn dafür bestrafen!“, sagte David leise.

10 „Ich bin mir ganz sicher, Gott höchstpersönlich wird den Präsidenten aus dem Verkehr ziehen. Er kann dafür sorgen, dass er krank wird und stirbt, einen Autounfall hat oder im Krieg an der Front erschossen wird.

11 Ich will auf keinen Fall den einen Präsidenten töten, der von Gott ausgesucht und eingesetzt worden ist! Schnapp dir das Armeemesser und seine Wasserflasche, und dann lass uns so schnell es geht von hier verpissen!“

12 Abischai holte die beiden Sachen und gab sie David. Dann machten sie sich auf den Rückweg. Niemand bekam etwas von ihrem nächtlichen Besuch mit. Gott hatte dafür gesorgt, dass das ganze Lager in der Nacht ganz tief am Pennen war.

13 David ging dann auf einen Hügel neben dem Lager. Aus dieser sicheren Distanz holte er ein Megaphon raus und

14 weckte die ganze Truppe auf: „Huhu, Abner! Wo sind Sie?“ Abner wachte auf und schrie zurück: „Hä? Wer sind Sie denn? Wie kommen Sie überhaupt dazu, den Präsidenten aufzuwecken?“

15 David rief zurück: „Sind Sie nicht der Typ, vor dem alle Schiss haben? Was sind Sie überhaupt für einer? Warum haben Sie es noch nicht mal gepackt, den Präsidenten anständig zu beschützen? Gerade eben war jemand bei euch im Lager, der hätte ihn ganz leicht umbringen können!

16 Ganz tolle Leistung, Abner! Ich sag Ihnen mal was: Sie haben alle die Todesstrafe verdient! Sie haben es nicht gepackt, Ihren Präsidenten anständig zu bewachen! Sie haben als Security-Leute versagt! Sie wollen einen Beweis? Dann suchen Sie doch mal das Armeemesser vom Präsidenten oder die Wasserflasche. Ist beides nicht mehr da, oder?“

17 Saul hörte die ganze Zeit mit und erkannte plötzlich, dass es die Stimme von David war. „David? Bist du das? Mein Sohn David!“ – „Ja, mein Chef! Ich bin es, mein Präsident!“, rief David zurück.

18 „Warum sind Sie mit Ihren Leuten hinter mir her? Was hab ich Ihnen getan? Was hab ich Schlimmes verbrochen?“, sagte er weiter.

19 „Hören Sie mal, ich hab echt das Gefühl, jemand hat Sie gegen mich aufgehetzt. Aber Sie sind doch mein Präsident und mein Chef! Wenn Gott dahintersteckt, sollten wir vielleicht mal zusammen einen Gottesdienst organisieren und das Ding mit einem Opferritual wieder klarkriegen. Wenn aber Menschen uns gegeneinander aufstacheln, dann müssen die dafür bezahlen, sie sollten von Gott vom Platz gestellt werden. Diese Leute wollen ja, dass ich für immer verschwinde aus Ihrem Leben! Sie klauen mir meinen Anteil an dem Gebiet, was Gott mir versprochen hat! Sie fordern mich dazu auf, abzuhauen und mit irgendwelchen Plastikgöttern zu leben!

20 Das kann doch nicht in Ihrem Sinne sein!? Das dürfen Sie nicht zulassen, dass ich irgendwo sterbe, wo Gott nicht ist! Warum jagen Sie mich wie ein dummes Huhn, was weggelaufen ist? Hallo? Der Präsident von Israel versucht eine Mücke einzufangen?!“

21 Saul war beeindruckt: „Puh, ich bin so ein Idiot, ich hab Mist gebaut!“, rief er laut. „Bitte komm wieder zurück! David, du bist doch wie mein eigener Sohn! Ich werde dir nie wieder etwas tun, versprochen! Du hast letzte Nacht mein Leben verschont! Ich war wirklich total link zu dir!“

22 „Wenn Sie wollen, dann schicken Sie noch mal einen von Ihren Soldaten hoch, mein Präsident. Der soll Ihr Armeemesser abholen!“, rief David zurück.

23 „Gott belohnt jeden für das, was er macht. Jeder, der ihm treu ist und tut, was er sagt, kriegt eine Belohnung von ihm. Er hat heute dafür gesorgt, dass Sie ausgeliefert und wehrlos waren, ich hätte Sie töten können. Aber ich wollte das nicht, weil Sie der von Gott ausgesuchte Präsident sind.

24 In der Art, wie ich heute Respekt vor Ihrem Leben hatte, wird Gott auch Respekt vor meinen Leben haben, es wird ihm nicht egal sein. Gott wird mir helfen, er wird mich retten, wenn ich in einer Notsituation bin.“

25 Saul sagte: „Okay! Gott soll dich fett beschenken, er soll dich segnen! Alles, was du anfasst, soll ein Megaerfolg werden, mein Sohn David!“ Damit war das Ding erledigt, und beide zogen ab. David ging in seine Richtung, und Saul ging wieder zurück nach Hause.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Aber David entgegnete ihm: „Nein, bring ihn nicht um! Denn wer sich am Gesalbten Jahwes vergreift, wird nicht ungestraft bleiben.“
(1Sam 26:9)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Die Sache wiederholt sich. Saul sucht David weiterhin und will ihn töten.
David ist weiter auf der Flucht, beweist aber Saul, dass er ihn als von Gott eingesetzten König respektiert.
Ein weiteres Mal bekennt Saul: „Ich habe gesündigt“, ohne es wirklich zu zeigen. Ein leeres Bekenntnis.
David hat also ein zweites Mal das Leben von Saul verschont.
Für sein eigenes Leben stützt er sich nicht auf die Aussagen Sauls, sondern auf Gott:
„Nur bei Gott wird meine Seele still, denn meine Hilfe kommt von ihm. Nur er ist mein Fels, meine Rettung, meine sichere Burg, / in der mir kaum etwas geschehen kann.“  (Psalm 62:1-2)

Glauben ins Leben umgesetzt

Frage: Ist es bei mir genauso? Genauso wie in dem Vers Psalm 62:1-2? Vertraue ich auf Gottes Hilfe mehr als auf menschliche Hilfe?
Zeit zum Grübeln und zum Reflektieren …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, da hast du mir ja heute Morgen eine harte Nuss aufgegeben. Jaaaa, ich vertraue dir mehr als Menschen. Aber menschliche Hilfe ist auch oft so bitter nötig! Oder meinst du, ich solle auf dich vertrauen, dann schickst du mir schon Leute vorbei, die den Job erledigen? Ja, das ist gut. Ja, das kann ich so annehmen.
Danke. Vater, dass du da bist, immer ansprechbar, immer bereit zu helfen, zu führen, zu beschützen.
Meine Bitte für heute, für den heutigen Tag: Bleib bei mir, geh nicht weg. Sei einfach nur da ………. (Gleiches hatte ich meinem Mann vor Jahren nach meiner schweren OP gesagt, Jahre später ist er gestorben, nun habe ich nur noch dich, zu keinem anderen habe ich dieses Vertrauen wie zu dir)
Oh man, ich habe Sehnsucht nach meinen Mann. Bitte Vater, sag ihm, wo immer jetzt gerade ist, wie sehr ich ihn vermisse, er war der weltbeste Ehemann. Bitte sag es ihm!
Amen

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Tag 175 – 1. Samuel 25:36-44

36 Als Abigajil nach Hause kam, war Nabal mit seinen Leuten gerade schwer am Feiern. Er hatte ein fette Party organisiert, war voll auf Drogen und megabreit. Darum redete sie erst mal nicht mit ihm.

37 Erst am nächsten Morgen, als er wieder klar in der Birne war, erzählte sie ihm alles. Nachdem er die ganze Geschichte gehört hatte, bekam er plötzlich einen Gehirnschlag und war gelähmt.

38 Zehn Tage danach sorgte Gott dafür, dass er sterben musste.

39 Als David von der Sache hörte, war er echt froh: „Danke, Gott! Du hast dafür gesorgt, dass alles gut geworden ist. Du hast Nabal dafür bestraft, weil er so assig zu mir war. Er hat die gerechte Strafe bekommen.“ Dann schickte er einen Mann zu Abigajil mit einem Heiratsantrag.

40 Als der Typ bei ihr in Karmel ankam, sagte er zu ihr: „Ich soll Sie von David fragen, ob Sie ihn nicht vielleicht heiraten wollen!“

41 Sie stand sofort auf, ging zu dem Mann hin, kniete sich auf den Boden und sagte: „Ich werde alles tun, was er sagt. Ich wär sogar bereit, die Drecksarbeit für ihn zu erledigen.“

42 Sofort packte sie ihre Sachen und setzte sich in den Bus. Ihre fünf Helferinnen kamen alle mit.

43 Jetzt hatte David zwei Frauen, was damals normal war. Er hatte ja vorher schon die Ahinoam geheiratet, die aus Jesreel kam.

44 Eigentlich war David ja auch noch mit Sauls Tochter Michal verheiratet. Aber Saul hatte die in der Zwischenzeit einfach mit Palti, einem Sohn von Lajisch aus Gallim, verheiratet.

  1. Mein Schlüsselvers des Abschnittes
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umsetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers des Abschnittes

Als David davon hörte, sagte er: „Gepriesen sei Jahwe, der den Streit gegen Nabals Unverschämtheit ausgetragen und mich, seinen Diener, von einer bösen Tat abgehalten hat. Er hat Nabals Schlechtigkeit auf ihn selbst zurückfallen lassen.“ …
(1Sam 25:39)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Also, das ist dann mal ein ganz klares Zeichen für: Es ist Gottes Job zu rächen, nicht unsere (von richtigen Straftaten abgesehen, die gehören auch vor ein weltliches Gericht). Aber jede persönliche Rache ist nicht unser Part. Punkt.
Was mich am Ende des Kapitels echt gewundert hat, dass David so viele Frauen haben darf. Ja, gut, in dieser Zeit galt das als normal. Aber Gott hatte zu Beginn nur ein Mann geschaffen und eine Frau. Und nicht viele Frauen! Getopt hat das Salomo noch. Aber davon später.

Glauben ins Leben umgesetzt

Es ist so schön klar, was Gott hier in seinem Wort geschrieben hat. So klar und eindeutig ist die Anweisung: Gott alles vor die Füße hauen, und dann die eigenen Füße stillhalten. Er macht dann. Vielleicht nicht gleich und unmittelbar, aber zu seiner richtigen Zeit.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir für so vieles heute: Dass es mir heute wieder besser geht (gestern war ein Kacktag), dass ich unter meiner neuen Decke gut schlafen konnte (hast du prima ausgesucht diese Bettdecke), dass gerade die Reinigungsfirma, also der Chef, da war und den Schaden in meinem Flur begutachtet hat, den seine Leute beim reinigen des Treppenhauses gemacht haben. Sehr nett der Mann und ein Tischler wird mein Parkett wieder schön machen. Ich danke dir auch, dass es nachts jetzt schön kühl ist und die aufgeheizten Räume abkühlen können. Und dass es gestern eine Art Landregen gab, so wichtig für die trockene Natur. Und dass D. mich gestern angerufen hat, wie sie das letzte Wochenende gerockt hat. Dass alles so perfekt und minutiös lief, wie von dir geplant. Lauter dicke fette Dankeschöns an dich. Und so übergebe ich dir auch diesen heutigen Tag. Bitte kümmere dich heute ganz dolle um A.. D.hatte mir gestern gesagt, du hast ihr ins Herz gelegt, dass es bei A. wieder ein dickes Problem gibt. Ich kenne es nicht, aber du kennst es. Bitte führe A. da heraus, kümmere dich so um ihn, dass er sein Leben auf die Reihe bekommt, dass er Dinge versteht und begreift, die wichtig sind für ihn. Beschütze und behüte uns alles und bringe uns gut durch den Tag.
Amen

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Edelsteine #25

… Gesegnet sollst du sein, dass du mich heute davor zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir selbst zu helfen! 
(1Sam 25:33)

David traf eine sehr unkluge Entscheidung. Obwohl es der Wunsch seines Herzens war, Gottes Willen zu tun, gab er doch der Not des Augenblicks nach, nämlich dem Hunger seiner Leute. Davids Männer hatten längere Zeit die Schafherden Nabals sorgfältig beschützt und vor Unglück bewahrt. Eines Tages schickte David Boten zu Nabal mit der Bitte, ihm doch aus seinen großen Vorräten an Lebensmitteln eine Spende zu machen. Aber Nabal zeigte sich roh und abweisend und dachte nicht daran, etwas zu geben. Da wurde David zornig, gürtete sich sein schwert um und zog mit 400 Mann los. Versessen auf Rache, wollte er sich mit Gewalt nehmen, was ihm Nabal nicht freiwillig gewährte.

Nabals Frau war eine echte Frau. Sie erfuhr, wie töricht ihr Mann gehandelt hatte. Sie selbst stellte einen Lebensmitteltransport für Davids Truppe zusammen und machte sich auf den Weg, um ihn zu begegnen. Weil sie David überredete, ihre Spende anzunehmen, verhinderte sie eine schlimme Tat.

David war sehr beeindruckt von Abigajil. Er sagte zu ihr: „… Gesegnet sollst du sein, dass du mich heute davor zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir selbst zu helfen!“ Er erkannte, dass hier Gottes Hand im Spiel war und dass Gott ihm davor bewahrt hatte, im Zorn einen schweren Fehler zu begehen. „Aber so wahr Jahwe, der Gott Israels, lebt, der mich davor bewahrt hat, dir Böses zu tun …“ (1Sam 25:34). Wir mögen zu den Menschen gehören, die ernstlich wünschen, Gottes Willen zu erfüllen. Wenn wir aber diesen Wunsch törichterweise beiseite schieben, dann geraten wir in die Gefahr, etwas zu tun, das dem Willen Gottes gänzlich zuwider läuft. Doch Gott kann uns zur rechten Zeit eine Abigajil entgegenschicken, um uns vor Ungehorsam und Sünde zu bewahren.

Es drängt mich an diesem Morgen, zu irgendjemand zu sagen: Stehe ab von dem, was du tun willst! Mäßige dich und suche Gott! Er weiß Bescheid und kann dich vor einem törichten Unternehmen bewahren.

Ein Edelstein für heute: „Wie glücklich sind die, von denen Frieden ausgeht!“
(Mat 5:9)

(Tim Ruthven)

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