Tag 52 – 1. Mose 34:1-17

Italian anonymous [Public domain]

Dina wird vergewaltigt

1 Jakob und Lea hatten eine Tochter, die Dina hieß. Dina ging an einem Tag mal in die Stadt, um ein paar Freundinnen zu besuchen.

2 Auf dem Weg dorthin traf sie auf den Sichem, der ein Sohn vom Hamor war. Hamor kam aus dem Stamm der Hiwiter, er war in der Gegend einer der Anführer. Sichem wurde total scharf auf Dina, als er sie sah. Er ging zu ihr hin, drehte ihr den Arm um und vergewaltigte sie.

3 Dabei verknallte sich der Spinner auch noch total in Dina. Er schrieb ihr in den nächsten Wochen derbe Liebesbriefe, dass es ihm total leid tut und so. Er wollte einfach, dass Dina sich auch in ihn verknallen würde.

4 Dann ging er zu seinem Vater und sagte dem: „Bitte, Dad, mach das für mich klar, dass ich dieses Mädchen heiraten kann!“

5 Jakob hörte an einem Tag davon, dass seine Tochter vergewaltigt worden war. Seine Söhne waren aber gerade unterwegs bei der Arbeit. Darum blieb er erst mal zu Hause und unternahm nichts.

6 Sichems Vater besuchte schließlich Jakob, um mit ihm über die Sache zu reden.

7 In der Zwischenzeit kamen die Söhne von Jakob nach Hause. Als man ihnen erzählt hatte, was mit ihrer Schwester passiert war, waren alle zuerst total traurig. Dann kamen sie alle voll aggromäßig drauf. Der Typ hatte eine wirklich ganz üble Sache getan, die auch schon zu der Zeit voll schlimm gewesen ist.

8 Hamor wollte mit Jakob über die Sache sprechen. Er ging zu ihm hin und sagte: „Es gibt da ein Ding, worüber ich gerne mit Ihnen sprechen würde. Mein Sohn ist sehr verliebt in Ihre Tochter!

9 Könnten Sie nicht Ihr Einverständnis zu einer Hochzeit der beiden geben? Warum könnten wir nicht eine große Familie werden? Meine Söhne heiraten Ihre Töchter und Ihre Söhne meine!

10 Sie können sich ja in unserer Gegend gerne Grundstücke kaufen und sesshaft werden. Das Land steht Ihnen offen! Wir könnten gute Deals miteinander abschließen!“

11–12 Dann ergriff Sichem das Wort: „Also, Sie können wirklich von mir fordern, was Sie wollen! Jedes Geschenk ist es mir wert, wenn ich nur diese Traumfrau heiraten kann!“

13 Die Söhne vom Jakob waren total aggro auf die „Hamors“. Wer ihrer Schwester so was Linkes antut und sie vergewaltigt, hat es nicht besser verdient, als abgezockt zu werden.

14 „Also, wir können es nicht zulassen, dass unsere Schwester einen Mann heiratet, der nicht unser Beschneidungsritual durchgezogen hat. Das geht gegen unsere Ehre!

15 Es gibt nur eine Chance, dass wir auf Ihren Wunsch eingehen: Sie müssen genauso werden wie wir! Alle Männer bei Ihnen müssen sich auch die Vorhaut vom Penis abschneiden lassen.

16 Wenn Sie das tun, wäre eine Heirat zwischen unseren Leuten möglich. Dann wollen wir gerne bei Ihnen wohnen bleiben, und wir wären dann wirklich nur noch eine Truppe und nicht mehr zwei.

17 Falls Sie da aber keine Lust drauf haben und Sie sich da nicht beschneiden lassen wollen, nehmen wir unsere Schwester wieder mit, und das war es dann.“

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Da sah Sichem sie, der Sohn des Hewiters Hamor, des Fürsten des Landes; er nahm sie und legte sich zu ihr und tat ihr Gewalt an. (1Mo 34:2)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln


Fragezeichen

  • Warum schwieg Jakob dazu?
  • Gab er sich die Schuld?

Erkenntnis des Tages

  • Wenn man sich bewusst mit der „Welt“ einlässt, muss es klar sein, dass etwas passieren kann, was ich nicht will
  • Ja, eine Vergewaltigung ist immer schlimm und ist immer die Schuld des Täters, niemals der Frau. Ja, eine Frau kann durch bestimmtes Auftreten oder Kleidung „Täter“ dazu animinieren, aber das rechtfertigt eine Vergewaltigtigung.
  • Jakobs Söhne reagieren mit Hinterlist. Sie verlangen auf die Bitte um Heirat die Beschneidung. Eine Beschneidung? Eine Beschneidung als Zeichen des Bundes mit Gott für Ungläubige. Auch das ist verwerflich.

Glauben ins Leben umgesetzt

Auch wenn ich mich „in der Welt“ bewege, muss ich versuchen (!), mich nicht auf Dinge einzulassen, die gegen die Bibel sprechen, um somit mögliche Gefahren zu minimieren. (Was für ein schlauer Satz von mir! Wenn es denn so einfach wäre. Heute – besser seit vorgestern ist es mir bewusst – weiß ich, dass ich mir meine ganze Depression mit ihren ganz schlimmen Phasen zum Teil selbstverschuldet habe, indem ich Dinge tat, bei denen ich hätte wissen können, dass Gott sie nicht gut findet. Erst diese Depression musste sein, damit Gott mich wieder raus holt.)

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Einschub: Edelsteine #1

Esau sprach: Ich habe genug … und Jakob antwortete: … ich habe genug. (1Mo 33:9+11)

Wie selten ist ein zufriedener Christ zu finden! C.H. Spurgeon erzählte von seiner Frau, die eine Fastenzeit mit einer Brotkruste und einem Becher Wasser beendete und dabei ausrief: „Soviel Gutes, und außerdem Christus!“

Jakob befand sich in einer Lage, in der er sich fürchtete. Einst hatte sein Bruder sein Leben bedroht, und jetzt stand ihre erste Begegnung bevor nach mehr als zwanzig Jahren. Um Esau freundlich zu stimmen und ihm einen Beweis des Wohlwollens zu geben, überschüttete Jakob ihn mit Geschenken. Jeder von ihn beiden war zu Reichtum gekommen. Jeder war gesegnet worden während dieser langen Trennungszeit. Aber der eigentliche Segen, der an ihnen zu erkennen war, bestand nicht an ihren Besitztümern, sondern an ihrer offensichtlichen Zufriedenheit mitten in ihrem Wohlergehen. Das ist wahrhaftige eine seltene Sache. Beide erklärten, Segen empfangen zu haben. Beide wünschten , dem anderen eine Freundlichkeit zu erweisen; aber das Wichtigste war doch, dass sie wussten: „Ich habe genug.“

Wie würde unser Leben aussehen, wenn wir -ähnlich wie diese beiden – aufhören würde mit Wünschen, wenn wir uns begnügen würden mit unserem Lebensstandard, wenn wir zufrieden wären und zu unserem Bruder sagen könnten: „Ich habe genug“ (und das würde bedeuten: ich bin der Lage, freigiebig zu sein)? Wie würde unser Leben aussehen, wenn Gott nicht nur alle unsere Bedürfnisse befriedigen, sondern wenn er uns dazu gebrauchen könnte, mit Hilfe der uns geschenkten Fülle ein Segen für andere zu sein, so dass auch sie einen Segen von Gott empfangen könnten?

Könnte Gott dir wohl mehr anvertrauen, als du nötig hast? Würdest du darin deine volle Zufriedenheit finden, so dass du es nicht für nötig halten würdest, von dem dir geschenkten Segen Gottes einen großen Teil zurückzuhalten für schlechte Zeiten? Würdest du wohl den geschenkten Segen als eine Hilfsquelle Gottes ansehen können, um andere damit zu segnen? Zufriedenheit mitten in äußerem Wohlergehen scheint auch bei Christen eine seltene Tugend zu sein. Zufriedenheit bedeutet: frei sein von dem Verlangen nach etwas Verlockendem, nur weil irgendjemand anderes es hat.

Wie wäre es, wenn wir uns zum Ziel setzen würden, nicht möglichst viel zu erwerben, sondern möglichst viel verschenken zu können? Würde es nicht wunderbar sein, wenn wir – wie Jakob und Esau – zufrieden wären mit Gottes Fürsorge und wir, wie sie, bezeugen würden: wir haben genug? Wenn wir alle dies bezeugen würden, wenn keiner von uns mehr danach streben würde, Reichtümer für sich selbst aufzuhäufen, dann würde es schwierig für uns werden, Empfänger für Geschenke zu finden, weil wir umgeben wären von zufriedenen Christen. Nicht mehr das Erwerben wäre schwierig für uns, sondern das Verschenken, weil alle genug haben würden.

Edelstein für heute: „Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer reichen Segen sät, der wird auch reichen Segen ernten“ (2. Kor. 9:6)

(Tim Ruthen)

Tag 51 – 1. Mose 33:1-20

Johann Heinrich Schönfeld [Public domain]

1  Als Jakob sich umsah, konnte er von weitem den Esau anfahren sehen. Hinter ihm waren mindestens 400 seiner Leute dabei, fast ne kleine Armee. Jakob bekam etwas Panik, er stellte die Kinder neben die Mütter Lea und Rahel und zu den Nebenfrauen.

2  Die Leihmütter stellte er dann nach vorne, dahinter Lea mit ihren Kindern und ganz ans Ende Rahel und Josef.

3  Jakob ging dann ganz nach vorne. Als Esau da war, warf er sich vor ihm auf den Boden, er machte sieben Mal eine ganz tiefe Verbeugung.

4  Esau stand aber gar nicht so auf Verbeugung, er rannte ihm entgegen, hob ihn auf, umarmte ihn und knutschte ihn sogar, weil er sich so sehr da drüber freute, seinen Bruder wiederzusehen! Dann fingen beide vor Freude voll an zu heulen.

5  Nachdem Esau wieder etwas runtergekommen war, sah er die Frauen und Kinder vom Jakob. „Wer ist das denn?“, fragte er Jakob neugierig. „Das sind meine Kinder! Hat Gott mir geschenkt, weil er mich mag!“, lachte Jakob.

6  Die Leihmütter kamen mit den Kindern zu Esau und machten alle eine tiefe Verbeugung vor ihm.

7  Und dann kam auch Lea mit ihren Kindern und zum Schluss der Josef mit seiner Mutter Rahel. Sie machten alle eine tiefe Verbeugung vor ihm.

8  „Was war denn da los mit den ganzen Herden, die du mir geschickt hast?“, wollte Esau von Jakob wissen. „Also, um ehrlich zu sein, wollte ich mich ein bisschen bei dir einschleimen. Du solltest diese Geschenke bekommen, damit du nett zu mir bist.“

9  Esau meinte: „Au Mann, mein lieber Bruder, du kannst das Zeug gerne behalten! Ich hab echt selbst genug davon!“

10  „Nein, nein, auf keinen Fall! Wenn zwischen uns alles wieder locker sein soll, dann musst du mein Geschenk auch annehmen, ja? So wie wenn ich zu Gott gehe, weil ich Mist gebaut hab und ihn bitte, mir zu verzeihen, genauso bin ich jetzt zu dir gekommen. Und du warst nett zu mir,

11  darum bitte ich dich wirklich, nimm mein Geschenk an! Gott hat mich wirklich fett beschenkt, es geht mir total gut, ich bin im Ausland zu richtig viel Kohle gekommen!“ Jakob drängelte so lange, bis sein Bruder weich wurde.

12  Esau sagte: „Okay, lass uns weitergehen, ich möchte dich ein Stück begleiten!“

13  „Chef, hör mal, die Kinder sind schon total durch, die können heute nicht mehr so lange auf Tour sein. Ich hab auch ein paar Schafe und Rinder dabei, die gerade Babys bekommen haben. Wenn ich die jetzt stresse, krepieren die mir alle!

14  Geh schon mal vor! Ich werde es langsam angehen lassen und komme nach, mit dem Tempo der Tiere und der Kinder. Okay?“

15  Esau wollte wenigstens ein paar von seiner Truppe als Begleitung bei Jakob lassen. Jakob hatte da aber auch keinen Bock drauf. „Is echt nicht nötig. Mir reicht es dicke, wenn zwischen uns in Zukunft alles wieder okay ist!“

16  Also machte sich Esau dann wieder auf den Rückweg nach Seir.

17  Jakob zog dann weiter und kam an dem Ort Sukkot an, was so viel heißt wie „die Hütten“. Dort baute er sich auf einem freien Grundstück erst mal ne Hütte. Daher hat der Ort auch seinen Namen. Für die Schafe und Kühe wurde ein provisorischer Stall gebaut, mit einem Dach aus Zweigen, die man geflochten hatte.

18  Irgendwann kam Jakob dann über Paddan-Aram in der Stadt Sichem an. Das liegt in dem Land Kanaan. Dort baute er vor der Stadt auf einer Wiese sein Zeltlager auf.

19  Er ging dann zu dem Besitzer von der Wiese, die dem Hamor-Klan gehörte. Der Vater Hamor hatte die Stadt mal gegründet. Jakob zahlte für das Teil 7000 Euro.

20  Dann baute er extra so einen Spezialtisch für Gott, einen Altar, dort hin. Diesen Ort nannte er ab dann „Der Gott ist mein Gott, der Gott von Israel“, denn das war ja sein neuer Name.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers

Esau aber lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals.
(1Mo 33:4)

Gottes Verheißung


Gottes Handeln


Fragezeichen

Warum log Jakob Esau an? Warum sagte er nicht, dass er nicht mitkommt, weil der nach Kanaan wollte?

Erkenntnis des Tages

Versöhnung ist etwas Tolles. Und die geht auch mit Ungläubigen! Klar in der realen Welt sowieso, hier aber auch in der Bibel.

Glauben ins Leben umgesetzt

Der Mut zur Wahrheit ist manchmal ziemlich klein. Aber Gott will keine Betrügerein, kein Lügen. Auch keine „Notlügen“. Oder Flunkereien.
Merke: Unbedingt dran halten, auch wenn es unangenehm wird.

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Einschub: Alle humpeln

Jakob war ein Mann mit vielen Schwächen, doch er ließ nicht locker und war entschlossen, Gottes Segen zu empfangen. Gott mag diese Entschlossenheit. Er sagte Jakob in 1. Mose 32:29, dass er mit Gott und den Menschen gekämpft und durchgesetzt hatte. Wegen dieses Kampfes würde Gott in ihm verherrlicht werden. Gott kann durch Menschen verherrlicht werden, die nicht zulassen, dass ihre persönlichen Schwächen ihn daran hindern, durch sie hindurchzufließen.

Damit Gott durch uns hindurchfließen kann, müssen wir uns erst der Tatsache stellen, dass wir Schwächen haben und dann müssen wir beschließen, uns von ihnen nicht behindern zu lassen. Unsere Unvollkommenheit wird Gott nicht davon abhalten, durch uns zu wirken, es sei denn, wir selbst lassen es zu. Wir müssend uns vollständig akzeptieren – mit all unseren Schwächen – weil Gott es auch tut.

Ich bitte Sie, etwas sehr Wichtiges zu tun. Lassen Sie jetzt einmal alles stehen und liegen und legen Sie Ihre Arme um sich. Umarmen Sie sich kräftig und sagen Sie laut: „Ich nehme mich an. Ich liebe mich. Ich weiß, dass ich schwach und unvollkommen bin, aber ich werde nicht zulassen, dass mich das aufhält, und ich werde nicht zulassen, dass es Gott davon abhält, durch mich zu wirken.“ Wenn Sie das mehrmals täglich tun, werden Sie bald eine neue Einstellung zu sich selbst, eine neue Lebenseinstellung und ein größeres Vertrauen in Gott entwickeln.

Jakob kämpfte mit den Engeln des Herrn, der ihn auf sein Hüftgelenk schlug. Nach dieser Begegnung hinkte er (siehe 1. Mose 32:23-33). Ich sage gern: Jakob ist von diesem Kampf weggehumpelt, aber er hat seinen Segen mitgenommen! Gott wird uns alle segnen, auch wenn wir hinken, auch wenn wir nicht vollkommen sind. Vergessen Sie nicht, Gott schaut auf unser Herz. Wenn wir an ihn glauben und unser Herz sich danach sehnt, ihm zu gehorchen und ihm Ehre bringen, dann wird er trotz unseren Schwächen Wunder durch uns wirken.

(Joyce Meyer)

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Tag 50 – 1. Mose 32:23-33

Gustave Doré [Public domain]

23  Mitten in der Nacht stand Jakob auf, schnappte sich seine zwei Frauen, seine Zweitfrauen und alle seine Kinder und schickte sie über die Landesgrenze am Fluss Jabbok.

24  Sein ganzes Zeug mit den ganzen Leuten zog dort über den Fluss.

25  Nur Jakob blieb noch alleine in der Nacht dort. Im Morgengrauen kam plötzlich so ein Typ bei ihm an, der mit ihm kämpfen wollte. Die beiden hatten einen sehr heftigen und langen Boxkampf bis kurz vor Sonnenaufgang.

26  Als dieser Typ Jakob nicht besiegen konnte, haute er ihm noch mal volle Kanne gegen seine Hüfte.

27  Jakob hatte mitbekommen, dass er wohl mit einem Engel oder so zu tun hatte. Der Typ sagte dann zu ihm: „Hey, lass mich jetzt los! Die Sonne geht gleich auf!“ Er antwortete: „Ich lass dich nur gehen, wenn du mir das Beste wünschst und mich fett segnest.“

28  Der Typ sagte: „Wie heißt du noch mal?“ – „Ich bin Jakob!“, antwortete er.

29  „Ab jetzt hast du einen neuen Namen. Du bist jetzt nicht mehr der Jakob, sondern der Israel! Der Name kommt daher, weil du nicht nur Menschen bekämpfen und sie besiegen kannst, sondern sogar Gott.“

30  „Wie heißt du eigentlich?“, wollte Jakob jetzt wissen. „Gegenfrage: Warum musst du überhaupt meinen Namen wissen?“, meinte der Typ. Dann segnete er Jakob.

31  Jakob gab dem Ort einen Namen. Er nannte ihn „Pnuel“, weil er Gott in die Augen sehen konnte, an diesem Platz dort. „Ich habe hier Gott gesehen, und ich hab es überlebt!“

32  Als er vom „Pnuel“ weggehen wollte, ging die Sonne auf. Und er hinkte jetzt wegen seiner angeditschten Hüfte.

33  Das ist übrigens der Grund, warum die Leute in Israel keine Sehnen von Tieren essen, die über dieses Gelenk wachsen. Da hatte Jakob nämlich einen Schlag draufbekommen.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Der Schlüsselvers des Abschnittes

„Und als er sah, dass er [Gott] ihn [Jakob] nicht überwältigen konnte, berührte er sein Hüftgelenk; und das Hüftgelenk Jakobs wurde verrenkt, während er mit ihm rang. Da sagte er: Lass mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen! Er aber sagte: Ich lass dich nicht los, es sei denn du hast mich vorher gesegnet. Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Er sagte: Jakob. Da sprach er: Nicht mehr Jakob sollst du heißen, sondern Israel; .. “ (1Mo 32:26-29)

Gottes Verheißung

  • Aus Jakob wurde „Israel“.

Gottes Handeln

  • Gott kämpfte selbst mit Jakob (Hosea 12:4) und verrenkte ihm die Hüfte, damit er schwach wird und sein Vertrauen auf Gott setzt.

Fragezeichen


Erkenntnis des Tages

  • Sehr wichtiger Abschnitt in der Heilsgeschichte. Hier bekommt Jakob seinen Namen „Israel“
  • Der Engel, mit dem Jakob kämpfte, war Gott selbst (siehe Hosea 12:4)
  • Jakob hatte vieles aus Selbstvertrauen getan und Gott vernachlässigt.
  • Erst als er seiner bleibenden Schwachheit bewusst war (durch das Verrenken der Hüfte), klammerte er sich an Gott.
  • Äußerlich hatte er den Kampf verloren, geistig aber 100 Punkte! Gewonnen!

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich bin mir zu 100% sicher: Wäre ich kerngesund und stark, hätte ich mich wahrscheinlich nie auf Gott eingelassen. Aber weil ich so ein schwächliches Ding bin, bleibt mir nur, auf Gott und seine Hilfe zu vertrauen.

Und so ganz wunderbar finde ich es, heute am Tag 50 meiner Bibellese, gelange ich immer mehr zu meinem früheren Glauben zurück. Plötzlich kommen die Gedanken wieder, plötzlich ist der Weg wieder frei. Ich bin sososo froh! Danke, du großer Gott! Danke an meinen Therapeuten, der mich soweit weit gebracht hat, dass ich mich wieder öffnen kann! DANK

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Tag 49 – 1. Mose 32:1-22

AnonymousUnknown author [Public domain]

1  Morgens nach dem Frühstück verabschiedete sich Laban von seinen Enkelsöhnen und Töchtern. Er küsste sie und betete noch mal ne Runde für alle. Dann zog er ab und ging mit seinen Leuten nach Hause.

2  Auch Jakob ging weiter. Mitten auf dem Weg passierte etwas sehr Heftiges. Plötzlich stand da eine ganze Armee von Gottes Engeln!

3  Als er sie sah, rief Jakob: „Wow, da ist ja die ganze Armee von Gott am Start!“ Er gab diesem Ort darum den Namen „Mahanajim“, was so viel heißt wie „ein doppelt so großes Lager“.

4  Jakob schickte einige Leute los, die ein paar Tage vor ihm schon in die alte Heimat Seir gehen sollten. In dem Edom-Land hielt sich nämlich gerade sein Bruder Esau auf.

5  Sie sollten ihm folgende Nachricht geben: „Lieber Esau! Ich wollte dir nur mitteilen, dass ich wieder nach Hause kommen werde. Ich werde mich dir unterordnen und tun, was du von mir willst. War die ganze Zeit bei Laban am Arbeiten gewesen.

6  Ich hab echt gut verdient in der Zeit und eine Menge Kohle gemacht. Hab jetzt sehr viele Rinder und Schafe, dazu eine ganze Firma mit vielen Angestellten. Ich lass dir diese Nachricht zukommen, damit du Bescheid weißt. Hoffe, dass zwischen uns wieder alles okay kommt. Viele Grüße, dein Jakob.“

7  Nach ein paar Tagen kamen die Leute wieder zurück. Sie sagten: „Jakob! Wir haben deinem Bruder alles ausgerichtet. Er hat sich sofort 400 Leute gegriffen und ist auf dem Weg hierher!“

8  Jakob bekam jetzt voll die Panik. Sofort gab er den Befehl, seinen ganzen Treck, inklusive der Rinder, Schafe und Kamele, in zwei Gruppen aufzuteilen.

9  Er sagte: „Wenn Esau die eine Gruppe plattmacht, schafft es die zweite vielleicht, rechtzeitig zu fliehen.

10  Dann redete Jakob mit seinem Gott: „Hey, Gott! Du bist der Gott von meinem Vater Isaak und der Gott von meinem Opa Abraham, das will ich als Erstes klarstellen. Und niemand anderes als du hat mir gesagt, ich soll dorthin zurückgehen, wo ich geboren worden bin, in meine Heimat. Du hast sogar gesagt, das wäre gut für mich.

11  Ich bin echt der letzte Arsch, und trotzdem hast du mich so fett beschenkt. Du hast jedes Versprechen auch eingehalten, du bist einfach treu. Als ich auf dem Hinweg über diesen Jordan-Fluss gegangen bin, hatte ich nichts als meine Unterhosen an. Und jetzt komme ich zurück mit ganz viel Sachen und Menschen, die alle zu mir gehören.

12  Bitte pass jetzt auf mich auf! Rette mich vor der Rache von meinem Bruder Esau! Ich hab echt Schiss, dass er kommt und mich umbringt. Und nicht nur mich, auch meine ganze Familie mit meinen Kindern wird er töten.

13  Komm, Gott, du hast mir versprochen, dass du auf uns aufpasst! Du hast gesagt, dass meine Familie sich so krass vermehren wird, wie es Sandkörner am Meer gibt, man wird sie nicht mehr zählen können.“

14  Er beschloss dann an der Stelle, wo sie waren, zu übernachten. Abends ging Jakob seine Sachen durch und suchte ein paar richtig schöne Geschenke für seinen Bruder aus:

15  über 200 weibliche Schafe und genau so viele Ziegen, dazu 20 von den schönsten Ziegenmännchen und Schafmännchen,

16 dann 30 Kamele mit Kamelkindern, 40 Kühe, 10 Stiere, 20 Eselinnen und 10 Esel suchte er extra aus.

17  Er gab sie einigen seiner Angestellten, jeweils eine Herde. Dann sagte er zu ihnen: „Passt auf! Zieht schon mal los und bleibt in einem gewissen Abstand zueinander.“

18  Zu den Leitern der Gruppen sagte er: „Hört mal zu: Wenn ihr meinen Bruder Esau trefft und er euch dann so Fragen stellt wie ,Zu wem gehört ihr?‘, ,Wohin geht ihr?‘ oder ,Zu wem gehören die da?‘,

19  dann sagt ihr einfach: ,Wir gehören zu Jakob, und der ordnet sich Ihnen voll unter. Die ganzen Sachen will er Ihnen schenken, Herr Esau. Der ist übrigens auch hierher unterwegs und gleich da!‘“

20  Das sagte er auch der zweiten und der dritten Gruppe. „Genau das sollt ihr dem Esau sagen, wenn ihr ihn trefft!

21  Ihr sollt ihm sagen: ,Guten Tag! Jakob ist auch gleich da. Er hatte sich gedacht, es wäre eine gute Idee, ein paar Geschenke vorwegzuschicken. Denn er will sich mit Ihnen wieder vertragen.‘ Anschließend werde ich dann kommen. Hoffentlich ist er nett zu mir, und wir vertragen uns wieder miteinander.“

22  Also zog der Trupp mit den Geschenken schon mal los. Jakob schlug aber seine Lager erst mal da auf, um dort zu übernachten.

  1. Der Schlüsselvers des Buches/Abschnittes
  2. Gottes Verheißungen
  3. Gottes Handeln
  4. Fragezeichen
  5. Erkenntnis des Tages
  6. Glauben ins Leben umsetzen

Schlüsselvers des Abschnittes

Denn er [Jakob] sagte sich: Ich will ihn [Esau] versöhnen durch das Geschenk, dass vor mir her geht, danach erst will ich sein Gesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen. (1Mo 32:22)

Gottes Verheißungen


Gottes Handeln

  • Gott schickt ein Heer von Engeln. Warum, sagt er in diesen Versen nicht.

Fragezeichen


Erkenntnis der Tages

  • Wo bleibt Jakobs Gottvertrauen?
  • Er sucht verzweifelt nach Schutz, wie auch wir erst alle staatlichen Absicherungssysteme bemühen, ehe wir uns an Gott wenden.

Glauben ins Leben umgesetzt

Nein, ich habe nichts gegen Absicherungssysteme, nur sollten ihnen der rechte Platz zugewiesen werden. Zuerst Gott. Und er kann dann diese Systeme nutzen. Oder auch nicht, wenn er anderer Meinung ist.

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