Tag 303 + 304 – Lukas 11:14-36

Wer nicht in meiner Mannschaft spielt, ist mein Gegner

14 Irgendwann musste Jesus mal so einen bösen Geist aus jemandem rausschmeißen, der dafür gesorgt hatte, dass der Mann nicht reden konnte. Als der Geist draußen war, quatschte der Typ sofort los. Die Zuschauer waren alle total baff.

15 Es gab aber auch ein paar Kritiker, die der Meinung waren: „Jesus kann das alles nur, weil er die Macht von der dunklen Seite hat, dem Satan, dem obersten Dämon von allen!“

16 Andere wollten Jesus immer wieder austesten: „Machen Sie doch mal schnell irgendein Naturwunder am Himmel! Dann glauben wir auch, dass Sie wirklich von Gott kommen!“

17 Jesus wusste genau, was die Leute wollten. Darum sagte er zu ihnen: „Jede Regierung ist dann am Ende, wenn sie untereinander zerstritten ist. Wenn es in ihr Grabenkämpfe und Streitereien gibt, kann sie gleich einpacken.

18 Was geht da also mit dem Satan? Wenn ein Dämon gegen einen anderen Dämon kämpfen würde, dann könnte die Macht von Satan kaum lange anhalten, oder?

19 Angenommen, ich würde mit der Kraft von Satan arbeiten, mit welcher Kraft handeln dann bitteschön eure Leute? Wenn sie so was behaupten, verurteilen sie sich damit doch selbst!

20 Wenn ich Dämonen aus Menschen rausschmeiße, dann tue ich das mit der Kraft, die Gott mir gibt. Und das bedeutet, dass die neue Zeit, in der Gott das sagen hat, schon lange angefangen hat.

21 Ist doch logisch: Solange ein Karateweltmeister, der dazu noch einen großen Waffenschrank hat, sein eigenes Haus bewacht, kann niemand bei ihm einbrechen.

22 Wenn jetzt aber jemand kommt, der stärker ist als er, und der haut ihn um und besiegt ihn, was dann? Er wird ihm die Waffen alle wegnehmen und seine Sachen an Leute verschenken.

23 Wer nicht in meiner Mannschaft spielt, ist mein Gegner. Wer nicht mit mir arbeitet, arbeitet gegen mich.“

Warum Dämonen zurückkommen können

24 „Immer wenn ein fieser Geist, so ein Dämon, einen Körper verlassen hat, dann ist er ja obdachlos“, erzählte Jesus weiter. „Er zieht so lange rum, bis er irgendwo ein neues Opfer gefunden hat. Wenn er keins findet, denkt er sich: ‚Ich kann’s ja noch mal bei dem probieren, aus dem ich rausgeflogen bin.‘

25 Wenn er dann zurückkommt, ist die alte Bude supersauber, aufgeräumt und leer.

26 Also ruft er seine Leute an und nimmt sieben andere Kollegen dazu, die noch ätzender drauf sind als er. Mit denen zieht wieder in den Menschen ein. Dem geht es dann noch viel schlechter als vorher.“

Wer kann sich freuen?

27 Während seiner Rede sprang plötzlich eine Frau auf und rief: „Die Mutter, die dich geboren und großgezogen hat, die kann sich echt freuen!“

28 Aber Jesus sagte: „Wirklich freuen können sich alle Leute, die Worte von Gott hören und sie in ihrem Leben umsetzen!“

Jesus und Jona

29 Als mal wieder mega viele Leute bei Jesus waren, fing er an zu erzählen: „Die Menschen, die heute leben, sind echt finster drauf. Sie fordern ein Wunder nach dem nächsten, weil sie Beweise sehen wollen, aber Beweise werden sie nicht bekommen. Wie war das denn früher mit dem Jona?!

30 Jona war ja damals auch wie so ein Beweis oder Zeichen für die Bewohner von Ninive, dass Gott es ernst meint. So ähnlich wird das, was mit mir, dem Auserwählten passieren wird, auch zu einem Beweis für die Menschen werden.

31 Wenn der letzte Tag dieser Welt kommt, wird es eine riesengroße Gerichtsverhandlung geben. Dort wird auch die Präsidentin aus dem Süden als Zeugin gegen dieses Volk antreten. Sie werden alle verurteilt. Die Präsidentin kam von weit her, weil sie von Salomos Wissen und von seiner Weisheit etwas abhaben wollte. Aber der Typ, der jetzt vor euch steht, hat mehr drauf als Salomo. Trotzdem wollt ihr nichts von ihm wissen.

32 Auch die Leute aus Ninive werden mal auf der Zeugenbank vor Gericht Platz nehmen und ein Wörtchen zu eurer Verurteilung mitreden. Denn die haben damals auf Jona gehört, sie haben ihr Leben geändert. Aber der Mann, der jetzt vor euch steht, hat mehr drauf als Jona. Trotzdem wollt ihr euch nicht ändern.“

Alles, was die Sicht nimmt, muss weg

33 „Könnt ihr euch vorstellen, dass jemand seine Nachttischlampe anmacht und sie dann unters Bett stellt oder einen Eimer drüberkippt? Nein, er wird sie irgendwo oben hinstellen, damit er genug Licht im Zimmer hat, wenn jemand auf Besuch vorbeikommt.

34 Dein Auge ist wie ein Fenster vor deinem Innersten. Wenn es okay und sauber ist, dann kommt genug Licht in dich rein, und es ist in dir total hell. Wenn es aber versifft und dreckig ist, dann bleibt es auch in dir dunkel, weil kein Licht durchkommen kann.

35 Darum pass auf deine Augen gut auf! Sie dürfen nicht verdreckt oder etwa blind werden, sonst wird es dunkel in dir.

36 Wenn du voll im Licht stehst und nichts mehr an dir dunkel ist, dann ist dein Leben so hell, als würde dich das Licht der Lampe direkt anleuchten.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Durch die Augen fällt das Licht in deinen Körper. Wenn sie klar sehen, bist du ganz und gar vom Licht erfüllt. Wenn sie aber getrübt sind, ist es dunkel in dir.
(Luk 11:34 HfA)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Als ich diesen Vers las, kam mir sofort die Gesichter der U-Bahn in den Sinn. Schaut man in die Gesichter der Menschen, sieht man sososo viele, die verkraft, verkniffen und gestresst sind. Sehrsehrsehr selten schaut jemand fröhlich. Diese Menschen kann man wirklich mit der Lupe suchen. Und wenn ich diesen Vers lese, dann denke ich daran, warum diese Menschen solche Gesichter, solche Augen haben. Was ist in diesen Menschen los? Es ist erschütternd.
Vor ganz ganz vielen Jahren, Mitte der neunziger Jahre war ich zur Kur in Gunzenhausen. Das Sanatorium wurde von Diakonissen geleitet. Das war das krasse Gegenteil. Die Frauen strahlten so eine Ruhe und Freundlichkeit aus! Das war das Schlüsselerlebnis, dass ich mich auf die Suche nach Gott machte. …
Und heute kam mir genau das wieder in den Sinn. Wie kaputt ist diese Welt.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, du weißt, was in dieser Welt los ist. Du weißt, wie verloren wir Menschen sind, dieses Hasten und Hetzen, diese Hamsterräder auf der Suche nach Glück. Ich bin so froh, dass du mich gefunden und gesucht hast. Und so dankbar. Der Weg ist nicht unbedingt leichter, aber die Einstellung dazu. Bitte Vater, erhalte mir diese Herzenseinstellung. Und wenn es wieder finster um mich herum wird, wenn sich Verzweiflung anschleicht, bitte, Vater, schicke mir diese Gedanken, dass ich gut durchkomme. Ich weiß, dass du dich in den vielen Jahren so sehr um mich bemüht hast, ich den roten Faden erkenne und ich bin so verwundert, dass du mich immer wieder gezogen hast, mich nicht fallen gelassen hast. DANKE. Bitte Vater, öffne mir weit die Türen, in die ich gehen soll und verschließe alles, was mich von deinem Weg abbringen könnte. Ich spüre deine Führung und bin dir so dankbar! Bitte beschütze und behüte mich weiter, so auch heute, lass es einen guten Tag werden.
Amen


Tag 302 – Lukas 11:1-13

Wie man am besten mit Gott redet

1 Irgendwann hatte Jesus mal einen Stopp eingelegt, um ’ne Runde zu beten. Als er fertig war, kam einer seiner Schüler zu ihm und fragte: „Jesus, bitte bring uns auch bei, wie man betet! Das hat Johannes mit seinen Schülern auch so gemacht.“

2 „Also, wenn ihr beten wollt, dann tut das am besten nach diesem Vorbild: ‚Gott, du bist unser Vater, du sollst groß rauskommen in dieser Welt, deine Zeit soll jetzt losgehen.

3 Bitte versorge uns mit den Sachen, die wir jeden Tag zum Leben brauchen.

4 Verzeih uns den Mist, den wir ständig bauen. Wir wollen auch den Leuten verzeihen, die uns verletzt haben. Bring uns nicht in Situationen, wo wir schwach und dir untreu werden könnten.‘“

5 Und dann erklärte er mit folgendem Beispiel noch mehr zum Thema Beten: „Mal angenommen, ihr geht gegen 0:00 Uhr nachts zu einem Freund, weil ihr ihn um drei Pakete Nudeln anschnorren wollt. Ihr erklärt ihm:

6 ‚Sorry, dass ich noch so spät anklingel. Ich hab überraschend Besuch von einem alten Kollegen bekommen, aber ich hab nichts zu essen im Haus.‘

7 Der Freund würde ihm dann vielleicht antworten: ‚Sag mal, spinnst du? Es ist jetzt Mitternacht durch, ich lieg schon im Bett und die Kinder schlafen auch. Ich kann dir jetzt nicht weiterhelfen.‘

8 Ich garantiere euch: Wenn er ihm schon nicht der Freundschaft wegen aushelfen wird, dann tut er es trotzdem, damit der andere endlich aufhört rumzunerven.

9 Ich mach euch mal ’ne Ansage: Wenn ihr Gott um etwas bittet, dann werdet ihr das bekommen! Wenn ihr bei ihm nach Antworten sucht, dann wird er sie euch auch geben! Und wenn für euch etwas verschlossen ist, dann klopft bei ihm an, und er wird die Tür für euch öffnen.

10 Wenn jemand um etwas bittet, dann wird er es bekommen, wenn einer was sucht, wird er es auch finden, und jeder, der an die Tür klopft, wird auch reingelassen werden.

11 Wie ist das denn mit einem guten Vater? Würde der seinem Sohn einen Regenwurm geben, wenn der um einen Lolli bittet?

12 Oder wenn das Kind ein Überraschungsei möchte, würde er ihm dann eine giftige Mottenkugel andrehen? Niemals!

13 Wenn selbst die miesen Menschen so gut zu ihren Kindern sind, wie viel mehr wird dann der Himmelspapa den Leuten seine besondere Kraft, den Heiligen Geist, schenken, wenn sie ihn darum bitten!“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Jesus sagte zu ihnen: „Wenn ihr betet, dann sprecht: Vater, dein heiliger Name werde geehrt! Deine Herrschaft komme!
(Luk 11:2)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Das ist genau der Vers, der mich ins Grübeln bringt. Jesus sagt hier ganz klar, wie wir beten sollen. Wir dürfen Gott mit „Vater“ ansprechen. Deshalb beginne ich meine Gebete grundsätzlich mit „Vater“. Nicht „Lieber Gott“, „Jesus“, „Herr“, „Jahwe“ oder „Jehova“. Jesus hat es ja nicht aus Beliebigkeit genau so gesagt. Vielleicht sagt mir Gott einmal etwas anderes, berichtigt mich, bis dahin bleibe ich dabei. Nein, ich bin nicht militant, dass meine Ansicht die alleingültige ist. Jeder mag Gott so ansprechen, wie er es im Herzen hat. Für mich ist Gott „mein himmlischer Vater“.

Mein Gebet ist meinen Tag

Es ist heute etwas später geworden mit meiner Bibelbetrachtung. Mein Gebet für meinen Tag ist längst vorbei und ich mag jetzt nicht hier irgendetwas im Nachhinein aufschreiben nur der vollständigkeitshalber. Die Gebete, die hier stehen sind authentisch und passieren im gleichen Augenblick, in dem ich sie hier eintippe.
Also, bei der nächsten Bibelbetrachtung ist dann alles wie immer. Nur heute nicht.


Tag 297 – Lukas 9:51-62

Jesus zieht ab Richtung Jerusalem

51 Langsam kam der Zeitpunkt immer näher, wo Jesus wieder zurück zu Gott sollte. Darum schlug Jesus jetzt fest entschlossen die Route in Richtung Jerusalem ein.

52 Auf dem Weg schickte er jemanden vor, der schon mal einen Pennplatz auf der Strecke in dem Dorf der Samariter klarmachen sollte.

53 Weil Jesus nur auf der Durchreise in Richtung Jerusalem war, hatten die Vermieter aber überall keinen Bock auf ihn und seine Schüler.

54 Als Jakobus und Johannes das mitkriegten, kamen beide voll aggromäßig drauf. „Jesus, sollten wir nicht für ein paar Brandbomben vom Himmel beten und hier alles abfackeln?“

55 Jesus schimpfte sie für diesen Spruch sehr aus: „Hallo? Schon wieder vergessen, wie ihr in solchen Sachen drauf sein sollt? Ich bin nicht hier, um Leute kaputt zu machen, sondern um sie zu heilen!“

56 Schließlich zogen sie weiter in ein anderes Dorf.

Wie man radikal mit Gott lebt

57 Auf dem Weg quatschte einer Jesus von der Seite an und meinte zu ihm: „Ich will radikal mit dir leben, ich will dahin gehen, wo du auch bist!“

58 Jesus warnte ihn: „Hunde haben ihr Körbchen und Vögel ihre Nester, wohin sie sich zurückziehen können. Der Auserwählte hat aber keinen Ort, wo er sich mal entspannen kann.“

59 Bei einer anderen Gelegenheit sagte Jesus zu einem jungen Mann: „Komm mit mir!“ Der antwortete: „Okay, mein Herr, ich muss aber zuerst noch mal nach Hause und meinen Vater beerdigen, danach geht das los.“

60 „Ich sag nur: Lass die Leute, die eh schon wie tot sind, ihre Toten begraben. Du hast jetzt einen neuen Job: Rede überall von der neuen Zeit, die jetzt angebrochen ist!“

61 Ein anderer Typ sagte mal zu Jesus: „Ja, mein Chef, ich will mit Ihnen gehen, ich muss mich aber zuerst noch von meiner Familie anständig verabschieden.“

62 Dazu sagte Jesus: „Wer beim Fahren nach hinten guckt, landet am Baum, und wer sich beim Arbeiten ablenken lässt, der taugt nicht für Gottes neue Zeit.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Als die beiden Jünger Jakobus und Johannes das hörten, sagten sie zu Jesus: „Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?“
(Luk 9:54 NeÜ)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Interessanterweise steht in der NeÜ in Vers 56: „Sie übernachteten dann aber in einem anderen Dorf“. Genauso ähnlich in HfA, Lut 2017, Elb, NL. In der Lutherbibel 1912 steht in diesem Vers: „Jesus aber wandte sich um und bedrohte sie und sprach:
Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? 56 Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu verderben, sondern zu erhalten.
Ähnlich hört es sich in der Schlachterbibel 2000 an:
Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten! Und sie zogen in ein anderes Dorf.“
Ich habe jetzt nicht alle deutschsprachigen Bibeln durchgeguckt, aber es hat mich schon erstaunt, dass dieser Satz „Der Menschensohn ist nicht gekommen …“ nur scheinbar in der Lut12 und in der SCHL vorkommt. Ist jetzt gerade nicht zu verstehen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Die SCHL gehörte bisher nicht zu meinen favorisierten Bibel. ELB und NeÜ waren mir bisher immer die liebsten. Aber welch ein Luxus! Früher (vor Luther) gab es gar keine deutschsprachige Bibel. Da war man wohl darauf angewiesen, was einem der Pfarrer oder Priester erzählte. Woher sollten denn die Menschen von damals wissen, dass Ablasshandel, Fegefeuer und diese Dinge gar nicht in der Bibel stehen?
Also schiebe ich jetzt mal mein „Luxusproblem“ beiseite und mache morgen mit dem Kapitel 10 weiter.

Mein Gebet für meinen Tag

Lieber Vater, es ist unglaublich, ich scheine es wiedermal geschafft zu haben, mir geht es besser. Ich bin immer so verzweifelt, wenn ich so gar nichts mehr auf die Reihe kriege, ich hab dann panische Angst, es könnte so bleiben und in meinem Kopf rotiert es, wie ich mein Leben in den Griff kriegen soll, was ich verändern muss, dass ich die wichtigsten Dinge gebacken bekomme. Und dabei vergesse ich immer deine Zusage, dass du dich kümmern wirst, dass du mich immer mit den nötigsten versorgen wirst. Bitte, Vater, lass mich das niemals aus dem Auge verlieren. Ich weiß gerade nicht, wie lange diese jetzige gute Phase anhält, bitte stärke mich jetzt dafür, wenn es irgendwann (? vielleicht schon morgen) wieder anders ist. Ich brauche deine Hilfe, dein Wort, dass du da bist, mir hilfst und ich nicht untergehe. Ich sehne mich in diesen Tagen immer nach meinen verstorbenen Mann. Er kann mir nicht mehr helfen, aber du kannst. Und du tust es auch. Nur in den panischen Zuständen ist genau dieser Gedanke raus aus meinem Kopf.
Und so werde ich diesen heutigen Tag angehen, alles in Ruhe tun, mich nicht überfordern und immer dicht bei dir sein. Ich brauche dich so sehr.
Amen




Tag 295 + 296 – Lukas 9:37-50

Die Schüler bringen es nicht, aber Jesus bringt es voll

37 Als sie dann am nächsten Morgen wieder runter ins Tal gingen, kamen ihnen unheimlich viele Menschen entgegen.

38 Da war auch ein Typ, der Jesus gleich anbettelte: „Mein Chef, ich bitte Sie inständig, helfen Sie meinem Sohn! Er ist mein einziges Kind!

39 Oft kommt plötzlich ein fieser Dämon in seinen Körper. Dann schreit er laut los, wälzt sich auf dem Boden hin und her, bis weißer Schaum aus seinem Mund kommt. Dieser Geist lässt ihn einfach nicht in Ruhe!

40 Ich war schon bei deinen Schülern mit ihm, aber sie konnten den Dämon nicht austreiben.“

41 „Oh, Mann, ihr seid so ungläubig und verdreht, ihr Menschen! Wie lange muss ich mir das noch geben und so was aushalten? Bring den Jungen mal her!“

42 Schon auf dem Weg zu Jesus legte der Dämon voll los. Er packte ihn, warf ihn zu Boden. Der Junge verkrampfte sich dabei total, das ganze war echt übel. Jesus nahm sich den Geist sofort zur Brust. Er befahl dem Dämon, den Jungen in Ruhe zu lassen. So wurde er geheilt. Dann gab Jesus ihn seinem Vater zurück.

43 Die Leute, die das mitbekamen, waren alle total fertig und gleichzeitig voll beeindruckt, weil sie Gottes unvorstellbare Kraft live und zum Anfassen erlebt hatten. Während die Zuschauer noch am Diskutieren waren, machte Jesus zu seinen Schülern eine wichtige Bemerkung:

Jesus kündigt an, dass er sterben wird

44 „Nehmt euch das bitte zu Herzen, was ich euch jetzt sage, ja?! Der Auserwählte wird angezeigt, verraten und an die Behörden ausgeliefert werden.“

45 Seine Jungs kapierten das nicht ganz, wollten aber nicht blöd dastehen, darum fragte keiner noch mal nach.

Wer bei Gott groß rauskommt und wer nicht

46 Irgendwann fingen seine Freunde an, sich da drüber Gedanken zu machen, wer von ihnen am meisten Einfluss habe, wer von allen die Nummer eins sei.

47 Jesus konnte auch Gedanken lesen und bekam alles mit. Darum griff er sich ein kleines Kind und stellte es neben sich.

48 Er sagte in die Runde: „Jeder, der sich um so ein Kind kümmert, weil er zu mir gehört und mich liebt, der kümmert sich in Wirklichkeit um mich. Und wer sich um mich sorgt, der sorgt sich auch um meinen Vater. Wer am wenigsten bei euch zu melden hat, wer der größte Loser bei euch ist, der ist für mich der Wichtigste von allen!“

49 Dazu meinte Johannes: „Chef, wir haben mitgekriegt, wie einer versucht hat, einen Dämon bei jemandem rauszuschmeißen, und er hat dabei deinen Namen benutzt. Wir haben ihm das dann verboten, er gehört ja schließlich nicht zu unserer Truppe.“

50 Jesus war davon nicht so begeistert. „Lasst das! Soll er doch ruhig auf die Art Dämonen rausschmeißen. Wenn jemand nicht gegen uns ist, dann ist er erst mal für uns.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

„… Wer also der Geringste unter euch ist, der ist wirklich groß.“
(Luk 9:48)

Mein Erkenntnis für heute, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Es ist tröstlich für mich. Wahrscheinlich für jeden, der unter geringen Selbstwertgefühl leidet. „Wenigstens jemand hält mich für wertvoll“. Doch wenn mich Jesus für wertvoll hält, könnte ja auch mein Selbstwertgefühl steigen? In dem Moment, wo ich es lese, dann schon. Aber schon kurze Zeit später ist es wieder im Keller. Okay, ich arbeite dran.

Mein Gebet für meinen Tag

Lieber Vater, gerade heute ist mein Selbstwertgefühl wieder unterirdisch. Es lag gestern am Spielenachmittag. Wieder hatte ich mit großer Erschöpfung zu kämpfen, habe es aber allein nach Hause geschafft. Und … die Panik ist ausgeblieben. Zu Hause ging dann allerdings gar nichts mehr. Auch heute Morgen noch nicht. Und ich hadere mit mir selbst und bin am Grübeln, was das soll? Ich habe das Gefühl, du willst mir etwas damit zeigen, mich in eine Richtung führen, die ich noch nicht verstehe. Vater, was soll ich tun? Was möchtest du von mir. Auch der Bibelvers zeigt mir, dass die Geringsten die Größten in deinen Augen sind. Kannst du es mir nicht deutlicher sagen, in welche Richtung du mich haben möchtest? Oder soll ich irgendetwas lassen? Ich verstehe es nicht Vater. Bitte zeige es mir!
Amen


Tag 289 + 290 – Lukas 8:40-56

Ein Mädchen, das tot war, wird wieder lebendig

40 Als Jesus zum andern Ufer übergesetzt hatte, warteten da schon wieder irre viele Leute auf ihn.

41 Kaum war Jesus an Land, drängelte sich ein Mann nach vorne zu ihm durch. Er hieß Jairus und leitete die jüdische Gemeinde im Ort. Jairus warf sich vor Jesus auf den Boden und bettelte ihn an, mit zu ihm nach Hause zu kommen.

42 Seine einzige Tochter, ein zwölfjähriges Mädchen, war todkrank und lag im Sterben. Jesus ging also mit. Auf dem Weg dorthin drängelten sich sehr viele Leute um ihn herum.

43 In dieser Menschenmasse war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren ununterbrochen ihre Tage hatte. Ihre gesamte Kohle war schon bei zig Ärzten gelandet, aber keiner hatte ihr wirklich helfen können.

44 Sie schlich sich vorsichtig von hinten an Jesus ran und versuchte seine Jacke zu berühren. Und in dem Augenblick, wo sie den Stoff angefasst hatte, hörten die Blutungen sofort auf!

45 „Wer hat mich eben berührt?“, wollte Jesus wissen und blieb stehen. Alle schüttelten den Kopf, und Petrus meinte: „Mann, Jesus, stell dich nicht so an, bei dieser Masse von Menschen kommt es halt mal vor, dass dich jemand anfasst!“

46 Aber Jesus blieb dabei: „Irgendjemand hat mich absichtlich berührt. Ich hab ganz deutlich gespürt, wie von mir Kraft abgezogen wurde.“

47 Als die Frau merkte, dass sie erwischt worden war, fing sie voll an zu zittern. Dann ging sie auf die Knie und erzählte ihre Story. Sie sagt auch, dass sie bis eben noch krank gewesen war und ihn berührt hatte und dass sie jetzt gesund ist.

48 „Du bist wie eine Tochter für mich“, sagte ihr Jesus, „und weil du mir so vertraut hast, bist du auch gesund geworden! Jetzt geh, entspann dich und hab Frieden!“

49 Mitten in diesem Gespräch kam ein Hausangestellter vom Jairus angerannt: „Ihre Tochter ist bereits gestorben. Sie brauchen Jesus nicht mehr zu bemühen.“

50 Jesus war da anderer Meinung: „Keine Angst, Jairus, vertrau mir! Es wird alles mit ihr gut werden.“

51 Als sie in das Haus vom Jairus kamen, war da schon die Trauerfeier im vollen Gange. Jesus fragte nur Petrus, Jakobus, Johannes, den Vater und die Mutter, ob sie auch mit in das Totenzimmer kommen wollten.

52 Im Haus weinten die Leute überall, aber Jesus sagte zu ihnen: „Hört auf zu flennen! Das Mädchen ist nicht tot, sie pennt nur!“

53 Jetzt rissen einige sogar ein paar Sprüche über ihn, weil alle es wussten: Sie war bereits mausetot!

54 Jesus nahm die Hand von dem Mädchen und sagte laut zu ihr: „Steh auf, Kleine!“

55 Und das Abgefahrene passierte: Sie stand auf! Dann bestellte Jesus ihr was zu essen.

56 Die Eltern waren total glücklich und kriegten sich gar nicht wieder ein. Sie mussten Jesus aber versprechen, nicht allen Leuten davon zu erzählen.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Doch Jesus bestand darauf: „Es hat mich jemand angerührt, denn ich habe gespürt, dass eine Kraft von mir ausgegangen ist.“
(Luk 8:46)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

  1. Jesus wusste doch, wer ihn angerührt hat. Er weiß doch alles. Also, warum fragte er? Ich denke, er wollte, dass sich die Frau öffentlich dazu bekennt, dass sie glaubt. Mein Lösungsansatz.
  2. Jesus spürte, dass Kraft von ihm abgeflossen ist. Kraft die von ihm zu ihr übertragen wurde.

Glauben ins Leben umgesetzt

  1. Jesus möchte, dass auch wir öffentlich zu ihm stehen. Tue ich das? Immer? Ja, es gab eine Zeit, in der ich es verheimlicht habe, wenn ich in Kreisen war, die das lächerlich fanden. Immerhin bin auch ich so erzogen worden. Mittlerweile tue ich es nicht mehr. Ich stehe dazu. Mir ist es dabei nun völlig egal, was andere davon halten. Aber was ich noch nicht mache, ist, dass ich ALLEN und JEDEN davon erzähle, was ich für „Glaubenserlebnisse“ habe, also Gebetserhörungen und so etwas. Ich finde, dass man das nur erzählen sollte, wenn es inhaltlich passt und nicht militant jeden um die Ohren hauen.
  2. Das würde ich sehr gern mal erleben. Dass ich spürbare Kraft von Jesus bekomme, so ein warmes Gefühl von jetzt auf gleich. So nach der Art: Du hast keine Kraft für die jetzige Situation: hier hast du welche, bitteschön.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir. Ich danke dir, dass der heutige Start in den Tag ein guter war. Im Moment fühle ich mich recht gut und wünsche mir so sehr, dass es anhalten wird. Kannst du das nicht mal organisieren? Diese Tage sind so selten.
Und einen richtigen großen Wunsch hätte ich noch. Kannst du mir nichtmal die richtigen WhatsApp-Worte für Thea finden, sie bekommt Panik wegen ihrem Knie. Ich versuche es ja, hab aber das Gefühl, ich schreibe nur klugscheißerischen Schrott. Bitte, leg mir die richtigen Gedanken in den Kopf. Ich kann ihr ja sonst nicht helfen. Oder, noch besser, sende ihr gleich die nötige Kraft, dass sie meine „guten Ratschläge“ gar nicht erst braucht. Was hältst du davon?
Und nun werde ich in den Tag starten, beschütze und behüte mich und leg mir die Dinge vor die Füße, die ich zu leisten vermag, die dich preisen und loben.
Amen


Tag 287 + 288 – Lukas 8:16-39

Der Vergleich mit einer Lampe

16 „Keiner wäre so blöd und würde über seine Nachttischlampe einen Eimer stellen oder sie unters Bett schieben! Lampen gehören da hin, wo sie viel Licht spenden können und wo man sie sieht.

17 Alle Sachen, die heute noch im Dunklen und geheim sind, werden irgendwann mal rauskommen. Alles, wovon heute keiner was weiß, wird mal ans Licht gebracht werden.

18 Passt gut auf, Leute, damit ihr versteht, was ich euch erzähle! Die Leute, die sich mit meiner Lehre beschäftigen und offen sind, die werden noch mehr kapieren können. Wer aber nicht zuhören will, der wird sogar die Sachen hinterfragen, von denen er bisher geglaubt hat, er hätte sie bereits verstanden.“

Wer gehört zur Jesus-Familie

19 Irgendwann kamen die Geschwister von Jesus und seine Mutter bei ihm vorbei. Aber es waren so viele Leute da, dass es unmöglich war, zu ihm durchzukommen.

20 Ein Typ meinte zu Jesus: „Ey, Meister, Ihre Mutter und Ihre Geschwister stehen draußen und wollen mit Ihnen reden!“

21 Jesus antwortete: „Sieh dich um! Alle, die hier sind und hören wollen, was ich über Gott zu sagen habe, gehören zu meiner Familie!“

Das Meer gehorcht Jesus

22 An einem Tag sagte Jesus zu seinen Schülern: „Lasst uns mal auf die andere Seite vom See fahren!“ Sie mieteten sich ein Boot und fuhren los.

23 Jesus legte sich hinten im Boot erst mal pennen. Mitten auf dem See kam auf einmal ein heftiger Sturm auf. Die Wellen schlugen so hoch, dass das Boot immer mehr mit Wasser volllief und sie kurz davor waren zu sinken.

24 Panisch weckten die Schüler Jesus auf: „Meister“, schrien sie, „Hilfe! Wir saufen ab!“ Jesus stand ruhig auf. Dann redete er ein paar ernste Worte mit dem Wind und den Wellen. Sofort beruhigte sich die See, und alles wurde still!

25 „Was ist jetzt mit eurem Vertrauen?“, meinte Jesus. Die waren aber echt nur geplättet und sagten zueinander: „Was ist das nur für ein derber Typ! Sogar der Wind und die Wellen müssen ihm gehorchen!“

Jesus trifft auf einen durchgeknallten Mann, der von Dämonen kontrolliert wird

26 Später kamen sie in die Gegend von Gerasa, das lag auf der anderen Seite vom See Genezareth.

27 Als Jesus aus dem Boot gestiegen war, rannte ihm so ein Typ entgegen, der von einem Dämonen total ferngesteuert wurde. Er war obdachlos und lief den ganzen Tag nackig rum, weil er seine Klamotten verloren hatte. Er lebte seit einiger Zeit nicht mehr in einem Haus, sondern wohnte stattdessen auf dem Friedhof in irgendwelchen Grabhöhlen.

28 Als er Jesus ankommen sah, fing er voll laut an zu kreischen und warf sich vor ihm auf den Boden. „Was willst du von mir, lass mich in Ruhe, Jesus! Du bist der Sohn vom derbsten Gott schlechthin! Bitte, bitte, mach mich nicht fertig!“, bettelte er rum.

29 Jesus hatte dem Dämon nämlich schon gesagt, dass er den Typen gleich verlassen sollte. Der Mann wurde von diesem fiesen Geist schon sehr lange kontrolliert. Auch wenn man ihn mit Handschellen gefesselt hatte, riss er sich wieder los. Dieser Dämon trieb ihn dann oft in den Wald.

30 Jesus sprach den Dämon direkt an: „Wie heißt du?“ ─ „Legion ist mein Name!“ Da Legion eine Bezeichnung für eine ganze Einheit beim Heer ist, war sofort klar: Es musste sich um mehr als nur einen Dämonen handeln!

31 Der Dämon bettelte Jesus voll an, er wollte nicht in die Hölle zurückgehen müssen.

32 In der Nähe kurz vor einem Bergabhang waren gerade ein paar Schweine auf einer Wiese am Start. Da wollten die Dämonen dann gerne rein, und für Jesus war das okay, er erlaubte es ihnen.

33 Also zogen alle Dämonen aus dem Mann in die Schweine um. Die Schweineherde beging daraufhin kollektiven Selbstmord, alle Viecher stürzten sich den Abhang runter in den See und ertranken!

34 Die Männer, die auf die Herde aufpassen sollten, rannten vor Angst in die Stadt und erzählten überall, was dort gerade passiert war.

35 Jetzt kamen aus allen Ecken die Schaulustigen angelaufen, um das Ganze mit eigenen Augen zu sehen. Sie konnten den Typen sehen, den Jesus von seinen Dämonen befreit hatte, wie er voll ruhig und anständig angezogen bei ihm saß und mit Jesus laberte. Viele waren deswegen echt fertig.

36 Die Augenzeugen erzählten jedem, wie der dämonisierte Mann frei geworden war.

37 Alle Bewohner bettelten jetzt, dass Jesus möglichst schnell die Gegend verlassen sollte. Sie waren eben sehr geschockt. Jesus stieg also in das Boot und zog ab.

38 Der Typ, der von den Dämonen befreit worden war, wollte gerne bei Jesus bleiben. Aber Jesus fand, das wäre keine so gute Idee. Er gab ihm einen anderen Auftrag:

39 „Geh nach Hause und erzähl den Leuten, was Gott bei dir für gute Sachen gemacht hat!“, war sein Tipp. Das tat der Mann dann auch. Er ging durch die ganze Stadt und erzählte überall, was Jesus für ihn getan hatte.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Denn alles, was verborgen oder geheim ist, wird irgendwann ans Licht kommen und bekannt werden.
(Luk 8:17)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Ich wusste gar nicht, dass dieser Spruch genauso in der Bibel steht, wenn auch in einem anderen Zusammenhang, als wir ihn benutzen.

Glauben ins Leben umgesetzt

Oh, wer hat noch nie gelogen? Gibt’s sicher nicht. Vielleicht nicht die große Lebenslüge, aber „Notlügen“ sind Lügen. Es kommt raus. Immer. Ist nur eine Frage des Zeitpunktes. Es kann Jahre dauern, vielleicht kommt es auch erst heraus, wenn man gestorben ist. Aber, raus kommt es immer. Viel wichtiger ist aber, dass Gott es genau in dem Moment weiß, wo es über unsere Lippen kommt. Alles. Bis ins Letzte. Und er findet es gar nicht lustig. Und ich glaube, dieser Versuchung sind wir jeden Tag ausgesetzt. Satan leistet hier Großartiges. Ich habe heute früh im Inforadio gehört, dass ein Spiegeljournalist, der ganz viele Auszeichnungen erhalten hat, alle seine Stories frei erfunden hat. Ich dachte mir noch, wie kann das sein? Hat das keiner gemerkt? Es ist rausgekommen. Und so kommt auch jede kleine Notlüge raus. Von mir. Von jedem.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, bitte hilf mir, immer und überall ehrlich zu sein, auch wenn es scheinbar für mich Nachteile bedeutet. Doch die wären ja nur in diesem Leben. Es ist viel, viel wichtiger, dass du erkennst, dass ich immer die Wahrheit sage, dass ich auch keiner Notlüge Raum gebe. Bitte, Vater, halte jede Versuchung von mir fern. Und, was noch viel wichtiger ist, zeige mir, was ich bisher falsch gemacht habe und wie ich es korrigieren kann. Besonders letzteres. Es macht ja nun kein Sinn, zu jemand zu gehen und ihm zu sagen: du, vor 10 Jahren habe ich dir nicht die Wahrheit gesagt, ich habe Nudeln statt Erbsen gegessen …
Bitte, Vater, zeige mir, was da wichtig für dich ist und was ich tun soll (abgesehen von dem Bemühen, nicht zu lügen und nichts zu vertuschen, auch wenn es scheinbar für eine gute Sache ist). In dem Zusammenhang fällt mir gerade ein, wie denn das ist, wenn ich durch meine „Wahrheit“ andere gefährde? Also wie zum Beispiel das Verstecken der Juden im Dritten Reich. Wie ist es dann? Vielleicht, warum ich lüge? Des eigenen Vorteils willen oder um die Rettung von Menschenleben? In unserem Alltag geht es allermeistens um ersteres. Aber es ist gut, dass du mir das heute wiedermal ins Bewusstsein gerufen hast. Denn eigentlich weiß ich das ja und kritisiere das auch an anderen, nun kommt der Blick zurück zu mir. Danke.
Und, Vater, heute habe ich ein ganz großes Anliegen. Du kennst den MRT-Befund von T. Bitte, Vater, du kennst die Probleme, die Thea hat, bitte, Vater, ich bitte dich so sehr, kümmere dich um sie, sie rutscht gerade wieder in eine Depressionsloch. Bitte, bitte, halte sie fest und füge alles so, wie es für sie am leichtesten zu ertragen ist. Das liegt mir sehr am Herzen. Das lege ich dir heute sehr vor die Füße. Bitte, hilf ihr.
Amen


Tag 283 + 284 + 285 – Lukas 7:11-50

Ein totes Kind lebt wieder

11 Kurze Zeit später ging Jesus mit seinen Freunden in die Stadt Nain. Sehr viele Leute waren mittlerweile mit ihm dabei.

12 Als sie kurz vor dem Ortseingang waren, kam ihnen ein Gruppe von Menschen entgegen, die einen Sarg mit einem Jungen zum Friedhof brachte. Der tote Junge war der einzige Sohn von einer Frau gewesen, deren Mann auch schon tot war. Viele trauerten mit der Witwe.

13 Als Jesus die ganze Szene beobachtet hatte, tat ihm die Frau auch sehr leid. „Du musst jetzt nicht mehr weinen!“, sagte er ganz liebevoll zu der Frau.

14 Dann ging Jesus zum Wagen, auf dem der offene Sarg draufstand. Der Wagen blieb stehen. Und dann redete Jesus mit dem Jungen, er sagte zu ihm: „Hey, du, steh auf!“

15 Und das Abgefahrenste passierte: Der Junge setzte sich auf und begrüßte alle! Jesus gab der Mutter ihren Sohn zurück, fast so, als hätte Jesus den Sohn aus dem Schlaf geweckt.

16 Alle, die das miterlebten, waren total beeindruckt von der ganzen Sache, fast schon geschockt. Und sie sagten zueinander: „Gott hat uns einen ganz fetten Propheten vorbeigeschickt!“, und: „Gott hat sein Volk persönlich besucht!“

17 Diese irre Story verbreitete sich sehr schnell im ganzen jüdischen Gebiet, und sogar im Ausland redete man darüber.

Die Anfrage von Johannes: Bist du der Auserwählte, bist du der Messias?

18 Johannes (der die Leute getauft hat) hörte auch von den derben Wundern, die bei Jesus an der Tagesordnung waren.

19 Er schickte zwei von seinen eigenen Schülern mit einer Anfrage zu Jesus: „Sind Sie der Mann, auf den wir schon so lange warten? Sind Sie der Auserwählte, der Messias, oder kommt der noch? Das will Johannes wissen!“

20 Die beiden kamen gerade mit dieser Frage,

21 als Jesus eine große Heilungssession hatte. Viele Leute wurden wieder gesund, fiese Geister verließen Menschen, Blinde konnten wieder sehen und so.

22 Jesus antwortete: „Leute, geht zurück zum Johannes und erzählt ihm, was hier bei mir abgeht. Alles, was die alten Propheten vorhergesagt haben, passiert gerade: Blinde können wieder sehen, Körperbehinderte werden geheilt, Gehörlose können wieder hören, Aidskranke werden geheilt, sogar Tote werden wieder lebendig, und den Leuten, die nichts besitzen, wird eine gute Botschaft rübergebracht.

23 Und dann könnt ihr ihm noch sagen, dass sich alle wirklich freuen können, die sich nicht über mich ärgern.“

Jesus sagt was über Johannes

24 Als die Schüler vom Johannes abgehauen waren, sagte Jesus noch was zu den Leuten, die gerade dastanden: „Warum seid ihr eigentlich immer zum Johannes in die Wüste gelaufen? Wolltet ihr ein Weichei sehen, das keine eigene Meinung hat?

25 Oder dachtet ihr, da ist so ein feiner Pinkel mit teurem Anzug? Dann hättet ihr am besten in die Villengegend und nach Monaco fahren müssen!

26 Oder wolltet ihr einen Propheten in Johannes finden? Bingo, ein Prophet ist er auf jeden Fall, sogar noch mehr als das!

27 Johannes ist der Typ, von dem in den alten Schriften schon erzählt wird: ‚Ich werde dir einen Ansager organisieren. Er wird für dich alles vorbereiten.‘

28 Eins ist auf sicher: Von allen Menschen, die mal irgendwann gelebt haben, ist er der größte Prophet! Und trotzdem will ich hier noch mal sagen, dass bei Gott egal ist, wer die dicken Sachen für ihn gerissen hat. In seinem Land ist der Unwichtigste wichtiger als Johannes.

29 Alle, die auf Johannes hörten, haben erkannt, dass Gott ihnen eine Chance gibt, und sie ließen sich von ihm taufen. Übrigens waren da auch Zöllner dabei, die Steuern für die Römer eintrieben.

30 Nur die religiösen Streber und Profis nicht, die Pharisäer und die Schriftgelehrten, die hatten keine Lust auf dieses Angebot, sie ließen sich nicht von ihm taufen.

31 Was soll man noch über die Menschen von heute sagen? Womit kann man sie passend vergleichen?

32 Sie sind wie Kinder, die auf der Straße spielen und sich bei ihren Freunden beschweren: ‚Wir haben ein cooles Lied in die Anlage geschmissen, aber ihr habt nicht mitgetanzt. Dann haben wir Deprimucke reingetan, und ihr habt nicht mitgeweint!‘

33 Johannes hat oft aus religiösen Gründen aufs Essen verzichtet, er hat auch keinen Alkohol getrunken. Da meintet ihr dann: ‚Der ist doch total durchgeknallt!‘

34 Jetzt ist der Auserwählte Gottes bei euch und isst und trinkt normal wie alle andern auch, und ihr seid schon wieder nicht zufrieden. Dann kommen so Kommentare wie: ‚Der ist ja fresssüchtig und Alkoholiker! Junkies und Penner sind seine Freunde!‘

35 Aber an solchen äußerlichen Sachen kann man nicht erkennen, wie schlau Gott eigentlich ist. Das merkt man erst, wenn man tut, was er sagt.“

Jesus ist sich nicht zu schade, mit einer Hure zu reden

36 Irgendwann wurde Jesus mal von einem religiösen Streber, der Simon hieß, zum Essen eingeladen. Jesus nahm die Einladung an und setzte sich ganz gechillt zu dem ins Wohnzimmer.

37 Plötzlich betrat eine stadtbekannte Hure das Haus und stürzte in das Zimmer, wo Jesus mit den anderen saß. Sie hatte über ein paar Ecken gehört, dass Jesus bei Simon eingeladen war, und brachte eine Dose mit wahnsinnig teurer Salbe mit.

38 Die Frau ging zu Jesus und kniete sich vor ihm hin. Dabei weinte sie so sehr, dass seine Füße von den Tränen ganz feucht wurden. Dann trocknete sie die Füße erst mit ihren langen Haaren, dann küsste sie die Füße und dann rieb sie sie auch noch mit der Salbe ein.

39 Der religiöse Streber, der Jesus eingeladen hatte, beobachtete die Szene aus großem Abstand. „Wenn dieser Mann wirklich Dinge checkt, die man eigentlich nicht wissen kann, wenn er echt so begabt in prophetischer Hinsicht wäre, dann müsste er doch auch wissen, dass diese Frau eine Hure ist …!“

40 Jesus konnte aber seine Gedanken lesen und sagte zu ihm: „Simon, ich will dir mal was erzählen, darf ich?“ „Ja, klar, Meister, bin ganz Ohr!“, war seine Antwort.

41 „Also, da war mal so ein sehr reicher Mann, so ein Bonze halt, der hatte zwei Leuten Geld geliehen. Einer hatte von ihm nen halben Riesen bekommen, der andere aber fünf Riesen.

42 Beide waren aber zum Zeitpunkt der geplanten Geldrückgabe leergelaufen. Weil das so war, schenkte er ihnen das Geld einfach. Welcher von den beiden wird ihm jetzt am meisten dankbar sein?“

43 „Na, derjenige, der mehr Schulden hatte!“, meinte Simon. „Bingo!“, sagte Jesus.

44 Und dann zeigte Jesus auf die Hure und sagte: „Sieh dir mal diese Frau genau an. Als ich in dein Haus gekommen bin, hast du mir da erst mal ein Fußbad angeboten? Meine Mauken waren ganz schön versaut, weißt du. Aber sie hat meine Füße sogar mit ihren Tränen gewaschen und nur mit ihren Haaren abgetrocknet!

45 Und hast du mir zur Begrüßung vielleicht einen Kuss auf die Wange gegeben, oder High Five gemacht oder so was? Sie hat mir ohne Ende die Füße geküsst, und zwar nonstop, seitdem ich hier bin! Das ist Respekt!

46 Du hast mir auch nicht, wie es ja bei VIP-Gästen üblich ist, etwas Creme angeboten. Sie hat sogar eine total kostbare Myrrhensalbe genommen und mir damit meine Füße eingecremt.

47 Ich will dir mal was sagen, mein Freund: Weil ihr selbst auch viel Scheiße verziehen worden ist, war sie in der Lage, auch viel zu lieben. Wem wenig verziehen worden ist, der liebt auch wenig.“

48 Und dann sagte Jesus noch mal zu der Frau: „Alles was zwischen dir und Gott stand, ist jetzt weg, dein Sündenregister ist jetzt gelöscht!“

49 Die Männer, die mit am Tisch saßen, flüsterten untereinander: „Wie ist der denn drauf? Woher nimmt er sich das Recht raus, die Trennung zwischen Gott und den Menschen einfach aufzuheben? Warum glaubt der plötzlich ganze Sündenregister löschen zu können?“

50 Aber Jesus sagte zu der Frau: „Hey, weil du mir vertraust und glaubst, bist du gerettet! Geh jetzt und hab Frieden!“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Johannes ist der, von dem es in der Heiligen Schrift heißt: ‚Ich sende meinen Boten vor dir her. Er wird dein Wegbereiter sein.‘
(Luk 7:27)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen

Jesus zitierte aus Maleachi 3:1, um zu zeigen, dass Johannes im AT vorausgesagt worden war, doch dabei veränderte er die Pronomen in dem Satz. In Malechi steht: „Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereite.“ Doch Jesus zitierte: „Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.“ Das Pronomen mein wird in dein verändert.

In der NeÜ sieht das so aus:
Mal 3:1:
„Ich sende meinen Boten. Er wird mir den Weg bahnen.“
Luk 7:27
‚Ich sende meinen Boten vor dir her. Er wird dein Wegbereiter sein.‘

In Kommentarbuch William MacDonaldsteht dazu folgendes:

Godet erklärt diese Veränderung:
In der Sicht der Propheten waren der Sendende und der , dem der Weg bereitet wurde, ein und dieselbe Person, nämlich Jahwe. Daher das „vor mir“ bei Malechai. Doch für Jesus, der, wenn er von sich selbst sprach, sich nie mit dem Vater verwechselte, wird eine Unterscheidung notwendig. Hier spricht Jahwe nicht von sich selbst, sondern Jahwe spricht von Jesus, daher wird hier die Form „deinem“ benutzt. Wenn wir diese Beweise betrachten, folgt dann nicht aus diesem Zitat, dass sowohl nach des Propheten als auch Jesu Ansicht, das Erscheinen des Messias das Erscheines Jahwes ist?“

Ich lasse das jetzt mal so stehen, weil heute Morgen mein Kopf noch zugeklebt ist und ich nicht denken kann. Nein, nicht wegen Silvester und Alkohol, sondern mein Gehirn ist einfach wiedermal eingetrocknet, wie so oft.

Glauben ins Leben umgesetzt

Wie setzt man soetwas in den Alltag um???

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich kann heute wieder nicht denken, kann mich so gar nicht auf irgendetwas konzentrieren. Diese Bibellese heute fällt mir daher so sehr schwer. Ich sitze schon 2 Stunden dran. Ich verstehe es nicht. Es muss dir doch wichtig sein, dass ich dein Wort verstehe, dass ich verstehe, was du meinst. Warum ist mein Kopf so vernebelt. Ja, ich weiß, es gehört zu meinen Krankheitssymptomen. Aber es ist dein Wort, deine Art mit mir zu kommunizieren, kannst du da nicht die Vernebelung etwas später einsetzen lassen, wenn es denn schon sein muss? Ich verstehe es nicht. Und weil ich schon solange hier sitze und enttäuscht bin, auch wütend auf mich, dass ich die einfachsten Sachen nicht realisieren kann, klappe ich jetzt einfach mein Notebook zu. Ich kann ja nicht mal Gedanken formulieren, die an dich gerichtet sind. Du weißt, wie es mir geht und für dich ist es wurscht, ob ich hier weiter die Buchstaben einkloppe. Ich werde jetzt ganz still und versuche dich einfach nur zu spüren, dass du da bist, bei mir bist.
Amen.




Tag 280 – Lukas 6:20-38

Wer nach Jesus’ Ansicht richtig glücklich ist und wer nicht

20 Irgendwann redete Jesus mit seinen Schülern und meinte zu denen: „Richtig glücklich seid ihr Leute, die keine Kohle haben, weil euch der Himmel auf Erden gehört.

21 Richtig glücklich seid ihr Leute, die ihr jetzt Hunger habt, weil Gott euch fett zu essen geben wird! Richtig glücklich seid ihr Leute, die jetzt noch voll traurig sind, denn ihr werdet bald abgehen vor Freude!

22 Richtig glücklich dran seid ihr, wenn man euch hasst und ihr gedisst werdet oder euch auslacht und über Euch irgendwelche Gerüchte verbreitet, nur weil ihr zu mir gehört.

23 Wenn das passiert, könnt ihr euch total freuen! Denn im Himmel wartet eine fette Belohnung auf euch! Und vergesst dabei nicht: Den Propheten ging es kein Stück besser.

24 Übel wird es für euch Leute, die jetzt viel Kohle besitzen. Denn ihr habt ja schon hier auf der Erde ganz fett gelebt.

25 Übel wird es auch für die Menschen, die einen prallen Bauch haben und satt sind. Ihr werdet ständig hungern müssen. Übel für die Menschen, die jetzt lachen, denn ihr werdet dann den Frust schieben, Depressionen bekommen und viel weinen.

26 Wie übel steht es um die Stars und die Berühmtheiten, die jetzt von allen Seiten umschleimt werden! Falsche Propheten waren ja damals auch schon überall beliebt.“

Leute, die ätzend zu dir sind, sollst du lieben

27 „Ich erzähl euch, die ihr mir jetzt zuhört, noch mal was“, redete Jesus weiter. „Gerade die Menschen, die ätzend zu euch sind, sollt ihr lieben! Geht freundlich mit den Typen um, die euch irgendwie dissen oder hassen. Helft denen sogar, wenn sie Hilfe brauchen.

28 Betet für die Leute, die euch die Krätze an den Hals wünschen. Betet für die, die euch verletzt haben, und wünscht ihnen das Beste.

29 Wenn dir einer in die Fresse haut, sag ihm, er soll dir auch noch in den Magen treten. Wenn dir einer deine Jacke klaut, dann gib ihm deine Jeans noch dazu.

30 Wenn jemand dich um etwas bittet, dann gib es ihm. Wenn du mal angeschnorrt wirst, dann gib auch was. Wenn dir jemand etwas wegnimmt, dann fordere es nicht zurück.

31 Behandle die Leute so, wie du von ihnen auch behandelt werden willst.

32 Oder willst du auch noch ein lautes „Danke“ dafür hören, wenn du mal nett zu jemanden warst, der vorher auch nett mit dir umgegangen ist? Das können auch die Leute, die ohne Gott leben. Die lieben jeden, der sie auch liebt.

33 Was ist schon daran schon so besonders toll, denen etwas Gutes zu tun, die euch auch gut behandeln? Das kann jeder, auch die Menschen, die keinen Bock auf Gott haben.

34 Was ist schon so heldenhaft dadran, jemandem Geld zu leihen, von dem man sowieso ganz sicher weiß, dass man es zurückbekommt?

35 Ihr sollt anders drauf sein. Liebte eure Feinde und seid nett zu den Menschen, die euch dumm finden. Helft denen, und zwar ohne große Erwartung, dass ihr dafür was bekommt. Von Gott könnt ihr dagegen alles erwarten, er wird euch fett dafür belohnen. Ihr gehört zu seiner Familie, ihr seid dann schließlich seine Kinder. Gott liebt sogar die miesen Typen und Leute, die es null verdient hätten.“

Wie du mir, so ich dir?

36 Jesus redete weiter: „Ihr müsst so liebevoll drauf sein wie Gott, euer Vater.

37 Hört auf, über andere abzulästern und sie zu verurteilen, damit Gott euch auch nicht verurteilt. Macht euch nicht vorschnell eine Meinung über jemand, das tut Gott auch nicht mit euch! Wenn ihr anderen verzeiht, wird man euch ebenfalls verzeihen.

38 Seid locker dabei, wenn es darum geht, Sachen zu verschenken, dann wird Gott euch auch fett beschenken können, so viel, dass ihr mehr als genug habt.“

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Aber wehe euch, ihr Reichen,  denn ihr habt euren Anteil schon kassiert!
(Luk 6:24)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Genau dieser Vers kam mir am 24. Sinn. Zu der Weihnachtsfeier waren auch M. und H. eingeladen, die kürzlich ihr Mehrfamilienhaus für 2,5 Millionen € verkauft haben. Sie fühlen sich absolut im Glück und haben den Nachmittag dominiert. Mit Gott und Jesus haben sie nichts am Hut. Von ihnen habe ich eine Tüte Kekse bekommen mit dem Hinweis „eine kleine Aufmerksamkeit“. Für wen halten die beiden mich eigentlich? Und dann dieser Vers heute … Und ich kann mich ganz entspannt zurücklehnen, mein glückliches Leben kommt noch! Und dann für immer.

Mein Gebet für meinen Tag

Vater, ich danke dir für den gestrigen Nachmittag. Ich war zu einer Runde eingeladen, die regelmäßig Tierheimhunde Gassi führen. Es war so schön und unperfekt und ganz ohne Geschenke, dass es den 24. Dezember um Längen geschlagen hat. Und mir ist bewusst geworden, wie aufgesetzt und gezwungen dort alles war und das es auch ganz anders geht. Nach dem 24. kam ich mir klein und hässlich vor. Aber mit diesen Nachmittag hast du mir die Freude zurückgegeben, dass anderes auch möglich ist. Ich bin dir sehrsehrsehr dankbar. Genau das habe ich gebraucht.
Heute wird ein ruhiger Tag und gefüllt mit tausend Kleinigkeiten, die so erledigt werden wollen. Sei bitte auch da bei mir, beschütze und behüte mich und sei auch bitte bei D. Sie machte mir am 24. einen sehr gestressten und müden Eindruck, der mit makeup aufgehübscht wurde. Gibt ihr bitte die Kraft, die sie braucht und aber vor allem die nötige innere Ruhe um Wichtiges von Unwichtigen unterscheiden zu können. Sei bei ihr, auch wenn sie Dinge tut, die nicht in deinem Sinn sind. Schubse sie sanft und führe sie auf dem richtigen Weg weiter.
Das alle trage ich dir heute wieder in Jesu Namen vor dich
Amen


Tag 279 – Lukas 6:12-19

Jesus sucht zwölf Schüler aus

12 Kurze Zeit später zog sich Jesus auf einen Berg zurück, um ne Runde zu beten. Er quatschte die ganze Nacht mit Gott.

13 Als die Sonne aufging, holte er alle Schüler zusammen und wählte zwölf von ihnen in den engeren Kreis. Diese zwölf Freunde nannte er ab dann auch „Apostel“ (das heißt so viel wie „die Botschafter von Gott“). Hier sind jetzt mal ihre Namen:

14 Simon (den er auch „Petrus“ oder „den Fels“ nannte), Andreas (der Bruder von Simon), Jakobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus,

15 Matthäus, Thomas, Jakobus (ein Sohn von Alphäus), Simon (der früher mal ein Freiheitskämpfer war),

16 Judas (ein Sohn von Jakobus) und Judas Iskariot (der Jesus später verraten wird).

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

… und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
(Luk 6:16 LUT)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Ich glaube, hier scheiden sich die Geister. Jesus hat Judas, seinen Verräter, selbst ausgewählt. In einem Kommentarbüchlein steht dazu: „Hatte der Herr bei der Berufung von Judas einen Fehler gemacht? Nein, unmöglich! Als Mensch beging er nach einer Nacht des Gebets keinen Fehler, und als Gott wusste er, wer Judas war. Doch er gab ihm eine einmalige Chance. Die ganze Zeit des Dienstes des Heilands durfte dieser Mann in seiner Nähe sein und alles direkt miterleben. Leider verharrte Judas im Unglauben.“
Das sehe ich ein bisschen anders. Ja, Jesus wusste genau, wer Judas war. Er wusste genau, dass dieser ihn verraten würde. Jesus kannte sein Los. Wenn Judas ihn nicht verraten hätte, würde es heute keine Bibel geben, wäre Jesus nicht am Kreuz gestorben, es hätte keine Auferstehung gegeben und wir nicht die Chance auf ewiges Leben. Und ja, Judas spielt darin eine tragische Rolle. Er war von Anfang an dazu bestimmt, Jesus zu verraten. Er hatte keine Chance. So sehe ich das. Viele Christen halten Judas für einen ganz bösen Menschen, weil er Jesus verraten hat. Aber, wir können doch Judas auch einmal dankbar sein. Ohne ihn wäre die historische Geschichte anders verlaufen … Einer musste es tun.

Mein Gebet für den Tag

Vater, ich bin so sehr gespalten. Zum einen feiert die ganze Welt jetzt deinen Geburtstag, zum anderen ist dies eine absolute Konsumschlacht geworden. Es fühlt sich alles so falsch an. Und ja, Jesus ist mit Sicherheit auch nicht am 25.12. geboren. Ich möchte mich dem Ganzen entziehen und schaffe es nicht. Und so mache ich mit, ein bisschen wenigstens.
Gestern Nachmittag war ich bei D., den Kindern, deren Papa und deren Eltern. Da ist diese Konsumschlacht in seinen höchsten Formen aufgefahren. Und Jesus spielte dabei nun überhaupt keine Rolle mehr. Ich habe mich so unwohl gefühlt. War aber gleichzeitig froh, dass ich jeden sagen konnte, der mich fragte, was ich denn am 24. mache, ich bin bei D. Ich wäre nicht in der Lage gewesen, mich zu rechtfertigen, wenn ich zu Hause geblieben wäre. Ein trauriges Schauspiel.
Trotzdem bin ich dir so dankbar, dass es in dieser Lage noch ganz gut gelaufen ist. Ich habe mich körperlich gut gefühlt und habe auch keine Überlastungssymptome gehabt. Das hatte ich am meistens befürchtet. Das die ganze Reizüberflutung mich umhaut und ich nicht weg kann. Aber alles ist gut, alles gut gelaufen. DANKE.
Und nun habe ich eine ganz ganz große Bitte! Ich muss unbedingt mit D. reden, was bei ihr denn passiert ist, dass sie eine 180°- Wende vollzogen hat, was der Grund ist, damit ich weiß, wo ich mich dabei einordnen kann. Es einfach so hin- und annehmen, das bekomme ich nicht hin. Vater, ich brauche deine Hilfe, alleine schaffe ich das nicht. ich brauche den richtigen Zeitpunkt und ich brauche die richtigen Worte. Bitte, Vater, ohne dich geht es nicht.
Und mit diesem Wunsch starte ich in den Tag, ich hoffe noch, dass ich heute Nachmittag nicht zu T. brauche, denn ablehnen kann ich auch das nicht. Aber auch da bitte ich dich um deine Hilfe. Füge alles so, wie es für mich und T. am Besten ist. Behüte und beschütze uns.
Amen.

Tag 278 – Lukas 6:1-11

Was ist wichtiger, die Gesetze oder die Liebe?

1 An dem religiösen Feiertag der Juden, dem Sabbat, streunte Jesus mit seinen Schülern mal wieder durch die Kornfelder. Die Schüler pflückten dabei ein paar Kornähren ab, zerrieben die zwischen den Händen und aßen sie.

2 Einige von den religiösen Strebern sahen das und kamen sofort mit dem Spruch an: „Das dürfen Sie nicht! Das ist verboten! Die Gesetze schreiben vor, dass man am Sabbat nichts ernten und nicht arbeiten darf!“

3 Jesus konterte: „Darf ich euch mal an die Geschichte vom ehemaligen Präsidenten David erinnern? Als er und seine Begleiter Hunger hatten, was hat er da gemacht?

4 Er ging in das Haus von Gott und nahm sich was von dem Brot, das nach dem religiösen Gesetz nur die Priester essen durften! Er gab sogar seinen Freunden was davon ab! Damit haben sie auch die Gesetze gebrochen, oder?

5 Ich darf als Auserwählter Gottes auch bestimmen, was am Sabbat erlaubt ist und was nicht!“

6 Ein paar Wochen später war da so ein Mann, der hatte eine Behinderung an der Hand. Er hing in der Synagoge rum, als Jesus dort seine Lehrstunde abhielt.

7 Die religiösen Streber und Profis hatten alles genau im Blick. Sie warteten nur auf die nächstbeste Gelegenheit, wo sie ihn auf frischer Tat ertappen könnten. Wenn er jetzt jemanden heilen würde, wäre das ein guter Grund, Anzeige gegen ihn zu erstatten. Heilen war am Sabbat nämlich verboten.

8 Jesus konnte aber ihre Gedanken lesen. Also bat er den Mann, sich mal in die Mitte zu stellen, damit ihn alle sehen konnten.

9 Und dann sagte er zu den Kritikern: „Ich hab mal ne Frage an euch: Wofür ist der Sabbat ursprünglich gedacht gewesen? Ist dieser Tag dafür da, gute Sachen zu machen, oder ist dieser Tag dafür da, link drauf zu sein? Soll man an diesem Tag lieber Menschen retten oder Menschen kaputt machen?“

10 Jesus blickte einem nach dem andern in die Augen. Dann meinte er zu dem kranken Mann: „Mach deine Hand mal wieder gerade!“ Der Typ tat es, und tatsächlich, sie war sofort gesund!

11 Die Feinde von Jesus waren davon total angefressen. Ab diesem Zeitpunkt begannen sie, ein Attentat auf ihn zu planen.

  1. Mein Schlüsselvers für heute
  2. Meine Erkenntnis des TagesMEIN Pünktchen
  3. Glauben ins Leben umgesetzt
  4. Mein Gebet für meinen Tag

Mein Schlüsselvers für heute

Und es geschah am Sabbat …
(Luk 6:1)

Meine Erkenntnis des Tages, MEIN Pünktchen
Glauben ins Leben umgesetzt

Sabbat … Nach dem Lesen des heutigen Abschnittes kam mir wieder in den Sinn, dass wir eigentlich, und ich sage eigentlich, den Samstag als Ruhetag halten sollten. Samstag oder Sonntag … Damit habe ich mich vor ein paar Jahren ganz intensiv damit beschäftigt, aber die ganzen Für- und Gegenargumente habe ich nirgendwo aufgeschrieben. Nur das wichtigste Argument: Es steht in den 10 Geboten. Alle anderen 9 Gebote halten wir oder besser, finden wir richtig, nur dieses eine nicht. Da wird argumentiert, Gott meinte ja nur, man solle nach 6 Tagen eben einen Tag ruhen. Richtig. Aber es steht definitiv Samstag. Und Jesus hielt auch den Sabbat nicht am Sonntag! Und nun? Nachdem ich mich dazu sehr belesen hatte, war für mich klar, ab dann halte ich den Samstag für den Ruhetag. Habe ich auch eine Zeit lang gemacht, aber es ließ sich nicht durchhalten und unserer Gesellschaft, wo alles auf den Sonntag ausgerichtet ist. Keiner unter den Christen hält den Sabbat (außer wohl die Sieben-Tages-Adventisten). Ich als Einzelgänger ist dann blöd. Die Ansicht, wir feiern den Sonntag, weil da Jesus auferstanden ist, halte ich für eine Zweckargumentation. Ich werde mich einfach nochmal damit auseinandesetzen. Mal sehen.

Ach ich habe gerade noch ein kurzes Video (4 Minuten) dazu gefunden.


Mein Gebet für meinen Tag

Vater, heute hast du mich wieder auf das Thema „Sabbat“ gebracht. Gerade nach dem kurzem Video, ist mir wieder klar, dass du den Samstag meinst. Die Katholische Kirche hat ihn umgeändert von Samstag auf Sonntag. Und es stimmt. Nirgendwo in der Bibel steht, dass wir den Sonntag nehmen sollten. Welches Recht hat die Katholische Kirche dazu? Sie behauptet, sie hätte die Macht von dir. Stimmt das? Ich kann es mir nicht vorstellen, weil sie auch noch einige andere Dinge tut, die so nicht in de Bibel stehen. Vater, was soll ich tun? Soll ich mich als privater Einzelgänger jetzt an den Sabbat am Sonntag halten? Sag es mir einfach.
Heute wir ein ruhige Tag für mich. Es sind nur diese tausend Kleinigkeiten zu tun und die Geschenke einzupacken. Das ist gut so. Nach dem gestrigen Nachmittag, dem Kindermusical war ich wieder so total erschöpft, dass hie noch die Backbleche herumstehen und die Kuchenbehälter. Die Kinder waren einfach goßartig und die Kirche proppenvoll. Ich war bereits eine halbe Stunde früher da, aber es gab nur noch wenige freie Plätze. Also Platz war noch genügend da, aber überall waren Taschen und Jacken drauf gestellt und so als „besetzt“ gekennzeichnet. Einer der Familie geht vor und blockiert die Sitzbänke. Finde ich in eine Kirche nicht unbedingt passend. Zumal ja auch eine Menge Nicht-Christen unter den Zuschauen waren. Hinter mir hörte ich so ein arrogantes Stimmchen: „Ich bin ja eigentlich kein Kirchgänger“. In mir hat es ein bisschen gegrummelt. Ich weiß, Vater, das ist nicht in Ordnung. Du hast sie ja nicht umsonst in diese Kirche geführt. Ihr Auftreten war aber nicht so, als ob sie irgendetwas verstanden hätte. Aber das ist ja Weihnachten immer so. Du kennst es und weißt es sehr wohl einzuschätzen.
Aber die Kinder waren einfach toll. Ich weiß nicht genau, wie viele Kinder zur Gemeinde gehören, die über 6 Jahre sind. Vielleicht 10? Der Rest waren fremde Kinder, Kinder aus nichtchristlichen Familien. Und das ist das großartige daran. Dass sich diese Kinder begeistern ließen.
Bitte Vater, schreibe den Organisatoren ein ganz dickes Lob in dein Buch.
Und nun werde ich diesen Tag starten, sei bei mir, beschütze und behüte mich und gib mir die Kraft, die ich für diesen einen Tag brauche.
Amen