Tag 278 – Lukas 6:1-11

Was ist wichtiger, die Gesetze oder die Liebe?

1 An dem religiösen Feiertag der Juden, dem Sabbat, streunte Jesus mit seinen Schülern mal wieder durch die Kornfelder. Die Schüler pflückten dabei ein paar Kornähren ab, zerrieben die zwischen den Händen und aßen sie.

2 Einige von den religiösen Strebern sahen das und kamen sofort mit dem Spruch an: „Das dürfen Sie nicht! Das ist verboten! Die Gesetze schreiben vor, dass man am Sabbat nichts ernten und nicht arbeiten darf!“

3 Jesus konterte: „Darf ich euch mal an die Geschichte vom ehemaligen Präsidenten David erinnern? Als er und seine Begleiter Hunger hatten, was hat er da gemacht?

4 Er ging in das Haus von Gott und nahm sich was von dem Brot, das nach dem religiösen Gesetz nur die Priester essen durften! Er gab sogar seinen Freunden was davon ab! Damit haben sie auch die Gesetze gebrochen, oder?

5 Ich darf als Auserwählter Gottes auch bestimmen, was am Sabbat erlaubt ist und was nicht!“

6 Ein paar Wochen später war da so ein Mann, der hatte eine Behinderung an der Hand. Er hing in der Synagoge rum, als Jesus dort seine Lehrstunde abhielt.

7 Die religiösen Streber und Profis hatten alles genau im Blick. Sie warteten nur auf die nächstbeste Gelegenheit, wo sie ihn auf frischer Tat ertappen könnten. Wenn er jetzt jemanden heilen würde, wäre das ein guter Grund, Anzeige gegen ihn zu erstatten. Heilen war am Sabbat nämlich verboten.

8 Jesus konnte aber ihre Gedanken lesen. Also bat er den Mann, sich mal in die Mitte zu stellen, damit ihn alle sehen konnten.

9 Und dann sagte er zu den Kritikern: „Ich hab mal ne Frage an euch: Wofür ist der Sabbat ursprünglich gedacht gewesen? Ist dieser Tag dafür da, gute Sachen zu machen, oder ist dieser Tag dafür da, link drauf zu sein? Soll man an diesem Tag lieber Menschen retten oder Menschen kaputt machen?“

10 Jesus blickte einem nach dem andern in die Augen. Dann meinte er zu dem kranken Mann: „Mach deine Hand mal wieder gerade!“ Der Typ tat es, und tatsächlich, sie war sofort gesund!

11 Die Feinde von Jesus waren davon total angefressen. Ab diesem Zeitpunkt begannen sie, ein Attentat auf ihn zu planen.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und es geschah am Sabbat …
(Luk 6:1)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Sabbat … Nach dem Lesen des heutigen Abschnittes kam mir wieder in den Sinn, dass wir eigentlich, und ich sage eigentlich, den Samstag als Ruhetag halten sollten. Samstag oder Sonntag … Damit habe ich mich vor ein paar Jahren ganz intensiv damit beschäftigt, aber die ganzen Für- und Gegenargumente habe ich nirgendwo aufgeschrieben. Nur das wichtigste Argument: Es steht in den 10 Geboten. Alle anderen 9 Gebote halten wir oder besser, finden wir richtig, nur dieses eine nicht. Da wird argumentiert, Gott meinte ja nur, man solle nach 6 Tagen eben einen Tag ruhen. Richtig. Aber es steht definitiv Samstag. Und Jesus hielt auch den Sabbat nicht am Sonntag! Und nun? Nachdem ich mich dazu sehr belesen hatte, war für mich klar, ab dann halte ich den Samstag für den Ruhetag. Habe ich auch eine Zeit lang gemacht, aber es ließ sich nicht durchhalten und unserer Gesellschaft, wo alles auf den Sonntag ausgerichtet ist. Keiner unter den Christen hält den Sabbat (außer wohl die Sieben-Tages-Adventisten). Ich als Einzelgänger ist dann blöd. Die Ansicht, wir feiern den Sonntag, weil da Jesus auferstanden ist, halte ich für eine Zweckargumentation. Ich werde mich einfach nochmal damit auseinandesetzen. Mal sehen.

Ach ich habe gerade noch ein kurzes Video (4 Minuten) dazu gefunden.


Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute hast du mich wieder auf das Thema „Sabbat“ gebracht. Gerade nach dem kurzem Video, ist mir wieder klar, dass du den Samstag meinst. Die Katholische Kirche hat ihn umgeändert von Samstag auf Sonntag. Und es stimmt. Nirgendwo in der Bibel steht, dass wir den Sonntag nehmen sollten. Welches Recht hat die Katholische Kirche dazu? Sie behauptet, sie hätte die Macht von dir. Stimmt das? Ich kann es mir nicht vorstellen, weil sie auch noch einige andere Dinge tut, die so nicht in de Bibel stehen. Vater, was soll ich tun? Soll ich mich als privater Einzelgänger jetzt an den Sabbat am Sonntag halten? Sag es mir einfach.
Heute wir ein ruhige Tag für mich. Es sind nur diese tausend Kleinigkeiten zu tun und die Geschenke einzupacken. Das ist gut so. Nach dem gestrigen Nachmittag, dem Kindermusical war ich wieder so total erschöpft, dass hie noch die Backbleche herumstehen und die Kuchenbehälter. Die Kinder waren einfach goßartig und die Kirche proppenvoll. Ich war bereits eine halbe Stunde früher da, aber es gab nur noch wenige freie Plätze. Also Platz war noch genügend da, aber überall waren Taschen und Jacken drauf gestellt und so als „besetzt“ gekennzeichnet. Einer der Familie geht vor und blockiert die Sitzbänke. Finde ich in eine Kirche nicht unbedingt passend. Zumal ja auch eine Menge Nicht-Christen unter den Zuschauen waren. Hinter mir hörte ich so ein arrogantes Stimmchen: „Ich bin ja eigentlich kein Kirchgänger“. In mir hat es ein bisschen gegrummelt. Ich weiß, Vater, das ist nicht in Ordnung. Du hast sie ja nicht umsonst in diese Kirche geführt. Ihr Auftreten war aber nicht so, als ob sie irgendetwas verstanden hätte. Aber das ist ja Weihnachten immer so. Du kennst es und weißt es sehr wohl einzuschätzen.
Aber die Kinder waren einfach toll. Ich weiß nicht genau, wie viele Kinder zur Gemeinde gehören, die über 6 Jahre sind. Vielleicht 10? Der Rest waren fremde Kinder, Kinder aus nichtchristlichen Familien. Und das ist das großartige daran. Dass sich diese Kinder begeistern ließen.
Bitte Vater, schreibe den Organisatoren ein ganz dickes Lob in dein Buch.
Und nun werde ich diesen Tag starten, sei bei mir, beschütze und behüte mich und gib mir die Kraft, die ich für diesen einen Tag brauche.
Amen


Tag 274 + 275 – Lukas 4:38-5:11

Die Mutter von Petrus’ Frau wird geheilt

38 Nachdem Jesus aus der Synagoge abgehauen war, ging er noch mal in das Haus, in dem Petrus wohnte. Die Schwiegermutter vom Petrus hatte tierisch hohes Fieber. Jesus wurde um Hilfe gebeten, und er kam sofort.

39 Er stellte sich an ihr Bett und sagte zu dem Fieber, dass es sofort verschwinden müsse. Das passierte auch sofort. Die Mutter stand auf und machte erst mal einen Imbiss für alle klar.

40 Diese Heilung sprach sich schnell rum. Nach Sonnenuntergang hatte Jesus Sprechstunde. Jeder im Dorf, der irgendwie krank war, kam vorbei. Und egal, was sie auch hatten, er legte den Leuten die Hände auf und alle wurden wieder gesund!

41 Es gab auch ein paar dämonisch belastete Menschen, die da ankamen. Wenn er einen Dämon rausgeschmissen hatte, brüllte der vorher immer: „Du bist Gottes Sohn!“ Er fand das aber nicht so toll und bedrohte sie, bloß ihr Maul zu halten. Die hatten sofort geblickt, dass er der Auserwählte war, dieser Christus.

42 Am nächsten Morgen stand Jesus ganz früh auf und verließ das Haus. Er wollte ein wenig alleine sein und suchte einen Ort, an dem das möglich sein könnte. Aber die Leute waren hinter ihm her und suchten ihn überall. Und als sie ihn gefunden hatten, versuchten sie ihn aufzuhalten, sie wollten unbedingt, dass er nicht wieder weggehen sollte.

43 Er musste ihnen aber eine Abfuhr erteilen: „Leute, ich hab noch einiges vor! Ich muss die Nachricht, dass eine neue Zeit begonnen hat, noch überall weitererzählen. Das ist mein Auftrag, darum bin ich hier!“

44 Jesus zog dann weiter. Er wanderte durch ganz Judäa und sprach in den Synagogen im Land.

Jesus organisiert seine Ausbildungstruppe

1 Irgendwann hatte Jesus mal die Idee, eine Predigt vor mega vielen Menschen am See Genezareth zu halten. Die Leuten drängelten sich auf dem Gelände, alle wollten ihn reden hören.

2 Bevor er loslegte, sah er zwei Boote, die am Ufer festgemacht hatten. Die Fischer, denen die Boote gehörten, waren gerade am Land, um ihre Netze zu waschen.

3 Jesus stieg in eins der Boote und fragte den Besitzer (der hieß Simon), ob er ihn mit dem Boot in eine günstige Position bringen könnte, damit man ihm vom See aus besser hören könnte. Von dort redete er dann zu den Menschen.

4 Anschließend meinte er zu Simon: „Jetzt fahr mal auf den See raus und fisch noch mal ’ne Runde! Da geht heute noch was!“

5 „Meister“, antwortete Simon, „wir haben uns letzte Nacht schon die Finger wund gefischt, und da ging gar nichts. Aber okay, weil du es sagst, probieren wir es noch mal!“

6 Sie fuhren wieder raus, warfen die Netze aus und fingen so viele Fische, dass die Netze fast gerissen wären!

7 Schnell riefen sie andere Fischer zu Hilfe, die auch mit ihrem Boot ankamen. Beide Boote waren am Ende so voll mit Fischen, dass sie fast abgesoffen wären.

8 Als Simon (der dann auch „Petrus“ genannt wurde) kapierte, was da gerade passiert war, kniete er sich vor Jesus hin und sagte: „Meister, bitte verschwinde! Ich bin ein Loser und viel zu dreckig, ich bin es nicht wert, dass du in meiner Nähe bist.“

9 Er war einfach total geplättet von dieser riesenfetten Beute, die sie da gerade gemacht hatten,

10 und den anderen wie Jakobus und Johannes, den Söhnen vom Zebedäus, ging es genauso. Jesus sagte zum Simon: „Keine Angst! Ab jetzt wirst du Menschen für mich ins Netz holen.“

11 Sie legten dann mit den Booten wieder an Land an und folgten Jesus.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

„Aber Rabbi“, wandte Simon ein, „wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen. Doch weil du es sagst, will ich die Netze noch einmal auswerfen.“ Als sie es dann getan hatten, umschlossen sie eine solche Menge Fische, dass die Netze zu reißen begannen.
(Luk 5:5-6 NeÜ)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Sie waren die ganze Nacht draußen gewesen und ihre Netze blieben leer. Weil Jesus sie aufforderte, warfen sie die Netze nun noch einmal aus und diese waren dann so voll, dass sie rissen. Jesus sagt etwas und es geschieht. Es geschieht auch in unseren Augen Unmögliches. Auch heute noch.

Glauben ins Leben umgesetzt

Auch bei mir. Auch in meinem Leben. Damit kann ich rechnen. Darf ich rechnen. Ohne Zweifel. Gott kann. Jederzeit. Wenn er es manchmal nicht tut oder nicht so wie ich es mir in meinen Spatzenhirn ausdenke, dann hat es seinen Grund. Einen wichtigen Grund. Er hat das Ganze im Blick. Den Überblick. Darauf vertraue ich. Ohne Zweifel.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich bin müde, mir tut alles weh und ich fühle mich kraftlos. Heute ist Seniorenkreis (wie das klingt?). Ich werde nicht hingehen. Ich schaffe es nicht. Ich werde die verbliebene Kraft brauchen, um über den Tag zu kommen.
Kannst du mir sagen, warum heute schon wieder? Oder bist du der Meinung, ich solle heute nicht zum Seniorenkreis gehen? Aber warum nicht?
Gestern Nachmittag habe ich eine Bibelarbeit über die Gaben gehört. Ich war ja immer der Meinung, ich habe keine Gaben. Ich kann nix besonderes. So ein schwächliches Ding braucht keiner. Aber gestern habe ich einen Satz gehört, der mich erstaunt hat und mir inneren Frieden geschenkt hat. Gaben sind die Dinge, die man gern macht. Punkt. Und was tue ich gern? Ich mache anderen gern eine Freude, schenke sehr gern, überrasche sehr gern. Na, das ist ja mal etwas! Ich war total froh und habe gleich beschlossen, am 24. meinen beiden Nachbarn etwas vor die Tür zu stellen. Anonym. Ich mag das nicht, wenn sich Leute bei mir bedanken. Das ist mir peinlich. Das will ich nicht. Ich tue es aus Freude und nicht, weil ich etwas erwarte. Juhuu. Das isses!
Danke Vater, dass du mir das endlich klar gemacht hast. Ich muss in keinen Chor singen, ich muss nicht die Kinderstunde leiten oder Senjorenkreis. Ich muss nicht die Einleitung beim Gottesdienst machen und auch nicht mit der Bibel von Tür zu Tür laufen. Nein, muss ich alles nicht. Weil es mir keine Freude macht. Mir wurde ja mal eingeredet, dass, wenn ich sagte, ich kann das nicht: „Wenn du genug Glauben hast, bekommst du Kraft von Gott über das normale Maß hinaus“. Ich war traurig, hab an mir gezweifelt und gehadert. Und das ist jetzt weg! Ich darf für Gott das tun, was mir Freude macht, anderen eine Freude machen! Hallelujah! DANKE!
Amen


Tag 273 – Lukas 4:31-37

Jesus zeigt allen, was er draufhat

31 Jesus ging von da nach Kapernaum, einer Stadt, die in Galiläa liegt. Da hielt er dann am Feiertag, dem Sabbat, ein paar Unterrichtsstunden über Gott in den Synagogen.

32 Auch hier waren die Leute schwer beeindruckt von dem, was er erzählte, und der Art, wie er es rüberbrachte. Jeder merkte, dass eine unbeschreibliche Power dahintersteckte.

33 An einem Tag war mal so ein Typ in der Synagoge, in dem wohnte ein dunkler Geist, so ein Dämon. Der fing plötzlich wie blöd an zu schreien:

34 „Hau ab! Was willst du von uns, Jesus aus Nazareth?! Willst du uns kaputt machen? Ich weiß genau, wer du bist! Du bist der Sohn Gottes!“

35 „Maul halten!“, machte Jesus ihn an, „verlass diesen Mann, sofort!“ Der Dämon warf den Typen einfach um, und dann zog er Leine. Der Mann blieb dabei unverletzt.

36 Alle Leute, die das mitbekamen, waren total fertig: „Was bringt dieser Mann alles für derbe Sachen? Woher hat er die Vollmacht und diese Power, dass ihm sogar die dunklen Geister gehorchen müssen?“

37 Diese Story ging rum wie ein Lauffeuer, alle in der Gegend redeten darüber.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

keiner

Meine Erkenntnis des Tages

Um ehrlich zu sein, mir fällt heute Morgen nichts ein zu diesem kurzen Abschnitt. Ja, Jesus heilt an Sabbaten. Ja, Jesus steht über den Dämonen. Ja, er kann sie vertreiben. Ja, die Leute wussten noch nicht so recht damit umzugehen. Alles Dinge, die ich kopfmäßig kenne, aber es entzündet in mir heute keinen Funken, der mich berührt, der mich zum Nachdenken bringt. Auch solche Tage gibt es.

Glauben ins Leben umgesetzt

Einfach weiterlesen …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, was hatte ich gestern für Schmerzen in meinem Genick. Ich konnte nur noch gerade aus schauen. Alles tat so weh. Am Nachmittag bin ich noch zu zwei Apotheken gelaufen, um mir das Schmerzpflaster zu kaufen, dass mir immer bisher bei solchen Sachen geholfen hat. Nix war. Gab es nicht. Nichtmal bestellbar. Die Apothekerinnen wollten mir dann etwas anderes verkaufen. Nein, ich wollte die, die mir bisher immer geholfen haben. Keine Experimente. Wieder zu Hause konnte ich sie dann online bestellen. Das ging. Warum nicht in der Apotheke? Abends im Bett wusste ich nicht wie ich einigermaßen schmerzfrei liegen konnte. Ging nicht. Ich nahm ein Schlaftablette. Und was soll ich sagen, ich wachte heute Morgen auf und die Schmerzen waren weg. Einfach weg. Vielleicht hatte ja Jesus über Nacht den Dämonen in mir weggescheucht??? Vielleicht hat er aber auch nur seine heilende Hand aufgelegt!
Was bin ich froh! Vielen, vielen Dank, Vater. Ich danke dir von ganzem Herzen. Aber auch für die Erfahrung des gestrigen Tages. Wie schnell kann es einem treffen. Wie schnell ist man zum Nichtstun verdonnert. Wie schnell kann man plötzlich andere verstehen, die unter Dauerschmerzen leiden. Wie schnell kann es aber auch wieder weg sein. Für all diese Erfahrungen danke ich dir. Es war eine Lektion in der Vorweihnachtszeit, in der sich scheinbar alles um Geld, Konsum, Hektik, Stress steht. Alles kann morgen schon ganz anders sein. Danke!
Amen


Tag 272 – Lukas 4:14-30

In Nazareth vertraut Jesus kaum einer

14 Abgefüllt mit der Kraft von Gott, kam Jesus wieder in Galiläa an. Bald wurde er überall in der Gegend zu dem Gesprächsthema schlechthin.

15 Er hielt Unterrichtsstunden in den Häusern, wo die Leute sich zum Beten trafen, den sogenannten Synagogen, und alle waren schwer beeindruckt von ihm.

16 Irgendwann ging Jesus mal wieder nach Nazareth, wo er aufgewachsen war. Wie gewohnt verbrachte er den religiösen Feiertag der Juden, den Sabbat, in der dortigen Synagoge.

17 Dann gab man ihm das Buch aus den heiligen Schriften, das Jesaja geschrieben hatte. Als er das Buch aufblätterte, kam gleich die Stelle, wo Jesaja schreibt:

18 „Die Kraft Gottes ist in mir, er hat mich dafür ausgesucht, um den Leuten, die arm sind und nichts haben, eine gute Nachricht zu bringen. Er will von mir, dass ich Gefangene und Süchtige befreie und Blinden die Ansage mache, dass sie wieder sehen können. Ich soll den Unterdrückten den Weg in die Freiheit zeigen und

19 folgende Nachricht an alle ausgeben: Ab jetzt fängt eine gute Zeit an, eine besondere Zeit, eine göttliche Zeit.“

20 Jesus klappte das Buch wieder zusammen, gab es zurück und setzte sich. Alle sahen gebannt auf ihn.

21 Dann fing er an zu reden und begann mit dem Satz: „Heute geht das los, was die Propheten damals vorausgesagt haben.“

22 Die ganzen Zuhörer waren anschließend schwer beeindruckt von dem, was Jesus gesagt hatte und wie liebevoll es rüberkam. „Was geht? Wie kann das angehen? Wo hat der das her?“, fragten sie sich. „Ist das nicht der Sohn von diesem Josef?“

23 Jesus redete einfach weiter: „Ihr kommt jetzt bestimmt mit dem Spruch ‚Arzt, hilf dir mal selber‘ und wollt die fetten Wunder sehen, die ich auch in Kapernaum gemacht habe. So nach dem Motto: ‚Zeig uns mal, was du draufhast!‘

24 Dabei ist doch jetzt schon klar: Zu Hause haben Propheten nichts zu melden.

25 Nehmt mal den Propheten Elija als Beispiel! Zu seiner Zeit ging es vielen Leuten sehr schlecht. Viele Frauen waren alleine, weil ihr Mann gestorben war. Und dann hat es auch noch dreieinhalb Jahre nicht geregnet und überall hatten die Leute nichts zu essen und hungerten.

26 Trotzdem wurde der Elija nicht zu einer Witwe aus unserm Volk geschickt, sondern zu einer Ausländerin, die in Sarepta bei Sidon wohnte.

27 Oder noch ein anderes Beispiel? Elisa, auch so ein Prophet, der ließ die vielen Aidskranken aus unserem Volk auch mal links liegen. Aber den Ausländer, der aus Syrien kam, den machte er gesund. Erinnert ihr euch?“

28 Das war zu viel! Die Leute, die zugehört hatten, rasteten plötzlich total aus!

29 Sie packten Jesus, schubsten ihn hin und her und trieben ihn so auf einen steilen Abhang zu, der außerhalb der Stadt lag. Ihre Absicht war, ihn dort runterzuschmeißen und ihn so zu töten.

30 Jesus drehte sich aber um und ging einfach durch die Menschenmenge hindurch.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.
(Luk 4:16 SLT)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Jesus ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synogoge.
Jesus hatte also auch so seine festen Gewohnheiten.
Übersetzt für uns heißt das, es ist gut, wenn wir uns bestimmte Dinge zur Gewohnheit machen. Wie jeden Sonntag zum Gottesdienst zum Beispiel.
Ja, ich weiß, reine Gottesdienste nur der Gewohnheithalber hat vor Gott keinen Wert. Aber als gläubiger Christ ist diese „Gewohnheit“ sehr wohl gut und nützlich. In vielerlei Hinsicht. Auch für mich?

Glauben ins Leben umgesetzt

Jaaa, auch für mich. Aber: Ich für mich habe festgestellt, wenn es mir nicht gut geht und ich zwinge mich unter allen Umständen hin, geht es mir meist hinterher noch schlechter. Es bedeutet dann so einen Kraftakt, der mich so viel Energie kostet, dass ich mir mittlerweile sage, es ist dann besser, zu Hause zu bleiben. Selbst wenn ich es gut hin schaffe, habe ich immer im Hinterkopf, du musst auch irgendwie wieder nach Hause. Manchmal ergibt sich die Gelegenheit und es nimmt mich jemand mit dem Auto mit. In ganz akuten Fällen bin ich auch schon während des Gottesdienstes nach Hause gebracht worden. Aber der Gedanke daran, bedeutet psychischen Stress für mich. Bloß nicht auffallen, bloß nicht anderen zur Last fallen … Und so ist es derzeit für mich besser, ich bleibe zu Hause, wenn ich mich nicht fit genug fühle.
Aber zur „Gewohnheit“ gehören ja auch noch andere Dinge. Wie das Beten. Oder hier diese Bibellese zu schreiben oder auch jeden Tag nach einem Foto mit Gottes Schöpfung Ausschau zu halten. Und das sind genau die Gewohnheiten, die mich stärken, die mir Kraft geben.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, gestern habe ich mich wieder gut genug gefühlt, in den Gottesdienst zu gehen. Und es tat so gut. Ich habe gespürt, dass du zu mir sprichst, dass du sagst, dass du da bist und ich es nur oft nicht wahr nehme. Zum Beispiel hatte ich dich gebeten, dass du mir jemand zeigst, der meine Hilfe braucht und ich am Ende des Tages enttäuscht war, dass du scheinbar dieses nicht erhört hast und mich damit beruhigt habe, dass es eben nicht „dran“ war für diesen Tag. Gestern fiel mir ein, dass du mir sehr wohl jemand in den Weg gestellt hast. Da war diese Frau vor dem Supermarkt, die dort immer ihre Obdachlosenzeitschrift anbietet. Sie steht schon sehr lange dort und ist eine ganz liebe. Ist sie da, bringe ich ihr immer eine Kleinigkeit aus dem Supermarkt mit, meist ein bisschen Schokolade. An diesem Tag stand sie auch da und das erste Mal, dass sie auf mich zu kam und in ihrer Tasche wühlte. Sie zeigte mir Tabletten, die sie einnehmen wollte und ich verstand, dass sie etwas zum Trinken brauchte. Klar, hab ich gemacht. Ich wusste nicht genau, was sie gern trinkt und hab ihr eine Flasche Wasser und eine Flasche Apfelsaft mitgebracht. Sie strahlte übers ganze Gesicht. Ich habe das jetzt nicht so als „Hilfe“ angesehen, weil es für mich einfach ganz selbstverständlich war. mich wunderte eher, dass sie in der Kälte dort stand (und das meist über Stunden), da es ihr ja offensichtlich nicht gut ging. Sie kann offensichtlich kein deutsch und spricht auch niemand an, sondern steht einfach nur da. Mit ihren Zeitschriften in der Hand… Danke Vater, dass ich ihr helfen konnte. Ich hoffe, es geht ihr inzwischen besser.
Bitte, Vater, zeig mir noch mehr von diesen Menschen. Oder auch etwas anderes, wo du mich gebrauchen kannst.
Mich macht immer noch traurig, dass ich für D. nicht mehr so richtig beten kann. Ob ich es ihr einmal schreibe? Wäre aber auch doof, wenn sie mich dann deshalb anruft, damit ich ihre „Wünsche“ an dich weiter reiche. Du als ausschließlicher Wünscheerfüller. Das bringt es dann auch nicht. Ja, Vater, dann zeig mir andere Dinge, wo ich mich einbringen kann.
Und genau das ist mein „Wunsch“ an dich und diesen lege ich dir heute wieder vor die Füße
Amen


Tag 271 – Lukas 4:1-13

Satan versucht, Jesus von seinem Weg wegzubringen

1 Abgefüllt mit dem Heiligen Geist, ging Jesus von der Taufsession weg. Gottes Geist nahm ihn erst mal direkt in die Wüste, um ihn da vierzig Tage für seinen Dienst zu trainieren.

2 In der Wüste kam das Dunkle in Person, der Feind höchstpersönlich, bei ihm vorbei, um ihn runterzuziehen. Jesus hatte tagelang nichts gegessen und bekam tierischen Hunger.

3 Der Teufel (so nannte man diesen dunklen Geist) kam bei Jesus an und stellte ihn auf die Probe: „Hey, du, wenn du ein Sohn von Gott bist, dann zauber dir doch aus diesen Steinen ein leckeres Sandwich!“

4 Jesus sagte zu ihm: „In den heiligen Büchern steht: ‚Menschen brauchen mehr als nur Nahrung, um zu überleben!‘“

5 Der Teufel ließ nicht locker und brachte Jesus auf einen hohen Berg. Von da konnte man auf alle Staaten der Welt auf einmal runtersehen.

6 Er flüsterte ihm zu: „Wenn du willst, kannst du heute der höchste Präsident von allen Ländern werden, ich überschreibe dir alle Konten, alle Goldreserven, was du nur willst, denn das gehört alles mir!

7 Du kannst echt alles haben, ich möchte nur eine kleine Sache als Gegenleistung: Mach mich zu deinem Gott, bete zu mir!“

8 Jesus holte zum Gegenschlag aus: „Niemals! In den heiligen Büchern steht: ‚Es gibt nur einen, zu dem du beten sollst, und das ist Gott, für ihn soll man alles geben!‘“

9 Plötzlich war ein Ortswechsel angesagt. Jesus war mit dem Teufel in Jerusalem, und zwar auf der höchsten Stelle vom Tempel. Da flüsterte er ihm zu: „Hey, du! Du bist doch der Sohn von Gott, oder? Dann spring doch mal runter!

10 In den heiligen Büchern steht ja auch: ‚Er sagt seinen Engeln, dass sie auf dich aufpassen sollen, dir wird nichts passieren.

11 Sie werden ein Sicherheitsnetz aufspannen, du wirst dich nicht verletzen!‘“

12 Jesus ließ sich auf keine Diskussion ein. „In den heiligen Büchern steht auch: ‚Du sollst Gott nicht austesten!‘“

13 Als der Teufel endlich damit fertig war, verschwand er für eine Weile.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

… und sagte: „Diese ganze Macht und Herrlichkeit will ich dir geben, denn sie ist mir überlassen worden, und ich gebe sie, wem ich will.
(Luk 4:6 NeÜ)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Hier steht es! Satan ist der Herrscher dieser Welt! Gott lässt es zu, dass Satan über diese Welt herrscht. Anders wäre auch diese ganzen Verrücktheiten auf dieser Erde nicht zu erklären.
Gott lässt es zu, das heißt aber auch, er hat das letzte Wort. Wenn Gott will, dann ändert er das. Und er wird es ändern. Zu seiner Zeit. Nicht, wie wir es gern hätten.

Glauben ins Leben umgesetzt

Gerade jetzt so kurz vor Weihnachten merkt man es sosososo deutlich. Dieser Konsumrausch: Kaufen, kaufen, kaufen. Die Werbung überschlägt sich. Davon steht nichts in der Bibel. Auch nicht, dass wir Weihnachten feiern sollten. Nirgendwo steht, dass Jesus möchte, dass wir an einem bestimmten Tag seine Geburt feiern sollten. Ja, ich bin auch dafür, dass man sich darüber freuen darf, dass Jesus geboren wurde und ja, Familienfeste müssen als gute Tradition auch sein. Aber bitte doch nicht SO. Meine ganz persönliche Meinung.
Wie viele werden wieder am 24. in der Kirche sitzen, weil es doch so besinnlich ist und irgendwie dazu behört. Aber ich glaube nicht, das Jesus DAS so will. Gott will eine tägliche persönliche Beziehung mit uns und nicht so ein Rauschefest einmal im Jahr. Naja, damit trete ich vielen auf die Füße. Auch Christen. Aber ich bin von jeher schon ein bissel anders als die „Masse“.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, zur Zeit habe ich gerade das Gefühl, dass wieder irgendetwas zwischen uns steht. Irgendetwas, was du nicht gut findest. Ich denke die ganze Zeit nach und mir fällt nichts ein. Zeige es mir doch bitte, was dich stört, was in deinen Augen nicht in Ordnung ist? Ich liebe dieses enge Verhältnis zu dir, ich fühle mich dann so geborgen und beschützt. Oder will etwa Satan mir einreden, dass etwas nicht stimmt? Dass du dich von mir zurückziehst, obwohl es gar nicht so ist? Ist es so? Immerhin hast du mir heute gezeigt, dass Satan der Herrscher dieser Welt ist, dass er uns versucht. Dass er sich einmischt in unsere Beziehung zu dir. Ist es das? Dann sag es mir doch bitte nochmal klar, damit ich mir hier nichts einrede, was Blödsinn ist.
Bitte, Vater, sei in diesen Tage bei T. Sie hat so schlimme Schmerzen und wahnsinnige Angst, dass sie operiert werden muss. Nimm ihr irgendwie die Angst, zeig ihr, dass du auch für sie da sein kannst, wenn sie es nur möchte. Ziehe sie zu dir.
Wirklich traurig macht mich, dass ich für D. nicht mehr bitten kann, weil ich nichts mehr weiß. Es ist traurig, dass sie deine Hilfe nur in Anspruch genommen hat, als es ihr schlecht ging. Jetzt, wo alles besser ist, wendet sie sich ab. Das ewige Spiel, was auch Israel gespielt hat. Wenn es ihnen gut ging, kannten sie ihren Gott nicht, erst wenn es ihnen schlecht ging, fingen sie an zu jammern und zurückzukommen. Bei wie vielen Menschen ist das so. Wenn es ihnen schlecht geht, fragen sie, wie konnte Gott das nur zulassen. Aber etwas für dich zu tun, auf diese Idee kommen dann viele gar nicht mehr.
Ich möchte so gern nach deinem Willen leben und ich denke, es gelingt mir nicht. Ja, ich weiß, du liebst mich auch, wenn ich nichts leiste. Für dich zählt keine Leistung, für dich zählt das Herz. Vater, sei bei mir, beschütze und behüte mich und jetzt, wenn das mit D. vorbei ist, zeige mir ein neues Gebiet. Ich meine es wirklich ernst, zeige mir etwas. Bitte. Wo kann ich helfen, was kann ich tun?
Mit dieser großen Bitte komme ich in Jesu Namen zu dir
Amen


Tag 270 – Lukas 3:21-38

Jesus lässt sich taufen

21 Als Johannes mal wieder eine große Taufsession mit allen Leuten hatte, kam auch Jesus vorbei, um sich taufen zu lassen. Als Jesus während der Taufe anfing zu beten, schoben sich ganz plötzlich die Wolken auseinander.

22 Dann kam die Kraft von Gott, sein heiliger Geist, in Form von einer Taube plötzlich für alle sichtbar auf Jesus runter. Und dann hörte man eine Stimme von oben aus den Wolken, die sagte: „Du bist mein heißgeliebter Sohn! Ich freu mich total über dich!“

Die Familie von Jesus – eine Geschichte

23 Als Jesus loslegte, war er ungefähr dreißig Jahre alt. Seine Vorfahrengeschichte sieht so aus: Er war ein Sohn vom Josef, der Vater von Josef war Eli, und dessen Vorfahrenreihe sieht so aus:

24 Mattat, Levi, Melchi, Jannai, Josef,

25 Mattitja, Amos, Nahum, Hesli, Naggai,

26 Mahat, Mattitja, Schimi, Josech, Joda,

27 Johanan, Resa, Serubabel, Schealtiel, Neri,

28 Melchi, Addi, Kosam, Elmadam, Er,

29 Joschua, Elieser, Jorim, Mattat, Levi,

30 Simeon, Juda, Josef, Jonam, Eljakim,

31 Melea, Menna, Mattata, Nathan, David,

32 Isai, Obed, Boas, Salmon, Nachschon,

33 Amminadab, Admin, Arni, Hezron, Perez, Juda,

34 Jakob, Isaak, Abraham, Terach, Nahor,

35 Serug, Regu, Peleg, Eber, Schelach,

36 Kenan, Arpachschad, Sem, Noah, Lamech,

37 Metuschelach, Henoch, Jered, Mahalalel, Kenan,

38 Enosch, Set. Set war ein Sohn Adams, und Adam wurde direkt von Gott gemacht.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Meine Schlüsselvers für heute

Zusammen mit den vielen Menschen hatte auch Jesus sich taufen lassen.
(Luk 3:21 NeÜ)

Meine Erkenntnis des Tages; MEIN Pünktchen

Ich hab mich noch nie gefragt, warum sich Jesus taufen ließ. Er war doch sündlos und hatte es doch gar nicht nötig!
Eine richtig befriedigende Antwort habe ich nicht gefunden, weil ich die Antworten dazu einfach nicht verstehe.
Hier aber ein Ausschnitt, der ansatzweise eine Antwort ist:

„Jesus war sündlos. Er hatte es nicht nötig, irgendeinen Fehltritt zu bereuen oder sich irgendeine Schuld abwaschen zu lassen. Er wurde aus einem anderen Grund getauft: um „alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ (Luther). Indem er Johannes erlaubte, ihn in den Fluten des Jordan unterzutauchen, gab er uns ein positives Beispiel. Er identifizierte sich voll und ganz mit schwachen, sündigen Menschen. Er war bereit, all die Schritte zu gehen, die SIE gehen mussten. Christus, unser Erlöser, bittet seine Nachfolger niemals, irgendwo hinzugehen, wo er nicht gewesen ist. Er geht immer voran, niemals hinterher. Wenn also Gläubige im Taufwasser untergetaucht werden, folgen sie damit  den Spuren des Meisters.“

(Quelle: https://www.bibelstudien-institut.de/kurse/entdecken/discover/online-kurs/kapitel-19-discover-entdecke-den-christlichen-lebensstil/3-warum-wurde-jesus-getauft/)

Glauben ins Leben umgesetzt

Der Vers 21 geht noch weiter: „Als er danach betete, riss der Himmel auf“.
Heißt das jetzt, wenn wir/ich bete, reißt der Himmel auf? Durch mein Anerkennen, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist, bin ich vor Gott gerecht geworden, habe also den Draht wie Jesus zu Gott. Demzufolge reißt der Himmel ja auf, wenn ich bete. Ist das richtig? Ist mir das bewusst. Das Privileg bewusst? Mit der Schöpfer des Universums kommunizieren zu können? Mir wird ein bisschen schwindlig …

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, gestern ging es mir gut. Richtig gut. Richtig, richtig gut. Das passiert vielleicht so 1-2x pro Jahr. Den Rest kämpfe ich mich durchs Leben. Aber gestern war wieder einmal so ein Tag. Ich lief den ganzen Tag mit einem Lächeln im Gesicht durch die Gegend und dachte daran, dass es mir immer so gehen wird, wenn ich eines Tages diese Erde verlassen werde. IMMER! EWIG! Wie unglaublich ist das denn? Und allein für diese Aussicht danke ich dir so sehr, dass du mir einen kleinen Einblick dafür gibst. DANKE!
Nun gibt es tatsächlich Menschen, denen geht es hier schon jeden Tag so. Ob sie sich dessen bewusst sind? Ob sie Gott dankbar dafür sind? Oder ob sie Gott gar nicht brauchen, weil es ihnen ja gut geht, warum dann dieses Ding mit Gott? Bitte Vater, lass sie es erkennen, wie gut sie es haben, damit sie nicht nach ihrem Erdenleben ohne dich dastehen müssen. Denn dann leiden sie. Für IMMER. Bitte Vater hilf ihnen.
D. ruft nicht mehr jeden Tag an. Das heißt, sie ruft gar nicht mehr an. Nun weiß ich gar nicht mehr, was bei ihr tagtäglich passiert und kann somit gar nicht für sie beten, nicht konkret beten, sondern nur so allgemein. Das gefällt mir nicht. Trotzdem, bitte sei bei ihr, hilf ihr, wo sie deine Hilfe braucht. Hilf auch N., dass er seinen Unfall gut verdaut hat und nicht noch psychische Probleme bekommt. UND hilf vor allem T., dass sie endlich die schlimmen Schmerzen in ihrem Knie loswird, dass es nichts Schlimmes ist, etwas was behandelbar ist und nicht operiert werden muss. Denn davor hat sie Panik. Große Panik. Du weißt es und lass es bitte, bitte, nichts sein, wo sie in einen OP-Saal muss. Das wäre eine Katastrophe für sie.
All diese Dinge lege ich dir heute vor die Füße in Jesu Namen
Amen


Tag 266 + 267 – Lukas 2:21-52

Es wird klar: Jesus ist der Retter

21 Acht Tage später kam der Zeitpunkt, wo man dieses Beschneidungsritual mit Jesus machen wollte, wo man den männlichen Babys die Vorhaut abtrennt. Dabei wurde ihm der Name „Jesus“ gegeben. Das hatte der Engel Maria ja schon vorher gesagt, bevor sie überhaupt schwanger war.

22 Nach den jüdischen Gesetzen (die der Mose aufgeschrieben hatte) sollte eine Frau nach der Geburt mal eine längere Pause machen, man nannte das „die Zeit der Reinigung“. Als die vorbei war, brachten Josef und Maria das Baby nach Jerusalem. Dort wollten sie den Jungen radikal an Gott übergeben.

23 Josef befolgte damit die göttlichen Gesetze, in denen ja steht: „Wenn das erste Kind einer Frau ein Junge ist, dann muss es Gott ganz übergeben und ihm radikal zur Verfügung gestellt werden.“

24 Genau nach den Vorschriften zogen sie das Opferritual durch, das bei solchen Anlässen normal war: „Zwei Tauben einer besonderen Rasse oder zwei junge Tauben.“

25 In Jerusalem wohnte ein Mann, der Simeon hieß. Er lebte ein straightes Leben mit Gott, hielt sich genau an die religiösen Gesetze der Juden und wartete schon lange auf den Mann, der die Leute von Israel retten würde. Die Kraft Gottes war voll auf ihm.

26 Diese Kraft von Gott hatte ihm erzählt, dass er vor seinem Tod auf jeden Fall noch den Auserwählten, den Retter, sehen würde, den Gott schicken will.

27 An diesem Tag lenkte Gott ihn in den Tempel. Als er Maria und Josef dort traf und das Kind sah, was sie Gott übergeben wollten,

28 freute er sich plötzlich total! Er nahm das Kind in den Arm und dankte Gott:

29 „Mein Gott, jetzt kann ich entspannt sterben!

30 Ich hab ihn gesehen, den Retter,

31 den du für alle Menschen hergeschickt hast.

32 Er ist wie eine große Lampe, die allen Menschen, die Gott nicht kennen, eine Richtung vorgibt! Er wird dein Volk Israel groß rausbringen!“

33 Maria und Josef kapierten nicht so richtig, was er da gerade gelabert hatte.

34 Simeon betete für die beiden. Dann sagte er zu Maria: „Dieser Junge wird von vielen Israelis gehasst werden. An ihm werden sich die Geister scheiden. Manche werden über ihn stolpern und hinfallen. Andere werden sich aber auch sehr über ihn freuen und sich an ihm hochziehen.

35 Auch für dich wird es sehr hart werden, es wird dich fast zerreißen. Was viele jetzt heimlich denken, wird dann für alle öffentlich sein.“

36 Mitten im Vorhof vom Tempel war eine Frau, die Hanna hieß. Hanna war eine Prophetin, sie hatte einen engen Draht zu Gott und hörte manchmal, was er zu den Menschen sagt. Sie kam aus der Familie vom Phanuel, der aus dem Stamm Asser kam. Hanna war sehr alt. Ihr Mann lebte schon lange nicht mehr, sie waren insgesamt nur sieben Jahre verheiratet gewesen.

37 Nun war sie Witwe und mittlerweile schon vierundachtzig. Sie verließ den Tempel nur noch selten. Weil sie Gott sehr liebte, betete sie oft den ganzen Tag und die ganze Nacht und aß dabei nichts.

38 Als Simeon mit Josef und Maria redete, kam sie vorbei und fing plötzlich an, Gott zu loben! Ab dann erzählte sie allen Leuten von Jesus, allen, die schon lange auf die Einlösung des Versprechens von Gott gewartet hatten. Dieses Versprechen hatte Gott den Leuten aus Israel schon vor langer Zeit gemacht.

39 Nachdem Josef und Maria alles das getan hatten, was nach den Vorschriften aus den religiösen Gesetzen üblich war, gingen sie wieder zurück nach Nazareth in Galiläa.

40 Jesus erlebte dort seine Kindheit. Er wurde immer größer und stärker. Vor allem war er aber schon ganz früh total weise und schlau, er wusste auf alle Fragen eine gute Antwort. Gott war besonders stark mit ihm, das merkten alle.

Jesus als Teenie

41 Immer wenn das Passafest abging, reisten seine Eltern nach Jerusalem.

42 Als Jesus zwölf Jahre alt war, nahmen sie ihn dort mit hin.

43 Nach der Feier, als sie sich wieder auf den Rückweg Richtung Nazareth machen, war Jesus plötzlich verschwunden. Zuerst bekamen die beiden das gar nicht mit,

44 weil sie dachten, er wäre mit einer anderen Gruppe im Treck unterwegs. Als er abends aber immer noch nicht bei ihnen war, machten sie sich ernsthaft Sorgen. Überall fragten sie nach Jesus,

45 konnten ihn aber nirgends finden. Schließlich gingen sie noch mal zurück nach Jerusalem, um dort weiterzusuchen.

46 Endlich, nach drei Tagen, entdeckten sie Jesus im Tempel! Er saß dort in einer Runde von Lehrern und diskutierte mit ihnen über Fragen des Glaubens.

47 Und die Leute, die dabei waren, kriegten es nicht gebacken, was für einen Schnall er von den Dingen hatte und wie schlau er antworten konnte.

48 Seine Eltern waren davon aber nicht so begeistert. „Junge, wie konntest du deiner Mutter so was antun? Wir haben dich überall gesucht!“, sagte Maria vorwurfsvoll.

49 „Warum habt ihr mich überhaupt gesucht?“, fragte Jesus zurück. „Ihr hättet euch doch denken können, dass ich in dem Haus bin, wo mein Vater wohnt!“

50 Sie kapierten aber nicht, was er damit meinte.

51 Er ging dann erst mal wieder mit nach Nazareth und war weiter ein netter Junge, der tut, was die Eltern ihm sagen. Seine Mutter dachte aber noch oft über dieses Erlebnis nach.

52 Jesus kam in die Pubertät und wurde langsam zu einem Mann. Er lernte immer mehr dazu, wurde immer schlauer und hatte auch immer mehr Peilung vom Leben. Gott war eindeutig auf seiner Seite, er liebte ihn. Jesus war zu der Zeit bei allen Leuten sehr beliebt.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er war ihnen untertan. 
(Luk 2:58 ELB)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Jedenfalls waren sie wieder beisammen und konnten nach Nazareth zurückehren. Es ist eine echt sittliche Größe zeigt sich darin, dass es heißt: „er war ihnen untertan“! Hallo, er war Gottes Sohn! Der verheißene Messias! Und trotzdem ordnete er sich Maria und Josef unter. Nach der Vorstellung im Tempel wäre jeder Junge wohl zum Größenwahn mutiert: „Ich bin Gottes Sohn und im Haus meines Vaters!“ Nö. Er ging wieder zurück nach Nazareth zu seinen Eltern, Maria und Josef, und war ihnen untertan.

Glauben ins Leben umgesetzt

Tja, das fehlt dann wohl jeden von uns ein Stück von dieser Demut. Gerade bei Kindern und Jugendlichen fehlt ganz oft jede Achtung vor Autoritäten. Das aber fällt ja nicht vom Himmel, es ist unsere Erziehung. Ich habe mal als 18jährige meiner Mutter genervt an den Kopf geworfen (als sie wieder mal etwas an mir auszusetzen hatte): „Ich bin nicht besser und nicht schlechter, als ihr mich erzogen habt.“ Das hatte damals gesessen und war ein Totschlagargument. Ich weiß heute nicht mehr, worum es damals ging und dass ich sehr wohl Autoritäten wie Lehrer, Polizei, Chefs etc. geachtet und anerkannt habe. Aber wie sollen das die heutigen Kinder lernen, wenn die Eltern verächtlich über die Lehrer reden und in die Schule rennen und um Zensuren streiten? Nun gut, das kann ich nicht ändern, aber ich mich gegenüber Menschen, die „nur“ ihrem Job machen, respektvoll verhalten. Auch wenn ich mit dessen Ergebnis nicht einverstanden bin. Ja, unrichtiges muss man korriergieren, aber den Gegenüber einstampfen, weil er einen Fehler gemacht hat. Nein. Jesus fügte sich in seine Rolle. Und ich will es auch tun. An den Platz, an den mich Gott gestellt hat. Oh, klingt das theatralisch …. Aber ich lese gerade ein Buch von Spurgeon: „Erwählt vor der Grundlegung der Welt“. Und das hat es in sich. Ich glaube, wenn ich damit durch bin, bin ich um viele Meter gewachsen.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir, dass ich heute wieder etwas entspannter hier sitzen kann. Der Therapeut hat sich gestern die größte Mühe gegeben, mich aus meinem Tief herauszuholen. Bisher hat er es immer geschafft. Gestern nicht. Das Bild von N.s Unfall wurde wieder dermaßen verstärkt, dass ich anschließend zu einer Notfalltablette gegriffen habe. Aber dafür sind sie ja auch da. Für den Notfall. Aaaaber etwas hat der Therapeut doch erreicht, dass ich nicht bockig in der Ecke sitzen geblieben bin, sondern noch eine Nachricht an D. geschickt habe. Ich wollte es nicht. Selbst als ich sie schrieb, wollte ich es nicht. Aber meine Finger gingen wie „fremdgesteuert“ über den Bildschirm. Das Ergebnis ist umwerfen: Eine Lösung hat sich für den 24.12. Aufgetan, an die ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht habe. Warst du es Vater? Hast du meine Verzweiflung gesehen und alles so gelenkt? Danke! Und es geht mir etwas besser heute Morgen. Das Unfallbild ist wieder etwas blasser und ich habe beschlossen, nicht genauer zu fragen. Wenn man fragt, muss man damit rechnen, dass man eine Antwort bekommt, die man so gar nicht haben wollte. Also lass ich es. Wenn du es möchtest, dass ich alles weiß, Vater, dann wirst du wieder einen Weg finden, auf den ich es erfahre. Aber um eines möchte ich dich ganz dolle bitten, behüte und beschütze mich, uns, vor solchen Dingen. Aber ich habe schon eine blasse Ahnung, warum du es genauso zugelassen hast, dass irgendetwas passieren musste, um D. aus ihrem Heul- und Grübelmodus herauszubekommen.
Vater, ich will dir vertrauen, dass alles gut und richtig ist, was du tust, dass alles seinen Sinn hat und mir mit meinem Spatzenhirn nur der Überblick fehlt. Ich danke dir dafür, dass du da bist und auf uns alle aufpasst.
Amen


Tag 264 – Lukas 2:1-7

Jesus wird geboren

1 In dem Jahr machte der oberste Präsident der Römer ein neues Gesetz. In diesem Gesetz stand, dass sich alle Menschen, die in den von der römischen Armee besetzten Gebieten lebten, bei ’ner staatlichen Behörde melden sollten. Dort mussten sie angeben, wie viel Kohle sie im Monat verdienen, um daraus die neue Steuer zu berechnen.

2 So eine Steuerschätzung hatte es zu dem Zeitpunkt noch nie gegeben. Quirinius war gerade der Ministerpräsident von einem der besetzten Gebiete, das Syrien hieß.

3 Alle Menschen mussten in den Ort zurückgehen, in dem sie geboren worden waren, um sich dort in Listen einzutragen.

4 Weil Josef aus der Familie vom David kam, musste er nach Bethlehem reisen, denn da kam seine Familie ursprünglich her. Er machte sich also von Nazareth (das liegt in Galiläa) nach dorthin auf den Weg.

5 Maria, seine Verlobte, nahm er einfach mit. Die hatte da schon einen ziemlich dicken Bauch, sie war nämlich hochschwanger.

6 In Bethlehem passierte es dann, und sie bekam ihr erstes Kind.

7 Weil sie in den Hotels und Jugendherbergen im Ort keinen Pennplatz mehr finden konnten, musste Maria das Kind in einer Autogarage zur Welt bringen. Eine alte Ölwanne war das erste Kinderbett.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Habe ich bei den 7 Versen nicht

Glauben ins Leben umgesetzt

Mir geht es heute gar nicht gut. Mein Kopf hat wieder in den „Heul-Modus“ umgeschaltet. Da ist denken nicht möglich. Aber ich will weitermachen, einfach weitermachen. Und so schreibe ich heute wenigstens den Text ab, der in meinem Bibelleseplan steht:

Ein halbes Jahr nach der Geburt von Johannes wurde der Heiland geboren. Die Anfangsverse zeigen uns etwas vom Wirken Gottes, der im Verborgenen alle Fäden in seiner Hand hält – für jedem Glaubenden ein überaus tröstlicher Gedanke!
Der Prophet Micha hatte vorausgesagt, dass der Messias in Bethlehem geboren werden sollte. Aber Maria lebte mit Joseph, ihrem Verlobten, in Galiläa. Nun lenkte der allmächtige Gott die Weltgeschehnisse so, dass der römische Kaiser eine Verordnung erlies, die von jeden seiner Untertanen verlangte, sich in seiner Herkunftsstadt einschreiben zu lassen (vermutlich in ein Steuerregister oder in eine ähnliche Liste). Diese äußeren Umstände zwangen Joseph mit seiner verlobten Frau, die schwanger war, nach Bethlehem zu reisen. Als sie dort waren, kam der Geburtstermin. Der Geist Gottes beschreibt die Geburt unseres Herrn Jesus Christus mit einfachen Worten. Für die damalige Welt war dieses Ereignis nichts Besonderes, eher etwas Nebensächliches. Aber für Gott war „die Fülle der Zeit“ gekommen, in der sein Sohn als Mensch von einer Frau geboren wurde (Gal 4:4)
Im Weiteren unterstreicht der Heilige Geist die Armut der Eltern Jesu. Sie fanden keinen Raum in der Herberge. Kein Platz für so arme Leute! Nun musste Maria ihren erstgeborenen Sohn irgendwo in einen Tierunterstand zur Welt bringen. Da lag der Schöpfer und Erhalter des Universums in Windeln gewickelt in einer Krippe! Wie arm ist Er, der doch unendlich reich war, für uns geworden (2Kor 8:9)!

Glauben ins Leben umgesetzt

Ich denke, dass morgen mein Kopf wieder so frei ist, dass er wieder selbständig denken kann

Mein Gebet für dem Tag

Vater, ich könnte nur noch heulen. Und ja, ich mache es auch. Ich verstehe es nämlich nicht. Warum hat D. mich fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel? Mein Gott, wir haben über ein Jahr täglich mindestens einmal und meist nicht unter einer Stunde miteinander telefoniert und dann ohne Vorankündigung von jetzt auf gleich gar nicht mehr. Nichts. Ich habe nachgefragt und sie hat gesagt, dass sie gemerkt hat, ohne ging es ihr besser. Sie war es doch, die mich immer angerufen hat. Stundenlang. Immer wieder. Und nun hat sie mir nicht mal gesagt, dass ihr Sohn im Krankenhaus liegt. Auf meine Frage, was ich denn falsche gemacht habe, hat sie geantwortet, es hat nichts mir mir zu tun.
Und das hat ausgereicht, mich derartig zu triggern, dass es mir so schlecht geht und ich mich dermaßen alleingelassen fühle, irgendwie: brauch ich jetzt nicht mehr, weg damit …
Vater, was soll ich tun? Was geht in diesem Mädel vor? Wie bekommen ich ein vernünftiges Verhältnis wieder hin? Ich bin so ratlos. Bitte, bitte hilf mir! Ich habe ihr noch eine normale Nachricht geschrieben, sie antwortet nicht mehr. Bitte Vater, leg es ihr ins Herzt, dass sie mit mir spricht. Ich will sie nicht nerve und halte meine Füße still.Ganz bestimmt hat sie jetzt Kummer mit ihrem Sohn, bitte hilf auch ihr. Bitte Vater, Hilf UNS!
Amen


Tag 261 + 262 + 263 – Lukas 1:39-80

Maria und Elisabeth treffen sich

39 Maria hatte dann später einmal die Idee, schnell auf Besuch bei Elisabeth vorbeizuschauen. Die wohnte in den Bergen von Judäa.

40 Als sie in das Haus vom Zacharias kam, umarmte sie Elisabeth.

41 In dem Augenblick, als Maria „Hallo, Elisabeth“ gesagt hatte, hüpfte das Baby in Elisabeths Bauch wie verrückt. Und auf Elisabeth kam plötzlich die Kraft Gottes runter, und sie sagte laut zu Maria:

42 „Du bist von Gott ganz besonders krass beschenkt worden, mehr als alle anderen Frauen! Und das, was da gerade in dir wächst, dein Baby, das ist erst recht von Gott voll beschenkt und begabt worden!

43 Womit hab ich das überhaupt verdient, dass die Mutter von meinem Oberchef, von meinem Gott, mich besuchen kommt?

44 Verstehst du? Als du mich vorhin begrüßt hast, hat das Baby in meinem Bauch vor Freude voll rumgepogt!

45 Du kannst so froh sein, dass du Gott geglaubt hast! Alles, was Gott dir versprochen hat, wird auch passieren!“

Maria freut sich

46 Maria war sehr froh, als sie das hörte: „Mit allem, was ich hab, will ich dafür sorgen, dass Gott richtig groß rauskommt.

47 Alles in mir freut sich über dich, du bist mein Gott, du hast mich gerettet!

48 Gott hat mich gesehen, obwohl ich nur eine stinknormale Frau bin. Alle Menschen, die in Zukunft leben werden, werden mich einmal toll finden und mich ehren.

49 Gott hat was ganz Großes mit mir gemacht, ihm ist nichts unmöglich, er ist ganz besonders, er ist echt heilig.

50 Er liebt uns total und diese Liebe gilt allen Menschen, die ihn respektieren.

51 Er hat große Muskeln, er kann Wunder tun! Menschen, die sich sonst was einbilden, wird er alt aussehen lassen.

52 Er hat Regierungen gestürzt und Sklaven befreit.

53 Menschen, die Hunger hatten, kriegten bei ihm was zu essen, aber Menschen, die satt und reich waren, sind bei ihm leer ausgegangen.

54 Er hat uns versprochen zu helfen, und er hat dieses Versprechen nicht vergessen. Er liebt uns.

55 Er hat das schon vor Ewigkeiten Abraham und seiner Familie versprochen.“

56 Maria blieb noch drei Monate bei Elisabeth zu Besuch, erst dann ging sie wieder zurück nach Hause.

Er soll Johannes heißen

57 Nach neun Monaten war es für Elisabeth an der Zeit, und sie brachte einen Jungen zur Welt.

58 Das machte schnell die Runde im Ort, und alle Freunde und Bekannten freuten sich mit ihr, dass Gott so gut zu ihr war.

59 Acht Tage nach der Geburt gab es eine kleine Feier, wo Verwandte und Freunde eingeladen wurden. Dort wurde so ein religiöses Ritual mit dem Baby gemacht, bei dem man ihm die Vorhaut vom Penis abschnitt. Das war bei den Juden so üblich. Die Verwandten waren der Meinung, der Sohn sollte nach seinem Vater genannt werden: Zacharias der Zweite.

60 Aber Elisabeth war da anderer Meinung: „Nein, er heißt Johannes!“

61 „Was? Wo hast du den seltsamen Namen denn her? Keiner in deiner Familie heißt so!“

62 In der Hoffnung, der Vater würde ein Machtwort sprechen, fragten sie ihn, wie er seinen Sohn nennen wollte.

63 Er ließ sich ein Stück Papier und einen Stift bringen und schrieb darauf: „Sein Name ist: Johannes!“

64 Im selben Augenblick konnte Zacharias wieder sprechen, und als Erstes lobte er Gott.

65 Diese Story machte überall die Runde, und alle waren total baff, als sie das hörten.

66 „Was wird wohl aus diesem Jungen mal werden? Ist doch eindeutig, dass Gott etwas ganz Besonderes mit ihm vorhat!“

Zacharias hat ’ne Vision, was mit Johannes passieren wird

67 Sein Vater Zacharias wurde plötzlich mit der Kraft von Gott abgefüllt. Er sagte dann prophetisch:

68 „Gott von Israel, er ist der Größte! Er ist bei uns vorbeigekommen und hat uns einen Ausweg geschaffen!

69 Er hat aus der Präsidentenfamilie vom David jemanden ausgesucht, der uns alle retten wird.

70 Schon die alten Propheten haben das gewusst, denen hatte er es versprochen.

71 Er wird uns retten, wenn unsere Feinde hinter uns her sind. Er rettet uns vor den Leuten, die uns hassen.

72 Schon zu unseren Vorfahren war er gut, er hat immer zu dem ganz besonderen Vertrag gestanden, den wir mit ihm geschlossen hatten.

73 Dieses Versprechen, das er unserem Urvater Abraham gegeben hat, löst er jetzt ein.

74 Er holt uns aus der Zwickmühle raus, er befreit uns von unseren Feinden, damit wir alles für ihn geben können, ohne Angst im Nacken.

75 Wir wollen ihm radikal dienen und tun, was er sagt, für immer!

76 Und von dir, kleiner Junge, wird man noch einiges zu sagen haben. Man wird dich als Prophet vom obersten Gott bezeichnen. Du wirst alles vorbereiten, damit Gott dann richtig loslegen kann.

77 Du wirst seinen Leuten sagen, wo es langgeht, du wirst ihnen erklären, wie sie frei von ihren Schulden werden können, die sie bei Gott haben.

78 Gott verzeiht uns, weil er uns so sehr liebt! Sein Licht wird uns die Richtung zeigen.

79 Dieses Licht wird für alle Leute da sein, die im Dunklen leben, die Angst vor dem Tod haben, die vom Tod bedroht werden. Dieses Licht wird uns den Weg zeigen, wie wir Frieden finden können.“ ─

80 Je älter Johannes wurde, desto besser lernte er Gott kennen. Schon als Jugendlicher ging er oft in die Wüste. Irgendwann fing er dann an, in der Öffentlichkeit in Israel aufzutreten.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Sein Vater Zacharias wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und begann als Prophet zu sprechen:
(Luk 1:67 NEÜ)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Meine Erkenntnis ist heute keine Erkenntnis, sondern eine Frage:
Zacharias wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt …. Ich nahm bisher an, er kam erst zu Pfingsten auf die Erde …. ???

Glauben ins Leben umgesetzt

Da ich hierauf keine Antwort weiß, lese ich einfach weiter und bitte Gott, mir die Antwort zu zeigen. Wenn es für mich wichtig ist, genau das zu wissen.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, etwas ist los bei D. Und ich weiß nicht, was es sein könnte. Aber du weißt es. Bis vor zwei Wochen hat sie mindestens 1x pro Tag angerufen und mindestens 1 Stunde alles mögliche erzählt. Dann musste sie etwas auf ihre neue SIM-Karte warten. Sie war da und sie rief trotzdem nicht an. Es wundert mich. Über ein Jahr hat sie soviel mit mir telefoniert, manchmal 2-3x am Tag. Und von jetzt auf gleich nicht mehr. Gestern habe ich ihr eine Nachricht geschrieben, ob sie evtl. sauer auf mich ist oder ob ich sonst irgendetwas falsch gemacht habe. Sie antwortete: Nein, sie gehe nur noch schnell einkaufen, dann ruft sie zurück … Sie hat nicht zurück gerufen! Vater, sag mir bitte, was da los ist. Und bitte Vater, lass es einfach nichts Schlimmes sein! Bitte behüte und beschütze sie und die Jungs. Bitte lass es dafür einen positiven Grund geben …! Ich bitte dich, lass es nicht zu, dass ihr nochmal ein Bein gestellt wird. Es reicht, was passiert ist.
Gestern war ein guter Tag für mich. Ich danke dir so sehr dafür, ich habe alles geschafft, was auf meinem Plan stand. Heute ist der Start nicht so gut, ich hoffe aber, ich kann das Wichtigste doch erledigen. Sei bei mir, hilf mir und behüte mich. Das alles lege ich dir zu Füßen in Jesu Namen
Amen


Tag 260 – Lukas 1:26-38

Ein Bote von Gott macht Maria die Ansage: Dein Baby wird mal ein Präsident sein!

26 Elisabeth war gerade im sechsten Monat schwanger, da schickte Gott wieder den Engel Gabriel los. Diesmal sollte er nach Nazareth gehen, eine Stadt, die in Galiläa liegt.

27 Dort lebte ein Mädchen, das noch nie mit einem Mann geschlafen hatte, sie war noch Jungfrau. Maria, so hieß sie, war mit Josef verlobt, der aus der Familie vom David abstammte.

28 Gabriel klopfte bei ihr an die Tür, und als er im Raum stand, begrüßte er sie: „Hallo, Maria! Gott will dir ein Riesengeschenk machen! Er hat dich unter Millionen von Frauen extra ausgesucht!“

29 Maria stand etwas unter Schock. Sie überlegte schnell, was er mit dieser seltsamen Begrüßung meinen könnte.

30 „Keine Panik!“, redete der Engel weiter. „Gott hat dich wahnsinnig lieb, er liebt dich einfach so, und er hat etwas ganz Besonderes mit dir vor.

31 Du wirst bald schwanger werden, und dann wirst du einen Sohn bekommen, der soll dann Jesus heißen!

32 Er wird ganz groß rauskommen, man wird von ihm sagen, dass er der Sohn von Gott ist. Er wird von Gott auf den höchsten Posten gesetzt werden, er wird ein Präsident sein, genauso, wie David einer war.

33 Er wird das Sagen haben über ganz Israel, und seine Macht wird nie zu Ende gehen.“

34 Maria war etwas verwundert: „Aber wie soll das denn bitte gehen? Ich hab noch nie mit irgendeinem Mann geschlafen!“

35 „Also, das ist so: Der Geist von Gott wird dir ganz nahe kommen. Gottes Kraft wird dafür sorgen, und darum wird das Kind auch etwas ganz Besonderes sein, es wird ‚der Sohn von Gott‘ genannt werden.

36 Pass auf, selbst Elisabeth, mit der du ja verwandt bist, ist jetzt im sechsten Monat schwanger, und die ist schon im Rentenalter. Alle Ärzte haben gesagt, dass sie unfruchtbar wäre, und jetzt das …

37 Für Gott ist nichts unmöglich, Maria!“

38 „Ich will für Gott alles geben, ich gehöre ihm, alles, was du gesagt hast, soll auch so passieren.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

… es geschehe mir nach deinem Wort! …
(Luk 1:38 ELB)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Wow, dieser kleine Satzteil ist mir noch nie aufgefallen. Maria sagt: „es geschehe mir nach deinem Wort!“ Mit anderen Worten: Maria sagt zu Gott: Dein Wille geschehe!
Es geschieht zuletzt immer, was Gott möchte. Er sitzt am Ende des Tisches und nickt alles ab. Nichts passiert ohne dieses okay. Dessen muss man sich bewusst sein. Um wie viel leichter ist es, sich gleich auf Gottes Linie zu begeben als bockig und störrisch „Nö“ zu sagen und sein Ding selbst zu machen. Sich gleich auf Gottes Willen einzulassen und demütig sich darauf einzulassen, kann viel Kummer ersparen. Gott zu vertrauen, dass er alles richtig und keine Fehler macht, auch wenn es sich für den Moment gar nicht gut anfühlt, ist immer die bessere Wahl.
Was wäre passiert, wenn Maria „Nö“ gesagt hätte?


Mein Gebet für meinen Tag

Vater, es ist dieser Satz „Dein Wille geschehe“, dieses Vertrauen, dass mir Frieden im Herzen nach dem Tod meines Mannes gegeben hat. Den Abend vor seinen Tod habe ich noch gebetet, dass er es schaffen würde, dass er überlebt und gesund wird. Ich habe dich angefleht, aber zum Schluss gesagt: „Dein Wille geschehe“. Einen Tag später ist er gestorben. Und dann kam das, was keiner versteht. Ich war geschockt, tief geschockt und vermisse ihn auch heute nach 10 Jahren noch so sehr, aber ich habe nicht mit dir gehadert. Ich hatte dich angefleht, aber du hast anders entschieden und da muss es einen sehr sehr wichtigen Grund dafür gegeben haben, den ich nicht kenne. Vielleicht wolltest du mich vor noch Schlimmeren bewahren, vielleicht meinen Mann viel Schmerz und Leid ersparen. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich ihn wieder sehen werde und das ist mein Trost und mein Frieden. Und dafür danke ich dir.
Für mich fühlt es sich nach wie vor gut an, wenn ich dich um etwas bitte, ganz doll bitte und den Satz zum Schluss sage: Aber dein Wille geschehe: Wenn es anders kommt, als ich es mir gewünscht habe, dann weiß ich, es ist genau richtig so. Und diesen Frieden wünsche ich jeden.
Amen